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Impressum INform 28.500 Haushalte in der Regio exklusiv beschickt... Herausgeber Roland Schönberg 79189 Bad Krozingen-Tunsel redaktion@schoenschrift.com http://magazin.schoenschrift.com Gedruckte und verteilte Auflage: 28.500 Exemplare. Änderungen & Irrtum vorbehalten! Keine Haftung für Text-/Bildbeiträge. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen! Alle Texte, Bilder und Infos entnehmen wir den jeweiligen Presseinformationen. Für unaufgefordert zugesandte Texte, Bilder und Infos übernehmen wir keine Gewähr. 2

Zentrale Rolle des Glaubens Neujahrsempfang im Loretto-Krankenhaus Zu Beginn eines Jahres stellt sich die Frage nach dem Kompass, der Entscheidungsträgern die richtige Richtung zeigt. Beim Neujahrsempfang des RKK Klinikums im Loretto-Krankenhaus wurde das Thema „Glaube und Politik“ aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Ministerpräsident a. D. Prof. Dr. hc. (mult.) Erwin Teufel würdigte in seinem Impulsvortrag den Ordenskrankenhäusern eigenen inneren Geist des Vertrauens und betonte, dass gelebte Nächstenliebe auch und gerade in der Politik und in der Gesundheitsversorgung eine zentrale Rolle spielen sollte. Auch der Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn stellte in seinem Grußwort fest, dass Ordenskrankenhäuser wie das RKK-Klinikum eine große Bereicherung für unsere Gesellschaft sind. In seiner Begrüßung stellte RKK- Klinikum-Geschäftsführer Bernd Fey das Leitbild des Hauses vor. Es spiegelt wieder, dass das RKK Klinikum ein gemeinnütziges Unternehmen ist, dessen Gesellschaftern Renditerwartungen und „shareholder value“ fremd sind und die verfügbaren finanziellen Mittel ausschließlich in die bestmögliche Patientenversorgung investieren. Er stellte fest, dass die Gesundheitspolitik diesem Bemühen Grenzen setzt: „In der guten Absicht die Kosten des Gesundheitswesens für die Gesellschaft zu begrenzen, wird leider übersehen, dass der Nutzen, den gute Medizin stiftet, sich nicht ausreichend in der Finanzierung unserer Arbeit wiederspiegelt. Es ist falsch, Medizin nur aus Kostengesichtspunkten zu betrachten; richtig ist vielmehr, den hohen Nutzen zu erkennen, den gute Medizin stiftet.“ Gerade weil es mittlerweile Anzeichen und damit Hoffnung gibt, dass eine Wende versucht wird, wünschte er sich für das noch junge Jahr 2019 von den politisch Verantwortlichen vor allem mehr Vertrauen in die Krankenhäuser. „Wir brauchen Grundüberzeugungen und ein Vertrauen auf Gott“, stellte Erwin Teufel fest und ergänzte: „Glaube muss man aus Überzeugung leben.“ Die Frage, was ihn als Mensch und als Politiker geprägt habe, beantwortet Erwin Teufel mit der grundlegenden Erfahrung der Barmherzigkeit Gottes. Erwin Teufel erläuterte diese Aussage anhand von Bibelstellen und stellte dabei heraus, dass Jesus Christus seinen Jüngern Gott als den bedingungslos Liebenden erschlossen hat. Er erzählte, wie Jesus in den Evangelien auf die Frage eines Schriftgelehrten nach dem höchsten Gebot antwortete, er solle Emotionale Wunden heilen Mehrstufiges Behandlungskonzept im Sigma-Zentrum Geschäftsführer Bernd Fey Gott von ganzem Herzen, ganzer Seele, mit allen Kräften und von ganzem Gemüt und seinen Nächsten wie sich selbst lieben. Konkretisiert wurde diese Aufforderung mit dem zweiten Gleichnis, nach dem ein Mann auf der Straße von Jericho nach Jerusalem überfallen wurde und ein Priester verweigerte ihm jede Hilfe. Auch ein Levit, der an die Stelle kam und den Mann sah, ging auf der anderen Straßenseite vorbei. Ein ebenfalls vorbei kommender Samariter hingegen half dem Unglücklichen. Weder der Priester noch der Levit seien in diesem Fall seine Nächsten gewesen, sondern der Samariter, der an ihm die Barmherzigkeit geübt habe. Oberbürgermeister Martin Horn stellte heraus, dass bei den Ordensschwestern der kranke Mensch 3 im Mittelpunkt steht und sie die werteorientierte Kultur der Ordenskrankenhäuser prägen. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des RKK Klinikums dankte er für ihren täglichen Dienst am Menschen und die gelingende Verbindung von Spitzenmedizin mit der für den Erfolg einer Therapie oft entscheidenden persönlichen Zuwendung. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Qualität und Wirtschaftlichkeit sprach er den Verantwortlichen des RKK Klinikums seine Anerkennung dafür aus, der universitären Klinik für Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin bereits im Januar 2016 die medizinische Verantwortung für die pädiatrische Versorgung in der Kinderklinik St. Hedwig im St. Josefskrankenhaus übertragen und damit die Basis geschaffen zu haben, dass die Freiburger Kinderkliniken erfolgreich zusammenwachsen. Martin Horn, Erwin Teufel und Oberin Schwester Edeltraud Wenn ein Mensch etwas erlebt, das seine Anpassungs- und Bewältigungsstrategien überfordert, wird automatisch sein Stresssystem aktiviert. Bei einer „Posttraumatischen Belastungsstörung“ (PTBS) dauern die seelischen Schmerzen an – oft über Jahre und Jahrzehnte – und ziehen massive, z. T. auch akute Symptome nach sich wie z. B. Unfähigkeit, Reize zu verarbeiten, Desorientierung in bestimmten Situationen (Dissoziation), Rückzug, innere und äußere Unruhe. Vor einer Trauma-Bearbeitung gilt es unbedingt, die betroffenen Personen psychisch zu stabilisieren und u. a. eine Ressourcenaktivierung einzuleiten. Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen hat dazu ein mehrstufiges Behandlungskonzept entwickelt, bei der die Traumabehandlung so dosiert wird, dass die psychische Verarbeitungsleistung des Patienten nicht überschritten wird. Stressreaktionen sind ein genetisch verankertes, überlebensnotwendiges und automatisiertes Reaktions- und Verhaltensprogramm, das mit körperlichen Symptomen verbunden ist. Charakteristisch für die Entwicklung eines Posttraumatischen Belastungssyndroms ist u. a. der Umstand, dass die psychische Anspannung des Menschen nach Stunden oder Tagen nicht nachlässt, da die Person nicht in der Lage ist, das Erlebte psychisch zu verarbeiten. In Folge dessen kann es nicht in die Erfahrungswelt integriert werden und in das Langzeitgedächtnis übergehen. Es wird nicht zur Erinnerung. Damit das Erlebte nicht ständig präsent ist, bleibt der Psyche nur die Möglichkeit, das Unverarbeitete abzuspalten. Die Intensität der Abspaltung variiert. Im extremen Fall ist sie dem Bewusstsein nicht mehr zugänglich. Durch Auslöser (Trigger) kann die unbewusste Erinnerung jedoch plötzlich und unerwartet wieder aktiviert werden. Dies kann über alle Sinnes. organe (Augen, Ohren, Nase, Haut) geschehen. In Folge davon tauchen die Bilder der Ereignisse unvermittelt auf und/oder die damit einhergehenden Gefühle und/oder Körperreaktionen stellen sich ein. Die Person wird dann davon überflutet, da dies unwillkürlich passiert und sie keinen Einfluss darauf hat. Sie hat das Gefühl, als ob der traumatisierende Vorgang „jetzt“ (wieder) passierte. Daher stellen sich dann auch damit einhergehende Stressreaktionen wieder ein, wie beim Erleben des Traumas selbst. „Bei der Behandlung von Traumafolgestörungen geht es darum, dass die betroffene Person darin unterstützt wird, das traumatische Geschehen zu verarbeiten, damit es integriert werden kann und somit zur Erinnerung wird“, erläutert Prof. Dr. Christoph Bielitz, Ärztlicher Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen. Das mehrstufige Behandlungskonzept des Sigma-Zentrums besteht in der Regel aus mindestens zwei 50-minütigen Einzelgesprächen pro Woche, zwei Sitzungen intensiver Körperpsychotherapie, der Teilnahme an der speziell für traumatisierte Menschen konzipierten Stabilisierungsgruppe, fakultativ der Teilnahme an Gestaltungstherapie, Musiktherapie, Tanz- und Bewegungstherapie und an Entspannungsverfahren. Parkanlage der Klinik (Sigma-Zentrum) Professor Dr. Christoph Bielitz