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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 06/2021

Informationsschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes

DRSUm die Themen

DRSUm die Themen Mobilität undInklusion bundesweit nochzielorientierter umsetzen zukönnen, wurde Ende 2020 das DRSKompetenzteam Mobilität und Inklusiongeschaffen. Ausgewählt wurden dafürsechs regionale Mobilitäts‐Expertenmit dem Ziel, in der eigenen Region dieThemen Mobilität und Inklusion auszubauen.Dabei greifen die Mobilitäts‐Expertenauf die bereits bestehenden DRSProjekte und Strukturen, wie beispielweisesicher mobil und richtig mobil,zurück. Ziel ist es die Angebote vor Ortnachhaltiger zu vernetzen, um auchnicht sport‐affine Menschen den Wegzur Mobilität und Eigenständigkeit zuVERBANDSSTRUKTUREN ERWEITERTI»Mehr Sportangebote fürMenschen mit Behinderungschaffen«Das neugeschaffene DRS-Kompetenzteam ›Mobilität und Inklusion‹stellt sich vorebnen. Vor diesem Hintergrund wird dieZusammenarbeit mit den Landesbehindertensportverbändenim DeutschenBehindertensportverband (DBS) intensiviert.Für die hauptamtliche Begleitungund Steuerung ist Andreas Escherals Referatsleiter Sport, Mobilität, Inklusionzuständig. Andreas EscherGünther MayerOliver Klarfür den Südenfür BerlinFotos: DRS-ArchivAxel Görgensfür den Westenn Der Diplom‐Sportwissenschaftler ausNRW ist im DRS seit vielen Jahren gutbekannt und sehr geschätzt. Die erstenBerührungen mit dem Rollstuhlsporthatte Axel, mittlerweile hauptamtlicherReferent beim BRSNW für das ThemaVereinsentwicklung, mit dem Rollstuhlbasketball.Seit 20 Jahren ist er für denDRS als Referent bei Mobilitätstrainingskursenund seit 2008 bei ›sichermobil‹ sehr erfolgreich aktiv.Auch persönlich interessiert er sichfür »alles was sich bewegt«, dazu gehörennatürlich Rollstuhlbasketball, aberauch Snowboarden und Windsurfen.Seine Motivation bringt Axel kurz undknackig auf den Punkt: »Es geht einfachdarum, mehr Sportangebote für Menschenmit Behinderungen zu schaffen.«n Günther ›Gü‹ Mayer war aktiver Spielerin der Rollstuhlbasketball Bundesliga(RBBL). Neben seiner aktiven Laufbahnals Sportler hat er bereits zahlreicheMannschaften als Manager oder(Assistenz‐)Trainer betreut. Bis vor kurzemwar er noch Manager der U22 JuniorenNationalmannschaft, nun hat erdie Aufgabe als Assistent‐Coach übernommen.Privat ist der technikbegeisterteMann mit den beiden LebensmittelpunktenBayreuth und Wetzlar gernbeim Quadfahren unterwegs und pflegtseine Freundschaften gern beim Schafkopfen.n Olis Leidenschaft liegt klar im Bereichdes Nachwuchses. Aktuell ist er Übungsleitereiner Kinder‐ Rollstuhlgruppe inBerlin. Beim DRS ist er bestens bekanntfür sein ehrenamtliches Engagement beiden Rollikids – hier hat er zahlreicheJahre als Referent bei den Mobikursenmitgewirkt. Auch in Sachen Events istOli bestens vernetzt, da er aus Berlin herausden bundesweiten Wheel‐Soccer‐Cup organisiert hat. Für den BerlinerBehindertensportbund (BSB) war er Jugendwart,aktuell leitet er das Qualifizierungsprojekt›Mission Inklusion‹ vonPfeffersport und BSB. Dabei werden Seminareund Fortbildungen zum ThemaInklusion und Sport umgesetzt.Auch im privaten Bereich hat er mitseinen beiden Söhnen Tag für Tag mitdem Nachwuchs zu tun.»Ich träume und kämpfe für eine inklusiveGesellschaft, ohne Ausgrenzungund Diskriminierung«, fasst er seineLeidenschaft für Sport und Diversitätzusammen.Günther Mayer (m.) gewann alsManager der U22-Natio u. a. Bronzebei der EM 2017 (Archivbild).14Sport + Mobilität mit Rollstuhl 06/2021

,,FACHBEREICHEIch träume und kämpfe für eineinklusive Gesellschaft, ohneAusgrenzung und Diskriminierung.«OLIVER KLAR, BERLINPeter Richarzfür den NordenFoto: Gerda Pamlern Mit seinem Fachwissen, Netzwerkund seiner Reputation ist Peter seit vielenJahren einer der wichtigsten Motorenim Rollstuhlsport in Deutschlandund darüber hinaus. Peter ist DiplomSportlehrer und arbeitet aktuell hautberuflichim BG Klinikum in Hamburg alsSporttherapeut. Im Rollstuhlbasketballist er seit vielen Jahren sehr erfolgreichals Trainer der U22‐Junioren Nationalmannschaft(Foto unten) tätig. BeimDeutschen Behindertensportverband(DBS) ist er Mitglied im Ausschuss Breitensportund vertritt dort den DRS. DesWeiteren gehört er zum ArbeitskreisSporttherapie bei der DeutschsprachigenMedizinischen Gesellschaft für Paraplegiologie(DMGP).Privat schlägt sein Fußballer‐Herzfür die Borussia aus Dortmund. Wenn ernicht gerade in Sachen Mobilität unterwegsist, um Menschen für den Rollstuhlsportzu gewinnen, verbringt erseine Zeit gern zuhause und gestaltet inseinen eigenen vier Wänden und Garten.WASSERSKILWasserskicamp in HalleGute Bedingungen beim WSC Hufeisenseen Der WSC Hufeisensee in Halle istein Wasserskiverein, der sich hervorragendauch für Wasserskisportlerim Rollstuhl engagiert. Das Umfeldpasst, sogar einen Lift gibt es,um wieder einfach vom Wasser aufden Steg zu kommen. Zwei Sportlerdes Vereins bereiten sich gerade fürdie Wasserski‐WM 2022 in Australienvor.Deshalb fand auch das diesjährigeerste Wasserskicamp der AG Wasserskiim DRS in Halle statt. Nebenden beiden Leistungssportlern warenunter anderem auch drei ›Neue‹dabei. Egal ob als inkompletter Tetraplegiker,mit Amputationen odereiner Gleichgewichtsstörung – dasWasserskifahren hinter einem Motorbootist einfach möglich. Leiderwar das Wasser Ende Mai noch sehrkalt, deshalb machten wir keine Experimentemit selbständigem Startender Neuen.Der Ski mit Auslegern (Foto) erleichtertdas Starten, so war es auchfür den Tetraplegiker kein Problem,gleich beim ersten Versuch hinterdem Boot zu fahren.Alle hatten ihren Spaß beim Wasserskifahrenund auch Freude darannach dem Corona‐Lockdown endlichwieder andere Sportler zu treffen.Nachdem Wasserski eine Individualsportartim Freien ist, war das Campunter den Hygienevorschriften undAuflagen gut durchführbar.Gerda PamlerSport + Mobilität mit Rollstuhl 06/202115

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