APP-ANBIETER Längst fällige Modernisierung des Gewerbes oder Kundenklau: Mit Mytaxi gerät auch Geldgeber Daimler in die Kritik. On the road for you taxi.eu – Ihre Taxi-App jetzt auch in München SCHLAG AUF SCHLAG Viele haben gemeckert – die Taxi-Auto-Zentrale in Stuttgart hat gehandelt. So gelang es dem David, einer lokalen Taxizentrale, eine Gerichtsentscheidung gegen Goliath, einen europaweit operierenden App-Anbieter, zu erwirken. Grund für die Aufregung war eine Rabatt aktion der moovel-Tochter Mytaxi. Kunden, die mit Kreditkarte bezahlten, wurde ein Rabatt von 50 Prozent eingeräumt. Die Rabatt aktion fiel nur zufällig mit dem letzten Bahnstreik zusammen. Trotzdem dürfte der Mangel an regulären Reisemöglichkeiten zum Erfolg der Aktion beigetragen haben. Der Rabatt stieß auf harsche Kritik des Taxigewerbes. Die Aktion sei nur dazu geeignet, gewachsene Zentralenstrukturen zu zerstören. Außerdem sei ein Rabatt auf den Taxipreis wettbewerbswidrig. Dem hielt Mytaxi entgegen, das Ziel sei lediglich eine Digitalisierung des Taxigewerbes zugunsten des Kunden. Mytaxi sieht sich in der Rolle des Modernisierers der Branche. Außerdem werbe man so neue Fahrgäste für das Produkt Taxi. Taxizentralen hingegen befürchten einen Raubbau an ihrer Stammkundschaft, die durch solche Angebote von regionalen Anbietern weggelockt werden sollen. Vor dem Stuttgarter Landgericht wogen die Argumente der Zentrale schwerer. Auch wenn Mytaxi nicht selbst fahre, unterliege der Dienst einer „mittelbaren Bindungswirkung“. Somit sei für Mytaxi der Taxi tarif genauso verbindlich wie für alle anderen Taxiunternehmen. Die vom Taxigewerbe erhoffte Signalwirkung für ganz Deutschland blieb allerdings aus: Nur wenige Wochen nach dem Urteil legte Mytaxi eine zweite 50-Prozent- Aktion auf – deutschlandweit, bis auf die vom Urteil betroffenen Gebiete rund um Stuttgart. Außerdem hat Mytaxi gegen das Urteil Berufung eingelegt. Die Entscheidung darüber steht im September an. tb STILLE WASSER Seit der Abschaltung von UberPOP in Deutschland ist es still geworden um den einstigen Herausforderer des Taxigewerbes. Zumindest erschwert die Einhaltung von Recht und Ordnung das Wachstum des US-Anbieters beträchtlich. Außerdem müssen sich Uber-Anwärter jetzt der regulären Unternehmerprüfung unterziehen. Das kostet nicht nur Zeit, die Prüfung will auch bestanden werden. Auf jeden Fall stieg die Zahl von Prüfungsteilnehmern rapide an. Zu glauben, Uber wäre damit bereits besiegt, ist aber falsch. Die Anzeige Ubers bei der Europäischen Kommission wird jetzt bearbeitet. Außerdem lauert Uber nur auf eine Deregulierung und Umgestaltung des Taximarktes im Sinne des US-Anbieters und seiner Investoren. So sind Erfolge wie in Deutschland, Frankreich und Spanien nur eine Momentaufnahme und kein Endstand. Das Ende von UberPOP ist nur ein Etappensieg im Kampf gegen den US- Anbieter. Jetzt machen sich Kalanick und Gefolge im Mietwagensektor breit. Inzwischen wurde bekannt, dass Uber in Dachau 50 Mietwagenkonzessionen beantragt hat. Uber ist nicht vom Markt, sondern nimmt Anlauf für die nächste Runde. tb FOTOS: Mytaxi (o.), Fotolia / B. Wylezich, Montage: Moritz Federlein, Hailo (u.) Ein Netzwerk, das verbindet Werden Sie jetzt Teil des größten Netzwerks Über 100 Städte in mehr als 12 Ländern sind bereits erfolgreicher Partner von taxi.eu und nehmen an der vollautomatischen Tourenvermittlung teil. Wir und unsere Partner in Berlin, Wien, Hamburg, München, Köln, Zürich, Athen, Istanbul, Amsterdam, Rotterdam, Prag, Kopenhagen, Luxemburg, Brüssel, Basel, Lausanne, Hannover, Genf, Frankfurt, Graz, Lyon, Stuttgart, Salzburg und viele mehr, zählen auf Sie. Seien Sie innovativ! Seien Sie dabei! fms Systems GmbH Hietzinger Hauptstraße 33 A-1130 Wien www.taxi.eu info@taxi.eu taxi.eu-App jetzt gratis downloaden 12
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