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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 05/2020

Informationsschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes e.V.

SPORT VOR ORT Foto:

SPORT VOR ORT Foto: Privat »Gemeinsamer Sport ist einfach klasse. Ich möchte einen kleinen Betrag dazu leisten, dass Rollstuhlsport nach dieser Coronakrise wieder mit Spaß und Freude ausgeübt werden kann.« RALF HANSEN ZUR PERSON: Ralf Hansen, 54 Jahre Wohnhaft in Wees/Schleswig-Holstein Rollstuhlfahrer seit 1987 Aktive Sportarten: Basketball Heimverein: immer im SV Adelby Hobbies / Interessen: Familie, (hoffentlich bald wieder) Freunde treffen, Fan der SG Flensburg Handewitt (Handball Bundesligist) ROLLSTUHLFACHWARTI Bindeglied zwischen DRS und RBSV Fünf Fragen an Ralf Hansen, den neuen Rollstuhlfachwart des Rehabilitations- und Behinderten-Sportverband Schleswig-Holstein Herr Hansen, vor kurzem sind Sie zum Rollstuhlfachwart des Rehabilitations- und Behinderten- Sportverband Schleswig-Holstein (RBSV SH) ernannt worden, herzlichen Glückwunsch dazu – der DRS freut sich sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit! Welche neuen Aufgaben kommen nun auf Sie zu? Ralf Hansen: Zu erst einmal geht es um die Fortführung der sehr erfolgreichen Arbeit meines Vorgängers Herbert Tietz – z. B. als Ansprechpartner der Vereine und Rollstuhlsport‐Gruppen in Schleswig‐Holstein oder als Mitorganisator von Veranstaltungen, wie etwa Landesmeisterschaften. Außerdem sehe ich mich als Rollstuhlfachwart natürlich auch als Bindeglied zwischen dem DRS und dem RBSV. Letztendlich wünsche ich mir eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Allen, die den Rollstuhlsport betreiben und fördern. Sind Sie selbst sportlich aktiv? Ralf Hansen: Ja, ich bin selbst seit vielen Jahren aktiver Rollstuhlbasketballer beim SV Adelby. Als Rollstuhlfachwart des Landes Schleswig-Holstein stehen Sie als Ansprechpartner für alle Rollstuhl - nutzer*innen, die mehr über die regionalen Sportangebote des Bundeslandes für Rollstuhlfahrer* innen erfahren möchten, zur Verfügung. Wie ist der Rollstuhlsport in Schleswig-Holstein organisiert? Ralf Hansen: Rollstuhlsport im Norden konzentriert sich im organisierten Betrieb sehr stark auf Basketball. Es gibt ca. acht aktive Vereine, die aber nur teilweise am Ligabetrieb teilnehmen. Daneben gibt es mit dem ›SH‐Cup‹ eine Punktrunde für alle, die noch nicht oder nicht mehr am Ligabetrieb teilnehmen wollen. Insgesamt sind das ca. 80 Sportler. Darüber hinaus gibt es eine große Zahl inklusiver Tischtennis‐Vereine, aber auch Rolli‐Sportgruppen mit Schwimm‐ und Leichtathletikangeboten für Rollstuhlfahrer*innen. Außerdem haben wir diverse Breitensport‐Clubs mit unterschiedlichen Rollstuhlsport‐ Angeboten, wie z. B. Tanzen in Kiel, Kinder‐ und Jugendsport in Bad Segeberg usw. Nicht zuletzt gibt es in mit den Knights in Barmstedt einen sehr erfolgreichen Powerchair‐Football‐Verein, auch Elektrorollstuhlsport ist somit vertreten. Ein großes Anliegen des RBSV‐ SH ist auch die Teilnahme von Menschen mit Behinderung an den Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen – ein fantastisches Mittel, um inklusiven Sport, gerade im Kinder‐ und Jugendbereich, voranzutreiben. Das Deutsche Sportabzeichen können Menschen mit 14 ›Sport + Mobilität mit Rollstuhl 05/2020

KURZ + BÜNDIG und ohne Behinderung fast immer und überall gemeinsam ablegen. Wir freuen uns, dass der Sport allgemein zunehmend inklusiver wird und Vereine ihre Türen nach und nach auch für Rollstuhlfahrer öffnen (Eine Übersicht aller Vereine in SH mit Rollstuhlsport‐Angeboten finden Sie unter www.ins‐rollen‐bringen.de/vereine – Anm. der Red.). Was haben Sie sich persönlich für Ihre neuen Aufgaben vorgenommen – was möchten Sie Rollstuhlfahrer* innen, die sich für Sport interessieren, mit auf den Weg geben? Ralf Hansen: Einen kleinen Betrag dazu leisten, dass der Rollstuhlsport nach dieser Coronakrise wieder mit Spaß und Freude ausgeübt werden kann, auch im Sinne der Inklusion. Gemeinsamer Sport, den alle – unabhängig von Alter, Geschlecht und Art des Handicaps – ausüben können, ist einfach klasse. Wir freuen uns sehr, dass die lang jährige, engagierte und erfolgreiche Arbeit Ihres Vorgängers Herbert Tietz nun durch Ihre Person mit einem würdigen Nachfolger fortgesetzt werden kann. Sind Sie im Austausch mit Herrn Tietz oder haben Sie sich schon Tipps von ihm geben lassen? Ralf Hansen: Klar sind wir in Kontakt, ich habe mich mehrfach mit Herbert ausgetauscht. Von soviel Erfahrung kann man nur profitieren. Das Interview führte Malte Wittmershaus. Teilhabepreis der VBG Gesucht: Praxisbeispiele für gelungene berufliche und/oder soziale Teilhabe n Im Januar 2020 hat die Verwaltungs‐Berufsgenossenschaft VBG erstmals den ›Teilhabepreis der VBG‹ ausgelobt. Die Zielgruppe des Preises bilden VBG‐Mitgliedsunternehmen, die mindestens einem*einer Versicherten der VBG nach einem Versicherungsfall zurück ins gewohnte Leben geholfen haben und bereit sind, ihre Erfolgsgeschichte mit anderen zu teilen. Es spielt dabei keine Rolle, ob überdurchschnittliches Engagement für eine Teilhabe am Arbeitsleben oder im sozialen Kontext geleistet wurde. Der Preis richtet sich – entsprechend der Mitgliederstruktur der VBG – damit ausdrücklich auch an Unternehmen im sozialen, kulturellen und Freizeit bereich (wie z. B. Sportvereine, Religions gemeinschaften, Sozialpartner, Parteien, Bildungsstätten usw.). Der Preis ist mit einer Prämie in Höhe von insgesamt 15.000 Euro dotiert. Ein Einzelpreis ist auf 5.000 Euro begrenzt. Bemerkenswerte Beiträge werden mit einer Urkunde inhaltlich gewürdigt. Der Teilhabepreis der VBG wird alle zwei Jahre ausgelobt. Einreichungen sind ab sofort kontinuierlich möglich. Für 2020 werden alle bis zum 30. September 2020 eingehenden Einreichungen berücksichtigt. Alle Infos und das Bewerbungsformular gibt auf der VBG‐Website www.vbg.de (Suchfunktion: Teilhabepreis). Quelle: vbg.de GEMEINSAME SPONSOREN-AKTION Blumige Überraschung Blumen für Mütter und Omas der deutschen Rollstuhlbasketball-Natio n Der offiziellen Verkündung der Partnerschaft zwischen Sunrise Medical und Wellspect Healthcare Mitte März ließen die beiden Medizintechnik‐ Unternehmen nun erste Taten folgen. Die beiden Sponsoren der Rollstuhlbasketball‐Nationalmannschaft überraschten die Mütter und Omas der Nationalspieler mit Blumensträußen. »Das Ziel dieser blumigen Aktion war es, Großmütter und Mütter, die aktuell häufig sehr unter der Corona‐Pandemie leiden, mit einer wertschätzenden Geste zu überraschen«, erläutern die Marketingverantwortlichen Letícia Voland Aguilar von Sunrise Medical und Christoph Kimling von Wellspect Healthcare unisono und verweisen darauf, dass Enkelkinder und Kinder zurzeit räumliche Distanz zu ihren Omas oder Mütter halten sollten. Die Rückmeldungen der Beschenkten ließen keinen Zweifel daran, dass die Überraschung gelungen ist. So schrieb Hannelore Budde, Oma von Nationalspieler Alexander Budde: »Herzlichen Dank für einen wunderschönen Blumengruß in dieser schwierigen Zeit. Ich bleibe zu Hause und bin überzeugt, dass alles gut wird.« Weitere Echos auf die Aktion werden auf den Social‐Media‐Kanälen von Wellspect und Sunrise Medical veröffentlicht. Quelle: Wellspect/Sunrise Medical ›Sport + Mobilität mit Rollstuhl 05/2020 15

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