Psychiatrische Pflege

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Kompetenz - zwischen Qualifikation und Verantwortung (2007)

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Kongressband Dreiländerkongress 2007 in Bielefeld

Beate Mitzscherlich

Beate Mitzscherlich Psychiatrie in der DDR- Ein Pflegeforschungsprojekt aus der Sicht von Patienten und Pflegekräften ................................................................................................... 391 Marite Pleininger-Hoffmann Die Bielefelder Behandlungsvereinbarung ............................................................................ 392 Sibylle Prins, Hermann Wand Die Beteiligung Psychiatrieerfahrener in der Fachweiterbildung psychiatrische Pflege .................................................................................................................. 397 Uwe Rethage Teilhabeplätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen - Arbeitswelt als Arbeitsfeld psychiatrischer Pflege .............................................................. 399 Stefan Vetter Billardtraining auf der Station FP ........................................................................................... 404 Gisela Walter Stigmatisierung von Alkoholkranken; Eine Untersuchung bei Schülerinnen allgemein bildender höherer Schulen .................................................................................... 407 Katrin Herder »Warum nehmen Sie Ihre Abendarznei nicht später?« Perspektivenwechsel: vom Patienten/ von der Patientin mit Kind hin zum Elternteil mit einer psychiatrischen Erkrankung ............................................................................................... 410 Autorinnen und Autoren ........................................................................................................... 412 Wissenschaftlicher Beirat ......................................................................................................... 427

Die Auswirkungen nationaler und europäischer Rahmenbedingungen auf die Ausbildung sowie die Veränderung von Tätigkeitsprofilen psychiatrischer Pflege - Eine Stellungnahme aus Sicht des Berufsverbandes Franz Wagner Die Pflege in Deutschland steht – wieder einmal / immer noch – vor einem fundamentalen Wandel. Die Rahmenbedingungen verändern sich rapide und nachhaltig. Mit unterschiedlichen Ausprägungen und unterschiedlichem Akutheitsgrad in den verschiedenen Leistungssektoren werden unter dem Paradigma der Marktwirtschaft Betreuungs- und Versorgungsangebote neu ausgerichtet. Das Wohl des Einzelnen wird implizit und explizit dem Diktat der Ausgabenbegrenzung unter- und nachgeordnet. Der Staat verabschiedet sich zunehmend aus der Sicherung grundlegender gesellschaftlicher Aufgaben. Früher waren einige als ‚hoheitliche Aufgaben’ dem Staat vorbehalten, der sie als Fundament des gesellschaftlichen Zusammenlebens als unveräußerbaren Auftrag des Staates verstand. In jüngerer Zeit werden vor dem Hintergrund der Reformresistenz der bürokratischen Apparate und knapper Kassen immer mehr diese Aufgaben privatisiert, ‚outgesourct’ und damit häufig zur Disposition gestellt. Das begann mit den Krankenhäusern und wird nicht bei der Deutschen Bahn enden. Einige Bereiche schienen lange Zeit dennoch tabu zu sein: z.B. der Strafvollzug oder die psychiatrischen Landeskrankenhäuser. Doch auch hier hat der Wandel begonnen. Wie sich das auf die Qualität Aufgaben auswirkt, ist offen. Billiger soll es auf jeden Fall werden. Die Gesellschaft steht unbestritten vor großen Herausforderungen, die es gemeinsam zu bewältigen gilt. Wir werden uns daran messen lassen müssen, wie wir diese Herausforderungen bewältigen und welche Prioritäten wir dabei gesetzt haben. Dies beinhaltet auch große ethische Fragen. Die wichtigsten Herausforderungen sind: • der demographische Wandel mit zunehmender Lebenserwartung und sinkenden Geburtenzahlen • die epidemiologischen Trends wie Zunahme chronischer Erkrankungen, psychischer Erkrankungen und Pflegebedürftigkeit • • • daraus möglicherweise resultierende Belastungen der Sozialsysteme sinkendes Angebot an Fachkräften in allen Bereichen (auch Pflege und Medizin) der Einfluss der EU mit zunehmender Mobilität von Patienten und Pflegenden. Angesichts dieser Entwicklungstrends wird deutlich, wie sehr unser Gesundheitssystem, das noch immer • auf Akuterkrankungen und deren ärztliche Behandlungen fokussiert ist, • dominiert und kontrolliert wird von starken Lobbygruppen (Pharmaproduzenten, Ärzteverbände, etc.) • reguliert über Selbstverwaltung mit begrenzter politischer Einflussnahme, herausgefordert ist. Der Pflege bieten sich in diesem Szenario Chancen und Bedrohungen. Vor dem Hintergrund der steigenden Einsicht in die Zusammenhänge sozialer Faktoren (z.B. Armut oder Bildung) und Gesundheit und Zunahme der chronischen Erkrankungen, könnten Pflegende einen deutlichen Beitrag zu mehr Gesundheit und Lebensqualität leisten. Pflege könnte das Case- Management übernehmen. Bei vulnerablen Gruppen haben Pflegende ein großes Potenzial Prävention zu leisten. Dem Beispiel anderer Länder folgend, könnten Pflegende als Nurse Practitioner mehr Verantwortung im System übernehmen. Das jüngste Gutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen hat dies bestätigt. Die psychiatrische Pflege in Deutschland hat in den letzten 30 Jahren eine enorme Entwicklung erlebt. Ausgelöst durch die Psychiatrie-Enquete haben sich die psychiatrischen Kliniken gewandelt. Die Versorgungsstrukturen haben sich verändert in Richtung Dezentralisierung der stationären Versorgungsangebote und dem Ausbau ambulanter Leistungen. Bei letzterem bleibt noch einiges zu tun. So werden z. B. Leistungen auf bestimmte Diagnosegruppen beschränkt und auf eine Leistungsdauer von vier Monaten befristet. Dies verhindert gerade für chronisch Kranke den Zugang zur Leistung. Damit werden psychiatrisch kranke Menschen wesentlich schlechter gestellt als somatisch erkrankte Versicherte. 14 15

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    Bei den Kriterien »Miteinbezug der

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    weil deren spezieller Pflege- und U

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    generalistisch ausgebildete Pflegen

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    3. PAIR - Das Training zur Aggressi

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    Literaturverzeichnis 1. Bandura, A.

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    Die Bielefelder Behandlungsvereinba

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    • Mit der Behandlungsvereinbarung

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    Fachhochschule Osnabrück im Fach P

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    Waltraud Koller, Jahrgang 1964, dip

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    essenschwerpunkte: Prinzipien und S

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    Martin F. Ward, Vorsitzender der Ex

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