Aufrufe
vor 4 Jahren

IM BLICK Herbst/Winter 2014

  • Text
  • Bundesverfassungsrecht
  • Versicherungsrecht
  • Strafrecht
  • Verwaltungsrecht
  • Jus
  • Zivilrecht
  • Recht
  • Oesterreich
  • Isbn
  • Kommentar
  • Lieferung
  • Recht
  • Broschiert
  • Wien
  • Issn
  • Jahresabo
  • Zzgl
  • Versandkosten
Das Magazin des Verlag Österreich - einem der führenden juristischen Fachverlage in Österreich.

4 Im Blick Im Interview

4 Im Blick Im Interview Neue Schubkraft erhält der Klassiker zum Bundesverfassungsgesetz. Christoph Bezemek, Claudia Fuchs, Andrea Martin und Ullrich Zellenberg verstärken ab sofort Michael Holoubek als Herausgeber. Im Gespräch mit Yvonne Sattler verraten sie, welche Akzente sie in ihrer Arbeit an diesem Werk setzen möchten. Im Interview das Herausgeber-Team des B-VG Verlag Österreich: Was bedeutet die neue Funktion als Herausgeberinnen und Herausgeber eines solch renommierten Kommentars für Sie? Fuchs: Der „Korinek/Holoubek-Kommentar“ ist einfach ein Klassiker, der während der nunmehr bereits fünfzehn Jahre seines Bestehens sowohl die Wissenschaft als auch die Praxis auf dem Gebiet des Verfassungsrechts wesentlich bereichert und nachhaltig geprägt hat. Insofern ist es – ich denke, hier kann ich im Namen aller neu hinzugekommenen Herausgeberinnen und Herausgeber sprechen – eine große Ehre, Freude und auch eine schöne Aufgabe, für ein solches Klassikerwerk künftig mitverantwortlich zu zeichnen. Wir sind derzeit in der Vorbereitungsphase für die 12. Lieferung und haben uns viel vorgenommen, wie es mit dem Kommentar weitergehen soll. Bezemek: Was die personellen Veränderungen in der Herausgeberschaft angeht, so könnte man sagen: Um einen Karl Korinek und einen Michael Holoubek zu komplementieren, benötigt man mindestens vier neue Mitherausgeber. Ich denke, unsere Aufgabe ist es, das Konzept des Werks strukturell ein wenig weiterzudenken und vor dem Hintergrund gegenwärtiger Herausforderungen zu optimieren. Wir planen daher mit der nächsten Lieferung einen Relaunch. Dabei ist vieles an diesem bedeutenden Werk, auch was Aufbau und Struktur anlangt, zu erhalten. Gleichzeitig gilt es aber, den Kommentar weiterzuentwickeln, einerseits was die inhaltlichen Anforderungen anbelangt, andererseits aber auch was die Aufbereitung und Gestaltung eines Kommentars dieser Dimension betrifft. Was haben Sie vor, wie möchten Sie sich einbringen? Inwiefern wird sich an der Struktur, inhaltlich, am Erscheinungsrhythmus der Lieferungen etwas ändern? Fuchs: Zunächst einmal hat das Medium Loseblattwerk natürlich den großen Vorteil des periodischen Erscheinens und ermöglicht es, mit dem Stand der Kommentierungen wirklich am Punkt zu sein. Diesen Aktualitätsvorsprung wollen wir durch häufigere Einzellieferungen künftig noch stärker nutzen. Unser Ziel ist es, möglichst rasch die noch bestehenden Kommentierungslücken zu schließen und notwendige Aktualisierungen, die sich aufgrund von Novellierungen oder neuer Rechtsprechung ergeben haben, durchzuführen. Wir wollen aber auch inhaltlich neue Schritte setzen, indem etwa die unionsrechtlichen Bezüge in den einzelnen Kommen-

Im Interview Im Blick 5 Bild: Dr. Ulrich Zellenberg, Univ.-Prof. Dr. Michael Holoubek, Assoz.-Prof. Dr. Christoph Bezemek, LL.M., Dr. Christina Rechberger- Bechter, Ass.-Prof. Dr. Claudia Fuchs, HR Mag. Andrea Martin | Foto: Verlag Östereich Kommentars „Um einen Karl Korinek und einen Michael Holoubek zu komplementieren, benötigt man mindestens vier neue Mitherausgeber.“ Christoph Bezemek tierungen noch sichtbarer gemacht werden sollen, oder die Bestimmungen der EU-Grundrechtecharta dort, wo es dem Anspruch eines Verfassungsrechtskommentars gerecht wird, in den Kommentierungsbestand mit aufgenommen werden. Zellenberg: In Österreich sieht man sich der besonderen Herausforderung gegenüber, dass unsere Verfassung kein statisches, sondern ein ungeheuer lebendiges Gebilde ist, das vom Verfassungsgesetzgeber ununterbrochen weiterentwickelt wird. Die Konsequenz davon ist, dass ständig neue Bestimmungen hinzukommen und andere wieder verschwinden. Das macht es notwendig, immer wieder neue Autorinnen und Autoren zu gewinnen, um mit dieser Entwicklung schrittzuhalten. So ist auch die Erweiterung des Herausgeberkreises zu verstehen. Jeder von uns hat sein Netzwerk und dadurch auch die Möglichkeit, neue Leute anzusprechen, die ins Kommentieren hineinwachsen, und auf diese Weise Vertreterinnen und Vertreter der nachrückenden Wissenschaftlergeneration(en) am Projekt zu beteiligen. Wie kann man sich die Zusammenarbeit zwischen Ihnen untereinander, zwischen Ihnen und den Autorinnen und Autoren vorstellen? Bezemek: Die zentrale redaktionelle Arbeit an diesem Werk lag lange Zeit auf zwei Schultern, ab sofort ist sie auf vier verteilt. Sie liegt im Kern nach wie vor bei Andrea Martin, die jetzt auch eine Herausgebertätigkeit übernimmt, aber zum Glück dem Kommentar als Rückgrat im Redaktionsbetrieb erhalten bleibt. Christina Rechberger-Bechter ist neu ins Team dazu gestoßen und bewahrt gemeinsam mit Andrea Martin den Überblick über sämtliche Arbeitsprozesse. Rechberger-Bechter: Wir arbeiten gerade an der ersten Lieferung in der neuen Konstellation, man wird also sehen, wie sich die Dinge im Detail entwickeln. Im Grunde aber betreut jede Herausgeberin und jeder Herausgeber eine gewisse Anzahl an Autorinnen und Autoren; intern soll die Kommunikation vor allem über Andrea Martin und mich laufen. Wie würden Sie den Kommentar am Markt positionieren, was macht den Kommentar so attraktiv, warum soll man genau dieses Werk kaufen? Fuchs: Der Kommentar hat sich bei seinem Erscheinen zum Ziel gesetzt, eine Lücke zu schließen, weil zum damaligen Zeitpunkt ein umfassendes Kommentarwerk zum Bundesverfassungsrecht schlichtweg fehlte. Anspruch war und ist es bis heute, der Praxis eine fundierte Aufbereitung und Kommentierung der Verfassungsrechtslage zu bieten, daneben aber auch Grundlage für wissenschaftliche Forschung zu sein. So konnte sich der Kommentar über die Zeit zu einer der wohl wichtigsten und etabliertesten Kommunikationsplattformen für Wissenschaft und Praxis auf dem Gebiet des Verfassungsrechts entwickeln, was für seine hohe Qualität spricht und ganz bestimmt seinen besonderen Vorzug ausmacht. Martin: Zu Beginn, also vor 15 Jahren, war es uns darüber hinaus aber auch ein Anliegen, in einem eigenen Textteil zu zeigen, welche und wie viele unterschiedliche Verfassungsbestimmungen und -gesetze es auf Bundesebene tatsächlich gibt und deren Auswirkungen und gegenseitige Beeinflussung darzustellen. Letztendlich hat eben dieses Teilprojekt dann auch dazu geführt, dass es im Jahr 2008 zu einer ganz wesentlichen Rechtsbereinigung im Bundesbereich gekommen ist. Es wurden hunderte Verfassungsbestimmungen aufgehoben oder

Im Blick

IM BLICK 1/2019
IM BLICK Herbst/Winter 2018
IM BLICK Frühjahr/Sommer 2018
IM BLICK Herbst/Winter 2017
IM BLICK Frühjahr 2017
IM BLICK Winter 2016
IM BLICK Sommer 2016
IM BLICK Frühjahr 2016
IM BLICK Herbst/Winter 2015
IM BLICK Sommer 2015
IM BLICK Frühjahr 2015
IM BLICK Herbst/Winter 2014
IM BLICK Sommer 2014
IM BLICK Frühjahr 2014
IM BLICK Herbst/Winter 2013
IM BLICK Studium 2018/2019
IM BLICK Studium 2017/2018
IM BLICK Studium 2016/2017
IM BLICK Studium 2015/2016
IM BLICK Studium 2014/2015
IM BLICK Studium Winter 2013/14