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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 06/2021

Informationsschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes

FACHBEREICHEROLLSTUHLBASKETBALL!Kader-Vorschlagfür NominierungDeutsches Damenteam für dieParalympics in Tokio stehtn Bundestrainer Martin Otto hat bekanntgegeben,welche zwölf Damen erdem DBS zur Nominierung für die Paralympicsin Tokio vorschlägt. Offiziell nominiertwird am 19. Juli, die Spiele werdenam 24. August eröffnet.Neun Positionen standen bereits vorden Lehrgängen in Bad Honnef undBonn fest, drei waren noch offen. NathalieEbertz wird aufgrund ihrer Schwangerschaftnicht bei den Paralympics dabeisein. Martin Otto: »Die Damen sindhochmotiviert. Wir haben sehr gut trainiertund freuen uns auf Japan.« Dortwird das Team Germany Rollstuhlbasketballin der Gruppe A auf Vize‐WeltmeisterGroßbritannien, Kanada, Australienund Gastgeber Japan treffen.Zur Nominierung vorgeschlagen sind:Catharina Weiß(RSV Lahn‐Dill/1,0)Anne Patzwald(BG Baskets Hamburg/1,0)Annabel Breuer(RSV Lahn‐Dill/1,5)Laura Fürst(RBB München Iguanas/2,0)Johanna Welin(RBB München Iguanas/2,0)Svenja Mayer(Rhine River Rhinos/2,5)Maya Lindholm(BG Baskets Hamburg/2,5)Lisa Bergenthal(RBC Köln 99ers/3,5)Katharina Lang(RBB München Iguanas/4,5)Mareike Miller(BG Baskets Hamburg/4,5)Barbara Groß(Rhine River Rhinos/4,5)Lena Knippelmeyer(BBC Münsterland/RSC Osnabrück/4,5)Quelle: drs.orgPARA EISHOCKEYITür nach Pekingist noch offenDeutsches Team ist hochmotiviert und will die letzte Chance zurQualifikation bei der B-WM in Schweden wahrenDie deutsche Para Eishockey‐Nationalmannschaft hat eineTeilnahme an den Paralympics2022 noch nicht abgeschrieben –Corona und fehlende Eisflächen erschwertenlange die Vorbereitung,doch das Team ist motiviert und selbtbewusstBei der Heim‐WM 2019 in Berlinmachte die deutsche Para Eishockey‐Nationalmannschaft viel Werbung fürihren Sport. Temporeich, taktisch, körperbetont– auf dem Eis geht’s spektakulärzur Sache. Für den ersehntenAufstieg zurück in die A‐Gruppe hat esjedoch nicht gereicht. Dennoch ist dieTür nach Peking für die deutschen ParaEishockeyspieler weiterhin offen.Um noch an den Winter‐Paralympics2022 teilzunehmen, muss bei der inden Herbst verschobenen B‐WM imschwedischen Östersund (17. bis 22.September) mindestens Platz drei her.Dann hätte Deutschland beim QualifikationsturnierEnde des Jahres (Terminund Austragungsort noch offen)noch die letzte Chance auf das Ticketnach China. Es wäre nach 2006 erstdie zweite Paralympics‐Teilnahme einesdeutschen Teams überhaupt.HOCH MOTIVIERT ZUMNÄCHSTEN ETAPPENZIELIn den vergangenen Jahren wurde dieQualifikation jeweils knapp verpasst.Doch die Mannschaft rappelte sichtrotz der teils bitteren Erlebnisse immerwieder auf – und lässt sich nichtunterkriegen. »Die Jungs sind heißund wollen sich den Traum von denParalympics unbedingt erfüllen«, sagtCheftrainer Andreas Pokorny. Dassdas keine leichte Aufgabe wird, weißder früherere Profi der Kölner Haieauch. Vor allem die Corona‐Pandemieerschwerte die Situation zusätzlichund damit auch die Vorbereitung aufdie mögliche Paralympics‐Qualifikation.»Corona und fehlende Eisflächen24Sport + Mobilität mit Rollstuhl 06/2021

Die deutsche Para Eishockey-Nationalmannschaft bereitet sichauf die B-WM im schwedischenÖstersund vor (Archivbild).waren lange Zeit unser Problem. Auchdie Liga musste diese Saison abgesagtwerden. Doch seit März haben wir endlichunseren coronabedingten Winterschlafbeendet und bereiten uns motiviertauf unser Etappenziel, der B‐WM»Für die Entwicklungvon Para Eishockey inDeutschland wäre eineTeilnahme an denParalympics Gold wert– schließlich gehtdavon eine großeStrahlkraft aus.«Foto: Ralf Kuckuck / DBSBUNDESTRAINERANDREAS POKORNYin Schweden, vor«, berichtet Pokorny.»Die Jungs haben sich mit Kraft‐ undAusdauertraining fitgehalten, damit siedie sportliche Herausforderung meistern.«Dass sie das Eishockeyspielen nichtso schnell verlernen, zeigten die deutscheNationalspieler nicht nur im vergangenenJahr nach dem Frühjahrs‐Lockdown. In mehreren Testspielen gegendie favorisierten Teams aus Italienund Norwegen war die deutsche Mannschaftnicht nur auf Augenhöhe, sondernfeierte auch einige Siege und hatteunter dem Strich eine positive Bilanz.Nun wurde der Trend fortgesetzt: Gegenden Weltranglistenvierten Tschechienspielte das Team gut und verlorzweimal nur knapp (2:3 und 3:4). »DieAuftritte und Ergebnisse haben unsHoffnung gemacht. Wir haben gezeigt,dass wir auf dem aufsteigenden Astsind. Diesen Schwung müssen wir mitnehmenund daran anknüpfen«, betontPokorny. Weiter geht’s vom 27. bis 30.Mai mit drei weiteren Vergleichen gegenItalien.Klar ist, dass die deutsche Mannschaftdie positiven Auftritte in denTestspielen auch dann zeigen muss,wenn die wichtigen Entscheidungen fallen.Das war in den vergangenen Jahrendas Manko. »Daran müssen wir ansetzen,dass wir dann unsere beste Leistungzeigen, wenn es drauf ankommtund wir unter Druck stehen. Da müssenwir uns auch mental verbessern«, sagtPokorny. Für die geplante B‐WM imHerbst ist die Marschroute klar: »Unseregrößten Konkurrenten sind Schwedenund Japan, einen davon müssen wirhinter uns lassen.« Dann hätte Deutschlandaller Voraussicht nach die Teilnahmeam Qualifikationsturnier gesichertund könnte um die Paralympics kämpfen.»Für die Entwicklung von Para Eishockeyin Deutschland wäre eine Teilnahmean den Paralympics Gold wert«, sagtAndreas Pokorny – schließlich geht davoneine große Strahlkraft aus, die derSportart den dringend benötigtenSchub geben könnte. International wurdedas deutsche Team nach dem EM‐Titel2005 und dem vierten Platz bei denParalympics 2006 aus der Weltspitzeverdrängt, national fehlt es an den notwendigenStrukturen – wobei das einemit dem anderen zusammenhängt. Esmangelt an Nachwuchs, die Liga bestandviele Jahre nur aus vier Teamsund Trainingszeiten auf dem Eis sindrar.POSITIVE ENTWICKLUNGERKENNBARDoch es gibt durchaus Hoffnungsschimmer:In der Liga sollen zur nächsten Saisonsechs Mannschaften antreten. Auchstrukturell sind dank neu abgeschlossenerKooperationen und der engerenVerzahnung mit dem Deutschen Eishockey‐Bundpositive Entwicklungen erkennbar.Finanziell unterstützt Lebensmittel‐DiscounterPenny nach der DeutschenEishockey Liga (DEL) und demDeutschen Eishockey Bund (DEB) nunauch den paralympischen Eishockeysportin den kommenden Jahren. Zudemfreut sich Cheftrainer Pokorny über einegrößere Auswahl an Spielern und folglichmehr Konkurrenzkampf: »Wir habenein paar junge, hungrige Spielerhinzubekommen, die Talent mitbringen.«Und wer weiß, vielleicht gelingtmit dem Rücken zur Wand und mit neuemSchwung die ersehnte Teilnahme anden Paralympics. Die Mannschaft jedenfallsist gewillt, es im nächsten Anlauf zupacken. Es wäre ein großer Erfolg undein wichtiger Meilenstein – für die Spielerund auch für die Sportart Para Eishockeyin Deutschland generell.Quelle: DBS-PresseSport + Mobilität mit Rollstuhl 06/202125

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