Psychiatrische Pflege

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Kompetenz - zwischen Qualifikation und Verantwortung (2007)

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Kongressband Dreiländerkongress 2007 in Bielefeld

Ausgehend davon stellten

Ausgehend davon stellten die theoretischen Erkenntnisse für die Praxis nur eine geringe Hilfe dar und wurden teils in der Praxis abgelehnt oder ignoriert. Die Pflegetheorien wurden zu Unterrichtszwecken eingesetzt und viele Theorien wurden von den Pflegenden nicht wirklich verstanden. Rückblickend kann gesagt werden, dass die TheoretikerInnen sehr damit beschäftigt waren, Pflege in Ihrem Wesen zu beschreiben und es ihnen nicht gelungen ist, jene Aspekte der Pflege zu berücksichtigen, um die es in der täglichen Pflegepraxis tatsächlich geht. Von daher ist es kaum verwunderlich, dass Pflegetheorien niemals wirklich eine Grundlage für die tägliche Pflegepraxis darstellten. Davon ausgehend, wurde Anfang der 90er Jahre zunehmend deutlich, dass Theorien für die Selbstreflexion und die Weiterentwicklung der Profession sinnvoll waren, für die tägliche Praxis aber kaum eine Hilfe darstellten und Implementierungsversuche oftmals scheiterten. Pflegetheorien lieferten somit eine entscheidende Grundlage und entscheidende Argumente für die voranschreitende Professionalisierung der Pflege zu dieser Zeit. Seit den 90er Jahren stieg demnach das Interesse, die tägliche Pflegepraxis zu untersuchen und zu beschreiben. Es wurden Pflegediagnosen, Pflegeinterventionen und Pflegeergebnisse im Hinblick auf die pflegerische Praxis entwickelt. Ausgehend von diesen Erkenntnissen konnte überprüft werden, ob bestimmte Pflegeinterventionen bei dieser oder jener Pflegediagnose wirksam oder nicht wirksam sind. Als Ergebnis dieser enormen Entwicklung zur Beschreibung von Pflegephänomenen sind die beispielhaft nun vorhandenen Klassifikationssysteme wie NANDA, NIC und NOC aber auch die von der WHO entwickelte »Internationale Classification of Functioning - (ICF)« (welche auch in den Niederlanden zu Anwendung kommt) zu nennen. Tatsache ist, dass seit dem Jahr 2000 unter Zuhilfenahme der elektronischen Krankenhausinformationssysteme und der EDV die klinische Argumentation und die auf Beweise gestützte Entscheidungsfindung in der täglichen Praxis deutlich zugenommen haben. Die wirkliche Beschreibung der Pflegepraxis mittels standardisierten Konzepten, Klassifikationen und Standards hat allerdings gerade erst begonnen und es gibt in dieser Richtung noch keine internationale Vereinbarung über eine einheitliche Sprache. Allseits anerkannt wird jedoch, dass die Pflegepraxis mittels Pflegediagnosen, Pflegeinterventionen und Pflegezielen transparent und nachvollziehbar beschrieben werden muss. vor 1970 Nicht eigenständiges Handeln 1990 Entwicklung von Klassifikationen Abbildung 1 1970 Systematischmethodisches Handeln 2000 evidence-basednursing ICT / ED 1980 Entwicklung von Pflegetheorien Die Gesundheits- und Krankenpflege ist weltweit großen Veränderungen ausgesetzt. Veränderungen ergeben sich aus einem Wandel der Gesundheitssysteme, epidemiologischen Veränderungen und nicht zuletzt durch neue Erkenntnisse innerhalb der Berufsgruppe selbst. Als Konsequenz aus dieser zunehmenden Kompetenzerweiterung fordert die Pflege zunehmend eine unabhängige Position, eine Ausweitung des Aufgabenbereiches und die gleichwertige Teilnahme an wichtigen Entscheidungen im Gesundheitswesen oder in der Gesundheitspolitik. Was dies für diese Entwicklung im Hinblick auf die psychiatrische Pflege bedeutet, gilt es nun zu benennen. Der Pflegeprozess ist innerhalb der Gesundheits- und Krankenpflege schon lange Zeit mehr oder weniger selbstverständlich, jedoch nicht überall sichtbar. Ein eindeutiger Pflegerahmen und eine einheitliche Sprache sowie eine auf Beweise gegründete klinische Argumentation der Praxis und der Pflege sind für die Zukunft unabdingbar, weil: »If we cannot name it, we cannot control it, finance it, teach it, research it or put into public policy« (Norma Lang). Die Pflegenden erkennen die Notwendigkeit, pflegerische Probleme zu benennen, Interventionen zu begründen, zu erreichende Ergebnisse festzulegen und dafür notwendige Ressourcen aufzuführen. Diese Erkenntnisse versetzen Pflegepraktiker besser in die Lage, von vorhandenen Pflegeforschungsergebnissen zu profitieren und einen fachlichen Austausch mit dem wachsenden Bereich der Pflegeforschung zu beginnen. 42 43

In der Zusammenarbeit zwischen Theorie und Praxis ergibt sich die Möglichkeit auf folgende, beispielhaft aufgeführten praxisrelevanten Fragen Antworten zu finden: • Wann tritt ein bestimmtes in der Pflegediagnostik beschriebenes Phänomen auf? (Begleitumstände) • Warum findet solch ein Phänomen, wie es in der Pflegediagnostik beschrieben wird, statt? (Theoretische und praktische Erklärung) • Wie gehen wir mit solch einem Phänomen, wie es in der Pflegediagnostik beschrieben wird, um und wie können wir Phänomen behandeln ? (Frage nach der richtigen Intervention) • Wie können wir einem solchen Phänomen, wie es in der Pflegediagnostik beschrieben wird, vorbeugen bzw. wie können wir es verhindern? (Kenntnisse über präventive Maßnahmen) • Welche weiteren Faktoren spielen bei der Entstehung von einem in der Pflegediagnostik beschriebenen Phänomen eine Rolle? (Beeinflussende Faktoren) Um den Pflegeprozess und die Pflegepraxis eindeutig beschreiben zu können, brauchen wir in der Pflege, aber auch im Gesundheitswesen, ein fundiertes Wissen über Terminologien und Klassifikationen wie z.B. NANDA, ICF, ICD-10, DSM-IV, NIC und NOC. Im Rahmen des Kongressvortrages werden die Autoren auf die verschiedenen Terminologien und Klassifikationen in Bezug auf die psychiatrische Pflege und in Bezug auf den Pflegeprozess eingehen und diskutieren. 44

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    gnitiven Einstellungen bei den Betr

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    3. PAIR - Das Training zur Aggressi

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    Literaturverzeichnis 1. Bandura, A.

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    Die Bielefelder Behandlungsvereinba

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    • Mit der Behandlungsvereinbarung

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    Stigmatisierung von Alkoholkranken;

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    »Warum nehmen Sie Ihre Abendarznei

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    Fachhochschule Osnabrück im Fach P

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    Waltraud Koller, Jahrgang 1964, dip

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    essenschwerpunkte: Prinzipien und S

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    Martin F. Ward, Vorsitzender der Ex

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