Aufrufe
vor 3 Jahren

PolarNEWS Magazin - 19 - D

Ocean Expeditions Das

Ocean Expeditions Das Beste der Antarktis! Wir sind Pioniere in Sachen Antarktis-Expeditionen mit Yachten. Lassen Sie sich von uns zu den faszinierendsten Zielen in dieser einzigartigen Region entführen! Seit 1997 stellt Ocean Expeditions spezialisierte Unterstützung bei Expeditionen um den Polarkreis zur Verfügung. BBC, National Geographic, Red Bull, Discovery Channel, Shackleton Epic, Australian Antarctic Division, NOAA, British Antarctic Survey und viele weitere, inklusive eines Hauchs von Abenteuer. Für weitere informationen: www.ocean-expeditions.com ben@ocean-expeditions.com Film Öko-Tourismus Abenteuer Wissenschaft PN_Online_D_Layout 1 25.04.13 16:37 Seite 1 Fast täglich aufdatiert, finden Sie auf unserer Website die neusten Nachrichten aus den Gebieten rund um den Südpol und den Nordpol, Blogs, Bilder und natürlich sämtliche Ausgaben von PolarNEWS. Besuchen Sie uns deshalb immer wieder und so oft sie möchten auf www.polarnews.de 1Polar 58 NEWS PolarNEWS1

Wilkins Frau Suzanne Evans bezeichnete sich scherzhaft als «die einsamste Ehefrau der Welt». Die beiden waren 29 Jahre glücklich verheiratet. Parade in New York 1930 nach der Wilkins-Hearst Antarctic Expedition: Es war die zweite Konfettiparade für Wilkins innerhalb eines Jahres. baren Erfolgs bewertet, ist schnell fertig mit Aufzählen: Wilkins absolvierte 1928 den ersten Motorflug in der Antarktis und tauchte 1931 als erster mit einem U-Boot unter das nördliche Packeis. Genau betrachtet hatten sämtliche Polarexpeditionen, bei denen Wilkins dabei war, ihr definiertes Ziel nicht erreicht, man könnte auch sagen: sie sind gescheitert. Aber das ist in der Bilanz von Wilkins’ Leben unbedeutend. Entscheidend sind sein ungebändigter Wille, in immer neue Dimensionen der Polarforschung vorzudringen, und die Tatkraft, die dazu notwendigen technischen Hilfsmittel weiterzuentwickeln und optimal zu nutzen. Die heutige Polarforschung wäre nicht da, wo sie ist, hätte Wilkins nicht immer wieder neue Möglichkeiten ausprobiert. Dabei war er seiner Zeit meist voraus. Den ersten Flug zum Nord- beziehungsweise Südpol wollte er schon 1919 in Angriff nehmen – im Norden haben das Roald Amundsen, Lincoln Ellsworth und Umberto Nobile erst 1926 geschafft, im Süden drei Jahre später Richard Evelyn Byrd. Bereits 1923 unterbreitet Wilkins der Royal Meteorological Society einen Plan, 50 Wetterstationen in den polaren Gebieten aufzubauen, diese miteinander zu vernetzen und die Daten gesamthaft auszuwerten, um präzise Grossraum-Wettervorhersagen machen zu können. Die Royal Meteorological Society fand den Plan damals unrealistisch. Erst 28 Jahre später wurde aufgrund von Wilkins’ Plänen die World Meteorological Society gegründet, die heute genau das tut, was Wilkins vorschwebte. So kann man, auch wenn der Pionier seiner Zeit weit voraus war, rückblickend sagen, dass Wilkins sein Lebensziel erreicht hat: die Verbesserung der globalen Wetterprognosen. Ewige Ruhe am Nordpol Am 30. November 1958 starb Hubert Wilkins in einem Hotelzimmer in Framingham, Massachusetts, im Alter von 70 Jahren an einem Herzinfarkt. Seine Frau Suzanne liess verlauten, er sei mit einem Lächeln auf den Lippen gestorben. «Dem Tod ins Auge zu schauen, ist nicht so schlimm», hatte Wilkins zu Lebzeiten einmal gesagt, «die wahre Feuerprobe ist es, die Unsicherheiten des Lebens zu meistern.» Ein halbes Jahr später, am 17. März 1959, verstreute das amerikanische Atom-U-Boot Am 17. März 1959 tauchte die USS «Skate» als erstes U-Boot überhaupt am Nordpol auf und verstreute in einer Zeremonie Wilkins’ Asche im Meer. USS «Skate» seine Asche am Nordpol. Es war offiziell das allererste U-Boot, das es unter dem Eis hindurch bis zum nördlichsten Punkt der Erde geschafft hatte – und somit Wilkins’ gescheiterten Versuch von 1931 doch noch zum Ziel brachte. Wilkins hatte kurz vor seinem Tod die USS «Skate» und deren Kapitän James Calvert besucht. Am 14. Mai 1975 verstreute das U-Boot USS «Bluefish» die Asche seiner Frau Suzanne ebenfalls am Nordpol. Heute lagern in irgendeinem Raum in der Universität von Ohio über 40 prall gefüllte Kisten mit persönlichem Material von Hubert Wilkins. Darin wären wohl noch viele verrückte Ideen und Pläne zu entdecken, die damals ihrer Zeit weit voraus waren. PolarNEWS 59

© 2015 by PolarNEWS • Redaktion Heiner Kubny – Impressum