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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 08/2016

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Paralympics in Rio 2016

SPORT VOR ORT RBG 51

SPORT VOR ORT RBG 51 DORTMUND ›SPOMI‹ gewinnt Sonderpreis »Inklusionspreis des Landes NRW 2016« Auszeichnung und Urkunde gab es für das Projekt ›SPOMI‹ der RBG 51 Dortmund bei der Verleihung des NRW-Inklusionspreises. Im Jahr 2015 hat die Landesregierung des Landes Nordrhein-Westfalen erstmals einen Inklusionspreis ausgelobt. Dabei wurde deutlich, wie viele Projekte es bereits gibt, die dazu beitragen, die gleichberechtigte und wirksame Teilhabe von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen umzusetzen. Auch in diesem Jahr sollten wieder Ideen, Projekte und Maßnahmen zur Stärkung einer »Neuen Kultur inklusiven Denkens und Handelns« in verschiedenen Bereichen ausgezeichnet werden. Am 1. Juli machten sich die SPOMI- Übungsleiter_in Maria Kipper und Thomas Bykol sowie die Vorstandsmitglieder der RBG 51 Dortmund, Julia Verbeek und Petra Opitz, auf den Weg nach Düsseldorf, wo im Van-der-Valk-Airport hotel Düsseldorf die feierliche Verleihung des diesjährigen Preises erfolgten. Mit insgesamt 24.000 Euro wurden Projekte aus Aachen, Bonn, Dortmund, Gütersloh, Iserlohn, Moers, Münster und Oberhausen ausgezeichnet. Und überreicht durch den Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW höchst persönlich. »Mit dem Inklusionspreis zeigen wir nicht nur, wie Inklusion gelingen kann«, so der Minister Rainer Schmeltzer, »sondern wollen natürlich auch zur Nachahmung anregen.« Zu Beginn wurden die Fachpreise vergeben und ehe die Hauptpreise in der Kategorie ›Barrieren abbauen‹ vergeben wurden, kam zunächst die Kategorie ›Sonderpreise‹. Elisabeth Veldhues, Beauftrage für Menschen mit Behinderung des Landes NRW hatte die vertrauensvolle Aufgabe die überraschten Gewinner – es gab zwei Preise in dieser Kategorie – vorzustellen. »Es gibt Projekte, die lassen sich nicht in die vorgegebenen Kategorien zwängen – die sind einfach etwas besonders«, so die Landesbeauftragte zu Beginn ihrer Rede. »Es gibt ein Sportangebot, da muss man nicht Mitglied werden um mitmachen zu können. Da muss man sich nicht anmelden – man kommt einfach zwischen 10.00 – 13.00 Uhr und macht mit. Man kann auch mitbringen, wen man mag. Ob mit oder ohne Behinderung ist dabei egal.« Gemeint war das Projekt ›SPOMI‹ der RBG 51, deren Delegation im Anschluss an die Rede den Sonderpreis in Höhe von 1.500,00 Euro mit den besten Glückwünschen entgegen nehmen konnte. Der Vorstand der RBG 51 Dortmund bedankt sich bei allen Übungsleiter_innen und Helfer_innen, ohne die der Preisgewinn gar nicht möglich gewesen wäre. Ihr Engagement, ihr persönlicher Einsatz und die Bemühungen, sich stets neue Dinge einfallen zu lassen, machen SPOMI zu dem was es ist: ein einmaliges Sportangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung. DBS LEICHTATHLETIK Heinrich Popow trainiert den Nachwuchs ›Talent camp‹ geht unter dem Motto ›Nicht laufen, läuft nicht‹ in die zweite Runde ■ Vom 12. bis 15. Oktober 2016 heißt es wieder ›Nicht laufen, läuft nicht‹ – dann zeigt Heinrich Popow, Goldmedaillengewinner bei den Paralympics 2012, Kindern und Jugendlichen zwischen elf und 18 Jahren, wie sie mit einer Prothese Sport treiben können. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) lädt nach einer gelungenen Premiere im letzten Jahr gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, dem Medizintechnikunternehmen Ottobock, ins südniedersächsische Duderstadt zum zweiten ›Talent camp‹ ein. Das Angebot richtet sich an Kinder, die ihre ersten Schritte auf einer Karbonfeder ausprobieren wollen, genauso wie an diejenigen, die bereits Erfahrung mit einer Sportprothese haben. Trainer und Experten des DBS sind dabei ebenso vor Ort wie ein Technikerteam von Ottobock, das dann gerade von seinem Einsatz bei den Paralympischen Spielen aus Rio zurückgekehrt ist. DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher besuchte die Premiere im vergange- Heinrich Popow zeigt Kindern und Jugendlichen wieder, wie sie mit einer Prothese Sport treiben können. 14 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 08/2016

BS BRANDENBURG »Ein guter Anfang« Wassersport-TalentTag in Rüdersdorf nen Jahr – und war begeistert. »Ich freue mich über die Fortsetzung einer tollen Idee, die Kinder und Jugendliche die Faszination des Sports von Menschen mit Behinderung erleben lässt. Solche Angebote leisten zudem einen gewichtigen Beitrag zur Talentsichtung im deutschen Behindertensport.« Christin Gunkel, CMO der Otto Bock HealthCare GmbH, erklärt zum ›Talent camp‹ und zum Engagement des Unternehmens: »Was alle Kinder verbindet, ist ihr natürlicher Bewegungsdrang. Für Kinder mit Mobilitätseinschränkungen ist es daher besonders wichtig, bei allen Aktivitäten mitmachen zu können. Hierzu zählt die Teilnahme am Schulsport genauso wie die Ausübung einer Sportart im Verein.« Technisch sind hierfür spezielle Sportprothesen erforderlich, die den Teilnehmern für das Camp ■ Vor- und Rückwärtsfahrer gemeinsam zur gleichen Zeit auf einem See? Das hätten wohl nur die kühnsten Optimisten für möglich gehalten. Schließlich herrscht zwischen den Sportarten Kanu (Vorwärtsfahrer) und den Ruderern (Rückwärtsfahrer) eine gewisse Rivalität. Doch für Kinder und Jugendliche mit Behinderung gingen die Behindertenabteilungen des Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge, des AKTIV e. V. – Sport für Generationen und des Wassersport PCK Schwedt e. V. in Rüdersdorf einen neuen Weg. Die Vereine richteten mit dem Behinderten-Sportverband Brandenburg (BSB) den ersten Wassersport-TalentTag im Bundesland Brandenburg aus. Hier wurden die Kinder und Jugendlichen mit Behinderung nicht nur über die unterschiedlichen Boote informiert, sondern erhielten die Möglichkeit, erste Erfahrungen auf dem Wasser zu machen. Neben Mittag- und Abendessen erfreuten sich die Teilnehmer über einen kleinen Beutel, welchen die Deutsche Behindertensport-Jugend als Veranstalter dem Nachwuchs übersandte. »Wahrscheinlich habe ich drei neue Vereinsmitglieder«, hoffte Lutz Bühnert vom Rüdersdorfer Ruderverein. In den letzten Tagen und Wochen hatte er massiv die Werbetrommel gerührt und fuhr mit einem Ruderboot an die 30 Auto-Minuten entfernte Blindenschule in Königs Wusterhausen, um Werbung für die Veranstaltung zu machen. Zwar kamen am Ende nur 20 Teilnehmer zum TalentTag, Bühnert zeigte sich trotzdem zufrieden. Es war »ein guter Anfang. Denn Menschen mit Behinderung müssen erst einmal erfahren, dass es uns gibt«, so Bühnert. Sowohl Ruderer als auch Kanuten vereint das gleiche Problem: beide Sportarten sind im Behindertensport noch dabei, die Grundstrukturen aufzubauen. Damit sind sie relativ unbekannt. Eins könnte der erste Wassersport-TalentTag schon bewirkt haben. Die Rivalität zwischen den Sportarten scheint im Behindertensport in ruhiges Fahrwasser zu lenken. Weitere gemeinsame Aktionen sind bereits angedacht. BS Brandenburg kostenlos zur Verfügung gestellt und von den Technikern angepasst werden. Das Angebot richtet sich auch an begleitende Orthopädietechniker und Eltern. Während die Kinder laufen, springen und zwischendurch auch mal Rollstuhlbasketball ausprobieren, werden die Orthopädietechniker durch Experten von Ottobock im Spezialgebiet der Sportversorgung geschult. Gleichzeitig haben die Eltern die Möglichkeit sich untereinander und mit Vertretern des DBS sowie Ottobock auszutauschen und an einem Rahmenprogramm teilzunehmen. Weitere Infos www.dbs-npc.de/leichtathletik-talent-camp Kevin Müller/DBS LEHRE + AUSBILDUNGI Trainerlizenzen im Rollstuhlbasketball Änderungen beim Verlängerungsverfahren ■ Aufgrund einer Umstellung im Verfahren der Lizenzverlängerung, welches u. a. mit dem neuen DOSB-Lizenzmanagement zusammenhängt, wird der DBS auslaufende Lizenzen (z. B. zum 31.12.2016) zukünftig frühestens erst zum 01.10.2016 verlängern können. Das bisherige Verfahren hat dazu geführt, dass Lizenzen länger als vier Jahre ausgestellt wurden und damit nicht den Richtlinien zur Ausbildung im DOSB und den Rahmenrichtlinien zur Qualiizierung im DOSB entsprachen. In den Richtlinien ist aufgeführt, dass »die Gültigkeit der Lizenzen mit dem Datum der Ausstellung beginnt und mit Ablauf des zweiten bzw. vierten Kalenderjahres endet.« Gleichzeitig bedeutet dies im laufenden Jahr, dass der DBS die erhaltenen Lizenzen mit der Gültigkeit bis zum 31.12.2016 derzeit noch nicht verlängern kann. Der DBS wird sich in diesen Fällen mit den einzelnen Lizenzinhaber/innen in Verbindung setzen und ihnen folgende Möglichkeit aufzeigen: Der DBS behält die einzelnen Lizenzen bis zum 01.10.2016 ein, verlängert diese dann und schickt sie anschließend an die Lizenzinhaber/ innen zurück. Dieses Verfahren ist einvernehmlich mit der Spielleitung abgesprochen! Zukünftig kann die Verlängerung der Lizenzen frühestens erst ab dem 01.10. des jeweiligen Jahres erfolgen. Von daher möchten wir die Teilnehmer/innen bitten, zukünftig ihre Unterlagen zum 01.10. des jeweiligen Jahres direkt an den DBS senden! Noch ein wichtiger Hinweis für Lizenzinhaber, deren Lizenz sich im zweiten Jahr nach Ablauf der Gültigkeit beindet. In diesem Fall reicht eine Fortbildung mit 15 LE nicht aus, hier müssen mindestens 30 LE absolviert werden, damit der DBS die Lizenz bis zum 31.12.XXXX verlängern kann. Peter Richarz Sport + Mobilität mit Rollstuhl 08/2016 15

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