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Zwergerl Magazin Sept 2021

Das Familienmagazin für die Metropolregion München

s3-11_fsn_sep21_korr_Layout-zm 17.09.2021 15:48 Seite 6 Jetzt wo sich das Thema Lockdown (vorerst) mal erledigt hat, rückt auch das Thema Essen gehen wieder in den Fokus. Und damit zwangsläufig auf die Frage: Essen gehen mit Kindern – ja oder nein? Frisch zurückgekehrt aus den Italien-Ferien kann ich sagen: Ja, wir gehen mit unseren Kindern zum Essen. Ins Restaurant. Und nein, Spaß macht das nicht immer. Von daher: Klares Unentschieden. Wobei das in Italien noch recht einfach ist. Kinder sind in der Regel willkommen, auch wenn sie laut sind und auf dem Stuhl kippeln. Und es gibt immer irgendwas auf der Karte, das man ihnen servieren kann. Zur Not Spaghetti mit Butter und Parmesan. Oder Pizza Margherita. Das mildert ein wenig den Dreiklang, den man sonst so auf den Speisekarten findet: Chicken Nuggets mit Pommes. Schnitzel mit Pommes. Wiener mit Pommes. Schon fast progressiv ist es ja, wenn es sogar mal Fischstäbchen mit Pommes gibt. Wenn man dann fragt, wieso das so wäre, kommt gerne die Antwort, weil die Kinder das halt so verlangen würden. Da stellt sich dann schon die Frage nach dem Huhn und dem Ei: Verlangen die Kinder das, weil es eben standardmäßig angeboten wird oder wird es angeboten, weil die Kinder es verlangen? Hot Dogs im Schwimmbad und die Frage, was Eltern so alles aufessen (oder nicht) Bevor wir hier zu philosophisch werden: Selbstverständlich essen unsere Kinder auch Pommes. Ich finde sogar, es geht nichts über ordentliche Schwimmbad-Pommes, mit viel Ketchup und Mayo. Weswegen wir im Sommer tatsächlich öfter mal Pommes essen. In unserem Lieblingsschwimmbad gibt es seit neuestem sogar Hot Dogs. Auch das geht. Aber bitte ohne Röstzwiebeln und Gurken! Hab ich beim ersten Mal vergessen abzubestellen und durfte dann den Zwiebel-Gurken-Batz von den Würtschteln kratzen. Das war dann wohl meine Portion. Überhaupt, dieses ständige Aufessen von Resten. Man gewöhnt sich das als Eltern ja so an. Ah, ein angeluschtes Brezn-Stück – vielen Dank, liebes Baby! So fängt das an, ganz harmlos. Und endet damit, dass man sich selbst schon gar nix mehr bestellt, weil man weiß, dass man sowieso demnächst drei halb aufgegessene Teller vor sich stehen hat. Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem sich die Frage stellt, ob es nicht doch besser wäre, diese Praxis wieder einzustellen. Abgesehen davon, dass Spätzle mit Soße nicht unbedingt zu meinen Lieblingsgerichten zählt. Vielleicht kommt das ja wieder, wenn die Kinder anfangen, sich jenseits der Kindermenü-Karte zu ernähren. In jedem Fall ist es sinnvoll, mal zu schauen, was es sonst noch so gibt. Wird auch jede*r Ernährungsberater*in bestätigen: Jenseits von Chicken Nuggets mit Pommes gibt es nämlich auf jeder Restaurantkarte Gerichte, die auch Kindern schmecken. Und hey, da tun sich plötzlich neue Horizonte auf! Es ist ja gar nicht so, dass unsere Kinder sich von allem Gesunden fernhalten wollen. Ganz im Gegenteil – eines ihrer Lieblingsgemüse ist tatsächlich Brokkoli und auch sonst schaffen wir es, sie ganz vernünftig zu ernähren. Entspannt bleiben? Sowieso und immer Die Seite SECHS Kolumne Pommes oder Brokkoli? Vom Essen mit Kindern So sehen wir auch den Kindermenükarten gelassen entgegen und gehen immer mal wieder essen. Mit den Kindern. Dann gibt es Pommes mit Nuggets-Schnitzel-Würschtel, manchmal auch einen Schweinsbraten oder Spinatknödel. Wir gehen entspannt darüber hinweg, wenn eine oder einer anfängt zu hibbeln und zu kippeln, wenn das obligatorische Glas umgeschmissen wird und das Kind innerhalb kürzester Zeit die Tomatensauce auf den frisch gewaschenen Klamotten kleben hat. Die Hälfte vom Teller bleibt dann wieder übrig, nachdem alle viel zu früh vom Tisch aufgesprungen sind, um zum Spielplatz zu rennen (der dankenswerter Weise direkt nebenan ist). Und während man den Nachtisch-Espresso trinkt, ist man froh um diesen einen kurzen, stillen Moment. Der sicher gleich jäh unterbrochen wird, weil ein Kind irgendwo runtergefallen ist. Pommes-Konsum einschränken: Klappt nicht immer Um es mal zu resümieren: Essen (gehen) mit Kindern ist ein Abenteuer, aber eines das dann doch irgendwie Spaß macht, denn sonst würden wir es nicht immer wieder tun. Man kann sich dann hinterher auch immer Geschichten erzählen, so wie diese, auch aus Italien: Alle Kindern wurde aufgrund hoher Pommes-Dichte der vergangenen Tage dazu angehalten, bitte nichts zu bestellen, was Frittiertes beinhaltet. Taten sie dann auch vorbildlich. Als das Essen kam, guckten alle erst auf ihre Gnocchi mit Erbsen. Und dann auf den Teller der Mutter. Die hatte Hühnchen bestellt. Das auf einen riesigen Berg Pommes thronte (was übrigens nicht auf der Karte stand, aber man hätte natürlich fragen können, ähem). In diesem Sinne: Lasst es euch schmecken. Wo auch immer euch euer Essen hinführt. Unsere Kolumnistin Petra wohnt mit ihrer Familie in Freising. Die Dreifach-Mama hat eine achtjährige Tochter und zwei Jungs im Alter von drei und sechs Jahren. Als freie Texterin und Redakteurin arbeitet sie unter anderem für eine Reihe von Familien-Portalen. Auch auf ihrem Blog allesinklein (allesinklein.com) schreibt sie über vieles, was ihr im Leben als Mama so vor die Füße fällt. Und wenn sie nicht schreibt, steigt sie am liebsten auf einem Berg oder springt in den Schliersee, wo sie ihr kleines „Zweitzuhause“ hat. 6

s3-11_fsn_sep21_Layout-zm 17.09.2021 15:08 Seite 7 Die regionale Kelterei www.oro-saft.de Aus heimischen Bio-Äpfeln! OR O - Bio -Stre uo b st- DE-ÖKO-037 Deutsche Landwirtschaft Initiative Bio Apfelsaft naturtrüb Ballettschule Nicole Hadrawa-Sedlak Prien am Chiemsee Geigelsteinstraße 26 83209 Prien a. Chiemsee Tel: 08051/65182 www.ballettschule-prien.de Cleopatra Erbprinzessin zu Oettingen-Spielberg für die Stiftung KinderHerz am Deutschen Herzzentrum in München Das Strahlen der Kinderaugen war heller als die Sonne an diesem Tag in München. Zusammen mit Botschafterin Cleopatra Erbprinzessin zu Oettingen-Spielberg hat die Stiftung KinderHerz im Deutschen Herzzentrum München Lios verteilt. "Den Kindern einen Lio in die Hand zu geben, ihnen Mut zu spenden und zu zeigen, dass wir an ihrer Seite sind, ist ein unbeschreibliches Gefühl", so Cleopatra Erbprinzessin zu Oettingen-Spielberg. Die zweifache Mutter engagiert sich seit vielen Jahren als Botschafterin für die Stiftung KinderHerz. Lio ist das Maskottchen der Stiftung Kinder- Herz, aber für die kleinen Herz-Patienten ist er viel mehr. Er ist Mutmacher, für die Kinder und ihre Familien. Ein Symbol dafür, dass ihre Situation und ihre Geschichten in der Öffentlichkeit gehört und sie durch konkrete Förderung der Kinderherz-Medizin unterstützt werden. Lio soll den Herzkindern Mut und Zuversicht spenden und die Gewissheit, niemals alleine zu sein. Mit den Lios wollen wir eine Gemeinschaft bilden. Alle neugeborenen Herzkinder bekommen in dem KinderHerz-Zentrum, in dem sie behandelt werden, einen Lio an ihre Seite. Am Deutschen Herzzentrum München fördert die Stiftung KinderHerz mehrere Projekte. Eines davon untersucht die „Lungenfunktionsstörung bei Kindern mit angeborenem Herzfehler“. Ein großer Lungenfunktionstest bei der Studie beschäftigt sich unter anderem mit möglichen Einschränkungen beim gezielten Ein- und Ausatmen und der Frage, welche Gründe dafür vorliegen. Jedes Jahr kommen in Deutschland etwa 8700 Kinder mit angeborenem Herzfehler auf die Welt. Forschung ist die beste Medizin. Deshalb hat sich die Stiftung KinderHerz dazu entschlossen, medizinische Forschung zu unterstützen, die Fortschritte in der Behandlung und Therapie von Herzerkrankungen verspricht. Wir stehen in engem Austausch mit KinderHerz-Zentren, Kliniken und universitären Institutionen. Aktuell fördern wir über 30 Projekte für HerzKinder in ganz Deutschland. i www.stiftung-kinderherz.de 7

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