UMWELT„Astreine“Investition indie ZukunftBaum-Management als kommunaler KlimaschutzFoto: Dietmar MathisBäume gestalten nicht nur das Ortsbild, sie bieten Schutz,produzieren lebensnotwendigen Sauerstoff undtragen entscheidend dazu bei, den Auswirkungenvon Klimawandel und Trockenperiodenentgegenzuwirken. Deshalb sind sie auchein zentraler Bestandteil des RankweilerUmweltleitbildes. Die nachhaltigePflege und Entwicklung des Baumbestandesist ein zentrales Elementder Klimaanpassungsstrategie.Schon in der Antike spielten Bäumeim Siedlungsraum eine bedeutendeRolle: Bei alten Kulturensymbolisierten sie die Verbindungzwischen Himmel und Erde,während sie im römischen Reichbereits zur Verschönerung urbanerRäume dienten. Heute stehenihre ökologische Bedeutung undihre Wirkung auf das Mikroklimaim Vordergrund. Wilfried Ammann,Leiter des Rankweiler Bauhofs, erklärt:„Gerade in dicht besiedeltenBereichen sind Bäume von unschätzbaremWert für das Mikroklima. Sie spendennicht nur Schatten an heißen Tagen,sondern kühlen durch Verdunstung aktiv dieUmgebung. Das verbessert die Lebensqualitäterheblich.“647° Rankweil und mehr
Einheimische Vielfalt alsErfolgsfaktorDem langfristigen Erhalt und der Erweiterungdes Baumbestandes kommtin Rankweil daher große Bedeutung zu.Zahlreiche Maßnahmen sind bereits umgesetzt– von der ökologischen Aufwertungdes Auwaldes entlang der Frutz überdie Baumerweiterung im ErlebnisbadFrutzau bis hin zur Begrünung der Montfortstraße,der biodiversen Gestaltung desBahnhofareals oder der Neugestaltungim Bereich Landammanngasse/Kreuzlingerstraße.„Besonders wichtig ist dieAuswahl verschiedener heimischer Baumarten“,so Wilfried Ammann. „Viele Tieresind evolutionär auf bestimmte Bäumeangewiesen. Außerdem hilft die Vielfalt,Krankheitsausbreitungen vorzubeugen.“Jeder Baum zähltNicht nur der öffentliche Raum profitiert von einer gut durchdachtenBepflanzung – auch private Grünflächen leisten einenwertvollen Beitrag zum Mikroklima. Die Gemeinde ermutigtdeshalb Eigentümer:innen, vorhandene Bäume zu erhalten oderneue zu setzen. „Wer sich überlegt, einen Baum zu fällen, kannsich gerne mit uns in Verbindung setzen. Gemeinsam finden wireine gute Lösung. Jeder Baum zählt – für die Artenvielfalt und fürein gesundes Lebensumfeld“, betont Wilfried Ammann.Raum für den BaumInsbesondere Straßenbäume stehenim Fokus der Gemeinde. Diese sind oftextremen Standortbedingungen ausgesetzt:wenig Wurzelraum, Versiegelungund kaum Versickerungsflächen. WilfriedAmmann: „Die Bedeutung des unterirdischenBaumteils wird häufig unterschätzt.Dabei ist die Symbiose zwischen Wurzelraumund Krone zentral – die Wurzelnliefern Wasser und Nährstoffe, währenddie Blätter über die Photosynthese Energieproduzieren.“Schwamm drunterSchon bei der Planung neuer Bauprojekteachtet die Marktgemeinde darauf, bestehendeBäume zu erhalten und zusätzlichePflanzungen sinnvoll zu integrieren. Dabeikommt das sogenannte Schwammstadt-Prinzip zur Anwendung: „Es geht darum,Regenwasser nicht schnellstmöglich abzuleiten,sondern es den Bäumen direkt zuzuführen“,erklärt Wilfried Ammann. Zielist es, möglichst viel Niederschlag lokal imBoden zu halten und Bäume damit überlängere Trockenphasen hinweg zu versorgen– ohne auf zusätzliche Bewässerungangewiesen zu sein.Baumpflegearbeiten im Park bei der Häusle-VillaVeranstaltungstippVorstellung Klimastrategie – Rankweil 2040Freitag, 17. Oktober 2025 | 17:00 bis 19.:00 UhrVereinshaus RankweilFoto: Bernd Oswald47° Rankweil und mehr7
RomanDoris Knecht:Ja, nein, viellei
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