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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2020

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Informationsschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes

DRS-JAHRESAKTION

DRS-JAHRESAKTION 2019I Neue Ideen und viel Engagment Der DRS zeichnet seine drei besten ›Neu-Entdecker‹ aus Unter dem Motto unserer Jahresaktion 2019 ›Entdecke Neues im Verein‹, mit der der DRS besonderes Engagement seiner Mitgliedsvereine in den Fokus stellen und belohnen möchte, ging bis zum Jahresende 2019 eine Vielzahl an Bewerbungen von DRS‐Vereinen bei uns ein, die mit neuen Ideen und kontinuierlichem Engagement den Rollstuhlsport innerhalb ihrer Vereine vorantreiben oder ›altes‹ neu in ihrem Verein entdecken und weiterentwickeln. Aus allen Einsendungen hat der DRS‐ Vorstand nun die drei besten ›Neu‐Entdecker‹ gekürt. RSG Koblenz e. V. Neue inklusive Dart-Abteilung 500 € Preisgeld 2. 1. MTV Stuttgart 1843 e. V. (Wheelers) ›Wheelsoccer-Cup‹ und andere inklusive Rolli-Sportarten 1000 € Preisgeld n Im Jahr 2015 wurde die Abteilung Wheelers des MTV Stuttgart wieder aktiviert, um allen sportbegeisterten kleinen Rollifahrern, ihren Geschwistern und Freunden aus dem Großraum Stuttgart die Möglichkeit zu geben, aktiv im Verein Sport zu treiben. Durch die Bereitstellung von Aktiv‐ und Sportrollstühlen wird Inklusion bei den Wheelers auch in die andere Richtung umgesetzt, so dass interessierte Fußgänger (z. B. Freunde und Geschwister) ebenfalls für die verschiedenen Rollstuhlsportarten begeistert werden können. 2016 hat erstmals eine Mannschaft der Wheelers am Wheelsoccer‐Turnier in Berlin teilgenommen. Aufgrund der großen Begeisterung aller Teilnehmer*innen organisierten die Wheelers 2018, pünktlich zum 175. Jubiläum des Vereins, ein eigenes Turnier für den süddeutschen Raum, welches auf großes Interesse aller teilnehmenden Mannschaften stieß, so dass im November 2019 die zweite Auflage des Wheelsoccer‐Cups mit großem Erfolg stattfand. n Im März 2019 hat der Traditionsverein der Rollstuhlsportgemeinschaft Koblenz eine ›inklusive‹ Dart‐Abteilung ins Leben gerufen, die seither zehn aktive Mitglieder zum gemeinsamen Dart‐ Sport zusammenbringt. Der größte Teil des öffentlichen Dartgeschehens findet in Kneipen statt. Gelegentlich findet man Dartvereine, die auch einen Rollstuhlfahrer mitspielen lassen. Aber: Der Rolli‐Darter ist dabei permanent auf Hilfe angewiesen, da er zwar auf die Scheibe in einer Höhe von 1,73 Meter werfen, aber seine Dartpfeile nicht mehr selbst zurückholen kann. Vor einigen Jahren wurde in Australien eine Option entwickelt, die Rollstuhlfahrern eine völlig autarke Teilnahme am Dart ermöglicht. Analog der Standardhöhe eines Dartboards für stehende Spieler wurde für den Rolli‐Darter eine Scheibenhöhe von 1,37 Meter ermittelt. Dieses Maß ermöglicht dem Spieler im Rollstuhl unabhängig von einem Helfer zu trainieren. Voraussetzung ist lediglich eine uneingeschränkte Oberkörpermotorik. Mit zwei unterschiedlich hoch aufgestellten Dart‐Scheiben können so auch inklusive Turniere mit stehenden und sitzenden Sportler*innen durchgeführt werden. Die Dartgruppe der RSG Koblenz ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass eine Einzelsportart zum einen in einer Gruppe, zum anderen auch im Sinne der Inklusion ausgeübt werden kann. 8 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2020

SPORT VOR ORT INKLUSION ALS CHANCE FÜR EIN NEUES MITEINANDER IM VEREINSSPORT n In Zeiten der Inklusion wird spürbar wie wichtig und fruchtbar das gemeinsame Sporttreiben ist. Weg von der Trennung zwischen Behinderten‐ und Nichtbehindertensport und hin zum Miteinander im Sport. Viele Vereine kooperieren miteinander und entdecken dadurch Neues im Verein. Unsere Rollstuhlsportvereine nehmen hier eine wichtige Aufgabe wahr, in dem sie die Barrieren im Kopf abbauen und mit ihrem Knowhow in der praktischen Umsetzung das gemeinsame Neue erlebbar machen. Wir gratulieren den Preisträgern herzlich und danken allen Vereinen, die sich an unserer Jahresaktion 2019 beteiligt haben und durch ihre Ideen fortlaufend dazu beitragen, die Inklusion im Sport ›ins Rollen zu bringen‹! Text: Malte Wittmershaus HOHE AUSZEICHNUNGI Bundesverdienstkreuz für BRSNW-Chef Reinhard Schneider Auszeichnung für mehr als 40 Jahre ehrenamtlicher Arbeit im Behindertensport 3. Inklusion im Sport e. V. gemeinsamer Sport für Menschen mit und ohne Behinderung 300 € Preisgeld n Der Verein Inklusion im Sport e. V. wurde 2018 gegründet und hat sich der Inklusion im und durch Sport verschrieben. Der Trainingsbetrieb wird im barrierefreien Sportpark des TSV 1846 Mannheim e. V. durchgeführt. wo bis zur Vereinsgründung kein gemeinsamer Sport für Menschen mit und ohne Behinderung stattfand. Mittlerweile spielen drei Rollstuhlfahrer in der gemeinsamen Trainingsgruppe Rollstuhl‐Tischtennis, zwei Rollstuhlfahrer konnten für das inklusive Badminton gewonnen werden und auch die generationsübergreifende Bocciagruppe erfreut sich wachsender Beliebtheit. Auch am gemeinsamen Rollstuhltraining nehmen neben Menschen mit einer Behinderung auch interessierte Menschen ohne Behinderung teil. Darüber hinaus unterstützt und berät der Verein regionale Einrichtungen zum Thema Inklusion und Integration in und durch Sport und trägt damit aktiv dazu bei, diese Themen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen. Reinhard Schneider (m.) bekam von Landrat Dr. Kai Zwinger das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesreublik Deutschland überreicht. Dem Vorstandsvorsitzenden des Behinderten‐ und Rehabilitationssportverbandes Nordrhein‐Westfalen (BRSNW), Reinhard Schneider, ist in einer Feierstunde im Rathaus der Stadt Rhede das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden. Auf Vorschlag der Landesregierung von Nordrhein‐Westfalen hatte der Bundespräsident Frank‐Walter Steinmeier den Orden an Reinhard Schneider für mehr als 40 Jahre ehrenamtlicher Arbeit für Menschen mit Behinderung auf Landes‐ und Bundesebene verliehen. Die Auszeichnung wurde durch Landrat Dr. Kai Zwicker in Anwesenheit des Rheder Bürgermeisters Jürgen Bernsmann und geladenen Gästen vorgenommen. Reinhard Schneider betonte in seiner Dankesrede, dass er in dieser Auszeichnung auch eine Anerkennung der Arbeit der Behindertensportverbände sieht. »Unsere Arbeit für eine inklusive Gesellschaft und das Wohl der Menschen erfährt damit eine große Wertschätzung«, freute sich Reinhard Schneider. Der DRS gratuliert Reinhard Schneider herzlich zur Würdigung seiner langjährigen Arbeit für den Behindertensport in Deutschland und bedankt sich für die erfolgreiche und fortlaufende Zusammenarbeit mit dem Deutschen RollstuhlSportverband! Quelle: BRSNW Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2020 9

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