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IM BLICK Studium 2018/2019

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IM BLICK STUDIUM 2018/2019 20 STRAFRECHT IM INTERVIEW: Helmut Fuchs und Ingeborg Zerbes Vor rund fünfundzwanzig Jahren erschien die erste Auflage von „Strafrecht. Allgemeiner Teil I. Grundlagen und Lehre von der Straftat“. Das Werk ist mittlerweile zu einem unabdingbaren Standardwerk für Jusstudierende in ganz Österreich geworden. Diesen Herbst erscheint – erstmals in Kooperation mit Co-Autorin Ingeborg Zerbes – die zehnte Auflage. Im Interview sprechen die Autoren Helmut Fuchs und Ingeborg Zerbes über das bewährte Konzept ihres Lehrbuchs und verraten, welche neuen Highlights die Studierenden erwarten dürfen. Herr Prof. Fuchs, Ihr Lehrbuch „Strafrecht. Allgemeiner Teil I“ ist ein absoluter Lehrbuchklassiker für das Jus-Studium. Was glauben Sie, woran liegt es, dass die Studierenden Ihr Buch so gerne verwenden? Fuchs: Das Buch hat drei Besonderheiten: Es ist problemorientiert, fallorientiert und im Text klar strukturiert. Diese klare optische Aufbereitung des Textes hilft dem Leser beim Verstehen. Der Leser soll nicht Definitionen auswendig lernen oder die neuesten Entscheidungen der Gerichte aufsagen können, sondern er oder sie soll die juristischen Probleme erkennen und verstehen und die Instrumente und Argumentationen kennenlernen, mit denen sich diese Probleme lösen lassen. Nehmen Sie etwa die Frage: Was ist Vorsatz? Hat ein Autoraser, der mit 120 km/h in einer 30er-Zone einen Menschen zu Tode fährt, einen Mord begangen oder eine fahrlässige Tötung? Solche Fragen werden streng nach dem Gesetz erörtert, es werden die verschiedenen Argumente dargestellt, die für die eine oder für die andere Lösung sprechen. Natürlich nenne ich auch die Lösung, die ich letztlich bevorzuge, wie auch die Auslegung durch die Rechtsprechung. Aber der Leser soll immer auch die Fähigkeit erwerben, diese Meinungen zu kritisieren und sich eine eigene Meinung zu bilden. Das ist ein anspruchsvolles Konzept, weil es nicht Auswendiglernen, sondern viel eigenes Denken erfordert, aber das Konzept findet offensichtlich Zustimmung. Denn dadurch zeigt sich, wie interessant und lebendig die Juristerei ist. Das Werk erscheint nun bereits in der 10. Auflage. Was bedeutet es, dass Sie mit Ingeborg Zerbes erstmals eine Co-Autorin an Ihrer Seite haben? Fuchs: Nach zehn Auflagen und 25 Jahren muss man an Veränderungen denken. Ingeborg Zerbes ist mit der österreichischen Strafrechtsdogmatik bestens vertraut, sie kennt das Buch von Anfang an und hat lange Zeit in Österreich danach unterrichtet. Seit acht Jahren ist sie Professorin in Deutschland. Ihre Begeisterung und ihre Erfahrung werden dem Buch viele neue Impulse geben. Sie steht dafür, es als modernes und lebendiges Lehrbuch weiterzuführen. Frau Prof. Zerbes, was hat Sie persönlich daran gereizt, an diesem Lehrbuch mitzuwirken? Zerbes: Das Buch selbst – ich kenne es und schätze es seit seiner Erstauflage; damals war ich noch Assistentin am Institut für Strafrecht. Mich lockt die Aufgabe sehr, das Strafrecht in spannender, die Leser und Leserinnen herausfordernder Weise zu vermitteln, die moderne Strafrechtslehre dadurch mitzugestalten und anhand aktueller Fälle immer wieder neue Zusammenhänge zu finden und darzustellen. Wird das Buch durch Ihre gemeinsame Zusammenarbeit nun inhaltlich oder strukturell anders gestaltet sein als zuvor?

IM BLICK STUDIUM 2018/2019 Zerbes: Wir haben das Konzept des Die letzte Auflage des Buches ben haben, zum anderen einige aktu- Buches jedenfalls für die 10. Auflage beibehalten. Neu ist jedoch das Konzept „AT.reloaded“, das wir für die (2016) war inhaltlich natürlich sehr stark vom StRÄG 2015 geprägt. Welche aktuellen Neuerungen/Entwick- elle Beispiele aufgenommen, etwa die Fälle, in denen spontane Autorennen tödlich geendet haben, die Raserfälle. 21 Studierenden entwickelt haben. Hierbei handelt es sich um aktuelle Fälle, die jeden Monat kostenlos auf der Verlag Österreich eLibrary in der Rubrik lungen wurden in der neuen Auflage beachtet? Zerbes: Zum einen wurden ein paar Sie werfen schwierige Vorsatzfragen auf, die in jüngerer Zeit vor allem in Deutschland entschieden wurden. Zudem wurde der Teil erweitert, der STRAFRECHT „eStudium“ vorgestellt und anhand Änderungen eingearbeitet, die sich in das internationale und europäische des Buches besprochen werden. aus der Strafgesetznovelle 2017 erge- Strafrecht einführt. ZUR BESTMÖGLICHEN PRÜFUNGSVORBEREITUNG Das bewährte Lehrbuch behandelt auch in der Neuauflage auf Grundlage der aktuellen kriminalpolitischen Entwicklungen die Aufgaben und Ziele des Strafrechts. Der Hauptteil vermittelt anhand vieler Fallbeispiele die Regeln der strafrechtlichen Zurechnung und die Wertentscheidungen, auf denen sie beruhen: Unter welchen Voraussetzungen ist ein Mensch für sein Verhalten strafrechtlich verantwortlich? Die Darstellung von Tatbestand und Rechtfertigung, Vorsatz und Irrtum, Fahrlässigkeit und Unterlassung, Versuch und Beteiligung berücksichtigt Rechtsprechung und Lehrmeinungen in gleicher Weise. Ein ausführliches Kapitel über das Internationale Strafrecht erläutert die Strafbarkeit von Taten mit Auslandsbeziehungen und den Einfluss des Europarechts. Der übersichtliche Aufbau, die anschauliche Darstellung und das Falllösungsschema im Anhang gewährleisten eine optimale Prüfungsvorbereitung. Dr. Helmut Fuchs em. o. Universitätsprofessor für Strafrecht und Strafprozessrecht, Uni Wien Dr. Ingeborg Zerbes Universitätsprofessorin für Kriminalwissenschaften (deutsches, europäisches und internationales Strafrecht), Kriminologie und Kriminalpolitik, Uni Bremen Fuchs/Zerbes Strafrecht Allgemeiner Teil I Grundlagen und Lehre von der Straftat Lehrbuch, 10. Auflage ca 450 Seiten, broschiert ISBN 978-3-7046-8042-6 Erscheinungsdatum: 30.9.2018 € 49,–

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