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Beruf & Karriere -06.10.2018-

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Beruf & Karriere

BERUF&KARRIERE PERSPEKTIVE GESUNDHEIT & SOZIALES SAMSTAG, 6. OKTOBER 2018 RHEINISCHE POST AUSBILDUNG Zahntechnik: kreativ, individuell, sicher Gefragt sind handwerkliches Können, Gestaltungstalent, naturwissenschaftliche Kenntnisse, Geschicklichkeit, Verantwortungsbewusstsein und technisches Interesse für einen Beruf mit guten Aufstiegsmöglichkeiten. VON MONIKA GÖTZ „Das Berufsbild eines Zahntechnikers umfasst unterschiedliche Bereiche. Es ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Vieles kann erlernt werden, aber gewisse Neigungen wie beispielsweise Kreativität und Logik sollten schon gegeben sein“, fassen Ralf Dahl und Michael Brüsch zusammen. Die Zahntechnikermeister führen die sieben Mitarbeiter starke MB Dentaltechnik GmbH in Oberkassel: „Es gibt viel zu wenig qualifizierte Zahntechniker. Wir brauchen dringend Verstärkung, suchen spezialisierte Leute.“ Den Meistern ihres Fachs ist durchaus bewusst, dass die rasant fortschreitende Digitalisierung einiges verändern wird. Aber sie wissen auch, dass die Maschinen einerseits haargenau arbeiten, andererseits in vielerlei Dingen hinterherhinken und sich deshalb vor allem in der Standardversorgung durchsetzen werden: „Auf jeden Fall ist es in Zukunft extrem wichtig, auch in Computertechnik firm zu sein.“ Wer aber einen Blick hinter die Kulissen beziehungsweise in ein Dentallabor wirft, weiß, weshalb diese nach detaillierter feiner Handarbeit verlangende Tätigkeit gerade von Berufsanfängern als „die schönste“ beschrieben wird. So herrscht beispielsweise in den Räumen der MB Dentaltechnik GmbH eine angenehme Atmosphäre. Jeder Techniker hat sein hell beleuchtetes Arbeitsumfeld und erarbeitet die abgestimmten Schritte selbstständig. „Hier wird so gearbeitet, dass jeder weiß, wie Die Zahntechnikermeister Ralf Dahl (r.) und Michael Brüsch leiten die MB Dentaltechnik GmbH. Jedes Detail ist wichtig für die Behandlung, denn jede zahntechnische Arbeit ist ein Unikat. FOTO: GÖTZ der nächste Arbeitsschritt aussehen muss. Falls ein Problemfall entsteht, wird bei anderen Spezialisten Rat gesucht“, erklärt Ralf Dahl. Er erinnert: „Ein optimales Labor-Ergebnis ist unser Standard. Jede zahntechnische Arbeit ist ein Unikat. Es wird in unserem Labor von der Modellherstellung bis zur Anschlusspolitur ausschließlich von hochqualifizierten Fachleuten ausgeführt.“ Wie aber sieht die Ausbildung aus, und wie ist dieses Niveau zu erreichen? „Die Schulnoten sind nicht ausschlaggebend, und ein Abiturabschluss ist nicht unbedingt erforderlich. Trotzdem müssen gewisse Voraussetzungen mitgebracht werden. Deshalb ist ein Test, wie es um handwerkliche Fähigkeiten aussieht, von Vorteil. Vieles kann erlernt werden, aber ein gewisses Gefühl beispielsweise für Formen und Farben sollte mitgebracht werden“, erklärt Michael Brüsch. Er selbst wollte ursprünglich Drucker werden, stellte aber schnell fest, dass er dabei „Null Spaß“ hatte. Erst als sich INFO Zahntechniker Berufstyp: Anerkannter Ausbildungsberuf Ausbildungsart: Duale Ausbildung im Handwerk Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre Beschäftigungsbetriebe: Zahntechnische Labors, Labors in Zahnarztpraxen, Zahnkliniken Arbeitsorte: Werkstätte oder zahntechnische Laborräume Schulabschluss: In der Regel Hochschulreife oder mittlerer Bildungsabschluss die Familie an seine Bastelleidenschaft erinnerte, schnupperte er in die Abläufe eines Dentallabors hinein und begann schließlich eine Lehre. Sie dauert heute dreieinhalb Jahre. Während dieser Berufsausbildung ist eine Zwischenprüfung erforderlich, die vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres erfolgen sollte. Den Abschluss bildet die Gesellenprüfung. Ralf Dahl und Michael Brüsch ergänzen: „Dieses Berufsfeld ist sehr umfassend. Es muss für viele Bereiche gelernt werden. Aber um die Tragweite zu verstehen und zu wissen, was man in der Zahntechnik alles machen kann, muss man sich wirklich hinsetzen, sehr viel lernen und ausprobieren. Nur so ist es möglich, individuelle Fälle auch optimal zu lösen. Das erfordert Ehrgeiz über das normale Maß hinaus.“ Schließlich hat sich der Anspruch maßgeblich verändert. Passgenauigkeit, Langlebigkeit und hohe Qualität sind unerlässlich. Aber auch die Ästhetik muss stimmen. „Deshalb ist ein persönliches Gespräch mit dem Patienten so wichtig. Wir dokumentieren in einem separaten Raum auch per Kamera den Istzustand, suchen die individuelle Farbe gemeinsam aus und machen hier auch Ästhetik-Anproben. Wir sind auf hochwertige zahntechnische Arbeiten konzentriert. Die Qualität muss gleichbleibend sein“, erklären die Zahntechnikmeister. Sie informieren sich vorab, um zu entscheiden, welches Material eingesetzt wird: „Die Vielfalt ist riesig, es gibt verschiedene Kunststoffe und Keramiken in unterschiedlichen Härtegraden.“ Zudem muss in Absprache mit dem Zahnarzt entschieden werden, wie der Zahnersatz eingesetzt werden soll – wird er verklebt oder eine andere Methode gewählt: „Haltbar sind sie alle.“ Die einzelnen Arbeitsvorgänge im Labor werden per Hand ausgeführt und unter dem an jedem Arbeitsplatz installierten Mikroskop geprüft. Hier aber kann nur kurz die Vielseitigkeit des Arbeitsfeldes eines Zahntechnikers umrissen werden. „Fest steht, dass sich der Berufsstand vom reinen Handwerk hin zu mehr technischem Aufwand verwandelt hat. Aber trotzdem ist man noch handwerklich tätig. Und das ist eine sehr positive Seite dieses Berufes“, stellt Ralf Dahl fest. Im Oberkasseler Labor hat man sich spezialisiert: „Die Marktchancen sind hier besser als im Mittelmaß.“ www.mbdentaltechnik.com Pflegedienste: Arbeitskräfte fehlen (tmn) Die ambulanten Pflegedienste in Nordrhein-Westfalen haben vor einem drohenden Pflege-Notstand durch Arbeitskräftemangel gewarnt. Gleichzeitig warben sie um Nachwuchs: Die Bezahlung sei besser als ihr Ruf, sagte Christian Heine-Göttelmann, Chef der Freien Wohlfahrtspflege NRW. Eine ausgebildete Pflege-Fachkraft verdiene im fünften Berufsjahr nach Tarif mehr als 3000 Euro brutto – und damit mehr als ein Bankkaufmann oder ein Kfz-Mechatroniker. Sorgen um einen Arbeitsplatz müsse sie sich dabei nicht machen: „Jeder Bewerber bekommt eine Stelle“, sagte Eric Lanzrath, Vorsitzender der Pflegeversicherungskommission der Freien Wohlfahrtspflege NRW. Dennoch steige die Zahl der telefonischen Absagen ständig, die die Dienste den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen erteilen müssten. Im April seien es einer nicht repräsentativen Umfrage zufolge hochgerechnet 9000 Absagen gewesen. Die Freie Wohlfahrtspflege betreut etwa 60 Prozent der ambulant Pflegebedürftigen in NRW. Die Zusage des Bundes, 13.000 zusätzliche Stellen in der stationären Pflege zu schaffen, sei zwar sehr begrüßenswert, werde die Situation in der ambulanten Pflege aber absehbar verschärfen, wenn Arbeitskräfte dahin abwanderten. Beruf & Karriere Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, Geschäftsführer: Johannes Werle, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Verantwortlich Anzeigen: Melanie von Hehl, Druck: Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, Anzeigen Verkaufsleiter: Sven Retz, Rheinische Post Medien GmbH, Tel. 0211 505-2490, E-Mail: sven.retz@rheinische-post.de, Redaktion: Rheinland Presse Service GmbH, Monschauer Straße 1, 40549 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Sarah Schneidereit, Tel. 0211 528018-34, redaktion@rheinland-presse.de Zauberwort: Employer Branding Deutsche Unternehmen finden kaum noch geeignete Bewerber für offene Stellen. Beim Meetup der Human Resources Lounge auf dem Vodafone Campus in Düsseldorf diskutierten rund 60 Personalverantwortliche, wie sich Unternehmen für Bewerber attraktiver machen können. (rps) Den Kampf um die knappe Ressource Mitarbeiter gewinnt das Unternehmen, das sich nach außen und innen als attraktiver Arbeitgeber präsentiert. Und weil es nicht mehr selbstverständlich ist, dass sich auf eine Stellenausschreibung viele Bewerber melden, setzen Firmen auf eine starke Arbeitgebermarke. Die technischen Möglichkeiten dazu sind mit der Digitalisierung nahezu grenzenlos. HRnetworx und Talentrix hatten Personalentscheider und Führungskräfte mit Personalverantwortung auf den Vodafone-Campus geladen, die Rheinische Post war Sponsor Volker Kaufels, Personalleiter der Rheinischen Post: „Es gibt zu wenige qualifizierte Bewerber auf dem Markt.“ Die Personaler bei der Human Ressource Lounge rieten Bewerbern, sich vorab gründlich zu informieren. FOTOS (2): ISABEL FALCONER der Veranstaltung mit hochkarätigen Referenten und Teilnehmern. Und die diskutierten darüber, dass vor allem der deutsche Mittelstand auf Werbung in eigener Sache angewiesen ist, denn immer noch bewerben sich Hochqualifizierte vornehmlich bei Großkonzernen sowie in attraktiven Regionen. Die Rollen im Bewerbungsverfahren haben sich grundlegend geändert, nun sitzen potentielle Mitarbeiter am längeren Hebel. Denn sie können sich die Firmen aussuchen. Dies gilt vor allem für Hochqualifizierte wie die sogenannten Digital Natives. Große Namen wie der des Düsseldorfer Gastgebers Vodafone alleine genügen nicht mehr, um genügend qualifizierte Bewerber für offene Stellen zu finden. Davon berichtete aus eigener Erfahrung die Vodafone-Personalerin Marina Wellerdick. Dies kennt auch Volker Kaufels, der Personalleiter der Rheinischen Post: „Es gibt allgemein zu wenige qualifizierte Bewerber auf dem Markt.” Die Unternehmen müssen für die Bewerber sichtbar werden, also auf deren Schirm sein, wenn es um die Suche nach einem neuen Job geht. Im Idealfall schaffen es die Firmen, als einziger möglicher Ansprechpartner für die Bewerber in Betracht zu kommen. „Macht euch schlau!“ ist andererseits ein Rat der Personaler Richtung Bewerber. Welche Firma bietet am meisten? Und zwar nicht nur Gehalt, sondern vor allem bei Mehrwerten. Das Sammeln von Informationen über potentielle Arbeitgeber funktioniert digital wie auch in den persönlichen Begegnungen mit den Personalern. Die lassen sich inzwischen einiges einfallen, um mit ihrem Objekt der Begierde in Kontakt zu kommen. Infos auf den Karriereportalen der Webseiten oder Facebook-Liveevents, bei denen sich die Unternehmen vorstellen, sind eine Ergänzung zum A und O des Kennenlernens – dem persönlichen Kontakt mit Händeschütteln. Das nächste Human Resources Lounge Meetup Düsseldorf findet am Dienstag, 27. November, im RP-Konferenzzentrum, Düsseldorf-Heerdt, statt. Anmeldungen sind möglich ab Ende Oktober auf XING und den Websites von HRnetworx und Talentrix. Das Titelthema lautet: „Technologien, Tools & Spielereien im Personalwesen“. Im Gerricusstift leben 103 pflegebedürftige Menschen. Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt oder nach Vereinbarung Pflege- und Altenheim der Kath. Kirchengemeinde St. Margaretha Gerricusstraße 11 · 40625 Düsseldorf · Tel.: 02 11/28 07 49-0 E-Mail: info@gerricusstift.de Hauswirtschaftsleitung (m/w) Ihre Aufgaben (Teilzeit oder Vollzeit): • Die Hauswirtschaftsleitung ist Mitglied der Hausleitung. Sie gewährleistet eine umfassende und individuelle hauswirtschaftliche Versorgung entsprechend den aktuellen und anerkannten Erkenntnissen der Hauswirtschaftslehre und einer zeitgemäßen Altenhilfe. • Ihr Aufgabenbereich umfasst die Koordination, Organisation, Anleitung und direkte Mitarbeit in den Bereichen Speisenversorgung, Reinigung, Wäscheversorgung und Hausgestaltung. Ihr Profil: • Ausbildung in einem hauswirtschaftlichen Beruf oder Hotelberuf • mit Weiterbildung z. B. Betriebswirt/-in für Hauswirtschaft, Meister/-in der Hauswirtschaft, Hauswirtschaftliche/-r Betriebsleiter/-in, Studium Ökotrophologie • vorzugsweise Erfahrung in der Altenhilfe Mitarbeiter Hauswirtschaft (m/w) Ihre Aufgaben (Teilzeit): • hauswirtschaftliche Tätigkeiten Einsatz in den Bereichen Speiseversorgung, Cafeteria, Spülküche, Wäschepflege und Hausgestaltung Ihr Profil: • Ausbildung und/oder Erfahrung in einem hauswirtschaftlichen oder Hotelberuf • Gerne Erfahrung in der Altenhilfe Pflegefachkräfte (m/w) Ihre Aufgaben (Vollzeit und Teilzeit): • Allgemeine und spezielle Pflege • Steuerung des Pflegeprozesses als Bezugspflegende Ihr Profil: • abgeschlossene dreijährige Ausbildung in der Alten- oder Krankenpflege (Pflegefachkraft) • Sichere Handhabung der Steuerung und Dokumentation des Pflegeprozesses Unser Angebot: • Leistungsgerechte Vergütung gemäß den Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) des Deutschen Caritasverbandes, zuzüglich Jahressonderzahlung und Zeitzuschläge. • Zusätzliche kirchliche Versorgungskasse (Rente) • Krankenzusatzversicherung (ohne Gesundheitsprüfung) • Interne und externe Fortbildungsmöglichkeiten. Wenn Sie sich mit den Werten und Zielen des Gerricusstift als katholische Einrichtung identifizieren können und Interesse an einer dieser Positionen haben, freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige schriftliche Bewerbung. Für erste telefonische Auskünfte steht Ihnen Herr Reuter, Tel. 02 11/2 80 74 90, gerne zur Verfügung. Leben im Schutz der Basilika

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