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Ypsilon (03/2022) - OPA IST DER BESTE

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Nr. 17 • 1. Mai

Nr. 17 • 1. Mai 2022 | www.so ntagsbla t.at Öste reichische Post AG • WZ 02Z0324 2 W • Bischofplatz 2, A-8010 Graz, Postfach 872 € 1,– • Tel. 0 31 6/80 41- 1 • DVR: 029874/ 15 • Retouren an Postfach 5, 1 08 Wien für Steiermark Was macht Ihr Leben reicher? Ihre Anregungen und Einsichten schicken Sie bi te an: reicher@so ntagsblatt.at Erstbeichte. Die kleine A na antwortet auf die Frage „Wie ist es dir vor der Beichte gegangen?“ mit Kopfneigen und Händedrehen: „Naja, eher nicht so gut.“ „Und wie geht’s dir jetzt nach der Beichte?“ Sie strahlt, und es platzt aus ihr heraus. „Jetzt geht’s mir super!“ A na, Volk schülerin in Graz 2022_4 E sind vor a lem die kleinen Momente des Glücks im A l- tag, die mein Leben reicher und schöner machen. Das Lächeln im Gesicht meiner Kinder, das gemeinsame E sen mit meinem Ma n oder ein Tre fen mit Freunden. A l diese Momente der Unbeschwertheit sind ein Geschenk Go tes. In Zeiten, in denen scheinba rundherum die Welt zerbricht, besi ne ich mich auf das unglaubliche Glück, das mir jeden Tag widerfährt. Beatrice Reicher, Gratwein- Straßengel Händen: für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Foto: K Seiten 12 und 13: lag, wieder tanzen zu kö nen. – Dancing Qu en. Heidemarie Ithaler-Muster Mutig in die neuen Zeiten In die Toskana führte endlich wieder eine So ntagsbla t_Reise in der Karwoche. In froher Gemeinschaft ging es in Florenz, Pisa, Siena, San Gimignano oder La Verna von Highlight zu Highlight. Seite 3: Ko lateralnutzen kultkultur.com Religionslehrer Richard Schieder erarbeitete mit Schülerinnen im Projekt „Teamwork makes the dream work“ das Thema Auferstehung . Die „Se gauer Gespräche“ ste lten die Bedeutung der S elsorge in Krankenhäusern, Haftanstalten, beim Militär und für Studierende in den Mi telpunkt. Übera l geht es um Begegnung. Seite 16: Go t hat ein o fenes Ohr Mit Kindern zu beten braucht Ehrlichkeit und körperliche Ausdrucksformen. ◗ Namenstage Phili p (3. Mai), einer der zwölf Apostel Jesu, wird gemeinsam mit dem Apostel Jakobus, Sohn des Alphäus, gefeiert. Florian (4. Mai) erli t auf heute österreichischem Boden das Martyrium, indem er bei Lorch in die E ns geworfen wurde. Er wird als Patron der Feuerwehr und Schutzheiliger gegen Feuergefahr verehrt. Foto: Richard Schieder ◗ Namenstage Seiten 12 und 13: Zum Mu tertag erfragten wir, wie es Mü tern geht oder wie Mü ter erlebt werden, we n sie Familie und Erwerbsarbeit unter einen Hut zu bringen haben. Zum Vatertag befragen wir da n die Väter dazu. Seite 3: 90 Objekte erzählen in einer Au ste lung zum 90-Jahr- Jubiläum des Diözesanmuseum spa nende Geschichten. Ein Museum sammelt, forscht, ste lt aus und vermi telt – und da so, da s man sich wie zu Hause fühlt. Unsere Beilage: Caritas aktue l ein Kleriker getötet haben, der mit seiner Frau l iert war. „Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden!“ (Röm 12,18) Der Patriarch von Moskau und Vorsteher der russisch-orthodoxen Kirche Kyrill bezeichnete die Gegner Russlands als „Kräfte des Bösen“ und rief die russischen Soldaten wiederholt zum Kampf auf. Er steht mit seinen Aussagen vollkommen im Widerspruch zu den Aussagen von Papst Franziskus, der den Krieg auf das Schärfste verurteilt. Darf ein Vertreter einer christlichen Kirche aus christlichen Motiven zum „Krieg gegen das Böse“ aufrufen? Welche Auswirkungen hat dieses Verhalten auf die christliche Ökumene? An meiner Arbeitsstelle, dem Collegium Orientale in Eichstätt, stammt gut die Hälfte unserer Studenten aus der Ukraine, darunter sind auch fünf Studenten, die der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche/ Moskauer Patriarchat angehören. So erlebe ich tagtäglich die ganze Katastrophe dieses furchtbaren Krieges und es geht nicht spurlos an mir vorüber. Es mag viele Gründe für das Verhalten des Patriarchen von Moskau geben und es wurde auch viel darüber geschrieben. Offenkundig zeigt sich hier eine für uns westlich denkende Christen ungesunde und gefährliche Interdependenz von Staat und Kirche in Russland, die bestimmte Ziele verfolgt. Wir fragen uns alle zurecht, ob hinter einer solchen Haltung tatsächlich christliche Motive stecken und was das alles mit der Ukraine zu tun haben soll. Und wenn tatsächlich eine ernsthafte Sorge um die christliche Gesellschaft und ihre Werte dahinterstecken sollte, kann das niemals zur Rechtfertigung einer solch militärischen Invasion herhalten. Patriarch Kyrill wäre besser beraten gewesen, eine Solidarität mit allen Menschen guten Willens zu suchen und zu einer friedlichen Lösung beizutragen, auch auf die Gefahr eines Amtsverlustes oder dergleichen hin. In Bezug auf die Ökumene sehe ich eine Isolierung des Patriarchen innerhalb der orthodoxen Kirchen. Für die ökumenischen Beziehungen untereinander sehe ich eine große Herausforderung: Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass alle Kirchen durch Klugheit und Weisheit einen Beitrag leisten können, dass eine friedliche Lösung dieses Krieges doch noch möglich wird. Michael Prohazka, Vizerektor des Collegium Orientale in Eichstätt Anzeigen Foto: Andraschek Horn; Versöhnungsbund Das Fachgeschäft für christliche Literatur und Produkte im Burgenland. Gerne nehmen wir Ihre Bestellung per Telefon oder E-Mail entgegen. +43 2682 777 279, martinsshop@martinus.at www.martinsshop.at Diözese St. Pölten Bewegung in die Pfarre bringen Jetzt die Broschüre „Ideenpool Kirche und Sport“ kostenlos bestellen. Gedacht für Pfarrgemeinderäte, die Bewegung in die Pfarre bringen wollen. Kontakt: Michael Scholz 02742/324-3378 dsg.stpoelten@kirche.at Nr. 16 • 24. April 20 2 | www.so ntagsbla t.at Kraft fürs Leben Öste reichische Post AG • WZ 02Z0324 2 W • Bischofplatz 2, A-8010 Graz, Postfach 872 € 1,– • Tel. 0 31 6/80 41- 1 • DVR: 029874/ 15 • Retouren an Postfach 5, 1 08 Wien für Steiermark PLUS Was mein Leben reicher macht Nr. 18 • 8. Mai 20 2 | www.so ntagsbla t.at Öste reichische Post AG • WZ 02Z0324 2 W • Bischofplatz 2, A-8010 Graz, Postfach 872 € 1,– • Tel. 0 31 6/80 41- 1 • DVR: 029874/ 15 • Retouren an Postfach 5, 1 08 Wien für Steiermark Friedenskönigin Oriflamma Madonna nennt de ru sische Maler Nicholas Roerich (1874–1947) sein Bild, das er 1935 gemalt hat. Für ihn gilt die Madonna als weiblicher Anfang. Die „Königin des Friedens“, wie wir Maria im Mai in der Lauretanischen Litanei anrufen, hält das „Banner des Friedens“ in Gespiegelt We n man gebrochen am Boden Werde, wer du sein kannst. Unter diesem Mo to steht der Weltgebetstag für geistliche Berufungen am 8. Mai. Unser Titelbild entstammt einer Broschüre dazu und erinnert an das Wort des Apostels Paulus, da s wir a le die He rlichkeit Go tes wie in einem Spiegel sehen und so in sein eigenes Bild verwandelt werden. Seiten 2, 10 Foto: iStock/CasarsaGuru Gangolf ( 1. Mai) lebte im 8. Jahrhundert in Burgund. Nach der Legende so l ihn Auch einmal etwas Anderes machen Himmlisch Irdisch Pankraz (12. Mai) soll unter Kaiser Diokletian als Vierzehnjähriger den Märtyrertod erlitten haben. An seinem Gedenktag begi nt die Reihe der „Eisheiligen“. für Steiermark Print-Abo 52 print-Ausgaben um € 42,80 Digital-Abo wöchentliches E-Paper um € 31,10 Plus-Abo 52 print-Ausgaben + E-Paper um € 51,30 Bestellung: 0316/8041-225, www.sonntagsblatt.at steirisch katholisch vielfältig Kraft fürs Leben www.sonntagsblatt.at 22 YPsilon 03/2022 DSG Werbung für Ypsilon_90x56.indd 1 20.04.2022 15:50:23

„Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Bergpredigt, Mt 5,9) Was können wir konkret tun, um angesichts des Krieges in der Ukraine Frieden zu stiften? In der Bergpredigt preist Jesus unter anderen diejenigen selig, die Frieden stiften (Mt 5,9) und die keine Gewalt anwenden (Mt 5,5). Er spricht darin nicht zu den Mächtigen seiner Zeit, sondern zu den „Vielen“, einfachen Menschen, die sich für seine Botschaft interessieren und ihm nachfolgen wollen. Und er ist hier ganz klar: Glückseligkeit, Gotteskindschaft und gutes Leben im Land werden denen zugesprochen, die sich aktiv, schöpferisch und gewaltfrei um Frieden, Gerechtigkeit und die Integrität der Schöpfung bemühen. Jede und jeder von uns kann daran teilhaben und mitwirken, im persönlichen Bereich genauso wie in Gesellschaft und Politik. Was können aktive Gewaltfreiheit und Pazifismus angesichts des aktuellen Krieges in der Ukraine bedeuten und bewirken? Sie sind nicht als „Dogma“ zur Belehrung gedacht, was „andere“ tun müssten oder sollen, sondern ein Angebot, wie mit Konflikten anders als mit Gewalt umgegangen werden kann. Konkret bedeutet Frieden stiften in dieser Situation für mich, selbst gegen Krieg aufzutreten – immer und überall, weil Krieg unermessliches Leid und Schaden zufügt – und die Menschen in der Ukraine, aber auch in Russland zu unterstützen, die gewaltfrei Widerstand gegen den Krieg leisten und nicht mittun wollen. Das sind beispielsweise Aktivistinnen und Aktivisten, Wehrdienstverweigerer und Deserteure, Journalistinnen und Journalisten, Künstlerinnen und Künstler und viele einfache Menschen, die unter Gewalt leiden und vielfach vor ihr flüchten müssen. Solche Menschen sind es, die von Jesus seliggesprochen werden – diejenigen, die Waffen liefern, Militärbudgets erhöhen oder Kriege rechtfertigen, werden hingegen nicht erwähnt. Pete Hämmerle, Internationaler Versöhnungsbund Sie wollen mehr über christliche Spiritualität wissen? Sie wollen Ihren christlichen Glauben verstehen? Sie wollen einen spirituellen Weg gehen? Sie haben Führungsverantwortung, wollen die spirituellen Quellen für Ihre beruflichen Aufgaben erschließen und daraus Kraft schöpfen? glauben und leben Lehrgang zu Spuren und Wurzeln des Christlichen 8 Kurseinheiten von September 2022 bis Juni 2024 Beginn: 15. September 2022 führen und leben Christliche Führungskultur in Ordensgemeinschaften Vier Module an vier spirituellen Orten in Österreich Einführungstag: 24. Juni 2022, 10:00–16:00 Uhr Mehr Informationen: www.ordensgemeinschaften.at Mehr Informationen: www.ordensgemeinschaften.at Ypsilon 03/2022 23

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