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Taxi Times DACH - Dezember 2016

. TAXI INTERNATIONAL DAS

. TAXI INTERNATIONAL DAS NEUE TAXIGESETZ AUF EINEN BLICK • Einführung der Tariffreiheit • Tarife müssen deutlich sichtbar im und am Taxi angebracht werden • Wahlfreiheit am Taxistand • Sechs Taxizonen statt 44 Gemeinden • Zahl der Taxilizenzen auf maximal 550 festgelegt • Pro Jahr kommen 20 Lizenzen für Elektrotaxis dazu • Polizei und Zoll können kontrollieren • Strafen können sofort ausgesprochen und Taxis aus dem Verkehr gezogen werden • Schaffung einer zentralen Beschwerdestelle Polizei, sondern auch der Zoll kontrollieren darf. Polizisten ist es dabei erlaubt, gebührenpflichtige Verwarnungen vor Ort auszustellen und Taxifahrer, die sich nicht an die Regeln halten, sofort aus dem Verkehr zu ziehen. ILLEGALE TAXIUNTERNEHMEN VERSCHWINDEN Trotzdem ist das Taxigewerbe mit den Neuerungen zufrieden. „Man musste einen Mittelweg finden zwischen strenger Reglementierung und Freigabe“, erklärt Olivier Gallé, Chef von Colux, dem größten Taxiunternehmen in Luxemburg. Das sei mit dem neuen Gesetz gelungen. „Dadurch, dass Taxiunternehmen, die illegal arbeiten, wieder von der Bildfläche verschwinden, können die ehrlichen wieder Geld verdienen.“ Das innovative Beförderungskonzept für Passagiere mit und ohne Rollstuhl. Vorteile der RolliBox • kombinierter Transport von Fahrgästen mit und ohne Rollstuhl • Rollstuhlplätze optional in der Länge anpassbar • Kopfstütze/Lehne für Rollstuhlfahrer • verschiebbare Sitze mit niedriger Lehne (gute Sicht nach außen) • Rollstuhl-Rückhaltesysteme sind sauber aufbewahrt VIP-Shuttle-Service Mit den innovativen Produkten von Schnierle lassen sich Kleinbusse zu VIP-Shuttles ausbauen. Im Bild der Mercedes Sprinter mit unserem Alusystemboden und dem GIS-Liner-Sitz. Die Sitze sind drehbar, am Boden verschiebbar und passend im Design zu Fahrer- und Beifahrersitz. Hermann Schnierle GmbH Dieselstraße 43 • 86368 Gersthofen Tel: +49 821 299930 • Fax: +49 821 471705 www.schnierle.de • info@schnierle.de Zuletzt wurde noch eine zentrale Beschwerdestelle für unzufriedene Fahrgäste ins Leben gerufen – dass die nötig ist, erfuhr Verkehrsminister François Bausch am eigenen Leib:„Mir ist es schon passiert, dass ein Taxifahrer sich geweigert hat, mich mitzunehmen“, erzählte er in der Chamber. Der Grund: Die Fahrt strecke war dem Chauffeur zu kurz. Deshalb hat er dem Politiker mitten in der Nacht kurzerhand den Rat gegeben: „Fahr doch mit dem Bus!“ Mit derlei Gebaren dürfte jetzt Schluss sein. tb LUXEMBURG UND UBER Das Großherzogtum ist eines der wenigen europäischen Länder, in denen Uber noch nicht tätig ist. Grund dafür dürfte vor allem die deutliche Abgrenzung von Mietwagen gegenüber Taxis sein. So ist gesetzlich festgeschrieben, dass ein Mietwagen für mindestens eine Stunde gebucht werden muss, was mit der typischen Uber-Vermittlung unvereinbar ist. Jetzt hat Uber aber doch ein Auge auf Luxemburg geworfen: „Ja, Uber möchte seine Angebote in Europa – und auch in Luxemburg – weiter ausbauen“, schreibt Verkehrsminister François Bausch in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Und ja, in diesem Zusammenhang seien Vertreter der US-Gesellschaft an das Infrastrukturministerium herangetreten, bestätigte Bausch. Dabei sei dem Unternehmen erklärt worden, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen für Taxiunternehmen in Luxemburg gelten und eingehalten werden müssen. !!! Willkommen im Online-Shop !!! www.teautoteile.de Bestellungen auch telefonisch möglich! 06078-9358-0 teuer ist woanders preisgünstiger geht nicht! FOTO: nmann77 / Fotolia 28 DEZEMBER / 2016 TAXI

TAXI INTERNATIONAL Das 7. Taxiforum des IRU lieferte einen Querschnitt der globalen Taxipraxis. DER GROSSE BLICK INS WELTWEITE TAXIGEWERBE Beim 7. Taxiforum der IRU wurde eines besonders deutlich: Viele verschiedene Trends beeinflussen die Taxibranche bis 2030. FOTOS: Wim Faber So muss sich die Taxibranche neben allgemeinen wirtschaftlichen und demografischen Megatrends auch mit Umweltverschmutzung, selbstfahrenden Autos und neuen Arbeitnehmermodellen auseinandersetzen. Der erste Teil des Forums machte deutlich, wie sehr sich die Markttrends global INVESTITION IN EINE EIN- HEITLICHE SCHNITTSTELLE Nach zwei Jahren, in denen recht wenig passiert ist – hauptsächlich weil die verschiedenen beteiligten Apps auf der Jagd nach ihren eigenen unerschlossenen Gebieten waren –, kommt das UpTop-System der IRU auf seine ursprüngliche Idee zurück, nämlich sämtliche beteiligten Apps in einer Schnittstelle zusammenzufassen. Sonila Metushi erläuterte, dass die IRU jetzt hohe Investitionen tätigen wird, auch im Bereich technische Unterstützung, um sämtliche Apps miteinander zu verbinden und ein umfassendes Roaming in der „Taxi-Cloud“ zu ermöglichen. Inzwischen sind über 500000 Taxis oder 12 % der geschätzten 4,5 Mio. Taxis weltweit über die App mit UpTop verbunden. unterscheiden. Während es in den USA laut Matt Daus (IATR) manchmal so aussieht, als ob App-Anbieter wie Uber auf mehr und bessere Regulierung bestehen (um ihre Marktpositionen zu stärken), befindet sich ein Land wie Kolumbien (gemäß Herrn Moreno) erst am Beginn der App-Entwicklungen. Dort verteidigt sich die Taxibranche vehement gegen (illegale) Konkurrenz. Bemerkenswerterweise formen die verschiedenen Arten von Taxis das stabile Rückgrat des öffentlichen Transportsystems des Landes. Dieser Markt breitet sich nun sogar mit Luxustaxis in neue Segmente aus. Das Gleiche gilt für Russland. Die russische App Yandex trug zur Revitalisierung der Taxibranche bei, die vorher eher ein Schattendasein führte. Jetzt, da die Fahrpreise vorher bekannt sind und ein offener Kommunikationskanal mit dem Fahrer besteht, haben Taxis wieder an Beliebtheit gewonnen. Irina Zaripova, die die Taxi branche in Sibirien beaufsichtigt, gab an, dass sowohl auf regionaler wie auch auf Bundesebene ordentliche Regelungen für die Rollen der Taxigesellschaft, Fahrer, Taxizentralen und Apps/Portaldienste fehlen. Nach dieser dringenden Forderung nach gleichen Chancen für alle fand Hubert Andelas Aussage („gleiche Leistung - gleiche Regeln“) großen Anklang. MOBILITÄT IM ABONNEMENT? „Mobility as a Service (MaaS)“ - die Kombination von Mobilitätslösungen über ein Abonnementsystem - ist momentan der mit Abstand größte Mobilitätshype. Alles ist „MaaS“, dank der enthusiastischen u »Wir streben die Vereinbarkeit der Taxis mit Mietwagen an – sie sollten einander ergänzen und nicht miteinander konkurrieren.« Peter Blake (TfL London) TAXI DEZEMBER / 2016 29

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