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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 09/2020

Informationsschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes

ROLlIKIDS.DEStimmen

ROLlIKIDS.DEStimmen zumRollstuhlsportin der Corona-PauseTIMOTIVONn In den Ferien ist Timo mitseiner dicken Outdoor-Bereifungkombiniert mit einem lenkbarenVorspannrad über den Strandgedüst.»FROH, DASs ES WIEDERLOS GEHEN KANn«n Hallo, mein Name ist Jens Weiss.Mein Sohn Willi ist sieben Jahre alt undRollikind. Zum Sport im TV Mainz Laubenheimgehen wir freitags von 15:30bis 17:00 Uhr schon seit gut drei Jahren.Da das Rollstuhltraining mir selbst so WILLIviel Spaß macht, unterstütze ich inzwischendie Trainer etwas. Auf die ganzeFamilie gesehen ist das soziale Drumherumfast genauso wichtig wie für die Kids der Sport selbst. Die meistenMuttis und Papis treffen sich in der Eisdiele beim Kaffeetrinken undkönnen sich in Ruhe austauschen.Ich bin heilfroh, dass drei Tage vor Ende der rheinlandpfälzischenSommerferien eine E‐Mail kam, dass Willis Schule nach den Feriendoch wieder öffnet.Das ist für unseren TVL insbesondere gut, da ab dieser Woche auchunser Training wieder starten soll. Da etwa dreiviertel unserer Kids imVerein auf Willis Schule gehen, hätte ich ein mulmiges Gefühl dabei gehabt,Vereinsaktivitäten anzubieten, wenn aufgrund einer erhöhten Infektionsgefahrdie Schule noch geschlossen ist.Dass auch der Rollisport somit wieder stattfinden darf, gab uns vielAuftrieb. Die Freude, die die Sozialkontakte beim Verein und der Rollisportuns bereiten ist doch enorm groß und für uns wichtig geworden.Um in der Zwischenzeit den Spaß doch etwas hochzuhalten, mussteman sich ganz schön anstrengen.Jens WeissSIMONn Tivon hat sich supergefreut, als er vor denFerien einmal wieder indie Halle gekommen ist.Er hat den Boden geküsstund hat sich mit ausgebreitetenArmen im Kreisgedreht. Er war total ausdem Häuschen. Die Isolationwährend Corona fälltTivon und mir auch sehrschwer. Wir fahren vielFahrrad, was Tivon großeFreude bereitet.Familie Winter16Sport + Mobilität mit Rollstuhl 09/2020

›SPORT FÜR ALlE‹ FEHLT UNSn Corona hat unser aller Leben ganzschön durcheinandergewirbelt. Was Anfangdes Jahres unvorstellbar schien,das Virus hält uns immer noch fest imGriff. Wir, das sind Patrick, Achim, Jana,Mario und ich, Christiane. Alle fünf sindwir seit vielen Jahren fest mit dem Rollstuhlsportverbunden:Patrick, der sich in der ersten Liga imRollstuhlbasketball in Trier mit den bestenSportlern Deutschlands messendarf. Schon seit einiger Zeit darf er wiederunter Corona‐Bedingungen trainierenund hoffentlich auch bald wiederder Spielbetrieb starten kann.Achim, der viele Jahre aktiv Rollstuhlbasketballgespielt hat und nun inCorona‐Zeiten wieder das Handbikeverstärkt nutzt.Jana und Mario, die zusammen mitmir Donnerstagnachmittag zum Rollisportgehen. Nun müssen wir schon seitdem Frühjahr darauf verzichten und dasist besonders für unseren Jüngsten, Mario,sehr schmerzlich. Zu Beginn hat erfast täglich gefragt, wann wir endlichwieder zum Rollstuhlsport gehen, sovielSpaß bereitet ihm unser ›Sport für alle‹.Als Übungsleiter überlegt man sehrgut, ob es möglich ist wieder zusammenzukommen,man trägt ja hier einegroße Verantwortung. Bei den Spielen,die wir in unserer Gruppe spielen,kommt man sich oft sehr nahe, da ist esTRAINING AM DEICH UND VIRTUELlE LÄUFEPATRICK MIT JANA UND MARIOschwer, Mindestabstände einzuhaltenund gerade diese Spiele machendoch so viel Spaß! Gerade überlegenwir, ob wir nach den Ferien wiederstarten können und das große Wiedersehenfeiern können, aber auchhier sind wir stark von den Infektionszahlenabhängig.Bis dahin bleiben wir sportlichaktiv: Papa mit dem Handbike undwir mit dem Fahrrad. Das macht unsauch viel Spaß! Trotzdem freuen wiruns wieder sehr darauf, durch dieHalle zu fetzen – und vor allem freuenwir uns wieder riesig darauf, Patrickund die Doneck Dolphins Trierlive anzufeuern!Christiane Rennern Mit den Schulschließungen am 16. März 2020 erfolgte unmittelbar die Schließungaller Sportstätten und somit war kein Rollstuhltraining mehr möglich. Glücklicherweisehatten meine Rennrollstuhltrainer Gudrun und Heinrich Köberle mir inder Coronazeit einen neuen Schnellfahrstuhl nach Hause geschickt, weil mein alterzu klein war. Ich war nun in der Lage, jeden zweiten Tag mit meiner Mutter, die Inlinerfuhr, am Ems‐Deich zehn bis 15 km zu trainieren. Das war eine schöne Abwechslungzum Homeschooling, denn das Wetter war immer gut. Besonders Spaß gemachthaben mir die virtuellen Läufe, die ich mit vielen Sportlern aus meinem Team›Go for Tokyo‹ absolviert habe. Es ging von Oldenburg über Stuttgart nach Amtzellzum Lauf für ›Ärzte ohne Grenzen‹. Ein besonderes Highlight war der ‹Golden CoastLauf‹ in Australien über fünf und zehn Kilometer für mich. Zum Ende meiner Sommerferienhatte ich einen Lehrgang in Nottwil in der Schweiz mit anschließenderSchweizer Juniorenmeisterschaft. Endlich konnte ich meine Teamkollegen und Trainerlive sehen und hatte einen spannenden echten Wettkampftag, den bisher einzigenin der Coronazeit.Simon SniedersJOHN»Im Namen der DRS-Rollikids möchte ich michbei allen engagiertenÜbungsleitenden und beiden Eltern für ihrenEinsatz auch während derZeit der starken Ein -schränkungen aufgrund derPandemie herzlichbedanken.«Ute Herzogn »Während der Hallensportpausehabe ich einige Male Tennis gespieltauf dem Sandplatz draußen. Ich binsehr froh, dass das Rollstuhlbasketballtrainingnun wieder losgeht.«LEO(Archivbild vor Corona)n Ich habe es sehr vermisst, meineFreunde beim Sport zu sehen und gemeinsamFitnesstraining zu machen.In der Schule haben wir ein Spielnamens Schmetterball gespielt. Daswird mit Federballschläger undFederbällen gespielt. Die Spieler versuchenandere mit dem Federball abzutreffen(wichtig dabei: nur denKörper unterhalb des Kopfes treffen).Sport + Mobilität mit Rollstuhl 09/2020 17

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