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Taxi Times DACH - Dezember 2018

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GASTKOMMENTAR DAS SPIEL

GASTKOMMENTAR DAS SPIEL MIT DEM VERTRAUEN Immer wieder werden vor allem ältere Menschen Opfer von Telefonbetrügern. Taxifahrer kommen regelmäßig mit den Opfern in Kontakt und konnten durch ihr aufmerksames Verhalten bereits mehrfach Schlimmeres verhindern. BOJAN JORDANOV Im Alter von nur 53 Jahren ist am 16. Oktober 2018 Bojan Jordanov ohne Vorzeichen verstorben. 1990 hatte er gemeinsam mit seinem Bruder Rumen den Taxibetrieb sowie das Taxizentrum Brandenburg gegründet und bis zu seinem unerwarteten Herztod erfolgreich geführt. Im Taxizentrum Brandenburg lassen Taxikunden aus ganz Deutschland Fahrzeuge zu Taxis bzw. zu rollstuhltauglichen Modellen umrüsten. In seiner Heimatstadt Brandenburg hat sich Bojan Jordanov als Mitglied des IHK- Prüfungsausschusses auch gewerbepolitisch engagiert. Der im Taxigewerbe hochgeschätzte Taxifreund hinterlässt Frau und Kinder. Seine Familie hat sich von ihm mit den Worten verabschiedet: „Der einzige Weg, nicht um dich zu trauern, wäre, dich nicht geliebt zu haben.“ jh FOTOS: ProPK, TZB Hallo, ich bin’s! Sag bloß, du weißt nicht, wer dran ist?“ – Sätze wie diese hören Seniorinnen und Senioren immer häufiger am Telefon. „Michael, bist du’s? Endlich rufst du mal wieder deine Oma an.“ In diesem Fall sitzt am anderen Ende der Leitung jedoch nicht Michael, sondern ein Betrüger. Die Statistik spricht am Beispiel Baden- Württemberg eine deutliche Sprache: Während sich das Fallaufkommen im Bereich „Enkeltrick“ seit Jahren auf konstant hohem Niveau bewegt, stieg die Anzahl der polizeilich erfassten Betrugsfälle im Bereich „Falscher Polizeibeamter“ 2017 im Vergleich zum Vorjahr um nahezu das Neunfache auf 1.955 an. Dabei blieb es zwar in 94 % der Fälle beim Versuch, jedoch entstand ein Gesamtschaden von fast 5,3 Millionen Euro. Noch schwerer als der Verlust des Geldes wiegen oft die psychischen Folgen einer solchen Tat. Zur Scham, einem Betrüger aufgesessen zu sein, und einer starken Verunsicherung als Folge des erlittenen Vertrauensmissbrauchs kommen möglicherweise noch Vorwürfe aus dem persönlichen Umfeld der Opfer. Taxifahrerinnen und Taxifahrer werden regelmäßig von den Tätern selbst damit beauftragt, die zumeist älteren Opfer zur Bank oder wieder nach Hause zu bringen. Immer wieder werden auch Fälle bekannt, bei denen die Beute im Rahmen einer Kurierfahrt zu den Tätern gebracht werden soll. In der Regel kennt das arglose Opfer weder Empfänger noch Zielort, der oft deutlich außerhalb der Abholregion liegt. In solchen Fällen sollte man hellhörig werden. Das gilt auch für Fahrten zu Bankinstituten, in deren Verlauf ein älterer Fahrgast erzählt, er müsse dringend Geld abheben, um einem Verwandten in einer akuten Notlage zu helfen. Dann kann man in einem ersten Schritt aktiv bei der Person nachfragen und sie auf die aktuellen Betrugsmaschen hinweisen. Möglichst in einem unbemerkten Moment sollte man dann über den Notruf 110 die Polizei informieren. Die Einschätzung, ob tatsächlich ein dreister Betrug vorliegt, mag auf den ersten Blick schwierig und die Handlungsspielräume klein erscheinen, doch immer wieder werden Fälle bekannt, die durch die Aufmerksamkeit und das couragierte Handeln von Taxifahrern verhindert werden konnten. 20.000 EURO GERETTET So verdankte es eine 96-Jährige aus Bayern dem aufmerksamen Handeln eines Taxifahrers, dass sie nicht in die Falle von Trickbetrügern tappte. Dieser hatte nach einem Gespräch mit seinem Fahrgast die Polizei informiert und die Dame so vor dem Verlust von 20.000 Euro bewahrt. Fälle wie diese zeigen: Zu verlieren gibt es nichts, zu gewinnen dagegen viel. Denn hinter jeder verhinderten Tat steht ein Mensch, dem viel Leid erspart bleibt. jl Janina Liedermann arbeitet im Referat Prävention des Landeskriminalamts Baden-Württemberg (www.polizei-beratung.de). IMPRESSUM Verlag taxi-times Verlags GmbH Frankfurter Ring 193 a 80807 München, Deutschland Telefon: +49 (0)89/14838791, Fax: +49 (0)89/14838789 E-Mail: info@taxi-times.taxi, Internet: www.taxi-times.taxi Geschäftsführung: Jürgen Hartmann Bankverbindung Stadtsparkasse München BLZ 70150000, Kontonummer 1003173828 IBAN: DE89701500001003173828 BIC: SSKMDEMM UST-ID: DE293535109 Handelsregister: Amtsgericht München HRB 209524 Redaktion (redaktion@taxi-times.taxi) Simon Günnewig (sg), Jürgen Hartmann (jh, V.i.S.d.P.), Mitarbeiter dieser Ausgabe WStephan Berndt (sb), Wim Faber (wf); Wilfried Hochfeld (hf); Janina Liedermann (jl), Axel Rühle (ar), Axel Ulmer (au) Grafik & Produktion Katja Stellert (Artdirektion), Daniella Heil, Martina Jacob, Stephan Krause, Iris Lutterjohann; Raufeld Medien GmbH, Paul-Lincke-Ufer 42/43, 10999 Berlin, Telefon: +49 (0)30/ 695665936 Anzeigenleitung, Online-Verkauf, Vertrieb Elke Gersdorf, e.gersdorf@taxi-times.taxi Telefon: +49 (0)89/14838792, Fax: +49 (0)89/14838789 Druck Druckteam, Maik Roller & Andreas Jordan GbR, Gustav-Holzmann-Str. 6, 10317 Berlin Taxi Times DACH erscheint seit 2016 Erscheinungsweise 6 x pro Jahr Heftpreis: 4,80 €, Jahres-Abo: 35 € ISSN-Nr.: 2367-3834 Weitere Taximagazine aus dem Taxi-Times Verlag: Taxi Times Berlin Taxi Times München 26 DEZEMBER / 2018 TAXI

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