Aufrufe
vor 1 Woche

Nr. 3 April/Mai 2018

  • Text
  • Schweizer
  • Hausapotheke
  • Gruppe
  • Menschen
  • Kinder
  • Zeit
  • Familie
  • Eltern
  • Wirkung
  • Schwangerschaft
Damit der Frühling schön und farbenfroh wird, hat der Osterhase mit der übriggebliebenen Eierfarbe den Himmel bemalt. Mit der vorliegenden Ausgabe wünschen wir Ihnen den einen wundervoll bunten Start in die warme und helle Zeit des Jahres!

Führung und Rollen Ganz

Führung und Rollen Ganz wichtig in einer Gruppe ist selbstverständlich auch die Führung. Erstens sollte es klar sein, wer die Gruppe führt und zweitens sollte die Führung von allen akzeptiert sein. Nur dann kann eine Gruppe funktionieren. Klar ist auch, dass die führende Person nicht wie ein Diktator über die Gruppe herrscht und eisern an seiner Rolle klebt, sondern möglichst flexibel bleibt, dass er auch Aufgaben delegieren kann, alle Beteiligten ernst nimmt und in wichtige Entscheidungen einbezieht. In jeder Gruppe und in jedem Team gibt es eine Sozialordnung, eine so genannte «Hackordnung». Das gilt für eine Elefantenherde oder ein Wolfsrudel genau so wie für menschliche Gruppen. In einer Gruppe übernimmt jedes Mitglied, bewusst oder unbewusst, eine bestimmte Rolle. Der Wiener Psychotherapeut Raoul Schindler hat darüber eine mittlerweile weltweit anerkannte Theorie veröffentlicht. In jeder Gruppe übernimmt jemand die so genannte «Alpha-Rolle». Alpha entscheidet, führt, leitet und vertritt die Gruppe gegen aussen. Die «Omega-Rolle» ist der klassische Sündenbock. Er dient als Blitzableiter und er erhält die negativen Gefühle. In der «Beta-Rolle» sind all jene, die sich etwas am Rand aufhalten und meist eine gute Beziehung zu Alpha pflegen. Sie üben keine Machtkämpfe aus und konkurrieren nicht mit Alpha. Schliesslich bleibt noch die «Gamma-Rolle». Das sind die stillen Schaffer, die Mitläufer. In der Gesellschaft sind dies die Menschen aus der viel zitierten «schweigenden Mehrheit». Wer jetzt aber glaubt, dass irgendeine von diesen Rollen besser oder schlechter sei als eine andere, der irrt sich. Eine Gruppe braucht alle diese Rollen. Wichtig ist nur, dass diese Rollen transparent gemacht werden und dass man bewusst damit umgeht. zu handeln heisst noch nicht, motiviert zu sein zum Handeln.» Das heisst: Eine Gruppe kann nur dann gut funktionieren, wenn die Aufgaben und die Ziele klar definiert sind und wenn dabei sämtliche Mitglieder der Gruppe die Aufgaben und die Ziele nicht nur verstanden haben, sondern sich auch damit identifizieren können und wissen, was jetzt konkret zu tun ist. Während die Formulierung eines Ziels bei einer Fussballmannschaft kaum ein Problem darstellt, ist das bei einer Musikgruppe, in einem Verein oder in einer politischen Partei schon deutlich schwieriger. Lange und mühsame Diskussionen sind manchmal notwendig und nicht selten verabschieden sich Mitglieder aus einem Team, weil sie sich mit den Zielen oder der Vorgehensweise nicht (mehr) identifizieren können. Klima Von zentraler Bedeutung in einer Gruppe ist das Klima. Ist dieses angespannt, so wird es schwierig für die Gruppe, ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Das ist übrigens gar nicht selten. Leistungsfähig ist eine Gruppe nämlich nur dann, wenn eine entspannte Atmosphäre herrscht. Idealerweise kann eine Gruppe auch miteinander lachen. Das fördert den Zusammenhalt und die gegenseitige Akzeptanz. Das ist vor allem dann wichtig, wenn gemeinsame Entscheidungen getroffen werden müssen. Meinungsverschiedenheiten in einer Gruppe sind absolut normal. Die Frage jedoch ist immer, wie die Mitglieder einer Gruppe damit umgehen können. Ist eine Gruppe nicht fähig, Meinungsverschiedenheiten zu diskutieren und vielleicht sogar daraus einen Nutzen zu ziehen, so sind massive Konflikte die Folge. 24 Schweizer Hausapotheke 3-2018 Kommunikation Kennen Sie das auch? Sie sind Teil einer Gruppe und Sie merken plötzlich, dass nur noch übereinander und nicht mehr miteinander geredet wird. A beklagt sich bei C über B, C lästert bei B über A und B schimpft bei A über C. Wenn plötzlich nur noch übereinander statt miteinander geredet wird, dann ist das Ende einer Gruppe nicht mehr fern. In einer gut funktionierenden Gruppe ist die Kommunikation offen und spontan, sie fliesst in allen Richtungen, niemand hat Angst, seine Meinung zu vertreten, Kritik wird nicht versteckt, sondern offen vorgebracht, sie wird nicht als persönlichen Angriff aufgefasst, sie ist konstruktiv und hat zum Ziel, Hindernisse auf dem Weg zu einer erfolgreichen Lösung zu beseitigen. Ganz schwierig wird es nämlich dann, wenn Meinungsverschiedenheiten vorliegen und man nicht offen darüber redet. Konflikte beginnen zu schwelen und irgendwann kommt es zum Zusammenbruch. Unausgesprochene Konflikte sind das gefährlichste Gift für eine Gruppe. Team-Entwicklung Egal ob im Sport oder am Arbeitsplatz, eine Gruppe unterliegt immer einem Veränderungsund Wachstumsprozess. Eine Gruppe muss sich immer zuerst finden, sich kennen lernen und sich organisieren. Das läuft zwar nicht ganz bei allen Gruppen genau gleich ab, trotzdem gibt es bei vielen Gruppen eine grundsätzlich ähnliche Entwicklung. In der ersten Phase (Testphase) sind die Mitglieder höflich, nett, noch etwas unpersönlich, leicht gespannt und vorsichtig. Man beobachtet und wartet ab. Irgendwann beginnt dann die zweite Phase (die Sturmphase). Dabei entstehen Konflikte und Konfrontationen. Es werden eventuell Cliquen gebildet, es entsteht ein Gefühl der Ausweglosigkeit, man kommt nur mühsam voran. In der Folge entscheidet sich dann, ob eine Gruppe zu Grunde geht oder erst wirklich eine funktionierende Gruppe wird. Die dritte Phase (Orientierungsphase) ist gekennzeichnet durch die Entwicklung neuer Umgangsformen und Verhaltensweisen. Wenn das dann geklappt hat, so erreicht die Gruppe die vierte Phase (Integrationsphase) und ist dann wirklich auch arbeits- und leistungsfähig. Sie tritt geschlossen als Gruppe auf, die Mitglieder sind flexibel, offen, konfliktfähig, solidarisch und hilfsbereit. Bis eine Gruppe soweit ist, kann es manchmal ziemlich dauern. Und sobald es auch nur einen Wechsel in der Gruppe gibt, beginnt dieser Wachstumsprozess wieder von vorne. Die Entwicklung einer Gruppe kann recht mühsam, schwierig und auch anstrengend sein. Doch es gibt kaum etwas Schöneres, als Teil einer gut funktionierenden und erfolgreichen Gruppe zu sein. Die Mühe also lohnt sich. Albin Rohrer

Neues in Sachen Sonnenschutz: Welche Stoffe lösen Irritationen aus? Frau Auf der Maur, welche neusten Erkenntnisse und technologischen Fortschritte gibt es zum Thema UV- bzw. Sonnen-Schutz? Sonnenschutz mag für viele banal und eine lästige Pflicht sein, aber neuere Sonnenschutz-Gele tragen neben dem gesundheitlichen Aspekt auch durchaus zu einem längeren Erhalt der Schönheit bei, da die ganzjährig vorhandene UVA-Strahlung zentral für die Hautalterung ist. Gleichzeitig gibt es neue Erkenntnisse zur Verträglichkeit und zu in den Medien kritisch diskutierten chemischen Filtern. Bitte erläutern Sie die kritischen Inhaltsstoffe genauer? Welche chemischen Filter werden kritisch diskutiert? UV- bzw. Sonnenschutz-Produkte sind oft nicht sehr gut verträglich. Es sei denn, man verzichtet auf kritische Inhaltsstoffe. Dazu gehören viele potenziell irritierende Substanzen und ich empfehle meinen Kunden gern solche Produkte, welche konsequent auf folgende Inhaltsstoffe verzichten: Parfüm, komedogene Mineralöle, Silikone (als Dimethicone, etc. aufgelistet in den Inhaltsstoffen), PEG/PPG-Emulgatoren, Aluminiumverbindungen, die Haut destabilisierende Konservierungsmittel wie Parabene, Phenoxyethanol, etc. Zudem wird die Diskussion um gewisse UV-Filter immer stärker geführt. Die Filtersubstanzen Butyl Methoxydibenzolmenthane und Ethylhexyl Methoxycinnamate stehen im Verdacht, hormonell wirksam zu sein; der ebenfalls oft verwendete Filter Octocrylene ist andererseits sehr irritierend und Produkte mit diesem Filter führen bei nicht wenigen Personen sehr schnell zu einem Juckreiz. Was empfehlen Sie konkret für einen Sonnenschutz? Die Schweizer Marke Ultrasun ist beispielsweise führend und hat ab der Produktion 2018 alle drei genannten chemischen Filter als auch die anderen genannten kritischen Stoffe aus den Pro- dukten verbannt und verwendet unbedenkliche chemische oder chemisch-mineralische Filterkombinationen. Sandra Auf der Maur ist Ernährungsexpertin und Filialleiterin des MÜLLER Reformhaus Vital Shop in Luzern. Die neuen biORGANIC PureWay-C ® Vegicaps sind die natürlichen Stars am C-Himmel – 240 mg Vitamin C – 100 % vegetarisch – mit Zitronenschalenextrakt – mit pflanzlichen Speisefettsäuren Erhältlich in Drogerien und Apotheken. Vertrieb / Distribution: Gisand AG, CH-3013 Bern Pharmacode: 7126632 Inserat PureWay 189x126 .indd 1 18.09.17 09:03 Schweizer Hausapotheke 3-2018 25

Unsere Magazine

Nächste Ausgabe

Schweizer Hausapotheke

Nr. 3 April/Mai 2018
Nr. 2 März/April 2018
Nr. 1 Februar/März 2018
Nr. 8 Dezember/Januar 2017
Nr. 6 September/Oktober 2017
Ernährung in der Schwangerschaft

Teddy Zeit

Teddy Zeit 2017