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Nr. 31 | Ich will doch nur spielen

Anlässlich des Internationalen Weltspieltags am 11. Juni lassen wir das Spielen hochleben. Egal ob im Verein, beim Sport, am Stammtisch beim Jassen oder in kleinen Momenten zwischendurch: Spielen schafft Freiräume, unterbricht Routinen und erlaubt es, sich auszuprobieren – ohne Zwang und Druck, oft kreativ und voller Fantasie. Wir zeigen, welchen Einfluss Spielen auf unser Leben hat.

GENERATIONENElisa

GENERATIONENElisa Vasić, BAKinderbeteiligungsbeauftragte+43 5522 405 1129elisa.vasic@rankweil.atFoto: Bernd OswaldEine Stimme für dienächste GenerationRankweil lädt Kinder zum Mitgestalten einDie Kinderkonferenz ist jener Tag, an dem diese Ideen Gehörfinden – vor der eigenen Klasse und sogar vor BürgermeisterinKatharina Wöß-Krall. Nach und nach treten die Acht- bisNeunjährigen nach vorne und erklären ihre Zeichnungen. Zusehen sind grüne Wiesen, Spielplätze, saubere Straßen sowiegut gestaltete Pausen- und Freizeiträume.Fingerzeig auf „blinde Flecken“Nicht alles ist realistisch umsetzbar – und dennoch zeigen die Kinderimmer wieder sehr klar auf jene blinden Flecken, an denen ihreBedürfnisse im Alltag noch zu kurz kommen. Sie wissen beispielsweisenur zu gut, auf welchem Spielplatzwelches Gerät repariert gehört oder wo esnoch an Freizeitmöglichkeiten fehlt. InsbesondereFragen des Umweltschutzes beschäftigendie Kinder: So wünschen sie sichbeispielsweise weniger Müll auf Plätzenund Straßen. Generell ist Natur ein großesThema für die kommende Generation: „Ichwünsche mir, dass unsere Umwelt und Tie-647° Rankweil und mehr

re besser geschützt werden. Es ist mir echtwichtig“, verdeutlicht etwa Aurelia. Estefaniawünscht sich hingegen, dass die Bodenmarkierungenzum Spielen am Pausenplatzder Volksschule Montfort erneuert werden.Und die Kinder der Volksschule Brederisträumen von einem Baumhaus.Kinder können etwas bewirkenFür viele der jungen Kinderkonferenzteilnehmer:innenist es zunächst ungewohnt,ihre Gedanken vor einer größeren Runde zuformulieren. Doch mit jeder Wortmeldungwächst das Selbstvertrauen.Gemeindespaziergang als neues FormatDie Kinderkonferenz ist seit Jahren ein zentraler Baustein derKinderbeteiligung in Rankweil. Dieses Engagement wurde imheurigen Schuljahr nun gezielt weiterentwickelt – mit einem neuen,ergänzenden Format: dem Gemeindespaziergang. Er richtet sich analle vier Schulstufen der Rankweiler Volksschulen und erweitert diebestehenden Angebote über die klassische Rathausführung hinaus.Durch Einblicke in Einrichtungen wie die Bibliothek oder das BauamtVorderland sowie durch interaktive Angebote wie die RankweilRallye entsteht ein breiter, vielfältiger Blick auf das Gemeindeleben.Kinderbeteiligung wird somit in Rankweil nicht nur gedacht,sondern gelebt – ganz im Sinne von „Rankweil lässt kein Kindzurück“ und als klares Bekenntnis zu einer familienfreundlichenGemeinde.Es geht darum, Kindern zu zeigen, dass sie Teil derGemeinde sind und diese aktiv mitgestalten könnenDie Kinder erleben, dass ihre Anliegenernst genommen und aufgegriffen werden.Genau hier liegt die besondere Wirkungdieses Formats: „Kinder erfahren, dass ihreMeinung Gewicht hat und dass sie selbstwirksamsind – dass sie also tatsächlichetwas bewirken können“, erklärt Elisa Vasić.Denn: „Es bleibt nicht nur beim Vorstellender Wünsche – in einer Abstimmungwird ermittelt, welches Projekt tatsächlichangegangen werden soll. Die Umsetzungerfolgt dann in Begleitung von Gemeindeund Schule.“Chancengleichheit undMitbestimmungNeben der Stärkung von Selbstwirksamkeitspiele auch die Chancengleichheit einezentrale Rolle, betont die Kinderbeteiligungsbeauftragte.Alle Kinder sollen – unabhängigvon Herkunft oder persönlichenVoraussetzungen – die gleichen Möglichkeitenhaben, sich einzubringen. Der früheEinbezug in demokratische Prozesse seientscheidend, um Verständnis für Mitbestimmung,Verantwortung und gemeinsamesEntscheiden zu entwickeln. Dempflichtet auch Bürgermeisterin KatharinaWöß-Krall bei: „Wenn wir Kinder ernstnehmen und ihnen früh Verantwortungzutrauen, stärken wir nicht nur ihre Persönlichkeitsentwicklung,sondern auch unseredemokratische Kultur insgesamt.“Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall im Dialog mit den Schüler:innen in der StickereiFoto: Kevin Zimmermann47° Rankweil und mehr7

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