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Black Swans (Risiken) in der Energiewende

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Die Energiewende hat eine hohe Bedeutung für eine verlässliche Energieversorgung und eine stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel des Vorhabens, in einer Risikoanalyse Ereignisse zu identifizieren, deren Eintritt zwar unwahrscheinlich ist, die aber im Eintrittsfall die weitere Entwicklung der Energiewende negativ beeinflussen könnten. Ergänzend sollten geeignete politische Reaktions- und Vorsorgemöglichkeiten beschrieben werden. Gutachter waren die Prognos AG, das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) und die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung der Energiewende gegenüber potenziellen Risiken weitgehend robust ist und unerwartete Störungen in der Regel gut aufgefangen werden könnten. Es wird empfohlen, mögliche Risiken bei der Weiterentwicklung von Strategien und Zielsetzungen mitzudenken. Neue Instrumente zur Risikovorsorge sind nur bedingt notwendig.

Höhere CO 2-Preise

Höhere CO 2-Preise führen unmittelbar zu höheren Kosten für die betroffenen Unternehmen. Je nach Wettbewerbssituation werden sie diese Kosten auf ihre Preise aufschlagen und/oder niedrigere Gewinne erzielen. Auf dem Strommarkt müssen die Produzenten fossiler Kraftwerken einen zusätzlichen Preis pro t/CO 2 bezahlen. Dadurch steigen die Beschaffungskosten für alle Stromverbraucher. Die höheren Produktionskosten für deutsche Unternehmen im Fall des Alleingangs führen zu Wettbewerbsnachteilen insbesondere für energie- bzw. CO 2-intensive Unternehmen. Die Exporte in den entsprechenden Branchen gehen zurück, während die Importe ansteigen. Außerdem sinken die Investitionen der Unternehmen deutlich, weil sich Verlagerungen der Produktion ins Ausland lohnen. Dieser Investitionseffekte ist prozentual längerfristig sogar etwas stärker als der Exporteffekt und trägt dazu bei, dass auch der Konsum der privaten Haushalte und des Staates zurückgehen, weil die Verfügbaren Einkommen niedriger sind als in der Referenz. Abbildung 3-8: Auswirkungen eines deutschen Alleingangs beim Klimaschutz auf BIP und Komponenten im Vergleich zu einer Referenz ohne internationalen Klimaschutz Die nachfolgende Abbildung zeigt, dass sich ein niedrigeres BIP nicht eins zu eins auf die Beschäftigungsentwicklung überträgt. Die Beschäftigung liegt im Jahr 2030 um 0,4% niedriger als in der Referenz. Lohnzurückhaltung in Form niedrigerer durchschnittlicher Stundenlöhne, die im Jahr 2030 um 1,35% geringer sind als in der Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 75

Referenz, führt dazu, dass die Erwerbstätigen einen Teil der geringeren erwirtschafteten Lohnsumme tragen. Abbildung 3-9: Volkswirtschaftliche Auswirkungen eines deutschen Alleingangs beim Klimaschutz im Vergleich zu einer Referenz ohne internationalen Klimaschutz Besonders betroffen von den höheren CO 2- und Stromkosten sind die Chemische Industrie, die Eisen- und Stahlindustrie, die NE- Metallindustrie und der Landverkehr. Während der Landverkehr diese Kosten weitgehend an die Verbraucher weitergeben kann und das Verlagerungspotenzial ins Ausland begrenzt ist, schränken die Chemische Industrie und die metallerzeugende Industrie ihre Produktion deutlich ein. Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 76

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