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Kirchenbote März, April 2017

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Oktober 2016 (Christian

Oktober 2016 (Christian Preuß, Jochen Hahn, Rüsseina) musste wegen kriegerischen Zuständen um Addis Abeba abgebrochen werden. So entschloss sich der Verein, im Januar erst einmal in kleiner Gruppe den Blitzschaden zu besehen und ggf. zu reparieren. So waren wir (Helfried Vater, Choren, Jürgen Mummert, Dresden und ich/J. Hahn) vom 21. – 29. 1. 2017 auf Reisen mit unbestimmtem Ausgang, da wir den Umfang des Blitzschadens nicht kannten. Sehr spannend wieder die Zolldurchleuchtung auf dem Flughafen in Addis: Ich habe da jedes Mal furchtbare Herzklopfen, weil man den Zöllnerlaunen vollkommen ausgeliefert ist und es dabei richtig teuer werden kann. Unter Ausnutzung chaosbedingter Ablenkungen der Zöllner schleusten wir – olsenbandenreif – unsere Koffer unbesehen durch. "Seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben" (Die Bibel). In Bergdorf Tula (230 km südlich von Addis Abeba, 3000 m hoch gelegen) angekommen, wurden wir herzlich begrüßt. Nach erster Besichtigung der Elektrozentrale legte sich unsere Spannung. Die Schäden waren (durch indirekten Blitzschlag dorfseitig) begrenzt geblieben, und wir hatten einen guten Riecher mit dem, was wir an Ersatzgeräten mit hatten. So konnten wir nach vier Tagen den Strom Stück für Stück wieder zuschalten. Was für eine Freude in den Hütten! Während wir im E-Haus reparierten, wiesen wir die Dorfleute an, ein zweites Haus zu bauen, auf dessen Dach später die Solarerweiterung montiert werden soll. In nur 5 Stunden (!) stand das Gebäude (Holzbohlenwände, ohne Lehm, Wellblechdach, aber ziemlich stabil). So konnten wir etwas sonnengerötet und ausgetrocknet (15-30% Luftfeuchte) wieder nach Hause fahren. Wir sind alles in allem dankbar, wie es gelaufen ist. Im kommenden Jahr (Januar) wollen wir dann die Solarerweiterung und den Anschluss eines letzten Dorfteiles vornehmen. Wer mitkommen will ist herzlich dazu eingeladen! Danke allen Spendern, die die Fortführung dieses interessanten Projektes immer wieder möglich gemacht haben. Jochen Hahn.

Wer ist man als Christ? Wöchentlich bekommen Gemeindeglieder eine kleine Andacht per E-Mail zugeschickt, die in Verantwortung des Gebetskreises Wendischbora verfasst und verschickt wird. Kürzlich begegnete uns darin ein Text nach einem Gedicht von Carol Wimmer. Die Andachten sind zu beziehen auf Anfrage über Tabea Benedikt jt.benedikt@arcor.de . Wenn ich sage „Ich bin Christ“, dann schreie ich nicht hinaus „mein Leben ist sauber. Vielmehr flüstere ich „ich war verloren, aber ich wurde gefunden und mir wurde vergeben.“ Wenn ich sage „Ich bin Christ“, dann sage ich dies nicht mit selbstgefälligem Stolz. Vielmehr bekenne ich, dass ich immer wieder stolpere, mich verirre und Christus als meinen Reiseführer brauche. Wenn ich sage „Ich bin Christ“, dann versuche ich nicht um jeden Preis stark zu sein. Vielmehr bekenne ich, dass ich schwach bin und seine Kraft brauche um weiterzugehen. Wenn ich sage „Ich bin Christ“, dann gebe ich nicht mit meinem Erfolg an. Vielmehr gebe ich zu, dass ich immer wieder versage und Gott brauche, um mein Durcheinander in Ordnung zu bringen. Wenn ich sage „Ich bin Christ“, dann behaupte ich nicht perfekt zu sein. Dazu sind meine Mängel viel zu offensichtlich. Und doch glaubt Gott, dass ich es wert bin. Wenn ich sage „Ich bin Christ“, dann erlebe ich immer noch Schmerzen, Kummer und Enttäuschungen, aber ich trage sie zu Gott. Ich strecke mich aus nach seiner Hilfe, weil ich weiß, dass ihn kümmert, was mich kümmert. Wenn ich sage „Ich bin Christ“, dann bin ich nicht heiliger als du, ich habe kein Recht zu richten. Ich bin selbst bloß ein einfacher Sünder, der irgendwie Gottes Gnade empfangen und seine Liebe am eigenen Leib erfahren durfte.

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