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IM BLICK Studium 2015/2016

Das Neuerscheinungsmagazin des Verlag Österreich für Studium und Lehre.

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10 IM BLICK Studium Strafrecht Unter Berücksichtigung sämtlicher Neuerungen Die 6. Auflage des Handbuchs war vor allem wegen der zahlreichen Neuerungen in der StPO erforderlich geworden. In diesem Zusammenhang wird auch schon, bedingt durch die aktuelle politische Entwicklung, das Strafprozessrechtsänderungsgesetz 2014 berücksichtigt, das bereits vom Nationalrat beschlossen wurde und mit 1.1.2015 in Kraft trat. Dies bot wiederum Anlass, Rechtsprechung und Literatur im Vergleich zur Vorauflage (2008) zu aktualisieren. Wie bisher stehen im Mittelpunkt der Ausführungen die aktuelle Rechtsprechung und der aktuelle Meinungsstand. Auch die Darstellung der einzelnen Nichtigkeitsgründe wird nach ihrer praktischen Bedeutung gewichtet. Die Rechtsprechung ist grundsätzlich vor der Literatur zitiert, die weitere Reihung folgt der praktischen Bedeutung. Die meisten Entscheidungen werden auch mit ihrer Geschäftszahl zitiert, um die Recherche im Internet zu erleichtern. ao. Univ.-Prof. Dr. Einhard Steininger JKU Linz, Verteidiger in Strafsachen Steininger Nichtigkeitsgründe im Strafverfahren Handbuch 6. Auflage 610 Seiten, gebunden ISBN 978-3-7046-6757-1 Erscheinungsdatum: 5.6.2015 € 109,– Optimale Prüfungsvorbereitung auf aktuellem Stand des Strafrechts Dieses Casebook wendet sich in erster Linie an Studierende, die die Grundlagen des Strafrechts bereits beherrschen und sich nunmehr im materiellen Teil vertiefen möchten. Der Umfang und der Schwierigkeitsgrad der Fälle, die alle relevanten Probleme des Allgemeinen sowie des Besonderen Teils abdecken, entsprechen dem, was bei Fachprüfungen von den PrüfungskandidatInnen verlangt wird. Es handelt sich vorrangig um Fälle, die gleich oder ähnlich bereits als Prüfung gegeben wurden. Die wichtigsten Prüfungsschemata sind zusätzlich als Poster zum Herausnehmen enthalten. Die Lösungsmuster berücksichtigen darüber hinaus bereits die durch das Strafrechtsänderungsgesetz 2015 eingeführten Änderungen im StGB, die mit 1. Jänner 2016 in Kraft treten werden. Dieses Casebook ist demnach an Prüfungsrelevanz und Aktualität kaum zu übertreffen. Assoz.-Prof. Dr. Heidelinde Luef-Kölbl Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie, Universität Graz Mag. Florian Sprajc Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie, Universität Graz Luef-Kölbl/Sprajc Strafrecht Casebook ca 250 Seiten, broschiert ISBN 978-3-7046-7252-0 Erscheinungsdatum: 15.12.2015 ca € 28,– Kompakte Einführung in die Lehre von Verbrechensopfern Die Viktimologie ist eine noch junge wissenschaftliche Disziplin. Sie schöpft ihre Erkenntnisse aus der Kriminologie, der sie nach überwiegendem Verständnis zuzurechnen ist, aus der Kriminalsoziologie, der (forensischen) Psychologie und Psychiatrie sowie auch und besonders aus der Rechtswissenschaft. Entsprechend breit ist der Bogen, den das Buch spannt: Es beleuchtet unter anderem die verschiedenen Opferbegriffe, Erklärungsansätze krimineller Opferwerdungen, Verbrechensfurcht, Opferschäden, Bedürfnisse und Interessen von Opfern, Opferhilfe sowie den großen Komplex strafrechtlicher und nicht-strafrechtlicher Reaktionen. Das Buch führt Studierende in den Gegenstand der Viktimologie ein und bietet allen Interessierten – insbesondere jenen, die im Bereich des Strafrechts, der Opferhilfe – eine kompakte Übersicht über die verschiedenen Bereiche dieser vielschichtigen Disziplin Assoc.-Univ.-Prof. Dr. Lyane Sautner Institut für Strafrechtswissenschaften, JKU Linz Sautner Viktimologie Die Lehre von Verbrechensopfern Lehrbuch 249 Seiten, broschiert ISBN 978-3-7046-6404-4 Erscheinungsdatum: 26.5.2014 € 39,– Alle Bücher versandkostenfrei in Österreich bei Onlinebestellung auf wwww.verlagoesterreich.at

erufsbilder IM BLICK Studium 11 Berufsbild: Rechtsanwalt Ronald Frühwirth im Gespräch mit Martina Leissing über sein Faible für Gerechtigkeit und seine Begeisterung, Dinge ändern zu können Wieso nicht? Wir haben genug Kapazitäten, um ein paar tausend Menschen Unterstützung zu bieten. Wie sind Sie zu Ihrer Spezialisierung auf Grundrechte und Fremdenrecht gekommen, gab es ausschlaggebende Erfahrungen oder Begegnungen? Keine besonderen Erfahrungen, aber das erhebende Gefühl, wenn sich Gerechtigkeit durchsetzen kann und Menschen Möglichkeiten eröffnet werden. Was machen Sie bewusst anders – als andere, als der Stereotyp? Verlag Österreich: Wie kam es zu Ihrer Entscheidung, Rechtsanwalt zu werden? Frühwirth: Ich wollte etwas bewegen und Veränderungen anstoßen. Ich bin davon überzeugt, dass dies am ehesten geht, wenn man in Einzelfällen Entscheidungen erwirken kann, die dann ein ganzes Gefüge in Bewegung setzen können. Und dann ist da noch mein Faible für Gerechtigkeit. Ich stehe leidenschaftlich gerne auf Seiten derer, die sich im gesellschaftlichen Diskurs sonst nur schwer Gehör verschaffen können. Als Rechtsanwalt kann man Menschen in Selbstermächtigungsprozessen unterstützen und begleiten. Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Beruf? Die Freiheit, parteiisch für ein Anliegen und die Interessen anderer auftreten und mir meine Arbeit selbst aussuchen zu können. Womit haben Sie zu kämpfen? Dass man mit verkrusteten Strukturen und zum Teil mit einer politischen Agenda zu kämpfen hat, wenn man im Bereich von Grundrechten und Fremdenrecht tätig ist, gehört zum Job. Ich sehe das aber nicht als Belastung, es überwiegt die Begeisterung, Dinge ändern zu können. Das ist schön zu hören! Was waren Ihre letzten großen Erfolge, was konnten Sie bewirken? Besonders emotional war neulich die drohende Abschiebung einer im achten Monat schwangeren Frau. Eine Grenzüberschreitung für uns, die wir zum Glück verhindern konnten. Und dann war da ein Strafverfahren, bei dem der Klientin eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher bevorstand. Durch eine gute Kooperation mit der Bewährungshilfe und Sozialarbeitern konnten wir dem Gericht bedingte Maßnahmen vorschlagen und damit eine Einweisung abwenden. Im Hinblick auf die aktuelle Asylmisere – was sollte die Regierung Ihrer Meinung nach am dringendsten tun, um die Situation zu entschärfen? Ganz klar, Menschen, die hier um Schutz ansuchen, müssen menschenwürdig untergebracht und unterstützt werden. Wie begegnen Sie Menschen, die sagen: „Wir können nicht alle Flüchtlinge aufnehmen.“ Ich möchte Anwaltei anders leben, als es viel zu oft erlebt und vorgelebt wird und unter Beweis stellen, dass man trotz Begeisterung an der Arbeit eine Balance zwischen worktime und freetime erreichen kann. Wie funktioniert das konkret, Sie arbeiten also nicht von montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr? Also, offen gestanden arbeite ich derzeit von Montag bis Sonntag zu den unterschiedlichsten Zeiten. Ich habe meine Kanzlei allerdings erst vor kurzem eröffnet. Mein Ziel ist es, dass das nicht auf Dauer so bleibt. Und meinen MitarbeiterInnen ermögliche ich flexible Teilzeitarbeitsverhältnisse, weil ich denke, dass Kreativität Freiraum braucht. Was würden Sie heute Jus-Studierenden raten, die diesen Beruf ergreifen wollen? Früh genug damit anzufangen, Praxiserfahrung zu sammeln, sich etwa bei einer der vielen Institutionen oder NGOs zu engagieren, die rechtliche Beratungen anbieten, Erfahrungen zu sammeln und – ganz wichtig – sich gut zu vernetzen. Mag. Ronald Frühwirth ist Rechtsanwalt in Graz und war Mitherausgeber der Zeitschrift juridikum.

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