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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2020

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Informationsschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes

SPORT VOR ORT Susanne

SPORT VOR ORT Susanne Bröxkes (m.) erhält den Ehrenpreis des RSC aus den Händen von Ümmügül Yilmaz (r.) und Holger Nikelis. 50 JAHRE RSC KÖLNI »Wegweiser – damals wie heute« Rollstuhlsportverein feierte 2019 großes Jubiläum Menschen mit Beeinträchtigungen ernst zu nehmen, sie nicht auf ihre Behinderung zu reduzieren und ihnen das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen: Was heute wie eine Selbstverständlichkeit klingt, ist Ende der 1960er Jahre ganz und gar nicht selbstverständlich. Menschen mit Beeinträchtigungen werden in dieser Zeit von der Gesellschaft noch weitgehend ausgegrenzt. Institutionen oder Vereine, die sich ihnen widmen und einen Zugang zur Gesellschaft verschaffen, sind rar gesät. In eben diese Zeit fällt die Gründung des ›Rollstuhlclub Köln e. V.‹. Der Verein feierte im letzten Jahr sein 50‐jähriges Jubiläum. Rund 120 geladene Gäste kamen zur Gala ins Deutsche Sport & Olympia Museum nach Köln. Gemeinsam mit dem Vorstand des Rollstuhlclub um deren 1. Vorsitzende Ümmügül Yilmaz und Co‐Moderator Holger Nikelis (Rollstuhlclub‐Mitglied und zweifacher Paralympicssieger im Rollstuhl‐ Tischtennis) blickten sie anhand zahlreicher Bilder und Anekdoten gemeinsam auf die Zeit zurück. Es waren Ausschnitte aus der für das Jubiläum aufwendig recherchierten Vereinschronik. Als größter Rollstuhlsportverein in der Region ist der Rollstuhlclub in der Tat seit 50 Jahren mit seinen vielfältigen sportlichen Aktivitäten nicht nur zu einem Aushängeschild der Sportstadt Köln geworden, sondern fungiert als wichtiger Inklusionsmotor für Köln und die Umgebung. Schon damals war der Rollstuhlclub Köln in vielerlei Hinsicht Vorreiter und Wegweiser für die Entwicklungen rund um den Rollstuhlsport in Deutschland. »Auf eine derart lange Geschichte kann nicht jeder Behindertensportverein zurückschauen. Darauf sind wir sehr stolz«, sagte Ümmügül Yilmaz. Ziel der Gründungsmitglieder um den ersten Vorsitzenden Guido Schievink war es zunächst, durch den Sport das Selbstwertgefühl der Menschen mit Behinderung zu stärken, ihnen Mut zu machen, Lebensfreude, Lebenshilfe, Selbsthilfe und menschliche Geborgenheit zu vermitteln. Und den Sport nicht nur als sportliche Betätigung zu sehen, sondern sich auch ein Stück weit selbst zu beweisen, dass man noch immer zu außergewöhnlichen Leistungen in der Lage ist. Ziele, die auch heute noch Bestand haben. Begonnen hatte damals alles mit einer Rollstuhlbasketball‐Gruppe an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Mann der ersten Stunde war der 2018 verstorbene Dr. Horst Strohkendl, der sich mit großem Engagement in die Vereinsarbeit einbrachte. Heute bietet der Rollstuhlclub mit seinen 120 Mitgliedern ein attraktives und vielseitiges Sportangebot für Rollstuhlfahrer*innen mit verschiedensten Beeinträchtigungen. Neben der Kinder‐ und Jugendabteilung sind die Sportarten Tischtennis, Rugby, Basketball und Elektro‐ Rollstuhl‐Hockey vertreten. Auch die Geselligkeit und der persönliche Erfahrungsaustausch werden gepflegt. Beim Rollstuhlclub Köln wurden und werden Freundschaften fürs Leben geschlossen. Diese Entwicklung sei freilich nicht ohne das leidenschaftliche Engagement zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, Eltern, Übungsleiterinnen und Übungsleiter sowie auch Förderer möglich gewesen, betonte Ümmügül Yilmaz. Um ihre Verdienste für den Rollstuhlsport und den Rollstuhlclub Köln zu würdigen, verlieh der Vorstand deshalb am Abend Ehrenpreise an Susanne Bröxkes (am längsten tätige Übungsleiterin im Verein und u. a. Leiterin der Abteilung Kinder‐ und Jugendsport), Norbert Leisten (u. a. Leitungs‐ und Organisationsteam des Bernd‐ Best‐Turniers), Helmut Nikelis (u. a. Kassenwart und Leiter der TT‐Abteilung), Stephan Frantzen (u. a. Leiter E‐Hockey‐Abteilung), Petra Rossdeutscher (Übungsleiterin im Kinder‐ und Jugendsport) und Ilona Nikelis (u. a. 2. Vorsitzende, Übungsleiterin TT‐Abteilung). BLICK IN DIE ZUKUNFT Der Rollstuhlclub Köln nutzte die Jubiläumsveranstaltung zudem dazu, in die Zukunft zu blicken. »Endlich spricht man über Inklusion. Es zeigt, dass Schritt für Schritt ein Umdenken in der Gesellschaft stattfindet. Daran haben auch die Menschen, die in den vergangenen fünf Jahrzehnten bei uns aktiv waren, einen erheblichen Anteil. Wir sind noch nicht am Ziel und werden unsere Stimme auch in Zukunft erheben – dort wo es nötig wird«, sagte Yilmaz. Eine weitere Idee ist bereits in Planung: In Gedenken an Horst Strohkendl möchte der Rollstuhlclub Köln für das Jahr 2020 den ›1. Tag des Rollstuhlsports‹ ins Leben rufen. Yilmaz: »Unser Ziel ist es, dieses Event regelmäßig auszurichten und auch anderen Vereinen die Gelegenheit zu bieten, ihr Angebot im Rollstuhlsport zu demonstrieren.« Der Rollstuhlclub Köln als Wegweiser – damals wie heute. Quelle: Rollstuhlclub Köln Foto: Steffie Wunderl 24 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2020

„ES KÖNNTE AUCH DEIN LEBEN VERÄNDERN“ Wenn Sie eine Rückenmarkverletzung erlitten haben, sind Darmprobleme in irgendeiner Form unvermeidlich. Für einige ist eine Änderung der Ernährung und des Lebensstils ausreichend, aber viele kämpfen seit Jahren darum, die Kontrolle über ihren Darm zurückzuerlangen. Es gibt jedoch eine Lösung, die oft übersehen wird. Wir wissen, dass Darmfunktionsstörungen die Lebensqualität beeinträchtigen, psychischen Stress verursachen und sehr zeitaufwendig sein können. Die Transanale Irrigation (TAI) ist eine Therapie, die oft übersehen wird, obwohl sie einfach, sicher und effektiv für das Darmmanagement ist. TAI ist eine häufig angewendete Therapieform, die Verstopfung sowie Inkontinenz vermeidet und die Wiederherstellung einer berechenbaren Darmfunktion unterstützt. Dabei wird der Darm durch das Instillieren von Wasser über einen Rektalkatheter in den Dickdarm wirksam entleert. Durch das Wasser werden die Darmbewegungen (Peristaltik) angeregt, die zur Stuhlentleerung führen. Wie hilft TAI? Regelmäßig angewendet kann die Therapie es dem Anwender ermöglichen, Ort und Zeitpunkt für die Darmentleerung selbst zu bestimmen und ihm somit die Kontrolle, das Vertrauen und die Würde wellspect.de WELLSPECT verzichtet nicht auf ein Markenrecht, indem es die Symbole ® oder nicht verwendet. zurückgeben. Dank Navina Systems können auch Anwender mit eingeschränkter Handfunktion die Irrigation erlernen und die Anwendung selbst durchführen. Unterstützt werden Sie dabei von einer elektronischen Kontrolleinheit sowie Pumpe und intuitiven und großen Tasten zur Bedienung. Die voreingestellten personalisierten Parameter, die die Durchflussgeschwindigkeit und das Ballonvolumen des Systems steuern, sind darauf ausgelegt, die Irrigation mit Navina gleichbleibend und sicher zu machen, unabhängig von Ihrer täglichen Form oder von demjenigen, der das Verfahren durchführt. 72938-DE-20 1 8-0 5-0 1 © 20 1 8 WELLSPECT. All rights reserved.

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