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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2019

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Informationsschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes e. V.

KLINIK + SPORT Dritte

KLINIK + SPORT Dritte angewiesen. Eine Unterstützung zum Erreichen der Sportstätten, sei es durch einen zentralen Abholdienst oder eine finanzielle Bezuschussung der Fahrtkosten, gerade beim Einstieg in den Rollstuhlsport, fände ich wünschenswert. Im Bereich des Elektrorollstuhlsports haben wir in Thüringen derzeit nur wenige Angebote. Hier wünsche ich mir schon auch eine entsprechende Entwicklung. Welche Sportart interessiert Sie und was sind Ihre eigenen sportlichen Ziele? Axel Goletz: Ich fahre in meiner Freizeit noch Alpin Ski, spiele noch etwas Fußball und nehme mit meinem Team auch an dem einen oder anderen Altherrenturnier teil. Wenn wir dabei nicht letzter werden und ab und an mal einen Pokal mit nach Hause nehmen, sind unserer Ziele schon erreicht. Wichtig ist der Spaß an der Bewegung und am Spiel. Aber der Spaß steigt natürlich auch mit den Erfolgen. Gern schaue ich auch beim Turnen zu, denn da liegen meine sportlichen Wurzeln, und ich bin immer wieder begeistert, welche neuen Elemente unser Körper so zulässt. Ich bin schon zufrieden, wenn bei mir der Handstand noch funktioniert. Ansonsten gilt für mich ein aktiver Lebensstil mit ausreichend Bewegung. Zentraklinik Bad Berka n Die Zentralklinik Bad Berka, ein Unternehmen der Rhön‐Klinikum AG, zählt sich zu den modernsten Kliniken Deutschlands. »Mit insgesamt 21 Fachkliniken und Fachabteilungen gehören wir zu den großen Thüringer Kliniken – 2015 beisspielsweise von der ›Thüringer Allgemeinen‹ ausgezeichnet als ›Beste große Klinik‹ im Freistaat« heißt es im Begrüßungstext auf der Klinikwebsite. Die Klinik beschäftigt 1.800 Mitarbeiter*innen und betreut unter dem selbstgesetzten Anspruch »Menschlichkeit, Innovation und Behandlungsexzellenz« jährlich rund 40.000 Patienten. Zum Querschnittgelähmten‐Zentrum gehören zwei Stationen mit insgesamt 64 Betten, einschließlich einer hochspezialisierten neuro‐urologischen Funktionsdiagnostik. Quelle: www.zentralklinik.de Foto: Zentral Klinik Bad Berka Danke für das Gespräch. BARRIEREFREI Erleben Sie die unverwechselbare Lage im Grünen bei einem erholsamen oder aktiven Aufenthalt. Das BARRIEREFREIE HOHENWART FORUM ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge oder Geschäftstermine. Im Hohenwart Forum begegnet sich eine bunte Vielfalt von Menschen. Seien Sie ein Teil davon und tragen zu dieser besonderen Atmosphäre bei. HOHENWART FORUM Schönbornstr. 25 • 75181 Pforzheim-Hohenwart • Telefon: 07234 - 606 - 0 • www.hohenwart.de 18 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2019

FACHBEREICHE Fotos: Ute Herzog PARA-EISHOCKEY Stefan Steurer verstärkt das DRS-Team Kurzvorstellung des neuen FB-Vorsitzenden ÜBUNGSLEITERFORTBILDUNGI ROLLSTUHLFÜHRERSCHEIN MIT DEN DRS ROLLIKIDS Mit 22 Teilnehmenden aus ganz unterschiedlichen Berufsgruppen, mit und ohne Eigenerfahrung, war die Fortbildung gut ausgebucht. Es kamen altbekannte und neue Leute kreuz und quer aus Deutschland angereist sowie eine Teilnehmerin aus Österreich. Es gab zwei vollgepackte intensive Fortbildungstage sowie ein Abendprogramm auf der Kölner Domplatte mit Discolight und Tanzeinlage und für die Neulinge die Führerscheinprüfung zum Abschluss. Dazu ein Bericht der Teilnehmerin Ela Wachendorf: n Es ist Samstagfrüh in einer Sporthalle der Sporthochschule in Köln. Wir betreten einen Raum, in dem wir als einzige (noch) stehen. Schnell werden wir in die freien Rollstühle gebeten, um ein erstes Gefühl zu bekommen. Geradeausfahren – das kann ja nicht sonderlich schwer sein – denke ich und mache erst mal wirre Kurven bis ich mehr oder weniger in einer Reihe mit allen anderen bin. Ziemlich unsicher fühle ich mich zu Beginn dieses Wochenendes und auch dankbar für das hintere Stützrad. Wir sind zu zweit aus Lüneburg angereist, um von Ute Herzog und Susanne Bröxkes in die Welt der Rollstuhlversorgung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eingeführt zu werden. Wir sind eigentlich Stand Up Paddler und aktiv im SUP & Outdoorverein Lüneburg. Seit eineinhalb Jahren leiten wir ein Projekt, bei dem jeder mit seinem eigenen Rollstuhl auf einem extra dafür entwickelten SUP mitpaddeln kann – eine Art Sit Up Paddlen. In entspannter Atmosphäre wird ein volles Programm spielerisch umgesetzt und die Zeit vergeht wie im Flug. Neben viel technischer Information rund um die richtige Einstellung, Anpassung und möglichst frühe Versorgung gerade bei Kindern haben wir gelernt den Rollstuhl richtig zu nutzen; Fahren, Kippeln, Stufen überwinden. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das in so kurzer Zeit lernen könnte und mich auch ohne das hintere Stützrad sicher fühle. Geholfen hat mir eine gute Anleitung, Geduld aller Beteiligten und besonders die Hilfestellung durch die Teilnehmer, die selbst Rollstuhlfahrer sind. Wichtig war es mir aber auch zu wissen worauf ich bei unserem Inklusionstraining achten sollte. Hilfe ist nicht gleich Hilfe und durch meine neue Sicherheit kann sich mein Gegenüber auch sicher fühlen. Ich habe gelernt mit welchen wenigen und teils kleinen Aktionen ich Rollstuhlfahrern assistieren kann, ohne ihnen dabei ihre Selbständigkeit zu nehmen. Mit wahnsinnig großartigen neuen Bekanntschaften, Muskelkater und einem Rollstuhlführerschein in der Tasche sind wir zurück in den Norden gefahren und freuen uns schon auf das nächste Training. Ela Wachendorf Stefan Steurer ist neuer Leiter des Fachbereichs Para-Eishockey. n Stefan Steurer ist neuer Leiter des Fachbereichs Para‐Eishockey und tritt damit die Nachfolge von Christian Jaster an. Der Vater von zwei eishockeybegeisterten Söhnen stellt sich selbst kurz vor: »Vor zehn Jahren bin ich über meine Söhne erstmalig mit der Sportart in Kontakt gekommen. Seit nunmehr gut sechs Jahren habe ich verschiedene Funktionärsaufgaben in unserem Verein übernommen. Derzeit bin ich der 1. Vorsitzende der ESV Dachau ›Woodpeckers‹. Früh war uns im Vorstand klar, dass man neben der wichtigen Jugendarbeit auch die Integration von Menschen mit einer Behinderung vorantreiben muss. So ist es uns gelungen, eine Abteilung für Para‐Eishockey aufzubauen. Seit einigen Jahren richten wir jeweils ein Spieltagsturnier für die Deutsche Para‐Eishockey Liga (DPEL) aus. Die Begeisterung, der Einsatz und die Dankbarkeit der Sportler beeindruckt mich immer wieder und daher habe ich mich entschlossen, auch auf Verbandsebene mitzuarbeiten. Quelle: rollstuhlsport.de Fotos: Klaus D. Herzog Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2019 19

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