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Taxi Times Berlin - 3. Quartal 2021

MELDUNGEN NEWSTICKER ETM

MELDUNGEN NEWSTICKER ETM KÜNFTIG IN ESSEN Die Europäische Taximesse, größte Fachmesse für das Taxi- und Mietwagengewerbe, die bisher in Köln zu Hause war und 2020 Corona-bedingt ausfiel, zieht vom Rhein an die Ruhr. Am 4. und 5. November 2022 öffnet die Messe Essen ihre Hallen für das internationale Publikum. Vieles soll auch am neuen Standort „beim Alten“ bleiben, auch wenn der Veranstalter, die Fachvereinigung Personenverkehr Nordrhein, nicht mehr Mitglied im Bundesverband BVTM ist. Der neue Vorsitzende der Fachvereinigung, Markus Gossmann: „Die Fachvereinigung führt auf der nächsten Messe viele bewährte Traditionen fort. Dazu gehören die gewerbepolitischen Veranstaltungen ebenso wie die weithin bekannte Tombola. Die Ausstellung und die gewerbepolitischen Veranstaltungen spiegeln eine Vielzahl neuer Themen, die aktuell auf die Branche zukommen. Neben klassischen Limousinen und Kleinbussen sowie speziellen Fahrzeugen für die Beförderung behinderter oder kranker Fahrgäste umfasst das Ausstellerangebot [...] auch Fahrzeuge mit neuen Antriebskonzepten. Vielfältig sind auch die Angebote für Informationstechnologie und Funktechnik für Zentralen und Fahrzeuge sowie Zahlungssysteme.“ rw HUB27 EINGEWEIHT Die neueste und modernste Halle des Berliner Messegeländes, Hub27, musste nach ihrer Fertigstellung noch einen Corona-bedingten Dornröschenschlaf halten, doch Anfang November gaben Halle und Halte beim Energiekongress TBB21 mit Besuchern aus aller Welt ihren Einstand. Halle 27, genannt Hub27 (das englische Wort hub steht für Basis, Zentrum, Mittelpunkt, Angelpunkt), hat eine Taxi-Ladeleiste vor dem Eingang und einen Bedarfs-Nachrückplatz südöstlich angrenzend. Die Einfahrt an der Jafféstraße befindet sich zwischen der Haupteinfahrt Messe Süd und der Ampelkreuzung Harbigstraße und ist für Taxen ausgeschildert. Während größerer Veranstaltungen ist Personal vor Ort, das die freien Taxen einweist. Boto Töpfer, Erster Vorsitzender des Taxiverbandes Berlin, Brandenburg e. V., der das Verkehrskonzept mit ausgearbeitet hat und für den Taxi-Leitdienst am Messegelände verantwortlich ist, bittet alle Kollegen vor Ort, die Anweisungen des Ordnungspersonals zu befolgen. ar „INNUNG“ GRÜNDET GMBH Am 1. Dezember hat der die Innung des Berliner Taxigewerbes e. V. eine GmbH zur Ersteintragung in das Handelsregister angemeldet. Die Mitglieder hatten auf ihrer Versammlung am 20. September dem Vorstand die Gründung in Auftrag gegeben. „Als 100-prozentiger Gesellschafter der GmbH haben die Mitglieder der Innung des Berliner Taxigewerbes e. V. einen wirtschaftlichen Arm“, wie der Zweite Vorsitzende Hayrettin Şimşek, besser bekannt als Simi, erläutert. So können die Abrechnungskosten für die Mitglieder gesenkt, Berufsinteressen erweitert und zusätzliche Einnahmen generiert werden. „Außerdem gibt eine Rechtsform die Möglichkeit die Dienstleistung zu erweitern und sich für Ausschreibungen zu bewerben.“ Geschäftsführer wird der „Innungs“- Vorsitzende Leszek Nadolski, sobald die Eintragung in das Handelsregister vollzogen ist. Bis dahin ist die „Servicegesellschaft für das Berliner Taxigewerbe“, so der Name, eine Vor-GmbH bzw. GmbH in Gründung (Gmbh i. G.). ar HICO IST JETZT IN DER RHINSTRASSE Die Firma Hico Kraftfahrzeug-Kontrollgeräte GmbH, eine der wichtigsten Berliner Taxameter-Werkstätten, hat ihre Arbeit am neuen Sitz in Marzahn aufgenommen. Die Räume in Tempelhof wurden aufgegeben. Der Umzug in die Rhinstraße 50 a war nötig geworden, nachdem der Vermieter Eigenbedarf angemeldet hatte. Man habe die neuen Gewerberäume aber in aller Ruhe auswählen können und konnte auf eine gute Erreichbarkeit mit dem Auto achten. Die Zufahrtsstraße zweigt 400 Meter nördlich des S-Bahnhofs Friedrichsfelde-Ost, direkt vor einer Total-Tankstelle, rechts von der Rhinstraße ab. Zu Hicos Dienstleistungsangebot gehören unter anderem die Betreuung von Fahrtschreiber-Prüfstellen gemäß § 57b StVZO, Archivierung der digitalen Daten von Fahrerkarte und Fahrtschreiber-Massenspeicher, Einbau und Wartung von Hale- und Semitron-Taxametern sowie die Konformitätsbewertung von Taxametern. ar FOTOS: Axel Rühle/Taxi Times; Hico 4 4. QUARTAL 2021 TAXI

GEWERBE BERLIN PLANT FESTPREISE FÜR STANDARDFAHRTEN Der Senat will die neue Möglichkeit im PBefG nutzen, Taxi-Festpreise für bestimmte Verbindungen wie z. B. vom Flughafen zum Messegelände einzuführen. Die Taxiverbände setzten gleich noch zwei drauf. GRAFIK: Taxi Times; Kartengrundlage: Open Street Map Das Schreiben, das Anfang Oktober aus dem Hause der scheidenden Verkehrssenatorin in den Briefkästen der Berliner Gewerbevertretungen und weiterer Adressaten lag, sorgte zum Teil für Begeisterung. Der „Entwurf für eine Elfte Verordnung zur Änderung der Verordnung über Beförderungsentgelte im Berliner Taxiverkehr“ beinhaltet zwar nicht den erhofften komplett gleichen Tarif für Berliner Taxen und die aus dem Landkreis Dahme-Spreewald (LDS), mit dem man Fahrgästen am Flughafen gleiche Fahrpreise in allen Taxen garantieren wollte, doch zumindest eine gemeinsame Tarifstufe exklusiv für Fahrten vom Flughafen aus. Das ist auch der Grund, warum die Berliner Verkehrsverwaltung und das Landratsamt des LDS den Entwurf für diese Verordnungsänderungsverordnung gemeinsam verabschiedet haben. Er sieht eine Beibehaltung beider Tarife innerhalb ihres jeweiligen Pflichtfahrgebiets und für Fahrten zum Flughafen vor. Nur Fahrten, die am Flughafen beginnen, sollen eine eigene Tarifstufe haben, deren Kilometerund Wartezeitpreise und Degressionspunkt zwischen denen der beiden bestehenden Tarife liegen (siehe Tabelle). VOM BER ZUM ALEX FÜR 50 EURO Als Pflichtfahrgebiet für alle am Flughafen beginnenden Fahrten will der Senat das jetzige Pflichtfahrgebiet für alle am BER ladeberechtigten Taxen übernehmen. Es umfasst neben Berlin und Potsdam 36 weitere Städte bzw. Gemeinden (siehe QR-Code). Die zweite bahnbrechende Neuerung liegt im Vorschlag der Senatsverwaltung, erstmals Festpreise für zwei besonders häufig gefahrene Strecken einzuführen: Vom Flughafen nach Westend zum Messegelände soll es künftig pauschal 56 Euro kosten, vom Flughafen zum Alexanderplatz 50 Euro. Die zwei Standardstrecken dürften erst der Anfang sein. Sowohl in der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) als auch im Taxigewerbe sieht man es als erstrebenswert an, langfristig viele Festpreise zwischen definierten Orten oder Zonen einzuführen. So ließe sich ein weiterer Wettbewerbsnachteil gegenüber den Anbietern taxiähnlichen Verkehrs peu à peu abschaffen: Das TAXI 4. QUARTAL 2021 5

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