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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2018

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Informationsschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes

SPORT VOR ORT Horst

SPORT VOR ORT Horst Strohkendl (l.) beim Bernd-Best- Turnier 2015. Foto: DRS-Archiv Das ›Bernd-Best‹ findet im nächsten Jahr wieder in Köln statt. Ursprünglich als Rollstuhlbasketball-Turnier ins Leben gerufen, wird seit fast zwei Jahrzehnten Rollstuhlrugby gespielt. 2019 findet es erstmals ohne Horst Strohkendl statt. BERND-BEST-TURNIER 2019I Erfolg auf Rädern Horst Strohkendl förderte und prägte die Entwicklung des Rollstuhlsport auf nationaler und internationaler Ebene und war eng mit dem Bernd-Best-Turnier verbunden In diesem Sommer ist ein Pionier des Rollstuhlsports gestorben. Die Überzeugung, dass jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten erfolgreich sein kann, lebt weiter. »Die Mitglieder brauchen Erfolgserlebnisse«, sagte Horst Strohkendl. Er starb am 19. August 2018 mit 76 Jahren und hinterlässt ein Lebenswerk, das den Rollstuhlsport in Deutschland maßgeblich vorbrachte. »Er hat sich für den Rollstuhlsport und für den einzelnen Rollstuhlfahrer engagiert«, erzählt Ümmügül Yilmaz. Die heute 48‐jährige kennt Strohkendl seit ihrem zehnten Lebensjahr, arbeitete seit 2010 mit ihm im Vorstand des Rollstuhlclubs Köln. »Horst gehörte zu den wichtigsten Persönlichkeiten des Vereins. Er war 1969 Gründungsmitglied des RSC und blieb bis zum Ende aktiv dabei« sagt sie. FÄHIGKEITEN STATT SCHWÄCHEN Der gelernte Pädagoge Strohkendl begann 1967 ein Diplomstudium mit Sonderfach Behindertensport an der Deutschen Sporthochschule Köln. Damals wurden Menschen mit Behinderung oft nicht als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft gesehen. Strohkendls Mission wurde es, das zu ändern. Er sagte bereits damals: »Wir sollten darauf gucken, was Menschen mit Behinderung können und nicht darauf, was sie nicht können.« Als Mittel dafür entdeckte er den Sport. »Er hat gemerkt, dass frisch Verletzte, die unter ihrem Schicksal leiden, beim Sport ihre verbliebenen Fähigkeiten einsetzen können«, sagt Yilmaz. Um den Sport zu fördern gründete er mit engagierten Wegbegleitern 1977 den Deutschen Rollstuhlsportverband. SPORT FÜR DIE ÖFFENTLICHKEIT Ein Projekt, um den Rollstuhlsport bekannter zu machen, war das Bernd‐Best‐ Turnier. Der 1972 von ihm und anderen initiierte Rollstuhlbasketballwettbewerb machte den Sport bekannt. »Horst war immer im Organisationsteam und hat sich von der ersten Minute für das Bernd‐Best‐ Turnier engagiert«, sagt Yilmaz. 1999 entschied er mit anderen Mitstreitern, die Sportart zum Rollstuhlrugby zu wechseln, um diesem damals jungen Sport mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Seit nun fast zwei Jahrzehnten findet das Turnier im Rollstuhlrugby statt. 2019 zum ersten Mal ohne Horst Strohkendl. EXPERTEN IN EIGENER SACHE »Horst hat sich dafür eingesetzt, dass die Menschen Experten in eigener Sache wurden«, sagt Yilmaz. Er entwickelte mit anderen ein Konzept für Mobilitätskurse und bildete Nachwuchs in Übungsleiterkursen aus. Dort lehrte er zuerst das Rollstuhlfahren. Währenddessen brachte er seinen Schülern auch bei, wie sie Menschen für den Rollstuhlsport begeistern können. »Keiner soll die Halle ohne ein Erfolgserlebnis verlassen«, war sein bewährter Tipp, um Menschen für den Sport zu gewinnen. Dieses Konzept setzte er in seinen Übungsleiterstunden ein und verbreitete es weltweit. »Sportgruppen aus Uganda, Brasilien und Japan luden ihn ein, um Rollstuhlsport zu lehren«, weiß Yilmaz Nach seinem vierzigjährigen Wirken muss Strohkendl nun all seine Projekte seinem Nachwuchs überlassen. »Wir können nur versuchen, dass was er geschaffen hat, so gut wie möglich weiterzuführen«, sagt Yilmaz. Die Voraussetzungen sind gegeben und die Motivation bei seinem Nachwuchs hoch, denn jeder erinnert sich an sein persönliches Erfolgserlebnis mit Horst Strohkendl. Hannah Hofer 14 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2018

Risiko Harnwegsinfekt. Hollister Einmalkatheter schützen zweifach. Bei Betroffenen, die an einer neurogenen Blasenentleerungsstörung leiden, kann es durch Kontaminierung bei der Katheterisierung zu häufigen Harnwegsinfekten kommen. VaPro-Schutz durch 100 % berührungsfreie Anwendung: 1. Bewährte Schutzhülse: • hilft den Katheter vor dem Kontakt mit Keimen und Bakterien im Eingangsbereich der Harnröhre zu schützen • minimiert das Risiko eines Bakterientransfers in die Harnblase 2. Sterile Folienumhüllung: • ermöglicht die berührungsfreie und sichere Anwendung und reduziert zudem das Risiko eines Bakterientransfers in die Blase • schützt den Katheter signifikant vor Kontamination mit Keimen und Bakterien * * Hudson, E., Murahata, R. I.: The "no-touch" method of intermittent urinary catheter insertion: can it reduce the risk of bacteria entering the bladder? Spinal Cord, 2005; 611–614 Rufen Sie uns an unter 0800 / 1 01 50 23 (gebührenfrei) oder besuchen Sie uns auf www.hollister.de. Kontinenzversorgung People First

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