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HANDEL IM WANDEL| w.news 11.2018

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11.2018 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: Handel im Wandel • Bundesgartenschau Heilbronn 2019 • Advertorial B4B Themenmagazin

11.2018

11.2018 B4B THEMENMAGAZIN IT IM MITTELSTAND ZAHLREICHE NEUE RISIKEN DURCH DIE DATENSCHUTZ- GRUNDVERORDNUNG Seit nunmehr 5 Monaten ist sie in Kraft: die Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO. Diese neue, in ganz Europa geltende Verordnung, soll die Verarbeitung von personenbezogenen Daten und das Datenschutzrecht europaweit standardisieren. Die meisten Regelungen der DSGVO betreffen - bis auf wenige Ausnahmen - so gut wie alle Unternehmen. Doch gerade kleine und mittlere Unternehmen stellt das Regelwerk vor besonders große Herausforderungen. Vieles ist neu und bei Verstößen drohen empfindliche Strafen. Neu: Risiko hohe Strafen und persönliche Haftung Die möglichen Geldbußen für Datenschutz-Verstöße wurden drastisch erhöht. Die im Bundesdatenschutzgesetz verhängten Bußgelder waren bislang eher moderat und auf maximal 300.000 Euro begrenzt. In den neuen Vorschriften der DSGVO sind nun Bußgelder bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des gesamten weltweiten Jahresumsatzes möglich - fällig wird der jeweils höhere Betrag. Zudem wurde die persönliche Haftung der Geschäftsführung eingeführt, ein scharfes und mächtiges Schwert für die Datenschutzbehörden und ein unkalkulierbares Risiko beim Thema Schadenersatzansprüche. Neu: Risiko Schadenersatzanspruch für natürliche und juristische Personen Der Gesetzgeber gibt geschädigten Privatpersonen und Unternehmen erstmals die Möglichkeit, ihre Ansprüche aus Datenschutzvergehen gerichtlich einfordern zu können. Verstöße gegen die Datenschutz- Grundverordnung können zum Schadenersatz verpflichten. Derartige Ansprüche können zukünftig nicht nur von den natürlichen Personen geltend gemacht werden sondern auch von juristischen Personen, sofern sie durch die Datenschutzverstöße einen Schaden erlitten haben. Kommt es zum Beispiel zu Datenschutzpannen, erfolgreichen Hackerangriffen oder Datendiebstählen können sich betroffene Unternehmungen sehr hohen Forderungen ausgesetzt sehen. Diese Risiken sind gerade für kleine und mittlere Unternehmungen überdurchschnittlich hoch, da sie in der Regel weniger in Datensicherheit investieren. Neu: Risiko Auftragsdatenverarbeiter Doch es droht noch ein weiteres, weitgehend unbeachtetes, aber sehr großes Risiko. Unternehmen, die im Auftrag Dritter relevante Daten verarbeiten, sind gemäß DSGVO Auftragsdatenverarbeiter. Dazu zählt allerdings nicht nur der IT-Dienstleister eines Unternehmens, sondern meist viele andere wie zum Beispiel der Telefonanlagenbetreiber. Hat er doch Zugriff auf die Namen und Telefonnummern, die in der Telefonanlage gespeichert sind. Wichtig: Für etwaige Fehler oder Datenmissbrauch haften gegenüber den Datenschutzbehörden und bei Zivilklagen zunächst einmal alle beteiligten Unternehmen gesamtschuldnerisch. Sprich jedes Unternehmen haftet für Dritte, die mit seinen Kundendaten arbeiten oder in Kontakt kommen und hier Datenschutzverstöße begehen. Würden zum Beispiel mit Daten aus der Telefonanlage eines Unternehmens Kunden nachweislich Opfer eines Betrügers und sind nicht die notwendigen Datenschutzmaßnahmen umgesetzt und dokumentiert, würde das Unternehmen sowie die Geschäftsführung persönlich für einen derartigen Schaden haften. Bisher undenkbar, seit Einführung der DSGVO bittere Realität für Unternehmen und Geschäftsführer/Innen. Und, die Haftung für Schäden ist vom Gesetzgeber ausdrücklich nicht begrenzt! Rechtmäßige Datenverarbeitung ist der einzig sichere (Aus-)Weg Wesentlich zur Vermeidung hoher Bußgelder und Schadenersatzansprüche ist daher der Nachweis einer rechtmäßigen Datenverarbeitung. Ohne professionelle Unterstützung ist eine nachhaltig korrekte Umsetzung der DSGVO allerdings kaum möglich. Arbeitsabläufe und Prozesse müssen regelmäßig kontrolliert und angepasst werden. Hinzu kommt, alles muss genau dokumentiert sein. In der Regel sind dazu nur geschulte Mitarbeiter in der Lage. Ein weiteres Hindernis: Ab 10 Mitarbeitern benötigen Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten. Und bei der Anzahl zählt jeder Mitarbeiter, auch wenn er nur einmal pro Woche personenbezogene Daten bearbeitet oder in Teilzeit angestellt ist. Aber auch zum Bespiel Ser- Steuer-Tipp Darlehen nach vorausgegangener Schenkung Eltern können ihren Kindern Geld schenken und die Kinder das Kapital dem Unternehmen der Eltern darlehensweise zur Verfügung stellen (sog. schenkungsbegründetes Darlehen). Die Eltern können die gezahlten Zinsen als Betriebsausgaben absetzen, bei den (minderj.) Kindern bleiben die Zinseinnahmen oftmals steuerfrei. Das Steuersparmodell ist aber nicht anzuerkennen, wenn die Schenkung mit der Auflage verbunden ist, das Geld anschließend dem Schenker als Darlehen zur Verfügung zu stellen. Der Empfänger der Schenkung muss die alleinige und unbeschränkte Verfügungsmacht über die Geldmittel erhalten. Schenkung und Darlehen sollten in getrennten Urkunden zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in unterschiedlicher Höhe vereinbart werden. Kanzlei Dr. Thomas Kegel Fichtestraße 13 74074 Heilbronn Tel. 07131 7853-0 Fax 07131 7853-90 info@kanzlei-kegel.de www.drkegel.de 31 12 www.b4b-themenmagazin.de Advertorial

B4B THEMENMAGAZIN 11.2018 IT IM MITTELSTAND vicetechniker, die per Smartphone Zugriff auf Kundendaten haben, werden mitgezählt. Dadurch werden selbst kleine Handwerksbetriebe und Unternehmen datenschutzrechtlich schnell behandelt wie internationale Konzerne. Deshalb ist die externe Hilfe eines Datenschutzbeauftragten oder eines qualifizierten Dienstleisters beim Thema DSGVO fast immer erforderlich. Frank Ammann von der AWARES GmbH aus Flein empfiehlt Unternehmen „die Herausforderungen der DSGVO schnell und zeitnah umzusetzen“. In der Regel werden sie hierzu einen externen Datenschutzbeauftragten heranziehen müssen, denn nur eine rechtmäßige Datenverarbeitung schützt von hohen Bußgeldern und Forderungen. www.awares.de UMSATZ MIT INFORMATIONSTECHNIK Die Statistik bildet das Marktvolumen im Bereich Informationstechnik in Deutschland in den Jahren 2005 bis 2018 nach Segmenten ab. Der Umsatz im Bereich IT-Services in Deutschland beläuft sich im Jahr 2018 voraussichtlich auf 40,0 und der Umsatz in den Bereichen Hardware und Software auf jeweils 24,4 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz des Jahres summiert sich somit auf 88,8 Milliarden Euro bis zum Jahresende 2018. Umsatz mit Informationstechnik in Deutschland von 2005 bis 2018 nach Segment (in Milliarden Euro) IT-Services IT-Hardware Software 2005 27,2 19,6 12,5 2006 28,6 19,1 13,2 2007 31,3 19,3 14,3 2008 34,4 19,1 14,8 2009 32,5 16,9 14,3 2010 32,9 20,4 15,6 2011 34,1 20,8 16,4 2012 34,8 21,0 17,3 2013 35,4 21,2 18,1 2014 36,2 22,3 19,1 2015 37,2 23,4 20,4 2016 38,1 23,2 21,6 2017 39,0 24,2 23,0 2018* 40,0 24,4 24,4 www.statista.de Advertorial www.b4b-themenmagazin.de 13

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