Psychiatrische Pflege

100 Wege um Recovery zu unterstützen
Deklaration von Turku
Bielefelder Algorithmus zur Identifikation einer Therapieeinheit (BAIT© EP+PS)
Besitzstandswahrung oder patientenorientierte Zusammenarbeit?
„Zwangsmaßnahmen in der psychiatrischen Versorgung“
Kameragestützte Beobachtung in psychiatrischen Kliniken - Position DFPP
Kameragestützte Beobachtung in psychiatrischen Kliniken - offener Brief
Patientenversorgung in Gefahr
100 Wege um Recovery zu unterstützen
Handbuch Recovery
Interventionen Psychiatrischer Pflege (2004)
Wissen schafft Pflege - Pflege schafft Wissen (2006)
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Gute Arbeit (2018)
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Gute Arbeit (2018)

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Kongressband Dreiländerkongress 2018 in Wien

2. Einschätzung von

2. Einschätzung von Zwangsmassnahmen in der psychiatrischen Behandlung durch Patienten/-innen, Angehörige und Fachpersonen Simone Beeri Hintergrund Zwangsmassnahmen in der Psychiatrie werden vorwiegend angewendet, um destruktive Handlungen gegen sich selbst oder Mitpatienten/-innen und Mitarbeitende abzuwenden. Die Durchführung solcher Massnahmen stellt eine grosse Herausforderung für medizinische Fachpersonen dar. Sie stehen vor dem Dilemma, einerseits für die Sicherheit verantwortlich zu sein, andererseits die Behandlung der Betroffenen unter Berücksichtigung von Selbstbestimmung und Autonomie durchführen zu müssen [1]. Patienten/-innen ihrerseits erleben Zwangsmassnahmen als Schicksalsschlag [2] und sind davon häufig traumatisiert [3]. Der Einbezug von Patienten/-innen und ihren Angehörigen in die Behandlung wird heute in der Psychiatrie als bedeutend angesehen [4]. In Zusammenhang mit Zwangsmassnahmen ist es deshalb wichtig zu verstehen, wie diese die unterschiedlichen Massnahmen bewerten. Fragestellung Ziel der Studie ist es, die unterschiedliche Einschätzung von verschiedenen Zwangsmassnahmen in der Psychiatrie durch Patienten/-innen, Angehörigen und medizinische Fachpersonen zu erfassen und diese miteinander zu vergleichen. Methode Mit Hilfe des «Attitudes to Containment Measures» (ACMQ) wurden in drei psychiatrischen Kliniken insgesamt 1037 Personen befragt, davon 435 Patienten/-innen, 230 Angehörige sowie 372 medizinische Fachpersonen. 20.6% der teilnehmenden Patienten/-innen wurden in eine der Kliniken zwangs- 20

eingewiesen, alle anderen waren auf freiwillig hospitalisiert. Die Angehörigen waren zu 38.2% Eltern (N=84), 9.5% Kinder (N=21), 13.2% Geschwister (N=29), 22.3% Partner/-innen (N=49), und zu 16.8% andere nahestehende Personen (N=37) der Patienten/-innen. Bei 10 Fragebögen fehlte die Angabe. Die Fachpersonen bestand aus 66.4% Pflegenden (N=243), 25.1% Ärzte/- innen (N=92) und 8.5% Psychologen/-innen (N=31). Bei 6 Fragebögen fehlte die Berufsangabe. Der verwendete Fragebogen ermittelt durch eine 5-teilige Bewertungsskala (stimme stark zu =0 Punkte bis lehne stark ab =5 Punkte) die Akzeptanz bzw. Ablehnung von 11 Zwangsmassnahmen. Die einzelnen Zwangsmassnahmen werden kurz beschrieben und durch ein Bild illustriert. Die Studienteilnehmenden wurden jeweils gefragt, wie akzeptabel die Massnahme sei. Hohe Werte bedeuten somit eine hohe Ablehnung bzw. geringe Akzeptanz. Ergebnisse Für medizinische Fachpersonen sind Zwangsmassnahmen signifikant akzeptabler als für Angehörige (t=3.66, p< .001). Diese wiederum beurteilen Zwangsmassnahmen bedeutend weniger einschneidend als Patienten/- innen (t=11.5, p< .001). Allerdings liegen die Einschätzungen der Angehörigen deutlich näher an den Bewertungen der Patienten/-innen als an denen der Fachpersonen. Eine Ausnahme zeigt sich bei der geschlossenen Akutstation. In diesem Bereich unterscheidet sich die Bewertung zwischen Angehörigen und Fachpersonen unwesentlich, hingegen zeigt sich ein erheblicher Unterschied zu denjenigen der Patienten/-innen (t=4.27, p< .001). Alle Gruppen lehnen das Netzbett als Zwangsmassnahme am deutlichsten ab (Patient/-innen mean = 4.10; Angehörige mean = 3.94; Fachpersonen mean = 4.22). Weniger deutlich abgelehnt werden die Fixierung (Patient/- innen mean = 3.51; Angehörige mean = 3.13; Fachpersonen mean = 3.65) und die Isolation (Patient/-innen mean = 3.08; Angehörige mean = 3.05; Fachpersonen mean = 2.49). Den grössten Unterschied in der Rangreihen- 21

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    Sahm Daniel, B.A., Psychische Gesun

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    Thomas Matthieu, M.A. Sozialwissens

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