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wd | Sommer 2020

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EDITORIAL Es dämmert,

EDITORIAL Es dämmert, bald schon ist es Nacht und durch die Fenster des Einfamilienhauses, da scheint das warme, heimelige Licht in die Finsternis hinaus. In der Ferne bellt leise ein Hund. Vor dem Gebäude steht ein Auto, dessen leicht silbern glänzende Silhouette in der Hofeinfahrt zu erkennen ist. Ansonsten passiert nichts. Gar nichts. Wenige Sekunden später dann die Auflösung, in Form eines einzigen Satzes, der eingeblendet wird: „Auch dieser Wagen steht für Sicherheit.“ Ein Autohersteller, der seine flotten Kisten nicht in voller Fahrt präsentiert? Ganz ohne Action, schnelle Schnitte und Staubwolken? Corona machts möglich! Noch ein Beispiel: Bundesweit ließ eine in Deutschland führende Fruchtsaftmarke großflächige Werbeplakate hissen. Keine strahlenden Gesichter, keine Emotionen, kein Sonnenschein. Wieder nur ein Satz. „Wir danken allen, die dieses Plakat nicht sehen.“ Eine großangelegte Werbekampagne, mittels eines Mediums, das gerade in Zeiten des Lock-Downs wohl zu einem der am wenigsten konsumierten gehört? Corona machts möglich! Immer häufiger findet man solche Kampagnen. In allen Medien geht es dabei in erster Linie nicht mehr um Produkte, um Bewerbung oder Call-to-Action. Der stehende Wagen in der Einfahrt des Hauses punktet nicht mit besonders großem Kofferraumvolumen oder niedrigem Spritverbrauch. Der gelb leuchtende Fruchtsaft ist nicht besonders bekömmlich, nicht voller wichtiger Vitamine und die Orangen sind natürlich auch nicht in den sonnenüberfluteten Hängen Siziliens herangewachsen. Die Message ist eine ganz andere! Anstatt den Teufel an die Wand zu malen Werbung in Zeiten der Corona-Krise Die Werbung wird oft als Manipulator verteufelt. Als gehirnwaschender Teil der Konsummaschinerie, dem wir machtlos gegenüberstehen. Der uns Menschen tangiert und beeinflusst. Lange ist es nicht her, da hätten wohl die meisten Menschen noch geglaubt, dass es nichts, aber auch rein gar nichts geben könne, was wiederum in der Lage wäre die Werbung selbst zu beeinflussen. Bis, ja bis Corona kam. Solidarität und Zusammenhalt stehen im Vordergrund. Rückbesinnung & Selfness. Soziales Handeln, sowie eine feine Brise Mitgefühl. Und auch wenn für die Entscheidung, eine solche Werbekampagne zu fahren, oft noch der Erfahrungshintergrund fehlt, so schätzen Experten die Wirkung nicht nur als ausgesprochen effektvoll, sondern auch als nachhaltig ein. Die Botschaft ist dabei klar: Wir sind alle in der gleichen, verzwickten Lage. Marken gewinnen so an Vertrauen, entwickeln eine fast schon familiärere Verbundenheit und kommunizieren gleichzeitig eine Aussage, die hängen bleibt. Für Werbetreibende gilt jedoch, dass vieles, was früher noch als gut und wirksam galt, in der Krisenzeit nicht erlaubt ist! Von derbem Galgenhumor hält man also besser Abstand. Darüber hinaus ist die Angst in der Bevölkerung noch immer groß – ein Thema, das in der Werbung nichts verloren hat. Effektive Werbung in der Corona-Krise ist also eine Gratwanderung, die viel Fingerspitzengefühl und Sensibilität fordert. Bei all der Unsicherheit in der momentanen Situation können sich Werbetreibende aber in einem Punkt sicher sein: Der schlimmste Fehler ist es, jetzt nichts zu tun. Wer stumm bleibt, der verschwindet still und heimlich in der Krise und wird Mühe haben, den Kopf über Wasser zu halten. Marketing macht noch immer Sinn. Vielleicht sogar mehr denn je! Wir Menschen konsumieren derzeit Medien intensiver als noch vor einem halben Jahr. Dank Kontaktsperren und Ausgangsverboten, sind wir sogar offener gegenüber Neuheiten und Trends. Und darüber hinaus kann die Krise sogar auflockernd wirken. Esszimmer, die zum Home- Office umfunktioniert wurden. Die Jungs, die sich im Hintergrund des Webmeetings um die Rangordnung zanken. Oder das Gequengel der Kleinsten, die während des Telefonats mit dem Chef 8

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