Aufrufe
vor 7 Monaten

Nr. 16 | Was uns bleibt

Wenn die Tage kürzer und die Schatten länger werden, beginnt die Zeit, in der wir innehalten und Bilanz ziehen. Was bleibt, wenn das Jahr sich allmählich der Zielgeraden zuneigt? Es sind die Begegnungen, die Geschichten, die kleinen Gesten, die unser Miteinander über den Sommer hinweg geprägt haben.

UMWELTNaturnahe

UMWELTNaturnahe Gartengestaltung im HerbstWinterfit undtierfreundlichEs ist Oktober. In vielen privaten Gärten herrscht noch einmalHochbetrieb. Es wird geschnitten, gesägt, gerecht, kiloweiseLaub geschleppt. Vor den Grünmüll-Sammelstellenist man dieser Tage in bester Gesellschaft. Dabei kann manes im Herbst auch durchaus gemächlicher angehen – nichtalles im Garten muss jetzt gemacht werden.Der Garten darf im Herbst durchaus etwas unaufgeräumt wirken.Statt alles winterfest zu machen im klassischen Sinn, lohntes sich, bewusst ein wenig „Unordnung“ zuzulassen. Ein Laubhäufchenda, eine verblühte Staude dort, ein kleiner Totholzhaufenin einer versteckten Ecke sind keineswegs Zeichen der Nachlässigkeit,sondern wertvolle Rückzugsorte für heimische Arten.„Ein Laubhaufen im Winter kann für Igel, Kröten oder Insektenmitunter überlebenswichtig sein. Auch locker aufgeschichteteÄste und Zweige schaffen wichtige Winterquartiere. Und hohlePflanzenstängel bieten Unterschlupf für Insektenlarven“, sagtKatrin Ehrenbrandtner, zuständig für Umweltfragen bei derMarktgemeinde Rankweil.Fotos: Bernd Oswald647° Rankweil und mehr

Einfach mal stehen lassenWer im Herbst zur Rebschere greift, sollte dies mit Bedacht tun:Weniger ist oft mehr. Viele Pflanzen bieten nicht nur Nahrung,sondern auch Schutz. Einfach mal etwas stehen zu lassen, spartnicht nur Zeit und Arbeit, sondern hilft auch zahlreichen Tierendurch die kalte Jahreszeit. Die Früchte von Sträuchern wieHolunder, Schlehe oder Vogelbeere sind beispielsweise einewichtige Nahrungsquelle für Amseln, Drosseln und andere Wintergäste.„Im Herbst nicht völlig zurückgeschnittene Staudenfördern zudem die Artenvielfalt – insbesondere bei Insekten“,weiß Katrin Ehrenbrandtner. „Eier und Larven vieler Insektenüberwintern in Bodennähe. Stauden und Gräser dienen ihnen alsSchutz.“Ganz ohne Schnittgut wird man beim Einwintern des Gartensjedoch nicht auskommen – Gewisses fällt an. Wer Platz hat, kannübriges Schnittgut auch selbst verwerten und zum Anlegen einerTotholzhecke, auch Benjeshecke genannt, nutzen. „Benjesheckendienen nicht nur als Sichtschutz und dekoratives Gartenelement,sondern fördern die Biodiversität und reichern den Bodenmit wertvollen Nährstoffen an“, so die Umweltexpertin.Mulch statt kahler ErdeApropos Boden: Auch dieser benötigt in der kalten JahreszeitSchutz – insbesondere vor Trockenheit und Erosion. Eine Mulchschichtaus Laub oder Rasenschnitt hält die Feuchtigkeit undbietet darüber hinaus Schutz für Bodenlebewesen wie Regenwürmer.Und wer noch einen vollen Komposthaufen im Gartenstehen hat, kann sich die schwere Arbeit erst einmal ersparenund das Umsetzen auf das Frühjahr verschieben – auch er dientvielen Tieren als wohlig-warmes Winterquartier.Kleine Schritte, große WirkungWer seinen Garten naturnah und tierfreundlich auf den Wintervorbereitet, spart sich letztlich nicht nur viel Arbeit und Zeit,sondern wird im Frühjahr auch reichlich belohnt: mit fruchtbarenBöden, blühenden Pflanzen, früchtetragenden Bäumen,einem lebendigen Ort – für Mensch und Tier. Denn unter derscheinbaren Stille des „Wintergartens“ bereitet sich das Lebenschon auf den nächsten Frühling vor.Laubhaufen dienen als Bodenschutz undVersteck für Igel und Insekten.Nicht alle Sträucher zurückschneiden.Sie dienen vielen Tieren als Winterquartier.Jetzt mitmachen und gewinnenbei der Benjeshecken-Challenge.Senden Sie uns bis 28. November 2025 einBild ihrer Totholzhecke und gewinnen Siedrei Mal 30 Euro Rankweil-Gutscheine.Mehr Infos unterrankweil.at/benjeshecken-challenge47° Rankweil und mehr7