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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 09/2020

Informationsschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes

FACHBEREICHEDer

FACHBEREICHEDer 15-jährige Felix Höfnerschaffte auf Anhieb die A-Norm unddamit den Sprung in die Para Kanu-Nationalmannschaft.Erstmals in diesem Jahr konntendie deutschen Para‐Kanuten einenoffiziellen Wettkampf austragen.Im Rahmen der deutschen Meisterschaftenwurden die Sichtungsrennenim Einer durchgeführt. Nicht nurdas Wetter verdiente den Ausdruck›heiß‹, auch gab es spannende Kopf‐an‐Kopf‐Rennen in einigen Startklassen.Dass die Rennen der Para‐Kanuten nichtals Meisterschaftsrennen gewertet wurden,fanden nicht nur die Sportler schade.Edina Müller, Silbermedaillengewinnerinder Paralympics in Rio und Athletensprecherin,sagte: »Unsere nationaleQuali war sehr erfolgreich. Leider ausunverständlichen Gründen nicht einbezogenin die deutsche Meisterschaft derKanuten, wie in den Jahren zuvor. Teilweiseohne Livestream und schlechtebis keine Informationen für die Kommentatoren.«Die Deutschen Meisterschaften derKanuten wurden nur als Einer‐Meisterschaftenausgetragen, um den Hygienevorschriftengerecht zu werden, und dieEinhaltung der Maßnahmen galt vorrangigals Begründung für die Begrenzungder Teilnehmerzahl der Para‐Kanutenauf eine Sichtung.Dem erst 15‐jährigen Felix Höfnervon der WSG Kleinheubach gelang dieÜberraschung dieser Veranstaltung. Erschlug in der Startklasse Kl 2 knapp denFavoriten Ivo Kilian, Hallescher KC 54,und schaffte gleichzeitig durch Erlangender geforderten A‐Norm den Sprung indie Nationalmannschaft. Felix sagte,nachdem er von seiner Nominierung erfuhr:»Es fühlt sich einfach sehr gut an,gleich die A‐Norm geschafft zu haben.PARA KANUIHeißes Rennen derPara-Kanuten15-Jähriger schafft es in die NationalmannschaftEs war ziemlich überraschend, aberdennochhervorragend. Ich freue mich, auchendlich für Deutschland an den Start zugehen und auch endlich den ›Adler‹ aufder Brust zu tragen.« Da Felix in diesemJahr noch 16 wird, darf er nach den Regelnder ICF bereits auf internationalenVeranstaltungen an den Start gehen. ImSeptember steht noch der Weltcup inSzeged an.In der Startklasse Kl 2 haben diedeutschen Para‐Kanuten noch keinenQuotenplatz für die Paralympics in Tokioerreicht, anders als in vier anderenStartklassen. Der Quotenplatz soll hierbeim Nominierungswettkampf im Frühjahr2021 in Szeged fix gemacht werden,nach den Plänen des BundestrainersAndré Brendel und der Athleten.Stark vertreten war der HamburgerKC bei den Damen. Edina Müller schafftetrotz Trainingspause durch ein Tibiakopffrakturdie A‐Norm im Kajak der Kl1. Die Norm schafften auch Lillemor Köperund Esther Bode in der Vl 1. Die beidenkönnen zum Paddeln nur ihre Armeund Schultern einsetzen.Anja Adler vom SV Halle ging sowohl imKajak, Startklasse Kl2, als auch im Va´ader Startklasse Vl 3, ins Rennen. Die 31‐jährige Studentin zeigte sich danachsehr zufrieden mit den Ergebnissen inbeiden Rennen. »Es ist überall noch einwenig Luft nach oben, daran wird jetztnoch bis Szeged gearbeitet.«Erstmals an einer nationalen Qualifikationnahm Annette Kummer von ESVRAW Cottbus teil. Die 55‐jährige schaffteauf Anhieb die Norm und nimmt damitan weiteren Maßnahmen der Nationalmannschaftteil. Felicia Laberer, Aktive. V. Stahnsdorf, und Tom Kierey, KCBorussia Berlin, konnten ebenfalls dieNormzeiten erreichen.Bundestrainer André Brendel zeigtesich im Anschluss sehr zufrieden mitden Leistungen der Athleten. »Erstmalswerden neun Athleten an den weiterenMaßnahmen teilnehmen können. Daszeigt, dass trotz Corona‐Einschränkungenalle mit ihren Trainern gut gearbeitethaben.« | Christel SchlisioFoto: Lena MühlingStiftung Deutscher RollstuhlsportWilfried KleinFon 0281 / 52595stiftungdr@gmx.dewww.stiftung-deutscher-rollstuhlsport.de10Sport + Mobilität mit Rollstuhl 09/2020

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