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CSR – Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung | w.news 04.2016

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04.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: • CSR – Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung • Hannover Messe • Advertorial B4B Themenmagazin

T I T E L FREIWILLIG

T I T E L FREIWILLIG VERANT WOR - TUNG ÜBERNEHMEN Wenn Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, nennt man das Corporate Social Responsibility (CSR). Engagement, das intern sowie extern positive Wirkung entfalten kann, auch wenn es dafür noch keine allgemein anerkannte Definition gibt. VO N P R O F. D R. C H R I S T O P H E R S T E H R Die gesellschaftliche Verantwortungsübernahme von Unternehmen umfasst ein weites Spektrum von Ideen und Aktivitäten. Zwar fehlen allgemeingültige unternehmens- sowie branchenübergreifende Standards zur Definition, Darstellung, Kommunikation und vor allem Messung von CSR, was auch die praktische Umsetzung erschwert. Nichtsdestotrotz engagiert sich aber eine Vielzahl von Unternehmen in der Region Heilbronn-Franken seit vielen Jahren in diesem Bereich. Über gesetzliche Vorgaben hinaus Exemplarisch könnte in diesem Zusammenhang die Definition der so genannten Heilbronner Erklärung zur gesellschaftlichen Verantwortung des Mittelstands in der Wirtschaft angeführt werden, die die Unternehmen Bera GmbH, CSI Entwicklungstechnik GmbH, Heilbronner Stimme GmbH & Co. KG, Hirschmann Laborgeräte GmbH & Co. KG, Intersport Deutschland eG, Marbach GmbH & Co. KG, Martin Priebe sowie die German Graduate School of Management and Law gGmbH (GGS) unterzeichnet und damit anerkannt haben. Darin heißt es: „Wir übernehmen über das gesetzliche Maß hinaus Verantwortung für die Folgen unserer unternehmerischen Tätigkeit in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht, durch bewusstes werteorientiertes Handeln gegenüber Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden, Umwelt und der Gesellschaft.“ Dieses CSR-Verständnis wurde über mehrere Monate hinweg in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Unternehmen entwickelt, diskutiert und schließlich beschlossen. CSR-Engagement, ohne sich dessen bewusst zu sein Viele Unternehmen haben noch keine offizielle, freiwillige Selbstverpflichtung unterschrieben, engagieren sich aber bereits seit langem mit Aktivitäten, die dem CSR-Gedanken entsprechen. Es wird also CSR betrieben, ohne dass sich Betriebe dessen bewusst wären. Der Grund dafür ist, dass für viele inhabergeführte Unternehmer gesellschaftliches Engagement selbstverständlich ist und einfach noch nicht publik gemacht oder mit dem relativ neuen Begriff CSR überschrieben wurde. Wirkung von Sozialengagement CSR kann sich sowohl auf die internen als auch die externen Dimensionen eines Unternehmens auswirken. So kann CSR eine Relevanz für alle an Prozessen beteiligte Anspruchsgruppen haben, seien es Mitarbeiter oder Kunden und Geschäftspartner. Die beiden entscheidenden Fragen hierbei sind: 1. Ist das vom Unternehmen beziehungsweise Unternehmer praktizierte CSR authentisch? Oder dient CSR im Unternehmen lediglich als Feigenblatt um „ethical“ und/oder „green washing“ zu betreiben, um das Image auf der Basis von vorgetäuschtem Engagement zu verbessern. 2. Wann ist CSR tatsächlich glaubhaft? Beispielsweise, wenn das praktizierte CSR authentisch ist, das heißt, dass es auch Teil der Unternehmensstrategie ist und somit einen nachhaltigen Mehrwert für das Unternehmen erzeugt. CSR als Chance mit Erfolgsaussicht Sofern beide Fragen positiv beantwortet werden können, zeigen aktuelle Studien, dass Unternehmen einen mess- 24 w.news APRIL 2016

T I T E L baren Mehrwert durch authentisches, strategisch verankertes CSR erhalten können. Unter anderem: æ steigt die Innovationsrate (Innovationsstärke), æ es sinkt die Fluktuationsrate der Mitarbeiter (gelungene Mitarbeiterbindung) æ und es erhöht sich die Reputation (gelungenes Reputationsmanagement). Daher sollten Unternehmen CSR nicht als einen, bald verwirklichten gesetzlichen Zwang ansehen, sondern als Möglichkeit nutzen, sich im Markt von den Wettbewerbern abzuheben. Ende dieses Jahres wird eine europaweite Berichterstattungspflicht im Bereich CSR final in Kraft treten. Wie genau das Gesetz ausgestaltet sein wird, ist bisher unklar. Jedoch ist zu erwarten, dass große Unternehmen ihre Berichtspflicht zum Teil an ihre Zulieferer also auch KMU weitergeben werden. Daher empfiehlt es sich für KMU, diese Entwicklungen zu antizipieren. Von besonderem Vorteil ist hierbei die Nutzung von bereits im Unternehmen erhobenen Kennzahlen, wie zum Beispiel Verbrauch von Wasser, Papier, der Krankenstand oder die Mitarbeiterfluktuation und diese in einen Zusammenhang mit der CSR-Strategie des Unternehmens zu setzen und vor diesem Hintergrund zu reflektieren. Wird CSR ganzheitlich angegangen und nachhaltig im Unternehmen umgesetzt sowie sensibel kommuniziert, können sich diese Maßnahmen als Alleinstellungsmerkmal etablieren und zu einem erfolgreichen Wirtschaften beitragen. DER AUTOR Prof. Dr. Christopher Stehr ist Professor für Internationales Management an der German Graduate School of Management and Law gGmbH. Zudem ist er Geschäftsführer der Unternehmensberatung für Globalisierung, Interkulturelle Kompetenz und Nachhaltigkeit polymundo, die er 2003 gründete. MarkenArbeit Briefmarken sammeln für Bethel Arbeit für behinderte Menschen Briefmarkenstelle Bethel · Quellenhofweg 25 · 33617 Bielefeld www.briefmarken-fuer-bethel.de 273

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