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Taxi Times DACH - Doppelausgabe Juni / Juli 2019

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Eine solch starke und flächendeckende Taxi-Protestaktion hatte Deutschland noch nie erlebt. 10.000 Taxis fuhren am 10. April 2019 in Autocorsos hupend durch über 20 Städte, hielten Mahnwachen ab und riefen in Kundgebungen zur „Scheuerwehr“ auf. Taxi Times hat die Ereignisse dieses Tages nun in einer Spezialausgabe veröffentlicht.

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INTERNATIONAL Sie haben sie bis vor drei Jahren so gebaut“, sagt McNamara grinsend. Die Macher des traditionellen Londoner Taxis in Coventry haben es nie geschafft, ein neues Taxi ohne Probleme zu liefern. Und so hat auch der LEVC TX seine Kinderkrankheiten. „Ja, es gibt Probleme“, bestätigt McNamara auf Nachfrage. „Hauptsächlich Software-Probleme, als deren Folge die Fahrer ihr Taxi manchmal nicht ein- oder ausschalten können. Aber sie sind ziemlich gut drauf und lösen diese Probleme nach und nach.“ McNamara sagt, dass die „Selbstmördertüren“ anfangs ein Problem waren. Viele Taxifahrer seien nicht an diese Türen gewöhnt gewesen, die sich im Vergleich zu den vorderen Türen andersherum öffnen. Sie fuhren mit geöffneten Türen los und nahmen allerlei Dinge mit, die dann am Straßenrand noch im Weg waren. „Vielleicht war der Warnton anfangs nicht laut genug. Aber jetzt ist der Piepton lauter und die gesamte Instrumententafel blinkt rot. Sie können nicht losfahren – oder sie müssen taub und blind sein.“ Durch die neuen Türen lässt es sich leichter einund aussteigen und sie sind eine sehr beliebte Innovation. Ältere Die LTDA zieht um. Bald wird es an dieser Stelle ein ähnliches Hochhaus geben. Taxifahrer erinnern sich, wie sie früher die Hintertüren für ihre Passagiere durch das Fenster öffnen konnten, mit einem kurzen Griff nach hinten. Jetzt können sie wieder dasselbe tun. „Bisher waren Londoner Taxis baukastengleich ausgestattet, in das vorhandene Teile passten. Aber dieses Taxi ist von Grund auf neu gebaut. Teilehersteller erhielten Spezifikationen. Wie für Türgriffe. Wie viel kostet es, sie zu produzieren, das war die Frage. Viele Teile stammen von Volvo. Die Schaltanlage, das Lenkrad, die Sitze. Volvo ist bekannt für seine Sitze. Sie sind fantastisch.“ Im Mai oder Juni erwartet McNamara den neuen vollelektrischen Nissan E-NV200. „Er erfüllt alle Voraussetzungen für ein Taxi in London. Der Nachteil ist, dass man damit sehr stark auf das Schnellladenetz angewiesen ist. Und das ist karg bis nicht existent und schlecht verwaltet. Wirklich skandalös, denn die Bezirke, die nach sauberer Luft schreien, verzögern zugleich die Einführung des Ladenetzes. Auch weil es Probleme mit der Stromversorgung und Platzmangel gibt: Parkplätze müssen für Ladeflächen aufgegeben werden.“ wf »UBER WIRD WIEDER VERLIEREN« DEN STREIT MIT UBER TRÄGT LONDON HAUPTSÄCHLICH JURISTISCH AUS, DIE POLITIK SUCHT NACH REGULATORISCHEN LÖSUNGEN. DIE BRANCHE IST VERHALTEN OPTIMISTISCH. „Die Gerichtsverfahren sind noch nicht abgeschlossen“, sagt Londons Taxiboss Steve McNamara. „Wenn es um den Status von Uber-Fahrern geht, hat Uber bisher jedes juristische Scharmützel verloren. Ich gehe davon aus, dass sie wieder verlieren werden, wenn die Berufung später in diesem Jahr beim Obersten Gerichtshof ankommt. Wenn sich herausstellt, dass ihre Fahrer Angestellte sind, muss Uber alle Sozialleistungen zahlen.“ Weniger optimistisch äußert sich McNamara zum Fall über die Zahlung der Mehrwertsteuer. „Der Richter weigerte sich, eine Schutzgerichtsanordnung zu erlassen, sodass die anklagende Partei vor riesigen Ansprüchen von Uber im Falle einer Niederlage geschützt würde. Es scheint, als ob dieser Fall im Moment nicht weitergeht. Es sieht nicht gut aus. Wenn es um die ordnungsgemäße Gesetzgebung geht, haben wir noch lange nicht aufgegeben“, fügt McNamara hinzu. Der kürzlich veröffentlichte Bericht der Task-and-finish-Gruppe für die Lizenzierung von Taxis und privaten Mietfahrzeugen empfiehlt eine vollständige Überarbeitung des Taxi- und Mietwagen-Sektors in Großbritannien. Es gab auch eine Antwort der Regierung. Kürzlich wurde der Vorsitzende dieser Gruppe vom Transport Select Committee befragt. Es sieht so aus, als würde die Regierung in einigen Teilen des Berichts handeln, nicht aber in anderen. „Die LTDA fordert insbesondere eine Klarstellung der Definition von ,Bereitstellung‘ und ,Vorbestellung‘. Das würde die Taxigesetzgebung aus den 1830er-Jahren in das 21. Jahrhundert bringen.“ Ein Klassiker: Die meisten Uber-Fahrer in London bevorzugen den relativ günstigen Toyota Prius. Am Verhältnis zur Londoner Regulierungsbehörde Transport for London (TfL) ändert sich nichts. „Sie haben ihre Sichtweise auf die Lizenzierung, wir haben unsere Sichtweise. Derzeit veröffentlichen sie ein Konsultationspapier zu den Sicherheitsanforderungen für Mietfahrzeuge. Wir glauben, dass dies erweiterte Fahrprüfungen für Mietwagenfahrer, Training im Umgang mit Menschen mit Behinderung und viele andere Anforderungen in Bezug auf die Sicherheit beinhalten wird. Es wird auch eine Antwort auf die Beschilderung für Mietfahrzeuge geben.“ McNamara ist verhalten optimistisch. „Änderungen werden sehr langsam vorgenommen. Zumindest sehen wir eine Rückkehr zu einer sinnvollen Lizenzierung. Die Obergrenze der Mietwagenzahl wurde – wie in New York praktiziert – von der Regierung abgelehnt. Immerhin hat Sadiq Khan, der Bürgermeister von London, beschlossen, dass jeder Mietwagen die congestion charge, die Staugebühr plus die Gebühr für die Ultra Low Emission Zone bezahlen muss – täglich 24 Pfund (etwa 28 Euro, Anm. d. Red.).“ wf FOTOS: Wim Faber 48 DOPPELAUSGABE JUNI / JULI 2019 TAXI

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