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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2020

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Informationsschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes

FACHBEREICHE Das

FACHBEREICHE Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) feierte sich selbst beim 30-jährigen Jubiläum mit der Para Dance WM in Bonn. Fotos: Eva Pavía / Bizzi Team / IPC Z um Jubiläum gab es einen Teinehmerrekord. Über 200 Athlet*innen aus 26 Nationen hatten für die Para Dance Weltmeisterschaft Ende November/Anfang Dezember 2019 gemeldet, darunter auch sechs Tänzer*innen aus Deutschland. Die größten Delegationen stellten Russland, Ukraine, Kasachstan und Korea. Damit war die Veranstaltung die größte in ihrer Geschichte, die 2006 im niederländischen Papendal begann. Ausrichter der Veranstaltung war diesmal das IPC, das damit u. a. sein 30‐jähriges Bestehen feierte. Eröffnet wurde der erste Wettkampftag mit der Flaggenparade und dem Einmarsch der Teilnehmer*innen. Nach dem Eid der Sportler*innen und Wertungsrichter*innen standen die Wettbewerbe in Duo Latein auf dem Programm. Weiter ging es mit der Kategorie Combi Freestyle PARA DANCE WM 2019I Tanzspektakel zum Jubiläum Erfolgreiche Teilnahme der Rollstuhltänzer bei Heim-WM zum 30-Jährigen Jubiläum des IPC in Bonn Andrea Naumann-Clément und Jean-Marc Clément zeigten sich zufrieden mit ihren Platzierungen bei der Heim-WM. Class 1 und 2. Das deutsche Paar Andrea Naumann‐Clément und Jean‐Marc Clément musste hier starke Nerven beweisen, denn durch das Losverfahren konnten sie bei 23 gemeldeten Paaren erst als Letzte ihr Können unter Beweis stellen. Beide waren mit ihrer Leistung und dem Ergebnis von 18,794 Punkten sehr zufrieden. Die letzten Turniere des Tages gehörten den Starterinnen der Women Single Class 1 und 2. Hier konnte Dr. Pamela Heymanns mit einer starken Leistung bei 29 Starterinnen das Viertelfinale erreichen. BRONZE FÜR ERIK MACHENS Samstags gingen als Erste die Starter der Kategorie Men’s Single Class 1 und 2 auf die Fläche. Für Deutschland am Start war Erik Machens, der das Ziel hatte, seinen Vize‐Weltmeistertitel mindestens zu verteidigen. Dank seiner Leistung in der Vorrunde konnte er sich direkt für das Halbfinale qualifizieren. Hier lag er dann sogar nach Punkten gleichauf mit dem späteren Weltmeister Maksim Sedakov (RUS). Im Finale sahen die Wertungsrichter aber den russischen Tänzer und den Ukrainer Ivan Sivak auf den Plätzen 1 und 2. Erik durfte sich am Ende über den Gewinn der Bronzemedaille freuen. Das Ergebnis für die Plätze 1 und 2 kam für viele Zuschauer überraschend, hatten sie doch anders als die Wertungsrichter, den Ukrainer mit der besseren Leistung gesehen. Nach einer kurzen Pause und den Wettkämpfen der Duo Freestyle Teilnehmer wurde es für Andrea Naumann‐Clément und Jean‐Marc Clément wieder ernst. Die Startklasse Combi Standard 2 war mit 28 gemeldeten Paaren eine der stärksten. Das deutsche Paar konnte die Wertungsrichter mit ihrer Leistung in der Vorrunde überzeugen und sich direkt für das Viertelfinale qualifizieren. Leider reichte es dann nicht mehr für das Halbfinale. Hier sahen 22 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2020

,, Tanzsport-Deutschland hat viele neue Freunde für das Rollstuhltanzen gewinnen und begeistern können.« Foto: Ralf Kuckuck MARION MILZ Eric Machens (r.) sicherte sich in der Kategorie Men’s Single Class 1 und 2 Bronze hinter dem Russen Maksim Sedakov (Gold, m.) und dem Ukrainer Ivan Sivak (Silber). die Wertungsrichter vor allem Tanzpaare, bei denen die Frau im Rollstuhl sitzt und der Mann den Fußgänger‐Part innehat. Andrea und Jean‐Marc sowie Bundestrainerin Pippa Roberts waren trotzdem auf die abgerufene Leistung und die Platzierung sehr stolz. Der dritte und letzte Turniertag startete mit den Kategorien Duo Standard Class 1 und 2. Für Deutschland starteten Dr. Pamela Heymanns und Jean‐Marc Clément. Beide trainieren als Duo seit Anfang dieses Jahres zusammen und konnten sich erst auf zwei internationalen Wettkämpfen präsentieren. Umso mehr freute es beide, dass sie es bei 18 gestarteten Paaren über den Re‐Dance ins Halbfinale schafften. Am Ende erreichten Pam und Jean‐Marc Platz 8 und freuten sich sehr darüber. Die mitgereisten Fans feuerten die Paare lautstark an. So waren regelmäßig Rufe zu hören wie zum Beispiel »Kasachstan, Kasachstan« oder »Polska, Polska« aber natürlich auch »Germany, Germany«. Das Team Deutschland hatte an allen Tagen auch prominente Unterstützer vor Ort. Neben Friedhelm Julius Beucher (Präsident des DBS) ließ es sich auch Gertrude Krumbholz, die Rollstuhltanzen in Deutschland aufgebaut hat, nicht nehmen, die Sportler*innen anzufeuern. Spannend wurde es dann nochmals nach der Mittagspause als die Freestyler (Men und Women) an den Start gingen. Besonders bei den Männern sollte es wieder ein Kopf‐an‐Kopf‐Rennen zwischen Maksim Sedakov (RUS), Ivan Sivak (UKR) und Erik Machens (GER) werden. Der Ukrainer ›durfte‹ dank Losverfahren als Erster auf die Fläche. Mit einer unglaublich gefühlvollen und technisch anspruchsvollen Leistung wurde er von den Wertungsrichtern mit 25,813 Punkten belohnt. Seine engsten Konkurrenten Maksim Sedakov (25,495 Punkte) und Erik Machens (24,922 Punkte) versuchten sein Ergebnis zu übertreffen, schafften es am Ende aber nicht. So ging diesmal in einem spannenden Wettkampf der Weltmeistertitel an die Ukraine, gefolgt von Russland und Deutschland auf Platz 3. Der Wettkampf der Frauen um den Weltmeistertitel im Freestyle war nicht minder spannend. Auch hier lagen die osteuropäischen Starterinnen am Ende auf den vorderen Plätzen. Dr. Pamela Heymanns konnte mit ihrer Kür, die Wertungsrichter aber ebenfalls beeindrucken und errang mit 20,642 Punkten einen beachtlichen 8.Platz. Komplettiert wurde die Veranstaltung durch die Wettkämpfe in der Kategorie Combi Latin. In Klasse 2 startete das deutsche Paar Vanessa Zellmann und Stefan Laschke. Bei 28 Paaren erreichten sie über den Re‐Dance das Viertelfinale. Aber auch hier waren die osteuropäischen und asiatischen Kontrahenten stärker und so war im Viertelfinale Schluss. AUSGELASSENE FANS Dr. Pamela Heymanns ertanzte sich Platz 9 im Freestyle Einzel der Frauen. Die drei Wettkampftage vergingen für Sportler, Offizielle und Zuschauer wie im Fluge. Sie waren schön, spannend, anstrengend und manche Platzierung kam überraschend. Tanzsport Deutschland kann sich über den Gewinn von zwei Bronzemedaillen freuen und hat an diesem Wochenende viele neue Freunde für das Rollstuhltanzen gewinnen und begeistern können. Text: Marion Milz Die Platzierungen der deutschen Tänzer*innen im Überblick Combi Freestyle Klasse 2 16. Platz Jean-Marc Clément/ Andrea Naumann-Clément Combi Standard Klasse 2 18. Platz Jean-Marc Clément/ Andrea Naumann-Clément Duo Standard Klasse 2 8. Platz Jean-Marc Clément/ Dr. Pamela Heymanns Combi Latein Klasse 2 17./18. Stefan Laschke /Vanessa Zellmann Einzel Männer (Standard & Latein) Klasse 2 3. Platz Erik Machens Einzel Männer (Freestyle) Klasse 2 3. Platz Erik Machens Einzel Frauen (Standard & Latein) Klasse 2 17. Platz Dr. Pamela Heymanns Einzel Frauen (Freestyle) Klasse 2 9. Platz Dr. Pamela Heymanns Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2020 23

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