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ZT | August 2013

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Ausgabe 17 - 08/13

TIPP NR. 1 : BEAMER AUS

TIPP NR. 1 : BEAMER AUS TIPP NR. 2 : BILDER WIRKEN LASSEN TIPP NR. 3 : CHARTS REDUZIEREN Bringen Sie Abwechslung in Ihre Präsentation. Laptop und Beamer freuen sich, wenn Sie Gesellschaft bekommen. Flipchart, Pinnwand, ein Plakat, Modell oder Muster und Sie selbst können als Visualisierung auf die Bühne treten. Präsentationen werden oft am Rechner konzipiert und nach dem klassischen Einstieg mit der Startfolie folgen dann Chart 1 bis 160. Und zum Schluss verabschiedet uns ein Chart mit „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit“. Machen Sie es besser. Beginnen Sie mit einer Flipchartzeichnung, bringen Sie ein passendes Objekt mit, dass sich als Metapher eignet, spielen Sie eine Dialogsituation vor, zeigen Sie ein Bild an der Leinwand, initiieren Sie zu einer These ein Votum der Teilnehmenden und bauen dann wieder ein Power-Point Grafik in Ihren Vortrag ein. Ein solcher Aufbau erfordert eine andere Herangehensweise schon bei der Vorbereitung. Laptop und Beamer werden als Medien unter anderen mitgedacht und nicht als die einzigen. Probieren Sie mal eine Präsentation aus bei der Sie 15% mit Laptop und Beamer und 75% mit anderen Medien visualisieren. Herausfordernd aber wirkungsvoll! Ein Tipp dazu: »Schalten« Sie den Beamer zwischendurch ab! Gerätetechnisch ist das meist nicht so einfach, da das Wiederanschalten dann wieder eine Weile dauern kann. Der Trick ist mit »Schwarzfolien« zu arbeiten. Zwischen den einzelnen Charts erscheinen vollkommen schwarze Folien, die wie ein »Ausschalten« des Beamers wirken, obwohl der Beamer weiterläuft und nur eine schwarze Fläche »projiziert«. Der Vorteil der Schwarzfolie ist, dass Sie von Chart A über eine Schwarzfolie zu Chart B gelangen und weiche Folienübergänge zu und von der schwarzen Folie gestalten können. Dann sieht es nicht so aus als wäre der Beamer ausgefallen. Und noch ein Tipp: Lassen Sie Ihre Präsentationen auch mit einer schwarzen Folie beginnen und enden. Der Vorteil ist: Sie können die Präsentation starten bevor Ihre Teilnehmenden da sind. Begrüßen Sie Ihre Teilnehmenden referentenzentriert ohne Baemer-Visualisierung. Und auch Ihr Schlusssatz, Ihre „Take home message“ wirkt klarer, wenn er direkt und mit Blickkontakt von Ihnen kommt. Probieren Sie es aus. Gestalterisch unterscheide ich zwischen erklärenden und illustrativen Bildern. Erklärende Bilder helfen uns einen Sachverhalt besser zu erläutern, illustrative können eine Stimmung oder Gefühl vermitteln. Der Übergang ist dabei fließend. Bilder, die uns im Vortrag helfen einen Sachverhalt zu erklären benötigen meist keinen Text. Ein Beispiel: Sie zeigen ein Foto von dem neuen Produkt - ein paar Laufschuhe. Was sollte darüber stehen? „Unser neues Produkt!“ oder „Die neuen Laufschuhe“ - Alles überflüssig. Das Bild spricht für sich alleine. Die Erläuterung dazu liefern Sie verbal. Der Tipp: Das Bild formatfüllend zeigen – und sonst nichts. Verzichten Sie auf Kopf-, Fußzeile oder Logo. Wenden Sie als gestalterische Regel die Reduktion an. Wenn das Bildformat nicht genau der Präsentationsfläche entspricht, zeigen Sie das Bild vor einem schwarzen Hintergrund. Die Projektion wirkt ohne weißen Rand viel klarer, ruhiger und fokussierter. Sicherheit, Vertrauen, Partnerschaft, Aufbruch. Das lässt sich durch ein gut gewähltes, illustratives Bild vermitteln, optional kombiniert mit einer kurzen Textbotschaft. Lösen Sie sich bei der Bildwahl von den klassischen Klischees wie den schüttelnden Händen bei der Botschaft „Partnerschaft“ oder der Weltkugel beim Thema „Handel“. Wollen Sie einen Text in das Bild integrieren, achten Sie darauf, dass das Bild eine ausreichend große „ruhige“ Fläche hat auf dem Sie den Text platzieren können. „Charts müssen unverständlich sein“ hat mal ein Freund von mir gesagt. Das ist natürlich übertrieben. Die Idee dahinter ist: „Charts müssen nicht selbsterklärend sein.“ Möchte ich meine Botschaft über ein Dokument wie ein Handout, eine Broschüre oder ein Buch vermitteln, dann gelten andere Regeln als bei der Gestaltung eines Charts für die Präsentation. Ein Buch muss alleinverständlich sein. Bei einem Präsentationschart gilt „Weniger ist mehr.“ Ich gestalte also ein Dokument oder ein Chart. Die Betonung liegt auf „oder“. Wenn ich einen Kompromiss zwischen Dokument und Chart fabriziere ist dieser immer faul. Ich werde weder dem einem noch dem anderen gerecht. Neulich war ich zu einem Vortrag eingeladen. Man bat mich meine PowerPoint Präsentation vorab zu schicken um diese für die Teilnehmerunterlagen auszudrucken. Da musste ich leider passen. Meine Präsentationen funktionieren nicht als Printversion, denn ohne meine Erklärung sind sie weitestgehend unverständlich. Erst in der Verbindung mit meiner Präsentationsperformance wird die Botschaft transportiert. Wenn Sie Ihren Teilnehmenden trotzdem eine Unterlage mit Ihrem Thema überreichen möchten bedeutet das - Achtung bittere Wahrheit – doppelte Arbeit. Sie erstellen eine Präsentation und ein Dokument. Hier liegt die Betonung auf „und“. Das Chart erstellen Sie mit Ihrer Präsentationssoftware und das Dokument mit Ihrer Layout Software wie Indesign oder wenn Sie leidensfähig sind mit Word. Wenn Sie diesem Gedankengang folgen kann das befreiend sein. Sie müssen bei der Gestaltung Ihrer Charts nicht mehr daran denken „Wie gestalte ich das Chart (allein) verständlich“ sondern überlegen „nur noch“: „Was brauche ich an visueller Unterstützung für meine Botschaft“. Und das ist meist verdammt wenig. Der Schlüssel: „Reduktion auf die Kernbotschaften - verbal und visuell.“ Ihre Teilnehmenden werden es Ihnen danken. *** von Gert Schilling 22 ZT | August 2013

Trainer Kongress Berlin Herr Schilling, was ist der Trainer Kongress Berlin? Die Idee ist an diesem Tag Kolleginnen und Kollegen zusammenzubringen um sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und interessante Methoden zu erfahren. Der Trainer|Kongress|Berlin ist eine Veranstaltung für Trainer, Coaches und Weiterbildner. Aus einer Vielzahl von workshops zu trainerspezifischen Themen können die Teilnehmenden sich ihr Programm zusammenstellen. Welche Workshop- Themen werden dort angeboten? Wir haben immer eine bunte und interessante Mischung von didaktischen Themen über Motivation, Führungstrainings, Marketing bis Zaubern für Trainer dabei. In den Workshops öffnen die Referentinnen und Referenten ihre Erfahrungsschatzkiste und gewähren Einblick in ihre Seminartätigkeit. Das Konzept ist, dass die Teilnehmenden konkrete Tipps mitnehmen, die sie direkt in ihre Praxis umsetzen können. Die Workshops sind eine Mischung aus lebendigem Vortrag und aktivierenden Methoden mit dem Ziel, dass die Teilnehmenden angeregt werden selbst in Aktion zu treten und eigene Erfahrungen machen. Was ist das Besondere daran? Die ganze Veranstaltung ist besonders. Wir wollen im Großen und in vielen Details gut und anders sein. Das geht schon los bei den Veranstaltungsräumen, einem historischer Ort mitten in Berlin, über die Auswahl der Referentinnen und Referenten mit spannenden und außergewöhnlichen Themen bis zum lernleichten Catering . Mir und dem ganzen Trainer- Kongress -Team liegt besonders viel daran eine herzliche, persönliche, lockere und intensive Veranstaltung zu organisieren und wenn ich mir die Feed Backs so ansehe gelingt uns das, trotz der Größe, die wir inzwischen erreicht haben. Bei meiner Eröffnungsrede lasse ich mir jedes Mal was ganz Besonderes einfallen und baue inzwischen schon traditionell ein Zauberkunststück mit ein. *** Gert Schilling, vielen Dank für das Interview! Gert Schilling www.gert-schilling.de August 2013 | ZT 23

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