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vznews, Deutschland, April 2022, Ausgabe 66

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Seite 6 vz news 66/April 2022 Hausbanken verführen zum Kauf von teuren Anlageprodukten In der Nullzinsphase zahlen sowohl Sparer als auch Banken mit Tagesgeld, Festgeld, oder Sparkonten drauf. Viele Geldhäuser versuchen ihre Kunden deshalb in teure Anlageprodukte zu locken. Für die Kunden ist das ein Verlustgeschäft. ALEXANDER SEBESTIAN Finanzexperte alexander.sebestian@vzde.com Tel. 0211 540 056 00 Bankberater bemühen sich derzeit intensiv um ihre Kunden. Sie wollen diese davon überzeugen, das Geld, das sie auf dem Festgeldkonto oder Sparbuch praktisch unverzinst liegen haben, besser anzulegen. Selbstlos ist der Vorstoß der Banken nicht. Denn an den Kundeneinlagen verdienen sie in der Nullzinsphase nichts. Umso mehr verdienen die Banken aber an den Produkten, die sie ihren Kunden stattdessen anbieten: Meist handelt es sich um teure aktiv gemanagte Aktien- oder Mischfonds. Bei diesen Fonds Gewaltige Kostenunterschiede Anlagen im Vergleich 3 % Inflation 0,5 % Strafzins Tagesgeld Kaufkraftverlust 250 € pro Monat Verwahrentgelt 42 € pro Monat 100.000 € Anlagesumme 2 % Fondsgebühr 0,2 % ETF-Gebühr Anlage mit Provision Günstige Anlage Provision bei Anlage 5.000 € Laufende Kosten 333 € pro Monat Einstiegsgebühr 250 € Laufende Kosten 17 € pro Monat 292 € pro Monat 5.333 € im 1. Monat 267 € im 1. Monat Ersparnis mit der ETF-Lösung im Vergleich zur Anlage mit Provision nach 5 Jahren: 13.150 Euro. Quelle: VZ VermögensZentrum MERKBLATT Gebühren sparen bei der Geldanlage Erfahren Sie, wie Sie die Gebühren bei der Geldanlage reduzieren können. Bestellen Sie das kostenfreie Merkblatt unter: www.vzde.com/vznews fallen in der Regel direkt beim Kauf 5 Prozent Ausgabeaufschlag an. Das heißt: Wenn Sie 100.000 Euro investieren, behält die Bank 5.000 Euro an Gebühren ein. Hinzu kommen laufende Kosten, die sich im Extremfall auf 0,33 Prozent im Monat oder 4 Prozent im Jahr summieren können. Bei solch hohen Gebühren muss die Rendite nach Steuern schon sehr hoch sein, damit überhaupt noch ein Gewinn für Sie als Anleger übrig bleibt. Tipp: Setzen Sie bei der Geldanlage auf kostengünstige ETFs. Damit sparen Sie erhebliche Summen (siehe Tabelle). Wie das geht, erfahren Sie im kostenfreien Leitfaden „Erfolgreich anlegen mit ETFs“, den Sie hier bestellen können: www.vzde.com/vznews Steigende Zinsen haben dem S&P 500 nicht geschadet Einige Anleger befürchten, dass steigende Zinsen negative Folgen für die Aktienmärkte haben könnten. Die Vergangenheit lehrt aber: Zinserhöhungen haben den US-Aktienindex S&P 500 nicht belastet. Das geht aus Auswertungen hervor, wie sich bedeutende Zinserhöhungsphasen auf die Kursentwicklung des wichtigsten US-Aktienindex ausgewirkt haben. Ergebnis: In elf von zwölf untersuchten Zinserhöhungsphasen ist der Aktienindex in der Summe gestiegen (siehe Tabelle). Zwar bestehen bei entsprechenden Geschäften an der Börse auch Verlustrisiken. Auf lange Sicht werden diese jedoch meist kompensiert. So schlug sich der Aktienindex S&P 500 in Phasen steigender Zinsen Durchschnittliche Jahresrendite in Prozent 1954– 1957 1958– 1959 1961– 1966 1967– 1969 1972– 1974 1977– 1981 1983– 1984 1987– 1989 1994– 1995 1999– 2000 2004– 2006 2015– 2018 13,7 % 24,5 % 7,0 % 3,7 % –8,6 % 11,5 % 13,2 % 16,0 % 4,1 % 10,5 % 8,2 % 8,4 % Quelle: Bloomberg. Vergangene Renditen sind kein Indikator für die Zukunft. Tipp: Setzen Sie Aktien in Ihrer langfristigen Anlagestrategie ein. Und ändern Sie diese Strategie nicht, wenn die Märkte korrigieren. MERKBLATT Kostenloser Depotcheck Machen Sie einen Depotcheck, um festzustellen, ob Ihre Anlagestrategie Ihrem Risikoprofil entspricht. Bestellen Sie das kostenfreie Merkblatt unter: www.vzde.com/vznews

vz news 66/April 2022 Seite 7 Muss ich meine Kinder im Nachlass gleichbehandeln? Es kann durchaus gute Gründe geben, einem Kind einen größeren Teil des Erbes zukommen zu lassen als einem anderen. Was man dabei beachten sollte. Gesetzliche Erbquoten von Kindern abhängig davon, ob der Ehepartner auch Erbe wird, und abhängig von der Anzahl der Geschwister MERKBLATT Einzelkind Patchworkfamilien und Nachlass Erfahren Sie, was Sie beim Nachlass beachten müssen, wenn Sie sich als Eltern getrennt haben und eine neue Familie gegründet haben. Bestellen Sie das kostenlose Merkblatt: www.vzde.com/vznews DR. TATJANA ROSENDORFER Finanz- und Nachlassplanerin tatjana.rosendorfer@vzde.com Tel. 089 288 11 70 Bei der Nachlassplanung kann es Situationen geben, in denen man von der gesetzlich vorgesehenen Regelung abweichen möchte. So ist es in bestimmten Fällen angemessen, einem Kind einen größeren Anteil zu vermachen als dem oder den anderen. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn ein Kind Sie jahrelang pflegt und deshalb eine sehr innige Beziehung zu Ihnen aufgebaut hat. Zudem hat dieses Kind aufgrund seiner Pflegeleistung oft nicht die Gelegenheit, in dem Maße Wenn Ehepartner in Zugewinngemeinschaft miterbt: Wenn Ehepartner in Gütertrennung miterbt: Wenn kein Ehepartner Miterbe wird: eigenes Einkommen zu erwirtschaften wie seine Geschwister. Auch bei Patchwork- Familien passt die gesetzlich vorgesehene Regelung nicht immer. Ein häufiges Beispiel: Viele Menschen, die ein Kind aus erster Ehe haben, zu dem kaum Kontakt besteht, wollen es nicht in gleichem Maße beim Erbe Geschwister 1 2 3 1/2 1/4 1/6 1/8 1/2 1/3 1/4 1/5 1 1/2 1/3 1/4 Der Pflichtteil beträgt grundsätzlich die Hälfte der gesetzlichen Erbquote. Quelle: VZ VermögensZentrum bedenken, wie die Kinder aus zweiter Ehe, die sie selbst großgezogen haben und zu denen sie eine viel tiefere Beziehung haben. Ein weiterer Grund, möglicherweise von der gesetzlichen Regelung abzuweichen, ist, wenn ein Kind wirtschaftlich unerfahren oder leichtsinnig oder nicht in der Lage ist, mit Vermögen umzugehen. Gleiches gilt, wenn Kinder überschuldet sind. Bedenken Sie allerdings, dass das Gesetz für jedes Kind einen Pflichtteil vorsieht. Um später Streit zwischen den Erben zu vermeiden, ist es ratsam, die Kinder rechtzeitig in die Pläne einzuweihen, damit diese nicht erst bei Eröffnung des Testaments vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Wenn Sie Ihren Nachlass planen, ist es sinnvoll, ein Gespräch mit einem Experten zu fühen. Das VZ VermögensZentrum bietet eine fundierte Nachlassplanung und -beratung an, die auch Aspekte umfasst, an die Sie vielleicht nicht gedacht haben. Worauf es bei nachhaltigen Geldanlagen ankommt Wer Geld nachhaltig anlegen will, hat es nicht leicht, seriöse von unseriösen Angeboten zu unterscheiden. Sinnvoll ist es, sich an die Empfehlungen des unabhängigen Instituts für Vermögensaufbau (IVA) zu halten. Es empfiehlt nur Anlagen, bei denen ökologisch und sozial nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten gefördert werden. Das IVA stützt sich auf Daten von unabhängigen ESG-Ratingagenturen. Grundlage sind die ESG-Kriterien. Sie definieren, inwieweit Firmen ökologische, soziale und unternehmerische Verantwortung übernehmen. Zur Klarstellung: Gemeint sind nicht die EU-Vorgaben zur Nachhaltigkeit. Eine gute nachhaltige Geldanlage geht nicht zu Lasten der Rendite. Im Gegenteil: Nachhaltig vorbildliche Unternehmen sind oft auch Vorreiter in ihrer Branche und performen an der Börse häufig besser als der Marktdurchschnitt. Das IVA bewertet die Nachhaltigkeit eines Portfolios auf einer Skala von 1 bis 5 Bäumen. In eigener Sache: Das VZ VermögensZentrum wendet strenge ESG-Kriterien in seiner Vermögensverwaltung mit Investmentfonds an. Das IVA hat dieses Anlageangebot des VZ mit der Bestnote von 5 Bäumen ausgezeichnet.