SICHERHEITSchau,wer Hilfebraucht!Katastrophenschutz als GemeinschaftsaufgabeWenn der Strom ausfällt, das Handy stummbleibt oder extreme Wetterereignisse den Alltaglahmlegen, zeigt sich, wie verletzlich unsere moderneInfrastruktur ist. Katastrophen kommenmeist unerwartet – doch ihre Folgen lassen sichdurch Vorbereitung und klare Strukturen deutlichabmildern. Mit dem neuen Ortsplan erhältjeder Haushalt in Rankweil nun einen kompaktenLeitfaden, der im Notfall Orientierung gibt.Ob Blackout, Hochwasser, Hitzeperioden oder Brände– die Bandbreite möglicher Krisenszenarien hat in denvergangenen Jahren spürbar zugenommen. KlimatischeVeränderungen, steigende Abhängigkeit von digitalerKommunikation und komplexe Versorgungsnetze stellenGemeinden vor neue Herausforderungen. Katastrophenschutzbedeutet nicht nur das rasche Reagierenim Ernstfall. Es geht um Prävention, um abgestimmteAbläufe und um das Wissen, was zu tun ist, wenn gewohnteStrukturen nicht mehr funktionieren.„Ein Blackout etwa ist kein theoretisches Szenariomehr, sondern etwas, auf das wir uns konkret vorbereitenmüssen“, betont Christian Schobel, Katastrophenschutz-Beauftragterder Marktgemeinde Rankweil.„Gerade weil vieles im Alltag selbstverständlich erscheint,ist es wichtig, sich auch mit dem Ausnahmefallauseinanderzusetzen.“Klare Strukturen für den ErnstfallIn Rankweil wurde der Katastrophenschutz in denvergangenen Jahren systematisch weiterentwickelt.Zentrale Grundlage ist eine funktionierende Gemeindeeinsatzleitung,die im Krisen- bzw. Katastrophenfalldie Koordination übernimmt und eng mit Feuerwehr,Rettung, Polizei, Bergrettung und weiteren Organisationenzusammenarbeitet. Regelmäßige Übungenund Schulungen sorgen dafür, dass Abläufe sitzen undZuständigkeiten klar geregelt sind. „Im Ernstfall mussjede und jeder wissen, was zu tun ist. Diese Sicherheitentsteht nur durch Vorbereitung und regelmäßigesTraining“, sagt Christian Schobel.Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Aufrechterhaltungder sogenannten kritischen Infrastruktur. Sosind zentrale Einrichtungen wie Einsatzleitung, Feuerwehrhaus,Notrufmeldestellen oder Betreuungsstellen647° Rankweil und mehr
Foto: Bernd OswaldSituationen zu bewältigen. „Wir sind als Gemeinde fürjegliche Notsituationen gewappnet. Doch man kannsich vorbereiten, so gut man will. Am Ende kommt esauch immer darauf an, wie wir im Ernstfall miteinanderumgehen.“Gut informiert, besser geschütztKatastrophen lassen sich nicht verhindern – ihre Auswirkungenjedoch sehr wohl begrenzen. Mit klarenStrukturen, regelmäßiger Vorbereitung und transparenterInformation schafft Rankweil die Grundlage dafür,auch außergewöhnliche Situationen sicher zu meistern.Ergänzend dazu setzt die Marktgemeinde bewusst aufden Dialog mit der Bevölkerung, z.B. durch Informationsveranstaltungenwie „Sicher durchs Jahr“, die imvergangenen Jahr stattfand, oder proaktive Informationsangebotefür Bürger:innen nach konkreten Ereignissen.Fotos/Grafik: Bernd Oswaldnotstromversorgt. Auch die Trink- und Abwasserversorgungist für einen längeren Stromausfall ausgelegt – einentscheidender Faktor für die Grundversorgung derBevölkerung.Darüber hinaus wurde im Februar eine anonyme Bevölkerungsbefragungdurchgeführt, die Rückmeldungenzur Verständlichkeit und Wirksamkeit der Kriseninformationlieferte. Die Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklungder kommunalen Krisenkommunikation ein;denn, so Christian Schobel, „gut informiert zu sein, istder erste Schritt zur Sicherheit.“Orientierung für alle HaushalteMit dem neuen Ortsplan, der Tage an alle Haushalteversendet wurde, geht Rankweil nun einen weiterenwichtigen Schritt; denn der Plan dient nicht nur alsklassische Straßenübersicht, sondern bündelt auf einenBlick alle wesentlichen Informationen zur Notfallvorsorge:von einfachen Maßnahmen und Sirenensignalenüber Verhaltensregeln in Notsituationen bis hin zu denStandorten von Notrufmelde- und Betreuungsstellen.„Uns war wichtig, der Bevölkerung ein Instrument indie Hand zu geben, das im Alltag verständlich ist undim Notfall sofort hilft“, erklärt Christian Schobel. „Dassoll neben den Informationen auf unserer Website zusätzlicheSicherheit geben.“Feuerwehr 122Polizei 133Rettung 144Eigenvorsorge und Nachbarschaft zählenSo umfassend die Maßnahmen der Gemeinde auchsind – Katastrophenschutz funktioniert nur als Gemeinschaftsaufgabe.Ein krisenfester Haushalt, ein persönlicherNotfallplan und ein wachsames Miteinander imWohnumfeld tragen wesentlich dazu bei, schwierige47° Rankweil und mehr7
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