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Procycling 07.2019

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Anna van der Breggen

Anna van der Breggen lieferte ein spannendes Rennen, kam aber nicht gegen van Vleuten an. 86 PROCYCLING | JULI 2019

LA COURSE 20 19 LA COURSE Richtung. Und obwohl der Fortschritt seitdem ein bisschen darin bestand, zwei Schritte nach vorn und einen zurück zu machen, ist schwer vorstellbar, dass die Topfahrerinnen die A.S.O. tatsächlich um ein besseres Rennen bitten. „Ich glaube, es gibt eine neue Mentalität bei den Fahrerinnen“, stimmt Slappendel zu. „Vor ein paar Jahren wollten die Frauen genau dieselben „WIR BRAUCHEN DIE MÄNNERRENNEN NICHT – WIR KÖNNEN UNSERE EIGENEN SCHAFFEN. ES GIBT EIN GANZ NEUES GESCHÄFTSMODELL.“ IRIS SLAPPENDEL Rennen wie die Männer. Wir dachten, nur so würden wir Anerkennung bekommen – indem wir beweisen, dass wir dasselbe können wie die Männer. Jetzt, würde ich sagen, wächst das Selbstbewusstsein immer mehr. Wir brauchen die Männerrennen nicht – wir können unsere eigenen schaffen.“ Sie fügt hinzu: „Ich würde sagen, es gibt die Möglichkeit, ein ganz neues Geschäftsmodell für den Frauenradsport zu entwickeln.“ Mittlerweile sind einige der erfolgreichsten Frauenrennen unabhängige Events. Slappendel verweist auf die Holland Ladies’ Tour und die Healthy Ageing Tour. Und es gibt die Women’s Tour, die 2019 auf sechs Tage erweitert wurde, nachdem sie 2014 erstmals ausgetragen wurde – das Jahr null der modernen Neuauflage des Profiradsports der Frauen. Ein weiteres neues Rennen ist die Women’s Tour of Scotland, ein dreitägiges Rennen im August dieses Jahres, das große Unterstützung genießt, auch von der staatlichen Agentur EventScotland. Und 2021 kommt vielleicht das ambitionierteste aller neuen Rennen, die Battle of the North, die als „Tour de France der Frauen“ gilt und in Skandinavien ausgetragen werden soll. Mit zehn Etappen an elf Tagen wird es eine gemeinsame La Course wurde erstmals am letzten Tag der Tour de France auf den Champs- Élysées ausgetragen. Veranstaltung der Organisatoren der Ladies Tour of Norway, dem WWT-Rennen im schwedischen Vårgårda und dem dänischen Radsportverband. Die Organisatoren haben eine Liveübertragung versprochen – etwas, was die Women’s Tour, die in vielerlei Hinsicht Maßstäbe setzt, immer noch nicht anbieten kann. Das ist das Haar in der Suppe, die Mahnung zur Vorsicht im Optimismus, der trotz der Schwierigkeiten diejenigen befällt, die den Frauenradsport für die kommende Sportart mit unerschlossenem Potenzial halten. Während der Fokus im Frühsommer darauf lag, dass die A.S.O. mit den Schultern zuckte ob der Aussicht, dass ihre Rennen nicht mehr Teil der Women’s WorldTour sind, schwebt dieselbe Gefahr über der Women’s Tour und anderen wichtigen Rennen. Derweil gibt es La Course. Die letzten beiden Jahre haben diejenigen Lügen gestraft, die vorhersagten, das Rennen sei mehr Spektakel als sportlicher Wettbewerb. Was mit die beste Werbung für den Frauenradsport ist. JULI 2019 | PROCYCLING 87