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HANDEL IM WANDEL| w.news 11.2018

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11.2018 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: Handel im Wandel • Bundesgartenschau Heilbronn 2019 • Advertorial B4B Themenmagazin

IHK + Region 80 60 40 20

IHK + Region 80 60 40 20 62,5 37,5 0,0 Maschinenbau Fahrzeugbau 0 AKTUELLE GESCHÄFTSLAGE in einzelnen Industriebereichen 3/2018 (in Prozent) gut befriedigend schlecht 72,3 25,3 2,4 2,4 Metallerzeugnisse 61,4 38,6 0,0 Elektrotechnik 0 55,2 41,4 3,4 3,4 Glasindustrie/ Chemische Steine- Industrie verarbeitung 41,2 58,8 0,0 0 50,0 50,0 0,0 Ernährungsgewerbe 0 50,0 50,0 0,0 Die Balken geben jeweils die Prozentanteile der Urteile der Unternehmen aus einzelnen Bereichen der Industrie zur aktuellen Geschäftslage an. 0 Auftriebskräfte, der private Konsum und die Investitionen, tragen die Konjunktur. Das Auslandsgeschäft hat sich dagegen mit der Verlangsamung der Konjunktur in den wichtigsten Absatzmärkten abgeschwächt. Mit Blick auf zukünftige Geschäfte nimmt die Verunsicherung in der Wirtschaft zu. Die Unternehmen sehen sich einerseits vor allem bei Arbeitskräften zunehmend Engpässen gegenüber. Zudem haben die konjunkturellen Risiken zugenommen. Das handelspolitische Klima ist rauer geworden. Eine Eskalation des Handelsstreits, etwa die von den USA angedrohte Verhängung von Importzöllen für Fahrzeuge, würde die wirtschaftliche Aktivität in der Region spürbar dämpfen. Darüber hinaus sorgen der noch immer offene Ausgang der Brexit-Verhandlungen, die aufgekommenen Zweifel an der finanzpolitischen Stabilität Italiens sowie die Währungskrise in der Türkei für Verunsicherung. Geschäftserwartungen 50 40 30 20 10 0 -10 -20 -30 -40 -50 Belebung Abschwung IHK-KONJUNKTURUHR: 3/2009–3/2018 (in Prozent) 3/09 -50 -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 50 Aktuelle Geschäftslage Die Konjunkturuhr stellt den Zusammenhang zwischen der Lagebeurteilung und den Erwartungen der Unternehmen in einem Vier-Quadranten-Diagramm dar. Idealtypischerweise bewegt sich die Wirtschaft im Uhrzeigersinn durch die vier Felder Belebung, Aufschwung, Abkühlung und Abschwung. Bei einer nahezu stabilen Lageeinschätzung und etwas verhalteneren Geschäftserwartungen zeigt die Konjunkturuhr für die Region Heilbronn-Franken eine Fortsetzung der konjunkturellen Aufschwungphase an. 1/10 1/13 1/16 1/15 Aufschwung 1/11 1/12 1/14 1/17 1/18 3/18 Abkühlung Industrie auf hohem Niveau leicht verschlechtert In der Industrie wird die wirtschaftliche Situation im Vergleich zum Vorquartal geringfügig ungünstiger beurteilt. Während 62 Prozent (Vorquartal 64 Prozent) der Betriebe eine gute Geschäftslage melden, halten nur zwei Prozent (Vorquartal ein Prozent) der Unternehmen den Geschäftsverlauf für schlecht. Bei den Auftragseingängen waren weitere Rückgänge zu verzeichnen. Bei den Auftragseingängen aus dem Ausland verbuchten nur noch 22 Prozent (Vorquartal 37 Prozent) einen Anstieg. 17 Prozent (Vorquartal 14 Prozent) klagen hingegen über fallende Auslandsorders. Im Bereich der inländischen Auftragseingänge melden 29 Prozent (Vorquartal 37 Prozent) einen Zuwachs, während wie im Vorquartal 13 Prozent rückläufige Inlandsorders verzeichneten. Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung fällt mit 89 Prozent (Vorquartal 90 Prozent) weiterhin sehr hoch aus. Die Erwartungen an zukünftige Geschäfte in den kommenden zwölf Monaten fallen deutlich weniger optimistisch als im Vorquartal aus. Während 27 Prozent (Vorquartal 42 Prozent) der Industriebetriebe zuversichtlich in die Zukunft blicken, erwarten fünf Prozent NOVEMBER 2018 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 10 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de

GRÖSSTE RISIKEN BEI DER WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG in den kommenden zwölf Monaten – Gesamtkonjunktur 3/2018 (in Prozent) 70 60 50 40 30 20 10 64,7 Arbeitskosten Fachkräftemangel 45,5 Energieund Rohstoffpreise (Vorquartal sechs Prozent) einen ungünstigeren Geschäftsverlauf. Hinsichtlich der zukünftigen Umsatzentwicklung gehen 42 Prozent (Vorquartal 51 Prozent) von Umsatzsteigerungen aus, sieben Prozent der Unternehmen befürchten wie im Vorquartal sinkende Umsätze. Vor dem Hintergrund der US-Handelspolitik und dem Brexit hat die Industrie ihre Exporterwartungen weiter zurückgenommen. 29 Prozent (Vorquartal 41 Prozent) der Betriebe rechnen mit steigenden Exporten, neun Prozent (Vorquartal elf Prozent) gehen von einem rückläufigen Auslandsgeschäft aus. Die Investitionsbereitschaft hat sich gegenüber dem Vorquartal leicht erhöht. 45 Prozent (Vorquartal 40 Prozent) der Unternehmen planen mit einem Anstieg der Inlandsinvestitionen. 31 Prozent der Betriebe ziehen Neueinstellungen in Betracht, während lediglich sechs Prozent einen Personalabbau erwägen. 36,6 Inlandsnachfrage Rahmenbenachfrage Politische Auslandsdingungen 36,1 25,1 19 Wechselkurse 15,1 Sonstige Risiken 10 Finanzierung 5,4 Die Balken geben jeweils die Prozentanteile der Urteile der Unternehmen zu den größten Risiken bei der wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten an, Mehrfachnennungen sind möglich. Boom im Baugewerbe setzt sich fort In der regionalen Bauwirtschaft fällt die konjunkturelle Lage per saldo ähnlich gut wie im Vorquartal aus. Während 74 Prozent (Vorquartal 77 Prozent) der Baubetriebe den Geschäftsverlauf als gut bezeichnen, meldet kein Unternehmen (Vorquartal zwei Prozent) eine schlechte Geschäftslage. Der Bau ist damit mit Abstand weiterhin Branchenspitzenreiter. Die Auftragseingänge sind im 3. Quartal 2018 per saldo nahezu stabil geblieben. 26 Prozent (Vorquartal 32 Prozent) der Betriebe melden steigende Auftragseingänge, während 7 Prozent (Vorquartal 11 Prozent) über Auftragseinbußen klagen. Im Straßen– und Tiefbau sowie im Wohnungsbau hat sich die Auftragssituation gegenüber dem Vorquartal verbessert. Der gewerbliche Hochbau und der öffentliche Hochbau berichten per saldo von einer schwächeren Ordertätigkeit. Die Auslastung von Maschinen und Geräten ist mit 81 Prozent (Vorquartal 85 Prozent) weiterhin hoch. Die Geschäftsperspektiven für die kommenden zwölf Monate haben sich per saldo wieder etwas verbessert. 13 Prozent (Vorquartal 16 Prozent) der Bauunternehmen blicken mit Optimismus in die Zukunft, während kein Betrieb (Vorquartal sieben Prozent) einen ungünstigeren Geschäftsverlauf erwartet. Als größtes Geschäftsrisiko sehen 76 Prozent (Vorquartal 82 Prozent) der Betriebe den Fachkräftemangel. 16 Prozent (Vorquartal 25 Prozent) der Unternehmen wollen neue Stellen schaffen, während 3 Prozent (Vorquartal null Prozent) einen Personalabbau erwägen. Zufriedenheit im Großhandel gestiegen Im Großhandel zeigen sich die befragten Betriebe mit ihrer aktuellen Geschäftslage auf hohem Niveau noch etwas zufriedener als im Vorquartal. Während 63 Prozent (Vorquartal 60 Prozent) der Unternehmen von einem guten Geschäftsverlauf berichten, bezeichnet kein Großhändler (Vorquartal zwei Prozent) die aktuelle wirtschaftliche Situation als schlecht. Die Bestellpläne fallen per saldo weniger expansiv als im Vorquartal aus. Während 40 Prozent (Vorquartal 43 Prozent) einen Anstieg der Bestellungen verbuchten, melden 14 Prozent der Betriebe (Vorquartal vier Prozent) rückläufige Bestellungen. Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten ist der Optimismus per saldo leicht gestiegen. 35 Prozent (Vorquartal 26 Prozent) der Großhändler erwarten eine günstigere Geschäftsentwicklung. Ein Zehntel (Vorquartal sechs Prozent) blickt skeptisch auf den weiteren Geschäftsverlauf. 41 Prozent (Vorquartal 28 Prozent) der Großhändler rechnen mit steigenden Inlandsinvestitionen. Als größtes Geschäftsrisiko www.heilbronn.ihk.de ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 11 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- NOVEMBER 2018

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