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PolarNEWS Magazin - 21 - D

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Nordenskiöld erkundet

Nordenskiöld erkundet mit einem tschuktschischen Einheimischen die Koljutschin-Bucht. Bild: Nationalbiblioteket, Finnland ein Schiff bauen, dem er den Namen «Nordenskiöld» gibt. Dieses bricht auf durch den Suezkanal Richtung Beringsee mit dem Auftrag, die «Vega» zu suchen. Die Besatzung auf der «Vega» ist aber wohlbehalten: Die Männer messen am 1. Dezember eine Meereisdicke von 127 Zentimetern und feiern Weihnachten bei minus 35 Grad. Sicheren Fusses wandern sie hinüber aufs Festland und unternehmen mit den einheimischen Tschuktschen Schlittenfahrten, erkunden deren Kultur und erstellen sogar ein Wörterbuch der tschuktschischen Sprache. Man vertreibt sich die viele Zeit also durchaus sinnvoll. Adolf Erik Nordenskiöld, 1832 – 1901. Ganze 294 Tage dauert das Winterlager, bis das Eis wieder aufbricht und am 18. Juli 1879 die Weiterfahrt der «Vega» ermöglicht. Die restlichen 200 Kilometer bis zur Beringsee sind eine Spazierfahrt von zwei Tagen Dauer. Am 2. September geht das Schiff im Hafen der japanischen Stadt Yokohama vor Anker – der Tenno ehrt Nordenskiöld umgehend mit einer Feier und einem Orden. Stolz notiert Nordenskiöld in sein Tagebuch: «Man möge es uns verzeihen, dass wir mit einem gewissen Stolze unsere blaugelbe Flagge am Mast emporsteigen sahen und die schwedischen Salutschüsse abfeuerten, wo die Alte und die Neue Welt einander die Hände zu reichen suchen.» Glorreiche Heimkehr Die acht Monate dauernde Heimreise führt Nordenskiöld und seine Männer um Asien herum durch den Suezkanal nach Stockholm, wo sie am 24. April 1880 unter dem Jubel des Publikums ankommen. König Oskar II. erklärt dieses Datum kurzerhand zum Nationalfeiertag und erhebt Nordenskiöld in den Adelsstand. Endlich, endlich ist die Nordostpassage bezwungen, der Traum des neuen, kurzen Handelswegs ist wahr geworden. Adolf Erik Baron Nordenskiölds Reisebericht wird in mehrere Sprachen übersetzt und wird zum internationalen Bestseller. In seinem ausufernden Bericht an den König hegt er allerdings erhebliche Zweifel darüber, ob sich die Nordostpassage als Handelsweg für die Schifffahrt eignet: «Kann die Reise, welche die Vega jetzt vollendet, jedes Jahr wiederholt werden? Augenblicklich ist es unmöglich, diese Frage mit einem unbedingten Ja oder einem unbedingten Nein zu beantworten.» Die Nordostpassage, schreibt er an anderer Stelle, wird wohl «schwerlich von wirklicher Bedeutung für den Handel» sein. Nordenskiölds Einschätzung der Nordostpassage als lukrativer Handelsweg behält zwar bis heute ihre Richtigkeit. In den folgenden 60 Jahren brachen 846 Schiffe in diese oder jene Richtung zur Nordostpassage auf – 793 Fahrten verliefen erfolgreich. Doch seit einigen Jahren lässt der Klimawandel die Hoffnung der global tätigen Frachtschiff-Unternehmen steigen – die eisfreie Zeit in der Nordostpassage wird immer länger. Mit der Durchfahrt des ersten Eisbrechers 1930 beginnt ein neues Zeitalter der kommerziellen Nutzung der Nordostpassage. Die Nordostpassage heute Lesen Sie in der nächsten Ausgabe von PolarNEWS über die Nordostpassage als moderne, mit Eisbrechern befahrene Handelsroute und warum sich so viele Staaten deswegen politische Auseinandersetzungen liefern. 44 PolarNEWS

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