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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 10/2020

Informationszeitschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes

Menschen mit

Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben:Erneut lädt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienstund Wohlfahrtspflege (BGW) Fotoschaffendezur Auseinandersetzung mit diesem Themaein. Der Wettbewerb leistet einen Beitrag zurInklusion und damit zur Umsetzung derUN-Behindertenrechtskonvention.Ausgelobt sind Preisgelder von insgesamt22.000 Euro.Teilnahme: 31.07. bis 30.11.2020www.bgw-online.de/fotowettbewerb

MENSCHENund auch ganz real. Sam natürlich auch,genau genommen über 200 Mal. Er istGuide und kennt an Meru und Kili jedenStein. Er gibt das Signal zum Abbruchund so bleibt ein Teil der Gruppe zurückund steigt ab zur Hütte. Mist, verdammter,die Enttäuschung ist groß.Alles ›hakuna matata‹,alles kein ProblemDie, die weitergehen, setzen weiter Fußvor Fuß. ›Polepole‹, sagen die Guides,immer schön langsam, dann ist alles hakunamatata, alles kein Problem. AuchSantos ist noch dabei, wandert ohne seineOrthesen in einfachen Sportschuhen,gibt nicht auf, behält seine gute Laune,ist immer für ein Schwätzchen bereit,auch im steilen Anstieg. Auch Ina ausStockholm macht weiter. Sie hat einTeam von Trägern und Helfern gefunden,das sich gut eingespielt hat und gemeinsamschieben sie sich Stück fürDer Weg ist mühsam. Nur nochdrei Tage bis zum Gipfel …Stück, Kurve um Kurve, Stunde um Stundeder nächsten Hütte entgegen. IhreSchiebegriffe, ihr Vorsatzrad, ihr Trainingund ihr eiserner Wille machen sichbezahlt. Ihre Mutter Liso sorgt für diegute Stimmung. Sie hat extra einen Songgetextet und macht den DJ, mitten amBerg. Mama Meru wird schnell ihr Spitzname.So wird weiter gesungen, getanzt,geschoben und geschwitzt, all the wayto the summit.… und wieder hinunter.Mit vereinten Kräften über denschmalen Pfad.Doch vor der Gipfeletappe darf nocheine Nacht ausgeruht werden. Na gut,eigentlich ist es nur eine halbe Nacht,denn schon kurz nach Mitternacht werdenalle schon wieder geweckt, es gibtTee, Porridge und Popcorn, tansanischesHütten‐Frühstück wie an jedemMorgen, diesmal eben schon früh umzwei. Macht nichts, vor Aufregung kriegenso manche sowieso kein Auge zu.Und dann geht’s los auf das letzte Stück,mit eingeschalteter Stirnlampe, in dickeJacken gepackt, mit Handschuhen, demSonnenaufgang und dem Gipfel entgegen.Musah hat von alldem noch keine Ahnung.Der Mt. Meru und die bunte Gruppe,die sich mitten in der Dunkelheit liebersteile Bergpfade hochstemmt alsFotos: Haydom friends e. V.Sport + Mobilität mit Rollstuhl 10/2020 13

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