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GODOFREDI HERMANN!

OPVSCVLA.

VOLVMEN SEPTIMLM.

UPSIAE> APVD ERNESTVM FLFJ8CHE11VM.

18 3 9.


INDEX OPVSCVLORVM.

1« Erklärung p. 3

2. Recension einer Antikritik und zw^^ier Recensionen

von Herrn K. O. Müller ...» 25

3. Defensio dissertationis de vnoßoXfj 65

4. De qninqoe iudicibus poetorum 88

5. De officio interpretis 97

6. Emendationes Pindaricae 129

7. De daabus inscriptionibas Graecls 174

8. De AeschyÜ trilcgiis Thebanis 190

9. De tnigoedia comoediaque lyrica 211

10. De Atlante 241

11. De Graeca Minerva 260

12. De Apolline et Diana, pars prior ...... 285

13. De Apolline et Diana, pars posterior 209

14. De Aeschyli Aetnaeis 315

15. üeber die Paliken in Vascngemälden 332

16. De Aeschyli Psychostasia 343


IV

17. De Aeschyli tragoediis fata Aiacis et Teucri com-

plexis p. 362 ^

18. D« hippodromo Olympiaco 388

19. Tabula votiva .405

20. Invitatio ad inaug^urationem Augustei . . . • . 407

21. Oratio In sacris secularibas 414


GODOFREDI HERMANM

OPVSCVLA.

Herm. Op. VII.

VOL. VII.


ERKLAERUNG ).

Unter (lieser ücbcrsclirifi iiat Herr K. O. Müller im

Mai dieses Jalircs zwei naclitriii;l?ciie Boticn zu dein Aa-

liannfG seiner Emnenirlen des Aesclnlns drucken Jassen.

Da ich dieses Buch ond den Anhang desseihen recensirt

habe, &o ist es wolil natürlich, dass ich aach über diese

Erkläroug noch etwas sage. Sie giebt die Gründe an,

\7an1r1. Herr Müller aaf eine vollständige BeantwLutang

der Gegenschriften iiiiht eingehe. Die angegebenen sind

drei, der erste, dass ich, anstatt zu zeigen, ich verstände

das, was ich angeljlich nicht verstehen soll, cm mir ans

einer literarischen Bedrängniss herauszuhelfen, den Streit

auf ein fremdartiges Gebiet übergetragen habe. Ob diess

wahr sey, werden die Leser meiner Rece^i^ion seiest beur-

theilcn, nnd sich, Tvic ich glaube, ^Aundcra nicht ncr,

dass Herr Müller die B-cceuaion mit dem, was ich ia

der Vorrede and der Nachschrift über seinen Ton und

seine Denkart gesagt habe, ir- eins zusai;iinenwirft, son-

dern aoch, dass er, der hier aubdriicklicu ,,die iir]>te

ßbea so feine \fi(d scharfe Polemik Lessings oder Schleier-

raachcrs"'* Ton seinen Gegnern verlangt, dennoch auch

in dieser Erklärung eben den Ton nnd eben die Gesinnung

zeigt, die ich in jener Vorrede und Nachschrift

charaktcrisirt hatte. Der zweite Grund soll in der Methode

und den Knnstgrififcii einer nnplatonisehen Dialck-

•) Aus der Zeitsclhrift für die Altoithumswisscascltaftj 1835.

Sept. No. 111. 112.

Ä2

8^9


4

ERKLAERÜNG.

tili bestehen, der ich midi anjrcMich bedient Labe, um

wenigstens dem Anscheine nach Recht zu behalten. Davon

werden einige Beyspiele gegeben, welche darthnn

sollen, dass es nicht nöthig sey das Uebrige za wider-

legen. Ob nun wohl dieser Schluss nicht richtig ist,

und auch von denen, die auf die Sachen selbst eingehen,

nicht dafür erkannt werden wird, so ist er doch ein

Scliluss, der für den Theil des Publicums, welcher keine

nähere Kenntniss von der Sache nimmt, einige Wahr-

sclieinlichkeit haben kann. Und auf diesen 1 heil des

Publicums kann auch nur Herrn Müllers ErkKärnng be-

rechnet seyn. Ich aber schreibe bloss für die, denen es

um klare Einsicht in die Sache zu thim ist. Daher ich

auch von dem Tone , in welchem Herr Müller seiner

Gewohnheit nach spricht, keine Notiz, nehme ^ sondern

blos frage, was er gesagt habe.

Das erste, was er berührt, ist die Erklärung von

oQ&ov i\ xaTTj()B(p7J Tcoda V. 284. Seine Behauptung:,

d?iss die Panathenaischen Vasen, die als gleichzeitige

Bildwerke die wichtigsten Denkmäler seyen, die Pallas

in jener Kampfstellung „mit völlig unbedecktem Fusse *)

darstellen", beweist er mit Hinweisung auf eine Abbildung

in den zu seinem Handbuch der Archäologie ge-

hörigen Denkmälern der alten Kunst, Taf. XVIII. fig.

92. a., wo der vorstehende Fuss der Pallas bis zur

Wade, der andere noch nicht so weit unbedeckt ist, und

890s.'tgt, es sollte bekannt seyn, dass Werke, auf denen die

Pallas die Füsse ganz bedeckt habe, nach Phidias ent-

standen seien, der die Pallas im Parthenon Olymp. 85.

bii(iete, und ihr „wahrscheinlich" zuerst jenen Charak-

ter einer ruhigen und heitern Majestät gab, dass aber

Acschylus Olymp. 80. noch Figuren der altera Kunst,

*) Dieser Fuss, der hier rhetorisch „völlig unbedeckt" heisst, i^t

von Herrn Müller selbst in dem Anhange S. 17. „bis über den Knö-

chel aufwärts unbedeckt^' genannt worden. Und einen mehr iinbedeck-

teii Fuss hat man mir auch auf den Vasen in Berlin nicht zeitren kön-

uen, wo, uach derselben Stelle, grosse Heiterl-.?it der Kunstfreunde über

diecc Sache entstehen sollte.


ERKLAERUNG. 5

nud zwar haaptsäcblich Darstellangen einer streitbaren

Pallad, wie die Acginetische und auf den Panatlienaischeo

Vasen gemalte, vor sich hatte. „Und bei diesen tritt

CS überall sehr deutlich hervor, dass der gerade oder

aufrecht stehende Fuss, welcher sich im Schwerpankte

der vorschreitenden Figur befindet, von dem geschürz-

ten Gewand entblösst, den bestimmtesten Gegensatz mit

einem xattjgEfptjg noijg, einem von oben nach unten

(nicht etwa von unten, wie Herr H. übersetzt) bedeck-

ten Fuss bildet." Es scheint nicht nöthig, zu zeigen,

dass durch solche Beweise keineswegs bewiesen wird,

bgS^bv und xaTTjQecpri gebe einen richtigen und verständlichen

Gegensatz, sondern es hätte widerlegt werden mü&-

sen, was ich über die Bedeutung von ü(j&og novg, welcher

Ausdruck eben so gut und sogar regelmässig voa

dem rahig stehenden bedeckten oder unbedeckten Fasse

gebraiRlit wird, bemerkt hatte. Herrn Fritzschens sc!u-

passenden und sehr schön erklärten Vorschlag, xcttiipB(pri

zu lesen, hat Herr Müller nicht für gut gefunden

zu erwähnen. Durdi den Zusatz ührigcns, dass ich xa-

irjQSiprj von unten bedeckt übersetze, sucht er oll'en-

bar den Leser zu täaschen und glauben za machen, ich

habe diese Absurdität gesagt. Aber gegen seine Bemerkung,

xaTtjQtcprjg bedeute von oben bedeckt^ nicht ein"

gehüllt^ hatte ich S. 60. gesagt, das Wort bedeute ja

aoch gänzlich bedeckt ^ und man bedecke ja etwas

nicht von unten.

Zweitens nennt es Herr Müller eine harte Beschuldigung,

dass ich S. 146. gesagt habe, er scheine durch

die Recension veranlasst worden zu seyn, seine Vorstellung

von der Thymele zu berichtigen» Um diess, und

namentlich meine Berufung auf seine Zeichnung S. 81.

zu widerlegen, sagt er, er habe in dieser ans wenigen Linien

bestehenden Skizze die Thymele nur im Ganzen

durch ein kleines Viereck bezeichnet, ohne die eiBzeliiea

Theile derselben zu unterscheiden, wobey es ihm gar

nicht habe einfallen können, dass Jemand diess s«> nehmen

würde als stellte er den Hegemon mitten auf den

Altar, d. h. auf die Fläche, auf der Opferfeuer ange-


.

EliKLAi.RÜNG.

zündet, auf «lio W^ilir.iucli gestreut nnd libirt warde^

Ich mu8s mich abermals üiiC die sehr acciirate Zeichnunpf

bernfcD , auf der nicht nur die Stelle des Hegemon

mitten auf dciThymele angeg;eben ist, sondern auch die

Linien zur Seite gerade auf die Mitte hinführen» Hätte

Herr Müller schon damals den Hegemon auf einer Stufe

der Thymeie .tehen lassen, so würde er den Standjumct

in dem wenn aueh kleinen Yicreck nach vofä hin ver-

legt, und auch wohl etwas voa einer Boichen Stufe cr-^

SOlwähnt haben. Will Herr Müller seinen Lesern das, was

er ihnen so bestimmt vorgezeichnet hat, vor den Augen

wegdemonstriren , so bleibt ihm nichts übrig als zu zei-

gen, dass die Mitte der Tliymele eine Stufe war, der

Altar aber nicht in der Mitte stand. Solange das nicht

geschehen scyn wird, ist seine Bemühung, za zeigen,

dass er an eine Stufe gedacht habe, vergeblich.

Ferner soll ich bey dem, was ich S. 151- 153.

170. gesagt habe, dass Herr Müller der Orchcstra des

Athenischen Theaters den Durchmesser von 300 bis 400

Fnss gebe, und mithin die Areopagiten von dem Stand*

jmncte des Chors gegen 150 Fnss entferne, durch eine

merkwürdige Unfähigkeit mich in räumlichen Verhältni»-

sen zu Orientiren irre geführt worden seyn. Diess beweist

er d.Hlurch, dass seine Anguhe, der Ranm vom

Eingang in das Theater bis zur Thymeie müsse auf 150

bis 200 Fuss angeschlagen werdea, vom Eingang in das

Theater, d.h. nach der Zeichnung S. 81, von den Tho-

ren in der llmfangsmauer zu verstehen sey, dass aber

von diesem Räume der Radius der Orchestra nach eben

dieser Zeichnung nur die Hälfte betrage. Ich habe nichts

dagegen, dass Herr Müller jetzt seine Worte so deutet.

Allein wenn ich selbst sie so hätte deuten, nnd mithin

den Raum um die Hälfte kleiner annehmen wollen, so

hätte icli mir gewiss von Herrn Müller den Vorwarf angezogen,

ihm böswillig eine Absurdität untergeschoben

y.ü haben, Dt-nn S. 88. der Eumeniden sagt er: „Das

Maass der Bewegung, welches der Chor wahrend der

Al)singung dieser anapästischea Systeme beobachtete, kann

elwa daraus abgenommen werden, dass die Gerouten im


ERKLAi:/?' NG. 7

A^ajurjinnon 118, in den Persern 123 Dopuelanapästca

siugca, während sie den Raum vcin. Eiüf;.ing bis zai"

Tiiymelcj der im Attischen Theater am 150 hh '-^00

Fnss angeschlagen werden iüuss, davchnie^sen .flüc].tLj< sr

jmd eiliger als diese Gcronten bewegen sicli aber otFenbar

die schutzfiehcnden Danaiden, weiche denseibe/i R: an

mit 7G Doppelanajjästen aiisriilicD.*« Wer nao licrüL

Müllers Zeichnung ansieht, wird 'icgreifcn, warum icii

seine Angabe von 150 bis 200 Fiiss voa dein Radius

der Orchestra verstehen inusste. Denn sonst liatta icli

annehmen müssen, was doch offenbar absörd wäre, dass

jene Chöre gleich bey dcni Eintritt in die üüifangsnianer

des Theaters za singen angefangen, und mithin die Hälfte

ihrer Gesänge schon beendigt gehabt hätten, als sie in

die Orcheotra traten. Da ich nnn nicht glauben konnte^

Herr Müller Hesse sie die erste Hälfte dieser Anapäste»

draussen vor der Orcljestra singen, wo sie nocu gar

nicht gesehen und ihr Gesang von den Ziischaaern nicht

gehört und verstanden werden konnte, so blieb imv nich^j^

übrig, als seine Angabe von dem Kauius der blossen Or-

chestra zu verstehen *)•

Ein dritter Grund endllcli, der Herrn Müller die

Fortsetzung des »Streites abräth, soll dann liegen, dnss

ich entsclilossen scheine, alles, was ich im Widersj>ruch

mit ihm behaujilet habe, irinerbalb des Kreises meiner

Auctorität daichzusetzen , auch wenn die Wahrheit der

entgegengesetzten Behauptung jedem Andern in die Augen

springe. Aodere sind der Meinung, vielmehr Herr

Müller hahe diesen EntscJiluss gefasst, und es will mich

bedüüken, dass die Belege dazu nicht weit gesucht werden

dürfen. Als Beyspiele werden angeführt erstens,

dass ich Y. 250. behauptet habe, es sey ^qswv statt

*) Da dieser streng mathematische Beweis keine Widerlegung zw-

lässt, so scheint doch Herr Müller in dem BheiaisrLen Museum 1637.

3. Heft, S. 350. sich einen Auswog bahnen zu wollen, indem er nach

einer vorhergegangenen sehr unbestimmten Beschreibung des Prosceniiims

die Folgerung* macht, „es müsste auch die Orchestra entsprechende Seitenräume

gehabt haben, durch die der Chor einen ziemlich langen Weg

machea konnte, ehe er im Mittelpuacte i^t Orchestra erschien."


8

EäKLAERUNG.

S92/eiJr)i' in ^er Bedeutung yim Sc/ttM zo schreiben, nml

/]war weil der Scholiast diese Lesart Latte. Auf Herrn

Müllers Entgeffnaiii;, dass, wenn auch der Scholiast so

geles»^n habe, doch Acschylus nicht so geschrieben haben

könne, erwiederte ich, dass /(*60s jede Schuld bedeute,

und führte dazu S. 53. f. A«am. V. 444. an, mit dem

Zusätze: „wo nur von Blutschuld die Rede ist, bezeich-

net /(;60ff natürlich, wie auch das Deutsche Sc/mle/, dl«

Blutschuld." Herr Müller sagt nun in seiner Erklärung

S. 3, er habe gegh übt,

aufmerksam zu machen

es genüge mit wenigen ^V orten

dass XQ^^S von unserem Schuld

und dem Lateinischen crimen hijnnielweit verschieden

sey, und nie eine Schuld in diesem Sinne bedeuten könne.

Herr Müller scheint mir hier anzudichten, was mir gewiss

niemand zutrauen wird, ;((>cos für crimen genommen

zu haben. Ja der Scholiast, auf dessen Erklärung,

avS^ lov ^fiiv /()«co(TT£r, ich mich berufen habe, wird

doch so viel Griechisch verstanden haben, dass er wnsste

was XQ^^S bedeuten und nicht bedeuten konnte* Da ich

nun den Scholiasten als Gewährsmann anführte, und dessen

Erklärung „ßir das, was er uns schuldig ist,'^ un-

widersprechlich zeigt, wie ich das XQ^^S

verstand, so

wird jeder Leser sehen, wie Herr Müller mir erst etwas

Absurdes untersrh'cbt, um es dann widerlegen zvl können,

so wie er auch meine Worte,


ERKLAERUNG. 9

gerufen habe. Hieranf sagt Herr Müller : „Woher denn

anders, als ans der unmittelbar vorhergehenden Stelle der

£ttmen. V. 106. ff., wo aosfuhrlich Ton den Opfern die

Rede ist, die Kly*^, den Erinnyen (doch nicht etwa un-

ter den Schatten!) dargebracht, ohne Zweifel, als sie

nach Ermordang des Agamemnon den Zorn der Gott-

heit fürchten musste." Allerdings wird dort mit klaren

Worten gesagt:

rj nolla ^«V drj rwy euwr IXU^are

Xodg T aoivovg, VTi(paXia fiHXiy^ara,

xal Winiaifivu dstnv* in iaxcega nvQog

i'&vov (Sqgv ovTivog xoiv^v &eu)V.

xal navra ravra Xa^ üqvj narov/uera.

Hier beklagt sich Klytämnestra, dass ihre vielen den

Erinnyen dargebrachten Opfer vergeblich gewesen seien,

und wenn anch diese Opfer gewiss mit Anrufungen vcrhnnden

waren, so werden doch hier offenbar nicht die

Anrufangen nud Bitten, sondern die vergebens erwiesenen

Ehren genannt. Da nnn aber Herr Müller gesagt

hatte, Klytämnestra, „welche die Erinnyen während ihre»

Lebens häufig angerufen," hebe es mit Emphase

hervor, dass sie ihnen jetzt im Traume als Traumgesicht

erscheine : so konnte ich, wenn zwischen jenen Anrofungen

nnd der jetzigen eine Analogie se\n soll, anf893

diese Verse keine Rücksicht nehmen, ind-m der Sinn

nnr der seyn konnte: jetzt rufe ich euch im Traume

zur Hülfe, wie ehemals lebentl. Lebenti aber konnte

Klytämnestra nur wegen der Iphigenia die Erinnyen zu

Hülfe rufen. Ich fügte aber hinzu, dass an die Iphige-

nia hier niemand denke. Herr Müller legt nun jene

Verse so ans, dass Klytämnestra nach Ermordung des

Agamemnon den Zorn der Gottheit gefiiiv htet habe. Dadurch

wird seine Sache nur schlimmer. Denn nun wurde

der Zusammenhang der Gedanken der Klytämnest^-a der

seyn: ich, die ich ench lebend oft angerufen labe, mich

wegen des ermordeten Gemals nicht zu bestrafen, rufe

euch jetzt im Traume an, den Sohn zu strafen, der mich

umgebracht hat. Ein solches Gebet möchte woh' sehr

seinen Zweck verfehlt haben.


10

KKKLAERUNC.

Ferner sagt Herr Miilier ül)cr die Worte V. 116.

bva^ yaQ vuäg vvy JQLvraiiuvi^aTQa'yMlio , die nach

ihm bedeuteu sollen, „im Traume, als Tranmgcsicht

rufe icli euch jetzt," noch Folgendes: „Dass aber die

Klyt. kein Traumbild für die Erinnyen sein könro,

weil sie ^ärklich crscheifle, beruht auf einer eben '&\\\-

chen Verkcnnnng der antiken Vorstcilungsweise, wie ule

friilier gerügte Behauptung, dass die Erinnyen am Ende der

Choe]ihoren dem Orestes nicht wirklich, sondern nur im

Geiste erscheinen sollen." Was die von Herrn Müller

behauptete wirkliche Erscheinung der Erinnyen in deu

Choephorcu anlangt, so hat er mir zwar widersprochen,

aber nicht mich widerlegt. Ich ]ia?je daher auch weiter

nichts zu sagen, als dass, wi»^ schoa in der Recension

S. 131. erinnert worden, Enripides, der sich erlaubt hat,

dem Orestes die Ennnven im Geiste erscheinen zu lassen,

deshalb von Herrn Miilier getadelt wird, und, da derselbe

Dichter sogar die Alccstis V, 253. den Charon

nnd dessen Nachen im Geiste sehen lässt, so kann ich

es mir wohl gefallen lassen in solcher Gesellschaft die

antike Voratellungsweise "Jjn verkennen. Allein dass die

Klytämncstra kein Tramnliild iiir die Erinnyen se)n könne,

weil sie wirklich erscheiiiCj ist etwas, das ich weder gesagt

habe, noch sagen konnte, wie jedermann auf S. 30.

ff. sehen kann; sondern ich habe gesagt, der wirkliche

Schatten der Klytämncstra erscheine auf der Bühne, und

wenn dieser sich ovuq nenne, so meine er damit ein

Traumbild, einen nichtigen Schatten, der ohnmächtig und

Terachtet unter den Todten umherirre. Es war daher

unnöthig noch Odyss. IV. 795 — 841. VI. 15 — 47.

anzuführen und hinzuzusetzen, dass ja die Erinnyen selbst

V. 150. deutlich genug sagen, Klytämnestra sey ihnen

im Traume erschienen. Wozu wäre denn der Schatten

der Klytämncstra vor die schlafenden Furien hm^retreten

und hätte sie gerufen, wenn sie ihn nicht in Traume

gesehen hätten ? Schwerlich wird irgend ein Leser von

Herrn Müllers Erklärung das Bestreben verkennen kön-

nen; was ich gesagt halw zu verunstalten.

Er fährt fort: „Eben so merkwürdig ist Herrn H.'s


EKKLAERUKG. 11

Widersprach S. 79. in Jezug auf V. 453. In dle^ciii

Tersc vird, wie er von uiir und auch von Aßdein ver-

Blanden worden ist, j;jesagt, ur?« Pallas den Ores*^ rn

ihre Siadt Athen anCaehrae (natürlich, nor zu tell5por{^-

rein Anfenihalt, damit er hier sich vor "Bericht steilen

könne). Diess cüll nach Ifemi M, nicht statthaft sein

nnd die Stelle geändert werden müsseß, weil er- 1 Y. 724.

Orest, als das Gericht ihn losgesprochen j, sich für auf-894

gecommen, xaroixio&iyvaj eikÜire. Was ist aber wohl

iu der ganzen Tragödie deutlicher, als dass aa dieser

Stelle; xal yT]g naxQwan iart^jTjfieyov ov rot tcaripxiodc

//£• xcu rig E).Xtivq}v bqü ^Aq^bIoc avTjiJ avS-ig

i'v Tf ;r(»r/ia(7«>' olxeZ naT^cpoig, Orest der Pallas dafür

dankt, dass sie ihn darch die Befreiung von den Erin» •

n)en »eifier Heimath wiedergegeben, in Argos von

neuem eingebürgert habe« Die obige Steile bezieht sich

aber auf Orestes Zalassnng in Athen." Iii Aösehang

des xarotX'od'^vra hat Herr Müller Rechte dass sich

diese Stelle auf Argos, und nicht aaf Atlien bezieht«

Aber er benutzt diesen Irrthum, nra meinen Widerspruch

za entstellen, indem er das, was ich aar zuletzt noch

angehängt hatte, ganz allein als den Grund meiner Be^-

Lanptung, dass V. 453. an dieser Stelle nicht stehea

könne, anführt, die andern Gründe aber so rait Stillschweigen

übergeht, dass der Leser glaiihen mos«, ick

habe keinen andern als diesen allerdings irrigen Grund

angeführt. So kann man leicht widerlegen. Er be«

schliesst, was er gegen mich sagt, mit den Worten:

„So viel zum Beweise, dass die zweite Bearbeitung ler

Hcrmannschen Recensioß nicht von der Art ist, dass

dai'Qu eine für die Sache erspriesdiche Discussion geknüpft

werden könue.'' Barin wird nach dlesea Bey-

spielen einer solchen Discussion jedermann gewiss el>ea

80 gern wie ich selbst beystimmen.

Es folgt eine lange unmittelbar gegen Herrn Pro-^

fessor Fritzsclie, mittelbar gegen mich gerichtete Gliarak«

terisirung von Herrn Eritzschens Schrift nach der Denk»

art und in dem Tone, der Herrn Müller eigen ist und

eigen bleiben wird, Nash diesen aUgemeiiiea Bemerkun-


12

ERKLAERUNG.

^en, deren Zweck der sey, zu zeigen, dass Herrn Müller

eine aasfiibrliche Beantwort :ng der Gegenschriften

niclit zaüumntlien sey, wird doch, nin den Lesern eine

genauere Vorstellung von der Lage des Strcics zu geben,

ein einzelnes Stück aus dem Ganzen herausgenom-

• men, und der Gang der Controverse darüber mit mög-

lichster Völlstän(II;j^keit dargelegt. Diess ist der erste

Cliorgesang, dessen Text nach Herrn Müllers Recension

zugleich mit der Uebersetzung wieder abgedruckt ist.

Gegen meine Einwendung in BetreflP der Versmaasse,

daSs Verschiedenheit der Interpunction in Strophe nnd

Antistroplie sorgfältig vermieden werde, wird mein eig-

ner Ausdruck „nur selten" als Gegengrund gebraucht.

Daraus folgt aber, dass man um so ?K"denklicher seyn

müsse, eine solche Ungleichheit anzunehmen, zumal wo,

wie hier 7id()eaTi, an beiden Stellen dasselbe Wort auf

den Anfang eines Satzes hinweist. Ferner dass ich

S^QOftßov statt &(}6ror durch das Vcrsmaasib angezeigt

hielt, dagegen wird erinnert, dass ich selbst die Frage,

wie weit die Gleichheit der Responsion in den Dochmien

gehe, noch nicht für gelöst zu halten scheine. Ich hatte

aber gesagt, je weitere Fortschritte die Kritik mache,

desto mehr zeige sich, znmal bey dem Aeschylus, die

grosstc Strenge. Als Beyspicl einer Ausnahme wird mir

noch Agam. 1088. 1099. (1126. 1136. StanL) axoQs-

Tog ytrti und hv ivvdQ(n rsv^d entgegengesetzt, wo

zwar ßlomfield T£i;/«t in xvjfr yerändere, aber mit wel-

cher Wahrscheinlichkeit? Mit derselben, mit welcher

Bentley im Prometheus ad^hwg für aSsOfuog setzte.

Lange vor Blomiield hatte auch ich xvtbi. corrigirt. Da

Herr Müller diese äussern Gründe nicht glaubt anerken-

895nen zu müssen, geht er zu den innern fort, und tadelt

an dem von mir angegebenen Siune: „solches vollbringen

die jungen Götter, die sich gegen alles Recht der

Blatspnr an Fuss und Haujit bemächtigen" erstens, dass

ich d-Qoußog, welches eine Masse, besonders geronnenen,

Blutes bedeute, für Blutspur nehme: nun so setze man

dafür ein anderes Wort, nur nicht, wie Herr Müller ge-

than hatte, Klumpen: es wird auch ein Tropfen hinrei-


ERKLAERUNG. 13

eben;, da ja m den Choejihoren V. 526. 539. Klytämne-

stra träumte, das» an ihrer Brust eine Sciilange mit der

Milch einen S^Qo^ßiv al'iaTos geso;jjen Iiabe. Ferner

tadelt er, dass ich xQartJr iivä in Jemanden ricIUen

wollen uiideute. Da icli zn den Worten, ,, sich der

Blntspur an Fuss und Haupt bemächtigen" hinzagefügt

hatte: „d. h. die sich f


14

IKivLAV^RL'NtJ.

Fiiss onil Hanpt zu^^e^diricbcn werden l^önnc, nicht er-

^iedcrt, aber auch «lein«- oben angerührten Worte (wel-

che?) nitht flfcandert. JNatnrlich: der.u da jene Bemei^«

kuBg über nigl 7i6


ERKLAERUNG. 15

i:na ifovoXiß^l O^dxat vorschlage. — V- 166. m oem

Verse xafiol rs XvTtQog ytd i,hv ovx ixXvaerca wanschtr

Herr Müller, ich hätte hinzuoeliigt, warum ich zwischen

„ich werd' ihm gram", was ich getadelt, und ,,niich be-

leidigt or% was ich als die Bcdeuoing der erstera Wortf?

angegeben habe, so scharf niuerscheide. Weil das grani

werden erst die Folge der ßeleidigang ist. Whb ilerr

Müller weiter sagt, er hätte absirhtli.ii so übersetzt ge-

habt, wei! T€ — xal anzeigten, dass beide Sätze eine

gemeinsame Beziehung haben, zu der sie sich wie verschiedene

Glieder verhalten: das sieht jedermann von

selbst. Diese geraeinsame Bezieiiiing nun liege in der

Drohnng, dass A|iollo nichts angrichteii werde: „Die

Krinuyen macht er sich zn Feindinnen^ und den Orestes

doch dämm nicht frei." Das ist ja eben, was ich wollte

5,er beleidigt mich.**' Und doch setzf Herr Müller hinzu

„Wie Herr H. die Stelle anders fasst, kasn ich ßicht

errathen.*' — Ob p-f^^aolaßel yJvTQip activ, die 31itie

fassefid^ wie Herr Fritzsche zu coaiideat bc^hauptetj oder

j)assiv, i?i der Mitte gcjmst^ wie llen- 3iiiller will,

2U nehmen sey, kann gestritten werden* Bud iii sofern

widersjjricht Ken Müller mit Recht, Wenn ihm aber

die aetive Erklärung auf em c%7\yxt nakrß hiüijudeates

scheint, so ist das eine blosse Fictiorse

Mit Recht widerspricht Herr MüJier dejn, ivas Hen897

Fritz3che über ttüopiv^v, h^aiiwov, ai^avjj.Bj'oy, t|>afuvor

V. 161. gesagt hat, Babey wird bemerkt, dass

es ein Hauptfehler in der Erklärung der Dichter sey,

etwas aus dem Kreise der concretea YorstelloEg in eine

hohle Allgemeinheit hlf> «in anziehen, und desimlb ich ge«

tadelt, dags ich Y. 4»H). n^ayfia Ssvq^ In^axi^xpkv res

huc pervenitf \. 716. ccyx^^V *^^^


16

ERKLAERÜNG.


ERKLÄERÜNG. 17

Herr Fntzscbc aber l>Ioss wegen des ZüsarameRsiögesg

mehrerer Personen nicht beisMrnine, so sey eacii über

diesen Punct aller Streit erledigt, «nd die fernere Be-

Landlung des kominatiscben Gesanges ganz Ton der Ent-

scheidang über die zuerst behandelt« Frage abhängig ge-

macht. Nan kann aber ich wenigstens in jener znerst

behandelten Frage über die Inteqjuuction Herrn Müller

nicht beytreten, ond die Anerkennung der Möglichkeit

seiner in dem Anhange angegebenen Persoienabtheilung

in dem ersten Strophenpaare, wodurch dieses auf andero

Weise als vorher unter sechs Personen vertbeiit wird,

ist keineswegs eine Anerkennung der Richtigkeit dieser

Abtheilong, raithm noch weniger eine Zßstimmung zu

der in den folgenden Strophen von ihm vorgeaommenea

Vertheilcng: folglich ist darch seine Einwürfe noch gar

nichts widerlegt.

Den Beschloss macht eine Reihe toi Stellen der

Enroeniden, in deaen Herr Müller theils einiges jetzt

abändert, theils sich ferner vertheidigt oder die ihm gemachten

Einwürfe abweist. Bloss die Stellen der letztem

Art können hier erwähnt werden.

Za Y. 50. jjDie tob mir angeführte Stelle des

Ion V. 213. erklärt Herr H, für abgebrochen, indem

eine der Frauen der andern iß die Rede falle. Als iadess

Herr H. den Ion herausgab (1827), mnss er noch

nicht der Meinung gewesen seyn, da er sonst unmöglich

einen Pnnct hinter den Satz setzen konnte. Aach möchte

sich das damalige Gefühl als richtiger bewähren, als die

nenerfondene Ausflucht." Der lächelüde Leser siebt tob

selbst, wie ein Punct zu einer Art von Ausflucht frlr

Herrn Müller wird, die, wenn jener Ponct, was ich jetzi:

nicht mehr weiss, nfcht aus Versehen stehen geblieben

BCjn sollte, nur darin besteht, meinen dajnaligen Irrthnia

zum Schutzmittel für sich zu machen.

V. 68. „Herr U. pcht zwar hier die verkagts

Aufklärung nicht, aber ich jehe aus OptismtL Y. ]?. 350.

(1834), dass er vnvt^ TiBOovaaL verbindet. YTas soll

aber dann dXovaag ohne vnvo) bedeuten ? *^ Kann man

das auch fragen? Gefangen,

Hebm. Op. \1I. B


18

ERKLAKRUNG.

V. 76- „ffier ist das Misverständniss zu liebeo,

als liätte ich bezweifelt, dass ein Adverhiura zwischen

der Pr;i|iosition und dem INOnion stehen könne, sondern

nur das habe ich bezweifelt, dass diese Wortstellung hier

anwendbar ist. ^vv aei rivi ßin bei Plato Legg. VIII.

j). 832. C. hcisst etwa s. v. a. ovyyiyvofitrrjg aei ri-

vog ßiag; aber was heisst: av^ cdtl TtjV nlavoarißt]

xO^oya?" Freilich nichts: aber ßfßujt' av' ctUl rr]V

jilavoanßj] xk^ovol heisst ßtßoJTa altl ava rTjv nXa-

S99yoaxißrj ;fi^orcf;, wie bey dein Plato a()/«t ovv ad tlvi

ßia keiner lannen Umschreibung bedarf, sondern clqx,^!,

ubl avv Tivt, ßia ist.

V. 202. „Herr H. erklärt sich jetzt für Wellauers

Abtheilung, aber mit einer ganz andern Erklärang",

n. s. w. Ich habe hier nur der Misdeutung dieser Worte

vorzubeugen. Das jetzt sollte weggelassen seyn: denn

früher hatte ich über diese Stelle ganz geschwiegen, und

die ganz andere Erklärung ist von einer andere, als die

des Herrn Müller ist, zu verstehen. Uebrigens sagt Herr

Müller, dass meine Erklärung viel Ansprechendes habe:

allein wenn er ihr deswegen nicht beytreten zn können

glaubt, weil ovx av yEvoiro eine durch Umstände be-

dingte Möglichkeit bezeichne, dieser Ausdruck aber lür

die von allen Umständen unabhängige Begriffsbestimmung:

ein solcher Mord ist kein d/uai/uog, nicht zu passen

scheine, und weil die Auseinandersetzung über den Begriff

ojLiaijLiog (pot'og besser erst unter den feiner ausge-

sponnenen Argumenten im Gericht, als bereits in diesem

Wortwechsel mit Apollo vorgebracht werde: so leuchtet

ein, dass diese ganz schwachen, oder vielmehr gar nichts

beweisenden Gründe nur angeführt worden sind, um nicht

zuzugeben.

V. 230. „Hier erfahre ich, dass Herr H. no^svfiaciv

nicht für Wege genommen, sondern nach V. 429.

430. ndf.ai, 7i(jog alloig taCr' äcpnQiujue&a oixoiai xal

ßoTotai y.al (wxdig noQoig erklärt wissen will. Wie

dies aber geschehen soll, bleibt mir gänzlich dunkel. ^<

Herr Müller hatte, um ov^' aq>oißavxov /Jqa ällot-

civ oYxoig xal noQevjuaatv ß^ordoy als absurd darza«


ERKLAERUNCr. 19

stellen, gesagt, maa müsse erstaunen, wie einer durcli

fremde Häuser nnd Wege gereinigt werden könne, was

ein Ungedankc sey. Auf meine Antwort nun, dass er

den Ungedankea durck diese üebersetzung erst in die

Worte hineingetragen Labe, stellt er sich jetzt als sey

ihm dunkel, was wohl andern nach der angelulirten Stelle

nicht dnnkel seyn dürfte, dass Orestes in andern Hän-

sern, und indem er zn diesen Häusern reiste, gereinigt

worden.

V. 293. Herr Müller gesteht zwar, dass dies©

Stelle einige Dunkelheiten habe, aber über meine Erklämng:

du widersprichst mir nicht einmal, sondern verschmähst

die Rede, du, der mir geweiht ist und eigen

gehört? sagt er: „Hiernach sind die Erinnyen auf Ores-

tes zornig, dass er nicht gegen sie spreche, obwohl er

eben erklärt hat (V. 269), dass an dieser Stelle Apollo

ihm Sprechen zur Pflicht gemacht, nnd er darum Pallas

sich zur Hülfe gegen die Erinnyen herbeyrufe (277)."

Darnm glaubt er bey seiner Auslegung beharren zu müs-

sen. Ich würde mich wundern, dass Herr Müller, der

überall so genau den Zusammenhang der Gedanken er-

gründet wissen »will, hier denselben gar nicht zu beach-

ten scheint, wenn ihn nicht das Bestreben, mir etwa^s

entgegenzusetzen, verhindert hätte zu sehen, dass die

Gründe, die er anführt, nichts beweisen. Orestes er-

klärt allerdings in der den Worten des Chors vorhergehenden

Rede, dass er auf Befehl des Apollo in dieser

Sache sprechen werde ; nnd allerdings rul't er die Pallas

an ihm beYznstehen: wann aber will nnd darf er sprechen?

Erst in dem Gerichte, das über ilin gehalten

werden, das erst von der Pallas eingesetzt werden, zu

welchem erst die Richter versammelt werden sollen. Eben

deshalb schweigt er zu den Drohungen, welche die Furien

jetzt, wo noch gar keine Anstalt zu dem Gerichte900

gemacht ist, gegen ihn ausstossen. Auch hier hat Aeschylas

seine oft gerühmte Kunst, die Personen schweigen

zu lassen, sehr schicklich angewendet, und Orestes

hat das auch selbst in seiner Rede durch das iniaraiiai

Xiyuv 0710V dixri atyäv &' ofiolcog zo. erkennen gege-

B2


20

:

ERKLAERUNG.

bca. Herrn Müllers Erklärung, welche die Präsentia

ovd' avTKfcovelg, all* anom^eig Xoyovg in Fjitura

umwandelt

„Erstnmmen wirst da, alle Rede von dir spei'n,

Da mir genährtes, mir geweihtes Opferthier,"

von der er sagt, dass „die Erinnyen den Orestes schon

im voraas als üir Opferthier vor sich sehen, welches

nach langer Verfolgnng lechzend niederstürzt, and dann

nicht mit einem Laut ihnen widerstreben kann*^, ist um

80 weniger annehmlich, je weniger sie zu der eben vorhergegangenen

kräftigen und muthvollen Rede des Ores-

tes passt.

V. 316. ,,(pQevo^aXTig habe ich zuerst auch vv

geraessen, wie Herr H. verlangt, aber hernach, weil eine

pherekrateische Clausula diesem Verse alle Kraft zu nehmen

scliien, die allerdings kühne Voraussetzung gewagt,

dass sich in dieser ganz einzeln stehenden Composition

die ursprüngliche Kürze der Wurzel, die in ^Tjleofiai

und ddXha (xcixovQ'yd) nach Hesychios) gedehnt und

verstärkt erscheint, erhalten haben könne.^^ üeber eine

solche Ausrede genügt es zu schweigen; warum aber

musste, um die Msche Messung zu entschuldigen, eine

päonische Katalexis zu einer Pherckratischen Claosel gestempelt

werden?

V» 330. „Ein jüegercf Freund des Unterzeichne-

te», Herr JBtJers aus Lübeck, emendirt an dieser Stelle:

[dd-avdxiov d.7i e/^eiv ysQag, und ich stimme bei, da

änixeiv ysgag, genau gefasst, keinen hieher passenden

Begriff giebt." Herr Evers ist zu loben, dass er an

der Vulgata Anstoss nahm: doch giebt seine Conjectur

ei߀G zwcydeutigen und nicht gut gewälilten Ausdruck.

Es konnte aber auf diesem Wege etwas anderes gefunden

werdea.

V, 349. „Hier erklärt Herr H. seine Conjectur:

öfpaXB^a yaQ javvdQOjUotg xdiXa^ den Worten nach:

denn unsicher werden die Füsse den lange fliehenden«

Meine Frage bedeutete indess, wie hier dies als ein Grund

des. xazG.(pi^HV nodog axfiav gefasst werden könne.^^


ERKLAERUNG. 21

Das war ans der Frage, was diese Lesart, als Parenthese,

eigentlich besage, nicht recht klar. Die Worte

enthalten in sofern den Grand des xaTa(p6Q€ir noddg

ax/Luiv, als die Fliehenden, nachdem ihnen die Füsse

versagen, von den hinzuspringenden Erinnyen ereilt werden.

Denn obwohl sie sie auch bey noch vollen Kräf-

ten, als Göttinnen, mit einem Spränge müssten ergreifen

können, so thca sie das doch nicht, sondern verfolgen

sie, bis sie ermatten.

V, 383. Die von mir gebilligte Emendation Wakefields,

xüjkois statt nculotg findet Herr Müller sehr ge-

fallig, und alten Bildwerken angemessen. Dass indessen

die gewöhnliche Lesart nicht so abentenerlich sey, als

ich sie mache, dafdr meint er könne doch wohl J. H.

Voss zeugen, der sie übersetzt hat, ich raüsste denn

diese alles auch jetzt za den Dingen rechnen, ad quao

medicum Vossii tiitcndere oportebat. Dadurch, dass

Voss etwas übersetzt bat, hört *"s nicht auf abenteuer-

lich zn seyn, sondern, dass es nicht abentenerlich sey,

wenn Pallas zugleich geht und fliegt und aaf dem Wagen

mit starken Rossen , die überdiess noch eines Segels

bedürfen, fährt, ranss auf andere Art, wenn es möglich

ist, gezeigt werden. Uebrigens ist von Vossens zwiefa-901

eher üebersetzung die spätere noch schrecklicher als die

frühere. Diese lautet so : „Von dort enteilt' ich nege-

säurates Fosses her, Auch flügellos, windlaot erscholl Icr

Aegis Schooss ; Kraftvoile Gaule spannf ich diesem Wagen

vor;" jene aber klingt gar fo) gendenn uassea : ,jDorther

enteilend lenkt' ich ungesäumt den Gang, AacU ilii-

gellos; voll saust' ich meiner Aegis Schooss, Kraftvolle

Kemgauf angespannt dem Luftgeschirr."

V. 46L „Hier erfalire ich jetzt, dass Herr K,

alQovjuivovg d-taauv verbindet. Also will nun Pallas

Richter vereidigen, die sich eine Ordnung oder Satzung

{&Ba(xog) erwählen, welche Pallas für das ganze Land

setzen wird. Auf diesen Gedanken konnte ich nicht verfallen/*

Herr Müller hat, indem er hier, um tadeln zu

können, algstaS-aL durch erwählen übersetzt, vergessen,

dass er selbst V. 453. ä^toiLupov ovza, d' aiQov/LLac no-


22

ERKLAERUNG.

Ist übersetzte: ^^Empfätigt mit Fag dich ohne Vorwurf

meine Stadt.*'

V. 537. „Dass in Herrn H.'s Lesart bvx ein

blosser Druckfehler für iix^ gewesen, war wohl zu merken,

wenn nur thi hier einen verständigen Sinn gäbe.

Die Pallas soll sagen: Rufe aus, Herold; oder es kann

auch die Trom])ete ertönen ! " Um ein Ausrufnngszeichen

setzen zu können, übersetzte Herr Müller tix ovv

oder auch,

V. 603. j,Ich sehe jetzt, dass Herr H. die Structur:

SqoItj] neQCüVxi lovr^ä y.anl reQinari (pccQog nageaxrjvcooev

, durch die Note zum Viger n. 219. ver-

theidigen will. Aber wie gross ist der Unterscbied zwi-

schen dieser Stelle und solchen, wie lovrcor Is^aa^, ort,

xal dvvarhv xal &f-jutg alrelr, naicuv ra yepov."^ Nicht

grösser, als in jeder Stelle, wo das Subject ausgetauscht

wird. Denu stände entweder nsQaoaoa oder naQSGXt]-

ruj&r], so wäre die Stelle völlig jenen gleich.

V. 721. „Herr H. giebt die gewünschte TJeber-

setznng von ßakovoa (yrwurjv) \pfjq)og: ein einziger

Stiimnstein, den die Stimme hineingeworfen hat. Herr

Fr. iindet diese . Erklärung

sehr ingeniös , aber meint,

dass es doch nicht angehe, dass ein Stimrastein einen

Stiinnistcin hineinwerfe. Zw. Anh. S. 71. — O magna

vh verilatis^ ffna& contra homimim ingenia^ calli'

ditatein^ sotertiam facile se per ne ipsa d^feudat!'^

Herr Müller hat das, was ich S. 98. der Recension gesagt

habe, so gestellt, dass es freilich sehr grell und

absurd aussehen muss. Dennoch sind die Alten nicht

so ängstlich gewesen, und Cicero hat mehr als einmal

dem aninius einen aniinus und dem ingenium ein «*«genium

be) gelegt, wovon Herr R. Klotz in der Vorrede

zu dessen sämmtlichen Reden S. XCV. gesjirochen hat.

V. 765. „Hier ist das von mir angenommene X9^r

oag der Lesart der Medic. Hdschr. nicht so nah, als

(prioag, welches Herr H. nnd, nebst nslaag, Herr Fr.

vorschlägt, aber jenes bezeichnet deutlicher den Gedanken,

dass das Zeugniss des Zeus in dem Orakdspruche

des Apoilon enthalten war." Ich hatte Herrn Müller


ERKLAERLNG. 23

wegen der Annahme von y^j/ioag EJclit getarlelt sonilera

nnr bemerkt, doss die alte durch den Scholiasten bestä-

tigte Lesart (pjOag war. Seiner VertlieidiL^ong abei

mnss ich widerspreclien, erstens Aveil er vertlieidigt, was

nur eine Conjectur von Turaebns ist, nnd zweitens, weil

fiicht nnr es unnöthig ist anzudeuten, dass das Zeu-jniss

des Zeus in dem Orakelsprnche des Apollo entliakeü

war, sondern auch weil eben dadurch der Geirensatz nnrichtiff

wird. Denn da in deni /jjrjOai beides, das ^^-902

aai nnd das uaQTVQHV, enthalten ist, so wird das Genus

der Species unrichtig entgegengesetzt, und dicsir

Gegensatz kann nur in sofern zugelassen werden, wenn

Xf}rioag nicht in seiner vollen Bedeutung, sondern bloss

in der in ihm enthaltenen des (pi^aag genommen wird.

Y. 892. Wegen ßaQfcor als Feuiininum beruft sich

Herr Müller auf die von ihm in Aufnahme der Lesar-

ten befolgten Grundsätze, hält es jedoch für wahrschein-

lich, dass von der Ionischen Femininform auch Einiges

in den Attischen Dialekt übergegangen sey. Da ich

selbst vor sechsunddreissig Jahren in der Stelle des Ae-

schylos ßa^tüjv Idrdiv geseh neben habe , so wird viel-

leicht auch Herr Muller nach sechsnnddreissijj Jahren

ßaQecov TOVTCJV nicht mehr entschuldigen.

V. 994. findet Herr 3Iüller Idfina, was ich für

XaundSt, setzte, wohl des Verses wegen aufzunehmen,

„wiewohl die bisher für idunr} ia dieser Bedeatuiig an-

geführten Stellen, namentlich aus den Eumen. selbst

V. 390. die Sache keineswegs sicher stellen."

Zu den Er/auf. AbhaiulL S. 71. „Bei der Frage,

ob der Chor einer Tetralogie aus denselben 12 — 15

Personen bestanden habe, oder aus der vierfachen Zahl,

muss man sich vor allem erinnern, dass die erstere Annahme

nicht auf einer Ueberlieferung, sondern auf einer

willkürlichen Voraussetzung beruht, und also die Argumente

für die letztere Ansicht mit der Unbefangenheit

geprüft werden müssen, als wüsste man noch gar nichts

über die Sache." So nmss man alles prüfen. Aber

nicht bloss die erstere Annahme beruht nicht auf einer

Ueberlieferung, sondern auch die zweite nicht. Die Vor-


24

ERKLAERUNG.

aassetzung aber, auf welcher die erste bemlit, kann

man, weiä sie die natürliclie ist, deswegen noch nicht

willkürlich nennen, sondern diese Benennong gebührt der

zweiten, die, wie ich gezeigt zu haben glanbe, nichts

für sich, sondern alles gegen sicli hat.

Noch einige Worte über das Ekkyklero werden hin-

zugefügt, nnd Herr Müller giebt jetzt zn, doch nicht

mir, dass in dem Oedipns Tyrannus V, 1297. kein Ekkyklem

ist.

Endlich noch ein Paar berichtigende Bemerknngen,

wobey aas vier Stellen gezeigt wird, dass ich m't Unrecht

Herrn Müller beschuldigt hatte, des Herrn Raoal-

Rochette Oresteide nicht erwähnt za haben«


RECENSION 279

EINER

ANTIKRITIK UKD ZWETER RECENSIONEN

DES

HERRN K. O. MÜLLER*).

jb*3 wäre zu wnnsclien, öass die Gelehrten bei ihren

Streitigkeiten sich, wie der Pythagoreer Ensebins bei

dem Stobäns I. 85. gelobten: „niöge ich siegen ohne

Verletznng weder fiir mich noch für den, der sich mit

mir unterredet; möge ich mich vor unzeitigera Ehrgeiz

in wissenschaftlichen üntersnchnngen hüten; möge ich

dabei nie gegen meine üeberzengung nm des Sieges willen

an Streit Wohlgefallen finden; möge ich nie zum

Nachtheil der Wahrheit und um gegen mein besseres

Wissen den Andern durch Trugschlüsse za täuschen mich

zum Streit hinreissen lassen; möge ich stets aaf die

Seite der das Wahre ans Licht bringenden Meinung treten/*

Aber gerade das Gcgentheil scheint sich im Gebiete

der Alterthuraswissenschaft bei uns eine Secte ge-

lobt za haben, deren Koryphäen noch überdiess ihren

Genossen mit einem Tone, den man bei gesitteten and

3. Heft.

•) Au« den Jahrbüchern für Philologie und Pädagogik XTf. Band,


. Grunde

26

UEEER Z\Y£Y RECENSIONEN

gebildeten Leuten nicht erwarten sollte, vorangehen, unbekümmert

in welchem Lichte sie sich dadnrch der Mitwelt

und der Nachwelt darstellen, und ohne daran zu

denken, in welcher Gestalt sie sich in ihren eignen Augen

erscheinen Jiiüssen, zumal wenn sie einen Blick auf

das Ausland, und besonders auf unsei-e Nachbarn die Fran-

zosen werfen, bei denen die Beobachtung guter Sitten

und anständiger Rede mit Recht als ein unerlässliches

Erfordcrniss jedes Gebildeten, wie Tiel mehr des Gelehrten,

angesehen wird. Die Richtung dieser Secte geht

auf allseitige, d. h. historisch-antiquarisch-archäologischj)hilosoj)liisch-ästhetische

Erklärung des Alterthuuis. Da

diess kein Verständiger tadeln wird, so kann der Widersjiruch,

zu dem sie so vielfache Veranlassung giebt, nur

die ermittelten Ergebnisse betreffen. Die Ergebnisse aber

würden wiederum nicht so viel Veranlassung zu Widerspruch

enthalten, wenn die Methode die wäre, welche

auf die rechten Ergebnisse führen künnte. Die Methode

ist es daher ganz besonders, was den Widerspruch ver-

anlasst und veranlassen mnss, weil sie unbestreitbar nicht

als die rechte anerkannt werden kann. Denn die rechte

Methode kann nur die sein, die auf einer festen Grund-

lage haltbar fortbaut. Nun aber ])^f'.gt die bezeichnete

Secte theils aus mangelhafter Sprachkenntiiiss, theils aus

Leichtsinn, theils aus Dünkel nicht nur nicht durch richtige

Interpretation und Kritik iür eine feste Grundlage

zu sorgen, sondern sie baut auch auf diesem unsichern

bald durch blosse Phantasie, bald mit einem ganz

unlogischen Verfahren weiter fort. Wird ihr diess gezeigt,

so fällt natürlich der Tadel zuletzt auf die Per-

son des Getadelten, indem es nur auf ihn ankam einen

bessern Weg zu betreten, und dieser Tadel ist um so

empfindlicher, mit je mehr Ruhmredigkeit und Verhöhnung

Anderer der Getadelte aufgetreten war. So aus

280eigner Verschuldung sich persönlich verletzt fühlend, er-

greift diese Secte leideuschaftlich jedes Mittel, um sich

den Schein des Rechts zu verschaffen, und macht da-

durch ihre Sache noch schlimmer, indem sie theils, statt

sich mit Gründen zu verlheidigen, zu Schmähungen greift.


VON K. 0. MLELLER. 27

defen^ wer «gerechte Sache hat, nicht bedarf, theils was

sie von Gründen anführt, weil es^'auch wieder anf der

Methode bernht, von der sie sich nicht losmachen kann,

nar nene Blässen ^ebt.

In welcher Absicht einer der Koryphäen dieser Secte,

Herr K. O. Müller, die Eumeniden des Aeschylus herausgab,

hat er selbst in der Vorrede gesagt. Es wäre

vorsichtiger gewesen diess nicht za thnn. War er über-

zengt, die tiefern Fragen an das Alterthum, welclie sei-

ner Behaaptnng zu Folge die Notengelehrsamkeit za beantworten

nicht im Stande ist, lösen za können, so war

es geratbener, diess stillschweigend zu thnn, und dnrch

die Tbat selbst sowohl das ünznreichende der Notengelehrsanikeit

zu zeigen, als ein Muster richtiger Erklärung

aufzustellen. Gelang dieses, so war die Notenge-

Ichrsamkeit auch ohne Schmähung verdunkelt, und die

nene Methode erhielt den gebührenden Ruhm auch ohne

Ruhmredigkeit. Gelang es nicht, so verdiente der Versuch

etwas Besseres zu geben Anerkennung, und war

ohne persönlichen Nachtheil für den, der ihn gemacht

hatte. Herr Müller hat es jedoch vorgezogen, seine Absicht

nicht bloss zu verrathen, sondern geradezu und zwar

sehr schroff auszusprechen, indem er verächtlich auf die

Notengelehrsamkeit herabsah und ruhmredig die neue Interpretationsmethode

als das Wahre verkündigte. Nun

ist ihm aber die Erreichung seiner Absicht nicht gelungen,

indem sich durch das, was gegen ihn gesagt worden,

gezeigt hat, dass er nicht nur oft weder im Ein-

zelnen die Worte und den Sinn des Aeschvlus richtig

verstanden, noch auch den immer von ihm im Munde ge-

führten Znsammenhang gehörig gefasst, sondern auch,

und noch weit mehr, in dem archäologischen Theile seiner

Erklärung ganz Irriges und Unhaltbares vorgetragen

hat. Da er sich nnn duich jene stolze und prahlende

Verküntligung üen Rüc^kweg versperrt hatte, blieb ihm

natürlich nichts übrig, denn sich den Schein zu geben,

als seyen die ihm gemachten Einwürfe gehaltlos. Er

schrieb daher den Anhang zu den Eumeniden, dessen

Ton schon allein ein Zeuge der Beschaffenheit seiner


28

UEBER ZWEY RECENSIONEN

Sache war; noch mehr aher zeigten diess die Sophismen,

mit denen er, anstatt sich zn vertheidigen, die j3emerkungen

der Gegner, weil sie nnter sich selbst nicht

einstimmig wären, als überhaupt ungültig darstellte; am

meisten aber die abermals misslungene Vertheidigung einiger

weniger, und keineswegs der Hanptitancte, Da

auch hiervon wederum die ünhaltbarkeit nachgewiesen

worden, gab er sich in der sogenannten Erklärung das

Ansehen, durch einige wenig bedeutende und ebenfalls

nicht geglückte Einwürfe zu zeigen j döss es nicht die

28lMühc verlohne \mter etwas zu erwiedern. Als ich auch

diese Erklärung rccensirte, wusste ich im Voraus, dass

Herr 31üller, unerachtet er versichert hatte nichts weiter

sagen zn wollen, doch diesem Vorsatze nicht treu blei-

ben würde. Denn das letzte Wort haben zu wollen

scheint eine Maxime der Seete zu sein, zu der er gehört.

So leicht man aber auch die Lust verlieren kann

über Dinge zu sprechen, die mit solchen Gründen und

in solcliem Tone vorgetragep werden, so werde ich doch^

so lange Herr Müller fortfährt über den Aeschylus Un-

haltbares zn sagen, nicht ermüden zu zeigen, dass es

unhaltbar ist. Ich beginne daher mit seiner in dem lit-

terarischen Anzeiger No. 3. zu dem eilften Heft der

Zeitschrift für die Alterthumswissenschaft 1835 erschie-

nenen Antikritik.

Was Herr Mäücr von Angriff mit unerlaubten W^affen,

von gerechter Abwehr, von der gegen ihn gebrauch-

ten Taktik sagt, bedarf keiner Erörterung, da die Schrif-

ten vorliegen, and ich habe nur fon dem zu sprecheu,

was die Antikritik Sachliches berührt. ,,Bei i€at^Qe(p7]g

novg (V. 284.)," heisst es, „gesteht Herr H. auch jetzt

noch nicht ein, dass er geirrt habe, indem er behauptete,

dass die Pallas regelmässig irnmer^ mit einem die Füsse

bedeckenden Gewände erscheine, sondern fordert — der

von mir charakterisirten Taktik treu bleibend -r— dass

ich auch seine übrigen Behauptungen zu der Stelle widerlegen

soll, was doch erst dann mit Nutzen geschehen

könnte, wenn jener Punct durch sein Zugeständniss erledigt

wäre.^^ Ich glaube^ hierin wird jedermann ^ da


VON K. 0. MÜELLER. 29

der Grundsatz meiner Taktik bloss der i^t, ans richtig

verstandenen Zeugnissen riclitige Folgerangen zu ziehen,

vielmehr Herrn Müllers Taktik wahrnehmen, mit der er

dem Beweise, dass oQ&by noda rid-evai den Fuss vorstrecken

bedeute, sich zu entziehen sucht. Denn da sich

dieses nicht erweisen lässt, so würde seine Erklärung der

Stelle, auch wenn ich das verlangte Zogeständniss gäbe,

dennoch nicht können gerechtfertigt werden. Ich kann

aber dieses Zugeständniss nicht geben. Denn was hat

Herr Müller zu Widerlegung meines vermeintlichen Irrthums

angeführt ? Alte Bildwerke. Welche? Ausser denen,

welche Aeschylns, nach alterthümlicher Art von dem

Phidias gemacht, gesehen haben soll, die jedoch auch

Herr Müller nicht gesehen hat, noch andern vorzeigen .

kann, eine einzige wirkliche Abbildung der Pallas, und

zwar wohl von allen Darstellungen derselben die abscheulichste,

die, so wie einige Copieen desselben Musters,

nicht einmal für ihn beweist, weil isA Gewand

dort überhaupt kurz ist, und auch der nicht vorgesetzte

Fuss, wenn maM die Gestalt in Lebensgrösse denkt, nur

etwa höchstens einen oder zwey Querfinger mehr als der

vorgesetzte bedeckt ist. Ja man findet umgekehrt in

den nach diesem Tjpus gemachten Bildern sogar den

zurückstehenden Fuss um zwey Querfinger weniger be-

deckt als den vorgesetzten, wie z. B. in Panofka's Atpiiquet

du caMiiet dt* comte de Pourtalea-Gorgier

Taf. 12. Wollte man dagegen die zahllosen Darstel-282

langen der Pallas mit ganz bedeckten Füssen anführen,

80 würde man kein Ende hnden. Ja selbst die im Kampf

begriffene Pallas, welche »ach Herrn Müller den vorge-

setzten Fuss unbedeckt zeigen mnsste, zeigt ihn nicht

80, sondern bedeckt, wie die in Gerhards antiken Bildwerken

1. Centur. Taf. 5. and die4m Aagusteum Taf. 9,

welche nicht etwa nur Schorn in derAmaltheall. S.207 f.,

sondern auch Herr Müller selbst in seinem Handbuche

der Archäologie eben als eine Darstellung vor Phidias,

und also in geradem Widerspruche diit sich selbst, be-

zeichnet. Ich kann daher den Irrtham, welcher ra'r an-

geschoidi^t wird, nicht einräomeB, sondern lasse es mir


30

UEBER ZWEY RECENSIONEN

gefallen, den crliaJteDen Vorwurf mit Visconti zu thei-

Icn, der in dem anjrefiihrten Werke Pai.^fka's S. 11.

von der Darstellunn^ des kräftigen Körperbaues der Amazonen

sagt : ce (jnoit 7te pouvnit se permeitre datts

leg sfafzies de Minerve ^ toujoun represente« en

loii^ie robe»

Herr Müller sagt ferner : „lieber die Thymelc bostebt

Hr. H. darauf, dass ich früher bloss den Diony-

sos-Altar darin gesehen, und den Hegemon mitten aof

denselben gestellt, hernach aber meine Meinung darüber

geändert hahe. Für die, welche ein anderes Zutrauen

zu mir haben, als Hr. H., gilt die entschiedene Versi-

cherung, dass CS mir nie eingefallen ist, und nie einfal-

len konnte, die obere Fläche eines AUars zum Standort

des Chorfüiires zu machen. Von Hrn. H. aber kann ich

nnr verlangen, dass er mir meine. Worte stehen lasse,

wie ich sie geschrieben, in denen die Thymele nur aus

dem DionysiMchen Allar hervorgegangen^ aber nicht

ein Altar schlechtweg genannt wird. Die Skizze des

Theaters aber, welche in den Eumen. S. 81. in Holz-

schnitt eingedruckt ist, kann für die Behauptung, dass

ich dem Hegemon seinen Platz auf dem Altare, der zur

Thymele gehörte, angewiesen habe, nur anführen, wer

die Art und den Zweck eines solchen Umrisses durchaus

nicht berücksichtigt." Ich fange die Betrachtung

dieser Sätze mit dem letzten derselben an« Der Zweck

eines solchen Umrisses kann doch nur der sein, die

Sache darzustellen wie sie ist, und nicht wie sie nicht

ist; die Art nur die, die Hauptumrisse anzugeben, die

Ausführung des Einzelnen aber wegzulassen. Nun ist

in dem Umrisse der Stand des Hegemon gerade in dem

Mittelpuncte des die Thymele bezeichnenden Vierecks

angegeben. Wenn also nicht der Umriss, was nicht anzunehmen

ist, unrichtig sein soll, so muss diess der

Standjmnct des Hegemon sein, was man auch unter der

Thymele verstehen möge. Nun aber stehen iu dem Umrisse

die vier andern Clioreuten dieser Reihe neben der

Thymele in gleicher Entfernung sowohl von dem Hegemon

als jeder von dem andern. Wenn ich daher S. 150


VON K. 0. MüßLLER. 3J

der Recension sagte, in diesem Umrisse bezeichne dag

Viereck oifenbar bloss


32 UEBER ZWEY RECENSIONEN

oder Orchestra als ein Dionysos-Altar in dem Mittel-

pnncte des die Orcbestra beschreibenden Kreises stehen

blieb": so gab er hier ofl'enbar eine andere Beschreibung

als vorher. Unglücklicher Weise aber ist eben

jener Mittelpnnct der, wo in dem Umrisse der Hegemon

steht, der mithin dem Umrisse nach mitten auf dem Dionysos-Altar

zu stehen kommt, dennoch aber jetzt auf der

Terrasse stehen soll, nnd zwar, wie sich Herr Müller,

um nicht ganz seiner frühern Angabe zn widers])rechcn,

sehr unbestimmt ausdrückt, „wenn die Thymele ein Al-

tar war, auf dem Unterbau oder den Stnfen desselben.^*

Wie aber, wenn die Thymele nicht ein Altar war? was

sie nach Herrn Müller nicht gewesen ist. £s leuchtet

ein, dass diess nicht nur ganz verschiedene Angaben sind,

sondern auch jede in sich selbst so widersprechend ist,

dass keine für richtig erkannt werden kann, nach der

zweiten aber der Hegemon dennoch, wenn die Zeichnung

284richtig ist, wieder mitten auf den Dionysos-Altar zu stehen

kommt. Herr Müller bemüht sich vergebens, das,

was er an verschiedenen Orten über die Thymele gesagt

hat, in Einklang zn bringen. Damit die Sache ganz

klar werde, betrachte man, was in seinen Darstellungen

vorliegt. Durch die Nachricht bei dem Pollux und in

dem Etymologicum veranlasst, dass vor Erbauung eines

Theaters jemand auf den Opfertisch getreten und von

da gesprochen oder gesungen habe, trug er, weil die

Thymele des Theaters nicht auf der Bühne, sondern in

der Orchestra ist, das, was jene Grammatiker offenbar

von dem Schaus])ieler gesagt haben, auf den Koryphäen

des Chors über, und liess diesen auf den Altar treten,

80 dass er unerhörter Weise über die Köpfe der beiden

andern Reihen sich mit den Schauspielern nntorreden

sollte. Als dieser in aller Hinsicht widersinnige Ein-

fall, wie natürlich, Widerspruch gefunden hatte, erwiedertc

er wegen des Sprechens über die Köpfe der An-

dern weg, man dürfe die alte Tragödie nicht raodernisiren.

Modern ist also, dass, wer mit einedi Trnpp

Leuten spricht, die Antworten von den ihm zunächst

stehenden Vordersten; antik aber, dass er sie von den


VON K. 0. MUELLER. 33

ani entferntesten stehenden ffiotcrsten über die Kopfe

der andern ^eg erhält. Die Thyniele indessen, als der

Altar, anf welchem der Koryphäe stehe, scheint ihm doch

selbst etwas zn seltsam und der Vertheidignng nnrähii;^

vorgekommen za scyn : daher trug er mit sichtbarer Eil

znsammen, was sich bei den Alten von der Thymele fin-

den Hess, nnd bemühte sich eine Vorstellung von der

Sache zn geben, welche zwar nar die frühere za erläu-

tern schiene, aber doch das Widersinnige davon besei-

tigte. Allein hier ging es ihm wie gewöhnlich, dass er

durch den Versnch, das Unhaltbare z« rechtfertigen, die

Sache nur schlimmer machte. £s sollte nunmehr die

Thymele „eine aus dem Dionysischen Altar hervorgegangene

Terrasse seyn, die an der S(!heidelinie der Konistra

nnd spätem Thymele oder Orchestra als ein Dionysoa-Altar

stehen blieb, auf welcher Thymele der Chor

sich zwar nicht ganz befunden, weil ein blosser Suggest

keinen Raum für die Entwickelungen seiner Tänze gehabt

hätte, aber doch am sie hernm sich grnppirt, nnd

sie, da sie überhaupt nur für den Chor da seyn konnte,

auf irgend eine Weise benutzt habe, so dass auf ihr

wenigstens der Hegemon Platz genommen, und, wenn

die Thymele ein Altar war, auf dem Unterbau oder des

Stufen desselben gestanden habe;" auf dieser Thymele

sollen endlich „natürlich von dem Chore getrennt, und

weniger in die Augen fallend, auch die Rhabdophoren*^

gestanden haben. Wenn diese Darstellung schon auf

den ersten Blick nicht nur sehr unbestimmt, sondern auch

sich selbst widersprechend erscheint, so tritt bei näherer

Betrachtung die Widersinnigkeit noch mehr hervor. Nicht

zu gedenken, was bereits erinnert worden, dass auf diese

Weise die Choreuten sämmtlich gauz und gar von ein-

ander getrennt stehen würden, und dass, wenn die in285

den Eumeniden gegebene Zeichnung nicht unrichtig seyn

und der unbestimmte Ausdruck „eine aus dem Dionysos-

Altar hervorgegangene Terrasse," wie es scheint, bedeuten

«oll, dass die den Altar von allen vier Seiten umgebenden

Stufen bedeutend erweitert worden seyen, der

Stand des Hegemon dennoch mitten auf dem Altar seyn

Herm. op. vn, c


34 UEI?0. Z'-VEY P.ECENSIONEN

^iirde: so fra/rt mam aicli nun, wie man sidi denn da»

vorzusteileo habe, daas der Kei^eiHoa jfitxt auf dem Un-

terbau oder deji Stufen des AI tarn stehen soll. Die ge-^

hranchten Ansdrücke lassen vermuthen, was sich anch

schon von selbst versteht, das» der AlUr doch eine ziemliche

Höhe gehabt haben werde. Nun soll doch wohl

der Hegemon nicht auf den den Zuschauern y.ngekehrteu

Stnfen des Altars gestanden habeki, in welchem Falle er

gar erst über den Altar und dann über «iic Köpfe der

beiden andern Reihen der Choiealen hinweg mit den

Scbanspieiern gosj>rochen liätle, sonclern er soll wohl auf

den gegen «tie Bühne gekoliä t;^it Stufen gestanden haben»

Bann hat er «iber din Allar im Rucken gehabt, und die

Zuschauer dürften tob ihm, der das Haupt des Chor»

ist, wegen des dazsvischon stehenden Altars wohl gar

nichts oder nur den Hinterkopf mit den Schultern ge-

sehen haben* Es gehört in der That viel dazu, der-

gleiches Dinge za glauben. Nimmt man nun vollends

die „ausser dem Altar notiiwendig auch die oft geräumige

Terrasse begreifende Thymele'* hinxu, auf der

gleichwohl, ,^weil ein blosser Suggest keinen Raum für

die Käil-^ysckelüsügen der Chortfinze gewährt hätte, nicht

der ganze Chor .^lc!i befnad," d(?n!ioch aber, obwohl 9,voiii

Chore getrennt c-sd weniger in die Angen fallend, die

HbaMophoren standen ^^^ so beinüht man sich vergebens,

sich von so widersprechende« Dingen eine Vorstellung

zu bilden, 'imi schwerlich möchte ein Zeichner gefuodea

werden, da: die laier angegebenen Sachen in einem Bilde

zu vereiaigeö, und besonders auch die auf der Terrasse,

wo doch gerade alles recht in die Augen fällt, stehen«

dea Rhabdophoren als weniger in die Angen fallend darzastellesä

sich getraute. Herr Müller soll selbst ein gu-

ter Zeichner seya. Er würde sich daher nicht besser

rechtfertigen können, als wenn er, nicht eineu Umrissy

von dem er ii^iaaeh sagen könnte, dass man „die Alt

und den Zvreck eines seichen Umnsses nicht berücksicfctigt

hßbe,« sondern eine völlig aosgeführte Zeichnung

mit SiiBZugenJgtem Maassstabe guhe, in welcher alle von

ihm enfähntcn Dinge und namentlich aoch die Chorea-


TON K. 0. MUELLES. 35

ien sowohl als die weniger io die Augen fallendes RLab*

dopboreo io gaozen Figuren abgebildet wären. Dabey

würden zagleich anch die zwölf Areopagitcn, welche in

der Orchestra auf ihren Stühlen im Rütkeu der Erianyen

Gericht halten, nebst dem Altare mit den Stimm«

steinen und dem Tische mit den Urnen Platz liiideii«

Als Nehenwerk könnte einer solchen Zeichnong auch

die des £kkvklems beigefügt werden. Aosserdem würden

aber auch noch die annoch nobekanntL'fi Stellen der2d6

Alten nachzuweisen seyn, aus welchen Herr Müller alle

diese Sachen geschöpi't hat. Denn das ,^am schönsten

ist es so," was man in den £nmeoiden S. 107 liestj

hat nur für Esoteriker Beweiskraft.

Ferner schreibt Herr 3iüller in der Antikritik:

„Mit gleicher Entschiedenheit versichere ich, dasa ich

der Orchestra des Athenischen Theaters niemals den

Diameter von 8 — 400 Fuss zugeschrieben habe, woraus

lilr das g-anze Thcatct der enorme Durchmesser von

6 — 800 Fuss folgen würde ; Hr. H. aber möge doch

nur einen Blick auf die eben erwähnte Zeichnung wer-

fen, die er hey der vongen Gelegenheit als sehr uc^urat

rühmt, um sich zn überzeugea, dass der Raum vom

Em,ga7ig m das Tiieater eis %ur Thr/?nele, den ich

auf 150 bis 200 Fuss angeschlagen habe, ausser der

Orchestra die eben so laugeu Zugänge oder nagodoi

hegreift. Ob die Orchestra solche oüne, hreite Zugänge

gehabt, in denen der Chor seinen Gesang anstimmea

konnte, ehe er die eigentliche Orchestra betrat, ist eine

ar-diPre wichtige Frage, die Kr. H. jetzt in die obige

einmischen xu vvolien scheint; hier kommt es

auf an, ob ich A^n Durchmesser der Orchestra

aar dar-

zu 3 —

409 Fuss, ouar /.nx Hälfte davon angenommen habe.''

Es wäre nicht wohl ehizusehen, wie Hr. Müller mich

auffos'dera konnte, eisen Blick aaf die Zeichnung zn

werfen, da eben aus '\idv Betrachtung dieser Zeichnung

tmin Einivnrf hervöigeg^üiigen vvar, wenn es nicht vor

Auren läge, dass er deai Leser nur y^n dem eigentlichen

ßtreitjyunkte abzuleite« suchte. Herr JMüller hatte

mir eine „nierkwürdige Uniahigkeit, mich in räumlichen

C2


36 UEBER 2WEY KECENSIONEN

Verliältnisgen za onentireu," ScLiüId gegeben, indem ich

den Durchmesser der Orchestra zu 300 bis 400 Fass

anirenomincfA hMte. da doch nicht der Bnrchmesser der

Orchestra, sondern der noch riiiinal so grosse des gan-

zen Theaters gemeint sey« Ich zeigte dagegen, dass ich

seine Worte nur von dem Durchmesser der Orchestra

allein hätte verstehen niüssen, weil ich ausserdem nach

seiner Angabe der Zahl von Anapästen, welche der Chor

sänge, während er den Halbmesser durch schritte, hätte

annehmen müssen, dass die Hälfte dieser Anapästen ge^

snngea worden wäre, ehe der Chor noch die Orchestra

betreten hätte; dass mithin die Hälfte dieser Anapästen

von den Zuschauern gar nicht geliörl; worden wäre ; und

ich folglich, wenn ich das angenommen hätte, Herrn

Müller eine offenbare Absurdität würde untergi schobea

haben. Hieraus ist klar, dass ich die Zeichnung genaa

angesehen habe, aus weicher ja eben erst das ersichtlich

ist, dass der Raum vom Eingang in das Theater bis znr

Orchestra dem Kalbmesser der Orchestra gleich ist.

Herr Müller hat nun jetzt freilich wohl eingesehen, das»

vielmehr er selbst in seiner Zeichnung nicht orientirt

war, als er den Chor die Hälfte seiner Anajrästea da

singen Hess, wo der Chor weder gesehen noch gehört

297warde: aber om dieses zu verstecken, sagt er, ich scheine

ein« Frage einmischen zu wollen, auf die es hier nicht

ankomme, sondern es komme bloss daraof an, ob er den

Darchmcsser der Orchestra zu 300 hk 400 Fnss, oder

zu der Hälfte angenommen habe. Allein es verhält sich

umgekehrt. Wie gross der Durchmesser der Orchestra

sey, ist ganz gieichgültig. Denn die Frage ist diese:

wenn der Raum vom „Eingang iu das Theater durch

das Thor in der ümfaagsmauer" bis zur Mitte der Orchestra

= ?i Fuss ist, mithin von diesem Thore bis ao

die Orchestra = ^ and wiederum von da an bis zur

Mitte der Orchestra auch ^: ist der in den räumlichea

Verhältnissen orientirt, der den Chor des Agamemnon

in der zweiten Hälfte dieses Raumes, der == -^ ist, 118

Anapästen singen lässt, wo der Chor von den Zuschauern

gesehen und gehört wird, oder der, welcher ihn in dem


\02\ K. 0, MLELLER. 37

ganzen Raoiac voii n Pass diese Anapästen singen lässt,

von denen also 59 gesungen werden, während der Chor

Yon dem Thore der Eingangsmauer bis zar Orehestj'a

voTBchreitet, «ad also da weder gesehen, noch, wenn ja

T^ielleicht einigermaassen von Weitem gehört, doch niclit

verstanden werden kann? „Merkwürdig" bleibt diese

in mehr als einer Hinsicht charakteristische Sache als

ein Beyspiel, wie der Hang, nnanständig za sprechen,

ßeiae Waffen gegen sich seihst kehrt.

Weiter heisst es: „Anch meine Bcia^rknng, dass

Hr. H. keine anch nocli so eioleu'liteade Erinnerung,

die ihm über einen Ponct der Sprache gemacht worden,

gelten lassen wolle, bestätigt er, indem er fortwährend

den Orest von den Erinnyen vno^ixos ;t()€Cür üeiinQft

lässt, nnd seine Worte wiederholt, X9^^S bedcjue jede

Schnld, anch Blutschuld (nur dass man diese ja nicht

crimen übersetzen darf). Ich wiederhole, dass Etymo-

logie und Sprachgebrauch gleich stark dafür zeugen,

XQ^og bedente nur eine solche Scimid, die durch Boigeo

(Entlehnen zum Gebrauche) entsteht. Daraus kann aucJi

durch metaphorische üebertragang wohl eine pflichtmäs-

sige Leistung, aber keine Blutschuld werden. Man bemerke

wohl, dass das Griechische xgiag von der Warze!

des Verbum XQ



ÜEBER ZWEY RECENSIÖNEN

Herr Müller fahrt fort: „Im Fols^cnden verwirren

die Dislinctioneii, welclie Ilr, IL macht , nnr die einfache

Sache. Was ist einlacher als der Gedankengang

der Klyt. Ich habe ench, Erinnyen, während meines

Lehens durch feierliche Opfer und Gebete (die von jenen

anaertrennlich sind) hod .oehrt ; aber alle diese euch

erwiesene Ehre ist nan niiio'.'nst, da ihr den Oicst ent-

fliehen lasst. Höret mich, als Tranmerscheinun^ (wobey,

wie nach/^Civiescn, an dsc ahgftschiednc, aber austät um-

herirrende Psyche gedacht wird) rufe ich euch jeK* .tn.

Warum K]yt. frtrher die Erinnyen so hoch geehrf Labe,

ist für den Zusammenhang zunächst gleichgültig, wiewohl

CS an sich klar ist, dass der Klyt. am Herzen lag,

die Rache der Erinnyen wegen Agamemnons Ermordung

durch Sühne zu entfernen nnd zugleich ihren Schutz vor

weiterer Rache zu gewinnen." Ich hatte gegen Herrn

Müllers in der Erklärung anfgcstellte Behauptung, Klytämnestra

habe nach Ermordung des Agamemnon den

Zorn der Gottheit gefürchtet, nnd deshalb die Exinnyen

angerufen, die Erinnerung gemacht, dass nun d^r Sinn

seyn yairde : ich, die ich euch lebend oft angerulcn habe,

mich ^egcK des ermordeten Gemahls nicht zu bt-strafen,

rufe euch jetzt im Traume an, den Sohn zu strafen, der

mich umgebracht hat. ^egen meine Bemerkuni^, dass

ein solches Gebet wohl seinen Zweck möchte verfehlt

haben, ist nnc diese seine Entgegnung gerichtet, in welcher

er die Anrufungen , gegen welche allein ich den

Einwurf gemacht hatte, zu rechtfertigen sucht, und, wogegen

ich nichts eingewendet hatte, die den Erinnyen

erwiesene Ehre hervorhebt. Er widerlegt mich also hier

nicht, sondern stellt nur diok früher vorgehobenen Anrufungen

mehr zurück.

Weiter: „Damit mein Gegner mir ja nicht Schuld

geben könne, ich wolle seine Gedanken verunsffdfcuy

begnüge ich mich, seine Worte einfach neben einander

zu steilen. 'Rv. H. in ^ev Rccension S. 31.. Denn

erstens erscheint Khjt. ju nicht als ein Ti mmiy

sondern ist der frirkfiche deist der Klt/t, Und dagegen

in dieser ZeilycLiift S. 893. Dass Kli/t, kein


TON K. 0. MLELLER. 39

Vraianbild fi'ir die Ermai/en scyn kötifw, weil %ie

wirklich ersrheinc^ tat efu'uSy dfis ich weder gesagt

haöe, noch sttgen konnte. Wer kann das vereinigen r'*

Ich inödilt* vielmehr fragen, wer das nicht vereißigefc

köuoe. Ich habe gesagt, der wirkliche Geist der Kl)-»

tämnestra erscheine. Wein ? Doch denen, die ihn sehen,

den Zoschanern; nicht denen, die ihn nicht sehen, den

schlafenden Erinnyen. Herr Müller hatte nnn in seiner

Erklärung gesagt: „Dass aber die Klyt. kein Trtuira-

bild für die Erinnyc« seyn ktiime, weil sie wirklich er-

scheine, beroht auf einer eben solchen Verkennaag de^

antiken Vür;stellungs\\cisc, wie die früher gerügte Beheujitang,

dass die Erinnyen am P:lnde der Ghoephoren

nicht wirklich, sondern nur im Geiste erscheinen sollen."289

Hiergegen erwirdcrte ich, dass ich weder gesagt hättey

noch hätte sagen können, Klytämnestra könne kein Traum-

bild für die Erinnyen seyn, weil sie wirklich erscheine«

Daß widerspricht «nn offenlwr der obigen Acusscrung feo

wonig, dass es vielmehr durch dieselbe beu.üjt wird.

Denn ersch-^'ne der Geist nicht wirklich, so kö;inten die

Zuschauer von ihm nicbt^j wissen, dafern iiicht etwa die

Erinnyen, was feie nicht XnuV^,, von der Traomerfecheinung

erzählten. Den Erinnyrn aber mnss der den Zuschauern

wirklich erschcint^adc Geist ein Traumbild st^yn, weil

sie schlafend niii 2.agcmai üten Augen ihn uivht soücb

können: wenn er ai&«c ihnen nicht als Traumbild erschiene,

er far 8i;3 gar Milcht da seyn und sein Auure-

ten eine ganz amititzc uüd widersinnige Eründoeg ^eya

würde.

Herr Müller fiUirt fort: „Bey dem letzten Bey-

spiele, das ich angefüiirt, giebt Hr. H. zu, dass er ei-

nen Irrthum begangen, indem er 'AaT(j^y.wag V. 726 auf

die Einbürgerung in Athen bezogen, aber weist mich zagleich

zurecht, dass ich die andern Gründe, warum V.

453. zu versetzen sey, nicht angeiiihrt habe. Aber ich

habe in meiner Erklärung ja nur ia sofern vgjj dieser

Stelle Gebranch gemacht, als sie zu verrathen schien^

das- Hr. H. bei der zweiten Bearbeitung der Rec« die

Tragödie des Aesch. nicht wieder vor sidb genommeo


40

UEBER ZWEY RECENSIONEN

habe, sondern die Discnssion nach einer oft nnbesHinia-

tcn Erinnerung fortsetze. Hr» H. zielit es vor, seine

falsche Aiswendang der Stelle einen Iritbnm zu nennen,

womit er freilich zugleich gesteht, die ganze Rede, mit

der Orestes abgeht, nicht in ihrem Zusammenhange verstanden

zu haben; denn dass, wer xaT(pxtaag auf Einbürgerung

in Athen bezieht, davon nur wenig gefasst haben kann,

wird schwerSich geläugnet werden können. Man wird

hiernach benrtheilen können, ob ich mit Recht dagegen

protestirt habe, dass eifii Gelehrter, dessen Verständniss

des Aesehjlus noch so wenig vollkommen ist, über jedes

Bestreben, tiefer in den Dichter einzndringeo , in be-

kannter Weise aburtheile." Es ist eine Entstellung der

Wahrheit, wüs Herr Müller gegen die von mir bemerk-

lich gemachte Uebcrgehung der andern von mir ange-

führten Gründe sagt. Seine Worte waren, ich hätte

seine Erklärung von V. 453. für nicht statthaft ausgegeben,

„weil erst V. 724. Orest sich für aufgenommen

erkläre.*' Wer kon einem nur andern Gründen noch

angehängten Grun«?c so spricht, verleitet den Leser zu

glauben, dass diesB der einzige ('rund, welcher ange-

führt worden, gewesen sey, und giebt sich mithin Jurch

Wi'>?legung dieses allerdings unrichtigen Grunde» den

Schein, als habe er alles widerlegt. In dem Üebrigen

liegt folgender Schluss : wer in einer nicht wieder nachgesehenen

Stelle sieh geirrt hat, kann die ganze Rede,

auf deren Veranlassung er sich in jener nicht zu derselben

gehörigen Steile irrte, nicht in ihrem Zusammen-

290hange verstanden haben, und sein Verständniss des gan-

zen Schriftstellers muss noch so wenig vollkommen seyn,

dass auf sein ürtbeil nicht gehört werden darf. Nach

diesem Schlüsse wird man überhaupt gegen das Ürtheil

jedes Gelehrten über jeden Schriftsteller, und auch Herrn

Müllers über den Aeschyius, protesliren müssen. Ja

Herrn Müller trifft diess recht buchstäblich, da auch er,

sogar was er selbst geschrieben, nicht wieder nachge-

sehen hat, als er mir merkwürdige Unfähigkeit, mich in

räumlichen Verhältnissen zu orientireo, vorwarft

Da Herr Müller in dem, was weiter folgt, versi-


VON K. 0. »lUELf-ER. 41

cbert, aber den ersten Cborgesang desvve«jen zu ßcbwei-

gcn, weil er nicbt das schon Gesagte niedeiliolen wolle,

so wird es mir erlaubt seyn. micL ebenfalls auf das, wa?j

ich darüber gesagt habe, zn beziehen, ^\enn jedoch

Herr Müller sich unzufrieden bezeigt, dass ieh S. 895

fortwährend XQaroyvreg d-Qo/jßor erkläre, «,8 ich das Gericlit

über den blutbespritzten 31örder anniassend," üod

doch auf derselben Seite behaupte, an das in Athen za

haltende Blutgericht gar nicht gedacht zu haben, und

wenn er daher fragt: „Welches anucre Gericht in aller

Welt niassen sich dann die vewte^ol d^toi an ? " so

kann ich nur antworten, was jedermann von selbst ein-

sieht, dass es den Erinnyen gar nicht einfallen konnte,

zu sagen, die neueren Götter massten sich das Blatge-

ncht in Athen an, indem sie noch gar nichts davon \vis-

sen, dass Orestes nach Athen ^ehen werde, um da sicli

Tor Gericht zu stellen, sondern dass die Anmassang^,

über die sie sich beschweren, darin bestehf, dass Apollo

den Orestes dem Strafgericlit der Erinnven entzieht, und,

indem er ihn in seinen Schutz nimmt, sich selbst zum

Richter über Mord aufwirft. Herr 31üller scheint hier

selbst „die Tragödie nicht wieder vor sich genommen,

und die Discussion nach einer unbestimmten Erinnerung

fortgesetzt zu haben.^*

Es folgt: „Dass Hr. H. die acht Griechische Ans-

drncksweise: ijiiov juoXov erviijar, mit Auslassung; von

ins beim Hanptverbura, für eine Figur ausgiebt, durcli

die man jede Härte entschuldigen könne, wird gewiss

Manchen verwundern. Ein andrer Giaramatiker (C. Gu.

Krüger Dio/iysii historiogr. p. 119) sagt viel richtiger:

Solenni mnre Qraeci^ übt pnrticipiu^n cufn

verbo finito diverii reginiinis coniutigifitr, eo va%u

uluntur^ queTa prius postulat* Die aus l*in(lar an-

geführte Stelle ist gerade deswegen auvsj,c>\ähk, weil

xoifxao&ai eine Präposition verlaiiC:? (wenn y.ot^iäoS^OLL

mit Ok constrüirt werdeu kürinte. würde sie ja gnade

nicht zu brauchen gewesen scvn), die BrarliylogJe wird

dadurch um so auffallender.^* l^cr andre .,Gr;i»njnat>k


12 rEBRR ZIVEY RECENSrONEN

(UeknnnH^ie/i in Gtittingeii kein Ehrenname) *) ci'irffö doch

schwel iirJi unter dm Manehcji scyo, Jie sich mit Herrn

M»ill{;r hlnr uieiiie Acnssernng wiritferD, jla dieser Graia-

/natiker, der ein sehr tüchtiger Mana ist, wohl weiss,

'iOldass eine Figwr zwar acht Griechich, darum aher doch

in vielen Fällen sehr hart seyn kann. Da das Urtheil,

ob etwas hart ocicr nicht hart ist, von einem dnrch laii,»e

nnd genaue Vertrautheit mit der Rede eines Schrift.ji.-

]ers oder einer Klasse von Schriftstellern erworbenem

Gefithle abhangt, so werden die, welche diese Vertraut-

heit besitz(-n, selbst nrtheilen können, ob ich wahr oder

nicht wahr gesprochen habe; denen aber, die diese Ver-

trantheit ni


VON K. MITELLKK. 43

jE^n zu über 230. soll ich, nach Hm. H. , mich stelle//, als

wäre mir dunkel, wie Hr. H. ov^ acpoißayzor^ yj(^^

älXoiaiv oixoi? xal noQivfiaaiv ßQOxüSv verstehe, da292

es doch, nach Hm. H. Andern nicht dunkel seyn dürfte,

dass Orest in andern Häusern nnd indem er zu diesen

Häusern reis/6^ gereinigt wurde. Ich müsste mir darüber

eine neue Auskunft erbitten, oie es möglich gewe-

sen, dass Ore«t, indem er zu Andern reiste, gereinigt

wurde, wenn ich von diesem Hin- und Herfragen bis

jetzt einen bessern Erfolg gesehen hätte." Die gewünschte

Auskunft würde Herrn Müller jedermann gobea

können, dem die Figur fV Slo, duoXv nicht isnbekanat

ist. Zum Scy^ssy bittet Herr Müller die Leser über

V. 892. seine Erklärung nachzusehen, damit sie nicht

glauben, er hätte sich der Lesart ßagewu tovtcov (in

Bezug auf die Erinnven) wirklich angenommen.

Von Herrn Müllers Antikritik gehe ich über zu

dessen Recensioa der Klaasenschen Ausgabe des Agamemnon

ia dem Göttinger Gelehrten Anzeigen 1834.

St. 198. 199. Es ist nicht meine Absicht, alles, was

hier gesagt wird, zu beurtbeilen, sondern ich bin nur


44

UEBER ZV/EY RECENSIONEN

gemeint, den Aeschylns ^egcn die von Herrn Müller vor-

getragenen Emendationen in Schatz zu nehmen. Ich

folge dabey der Wellanerischen Yerszahl.

V. 105. werden folgend;- Worte als Parenthese so

geschrieben aufgestellt; ert yä(} ^eoS^tv xazanviUi nei-

&uf fiolnav oXy.a av^cpmos fyituv, mit der Erklärung:

„Denn noch haucht mir durch Götterhülfe die Zuver-

sicht der Lieder das der Kraft nicht abgestorbene Alter

ein.** So hat Aeschylns gewiss nicht gesc/Jiicben. Denn

erstens würde er hier fjLolnäg und vielmehr alüvi ivfi-

(pvTOs aXxd, als umgekehrt, gesagt haben ; zweitens aber

ist dieser Gedanke unstatthaft. Denn möge er ausdrük-

ken sollen, zum Sing^ sind wir noch kräftig genug,

oder, zur Zuversicht sind wir noch kräftig genug, so

wird in beiden Fällen die Vermuthung vorausgesetzt, diese

Greise seyen vom Alter so erschöpft erschienen, dass sie

entweder nicht mehr singen, oder nicht mehr eine Zu-

versicht fassen könnten. Drittens endlich ist a'^x^ hier

ein ganz unangemessenes und unschickliches Wort.

V. 128. schreibt Herr Müller ^rjjLiionXrj&ia. Das

geht nicht an: denn es ist gegen den Dialekt.

V. 207. meint Hr. 31üller, die richtige Gedanken-

foige werde hergestellt, wenn man lese: navaavfjLiov

ya(} &voiag na^&Bviov &* aljuarog bgya THQioQycos

iniS^v^üv 0€/uig ov naQdrjt „Deun nach dem Opfer,

nach dem Jungfrauenblut mit wilder Gier zu begehren,

das wird Tliemis nicht gestatten." Auch das kann Aeschylns

nicht geschrieben haben, schon wegen Nennung

der Göttin Therais, eben so wenig aber auch der Sprache

wegen. Denn wenn gesagt wird, das fehlende äv werde

durch hinlängliche und bekannte Beyspiele gestützt: so

sind allerdings Beyspiele des ausgelassenen ar bey einigen

andern Dichtern bekannt, aber ein „Grammatiker,''

dergleichen Leute doch auch gehört werden müssen, und

293sich nicht durch den Ausspruch eines Nirhtgrammatikers

abweisen lassen, muss hier unbedingten Einspruch thun.

Auch V, 221. kann nicht sofort yiap' oiiötv cdui

zs nccQ&eveioy geschrieben werden, wenn nicht vorher

bewiesen wird, dass r^onalay die letzte Sylbe kurz habe.


VON F. 0. MUELLER. 45

V* 265. spricht der Chor mit der Klytäinnestra

fiber das Gerücht von der Eroberung Trojas so:

X. noitQn d* bveiQcov (pdofiax* svniS-t] oeßeig;

IL4, oi do'^av ar laßoi/ni ßgi^ovat^g (pQsvog.

X. «A,^* 7] o' ETiiaviv Tig anxEQog (pdxig;

KA, nctidog viag mg xaQx* tucüjur^aa} cpQtvag.

Herrn Möller, dem antfQog nicht wohl erklärlich

schien, hat, wie er sagt, längeres Betrachten dahin ge-üihrt,

dasa zwischen diesen beiden Distichen zwey Verse

ausgefallen sejen, in denen von einem Aognrinm gespro«

chen wurde, durch welches KIvtämncstra die Nachricht

von Trojas Fall erhalten haben könne. Er giebt den

Sinn dieser ausgefallenen Yerse folgendermaassen an:

„C7i. Oder hat eines Vogels Flug »nd Stimme dir solche

Hoffnungen erweckt? KL Ich lausche nicht so Hiichtigen

Zeichen.*^ Eine solche witzelnde Antithese raöcOiff;

sich vielleicht Agathon, nicht Aeschylus, erlaubt haben.

Es ist nichts ausgefallen, wenn man «Trr^pOi? richtig versteht,

welches Wort eigentlich unbeßederf^ noch nicht

flügge^ bedeutet. Euripides Herc. für, 1039. ojg xig

oQyig amtQov xazaarivwv (u^va Tr/.vojv. Daher be-

zeichnet es in der Stelle des Aeschvliis eine unreife

Nachricht.

V. 462. Da das Stapimon V. 461. sein Eade er-

reicht habe, versichert Herr Müller nicht einzusehen, wie

V. 462 — 474. als Epode angesehen werden können^

indem eine Epode gerade immer erst den Abschluss mi^

die Vollendung des lyrischen Ganzen enthalten müsse»

Eben so sey das Versmaass gänzlich verschieden. Das

ästhetische Gesetz, das Herr Müller hier aufstellt, ist

schon deshalb kein allgemeingültiges, weil die Epode

bloss eine musikalische Einrichtung ist, wie das zur Genüge

aus den lyrischen Dichtern erhellt. Auch ist, was

er von dem Versmaasse der vorliegenden Epode sagt,

nicht richtig. Denn erstens muss schon jede Epode als

solche ein anderes Versmaass als die vorLerweheaden

Strophen haben; zweitens aber zeigen die ersten Verse

dieser Epode, die in dem unrait^^elbar vorhergehenden


46

ÜEBER ZWEY RECENSIONEN

Stroplienpaare ebenfalls angetroffen werJeis^ so wie auch

einige der l'olgenden Verse, dass dieses Stück wirklich

als Ej)ode mit dein vorhergehenden Gesänge zusammen-

hängt. Wenn nun Herr Möller dasselbe als JfCojuitiaTtxä

betrachtet, so hat er in sofern Recht, als allerdings hier

einzelne Personen zu unterscheiden siud, wodurch jedoch

das Stück nicht aufhört eine Epode su seyn, und zu dem

vorher/i,ehenden Gesänge zu gehören; nicht aber kann

man ihm Recht geben in zwcy ander« Puncten, and zwar

erstens, wenn er die Personen so abtheilt und die Worte

so öciireibt;

294 ^, 7iv(}6g J' vn BvayyiXoy noXiv dir^xti &oa ßdiig'

«l cT hrjrvfiwg

TIS olS^Vj ijtoi &€l6v iarir rj tfwS^og;

JB. tig mds nmdvhg ^ (pQtvuJv XBXOfi/utrogj

(fXoyhg nagay^eX^aaiv vtoig nvgvo&evra xa^"

diav, tneiT* aXXaya Xoyov xafietp;

^vrctixog ctlx/i^ä n(}£7iu ngb töu iparivxgg ^d^iv

r. niO-ayog ayav 6 O^rjXvg d(iGg knivijji^xM

ja^vjiogög' aXXa Ta^^v/uoQoy

yvyaiicoyrjgvxor oXXvjcii xXeog.

Denn was zuvörderst die Lesart betrifft, so kaaa

4er zweite Vers nicht richtig emeodirt 3ey«, da er nicht

nur aus reinen laraben bestehen sollte, soridera auch das

jj

y/vx^og einen gar zu schroffen and rohen Vorwurf ent-

hält, welcher um so mehr aufiälit, da der durch ihn ßusH

gedrückte Gedanke schon in dem ei cF* izrjtvfiüjg ent-^

halten war. Ferner aber fragt man sich, warum denn

nor drey Personen »nterschieden werden, da doch offen-

bar auch mit yvvaiichg «?x"^ ^**i® neMß Person zu sprechen

abrängt. Errathen lüsst sich das freilich« Denn

gewiss hatte Herr Müller die Stcilang«?» des Chors s^axe;

}l,vya und y.ara arolrovs im Sinne, und da er sah, daas

fünf PerKosien nicht anzubringen wären, ergriff er die

Stellung xard ^vyd, und machte drey. Wer aber die

mannigHütigen Zertheilungen des Chors nicht aus den

dürftigekn Angabeu des PoUux, sondern ans der Unter-


VON K. 0. ML'ELLER. 47

»

guclinn^ der vorbandenen Tragödien selbst kennt ^ nnd

die Sacbe geuacer unii borgiältiger betrachtet, m^tA walir-

nebiücn, dass, wo offenbar vier Personen sprechenj vielmehr

die Ste]]un£r xaza arolxovg voranszusetzeu sey, so

jedoch, dass der in der Mitte stehende Koryphäe schweige.

Zweitens aber kann mau Herrn Müller auch in der Ao-

sicht, die er von diesem kumtnatiächen Stücke anfstelitj

nicht Recht geben. Er fragt, warün» das Siilck in ei-

ner zwischen Lyrik und Dialog in der Mitte stehe.i'lm

Weise behandelt sey, und antwortet dj»r;iut^ weil nach

V. 58 1. an vielen Orten der Stadt Opibr und ein cAo-

Ivyuog erschollen war. Diesen verneliiue jetzt aas der

Nähe und Ferne der Chor, und dadurch werde er so

aufgeregt. Gerade das Gegentheil hiervon ergiebt sich

aus einer unbefangenen Betrachtung. " ßey dem Emjifang

einer ersehnten Nachricht, wie die der Eroberung von

Troja, werden ganz natürlich die Gemüther aufgeregt,

nnd glauben das, was sie wünschen. Erst wenn aie rahiger

worden sind, fällt einem und dem andern ein zu

fragen, ob denn auch die Sache wahr sey, nnd, wenn

sie auf einem so nnsicbern Grunde beruht, wie hier das

Feuerzeichen ist, theilt sich der Zweifel bald auch An-

dern mit, und wird von diesen mit neuen Gründen be-

stärkt. Keineswegs ist also hier eine durch den gehör-

ten bXoXvyfiXog entstandene Aufregung des Chors, son«

dem vielmehr ein von Einzelnen nicht aJlzulaut erhobe-295

ncH Zweifeln zu suchen, zumal da KJytämnestra, wie es

scheint, die Bühne noch gar nicht verlassen, sondern

Bur, um an den Altären zu opfern, sich etwas aus der

Nälte des Chors, der mehr nach den Zuschauern hin

getreten war, zurückgezogen hat.

Vieles ist noch über die rhythmische Beschaffenheit

der Chorgesänge gesprochen. Für den gegenwärtigen

Zweck reicht es hin zu erinnern, dass, wenn V. 203.

geschriebea wird,

felO-Qois ncciQwovg x^Q^S nilag (Swfiov,

dieses ein Vers ist, den Aeschylns nicht so schreiben

konnte, indem derselbe nicht nnr za den übrigen Rhyth-


49

TliSER ZWEY HRrK>5S?0M;>{

men nicht passt, sondern auch an sich nnrhvthmisch ist

ingleichen, dass V. 234. «lern sunzen Charakter fl?r

Rhvthmoa wie des Inhalts widersprechen würde ^ wenn

man ihn, wie angegeben ist, in folgende Glieder abthei-

len wollte:

S^HLova* , Inu !

nöXXdxig naroog xar otv 1


VON K. 0. MLELLER. 49

fuzgdyvrjg ^otmög Ixvetrai. Drittens enJlicL bedarf es

weder des ange^ebeoeD paläograpliiscbeii Graodes noch

irgend einer so kübnen Hjpotbese von einem ansgefalle-

nen Paroemiacos , da der Paroemiacas durch eine weit

natürlichere paläograjthische Beuierkang sich sogleich yon296

selbst mit dem richtigen Gedanken ergiebt. In dem O

hatte ich schon längst das dem (pcovel felilende g er-

kannt, und den Vers so hergestellt:

ful^ora (fQJveig' dvvaocu yd(j.

Damit ist zn Tergleicheu, was Enripides am Schiasse

der Elektra sagt:

Xdlgste' x^h^^'^ ^ ogrtg dvvaxai

xal ^tryrvxiff ß^i rn^i xdjLiyei

Sttjwv, evdai^oya ngdaaei.

V. 803. giebt Herr Müller als die Lesart der Handschriften

an : noX^ä d* aXXa (pavu xi^^^^f^'^ iCQvmaXog

aavMTiov d* snog Xiywv, Diese Lesart mit dem Zei-

chen des Kolon nach y.QvnTolog findet sich aber bloss

in der bey Weigel 1827 erschienenen, nicht überall cor-

recten Aasgabe ans dem Codex Mediceas angegeben.

Alle andere alte Bücher haben xgvnzd. Ans jener erstem

Lesart nun meint Herr Müller, werde sich schwer-

lich eine leichtere Verbesserung finden lassen als diese:

7i&lXa fV älXa (farel xQTi'C^^ icgvnx' ' ov% äaxonov

d^ mog Xfyüt^. ,,Hermes wird vieles Andre, wenn es

ihm gelegen ist (vergl. V. 324.) [336* Well.] ans Licht

briagen (ich sage kein absichtsloses Wort; ich weiss,

was ich meine).** Die erstem Worte, noXXä


50 UEBER ZWEY RECENiMONEN

Den in den Büchern nacli V. 162 stehenden Vers,

hatte ich vor V. 122. v^ersictzt?

Ttl^i^V^ ^yi(fX8 Ttwy «Vö> TB TBKV XattO

* * * 'EQfMTi x^ovtf, xT]^iag ifiol

r


VON K. 0. MUELLER. 51

lieh jemand nnterschrciben wrd, der mit der BcBchafTenlieit

dieser Formel bekannt ist. Freilich konnte ein Dich-

ter wohl schreiben:

&6ol noXlzai, ^tJ jlib dovXeiag TV/eXy.

Wo aber ist je ein Gebet angefangen worden, wie hier

die £Iektra beten soll? Es ist daher unnothig, etwas

über die Vermuthnng zn sagen, dass die beiden Stellen

xiJQV^ fiiyiazs u. s. w. rnid 'Eqjutj x^orie xTjQv^ag i/nol

bey der zarälligen Zerstörung des ersten Blattes der

Choe])horen in dem Urcodex allein noch lesbar gewesen,

von einem sorgfältigen Abscbreiber an den Rand geschrieben,

und dann von einem Andern, der sie in den Text

bringen wollte, in Stellen, die ihm einigermaassen daHir

geeignet schienen, eingefügt worden seyen: >^oran HeiT

Müller nun noch seine Muthmaassöngen über den Gedankengang

in dem, was ausgefaUen ist, anreüiet. Eben

80 nnnötiiig ist es, afi(pe()EiVj vc/n^unruiiiij dt udx(} fiir

ay (psQBiv, ay /uslvaißi, J" e/ii jLictxfj^ , und dergleichen

7M berühren, woraus Herr Müller auf jenen alten Urcodex

sehliesst, da man solche Dinge in allen Handschrif-

ten in Menge findet.

V. 32. nahm Herr Müller, wie auch Andere, mit

Hecht an dem von einigen Kritikern gesetzten, jedoch

in der Weigelschen Ausgabe aus dem Cod. Med. ange-

fahrten (poßog, da diess Wort in nf{)l (poßq) wiederkehrt,

Anstoss in den Worten: rofjog yaQ oq&g^ql^

(p6ßog dofJLtüv oytiQOfUiVTig j t| vn.yov xoroy nvecoy,

awQovvsciov afißoaiJLa fivxo&tr slaxe ntQi (p6ß(p. Wenn

er aber die Lesart der Bücher, %o(jug ya^ ^oTßog 6q~

&6&(ii^, mit Veränderung des yaQ in oa des Veismaas-

ses wegen, für das Richtige hält, und meint, wie ^'Hipai-

arog jedes Feuer, und Kvn^ig jede Lieba, ja bey den

Tragikern jedes Verlangen heissea könne, so sey wohl

zu glauben, dasa auch 4^olßog in einer Art von ap])el-

lativischem Sinne überhaupt den Seh ergeist bezeichnen

könne, der hier die Seele im Schlafe erfüllt: so niuss

man in der That über diese Erfindung nm so mehr er-298

Istannen, da dieser Phöbus hier sogar hijS^oS^Qi^ heiast.,

D2


52

UEBER ZWEY RECENSIONEN

Wie naliß la?? es, toqöq ^s (poZrog oqS^oS-qi^ tu schreibeu;

wie aabe lag aach noch manches aadere, das ia

diei5eia Gesaage nicht gesebsn worden>».

V. 59. schlägt Herr Müller Yon zu schreiben:

Tod* ^v ßgoToig S-sog re xal 0^€Gv nXeov

^onri d^ iniaxoTei dixäv,

ta/ua rolg ,uev ev (paeif

ro


TON K. 0. MUFLLER. 53

darfy zu Dingeben. 'Eni(Jxcnuv rivi, obgleich es mehr

der Prosa anzagehören scheine, könne doch an geeigneter

Stelle auch in der Poesie den besten Eindruck ma-

chen. Den macht es hier gewiss nicht, wo es einen

8chielenden nnd unpassenden Gedanken giebt, während

die Lesart aller Bücher Iniaxond, so wie der Scholiast

die Worte las, ^oni] d^ sTiioxonel diy.as T«/«Za rm}^

juey kv (paHg den allerbefriedigendsten Sinn enthält. Tb

S* hat Herr Müller ans tocT des Cod. Med, genommen:

matt aber ist seine Conjectnr xQovi'Qm' it ßgtu.

Die Bücher haben rä d* ev fisTai^futo axorav ^ivn

XQOvt^ovz' äxT} (oder tvxv) ßo^^i'' wovon er meint,

nach den Handschriften würde /^^t^or t* (wohl ein

Druckfehler statt ;f()or/?oyT*) a/r/ ßQvei zn schreiben

seyn, wenn sich nur für die Strophe eine metrisch tRt-2S9

sprechende Lesart mit Wahrscheinlichkeit aufstellen üesse.

Der strophische Vers, dv6(poi xaXvnrovat tjoiiovg, ist

richtig, und eiü Metrum, das dem juayei xootdtovr' äxv

ßQvsi gliche, würde hier sehr unpfisseßd soyn.

Mit Recht vertheidigt Herr MüIIrr V. 04 — 67

als die Strophe von V. 69 — 72. Wenn ihm aber

wahrscheinlich dünkt, dass Im letzten Yerse iov^cn' ät7]p

in X&vcav judrrji^ zu verändern sey, so geht das lücht

an, da der Trimeter aus reinen lamben beslclen muss.

Die Steiler läset eine andere Yerbessernng za.

In der Epode T. 73. sagt Herr Müller, würde er

mit Veränderung von cc^ix^S in ^Q/ß^ ^^^ '^^^ Y/eglassung

von ßlov, welches eine Dittographie von ßfc^ au

seyn sclieine (die Bücher haben &qx^S ß^ov /5/a), sich

erlaubt haben au schreiben:

ifiol d^ {avdyxttv yo-Q afKpi/ixo'kiv S-eol Ti^og^vsyxavj

sx yaQ gXxüjv

naxgmoyv dxyvlMoi' igäyov iäaav)

dixaia xal fjuri dUaia tiqsjiovt^, gqx^^

. ßia (fetjoiievcor, alviaai my.Qov q)^€7^i3v

axvyog x(iaTovOji.

Aber aQx^S ß^ov zu ändern war unnötbig, und der


54

ÜEBER ZWEY RECENSIONEN

zweite und dritte Vers liaben Metra, die zu dem Gau-

zen nicht passen.

Merkwürdig, aber sdiwerlich anf irgend Jemandes

Bcyfall rechnen dürfend , ist, was Herr Müller über V.

109. sagt;

TiQojTov f-itv avzriv )(,üJC,rLS yCiyioS-ov atvyet:

„erstens kann avrov, avrrjv nicht in jedem Zusammenhange

für 8/uavTuv oder oeavrbv u. s. w. stehe, sondern

nur da, wo die Zurückbeziehung auf das Snbject in der

ersten oder zweiten Person durch die Form des Satzes

dem Verständniss besonders nahe gelegt wird. Und dann

vermissen wir in einem solchen Fortschritt des Dialogs

alle Freiheit und Schärfe des Gedankens. Ch. Jie/e

für die WohlgeBiiinten. El. JVelclie von den Freunden

soll wh so nennen? Cli. Du» fnagst du selbst

beij dir forschend überlegen^ u. ;s. w. Das Unpassende

diesen Redewechsels liegt nämlich, nach dem Ge-

Hihle des Rec, durin, dass der Chor der Sklavinnen die

Elektra direct nennt, mit seiner eignen Thcilnahme aber,

die doch nur grosse Nebensache ist, heimlich thut, und

sie erst von Elektra errathen lässt. Dagegen fordert die

Sache beinahe nothwendig den Ausdruck des Gedankens,

dass das Gebet nicht, wie die Ordnung des religiösen

Gebrauchs es eigentlich verlangte, für die Senderin der

Clioen, Klytämnestra nnd ilire Geliebten, sondern gerade

nmgekehrt für die, welche sie hassen, gesprochen werden

poll. Aber eben weil in dieser Umkehrung der Absicht,

worin die CLocn gesendet waren, eine gewisse Verw€genlieit

liegt, spricht der Chor es gleichsam zögernd

nnd auf eine doppelsinnige Weise aus, TJ^wtqv fitv

avTTjV hat den Anschein, als sollte für Klytämnestra, an

die man nothwdndig nach dem Zusammenhange denken

SOOmiJss, gebetet werden ; aber indeni /cupT/g JYyiav^ov otvyü

J^inzügefügt wird, erhält aach avrriv erst sein regierende??

Verbutii. Zuerst war sie, und wer Aesisthos

hasst. Das Hyperbaton der Partikel Y.ai kann wohl,

nach so vielen Beyspielen von kühnen Versetzungen derselben

bey Pindar und den Tragikern, kein Bedenken


VON K. 0. xMÜELLER. 55

erregen ; hier soll überdiess das Hyperbaton gerade durch

grössere Kühnheit einen ungewöhnlichen Eindruck machen."

In diesem Hyperbaton, wenn es der Dichter angewendet

hätte, würde nicht die geringste Kühnheit lie-

gen. Aber die beiden Sätze, von denen diese ganze sel'f

same £rkläniag aasgeht, eind anrichtig. Avzbv üliI

avrTjv kann freilich nor jnter seltenen Bedingungen eiae

Zoruckbeziehung auf das Subject enthalten. Aber hier

ist ainriv bloss ein Fehler der Aldina: die andern Bücher

haben «vttJv, Zweitens ist es irrig, dass der Chor

init seiner Theilnalime heimlich thue. Er denkt kaum

an sich, indem er sagt : zuerst neiitie dich ielbat und

wer nur den Aeghthiia hasst. Bloss die sehr schiicliteme

Elektra deutet diese Worte auf den Chor, indem

sie antwortet: aho fi'ir mich und dich ttoU ich beten

3 wodurch sie zugleich avjrjy bestätigt. Da sie des

Orestes nicht gedenkt, als welcher wohl für verschollen

zu achten sey, eiinnert sie «1er Chor leise daran : überlege

das bey dir selbst (für wen dn zn betea hast,

wenn du Tür die betest, die den Aegisthus has^e«). Und

nun antwortet Elektra: »o/l ich noch irgend eittau

andern hinzufügend worauf der Chor sa«»t: denke

an den Orestes^ o^iwohl er abwesend ist. Die^o \Ai

der wahre nnd natürliche Zasammenliang. Hier nahm

Herr Müller Anstoss, AnJerey aber evident Fehlerhaf-

tes in dieser Stelle scheint er gar nicht bemerkt zu

baben.

Ob das kleine Gedicht V^, 150. antistrojjhisch sey^

kann sehr gezweifelt werden, da die Dochmien sich nicht

SyJbe vor Sylbc respondiren. Doch hat die antistrojdii-

sclie Einrichtung riel für sich, Herr MtUler vcrsuclit

folgendes

:


56 UEBER ZWEY RECENSIONEN

TiaXivTova

iv t^y(o ßalij 'nindXXiov ^'Agrig, (ypf/Jia x* av"

roy.üJTia vw^oJv ßeltj,

Diess übersetzt er so: ^^Vergiesset rautcJiende

wehevolle Thränen dem wehevnllen Herrn mif dies

Grab, dcts eine Burg des üeheh^ eine Abwehr des

Heils, eine hinweg zu beschwöretide Si'ihnschuld istj

während die Grabspenden dahinströmen. Vernimm^

Majestät des Herrsc/iers, tneinen Ruf aus diisierm

Geiste, — Wehe, weh! Ein speergewaUiger Mann^

SOle^o ist er, um das Haus herzustellen, der bald als

ein skythischer Ares den doppelt biegsamen Bogen

im Kampfe spannt, bald die Waffen des Handge'

mefiges in der Faust schwingt,'^ Es bedarf wohl

kanm einer Erinnernng, dass die absolatcn Genitive x£-

^vueviov xoäv nicht nnr sehr matt sind, sondern auch

nicht das bedeuten, was die Uebersetznng angiebt, da

diess x^o/Lieviov heissen müsste; ferner dass eQVjua und

was folgt einen seltsamen, dnnkel und schwenälJig ausgedrückten

Begriff giebt, statt dass hier von dem Dich-

^

ter ein ganz anderer leicht zu errathender Gedanke ausgedrückt

war; sodann, dass schwerlich die auch die Dochmien

unangenehm theilendeis Worte aeßag w dianora

zu verbinden sind; ingleichen dass die Umstellung der

Worte, die in den Büchern %ig doQvad-evrig ävrjQ ava-

XvT^Q dü/Liwr lauten, gewaltsam ist und die Rede matt

macht ; endlich dass JSxv^g rs läv x^9^^^> wo die Bü-

cher JSxvSn^g T (oder 2xv9-ixd x') ev /«pot»' geben,

den ganz matten Begriff enthält ^ den Bogen , den er

in den Händen hat.

Was die Bemerkung anlangt, dass das Grab des

Agamemnon nicht auf dem Prosceninm könne gelegen

haben, in wiefern es aber mit der Thymele zusammengehangen

habe, sich kaum möge können besdmmen las-

sen, genügt es zu ennnem, dass Elektra nicht auf die

Orchestra herabsteigen darf; das Grab also nicht da,

mk*\ noch weniger in einem Zusammenhange mit der Thymele

seine Stelle gehabt haben kann.


VON K. 0. MUELLER. 57

Die VermDtliiing, dass Y. 224. 225. zn leseö öcy

xov^av (T* UoOi?« rrivdi strjdslov rgi/pg

würde nicht nnannelimliclä seyn, wenn nicbt die Lesart

der Bücher av/njtisTfjov auf eine andere Weise erhalten

werden könnte, an die Herr Malier nicht gedacht za

haben scheint.

Wenn sich aber Herr Müller wandert, dass man

die selu* unangenehme Unterbrechung der Rede V. 229 f.

andd^g Tfi nlriy&g • tlg dt ^olwv y(ia(p'^. .

nirlit schon längst durch die kleine Verbesserung, and-

Bt^s TS nXriyag egide, BriQiwv yQacprjVj gehoben habei

80 scheint er weder bedacht zu haben, dass eine ünter-

brechang der Rede gar nicht Yorhaaden ist, noch die

Gründe zu kennen, warnm seine Yermnthung nicht Statt

finden kann.

Es folgt nun Einiges über den grossen Kommos,

den Herr Müller mit Herrn Dissens Unterstützung und

Beystimmung bereits in der Schulzeitung 1832. Abth. IL

N. 107 — 109. behandelt hat. Diese veranlasst mich,

auch auf diese Textesconstitution zurückzugehen, nicht

in der Absicht zu widersprechen, so viel ich auch dazu

Gelegenheit gegeben sehe, sondern bloss um das beraerk-

lich zu machen, was durchaus nicht zulässig ist. Diess

ist erstens die Responsion von Y. 313. 1531.

TV^oLf^i av exad-sr otgioagy 302

dinaig toL o^ sniTV/Lißiog.

Ferner kann Y. 345. xrlaag weder um der Con-

cinnität der Rede willen gestrichen werden, noch ist diess

ein Wort, das ein Erklärer gebraucht haben würde. Dagegen

fehlt offenbar in der Äntistrophe ein Wort, von

weichem der löfinitiv daßrivai abhänge. Sodann kann

Y. 372. Aeschylas nicht Tovtiav geschHebea haben.

Weiter kann Y, 374. nicht tov&' o siitt %ovzc^ noch

Y. 379., wo die Bucher relelrat, haben, relnovöS^ai

. :


58 UEBER ZWEY RECENSIONEN

«esilirielxü werden, was gesetzt wurden, duiuit es dem

in der Ai8ti8tr«|»he statt rerijuirai aus Conjectur gesetz-

ten »änzlieh matten re ri/uäTS entspreehe. Mit diesem

Rii)tiunus konnte der Vers nicht sich eudi


VON K. 0. MüELLER. 59

Scidlers Conjectur aofgenommene ocuoir weder an sich,

noch des Versmaasses wegen von Aecchylns gesetzt seyr..

Was die Personeu^ertlicilonjj anlangt, bat Herr

Müller V. 417 — 422. 433 — 437. 444 — 448. desa

Chore, V. 423 — 427. 488 — 443. hingegen dcrEIektra

beigelegt. Dicss bat alicrdings manches iT'r sich: aber303

dann mns.ste V. 444. etv as anderes als die bergebraclite

Lesart dt' ohmv dl ovvrfcQaive gesetzt werden. Herr

MüDer hat zwar in den Ennieniden an nielireren Stellen

die Personen so abgetheilt, dass sie einander die Rede

ans dem Munde nehmen nnd eine mitten in der Rede

der andein fortfährt za sagen, was jene angefangen hatte

alwr dergleJcht'n haben sich die Tragiker weder erlaubt

noch erlauben können. — Uebrigens bemerke ich bei-

läufig, dass, wenn mich Herr Müller S. 860 scharf ta-

delt, weil ich in den Opasc. IV. j). 337, indem ich

%'. 4i8. lr]lejiiiOT(ji€(g verbesserte, doch txoips statt sHorpa

geschrieben und diess auf die Klytämnestra bezogen habe,

dieser Tadel in sofern gegründet ist, als ich dort wirk-

lich das geschrieben habe: indem ich aber jetzt meine

voriängst zu den Cbocphoren gescliriebenen Hefte zum

Behuf von Herrn Müllers Recension vor mir liegen habe,

iindjB ich darin, was über iy^oipe geschrieben war, ausge-

strichen, und txoxpa ansrührlich in sein Recht eingesetzt.

Diese Paj)ierc hätte ich nachsehen sollen, als ich jene

Stelle in den Opuscolis schrieb.

Wenn es erlaubt wäre, Aenderungen zu maclicn,

wie Herr Müller V. 510. vorschlägt, d.).V ovti y* ev

(pQovovvn statt der in den Büchern vorhandenen Lesart

&avovi'Ti, J" ov (fjQovovyTi j so würde nichts mehr

sicher seyn, Uebcrhaupt solche Conjectiireuj mIc Herr

Müller hier maclit, kann man zum Zeitvertreibe Dotzendweisc

machen.

V, 576. sagt Orestes:

ta S* älXa rovTfp devg' monrtvaai, Ityct);

^t^?](f6Qovg aywvag oQ&iüoavTi uoi.

Mit Recht tadelt zwar Herr Müller die Erklärer, welche

T0VT(p auf die Statne des Apollo Agyiens bezogen ha-

:


60 UEBER ZWEY RSCENSiONEN

ben, aber nicht minder seltsam, oder vielmehr noch he»

fremdender nimmt er es von dem hier begrabenen Agamemnon.

Wer die ganze Rede des Orestes betrachtet,

wird keinen Augenblick anstehen, dass Pylades gemeint

sey. Noch befremdlicher aber ist der Grund, den Herr

Müller für seine Erklärnng anfuhrt: dieser ganze Act

gehendem Aeussern nach (was heisst das?) anf der Orcbestra

vor und bewege sich um das Grab des Agamemnon.

Es ist schon oben bemerkt worden, dass Herr

Müller dieses Grab auf die Orchestra verlegt, und also

die nach dem strengen Gesetz der Tragödie bloss auf

dem Proscenium handelnden Personen aus eignem, durch

nichts weder bewiesenem noch beweisbarem Belieben anf

die Orchestra herabsteigen lässt. Die Pflicht eines Er-

klärers der Alten aber ist nicht, Dinge zu erdichten, die

allen Zeugnissen des Alterthums entgegen sind, sondern

ans den Alten zu beweisen, dass die Erklärnng, die man

aufstellt, sichern Grand und Boden habe.

T. 582. findet Herr Müller mit Wellaner „geflügelte

und vierfüssige Unthiere, welche zwischen Erd' und

304Himmel die Lichter des Tages wachsen lassen." Von

einer solchen Naturgeschichte war bisher noch nichts be-

kannt; auch steht davon nichts bey dem Aeschylns, wel-

cher nur die zwischen Himmel und Erde erscheinenden

feurigen Meteore nennt. In der Antistrophe kann die

von Herrn Müller gelobte Constitution des Textes nicht

bloss wegen des fehlenden äv, sondern anch ans andern

Gründen nicht gebilligt werden. Beide Strophen sind

nicht schweif zu emendiren.

Was Herr Müller „ohne Zweifel^' für das Schema

von Y. 594 — 597. ansgiebt, wird jeder, der die Stelle

genau betrachtet „ohne Zweifel" nicht für das Schema

dieser Verse erkennen, und eben so wenig auch das von

Herrn Müller aus daslg gemachte neue Wort davoiv

annehmen. Dergleichen Einfälle sind nichts als eine

leere Spielerei eines von ernster Wissenschaft gänzlich

entfernten Dilettantismus.

V. 630. schreibt Herr Müller:


VON K. 0. MLELLER. 61

To d* ayx^ nXsvfxovvav ^Itpos

di&rralav b^vitevidg ovra

diat Jixas (tb jutj &8fiig yap Xa^ tu^öv na-

lovjLtevor

rb nav Jiog oißag) TiagexßdvTag ov S^i[xioT(og,

Da das niemand versteLen kann, bo ist es um so

Bothiger anzageben, wie er es übersetzt i das herzdurck"

batirende Schwert trifft mit tiefeindringendem Sioase

thirch Dike die gegen die ewige GerecTuigkelt und

Ordnung frevelnden Üeberirefer {denn gegen die

ewige Ordnung frevelnd wird die ganze Jfi^räe

des Zeus mit Füssen getreten). Dieser nngriechischen

Emendatioa wegen wird nan auch in der Antietrc-

plie seiir seltsam geschrieben:

zixvov (f InBigtpi^H do^oig, «1 mfidtcov na-

XansQwr

riveiv fivaog, XQ^^^P ^Xvzrj ßvaoocpQtov ^Egivvg,

Die Vertheidigadg des V. 680. von Herrn MüJler

mit kurzer Endsylbe angenommenen e/unagj weil sfina

ein kurzes a habe, nnd es doch nicht gewiss sey, ob

die Attiker ans e/j^nrjg wie Pindar ein spondeisches e'ju,nag

gemacht haben, ist, wie die ganze Recension, für

Dilettanten, nicht für Philologen geschrieben.

Wieder eine neue Griechische Redensart ist V. 743.

durch folgende luterpnnction aufgestellt:

T^ }iri (fQovovv yag, womgel ßonov,

Tgifpsiv ävdyxTj, nuig ydg; ov tqotk^ (pQSVog.

Diess soll bedeuten: Denn da» noch unverniinftige

Kifui muss man tine ein Thier aufziehen — wie

detui sonst i — nicht nach der Weise der Vernunft.

Von derselben Art ist die Vermuthung, dass Y. 783.

SSO schreiben sey:


62 UEBER ZWEY RECENSIONEN

rovT* löstv da.7i£'3oVf

avojLisvcor ßt]jLidTwr oQS'yjua.

3C5 Niemand wird erratlii^n, dass der Sinn dieser Worte

«?r seyii soll: „wisse, o Zeus^ dtiss das verwaiste

Fidlen eines Dir theuern Mannes ati den JFagen

der Drangsale gespannt ist,, und fi:i in der Lauf'

bahn ihm noch an Maass zugeU'gt hasL JLa&s

11718 sehen, dass diese Hahn ihren Rhythmus,


VOK K. 0. ÄR'ELLE«. t)3

sich das Vergnügen 'in gestohlenem Gute anzeigen könne,

noch ünch die leifTenschaftlielie Begierde, die auch hier

nicht als ein Vurdieil vom Gehrauehe dieses Werkzeugs

crv^älint werden dürfe, so geschrieben werden

TioXXovg avat^djr nolld !P i^ifxal^ äv tp^tioi,

was gesagt seyn soIJ, wie im Agamemnon coTjf.u)]' Xf^ai^a.

Tiaivjv TS yevov. Diese Redensart würde liier sehr am

nnrcditen Orte angebracht sejn, und weit natürlicher

wäre TColXa xOagjuaZ* äv {psgoi gewesen, wenn es über-

liau;>t einer solchen Aonderung bedürfte. Aber den ei-

gentlichen Felller hat Herr Müller gar niclit bemerkt,

nnd die beiden von ihm verworfenen Erklärungen des

&t(jf4,cuyoi sind nur erst durch


64 LEBER ZWEY RECENSIONEN VON K. 0. MUELLER.

Tilden; ein blosses Phantom der Einbildungskraft Latte

nothwendig dunkler, nebelhafter gehalten werden müssen

sodann, dass anch Orestes* gar nickt in krankhaft gereizter

Stiinmnng dargestellt werde, da die Erinnyen ihm

erseheinen. Kaum sollte man es für möglich halten,

dass so etwas gesagt werden konnte. Wenn Wahnsinn

nicht eine gereizte Stimmung ist, was soll denn sonst so

genannt werden? Orestes fühlt ja aber, wie er selbst

V. 1018 f. sagt, schon den Wahnsinn sich seines Gei-

stes bemächtigen. Wenn er. nun, wodurch auch der er-

stere der angeführten Gründe widerlegt wird, in diesem

Anfalle des Wahnsinns die Erinnyen vor sich zn sehen

glaubt, kann er da etwas anderes als ihre äussere Ge-

stalt beschreiben, da doch nur die äussere Gestalt das

ist, was erscheinen kann? Und erscheint denn einem

Wahnsinnigen, was ihm erseheint, nicht klar, deutlich,

bestimmt, und ganz als ob es wirklicli da wäre?

Doch genug, obwohl sich über Herrn Müllers Recensionen

des Klansenschen Aeschyks noch manches Andere

sagen Hesse. Sie btkräftigen, was die Euinenidcn

gezeigt haben, dass Herr Müller, die Termeintlichea Bar-

baren im Voraus für vernichtet erklärend, einen rnssi-

schen Feldzag zn Erobernng eines Gebiets usternahm,

auf welchem er in keiner Hinsicht orientirt war. Aber

auch die Wissenschaft hat ihr Moseaa und ihre Berezina.


DEFENSIO DISSERTATIONIS

YnOBOAHI*).

DE

Jjixistimabam licere in littcris qnod qnis Temm ralemmve

esse crederet aperte et libere proferre, si ab indole va-

nitas et iactatio, ab aninio odinm et malevolentia, a dis-

pDtandi ratione fraos et caliimnia, a sermone roaticitas

et contameliae abes.sent. Veramtanien ne hoc qnidein ab

omnibas eoncedi quam alias intellexi, tum iinnc ipsoin

vidi perlastrata ea quae uovissime in ]ncein exiit parte

Corporis Inscriptionnin , in qua cuinsdam refellendi stndii,

quo ab aliqnot annis tenear, snm insimalatas. De

eo non meom est indicare, sed mirabnntur, credo, ilii,

qni qonm alias meminerint A. Boeckhii disputationes, tarn

legerint, qnae in Corporis Inscri])tionuni vol. II. p. 663

seqq. scri])sit, ut vel StraxHüS^ai nlvaxa dici posse negaret,

qni in pariete pictns esset, Welckeroraqoe a me

irrisnm iis verbis esse diceret, quae neqae spectabant ad

Welckerum nee poterant ad enm spectare. Si ego »on

postnlo a Boeckhio, nt ille mihi assentiatnr, nbi ine er-

rare pntet, item mihi licitum esse par est? qnae milii ille

non Vera dixisse yideatnr, aperire. Conqaeri de altero

*) Edita est a. 1835.

Herm. Op. YII. E


66

DEFENSIO DISSERTATIONIS

18 demom nostrnm iare suo poterit, qui sibi noo co modo,

qao inter litteratos decehat, coiitradictam esse demon-

etraverit, si tarnen opus est denionstrari, quod quivis

quäle eit ex scriptis iitriusque aestimare potest. Sed,

ut dicam quod res est, ego qnum maximi faciam valdeque

adinirer doctrijiaiQ Boeckhii, tarnen de interpretandi

veterum monumenta eniendandiqne ratione saepe ab eo,

et inaxiine tum dissentio, qunin enm semel ab se dlcta,

etvdm si defej^di non possunt, defendere video pertinacis-

ßime. Hinc ei ex cupiditate iracundia et vicaria argumeutorum

convicia. Bonam enim caussam facile aequo

tueare aoiiuo. Ij^itur ego, quoniam in iis, quae de vno-

ßclfj 8crij)si in Opusc. vol. V, p. 300 seqq. refellendi

potius quam veritatis studio visos suni dissensisse, reco-

güoscere volo eain reüi, rationesque expendere, qnibns

saam Boeckhius defendit sentcötiam. Habet antem haec

«aussa partes duas, rtnam, quae est in explieatione verssam,

in qnibHs Hotuerus vßßäXksiy dixit; alteram,

qua quaesitum est quid in certainluibas puerornm esset

vTioßolri.

Homerus in XIX. Iliadis, relata oratione Achillis^

qua is iram ee deponere declarat, haec dicit a v. 74.

4 WS e(pa^'' di ^' ix^QV^^'^ IvxvrifjLideg ^Axaiol

pJTiViv ajieinovrog y-ByaS-vfiov ITrjXelwvog,

roToi de xal /nerseinev äva^ avÖQtov l^yaiieurcov

a.v%6&6V s§ t^^fjSy ovc5*' iy fisoaoiaiv avaards'

ü) (flXüij fj^cosg .^avaoi, ^e^dnovreg ^'A^rjog,

iarcoTog f.ür y.aXov axomiv, ovdt eoixsr

vßßdllEiV jfcJ.r/ior )dg, eTnazd/Ltevoy nsQ iorra»

avdQwv J* Iv nollcp o/udScp nüig xev %ig &xovöai

}] eXnoi; ßXdßerai d'e 'Uyvg tieq icby ayoQTfcrig,

IJrlüö'p, ß


Dß YnOBOAHl. 67

in qno vix andiri orator posset, Achilli se d:ctnmiR>

qnae is deinde cnitt caeteris coniinanicaret; vitiiperaham

aatem illins scholiastae, qaem Boeckliins sequitiir, expli-«

cationem: firi diaxoTviuv e§ vnoßoXijg xbv Xoyov vß~

ßalleiv yccQ To dtaxQovead-at O-ogvßat toi/ X&yovra.

Ad haec primo respondit Boeckbias p. 677. a. fion

Aa:amemfton AchUli mandat ^utdtfuam duefidumy

sed ipse,ad Achillem ex sede aua dicif^ quae a/ti"

tUunt eiiam relitfui: igifur mhili est illa interpre"

tatio, (jiiam ipse Herrnannus non iillo demo?t%tra'

vit argumentOy sed proposuit wnpliciter» JVod vi-

deor ego mihi istam explicationem non ullo demonstrasse

ar^mento, qui et explicaverim quid esset vnoßdXXHV,

et ex nsü eins verbi, allatis aliornm interpretnm opinio-

nibns, explanare Homerici loci sententiam stadoerim.

Qnod si Boeckbias nihili esse hanc interprctationeni di*

cit, qniä non Achiili mandet qnidqaam direndam Agamemno,

eed ipse ex sede sua dicat, qnae audiant etiara

reliqni ; non refutavit meain explicationem, sed dixit faisam

esse, quia non sit ea, qnam ipse veraiu esse censet.

De hoc ergo iam crit quaerc^ndum. Pergit vero : immo

sententia haec est. Ea> sede sua dicit AgamC"

mnon, guod non est moris, Igitur ait: ,yDeco^

rtim est misculfare stantibus^ neque ea? sede ifiter^

pellare {f^uae eftim eo) sede dicuntur^ praeter thO'

rem dicuntur interpellando), Nam si iea dieere

ejo sede et interpe/tare liceat^ nemo nee dicere

possit fieque audire: tainen ego e^v Ttiea sede ad

Achillem dicanty vos vero simul^ Achaei^ percipi(e

quae dico et recte perpcndife,^^ Obscurius sa?ie6

haec expressa smit; ?iec iiunc removebo fuae possint

obiici: snfficit meam, proposftisse senientiam^^

ut suam proposuit Hernianfius ?ion additis argU'

tnentis. Hoc modo si disputatar, nos est id dispotare,

sed aitercari. Qnod ego qaoniam facere noa asüo, ad

refellendam me dare cogor« Yidernr BoeckMüs, quaü*

tarn ex eins verbis colligo, vnoßdXleiy propsmodaia

idem esse indicar»*^ ^fko^ ex sede sua dicere, quia qüae

ex sede dicantor, dicantnr praeter morem interpsiiaado.

E2


68

DEFENSIO DISSERTATIONIS

£am vero potestatem nego inesse in isto verbo posse,

nun solotn qoia ncqne qui sedens dicit, uhi stantem opor-

tebat, seinjier interijellat, nee stantiniu non est ioterpel-

lare, sed etiam quia, at qnis intcrpcllare possit, loqui

aliquein, quem interpellet, necesse est. Qnare qui sedens

in concione dicit, noo niagis^ quam qoi stat, qoemquam

interpellal>it, nisi iam loquatar alias. Ergo ab in-

tcrpelland« nee per i])$ani verbi natnram vnoßdlleiv eo

traduc! potiiit, ut siis^nificaret ea^ setle dicere^ nee pot-

ent in versa Hoineri, qaia, postqaam peroravit Achilles,

nosdam scrrexit aliqais, qnem interpellaret Agumemno«

Haec quidem tarn plana snnt, qaam qaod maxime. Oc-

currere Jiuic obiectioni Yolnit Boeckbins eo, quod scri«^

psit; na?a> id ita dicere e£C sede et interpellarc li"

ceat. At id ipse intolit io Terba Homeri, apod qoem

de 86 solo loqaitar Agamemno, strepitomqne dixit Tel

eam qoi nane sit, vel qui fntums sit ee verba faciente,

soii illüm, qni fntaras esset si multi ex sede sna dice-

reßf. Id eniin nisi diserte dictum nemini ])otest in men-n

tem venire. Sed si Boeckhii cxplicatio admitti non pot*

est^ BOffl concludam ego quidem propterea yerara esse il-

\dim, qaae a me est proposita. Non esset enim roirandum^

si ambo erravissem'tid, praesertim in loco, de quo

iam antiqsi grammaticl in diversissima discessernnt. Nam

ssoa solum vnoßaXlsiv quid esset et de quo dictum, verum

etiam caetera verba quo referenda, qua ratione aoclpienda,

quomodo inter se nectenda, deniqne quomodo

ßcribeisda esseat, adeoquc etiam qui haee loquitnr AgamcmiiG

scderetoe an staret disceptatum est. Vt ab hoc

poätremo incipiamns, Zenodotus seribebat:

totüi ij* ariara/Lievog /Lutsipi] xQelwv *Aya-

omis^ö seqnerite versn,

fiifivtav,

avxo&ev i^ edQtjg, ovä' iy fuaaotöiv avaatde,

qnem versum recepit {evsSrixsy et nagBviOrjxe dicnnt

scholiastae) Aristarchus. Massaliotica autem et Chia re-

cefrp'o ho3 versus habuerunt:


DE YnOBOAHl. 69

roXai S* ariazdjusvog furstpri xqhojv l^ya/usuywvjß

fi7]Vir avaaxtydxcoy xal v(p* thcsog älyta ndcx(ov,

Aristarclio alii grammatici opposneraut, ioeptnm esse,

sedere Aga?iieinnonein, Dt non pedis, sed brachii vnlnere,

eoqne non admodam gravi accepto, qnando panllo post

verrera inactet. Ex hac et grr.mmaticonim dissensione

et discrepantia scriptarae boc tarnen videtor coUigi posse,

proiit esplicaretur vnoßdllsiv , Tel Staate vei sedente

Agaroemoone dici posaisse. Nunc plerique de interpellando

dictam Tolaerant, ita qoidem, nt non Againemno

alios, sed alii Agaioemnonem dicerentor interpellare. Quidam

vero de suggerendis qoae dicenda essent accepernnt,

sed non nno modo. Nara Apollonins interpretabatur ixt]-

$HQ jLioi VTtoßaXha), pntans Aganteuinonem sibi qnae

dicerct saggeri ab aliis aolaisse; alia aatem explicatio,

cnius anctor fait Arcbias, prodita est ab nno scholiastarnm

atqoe Enstathio et in lexico Apollonii, qoa orator

ipse creditns est non debcre alii snggerere, qnae is ut

interpres deinde commanicaret cam caeteris: nnde ad

axn'&ea&a adnotatnm est: ol da komoi axovaatnsg eXnars

colg /ht] dxovaacfiy. Vtraque ratio displicait relg

XaQiEaztgoig , qnod iguotam Homero faeiit, nt seholias-

tae verbis utar, ib toiovtov fldog rr^g druMriyegiagy X^yco

de rb «I ayayti6o€(jog xal ygacprig vnoßaXXofXfvor'.

Rectius Enstathias: dia to ^ri ev(iiox£0&al tzov naga

Tip noirßfi X7JV dt' VTioßoXewg drjfiTjyogiav. Apoilonii

qnidem explicationem recte repadiatani esse neiHO dabi-

tabit. Qnare de solis daabns reliqnis viderdam.

'YnoßdXXeiy in üs qnae in Opuscolis scripsi ostcndi

proprie signiticarc subiicere ali&ri quod recordetur

vel dicat. Qood quam quid subiicitTir non recordanti

vel alind qnid dicturo, conioneta est qaidera ea sabiectio

cnm qnadam interpellatione, qnia ad aliad conv^tit co-

gitationem eins, eni quid sübiicitnr^ sed non est tasnen

nt ipsa per se possit inter})ellatio Tocari, qaae poteat

etiam imperando silentio yel Gommemoratioae eoÄtiaeri

rei plane alienae. Videaems iam qnid moverit eo% qai

Agamemnonem Ipsom esse t&y v7ioßd,lX&yr& ^t^iJiewM^


70

DEFENSIO DISSERTATIONIS

fii pritDum hanc canssam liabaernnt, qaod ille non »taret;

sed sederet. Sedere antem utrum putaYerint, qaod

scriptum iegerent

axao&sv «I e^^rigy ov^ er fisaaotaiv araöräg,

an euin verönm ipsi j)osaerint, quo ne etare Agameninonem

indicarent ilJa vefba, eaxaÖTog (xtv xalov axomiv,

non hahemas compertum. Sed sane tamco iaraorog,

quia m princi])io positam est, opponi postalat sedenteiu.

Nara ai siiT!j)Iiciter oratoreni dicere Homeras Tolaisset,

7dixisset xaXhv aviara/uayoio axovsLv. Altera, eaqne

grasior caussa haec fait, quod illa, ^aXenov yoi,Q, int-

OzdjJi£v6v ntQ sovxa, quam infinitivuni aliquem intelligi

necegse slt, son videbantur per lingaae leges recte dicta

esse, nisi is infinitivus esset idem, qui modo praecessit,

VTioßdXXsir. Nasn Aiexandri Cotyaeensis explicatio, x^~

Xsnby ya^ xal tw ndvv deiv(p iv raQaxfj sItieIv, patct

quam vioieata git, si orationis habendae uotio in vnoßäXXeiv

noö inest. Expedivit rem Aristarchas scribeDdo

ijiLora^ep(p fisQ iovxt. Sed qnnm nesciaraus Tolaeritne

de interpeilaado an de saggerendo intelligi vnoßdXXsiv,

aiubigaa raanet ijiterpretatio scripturae ad utraniqne qua-

drantis. Nara ant hoc significari voluit: non decet in"

terpellare oratoreni : molesium ent enim perito quidem

oratori; aut ita distinxit verba : ovdt 'doiy.av vß-

"ßdXXeiv (xaX&iibr ydg) BniOTafuvip ntQ sovri: non

decet auggerere (difficile eat enim) quamvis perito

inierpreti. Sed sive lioc sive illad placait Aristarcho,

patet ipsius eam esse emendationem , expressam diftical-^

täte loci, eoqne non admittendam. Siiiiiüs huic Archiae

interpretatio est in Apoiionii Lexico % xal xarä fisv

"iA^x^ay 7} Sidvoia avrrj' iaxmxos ^lev xaXoy ioxiv

aKOveiv , ovd^e eoixsy vßßdXXtty ixigm/ ;faZ67iör ya^

Tovxo xal x(p iniaxri^QVi-X6yai.y ' avd^ütv J* ky noXX(p

6^ud(^(p nwg kw xig äxGvosisy rov ixe^cp (sie pro ixi~

^cv scribeadura videtur) vßßaXXofjitvov.

Eadein verba torserunt etiam illos, qni vnoßdXXeiy

de iis qui oratoreni interpeliarent dictum censneront. £x

quibufi Porphyrios^ qnum sads probabüem viam iagressos


DE YIIOBO^iHL 71

esset, delapsns est ml iiiepta- Is sie scripsit: tßol Si

öoy.el dvvaiyl}al rira uinvag ajicdiSovai ttjp didvoiav

ixxlrjGias o.uQOfoS-darjg 6 ''Aymiitivmi- nüßju 7T\)0CiU(txt^ofievos

rar SoQvßov f Hyuyv idg rj sKyJ,j]ala ov n^hs

avToiig t/ft ttiv ^noraatv . ov^i dklv vvv vm^y.^iOvr.'-'Vs

'Qt]rovrzag tiG&fZi^ zlros tvfxa öavehqXvS-uöiv ^«^s-

Tiüv yoLQ S^oQvßsty %hv ijiiardiuvov la ovxa, riva

de Tjv rä brra na.yisg ttov sylrojöyov , ort bf^^naay

Ti^bg akXrjXovg ''Ay^i'k'Kevg xal 'AyaiÄ^/uvojv^ xal ort vvv

xarrjXld^aar ^ xal ort rj ovvodog did Toiyzo. Addit

deindc plara in hasc sentcDtiasn, in quibas hoc soIuEa

memorabile est, qnod sive ex jihro sive memoriae errore

affert ainaQ dl äkloi avr&eaS-^ ^A^yüoi, tjUhV vtoi iidk

ysffovTsg, Iinperite ille quidem iovrct esse voluit ra

ovxa, sed poterat sutis commodaai efficere sententiam,

si sie distinxisset:

iaraoTog fxsv xaXbv g.xov€IV, ovds eotxsj^

vßßdXXeiv {xaXenoy yd()) iTziazdjiurov tisq iovra •

quo hoc diceretar: atidire oratorem debet concio^

ncifue eum aliquis (juamvis peritus dicendi interS

pellare: molestum est enim, Vacülat vcro haec quoqne

explicatio. Nam neqae iaraorog recte dictoni est,

oisi sequitur quod sit sedentis proprium, et /ce^fTior /a^

non modo ambiguura est, verum ne apte quidem ^dditam^

quia nemo non potius ad interpellantem quam ad cum

qui interpelletur referet. Oraninoqac inutile est illud ad-

ditamentam. Denique cur tandem ista praefari dicaiiiös

Aganiemnonem P Num quia vereatur ne se aliquis fabü-

las narrantem interpellet? Non est id credibile, prae-

sertim quum narraturus sit, qualia Graeci audiebant li-

bentissime.

Apertum iam esse puto, nnllam harum explicationoni

satisfacere, sed omnes habere qood vel perversum

vel incommodnm sit. Itaqne dicara nunc de ea interpre-

tatione exjjlicatius, quae a me fuit proposita. Ac pri-

inura iazaSzog, uti iam dictum est, referri Aehet ad oppositam

sessionem oratoris. "YjioßdXXeiv autem dixi mb^

iicere alü quae dicat signiiicare. Id eo convenit se-


72

DEFENSIO DISSERTATIONIS

tienli, qüod staiitcm quidcm in magno coetn oratorein

faciJe omaes exandinnt, sedentis aulem voüem iJii Tantum,

qui proximi sedcnt, possunt j^crcipere: at, si cum

oitinibas qaae dicenda habet comtuunicuri vaU, proxinnis

dicere debeat, qni ca deiuceps tradant aliis. Ita vero

oritur strepitU3, ali;3 aadita ad alios deferentibns, ut iam

nee dicere quis neqne audire pGssiL tota simul loqaente

coDcione. Agamenmo igitsir, qaam staus verba facere

propter vulnus neqneat, non vult tamen sedeiis proximis

dicere, quae ab illis cum aliis deinceps communicentor,

ne prae strc|)ita multormn loqnentiam nemo neque audire

neque dicere poasit, sed soli se Achilli quae dicenda

liabet, caeteris tacite ausc^iltantibus, CÄpositurum dicit *).

Itaque lioc modo loquitor: Htantem qtiidem audire

pulcrum es/, neque vero decet aliis porro dicetuia

commitiere: nam dijficile id est quamvis ea^erci'

tato oratori: quomodo enim vel audire ^el dicere

tjuis possit tanto in lofjuentium strepitu, quo vel

validissirnae vocitt arator impediatur? Achilli quidem

ego ejcponam: vos vero caeteri ani^nis acci^

pite^ et quae dicam diligen(er cogfioscite* Erunt,

ot spero, qni aliter de hac interpretatione quam Boeck-*

liins indicent,

Venio nunc ad vjioßoXrjy in certamine pneromm,

Pergit Boeckhius: Sed ptdclm deinceps Hermann*

nus de voce vnoßXridriv disputavit, quam ea)pomt

fere per adm oniiionem: quae vis vocis ut vera

sit in Homericis et reliquis, qui ea: Homero pe/ierunt

vocem. , tamen vel eas grawmaticis cofistaf,

VTioßdlleiv mature a Oraecis interpollandi si"

gni/icatu acceptum esse: quod ad /utuc causam

*) Nimirutu noa tarn Achilli, quam Graecis umnibus ea qnae

Qarratarus est dictiiruziii se signilioat Agameinno. Acbilli si dicitret,

non opus haberet isla praefalione, Prope eqiiii stabat il!e, ut facile au-

dire potufeiit. Sed Ag^aiiieiuiio, quuniain cuuctos ea scire vult Grae«

ros, nee tarnen, si sedentis dicta alii deinceps aiiis referant, streplta

iWa impedsri, callida quadani ratione sibi facit sil(>ntium, vt qua« se

AchiUi declaraniruit) indicaf, attente Audire iubeat omne«.


DE YnOBOAHI, 73

SV fielt ^ quae non est in Honierico vocis vnoßXri-Q

Stjv usu posita, Vellem ego qaidem non p*^^ opinioui-

bu8 graminaticomm, sed ex ipsorani testimonüs veternm

scriptornm constare. Pergit: Sed haec utut sunt,

vTioßoXtjy et vTiolTjxpiv esse idem, et vnoßoXriv apud

Diogenem perthtere tui rhapscdiam^ longe est cer"

tissimum, Profectj, qui scribat e| vnoßoXrig (»axpqjdBta&ai,

Pergit : quo intellecto ubi Chiam inscriptio'

nem cum Teia contuleris, sponfe offertur en, quam

proposurmus, coniectura, in Teio titiilo^ vnoßoXiqr

nifiil es^e nisi ()aip(pdiav ipsam, Adversits quam

aententiam ita disserit Hermannus, ut ostendat,

quae disputaverim de ea re, partim, ex nieris con»

iecturis hausta esse, partim rationibus noti recte

conclusis contineri, postrem^} autem eo redire, ut

potuisse esse statuatur, quod nee demonstratum sit

fuisse, nee potuisse esse veri simile sit (p. 311).

Equidem assuetus iam Hertnanniano huic generi

iUsputandi^ quod minime invideo adversario, satis

/tabeo addidisse, quae rationibus non rede eonclu-

sis contineri dicuntur, Hac eonditiouc vivitur, ut alten

alterornm inoribos adsnescere debeamas. Ego qnidem

etiam hie quod dicit, collato utroque titulo, intel-

Icctoqne vnoßoXiiv apnd Diogenem pertinere ad rbapso-

diam, non recte esse conclusam aio. Nam «| vnoßoXfis

(tonpcpdna&ai qai dixit, eo ipso indicavit diversa esse

VTioßolrjv et ^axpiodiav , posseque ^arptp^sTod^ai etiam

Bon i§ vnoßoXrjg. Qaomodo ergo vnoßoXi] idem sit

quod ^a\f)ipdia? Sequantnr Laec: Nempe, „cä? eo,

quod in ictraque inseriptione yjaX/u-bg et xi^QiOfibg

memoratur, nullo modo sequitur, si in altsra nomifutta

est Qaipcp^la, in altera autem vnoßoXri. Ins

vocabulis idem, genus certaminis designari'^; additur

aliis etiam rebus differre Tcios et Chios ludos,

Sane quae dicci non sunt mathemathice demonstrata,

sed eoc^ analogia Ckiorum qtiaiiuor hif

dorum iudicavi de ludis Teiaru7n cognatorum et

vicinorum: nee poenii'^t facti ^ quum prae-iertim

rhapsodiam inier ptieriles fui^w c^ercitationes lu-


74 DEFENSIO DISSERTATIONIS

dosqiie etiam al'mnde^ non ea; sola Chia inscri'

ptioiie demmistraverim, Quodsi vjioßoXip^ shmil ea>

Diogene docui ßsse successionefn rhapsodo'

rufiiy co2ifecta res videbitnr ludicibus non nimiufn

morosis, üt Loruiit priora inittam, quibus nihil effici-

tur aliud, quam ut potaeriat etiam Teiorum pueri rlia-

psodia certare, at ilJad nee docnit Boeckkias nee docere

potuit ex Diogene, vneßoltjy esse successionem rhapsodonim.

Nam Dio^enis hacc verba jBunt I. 57. ra ds

'O^riQOV i^ VTioßokijg y^y^afps ^axpipdtiod^ai, olov onov

6 n()ü)Tog ekri'iev, ly.H&tv «(>/fai9^«t tov «;ifo//fyo»'. Ex

his nihil aliud confici potest, quam vnoßoXriv esse ^^-

\^eptionem vel successionem, non successionem rhapsodorum,

Latine si scri]>sisset Diogenes succedendo

cani carmina Homeri^ quis dieeret solnm per se saecessionis

Yocabalum significare successionem cantorum?

Porro omni m,odo laborare diciiur haec ratiocina^

iio: ^^Ubi invalueraf^ ut in rhapsodia carm^en car^

mini annecieretur ab iis, qui sese eüccipiebanty «/que

haec successionis ratio, quae in aliis musicis

generibus locum non haberet, vocaretur vnoßoXri:

ipsa rhapsodia potuit VTioßokr] dici*^^ Haec enim

ratio dicitur ab eo proßcisci, quod non est demoU"

Stratum^ vjioßoktjv dictum esse illam successionem

carniinum. Immo hoc esc Diogene demotistratum

est; Ofnnisfjue Hermanni error iiuie proficisciiur^

quod ipse sine ulla causa Diogenis verba levibuM

quibusdam, dubitationibus , quibus ne umbra qui"

dem veri inest ^ removit temere, Non esse ex Diogene

demonstratnm , modo ostendisse videor. Quod an-

tera dubitationes quasdam de Terbis Diogenis movi, nihil

ad rem, quia, etiam si ille f| vjioßoXijg ^axitipdiiaO^ai,

scripsit, non efficitur ut VTioßolri sit ^aiptodia. Deni-

qae quod dixerat Boeckbins, illam snccessionis rationcm

in aliis musicis generibus locum non habnissey ef^si forlasse

Terum est, tarnen nullam vim habet ad firmaodam

eins sententiam. Nam illa ratio posita est in eo, ut

uno in carmine, ubi alius substitit, alius incipiat. Itaque

novA demonstratione opus foret, qua vnoßolriv et


DE YnOBOAHh 75

vnoXrjxfiiVy qna voce alii nsi sunt, non simpliciter succe-

dendi, sed pro alio pergendi significationem habaisse

ostcnderetur. Nam saccessio sine dubio etiam in xpaXfju^

et xiSafjLOtAw aliisqne hoinsmodi certaminibus erat. Se-

qnuntur haec : At fieri non potuit^ ut rliapsodia cU"

ceretur vnoßoXr\. ^^üt dicta sit rhapsodia ab ««•

suendis et nectendit carmiuibus^ at usu amhit il^

lam signißcationem hoc vocabulum^ dictum^ue est

sie, ut nihil niai recitationem carminis epici signi"

ficaret: t/uod contra vnoßoXri , si est id quod vuU

Boeckhiits^ coniunctionem ipsam plurium carminufn

notat^': uttde iam colligitur^ qui nihil nisi

ttnum ea) Iiis carminibus reciiasset, non potuisse

victorem viioßoXijg dici, quod haec esset coniunctio

carminum. Quasi vero certamen vnoßoXr\q non

fuerit coniunctione carminum factum ita, ut uni'

versum id certamen^ in quo quis vinceret, esset

iam carminum^ vnoßoX^. Profecto: nam quis neget

certamen vnoßoXfjg, si factum est conlanctione carminum,

fnisse carminum tmoßoX^v? Sed carminum vtio-

ßoXri, quod Graece est vnoßoXr] (latpcpdtwr , quid sit

intelligimus , quia additum est cuius rei sit vnoßoXri;

vnoßoXri si dicitur non addito cuius rei sit, qui tandem

cuias rei sit scias? Pergit ita: quasi vero vnoßoXrisW

vocabulum> non et ipsum, ut qaxpcpöiagj usu amit'

tere primitivam vim potuerit: id quodfactum esse

idoneis adductus argume?Uis iudicavi, 'Paifja)dia

qoomodo de carminis epici recitatione etiam nnios hominis

dici potuerit ex eo patet, qood quicunque epicum

Carmen rite recitare didicisset, Qatpwdhg vocabatur. Non

tam facile intellectu est, qnomodo successionis nomeii

non modo carminum in recitatione snccessionem , veram

etiam recitationem sine successione designaverit. Immo

nimis mirabile videtur succedendo yicisse dictum esse,

qui recitando carmine aliquo vicisset. Quod enim dicit

Boeckhins, vnoßoXris vocabulum, ut ^aifjindiag, nsu

amittere potuisse vim primitivam, non intercedam quin

potuerit amittere, si habuit umquam: sed habuisse nondun

demonstratnm video« Immo, quantnm ego quidem


76 DEFENSIO DISSERTATIONIS

assequor, ex Boeckhii sententia vox illa, quae per »e

DÜiii nisi exceptionem vel saccessionem si^nificaf, primo

dilatatnr aHena notione snscepta, ut feit saccessio in re-

citandis carmiaibns ; deinde antem rarsom coangHstatur,

abiecta ea sni parte, qnae principalis est, exntaqae plane

natara sna, nt siue snccessioiie relinqualMr carminisi imias

recitatio. Id quidem qnuni factum es>;e idoneis se adductum

argnmentis indicavisse testetnr Boeckiiias, nee ta-

inen qaae illa argumenta sint dlxerit, uott puto euni lioo

Vera cognoscere capientibns, sed illia? qultius sui nomi-

nis aactoritatem satis esse seit, scripsisse. Einsdem ge-

neris est, qnod statim sequitur: Porro ifi^oU ayx.^nodoöiv

vnoßoXTig vs» 1, et vnoßokriv tfs, 4. idem esse

conieci^ id minime probabile Herfnanno visum»

^ylSam accuraie solet in einsinodi insvriptiouibui

genus certuminis deslgnari, nee tarn parci verbo"

rumfaercy f/tri istos titulos faciebanty ut^uodpriua

diserte di^/issent^ deinde brevitts indiearenU^ Vi'

detur hoc ita illis^ qui paucaa tractarunt inscri»

ptiones; mihi licebit alifer iiidicare, ^ui treictarim

plurimas, Qais iiescit? sed eo facilius aliqaot exempla

impei-tire potiierat ex tantis opibus, qnantas qoidem

etiam qui non tractarunt, eerte legendo potaerant cogno*

seere. Caetemm haec quoque ratio iion est recte con-

clnsa, quia non seqnitar, qui pinrimas inscriptiones tracta«

yerit, ei nt credendam sit in omnibas. Conclndit vir

ernditissimns dispatationem snam hoc sermone. Denique

quam Hermannus ipse profert interpretalionem

vnoßoXr\q avzajio^oaeiüg et vnoßoXiig vs, l, et 4. Teii

tituliy de eins veritate ipse quidem dieit dubitari

non posae, sed vereor ut eam probet scholarum

nastranini discipnlis et meigisfriSf ad quomm usum.

Vlprovocat, JSam vnoßdXXsiv quutn sit suggerere^

tnoßoXijr dicii esse, „reciteUionem factam> memori'

tjrj sed adstante qui ex scripta verba suggerat,

ne forte haesitet et perturbetur is, qui eiusnwdi

specimem ea^hibet^^ et vnoßoXrjp arrtxnodoaeüig (ita

anim construit haec) „recitationem tUverbii^ in qttOy

fjui recitabat^ utriusque colloquentium ingenium


DE YnOBOAHl, 77

animique affectionem variafa voce debebat earpri-^

mere, ** Hoc posterius quum esset maioris exer"

cifatiofiis et peritiae, quam unius sermonem red-

tarey esse id adolescentibiis adultioris aefatis tri"

bututn, mediue autem aetati simplicem assignatam

esse vnoßoX^y: liodie tfuoque ßeri, uf^ quiim pueri

atffue adolescentes in sclwlis aliquid coram coetu

aiidiüarum recitent^ eidstet eiusmodl monitor #. vno^

ßoXevg, (fui eoc scripto suggerat verba. Ecce bei-

tarn adolescentium Graecorum, tnemoriosorum opi-

ftor^ commissionem et certamen de victoria, etdstante

monitore haesitantibus opitnlaturo; ecce bella

certaminum nomina^ suggestionis et ft ug gestio

nis diverbii! Eam Charybdiii qui evitare

voluity in quam ego inciflissem, nt vTioßolijg nomine

diceretur rhapsodiae certamen^ qua re 9iihil

perhibetur ineptius fieri potuisse^ idcm in hanc incidit

Scf/llam, ut qui recitaiiojiis memoriter

fnctae certamine vicissety is diceretur sugges^

tionis ceriamine vicisse, Iioc est eius rei^ qua

qui opus haberet, debebat victoria indi'

gnus iudicari, Dicamne Germanice vel usu

Germanorunty qua re isti vicissent, si vera esset

isla eacplicatioi Sie waren Sieger im Soufflireny

velut in scJiolis aiunt pueri nostri, itn

Vorsagen, 'YnoßoXBvg est enim ein Souffleur

{Herrn* p. 304). Nunc iudicet lector, quo redeant

indubieie istae Hermanni de vnoßoXfj rationes^ con'feratque

cum eo, quo redeant nostrae. Nimirum

nostrae. redeunt


78 DEFENSIO DISSERTATIONIS

l^im sit nee fieri nee did potuiase m«i ab hrnnini'

bu€t valde ineptis, Qnis non multo inalit talia in se

scripta esse, qnam sie ipse scripsisse ? Non sincere egit

vir doctissitnas, sed iis iisos est artibns, quibos facile

est incaati lectoris animuin fallere. Ego de his meo

niore dican). Ineipiam auteni a jmstremis. Snam dis«

13patationem eo redire dicit, nt probabile sit id, quod at-

tnlent. Non ita, sed band panllo conüdeotius seripsit

in illa dissertatione p. 7. illuJ tarnen sponte paiet

vel ecc ip»a Indoruni sticcessione ^ vnoßohrjv Teiae

in8criptionis nihil esse aUud^nisi Chiae (mipipdiav»

Nunc aotein (v. siipra p. 9) longe est certissinium,

Neque qaod nie dixisse ait, dubitari de raea explicatione

non posse, sie ego, sed a}iquanto lenius dixerain his verbis

p. 311 eam auteln illa^ quae certissima est verbi

significatio^ tarn planam^ tarn siniplicemf tarn rei

accommoa'afa.'n offert^ ut non dubitandum de eius

veritate videatur, Ipsain auteni explicationem ineam

quum bellatn vocat adolescentium Graecoram , memoriosorum

tarnen, eominissionem et eertamen de victoria, ad-

stante mnnitore Laesitantibas opitulataro, callide aliud

substitnit certamen, quo ineptnm et ridiculura videatar,

qaod ego dixi. Aiind est eoim njemoriac certamen, aliud

recitationis. Nostri quoque adolescentes memoriosi sunt,

recitantque in consessu audientinm meraoriter, et tarnen

adstat opitulaturas monitor. Cor? qnia non quam bcne

memoria teneant orationes suas, sed ut reete decoreqne

pronuneient, cnratur. Certaniina illa, quae et in Cliia

et in Teia inscriptione commemorantur, earuni sunt artinm,

quibus puerilis disciplina continetur, qualia sunt

nitide scribendi, recte de scripto referendi, et, nt ego

qnidem opinor, apte recitandi non de scripto. Tali in

recitatione, qaae non est memoriae certamen, sed scite

decoreque quae quis memoriae mandaverit recitandi, miaime

inntilis, sed potins necessarins est monitor, qni

Laesitanti suggerat verba, quo ilie ne conturbatus id ipsnm,

cuius peritiam ostendere debet, agere nequeat« Memoriae

certamen, opinor, fxvrifirig esset appeiiatum. II-

Ind autem, quo quis apta vocia modolatione gestuqne re-


DE YnOBO^HL 79

citandae orationi acconiroodato sc jirobare aadientibas de-

bet, qaam recitationem de scripto exciudat, opas babet

sane memoria, sed^ qaoniain altarum rerum quam memo»

riae certaraeu est, provideri oportet, ne impediatur illud

certameu, si forte vacillet memoria. Eadem caussa lii-

striones Don apad nos tantam suggestorem Ruum babont.»

sed babnerant iam apad veteres. Nam qnod rci caiiisqae

natarä sibi poscit, qais credat nuper deranm esse

inventam ? Deinde bella vocantur etiaiu suggestioßis diverbii

nomina, dicorque, dam Cbarybdin evitare voloenm,

nt vjioßolrjQ nomine diceretur rbapsodiae ccrtamen, in

hanc incidisse Scyllam, ot, qui recitationis memoriter

factae certamioe vieisset, is diceretur certamine eius rei

vicisse, qua qui opus baberet, debuerit victoria indignas

iadicari. Patet vero commeatieiam esse istam Scyilam,

quia non dixi de memoriae certamine, sed memoriae cer-14

tarnen illi de quo dixi certamini ab adversario sabstitatnm

est. Sed qao raagis deridicalo sint illa soggestiu-

nis et saggestioois diverbii nomioa, calumniose detorta

sunt eo, ut significare narrentar, quod Oermanice dieatur

Sieger im Souffliren^ im Vorsagen, Nescio cni

haec scripta sint. Non pato enim uilam hominem eonun,

qai legerint quae de ista re scripsi, non vidisse^

de certamine me dixisse non snggerentiam verba, sed

eorum, qnibns suggererentur. ünde ergo ista sententiae

meae in contrarium distortio.f* Nimirum scire se dissi-

mnlarit vir doctissimos, omnia istinsmodi vocabula dupli-

cera habere potestatem, ut et active et passive dicantur^ eoque

vnoßolrjv et suggestionera esse eius, qui suggerat. et

eius, qnod suggeratur. Qnarnm significationum quam eani

delegerit, qua risum commoveret, non cogitasse videtur,

risnrum esse neminem, nisi qui tarn et iudicii expers sit

et lingnae Graecae ignarus, isto nt laqueo eapi possit.

Qnod si vnoßoXri passive intelligitur de eo quod sugge-

ritor, non vereor ne qois recitationem, cui suggestor ad-

sit, ineptnm quid ant ridiculum esse indicet« Usitatam

vero hanc certandi rationem fuisse non babeo sane quo

demonstrem, nisi ipsun»»hoc vjioßoXrjg vocabulua, defi-

cientibos aliis testimonüs: (et quam pcne etiaiu histrio»


80 DEFENSIO DISSERTATIONIS

num vTioßoXicog oblitterata erat memoria) sed dixerimne

quod nee fieri nee dici potaerit nisi ab Lominibas valde

ineptis, id iis relinqao aestimandam, ({q1 8ecam cogita-

bnnt, qnod apnd nos fit^ fieri potaisse etiaia apud Teios;

recitationemqne, qualem dixi, miniine abhorrere ab «iliis

qnae et illa in inscriptione et in Ckia coromemorantnr

pneroram atqne adolescentinm certaminibas ; denique orandi

exercitationcs et specimina raoribns atqne institutis Grae-

cornra consentanea esse vel jnaxime. Postremo si temere

neglecto loco Diogenis spretaqne Chioram ladorum

analogia refellendi qnodam studio vnoßoXrjV non de rba-

psodia accepisse dictns snm, Biogenis locnm, etiam si

et scrij)serit iJle f| vnoßoXrig et id ejocipiendo vel *«


DE YnOBOAKI. 81

OsOfJixxpoQovg &* äyva.g norrviag Iv (fciQeai XbvxoXs'

oyjsGi (5" iy TQiGöolg iJQOja xo%'(J6 asßsiv

7]vcoyov TioXewg (pvlccxor, xcoQav t* anidn^av

wv Vyex 'i^QVOer Tovde S^bov ^Ihog.

In secnndd versa Brunckins poanit vlög *Aqiüxov6ov,

Boeckhios vlog (T ^Yxpiovog, qnod nomen siiniliter esset

ex comparativo factum ut Kitdaawv ia inscriptione 2852.

At qnod ibi ipse edidit K^eiöaovog yalde dabiam est,

qaem ia lapide sIt KPEI ia dne versus, 2:0N0^ ac'»

tem in sequcutis versus initio. Nee pato Y^TONOE

tale esse, ut reete inde ignotnm nomen YW10N02 pro«

cudi possit. Porro scribit: €ruil. IHndorßus in lit^

teris ad me dath rectutime annotavit ante verba

sldsv ovaQ fiomen proprium, herois sfatuendum

essßf ac simtil nuntiavit amicum eins dociiigimum

coniicere yiinvror. Acceperat a Dindoriio enm arai-

Gom esse A. Seidlernm, sed con nominavit. Scilicet

Seidlerus acntissime et nomen herois requiri intellexerat,

et eum^coniecerat Aepytum esse, quem conditorem Prie-

nae fuisse Strabo XIV. p. 633 et Paasanias VU. 2,

10. testarentnr. Boeckhius qnidcm quam cogitasset in

NAUAÜKON latere posse NdoxXov, quem sie Pansanias,

Strabo autem Navy.lov vocavit, filium Codri, qui

ipse qaoqne vicina Prienae loca accessit, tandem veri

similiimnm esse iudicavit ^'Avögoxlov scriptum fuisse, qnod

is, licet Ephesi tantnm conditor dicatur, tarnen unirersae

lonicae coloniae pracfnerit, posterique eins Ephesi sacra

Eleuginia, Strabone teste XIV. p. 632 seq. retinnerint,

unde in hoc lapide Thesmophoros commeraorari. Egre-

gia haec coniectnra est, poterantqae ei firmandae afferri

etiam haec Pausaniae verba VIL 2, 6. JSajutaav Je

TJ^f] xccrekrjlvd^oriov im xa olxsXa, Ugiip/siioir ij^uvvev

im zoug Kägag 6 ^IdvdgoxXog , xal vixwvxog rov !EA-16

Xtjvixov 67i60€V iv xfi /udx]]. Androcii igitnr nomen

quum isto AITAOKON contineri valde probabile videatnr,

iam qnaerendum est quid fieri debeat illis YIOS

JY2:T0N0EN. Ac Boeckhii coniectnra cur displiceat,

dixi. G. Dindorfins autem quod scribendam putabat,

cilog (nam olog typographi error est) vvard^cov, quia,

Herm. Op. VII. F


82

DKFENSIO DCSSERTATIONIS

(jüism vnviiiSi]^ somnicHlomes f:\k^ arcanifior ipsins son^nl

Jeseriptio iT'«|uiferetnr, id mihi litterarum formis iiiniis

diasiniJlö, ob pententiam autem ne ferendum quideni ?i-

detur. Neqae eaiia vvojaQiav ajjtam verbura est, ubi

de somnio,. quod tanti moineiiH siL agitur, iieque cur so-

lus Jonuitasse dicatnr FliiJJus ii\}\)üritty {juuiu ctiara si

anu Kolus doniiivisset \idere beroem istum candidaiasqus

deas potuerit, Inimo cgo neque YIO^, qnod in japide

est, temere repndiaadusa putc, nee diibitandum qain ßolaeii

patris qtiaeri oportcat. Et, si äs, quod Bocckhio

püsi vlog scriptHin videbatur, alio loeo positciü pataids^tus,

nx qnidquaiR propicG ad YIO^JY^TONOEIV

aceesserit, quani i/O^ ^FI^TS2N.0S J". Quod autem

ia priwd pio epigramaiatis est viivmdr;g, ctsi .sinipjicius

et aptios dictum esset vnvißO-cig, tarnen, si est m

lapide, Jion est perperam, sed exquisite dictam, Ceitft

de altö söiimo dictum videtar quamvia in corrspto loco

Euripidis, apud qaem quod ia Her«jiile furente v. 1048.

scriptam est, iiri "^^^ *^ diavovza vnvivdm t' ivväs

iyil^€Ti, fortasse ad Lanc modam corrigi poterit:

^vm'Lodea düavovx*

Sed finis faciendas est Laie libello, ex qao cogno-

sci potent, dup-ex esse atqye nt origiiie diversum, nie

dissimiie aatura studiam refelleadi.

ADDITAMENTUM.

Denuo pertractata haec qnaestio est a Greg. Gail.

Kitzschio in Indice scholaram aestivarnm Academiae Ki-

liensis a. MDCCCXXXVII. sive in Meleteraatara de

liisioria Homeri fascicalo posteriore p. 132 seqq. Ei

place asseasas est Fr. Ritsdilios in libello de bibliotbe-


hE YnOBOAlU. 83

eis Alexani'.rinis nnper edito ]>. (54. nisl unod de Dio-

genis Laertii verLis •

rem

i» anibigii.) rcJinquendam cen-

ssit. Qaae Terba etsi ego non »Noatcndain in eam sen-

tentiara dicta esse, quam adieeta apud Diogeiiein explica-

tio indicat, tainen vereor ne insto longius progressns sit

Nitzsciiius, qnnin negavit «1 vij/y'^o'iris idein signilicare

posse, qaod Platonis e§ VTrohp/jecog. Quarnqnam cnim

accoratissirae docuit quid easet vnoßokT], tarnen, quoöiam

vnoßakXHv e&t subiicere^ auppoitere, suhsfifu&re^ non

video aiind discriiuen esse, quani ut qai ex vjiolrupuog

üliquid recitat, suscipere desiueRtis partes, qui auteju k^

VTioßolrjg, suffici in Ulms qui ücmt locam dicatar. At-

qni utroqae modo siT:iiillcatar SRCcessio. Verum si in

ipso qaidem isto verbo non est quod prohibeat saccessioncm

intelligi, non seqüitnr continno, ut Dio/ycnes eo

sie usus sit. Immo quum quae addita sunt aptsd Diogenem,

olov onn 6 n^diTog ilri^sv, IxslO-er aoxf^o&at-

%oy l/^öuEvov, addita sint etiara apud Suidam, qui Bio-

genis verba pcsuit in vTzoßoh], dubitaii potest, utrsim

ista ex Diogene rettolerit Suidas, an explicandi caussa

ipse adiccerit, eaqoe liileipretatio ilJata sit in Diogeaem.

Certe, si ex Iiaiiis nanatione reinoventnr ista verba, cae-

tera recte se babebujtt, dicetque iam Diogenes auetore

Bicucliida Soloneiu iiistltnisse^ üt aucta versibns SDppo-

sitis carmina Homeri recitarentur, eaque re iilostriora

facta esse, quam a Pisistrato, qui qualia accepiisset rc-

citari iussisset.

Sed qood ad certajmien vnoßolris apnd Teios attinct,

facile quidem patJor nieain noa minus qaam Boeckbii ex-

plicationeni ab Nitzschio esse eversain : attarnen reücturn

TJdeo, de qno et dui»itari et qnaeri amplins possit. Os-

tendit Nitzscbius, vjioßolTjy esse rrsagistroruin, qui disci^^

polis . vel praeiveriüt vel irnperaveriot qoae recitarent.

Vßde certamen vTiößolijs palria lin^ua interpretatns est

im leisten nom aufgaben. Nunc sie scribit: proöfi'

biliter ßngo, mngistrum, in ipso certamine adsta^i'fem

hrevi nignißcotimie imperasse, (jiiae car'mina

discipuli memoriter eachibercnt. flui fortasse tnodo

Jm^ic tnodii illutn locum inchoabat recitandttm-^ ut

F2


84 OEFENSIO DISSERTATIONIS

memorme ea et capacis ac ienacie^ et promptae

exercitatio esset* Qiium autern eius exercitationis

vis aique ratio otmiia ejc hypohole magistri

factum esse aumo^ ut eadem breviter

apta esset i

etiiim solo vjioßolrjg vocabulo d'*dreiur» Nam quo»

'minus emn iutelligamuSf f/ua magisfer adolescefi"

/es in liido instituerit ^ id ipsum prohibety f/uod

ipsa in titulo posita est, Haec et intelligo neque est

qaod lefrager, qmim finoere se ista dieat, etsi cur dß

recitandis carinitiibos cogitandoin sit non video. liia

vero iiöü ijatelligo, qaae statim addit: alia omnia statueremus^

si vnoßokrjg y.al äi^zano^ooscog certamen

appellaretiir. Nam quid haec ad vTioßoXrjv^ Quae,

ut ego qnidein arbitror, non bic dicenda erant, sed ibi,

abi qaaereret quid esset vnoßoXris avxanodoostüg. Hoc

fecit ante 9 sed id qiioqne, uti seiet, obscurius. Quam

ego vnoßoXfjV avranodoaaüjg dici putaverain, cum Boeckhio

avTanodoaiv vnoßoXrjg dictam censet. Tertiam quandam

rationem, sed eara vix probabilem, invenit Lehrsias

ia Qiiaestionibus epicis p. 220. vnoßolTjr avtanodooiv,

itltero nomise quasi adieetivi vicem teoeute appellari exis-

tiraans» Igitur ävTanodoöig quid esset demonstrataros^

priuno Kitzschius avtanodidSvai duo significare dicit,

mcisshn e.xkibere^ redder e^ ponere cuiversum\ deißde

respondere, adversum teuere^ in contrarium

verii. Vel liqec miJii quidem videntur obscuriora esse:

naiTi qunm ipsa verbi origo ostendat, significari eo «/«-

ciusi-m reddere^ apeitum esse pato, omnia quae Nitz-

scliias pösuit, eodem redire, quid qnidquid aiiqois vicissim

reddutj non potest aJiter cogitari, quam ut idem quod

aceeptüM *sit vel par reddatur, nt proiüde avTanodoaig^

Xkhi active dicitiir, ipsam vicissira reddendi actioncm; ubi

passive, eam rem, quae par pari redditur, significet. lu-

dicataras aacc Nitzschius, utrum in Teia inscriptiooe

vnoßo'kfig avxanodoaig ea dicatur, qua quis verba snggesta,

zä vnoßlr(&ivTa, reddiderit, an qua ipsam sug-

gerendi actionem repetiverit, omissa de avxajiodoasL dispntatxone^

quid sit ynoßolrj quaerit: tum reversus ad

avTanodfMUv , neque nunc^ inqolt^ ampliuu äubium


DE YnOBOAHI. 85

videiur^ tjuin avxandi^odig dicatur rdiy vTioßkriO^er-

Tcov, eafite fimrlt discijmloruni^ sieggesiori suo

obtevfiperantimn,. Fateor e^o me non intelligere, quo

modo tali explicatione effectain sit, at iara non dubiani

\ideatar quin avxanodoaL^ sit rCyv vnoßXri&avTiov. Nam

neqne ostensnm est, avTano^oatj' vjioßolijs et non vtiq-

ßokrjv avjanodoatvjg dictum esse, nee dcnionstratam

quid sit avranödoais^ Id post iIJa dcmam lacere ag-

greditur, PJutarehi verijis ntens in Q. Sympos. IX. 2, 1«

737. D. ngoghaitv ävev xXijqov ytiojuhfjTjV yga/ufia-

J>.

Tix(u TiQOTeivai xal ^rixoQixw f-toudixor' slra t^naXiv

avaargiffBiv tag aTnanodoüBig , eaque sie explicans:

deittäe in contrarium inverlere re^pondendi offi^

cia, ifa ut geomefra grammatico, rkefori muswiig

responderei, Id voJnerat dir ere geometrae gramma-

Ucti9^ rhefor tntisico, Explicavit antein recte qnidens,

sed non nt ostenderit avTanoc^oaiv esse id, quod eum

Teile patet, respoasionein ad propositain quaestioneris,,

Moastrabunt id ea, quae ycquuntur Fliitarciji verba. Sio

cniin pergit: nQOvrsivev ovv 6 'Egueag 6 ysüi^UzQr^g

JT(m7:oy8V€i T(p ygaftifiarixio n^wrog ah rar einstry ^i"

T^y To tilq)a nQOTurtBTtii rvjv yf}v &naPTü)v'

o de T/)v 8V xaTg axolaig keyojtiemjW amdarAf, Ke~

spondit Protogcnes, quod est aji«J'


80 DEFENSiO PISSERT.H lONIS

tntione versaliatup, Carmen, qnod in jj)80 certamine reci-

iasset maj^ister, repetivcrit et eodeiii quo ille modo renti^verit.

jN^am sie deinniti ille non anodovvai, sed avxa-

:,iH^ovyai vnoßolijv din potuit. Id vero factum esse

jiuruiii vcri similc est.

Ex liis ijune dixi ap])arerc arbitror, de tribns, qoae

di:trnwi.«tr;jii o|)ortel>at, illud unnm demonstratum esse,

quid sit vnoßoh]; caetera diio, alteruin plane non esse

j;robatiiiii, aviaiioi^ooiv vnoßokfjg et non vTioßoXriv av-

TanodoOECog sii»iiiticari; alternm ita probatum, ut non

j)0S8it non intj)robabiIe viden , ävTanodooiv v7ioßo'/.7Jg

esse speciinen iusan magistri exbibitnm. Nam praeter-

'|u;nn quod eiusniodi sjteciniea non drranocJooig , sed

«;röc)cr,/c vitoßokTjg dicendum erat, quid est quo ab eo

ditferat siniplex vjioßoXi], quam apertura est alind quid

inisse? ())uum enirr. ison maifistroruni , sed discipulorum

certamen esset., virol^olrij quae est jiroposilio speciniinis.

in exhibendo impciato speriinine debuit posita esse, id-

que ipse prolcssas est JNUzscbins, quam breviter solo

VTioßolTJg vocabiilo apj)ellataiii dixit. Erat nimirnm re

ipsa änodoaig vnoßolrjg. Atqui in eadeni re posita est

ctiam illa, quam dicit ävianodooiv vnoßoXfig. Nara ubi

illa quae siipra posui Piutarcbi verba attulit, de iis sie

scribit: dijfert quideia ab hac probiemath illavTioßoliyg

ävranocfoaig tantum /juantuni vjioßokrj a pO'

sf'ffojfe problematuni; sed avraTtoSovvai recte divetur

4'liam discipuhis , qui redd/derif vel ecchibuerit ea

(juae magisfer ea^hibenda sigiiißcavit. Itaqne ant

ego non perspexi nienteut Nitzschii, ant idera sunt, quae

nt diversa distinxerunt Teii, vnoßolrj et avraTiodomg

ynoßolrig. Id vero quoniarn incrpdibile est, licebit mihi

iiieo iure tenere illad, quod in prima de vjToßoXfj diasertatione

dixi, non ayxanodoaiv vnoßoXriQj sed vnoßokjjV

cci'Tanodoaaüjg vocatnm istud certamen esse. Ac

puto, postquam quid esset vJioßoXrj docie apernit Nitzscbiusj

probahiliter jmsse illorum rationem certaminum

explicad. Nam vjioßoli] si est propositio speciminis,

quid cogit, id specimcn ut recitatione carntiois atque os-

tentatione äiiemoriae oxhibitum statuanms? Iinmo id /nr^-


ixrig,

DE YUOBOAHl. 67

f)}>inor, anj, alio rei accommodato vocsbnlo dictnin

es^ef. Muh« crcdibiliiis est nee sempcr in eadcra re

Tcisatum esisc et dlversiim ftiisse pro cliversitate ;;etatuiR,

ca


3 DEQüINaUE

lüDIClBUS FOETARÜM*).

Innstufti honiinibas est et imiiari et aeuyilari. Imitan-»

t'ir, «jui participes laudis lieri cnpiiint; aeraulaotor^ qui

exceilere, nequc homines solam, sed etiam bestiarum quae

sollcrtioris sunt et geaerosions iadolis; Lomines vero pro

gcßtium moribus alii aiia consectautes. Sunt, qoibus pa-

triam est curpuris viribüB, ut quibusdam Helvetiorain^

decertare; sunt, qui arrooruni crepita telorumque vibra-

tione belii sinmlacra repraesenteat, ut barbarorum multi;

Hispanoruii; est tauros in farorem act«s dcxtre configere;

pagiiatu Britanni palmam qaaerunt et velocitate eqaorura J

Jioc hodle imitanmr imitatores Germani, baad sane sa-

pienter, quasi virtus eqaitis sit fugere aut insequi fngaeem:

ipsi quod oliiu ludi genus, sicut alii Enropae po»

puii, exercebamus, at ferrati eqnites adversis hastis con-

currrirent, aeque desitum est, atque ut de priocipata con-

tendercnt puetae. Nam et Musae, ereptis serüs, vel

conticnerc, vcl solitariae levia ludunt; loricas antem et

galeas robigo in armamcntariis obducit, ex quo iniarias

lege, uoa armis vindicare didicimus, mox fortasse reditiiri

ad arraa, vanis metu detracto legibus, bnmaniasque

viao vita friii nefarios, quam interfici a facicorosis cives

probos» Quantum ab bis omnibus distat inveutrix artinm

atque cultrix Graecia, quae ab antiqaissimis temporibus

)ta delectata est certaraioibusy ut quacumqae occasione,

*) Edita est a. 1834.

"


DE QLIINUUE IL'DICIBUS POETäKUM. 89

quae honesta et liberalia stiidia esse pntabantur, praemio

proposito ad eoKtentionem provocareötur. Qnud quam

ah iis cepisset initium, qai opibus polientes vel fiJiabus

maritos quaererent fortissimos, vel funus inaignis viri hoiiorare

yellent, niox ita jiercrebuit per oinnei« Graeciam,

üt vix lilla civitas inveniretur, quae non lestos dies et

solenmia sacia publicis certaminibas celebraret. Nee tarn

de magnitodine pi-aeinii, quam de gloria certabatur, nt

fere qui äycvyes /(>^aaTZ2:at vocabantor minus üol^iles

essent quam aTscpttrlrai iili, in qoibns sola e sacris

frondibcs Corona daretor victoribns. Ac facile intelligi-

tur^ quantopere id accendere aniraos debaerit ad exercen-

das colendasque artes eas, qitibus quis et sibi et geati

suae et patriae snmmam laiidem aeternaraque famara pos-

est acquirere, Omninm auteiu maxime admirabile insti-4

tutam foit illad, quo Pisam in Elide ad ludos Olyfupiacos

cnncta conveniebat Graecia. Quid enim maiQs po-

tuit aut iJlnstrius excogitari, quam eiusmodi certamen,

qood quoniam nniversae Graeciae commune esset atqae

ab omnium civitatiam advenis et ageretur et spectaretar,

victorem ita nobilitabat, is ut et ipse et geus eins et ci-

vitas totara superasse Graeciam jmtaretnr ? Inventuiuqae

etiam qui praeminm dabant iadicibns nomen est, quod

dignitatem ac magnitodinem talis victoriae splendidissime

declararet, qnnm dicti sunt indiccs Graeciae. Ita factum

est, ut victoria Olympiaca in somma felicitate numeraretur,

maximiqne honores decernerentnr ei, cui, u^ ait Pin-

darns, ärQexvg 'EXXavodixag yXecfdgiov v\p6&ev a/ucpl

xo/Liaiai ßdlot' yXctvxoxfioa x6öf.iov elaiag. Yigebat

autem tantopere hoc certaudi Studium, nt non viri solum,

sed etiam adolescentes atque adeo pueri pro aetatis gra-

dibus commissi in solemnibus ludis de praemio contende-

rent, quique victores indicati essent, eorum nomina lapidibus

inscripta memoriae posteritatis traderentnr. Neque

eae tantam artes, quae corporis viribus aut exercitatione,

equorumve regendorum peritia continentor, sed illae quoque,

quae scientiae atqae inger.ii sunt, musica potissi-

jttum et poesis recitatioque carminum, in certamen sunt

productae: ut non mirom sit^ tanta audique aemulatioEe


90 DE aüINQUE lUDIClBUS POETARUM.

concitata honestas et liberales artes laetissirae, mnltocjue

laetius quam apud uliam aliam ^entern effloruisse. Hi&c

recte liaec ceriamina ab R«manis, qni ea fjero et cor-

raptis iara raoribus rei^epere, Oraeca vocata sunt : ln


DE aUlNQUE aDICIBUS POETARUM. 91

nnmero mrsns ad docem ancä inansere. Nee lere erat

hoc ruaoas aut e\pers lahoris. IS am prinsquam iniretttr,

per novera messes in acdificio, cui '^ElXavodtxaLwv no-

inen erat, ab iis qui vo^cpvlaxag dicti sunt ipstitae-

bFiHtur: eratqne m ofSciis eoraiii et eqaos e.^niorare,

quiqae eiasdem aetatis et roboris essent, coinpoiiere j et

lioKiiuum qui certatori esseat exercilariones moderaii j)a-

riaqae committcnda deligere, ipso aatein in certa^nine

videre ne quid >el casii vel dofo intervenicßte aon rite

ageretur, qaiqae delifiuisseat, iis poenara irrogare» deniqiie

iudicare de vjict(;ria coronareqiie victores. Apertam

ert auteni, inulio n:agis iadicibus oi)us fuisse in üljs cer-

tamiüibus, in quibus eruditiorum artiiini et ingoiiii iadi-

caodae esse&t virtules. Nam in Iiis rudis niultitüdo fcre

incerta fiactuat, atque, ut universe quid magis minosve

jilaceat sentire possit, tarnen alioram indiget iudicio, qai

jpsi iliarnn? artinin periti sint ac liberali discipliua formati.

Itaqae nominatira de comoedia traditum est, Atbeßis

et iü Sicilia iadices nuinero qainqne fuisse. Auetor

est Hesychias, ita scribens : nivze xQirai' roaoiiTot

Toig xajfuxolg exQirov, ov jnoyov ^A&rivr]OLVf äklä aal

f-.v ^xellcc' item srlioJiastes Aiistophanis, cuius verba

infra afFerentur. Hinc proverbium, av mvTS xqitwv

yovvaOL xelrai. De eo Hesychias: iy ti&vte xqitüjv

iv akloTQia i^ovola eariv. mvxs de XQirctl rolg xco-

fiixoig hxQivov. Expliratius Zenobins Proverb. III. 64.

hv niyrs xqitüjv yoijinOi xslrat' nagotjuiüideg , otov

iy alkorgla i^ovola tloir. eiQrp^ai di v TiaQotjula 7ia-Q

Qoaoy mrrs xgiral rovg xcjuixovg exoLvoVy wg (prjOiv

ETilxoiQuog. Eadem fere Snidas. Non est, cur baec

noD vere tradita esse credamus, tametsi, qni suspiciusior

sit, aliqoid moyere dabitationis possit. Nam usitatissimum

fnit Graecis qttinariom nnmeram dicere, ubi aliqaem

qaemcunqne numerom exempli caussa norainare veJlent:

qaod paacis indicaVi ad illud Aristopbanis in Nabibus

V. 757.

«l' aoi y^dcpOLTO TtevTardlayiog t*s Slx?]*

qaibcs in verbis rl? ad Bnmeruin pertinet, «t s?t fjlxv^


92 DE QUINQUE lUDICißUS POETARUM.

Tiruiv nsvts raXdvrwv. Et istiasmodi ludorain indices

non semper neque in omDibus certaniimbiis qainqne fuisse

apparet ex iis, quae Tiinotlieu« tihiccn apiid Lncianum

in Harmonide c. 2. T. I. p. 853 dicit: xal yaQ ovy

y.al 81/ Totg ayojöiv ot /btay noklol x^eazal laaat. x()0-

T7]0al TiOTB xat ov^iaai, xqIvovül Je imä rj nivrs tj

oaoL (TtJ. Sed operae pretium est singulare t'actnm con-

siderare, quod narrat Plutarchns in vita Ciinonis c, 8.

nQüJTTjV ya^ didaayM'kiav rov JSocpoxkeovg h'xi veov

xa&sPTog ^A(pe\piü}v 6 cp/aw, (piloreixias ovorjg xal

Tia^ard^ecog riov S-eaTCJV, XQirag fiev ovx ixX^Qwas

Tov äyvjvog' wg de Kljumv juerä rdiv ovazQaTriyojv

ngosXd-wv slg rh S-eaxQor inoirjoaro t«5 3e(p zag vb-

vojLiiaiLierag anovddg, ovx acpTjxev avxovg anelS-atv,

aXX' 6()xi6oag rjrdyxaos xad-ioat, xal x^lvai $€xa ovrag

äno (pvli^g jLuag exaGror. 6 fiev ovv ayajv diot

rb tüjv xgtrwv a^laajtia ttjv (piXorifjiiav vnBQsßaXs,

Mic quGin iila addiderit Plutarchns, dixa orrag anb


DE ailNQUE lUDICIBUS POETÄJRüM. 93

baom praetores in scholio non integro desint, pro uno

ex iUis tribubus praetore suffectuin füisse suspicatar Bocckhitts.

Hoc qiiidem paruin veri simik est, siquideni conseDtanenin

erat, ubi safüciendus aliquis esset, ex eadem

enra tribu capi, cuius praetor vacuum deseruisset inunus

SQum. Sed inlttamus hanc qaaestiooem, quoniani et aiia

coniici possont, nee parte schoiii deficiente certi qui^

statui uosse videtur. IHßd tameo ex isto scholio satls

clare intelligitur, praetores, ot aJios magistratas, ex sißgulis

tribabus singalos esse captos. Dixi baec, quoniam

i]]ud «710 (pvkrjg jj-iag txaozor in istniii sententiam acceptam

videbam. At non puto ist:»d dicere volaisse Plu-

tarcbain: nam sie potius dixisset, ano (fvXris ixaozijg

eva. Scilicet, etsi non minus accomiiiodate ad illam in-

terpretationem, tarnen, ati debebat, scripsJsse e«m aibi-

tror, x(jilvai dixa ovrag äno (pvlrjg juiäg ixdairjg,

Nam sie demam et recte loquntus est, et cor ita sit loqaatns

apparet. Haec enim iam est verborora sententias

decem quuwi easenf, ab unaquaque tribu eos hidi*

care iuasU: quo significavit, non qninque e quißqne

tribubos sortitam esse arcbontein, sed, qaoniam decem

piaetores essent, volaisse at altercationis componendao

caussa etiam pro caeteris qaiaqiie tribnbns accederent

alii qninque iadices. Ita confirmat Plutarchas, quod tra-

dnnt grammatici, qaioqae in ludis scenicis iudices faissec

quumque ipse de tragoediis, grammatici aatem de coraoe-

diis ioqnantur, non inepte videmur cooiicere, ex omni«^

bus decem tribabus sorte ductos esse iudices, sed quin-

que eorum tragoediis, alteros qninque comoediis esse

praefectos. Consentaneura autem erat, .nparem esse

numerum, ne paribns sententiis anceps maneret victoiia.

JVam et poterat fieri et factum esse credibile est, ut onus

Tel dno iudices primas deferendas censerent ei poetae,

quem quattuor vel tres inferiorem iudicarent. Doeumeuto

est, qaod scripsit Aristopbanes in Avibas t, 44d«

ojuvv/Li^ Inl TOVToig näai viy.äv Tolg scQitatg

xal Tolg S^taxaXg naaiv

il de na^aßatT^Vj iyl xQirfj vixär f^ovay.


94 DE QüINarE lUDICIBUS POET.^RIJM.

ScLoliastes ibi : ty.Qn'ov i -^qhoI (sie sönbendam pro

ol XQirm) rovg xwuiy.ovc. ol di laiißdyomg rag e

'ipTicpovg 8vdatfji6vovv.

Sed revertor ad illad proverbium, ly mvxB XQtrcav

yovvaöi zelrai, qood apeiiom est sumptum esse ex Epicharmi

quodam fersß ana])aestico. Pergit de eo Zeno-

8hi«s; Gvyy.Eirai ovv Tia^ä ro 'OjurjQtxoy, S-twv er fovvctöi

icdxai' hiBiSh ol xpirccl ir roTg yovaaiP hxov

a vvv elg y^a^^arila y^arferai. Eadem Siiidas, a|md

quem lyyQdcfBrai iegitar. Homeri verba exstant Iliad.

XVlI. 514. XX. ^35, Odyss. L 267. 400. XYL

129. Ad priniti«! ilJorora lororunä scboliastes : Iv rdig

itoXnöig, d'ta to ra tv ctviolg äjwyeluevct 7t(^c/jiQa el-

vai. dt de^ anö /aefjovf; cf] dvv(XfXH. In postrema explicalioKö

conseütit schoiiastes Ai istopliams ad Ran. S47.

ri ds dvvafxig iv yor'o.oi' y.al'^'OfiTi^og' Sswr iy yovvaoi

'AuTai. Ad Iliad. VI. 92, antein , ubi de peplo

genabas signi Minervae impünendo serrao est, sie sen-

sit schoiiastes: dl di^ ori yovyara xal rag Ixereiag

fprjGl' Xeyu yd^' aXl* -iJTOi ^ev raina xj^eojv iv yov~

vaai yÜTai' Tovrioxiv iv rfj tdiv S-bojv Xiiftyda xal

6'£riv äoTegtov xiv^asaiv, aito jusra-

ipofiäg TUJv yovdxiov, anh yä() TTJg rdiy aorifjwv xivriaewg

yivovxai rdig ay&Q(anoig xd stfiaQfuva. Hey-

ßias ad Iliad. XVII. 514. dubius inter viria haesitabat,

jiüuJto cbscnriora esse pntans, quae apad Zenobiain et

Soidam legnntnr. Nil/schio antein ad Odyss. I. 267.

vfiläcmenter miror probari potoisse illorum inveiitam, qni

sr yovyaai idein quod iv dvvdfXH esse volaerdnt, qnia

aßtiquus sermo genna pro roboris sede habaerit. Ista

qnidem explicatione nihil excogitari alienias ab antiqiii

semionis simplicitate potnit. Nain est qaid^ni in genu-

bfiS robur, quia collabitur corpus, si gcnaa neu snsti-

sent: sed qui tandeni roboris asas et corporis yiriuni,

ubi nee standum neque inccdendum neqne oninino aliquid

corpore, sed niente ac voluntate agendnin est? Ubicum-

qae enitn illa formula nsarpatur, de arbitrio deoiiim et

consilio sermo est. Ex quo satis plannm est, proxime


DE aUINQÜR ILDiCIBÜS POETÄRÜM. 95

^erum illa'aci^edere, «jsao apüd Zerjob'ani et Snidam Je-

gontur^ a quibas doü ionj^e tr xolnoig ilJad »iiiorumdam

abest. Nam quasi (esseras illi intelligeodas p utabaut,

qaas ia gremio |iosit:is 'laberent dii* ivctms sortes dixibsent,

quiirn praes- rttin mm nimis dissimile sit, quod

lovem in bilanre Portes liortiferas poiidcrare idein Honu;-

FKs finsit.

Ajmd Rs^manos quoqne ^c quinque vudidbiia poeta-

rura aiiqaid proditu?u est a coiajaeutat^sre Horatii ad

Scrm. I, 10, 38. bis verbi?: Maecins Tarpa fiiit

hideüD criticuH., anditor afis>idu.it9 poemataisi et poeiarnm,

in nede AprJIhtif^ sar Bhisaruni., (^uae nhi

a Tarpa aut alm criffco, r/ui nuQitcro era?d (/ui?iquc

^ proharenhir ^ in sce/tatn iimi dejerebniitur,

öed hoc testiiüoniuii), de quo docte disseruif Wej* hcrtü:'

in Poetarum Latinorum reli(iu^is p. 334 seqq. jncriiO

suspectum eat virjs doctis: tainetsi ülnd novi incredibileO

est, quam a Ncionis temporibus itidiccs ]>f>etari{;n scenicomra

mensoreatnr, de qua re dixit Laugiiis in Yindidis

tragoediae FiOinanae p. 24., ia nuiiicro qtioque adscitum

esse luorejii Graccma.

Praefati baec sninus, optimi Comä«ilitones , quoniam

nova institutione voIjis quoqne et certandi et praeinia ca-

piesidi opportunitas dabJtsir, Decretüm est enim Providentia

et iiberaiitate oapremi publlcae institationis Prae-

sidii, ut Rostra quoqne io Yniversitate litterarnm, sicut

in alHs Acanemiis, quacstiones studiosis iavenibas propo-

nerentnr, ad quas qui optime respondissent, j)raeinio or-.

liarentur. Quod genus aemulandi quam alibi niagonm

Studiorum incitamentom esse exisiimetur, ne apud nos

quidem yIsuhi est desiderari debere, praesertim iinrauta-

tione, quae ad ineJius tenderet, reruni liostrarum oiuniuRi

fieri coepta. Et profecto litterae noa postbabendae sunt

caeteris artibas, quas genius seculi ut pleiias lucri ex-

pertesqne pericnli fovet praecipue. Est eaiin revera

suns cuique aevo genius, quo noraine eara necessitatem

appellamus, quae occulta qnadam vi mentes lioiuinuin du-

cit, Ea quo tendit, sequiniur, plerique caeci, multi spe-

rantes, aliqni resisti non posse videntes. Nam dum 11-


93 DE aUINQUE ILTDICIBÜS POETARÜM.

beri esse videmwr, servimns vel maxirae, et si quae est

überlas, posita est in co , ut qnis quo rapiamur iistelli-

gat. Hie igitor secnli genias, magnae rernm omniani

et haud minime artiam convefsionis accelerator, id agit

enixi5«sime^ nt aonmiatione aniinis iniieienda urgeat honiinum

stadia» Itaque non soluni pablice exponendi copia

datnr, qüae qnique vel perlte elaboraverint vel solerter

•inveseriot, vei sedulo ad exiiniam paleritediöem aut magnitsdinem

edöcaverint, verum etiam praeniia proponun-

tor soperaotibas caeteros, quae ad certandoin invitent

alantque et augeant iodustriafn. Inter homiaes litteratos

qnidem iam dadasn asitatam erat, ut praemium coostitaeretur

ei, qni iodicatam aliquam difficilem aut obscuram

alicaias doctrinae parteni optirae explicuisset illustrassetve

transiatumque id a doctoribas est etiam ad disceotes, ut

hi qnoqne eo acrius studüs litterarum operam darcot *),

"^ Omisi reliqua, ut soll illi tcmpori scripta.

:


DE i

OFFICIO INTERPRETIS).

Aveginm Seminariiun pliilologicnm^ solntum morte Chr.

Dan. Beckii, quura instaurare decrevissent Rnmmi viri,

quorum snpremd arbitrio res Vniversitatis nostrae gnber-

jiantur, mihi eias cnra demandata est, legesquc initls

mecum consiliis conditae, quibus et ipsins institutio Se-

minarii et quae ei cnra Societate Graeca intercederet

ratio describeretur. "Volni enira integrara mihi atqne 11-

libatam serrare Soeietatem Graecam, quae sicnt ipsa gau-

det tot claris nominibns suorum qnondam sodaliara, qni

nnnc plerisqne in Academiis scholisqne patriae atqne

etiam extra patriara docent, ita caram eins memoriam

esse video omnibns, qni illa araica in coniunctione anti-

qnis litteris vel nnnc operam dant Tel olim dederaot,

fnisseqne caram scio illis eornra, quos in medio yitac

cnrsn fatalis abstnlit necessitas. Separatnm igitnr a So-

cietate Graeca erit Seminariura, cuius studia qnoniajn et

in Graecis et in Latinis litteris versabnntur, placuit eins

duas classes constituere, qnanim ei, quae Latina tracta-

bit, meo rogatu praefectns est Reinoldns Klotzins, pro-

fessor philosophiae extra ordinem^ vir exceUentissinins,

*) Edita est a. 1634. Censurara fitiius dissertationis scripsit

Boeckhins in Annalibus Berolinensibus a. 1835. m. laanario n. 11. seqq.

Herm. Op VIT.


98

DE OFFICIO INTERPRETIS.


DE OFFICIO LNTERPRETIS. 90

sidiam habe^nt, Tel animos contemplatione praedaromm

exemplornm iblectent atque excolant, non solam potissinn»

atqae aberrimos^ sed propemodom nnicns fons, e:£

qno illarnm reram cognitionem bauriant^ in scriptis est

antiqoornm propositas. Haec eniiii ex omni genere monamentornm,

qnae non temporis dintnrnitate iaterierunt^

non modo et nnmero plnrima sunt et integritate prae-

stan^ yerom etiam sola loqanntar, declaraotque caetera,

qo^e siue üs fere caeca snnt atqne inatilia. £x qno

apertora est, ]ectionem atque inteliigentiaro eornm, qnae

scripta ab antiqnis babenins, fondanieatnm esse uaiversae

aBtiqaitatam scientiae. Conseqnitnr ergo, ut illa 8cri])ta

explicare atqne interpretari id sit, in qno praecipae ela-

borare oporteat eos, qni recte cognoscere antiqnitatem

Tolnennt. In qno mnltos errare animadvertiraHS, qni le-

Titer et non penitns cognitis veterum lingnis satis do-

cnnt, si sententiam scriptornm qaodajrainodo iotelligere

Bibi videantnr. Nam qnara omnino haud facile sit, in

lingnas dudnm emortnas^ qnae non asn quotidiano peiv5

disci possunt, ita ge insinoare, ut siugnlorüm verbomm

et dicendi gencrnin rationem ac potestatera plane per-

spectam babeamns, tum mnlta in scriptis antiquoram raen-

dosa snnt, qnae si qnis aut non videat corrnpta esse

ant emendare nesciat, saepe accidat necesse est, nt Tel

alind Tel etiam contrariara eins qnod illi scriptore« dixe-

rnnt, dictnm ab üs esse credatnr. Quo fieri non potest,

qnin quam omnino falsae praTaeqne ojiiniones anirao con-

cipiantnr, tum, si ex male intellectis Tcrbis Tel ad res

historicas Tel ad qaamcumqne aliam antiquitatis partcra

explicandam testimonia f^tqne argumenta petantur, inauia

commenta proTeniant, qnibas qui fidem liabeat, ab uno

ad aUnm deinceps errorera abducatur. Qnod si illod in

quo claborare debeant, qni se pbilologos evadere Tolunt,

potissimum Interpretation e atque emendatione Teterum scri-

ptorura continetur, ita nobis haec negotia Tisa sunt dis-

tribucnda esse, ut Societati Graecae criticae artis in j)ri-

rais tractationem, in quo genere semper eins studia Ter-

sata sunt, relinqueremus, interpretationem autem, delecto

aliqno scriptore, in quo singuli deinceps interpretando

G2


JOO

DE OFFICIO INTERPRETIS.

cxerceantor, destinaremns Seininario. Qooeirca pancis

dedarandnm (liiximns, quid sit interpretari , et qua id

ratione agendum c«nseamu8, qno illa duo qaae pervagata

ettnt in hoc genere vitia evitentur, exilis in rebus nul-

lius momenti diligentia et elcgantis eruditionis specicni

prae se ferens vaoa loqnacitae.

Atqne, ut a definitione proficiscamur, interpretari

dicsmns efficere, nt is, qui audiat legatve, verba menteiuqne

scriptoris sie, uti eum oportet", intelligat 2), ConsuUo

hoc addidimns: sie, nti eum oportet. Natn varii

sunt äc valde inter se diversi inter|)retandi modi, tum

pro captü et scientia eoruin, quibus quid explicator, tum

pro scripti cniusque 8cnj)torisve natura atque ingenio,

tum pro ipsius interpretis dclcctu atque consiJio. Aliter

eniiu pueris aliquid, aliter iimturiori aetati, aliter rudio-

ribus, aliter doctis explicandum est; aliam Listoricus,

aliam philosophns, aliarn orator, aliam poeta sibi inter-

pretationem poscit; denique interprcs vel de verbis et

sententiis, vel de usu et consuetudine scriptoris, vel de

coasllia, quo qnis scripserit, operisque cohaerentia, vel

de virtutibus et vitiis scripti potest exponere. Quarum

renim etsi nullam exclusam esse a Seminario volumus,

6tamen neque eiusmodi interpretationes instltuendas cenSjC»

inus, quibus explicentur quae pueris discenda sunt: quod

Loc genus interpretationis neque ad illius formationem,

qui eo utitur, multum confert, et audientibus molestum

est: neque illud genus probabiraus, quo vel copiose ma-

gia atque ornate, quam clare et perspicne disseratnr, vel

lectio potius niulta ostentetur, quam demonstretur accnrata

scientia, vel exponatur de iis rebus, ex quibus noo

cognoscamus an verba et mens scriptoris recte iotellecta

sinf atque perspecta.

Scd quoniam variae sunt et muJtiplices rationea in*

terpretandi, breviter explicemus, quibus rebus in,tcq)retis

contineatur officium. £t quemadmodum qnidquid qnis

^) His verbis, sie, uU eum oportet, inlelligat, oihil dictum con«

tecdit BcedJiius. Nempe qoq aliquid dicere volui, quia quemque pro

suo captu aiiler aliquid intelligere debere patet.


DE OFFICIO IM'ERPRETIS. 101

agat, sie deinnni recte aget, si et quid sibi propositam

Sit et qua via ad id oj)tirae perveniatur cognituin habet,

sie baec eadem interpretera semper aiiirao infixa tenere

decet. Versatur antein interj)retatio omnis vel in verbis

et sententia cniusqae loci explicandis, veJ in enarrandiö

iis quae ab bistoria snnt petenda, vel in aperiendo ton-

silio scriptoris ojjerisve compositione, vel in declarandis

scripti virtatibus aut vitiis. Atque iji quociiraque bornm

generuin operam snam ])onat interpres, baee ei tria dili-

genter sunt obscrvanda: nt eorum, qoibus opas est, ni-

bil desit; ut nihil aft'eratar, quo non sitopus; ut, quae

proranntor, recte exponantur.

Atque illiid qnidein per se planum est, iraperfcctam

esse interjiretationeni , cui desit aliquid eorum, quibos

opus est. Opus est autem iis, quae eum, cui quid ex-

plicatur, vel nescire scias, vel non sponte intellecturum

credas, vel aliter quam debeat accejjturum suspiceris.

Quorum si quid omiseris, non effeeeris ut alter rem pe-»

iiitas intelligat^),

Sed ut hoc in genere mnlti peccant, ita alii in

c^ntrariura incidunt vitiuni, nt aifcrant, quibus non opus

est. Qüi doccnt quidem, et fortasse jierutilia, sed aiieno

loco, eaqne re raoleati sunt illud requirentibas , nt sibi

is quem in manu habent liber explicetur. Perillustre

hnius rei documentum est, ne hodiel'na quaedaiii conimemorem,

L, C. Valckenarii coramentarius in Theocriti

Adoniazusas, in quo libro immensa vis doctrinae est, sed

maximam partera nihil ad carraen Theocriteum conferen-

tis. Gratia habenda est viro suramo, quod illa Scripsit:

sed maior habenda esset, si edidisset separatim, non omi>

sisset autem alia^ quibus ad intelligendum illud carmcn7

^) 0pu8 esse Boeckbius censet iis, quae ad rei natarain pertinent:

essentialia appellare solent: ea autem posita esse in coDscieQtia euruin,

e.v quibus sententia et signi£catio cuiusque dicti pendeat, iisque definiatur:

„da» Bewusstsein dessen, wodurch der Sinn und die

Bedeutung jedes Gesagten bedingt und bestimmt ist." Nee negari

hoc, et, si dicendum putasseui, dixissem planius. Sed non übet al-

tercari.


102

DE OFFICIO ENTERPRKTIS.

aegre careinos. Putant antem quidam, qao plcnios omnia,

pi-aesertim in iebus historicis, aiferaot atqae cxponant,

eu se manis ofticio satistJacere interpretis. Qüi

gravis error est. Niiniruni qnoniam inulta in ilio genere

it conquircnda et expendcnda suiat, priasquam qoid verum

sit perspiciatnr, jierditum esse enni laborem opinan-

tur, nisi ista omnia etiam cum aaditoribos vel lectoribas

communicent. At ea aat vana ostentatio aat stulta gar-

rolitas est. Quid prodest cnim enumeraro, quac tu qaidem

pervestigare dcbueris, sed pervoatig^ta cognoveris

ad propositum inntilia esse?

Difficilius est tertiain, qnod posni, nt recte expo-

nantur, quae promat interpres. Est autem recte nihil

aliud quam distinctc, Ordinate, sirapliciter^ apte. Dicam

de singulis.

Verissimum est, quod dici solet, benc docere, qni

bene distinguat. Distingnendo enim cavetor ne confan-

dantar permisceantBrqae diversa: qni nberriinas fons est

erroris. Sinml autem etiam brevitati consnlitur, quae

plnrimum confert ad perspicnitatem. Segregatis enim

alienis illud ipsnm, quod dicendum est, relinqnitur. Hinc

videmus, qui prolixi sunt, fere obscnros esse, qnia id

quo opus est non discementes , ca qnibus nou opns est

admiscent, eoque faciant ut nee purum emergat illud

quod afTerendnm era


DE CFFICiO iNTERPRETIS. i03

redire ad omsssa, ant iicrare et rcpetcre, qnae iam


104 DE OFFICIO INTERPRETIS.

juemoraiiius propter illas potisslinum cxpllcationcs, quihusi

denera ac forinae diccudi, virtutesve scripto-rum ita sunt

^eclarandae, ut recte ac peuitus percipiantar. Est eiüiu

]iacc res ciusmadi, ut ma


DE OFFICIO INTERPRETIS. 105

suiD est pro tecte^ non nitnis clara voce: at non de-

bebat Loc latere novissimos editores Pindari, praesertim

commeiiiorata et codicnin scriptnra na^a^iv et scholia-

stae interpretatione : os Js, w Tr}()v6y7]y inaivw 7ia(j'

avTov Tov '^HgaicXia' o fiBV yaQ zä ovy. ovza acfei-

Xezo SV ßiaicf. x^^Q^j ^^ ^* ^^ a^ixovjueyog jitdxrjy

TiQog avTov ^Qcts, xat diä tovxo fiäXXov sl anodsxrog:

ex quibas luce clarius est scripsisse Pindarom na^d

iu.iv, Quae vero sequuntur verba quam Boeckbias ad dia-

lecti rationem metrique elegantiam correcta confidenter

Pindaro secnrn tribui iuberet, scriberetque

OE (T syoj TiaQ^ a/ujuiv alvsco fitv, FrjQvova,

10 öe fiT^ Jit (flkrsQov oiywfXi ndfjLJiav. ov

yccQ eoixog

aQTiaQofievcov r^v iovrcov y.ad^fia&ai ncc^ iarlc^

xat y.ax6v e/uiLievat'

seqnntns enm est, nt solet, Dissenias: at alii, opinor,

Aristidis illa, non Pindari verba esse contendent, exceptis

fortasse xadijaO^ai nag* iozla. Nam haec, aQjia-lO

^ofievcDV zwv ovziov prorsus a poesi aüena sunt. Pin-

dari Terba fuere:

al J* lyü) Tiagd jLtiv

alveo) /iisVj rtjQvova, zb ^e fit] AI

^ilzeQov otyw^i TidfiTiav»

Sed hoc etsi minime dnbium'^ est ei, qni poeticae dictio«

nis natnram sensn quodam cognitam habet, tarnen etiam

qni eo sensu caret addiicendas est nt credat raonenti.

Qnomodo id igitur faoias? Primo iubendas est auditor

ad id attendcre, quod Aristides (pTjolv addidit, quo vel

ipso indicat, quae Pindarus dixerit uberius, in pauca ab

se esse conträcta. Deinde monendus est, poetae ess9

quam maxime ea deligere verba, quibus certae iniagioes.

reram, non eiasmodi uotiones afferantur, quibus sninraa

rerum genera quasi extremis lineis sunt designata. Quare

Pindarum saltem xz-rj/Lidriov positurcm faisse. Denique

docendus est zd ovza etiara usu repudiatum esse a poesi

ea, quae non communis vitae sermonem exprimat, neque

:


JOS

DE OFFICIO INTERPRETIS.

id poeticnm fieri dialecto tnutata, qoia id, qno non est

poeticum, in ipsa notione est Terbi posiüim. Ex quo

secjaitar, quam in istis verbis nihil sit, qQod allquam

imagincüi praebeai;^ quam ::aSriO&ai na^ iariex, hoc

8olam videri debere a Piiidaro esse dictam: quo ijiso

quam signifiretur id quod addit Aristides, xal xaxov elrai,

esse id ah Aristide adiectura, nt apparerct, tjuid

csstt iilod xaS^ria&ai nag' iarla; Pindarain certe, ai

istäüi tarn Ynlgaribus Terbis signiiicatam notionem apponciiikm

duxissetj non sie eam, sed per participiuni, xaxov

lovra, adiectnrom faisse; quod utrum fecerit necne^

sciii noH posse *)•

Contrarii generis exeinpla exstant apud Platonem

in Phaedro. Ibi p. 246. B. C. haec scripta sunt de

auinia; yr^ dr] ovv &yrfc6r rs xal a&dva%ov ^(pov

IxtriSi], nsi^axiov ütieIv näaa ^ "^xh ^o^v^og inifi^Xshfu


ntyov

DE OFFICIO INTERPRETIS. 107

oy^^ ar OTsgeov riybg o'vriXäßirtai,

acoua Xaßövaa

Xfpoy i* ixX^dT], ywxrj y-dl ocü/na nayivxs,

&VT/zby

a&dvatoy de — nldoaojuev ovts Wovreg

ovze vo^oavrsg &eov acpd-LTor, cdiv iovra,

atSfid Z6 xal ifJV'/Tiv GVjLuie^cöra,

Ibidem paullo post haec leguntar : 6 luev ^rj fiiyag

'^yeucüv Iv ovgavw Zevg nxrivbv agjua ilavvwVy tiqu)-

Tog noQsvsraiy diaxoa^üJv ndvra xal ini/LisXovjusvog'

T«5 de STiBTai ßrQoriä &€wv t« xcd dai/uovcov^ xard

ty^exa f^SQt] xexoajUTjjLievTj. fuvev yaQ 'Eazla, iv ß-euiv

oix(p /LLortj. xwv 6' äXiary oaoi iv r(p rdav doj^exa

agid-/Li(p Tstayfiiroi -O-eol d^x^VTeg riyovvxaL xaxd xd-

^iv i]y exaaxog ixdxOrj, In bis qooqae semel qais monitns

statiffl et illa, fiiyag dyejucüv iv ovQavco Tixarov

aQjLL ikavvcoy lyrici aÜcuias Vei tragici esse intelliget;

illa antem rursos epica:

T(p ö* emxai oxQaxiri rs Ssdiv xal dalfioveg

äyvoL;

tarn apertom senariam tragici:

^levH yaQ 'Earla V S^ediv. citxtp ^wvij,

et denno epicnm Tersnm:

"^ysvvTai xaxd xoofiov, oncog rd^S-rjoav exaarot.

Nee difficilias in bis, qnae pancis interiectis seqaontnr,

(pS^ovog yo-Q l^uj &dov x^9^^ ^laxaxai, öxav de d^

TiQog dcuxa xal inl 0-olvrp^ iwair, dxgav inl xtjv ov~

qaviov d\plda tzoqbvovxoi jifjog ävavxeg tj^tj, distinguat

quis et tragici Tersos, qui nescio an AescLyli eint,

et epicmn,

12

oxav t' icoat, ddixa xal S^oivijv stiij

ov^avirjv d^j/tda noQsvovxai n^bg avavxeg.


lOB DE OFFICIO INTERPRETIS.

Quin (^tiam ([«ae statiin sequuntnr, ra juev S^eujy o/^JjLiara

laoQ^oJiüjg evrjvia oyra ^a^iiog no^everai, Empedoclis

dictionem prodere coniici potest ex illiiis poetae

V. 343.

TiejLim 7ia(/ fvöeßli^g eXdovd* evriviov a()f.ia,

Haec igitur Icgentem si quis moneat modo verba ipsa

poesin s]»irare, modo, nbi ordinem verborum «ervavif

Plato, apcrte versus esse, ubi autem miitavit, id cum

fecisse quo ne versibus loqui videretur, facile efficiet, ut

quis qnue poetaruiii sunt a verbis philosophi distinguat ^).

Siinilis ratio est, qnnm quaeritur quid recte apteque

Tel minus dictum sit. Laudatissimuni est epigramma

Simonidis in illos, qui Lconida duce ad Tbermopylas

occubuere

:

w ^etv*, ayysXXeiv Aamdaifxoviois ort rfjds

xeifxe&a toXs y.dvinv Q^ju^aat nei&ofisvoi,

Nnllnm in bis verbnm est, qnod non et necessarium et

maxime proprium sit, si([uidein etiam ^t]jiiaai nti&ofieroi

Laccdaeinonioruin sernioiie dictum est, quod alii tisiS-ofitvov

vofiljLioig comii»uni Graecorum usu scripsere. Pro-

pter banc ijisam simplicitatem autem nibil bis versibns

gravins bngi potest. Nam qnum quid ita comparatum

est, ut, quo magis solum ac nudum conspicitur, eo ma«

ius atqae admirabilius appareat, sola commemoratio satis

est, nocetque oinnis urnatus, quia abstrabit animnm ab

ipsius rei cogitationc, nee patitur ea totum occnpatnm

^) Manifestaro in bis petitionera principü esse ait Boeckhius,

Ipse Platonein dicit p. 238. D. Socratem dicentem fecisse, saepius ss

a nymphis correptum iri, sermoneque usuruin pene dithyrambico (p. 241.

E.), historia nihil testatuni esse nisi oxrifiuTa iV7\via ad Einpedoclis

iinitatioDcm dicta et quaedam Empedocleae daemonologiae simiiia (f.

Ast. p. 291. 294.) Dionysiuni illud di9vQui^ßöjd(g in epist. ad Pooipei.

p. 128. Sylb. et. n, Ttjg /trifxood; detvoT. p. 166 s.) inemorare ex

Phaedro, et p. 246. E. (p. 167) hunc ipsum locum afferre, sed non

longius progredi, quam ut, si melodia et rhythoius accederent, dithyraU'

bica et liyporcheuiatica videri dicat.


DE OFFICIO INTERPRETIS. 109

teneri. Hinc aestiraari potest. (^nni eadem Cicero, bene

sane atqae eleganter, in Tasc. Q. I. 42. sie dixit:

fi^'c?, hospes, Spartae nos te hie vidisse iacentes,

dum sanctis patriae legibus obae^uimur,

tarnen ca non aequare Graeci poetae vim et gravitatem.

Nihil enim ad rem, visos esse tumalos ab bos)>ite: qoo

ctsi non tollitur id quod dicendum erat, iacere eos illie,

tarnen obscnratur quodammodo rei non necessariae adierta

uientione: eodemqne modo sanctilas legam magis

elncescit, solis nominatis iUis quae abesse neqneont, lege

et obseqaio, quam disertc addito, sanetas esse leges,

qnarum sanctitas in ipsa inest tarn severa disciplina, quaelS

iniperata qnia imperata sunt facit, non gloriara fortitu-

dinis, non honorem sepnlcri, non spem immortalitatis,

non nllura alind praeminin rcspiciens. Docere potest

hoc exemplnni, quam est de virtntibus vitiisve scripti

alicnius disserendum, multum ad id conferre verboram

sententiamrave detractionem vel adiectionem vel mutationem«

Comparando enim facillime q^id rectins y»1 minas

rectum sit perspicitor.

Maioris et saepe difficilioris operae est, consiliom

«criptoris totamqne operis compositioncm explanare. Af-

ferani haius quoqne generis exeropla, qnae, qaooiam mihi

loBgins abeundi non est otinm, ex Pindari Pythiis, quae

hoc tempore publice interpretor, expromara. Eximie,

neque immerito, laudatur primum cannen Pythicnm, scriptnm

Hieroni, regi Syracnsarum, qui qunm paullo post

magnum Aetnae nioutis incendinm Catanam ujbem, alio

traductis eins habitatoribns, Syracasanis allisqne ex Peloponneso

Dorici generis incolendam dedisset, mntataqne

appellatione Aetnam nominasset, eiqiie £liam snnm Dinonienem

praefecisset, hanc nrbem nohilitavit eo, qnod

se, quum Pythia vicisset, Aetnaenm rennnciari iussit. Eo

igitnr in carmine quum poeta et has res, quas praeterire

non poterat, et multa praeterea alia attingat, liberius,

ut mos est lyrieonim, illa inter sc connectens: diver-

sissime iudicatnm videmus de eins coosilio omniqae tra-

ctatione illius argumenti. Quod si quaerimus, quid pro-


110

DE OFFICIO tNTERPRlTIS.

positnm Babnerit poeta^ idqoe quomodo perseqnotns sit^

ante omnia ipse considerandns est ordo sententiarain^ d»*

tractis iis quae exornandi caiissa sunt adiecta. Dicit

antem Pindarns haec. CUhara^ cui auscnltant cau'

tores ei chori, quae exsiinguh fulmefu sopisque

aquüam in sceptro Jovis, auae a hello avocas Mar-'

temi fmm deo8 quoqiie aemulcet cantus^ sed Ju"

git Musa»^ (fuidfjuid ödere d4i, fugUque Typhoeus^

olifti in aiitro Cilicio^ fiunc sub Aetnei porrectun^

unde ßammas eiicit veliementummas, hippiter^

placeafth tibi montem illum teneaii^ cui cognomi"

netsi urbem Hiero tAetricem prochmiari iustnt. Tafi

initio facfOy spes est florentissimam fore^ propitiiM

diis, Virum, illum ego laudanü arcebo eedversO'

rio8. Nam si sie po8t/ia*y favebit fortuna, morbiquc

quo aegrolat oblicioiwm afferet^ recordabitur

prioris suae in TnaoDimis bellis fortiiudinis^ Nunc

\^quidefii bellum suscepit^ ab superbie Cumtaeis sup'

pliciter rogatus^ Phüoctetae ad ea:emplum^ qui

gravi cu9n ulcere JLmnno ad T'roiam. abducius


DE OFFICIO INTERPRETIS. 111

crtidelem Plialarin nulli celebrant cantus, Betie

cu'f esi^ prima felicitas est; bene audire^ secunda:

utroque potitit^ summum adeptu» est fastigiiim,

Novissimomra interpretöin alter, Boeckliias, ,s 239«

ar^nmentnni carminis hoc esse iadicavit: bellicis nego^

tut peractis poetica, Hiero , studia fove in recem

conditii urbe carminum illtistranda splendore : quibus

ubi per artes praeciaras et mtti imperio tnateriam

latedutn praebiieris, germanam consequer^

gloriam, Nego hoc ita esse, quia nihil in toto caiv

inine invenitur, quo satis gestam esse belloram, et f»venda

Uieroni stndia poetica significetar. Sed si Boeck-

hius qaae non sunt scripta a Pindaro attnüt, Dissenins

commentBs est quae ne potaernnt quidem ab eo scribi.

Profectus is est a falsis principiis. Nam statini qusra

coniparationeni alioruni carminum adhibendam dixit, fecit

quod non est probandum, quia, ut possint inter se siiisi-

IIa esse cannina non dissiniilis argonienti, tainsa ün!SKiqaodque

carraen ex ipso potios, qoara ex alio iudicandam

est. Quod autera affert, mythicis solere suraraam

sententiam carminuui coatineri, ideoque id hoc qnoqae ia

carraine ut ita sit exspeetari posse, aoa aiagis yeram

est. Nam neque canssa est uUa, cur summa argaraenti

in rebus fabulosis ?ersetur, et carmica Pindari contrs-15

riui« demonstrant, idque necessario, quia non d« fabaiis

Ulis, sed de aliis rebus scripta sunt, fabuiae antem or-

nandi tantam caussa insertae. Atqui absurdum est, or«

namentnra, et non id cuins illud ornamentura est, prin-

cipale esse. Ilia vero opinione captus Dissenins putavit

liuius carminis partem fabulosam constare duobus oppo-

sitis locis, de diis Olympiis et de Typhoeo in tartaro,

quae partes omnem sententiam carminis complectantnr,

iisque respondere debere divisionem eoraui, quae scquun-

tur. At si quidquam certura est, est id hoc, nqaod et

deornm et Typhoei raentio soli ornatai inservit: quae

res si fabulosae sunt, at nee solae sunt, nee primariac

in hoc carraine fabuiae ; nam hae in Keraclidarum potius

et Philoctetae rebus versantur. Tum vero illud prorsns

exile est et a Pindari ingenio consilioqne alienissiinum.


112 DE OFFICIO LNTERPRETIS.

qnod isti deorntn Olyrapiomm et Typhoei commemora*

tioni, quae propter caetera, non caetera propter ipsam,

adiecta est, iJla caetera accoiiimodata esse censet Disse-

nios, et ita quidem, Dt qnoniain aegre a Boeckliio dis-

sentire audet, non omne bellum, sed ea tantmii belfa et

facinora, quae Typhoia luente iiant, dissaaderi existiinat.

Non dldsoadentor bel]a nllo modo, sed landatar potias

bellica virtus, atqae adeo, si Hiero tum aegrotabat, nt

ipse non posset bello quod gerebat interesse, laudatur

tarnen, quod ne morbo qnidem ab auxilio periclitantibas

mittendo abstrahatnr. Mirum profecto est, planissimnm

liaias carminis argumentum latere potuisse, quam poeta,

quid sibi vellet, ipse declaraverit apertissime. Nam citbaram

qnum in ipso carminis initio appellet, quid alind

velle potest quam dicere, cithara^ cane? Quid autem

canat citharar Nempe qnod debet. Quid debet autem

canere? Ecquid vero id aliud esse potest, quam Hie-

ronis Aetnaei Tictoriap Qnod argumentum quum triplex

fiit, possitque aut Hiero laudari, aut victoria eins, aut

qnae victrlx ab eo renunciata est nova urbs Aetna : illud

maxinie consentanenm erat, nt nrbem eam celebraret

poeta, cui illustrandae hoc dederat Hiero, nt se non Sy-

racusanum, sed Aetnaeum proclamari inberet. Id igitur

fecit Pindarus. Nam Universum carminis argumentum

hac continetur sententia: cithara^ cane urbem Aetnam^

illiiafratam victoria Hieronis, opiaque ei COU'

X^cordiam^ pacem, prosperitatem^ iustumque et Übe*

rale imperium. Nihil bis planius, nihil simplicins.

lam yero ostendamus qnomodo liaec exposuerit Pindarus.

Citharam alloquntns, prinsquam cane dicat, vim

eins describit , qua cantores et chorum regat , ipsosque

placet deos* Aperte haec in landem sunt citharae dicta^

nee dii qnidquam principale sunt, sed nominantnr dnmtaxat,

nt ostendatnr virtus artis musicae : ob eamdemque

caussam etiam additnr, abborrere a cantu, quidquid rüde

ac ferum sit ; qnnmque Aetnam urbem ornatnrus sit poeta,

nuroerat in bis Typhoeum, olint, ne Homero contradicat,

in Cilicio antro sepultum, nunc iacentem sub raonte Aetna,

flammasque evomentem, quas propter recentem magni


1>E OFFICIO. INTERPRETIS. IM

ineendii memoriara describit uberins. I.tj» tandem illud

quod exspectamns cane sequi debehat. Seqiiitiir vero,

sed noB vidernnt interpretes, qnia non est hoc ipso ?erbo

dictam, sed signiticatum bis; Z^v , xlv slt] avdrhtii'f

OQ rovT* €(pB7Z€ig oQog, zov /Liir sncorv/ulay y.ksivos ol~

xiütrjQ ixvdavBV noliy, Uv&iddog d* tv ögoiiq} y.d-

Qv'i avEEini viv '[t{i(ßyog vm^ afjfiaoi. Nam quid euisi

aliad^ qnnin preeatnr ut lovi placeat, dicere censebimus,

quam, cane lovem^f qui hwnc montem tenet, cuius

cognominefn tirbem, Hicro claravtt vicioria'i E»

igitur qunm pervenisset, vota facit pro prosperitate urbis

tain auspicato nobilitatae, jiroque salute victoris, recor-

datione rerain in beliis gcstaram se nunc consolaatis,

qnnm /jnorbo irapeditus non possit iatn ipse Curnaeis auxilio

venire, qui prius superbi, tunc snppliciter opem

orabant, (id dicit bis: ovv S* aray-yMic^ (piXov xai rig

ewv jusyaldvcoQ h'oaver: sie scribendum) Pbiloctetae ad

exeraplum, quem qui neglectnm Leinni reiiqueraot sua

fortuna freti Graeci, j)ostea non aperte ausi müt adire,

sed dissininiantes qui esseht. (Scribendain est enini

cf>avxl Öb Aa^vodsv tlxa TH^ofisvov fj^ixa kdoorxag

iX&eiv TjQwag avxiS-icvg , in quibns Aafxvo&ev eky.ei

leigojusror iungenda.) ') Atque, ut ille restitatus est,

sie Hieroni sospitator coutiDgat. (Id scripsit itax ovtü)


ii4

DE OFFICIO INTERPRETIS.

i7i«iror Bissenio, i|ui alias niluJI non proprie accipi vnlt,

Hictapliorico dicflim videri. Nam vix dubitaii potcst, quin,

])«stqur!iu apod Hieronem, fjaem valetudo Syracosis re-

tinebat, cantfitum esset hoc carmen, deinde efiani Aetiiac,

qnii« victiix, renunciata (juam niaximas festlvjfates insti-

tuerc (lel»ebat, apud Dinoiuencm eins nrbis oiibcrnatorciii

fuerit repetitunj. Docniue'ito est carinen ipsuiii, ut jirae-

oipiiP ad landandain lianc urbem coinpositam, Itaque urbeai

iam cant^ns pootay civesque eias Dorienscs, Hera-

clidarnm nobilcm ])rogenIeii» , liberiatis et inorujn avitonim

severos custodes, precatur nt tuta ab liostiims ina-

i3


m OFFICIO INTERPRETIS. 115

;r(U oify et^tuyoig S^aXiaig oroiuaaräy

{Avxis Tcal JdXov ävdoacov *i»diߧ, JJaQvaaaov

T£ XQdvav KaoTCfXtay (piXiojv

i&Bl^aaig ravta vocp Ti&sfisv) svar^^oy t« /co^^ay.

Ita hi versns scriljeadi, ®) in qnibas et illa, 6 ^i Xoyog

ra'öraig im ovvxvxicug do'iav ^sget, raagis jiedestri

orationi qaam poeticae conveninnt, et tota parenthesis

ista, qaam per se jiaratn utilis sit, tarn mofesta fit epi-18

thctis Apollinis, qoi si erat oninino invocandus, hie nee

Lycius nee Delius ajfjjellari debcbat. Sed talia unde

orta sint, non est obscnrnin. Perseripserat poeta et

qaae praecednnt et sequentem stropliani: nunc explenda

erant intermedia: ^") id vero fecit non apte, rectius in*

sertaros, qaae nrbisj etsi iam satis laadatae, prosperitatem

ainplificarent*

Äliquanto difSciiior est secondi qnod inter Pytbia

legitnr carüniois expHcatio, diciqae vix potest, quantom

in eo expediendo .«aboraverint inteqjretes. Nee niircm.

Nam occasione Yictoriac ciiiiisdam scnjituin est, sed neqae

ea victoria argiii»ienl?iin est tarininis, nee qaae ])rae-

terea breviter et oi>.sciire sigoificavit poeta satis testata

Labemus. Tali vero m caussa diligenter cavendainj ne

quid samatiir, qaod non planissime et necessario verani

esse appareat. Videannis hie quoqae piiino quid dicat

Pindarus. Syracusae, inqnit, voSh fero carmen

ThebiSj w>7iciunh victoriae quadrigis Hieroni deo^

Tum ope partae. Alium alii regem laudafit: Ci/'

prii Cimjraiti ; te^ Hiero^ Locri^ depulso belli inetu

gratutn lentantes animum. Monet. ne quis ingra^

^) Dura est haec disiunctio Ferborura, tarn longa parenthesi inter-

posita. Vid?or meliorem viam repperisse duce schoüasta, qui quua po-

streiua sie interpretetur, id^tKrjoatg javra a liy^Ofxui tw ff^ yo(o

n^dititv KoX avf^7UQa/yuv xui tvavSgov dnoieXnv zi]v x^Qav,

Credo eum posita plena interpunctione post ovo^aaxäv legisse i&tXr}-

ouig ruvxa vom rtd-ifxtv tiuvSgüvv ti yßiQu.v, In quo si boh fal-

sus suni, addendum lexicis erit tvavö^o'ji,

*") Ridet haec Boeckbius, etsi fatetur non esse, unde epitheta

ista Apollinis expliceatur.

H2


US DE OFFICIO INTERPRETIS.

im xtfi la^iofi^ cui diio peccata perniciem atfulere,

dolosa caedes soceri, et appetiia coniua^ lovia:

nnde hi rota poenam sujfert^ et pro lunoiw ea>

nube sine voluptale genuit inimatiem prolem, a

gua prog?iaii semihomines Cetdauri, Deus omnia

perßcit, qui depriniit auperbiim^ alios evehit, Sed

aöstinere m-e decct a inaledicendo, tnoiienie €:^em^

plo ArchilGchi. Opes cum. sapicniia coniunctas

possidere Optimum est. Tibi id contigit^ Miero,

Te (jui ulhim, Graecornm poientiorefii et hmiora-'

tiorem esse conieiidit, iiisigniter vanus est. Ego

et bellicam virtutem, iuve?itutis tuae Ictudabo^ et

prudeuiiiitn proveciae aetaiis. Vale, Hoc Carmen

'mittitur tibi instar Phoenissae mercis^ sed CastO'

reum Jleolicis fidibus propter citharam accipe fa~

vens^ Sis, qualis es. Pulcer apud piieros semper

simius, Sed Rhadamantho beata sors contigit^

quod non gavisua est adulatoribus. Vtristfue pernieiosi

su7ii fraudulenii calunuäatorea* Sed vulpi

quid id lucrosum ? Vt suber , ßuito non mersus.

Nulla auctoritas est civis dolosi: sed tarnen omni*

bus nie blafiditur* Non m>ihi ea impudentia, Amicus

sim amico : sed inimico quaqua via occurram.

Praestat vir sincerus in omni forma rei publicae,

Sed cum, deo non cou1e7idendumy f/ui tnodo hunc

Husfinet, modo aliis impertit honorem, At ne Jioc

\%g(iidfcalcitrare

adversus stim,ulum. Conlingat mihi vivere proba*

tum bouis.

Hacc ctsi satls obscura sunt, tarnen illad statira ap-

parct, duas esse partes liaias carminis, qnarnra in priore

Hierenis potentia et sapientia laadetar, in altera aatein

Pindarus se adversus obtreetatores defendat. Considera^

biinus prinio utramqae partem separatim, deinde autem

videaiims qoomodo coniunctae sint^ qaidqae diel argamentom

rarminis debeat.

Atquc qaod ad priorem partem attinet, illad prae-


DE OFFICIO ESTEilPRETIS. 117

clare iutellexit Boecklihis, quod, qnnni TIieMs irufti di-

catar carnicn, ladorum antem, cjuihiis viccrit lüero, ßuliu

facta sit iiicntio, TliebaDi Uli dehuerint hidl esse^.Her-

culi atqae lolao sacri. Ideni etiam tempus inoustravit,

quo parta sit ea victoria. Anaxilaus enim, Messanae et

Rhegü tyraimns, Locris Zepliyriis belliuii illaturus, ah

eo consilio dcterritus est minis Hieronis. Atqui obiit

Anaxilaas Diodoro teste XI. 48. sab initium Olyinpia-

dis LXXVI. Hieronera autein rei^aam Syi'acusarum ade-

ptuin esse constat Olyjnp. LXXV. 3. Itaqae iü Lreve

lioc spatinm uecesse est inciderit illad Locrorom peri-

calam. lam quam Pindaras, ubi gratos esse Locros di-

xit, facinora poenasque copiosissiine describat, iure no-»

ßtro miraniur, cur boniiuis turpissime ingrati putiut^, quam

grati caiuspiam excn)]>lum attulerit. Ac magis etiani

iniraraar, cur addat, noUe se tamcn nialedicere, ne imitari

videatar iniprobitatem Aj'tbilochi. Nullo pacto admitti

potest, quod I. O. Husclikio vidcbatur, Ixionem

esse, coi nialedicere uoluerit Piudarus. Tantum abcst

enim ut Laie parcere volaissc potaerit, ut eum potius

tamqoam cxeiuplom propo.suerit raaxime vituperandum.

Aliam viam ingressas est Bocrkhius. doctc sane et sa-

gaciter, sed tainen ut assentiri non possiinus. Putavit

ille Ixionem propterea comraemoratum esse, quod utrumque

eins crimen etiam in Hieronem caderet. Nam eum

Polyzelum fratreni Sjbaritis adversus Crotoniatas auxi-

liura ferre iussisse ea spe, ut ille eo in bello penret:

(et boc quidem testantur scriptores) item yideri eam

etiam Damaretae, quae nnpta fratri eius Geloni faerat,

ab hoc autem nxor relicta erat Polyzelo, .appetivisse connnbium,

simulque speravisse, ita sc filium Gelonis ex

Damarcta, cui regnum Syracusarum Gelo destinasset, in

potestate sua habiturum. Hoc quidem, quod de Gelonis

üHo suspicatur Boeckbius, etiam si quis caetera concc-20

dat, non puto dcfendi posse. Coniecit id ex fragmento

Timaei apud scboliastam Pindari ad Nem. JX. 95. quod

ex Li^ Terbis coustat: Inir^önovg öe tov nrndog juex'

Exslvpv xazeaTTjasy ^^(itozorow 'Aal Xqojliwv jovg xt]deazdg'

rotrcoig ya.Q o Fikoiv ötöioxs tag ädihpag.


118

DE OFFICIO INTEllPRETIS.

At qaera liic dixit exeIvov, ut non Polyzelam, sed Tlirasybnium

fuisse credam, qui cum Aristonoo et Chromio

tutor factos sit illius adolcscentis, eo adducor, qöod Aristoteles

ia V. Politic. c. 11* scripsit: 0QaavßovXov

rov 'leQWVog aüsXrpov rov vtbv rov Tslafvos ^ruMxyoj"

yovvtos y.al nQog ri$ovas oQficovrog, tv* etmog ccqxJI'

feed Iioc !eve est. Illad vero toti illi interpretationi

obstM, qnod iinjuadentissirae egisset Pindaras, si Hieronem

in eo carmine, in qao laudare eum debebat, eoqne

temJ>ore, qno labantcra apad illnm per obtrectatores gratiam

sham restituere volebat, tarpissimoram scelerum suspectnm

ostendisset, idqae tarn radi atqae agresti modo^

ut, qimin noiie se maledicere afiirmaret, id ipsum, se

inaiedixisse , coniitcretar. Excasare istu qaidem studnit

Boeckhiun antiquorum temporum simplicitate atqne ipsius

poctae ingenuitate ; pfersuasitqne Dissenio. Sed re at-

tetate consideratä ipse spero, banc opinionem missam fa-

ciet. Looge alia mens fuit Pindaro. Qiii qanm finita

Ixionis impi« factorum narratione statim subiiciat haec:

^sbg anav Im IXTiideaa zexfiaQ avvsrai,

S-eogj 8 xal meQ66Vt' aUtbv xix^ xal tf-aXaaaatov

TiaQafielßsrat

^€X(f7rKf xal vnfJKpQSvwv tIv* i'xajLixpsv ßpotojv,

ixigoiOL de xvdog ayij()aov na^ei^wx^ * ijue de /(>ecay

(pevyttv ödxog üdiyov, Ttuxayo^iav *

ca ipsa divinae potentiae descriptione ostendit redirc se

ad illa, propter quae de Ixione exposuerat, hoc est ad

gratiam ab Looris debitam Hieroni. Qui quam grati

esseut ])roptärea^ quod sibi iam non metüendn.s csäcft

Anaxilaus, vix dubitari potest, quin in hunc dictum sit

S-aog xal vifficpQorcjy rly* exa/LL^jev ß^ortSy, in Hicronem

autem ire^oi^oi


DE OFFICIO INTERPRETIS. ikU

credautiis, ob qnas inffratas esse Hieroni vWeretur. Koo-

tentlam habere coniunctara cum sapieatia; at«|«e lioc bömiue

iaiii laiidat Hieronem, respiciens ad Auaxüauiü.

potentem quidem, sed Bon sapienter novaiüLoeios mo-

litnin. In illa laudatione quod dicit, vano coasilio siulta

conari, si qnis nllnin alium Graeoortiin Hierone o];ii>as

et honoFC excellentiorem praedicet, id tarn gravitci et

pene contentiose dictum est, at ad factam aliq^.od spe»

ctare videatar, sive alias poeta, Baccl- lides opi^iov, taie

quid dixit, sive, quod Teri similins esse pato, Findariijii

Bacchvlides eo nomine erat crirainatns. Et sie oj)t:*5.ie

convenit ea ratio, qua f'tatim i;; lamles Hieronif? exc-iir-

ritur **).

Missis nnnp quac intermedia sunt aiterain parleiii

carminis consideremos. In ea velde dnbitatrwn est, quid

his dixerit Findarus: yiroi'j olog eool aad~o}V' xakoo,

rot m&(ov naQa naiaiv , tust yMX6(;. Non opus videtur,

ut ant paucorum Kbronim scripiuram yMlog rig, qua

nihil fing! languidius potest, refutemiis, aar ostendainns

errasse Hnschkium, qoi, quod Arclji'ociii uientio facta

"€ratj moneri Hieronem pntabat, »t recordaretur quam

•olim puer Archilochi de simio fabulam didiolsset» Nam

nee verba illam interpretationem recipiunt, ü gravis aü-

ctor Galenus docet iara veteree haeo sie accepisse, ut

pneris placere simium, quod ridiculns est, dicat Pindams.

Miror, quod ßoeckhio repctitiun y.vXcg pneriJe Visum

est, quodque negat se intelligerc quam ^Im hie zoi

**) Q,uae de prior« carminis parte dicfa sutir, iaudat l>oeckh'"üs:

sed tarnen sua defendit. In altera parte, (nam omne cai-men fiebere

ex una cogitatione proücisci) non taai se adversits obtrectatores dafen-

dere Pindaruio, £ed moaere c€ mala conBiÜa £uadentes asseutatores au-

dlat Hiero.

:


120 DE OFFICIO INTERPRETIS.

jjarijculii baheat. Sed sjueverat scLoliastae de aeiiinla-

tione qnae inter Pindarnin et Bacchylideiii fuerit Jiarra"'

tioncm, quam ininime conternnendani esse contra Thier-

scliium ostendit Neiiias in Baccliylidis fragmentis p. 3.

seqq. Et confirmare eaiii videntur omnia, qnae hoc in

cannine dixife Pindarus. Certe unuin potissimnm obtre-

ctatorem resiuci veiba ipsa qiium aJibi tura hie produnt.

Rectissime enim haec dicta sunt : *2* qualia es^ et no8ce

te: pulcer profecto simlus apud pueros, tteniper

pulcer, Monet Hieronem poeta, ut ipse qaalis sit no-

Bcat, talemque se praebeat, neque audiat blandientem

scurram. Nara scnrram adinirari stultomin esse. Pro

stultis nominavit pneros; scurriliter blandientem anteiu^

;2quiu id niSrjxi'Cetv dicitur, siuiiuin \ocavit. Qnod xa-

Xbg iteratmii est, factum de more, ut magna admiratio

signilicaretuFj qaemadmodum apud Tbeocrltum VIII. 72»

!CTifi€ yä^ ift TwrxQco Gvro(f()vg xoQa ix^^fS Wotaa

las oafiakag naQeXevrray xaXov, xaXby rjfiev

et apud Callimachum epigr. 30.

Avaavirj^ av Se val^t xaXog, xaXog'

et in epigrammate quod inter incertorom est 14.

elnd TB y.al ndXiv eJna, xaXog^ xaXog.

Neque erat cur illud Boeckhio displicerct, quod sie eadem

persona, qaae bic simias vocaretur, pauJIo post di-

cerctur vulpes. Nam ne commemorem, quod hie de sola

assentatione ,

. infra autem de cainmniis sermo est, ipse

])oeta ofiensioni eo occurrit, qnod üla interposuit, oQyalg

ctTsyss äXcjmxvay ixsXoi. ^^) Sed de qnibus id dictum

est, diaßoXiäv vno(pdjteg multam dubitandi materiam

praebaerunt. JiaßoXiäv quideiu pro ^irjßoXiäv dictum

esse neque analogia patitur, et satis refutat Theognidis

versus 324. 'Y7io(pdxieg autem mihi quidem et iidem

1^) Haec probat Boeckliius. Non item qnae scqauctar, quod ;rü-

Taycdyl^ig tarnen no» ante DiuDysii tempora dicti fuerint.


DE OFFICIO ENTERPRETIS. 121

esse vitlentur, tjoi Svracusis noxayiL'yidt^; andiclmut, et

ob eaindem caussaiii dicti genere feiniuino. Qiiod a]>ud

Aristotcicm Polit. V. 11. Ie;2,itur^ oioy neQv ^v(iay.ovoag

al noraywyiöeg xaXovjueraij y.al zovg (Mxa/covozäg

e^€7iEfi7iBj^ ^Hqcov, 0710V Tig ectj avvovala y.al avXloyog,

recte scriptum esse ostendit Photii adnotatio ; JioTayuj-

yi$Bg, (favTOi 7} fiTjvtnaL Nee dubitandüra pßto, (juiü

Uli non feiranae, sed viri fuerint: quare l'iutarclras eos

in Dioce c. 28. roijg y,alov;jivovg nQogaymyidag vo-

cavit. Idem in libello de curiositate p. 622. extr, sie

scripsit: y.aizoi rovg ys rvQayyovg, olg äydyxrj navxa

yivwGzaiv^ InaxO-saTciTovg noiel rb tüjv Xayojusj^ajv

wvwv y,al 7i()ogaywye(ov yivog. (hray.ovOTag fxty ovv

TiQüizog eO)(sy 6 raog JaQBLog, aniOTujv iavxoj , y.al'

ndvrag v(poQc6jLievog xal ds^oixojg' rovg Jf nfjogayioyidag

ol Jiovvaioi xolg ^VQccxoaloig y.at€/Lii^av. Qui

mihi errasse videtor, qnod noxaycjyidag a Dienysiis in-

trodactos scripsit, siqnidem Piadari illud vTiocpatisg ita

com ista appellatione congmit, eain ut iam Hieronis tempore

ortam credere debeamos. Conviciura autem faisse

noraycoylg videtur, quo eiasmodi honio cum ineretrice

corapararetur, vocareturque illex, quod iiberius de tyraa-

nis loquendo alliceret alios in faniiliaritatem soam« fa-*

ceretque ut posito metu sui animi senteatiam aperirent,

Id vulgare et bumile conviciura quam lyrici poetae ore

repeti non posset, honestiore vocabulo usus est Pindarus,

sed ita, ut per fonnara femininam indicaret, quamSS

appellationem istorum hominnm in mente haberet.

In iis qiiae seqanntur aliud est, quod non satis in«

tellectum fuit: hoc dico, atd&nag $i rivog iXxoufrog

TiEQioaag. Eo quum ad lodum palaestrac, qui dnXxv-

GTivda Yocabatur, respici suspicatus esset Boeckhius,

quod est verissimum, miror quod se non exjiutare dixit,

quomodo huic ludo Tiagiaoä ozd&jLict accommodari et

quae genitivi ratio esse possct. Vtrnmqae planissimum

est. Genitivi eadem ratio quae in eXy.eo&ai x^^Q^S» ^

^rig; TxeQiaaa antem aid&ixa recte dicta, sive potentiorem

funem, hoc est, tractum a validioribus , sive proprie

maiorem partera funis intelligi placet, Nain qnura ab

'-


122 DE OFFICIO INTERPRETIS.

ntraqne j)arte fnncm trahercnt pneri, quo alterl alteros

ad se pertraberent , conse(|ncns erat, ut, qni validiores

esscnt, aiiiplius atque amplius manus Iniicerent, maiore-

quc j>arte ftinis jiotircntnr **).

His explicatis, qnae in altera parte carminis, BaccbyliJein

respicicns, dixit Pindarus, sie coliaerent. Mo-

net Hicroneni, nt reputans qni sit, contenmat scurrilem

assentatorcm, sicnt RhadamantLus. Ingens cnim malom

esse istnd genns et ei cui blandiantor, et iis quos ca-

lumnientur. Sed id isti bomini nibil profutaram : se ab

eo tatuni esse, qnia nibil valeant eias dicta. Nibilomiuns

illiim omncs blandiendo circniiiYenire stndere. Se

Tcro ingenuis moribus esse, ainicDm ainico, inimico iiiimicani:

id enim in unini forma rei publicae Optimum

esse. Non contendendnm esse adversns deum, qiii modo

huic raod« alii faveat. Verum ne banc quidem cogita-

tionem isti invido satis facere, sed, quia se superari a

Pindaro videat, cruciari, usque dum ei nocnerit. Lan-

gnidius scripsit alX^ ovde lavta, rectiasque dicturns

erat all* ovtl zavra. Quae sequuntur, ferendum esse

ingnm cervici impositnm; lubrieum enim esse excalci-

trare adversns stiniulnm; iam non de Baccbylide dicta

existimo: nam ad bunc si referrentur, nihil aliud quam

repeteretur, qood bis dictum erat, X9'h ^^ ^Qosf ö^€hy

üvx IqI^uV' Potius se ipsum consolatnr Pindarus, idera

diccns quod Horatius: leviiis fit p€Uientia, yuid^uid

corrigere est nefas» Ea igitur mente optat securusy

ut probetur Hieroni.

Quae bactenua diximns, eo redennt, at in prima

parte carminis, nunciata victoria laudetur Hiero ob übe«

ratos beUi metn Locros, dumque ut ingratus vitaperatnr

24Anaxilans, huic multum anteferendns indicctur; in altera

parte autem occurratur calurrmiis Baccbylidis. Rcliqna

sunt intermedia, per quae cobaerent illae duae partes:

13) Haec parum credibilia videntur Boeckhio: si sciretar quid

arud^fta ntQiaaa in eo ludu esset, iudicari posse an recte baec a me

explicata sint.


Dß OFFICIO INTERPrtETIS. 123

/ou()€ * Tods jutv y.ara *i»oiv(aaav i/HTioläy

fielog vntQ iiohäg äkbg ntjUTiiTai'

ä&^rjoov /«(>tj/ inraxTvnov

ifofjfjiiyyos oLviofievog.

Sciioliastes qaum Findarnm oarrat raercede jiacta L6C

Carmen luittere, Castorcum antem, qnod liyporclieina fae*

rit^ gratis niissaruin dicere, incpta tradere visus est. Ita-

que qaam alii alia coniecissent, inilii ollm non diio car^-

luina distingui videbantur, sed hoc nnam Carmen dici^

ita nt Tode fiekog scn'ptum Carmen signiücaret, xo ÄaoxSqbiov

autem i])se iocessas chori esset, carmcn Loc

Syracasas trausmissam canentis. Et possunt sanc, hoc

modo si intelliguntur, omnia ad hoc unam cannen rct'erri

non possunt, si sie, ut visum est aliis. £t üissenii

qnideiu explicationem satios dnco silentio praeterire.

Bocckhii autem inter])retatio, qui to KaoTO^eiov meram

repetitionem esse putat, senteutiamque bis verbis enunciat:

7i£jLL7i£Tai fuv xous ^eXog vmq akog, ä&Qrjaov

(^£ To KaozoQetov, linguae legibus repognat **). Diversa

distinguere Piodarum luce elarius est. Quumque iis usus

sit verbis, ut de duobus carminibus loqui videatur, scho-

liastae aduotatio non est temere sp^rneuda. Nara et pecuniam

accepissc poetas pro hniusmodi carminibas eatis

constat, optimeque conveninnt (i rei haec, xava ^oiviaaav

ifinoXav, nee quidquam impedit, quio aliud Carmen

gratis raittere potuerit Pindarus. Quin fccisse id

eum tanto veri simiüus est^ qnanto graviorem caussam,

ut faccret, habebat. £x ipso enim hocce carmine satis

ap])aret, vehementer eum calumniatos apud Hieronem fuisse

obtrectatores suos. Itaqne quid probabilius, quam operam

enra dedisse, ut, sinmlatque \icisset Hiero, nuncians

victoriam, primo se defcnderet ad versus invidos ilios;

quo autem magis labanti gratiae suae succurreret, ipsam

victoriae laudem singulari carmine se celebraturura pro-

**) Mire ar^utatur Boeckbins, ut se defendat: quo fusior ista

defensio est, eo fit obscurior, eoque debilior.

:


124 DE OFFICIO INTERPRETLS.

misisse ? ^^) Accedit alini], itlque non Jevissiraain argumentum,

([uod sclj«iiaj?tae narrationem coufirinet. Nam

si illc nihil nisi coniectnram |)roferret, non posaissct

ipsa veiha hyporcliematis illius : quod certum videtur in-

diciain esse non fictae rei, ^^) sed idonea fide traditae.

At vcro ita esse iicn;at Boeckliiiis, pntatqoe deceptuni

25esse sclioliastam eo, qnod Kaaio^eiov et vtio^xH^^^ idem

esse crediderit, Interj)retatar quidem scholiastes Kaox6~'

QEiov ist« modo, scd fanien, si juitabat hoc nomine hyporchcma

signilicari, non potuit scire, quod illud esset

Pindari hyporchematum; immo, quoniam Carmen illud,

cuius initium posuit, hyporchema esse videhat, id signi-

Hcari Castorei appellatione opinabatnr. Sed gravius argumentum

opposiiit Boeckhias. JVam et posterius scriptum

esse hy])oreheina illud, et in eo non quadrigamm

victoriam Thebanam, sed Pythicam rhedae mularis esse

landatam. Exposnit hacc disertias in fragmentis p. 598«

Nego haec vera esse. Nam primo, ut post Olymp.

LXXVI, 1. quo urbs Aetna condita sit, scriptum crederet

illud hyporchema, adductus videtur auctoribus Strabone

et scholiasta Aristophanis. Apnd Strabonem, nbi

Is de Catana ab Uicrone novis habitatoribus assignata

dixit, YI. p. 268, haec legiintnr: lavzTjg J« y.al IlivdaQos

salojofja Xsysi avxov, orav (pfj

*

^vveg o TV layvj l^aO-acor 'ItQiov 6jLii6yv,U€ ndjCQ,

Istane a Strabone scripta sint?*') Immo, si quid ego

Tideo, scholiastae cniuspiam haec adnotatio est, eiusque

^^) Haec prursas erertere studet Bo2ckbius, quod iaeptuai sit, eo

Carotine, quod pactum fueiit, nunciari tantamroodo victoriaui, aitcro gra-

tis misso iaudari ; et in priori quideni se defenuere ab obtrectatoribns

Pindarum, quod rectius convenisse in altorum Carmen.

^^) Hoc vehementer iuipugriat Boeckbius. Num traditum fuisse

ab antiquis, hoc esse illud hyporchema? At parum constitisse de victo-

ria cariiiine Pyth. ][. celcbrata. An ex ipso byporchemate? At non

Thebana;n eo, sed Pythicam victoriam esse laudatam.

^^) Insigniter falsa haec Boeckhlo videntur. Saepe Strabooeui

Pindarum aUosi^ue poetas a£ferre. Sane: at cur?


DE OFFfCIO INTERPRETIS. 125

Yalde ine])ti, qui, qnod isQuiv scripserat Pindaros, 'If^cov

Ie


126 DE OFFICIO INTERPRETIS.

ipsuio fragmcntnm alfqnid indicii praebeatP At nihil eo

contioetar nisi Strutonem quemdam, quod plaiistram noa

habeat, contemptoih inter Sr.vthas» errare: quein homi-

nein, qnura ab liicronc mtiloä uc('C])issct, etiain cnrruiu

petivisse refert scholiastes. Ea vero narratione hoc taiitum

eflicjtar, nt ]yotuerit id carmcn^ in quo isti versus

facrant, Hieroni scriptum esse, ininime autein ut sit lue«

roni scriptum, nee, si sit, ut sit idcm cum byporcbemate

illo. Sed tota illa narratio nimis mira est atque incre«

dibilis. Quid enimP Itane luserit casas, ut is homo

de quo Piudarus loquebatur, idem nomcn haberct quod

Atbenieusis üle, quem et hie et in Acluirn. v. 119. *°)

tetigit Aristophaues ? Habuerit aatem t quid homini,

qut'jü Syracttsanum fuiss*» credi par est, errandam fuit

inier Scythas? Omnino autem qni» rreuat bomiuem igno-

bilem, qui mulis ab Hierorie donatus etiam planstrum ro-

gaverit, dignnm commemoiatione a Pindaro esse iiidicatum?

Immo si aliquid yeri est in narratione selioiia-

stae, de qua, quia aperte neu integrum est scholion, non

potest certi quid statui, hoc tantuui nobis licet colligere,

respicien'em poetant ad iJJud factuitj, qnod mcmorat scho-

liastes, contenmi apnd Scythas dixisse, qui jdanstrum

neu habeat. Itaque baud erravero fortnsse, si ^rftartny

in Pindari verbis per errorem ex Aristophanc pusitum

esse, quum Pindarus adiectivum aliqnod scripsisset^ vei""

susque eins tales fuisse coniecero:

vofid^Böat yaQ iy 2xv&aig aXatai ftSrog,

og afjiaio(p6QTf[ov olxay ov ninaxat,

&xk€Tjg ^ eßa raryde,

Quud si quis obiiciat, id og ^t] mnarai dicendnm fuisse,

memioerit etiam ov recte dici cum verbo in unam no-

'^) Hunc Stratonein, luemoratuui etiam in Eqq. 1371. et in '0X~

xaatv (fr. 361.) homiDem oioilein esse, et sine dubio aliunij quam

de quo in Avibus, quem vel niiseruin poetara esse, vel ex Pindaro per

iocum servato noiuine Stratonem vocari. Id adnotatione ad Hy[H)rch.

fr. 2. 3. pro „Non sibi tarnen" scribendum esse: ,, Pindaro igitur in-

terpiete usus currum postuIat Strato quidaui."


DE OFFICIO INTERPFJITIS. 127

tioncm negatiTani conionctani, Vt a])iid Aeschylnm e8t27

in Chocph. 601. lOro) J* ogrtg or/ vnoTtieQog (p^ovriaiv.

V. eumdera in Prora. 243.

Venio ad tertium fragmentuni. Fnemnt cniin Athenaeo

teste I. p. 28. iv tfi elg 'ItQoxya IIv&ixi{ wdj}

hl versus:

«7TO Tavyhov fisv Aay.aivav

int Si]Qol xijra tqexbiv nvxivwrtaTov i^narov

^xvQiai (J* ig äfieX^ir ydXaxxog

aiyeg «lo/caraTCi*

OTiXa


12S DE OFFICIO INTERPRETCS.

liastes, odara il]am= Pythifain fnisse credaiitns, iideinquc

deaegemns sclioliastae, Castorema , t|aod dicat Pindarus,

hypoichenia iliud, cuius ioitium erat ^vreg o ti Xiyto,

fnisse testanti.

Reli([iiufäj est ergo, ut dicator quid sit Castoreuiu.

Frostra laboratar explicandis, quae alii sciijitores de co

2Ss!omiiie attulenint, quam Optimum interpretem ipsum ha^

beaiaas Pindaram ia IstUüiico carmine primo Ms ver-

sibiL9:

«AX* lyoi} 'Uqü^otw TEVXtov to /xtV ä^uari zb-

CLvia % aXXoTQimg ov x^9^^ rw^daavT' e&sKoi

7] KaaroQfup ^ 'JoXdov ivagfxo^ai fuv vfivtp'

xiivoi yag tjQwioy ^KpQTjldxat, ylaxtdal^ovi xctl

Qrjßaig exiy.voiS-ei' x^driOTOU

Ex qmbus apparet Castorenra vocari Carmen, quo victorja

cnrra parta canatar. Alio idem significante nomine

nssis ^st OL I. 100.

siETror mnixco vofiq}

jdoXifCih ixoXna

i/Lie (Je are^avcüoai.

Haec explicatio qnemadmodnm egregie cum narratione

scholiastae convenit, sie etiam ostcndit valde sim-

ples esse totins carminis argumentam, nee Pindaro in

mentem venissc qnalem in scholis rbetoruni paeri solebant

chiiam elaborare. Nam ut omnia paacis compre»

liendamus, hoc dicit : niincio victoriam nieronis, ^ueni

grati laudant Locri: 'mottet efiim, ne quis ingra^

tus stff exempliim, Ixioiiia: «cd nolo illum^ gui te

Jmic mmileni praebuit^ vituperare^ gno tu, Hiero,

mtilium praestas, r/ui non solum opi6us, sed etiam

»apientia ea^cellis, Sed vnle: hoc tibi Carmen ex

promisso initlitur: illud^ quo ipsam> laudabo vi'

ctoriam, propter ipsu?n accipe jfaveus, neque audi

obtrectatorea meos, quorum> ego mores contemnens

ingenua liberalitaie tibi probari cupio.


EMENDATIONES PINDARICAE *). S

Jllalfum 6j)erae et ego in Pindari cariiiinibus posoi^ et

idem fecit eximia diligentia Ä. BoeckluHs: neo defoere,

qai j)ost illa aiiquid ad hains poetae explicationcm coa-

ferrent, Sed ut nihil est in rebus lisiinanis^ qood itn

perfectura sit, ut non possit magis perfici^ ita in bis

(|aoque carminihos aon pauca sunt, quae qui no« temere

acquiescat suis aliorumve reperlis, retractaüda accuratiiisque

expolienda esse intelligat. Ita ego quum SDpcriore

seniestri Pythia Pindari publice interpretarer, nonculla

animadvertisse videor, quae et me et alios fagissent, et

qoidem eo quoque in genere, qood diJigeniissinie pertractatum

Yidebatur, nuraerorum dico apte componendo*

mm artem. Et quoniam de primo secundoque carraine

Pj'thiorum nuper scrij)si5 pcrgam de rcliquis exponere

eo quo edita sunt ordiae.

p r T H. III.

Ac de tertii carniinis arguinento alia railii est qoani

Boeckliio senientia. Aecarate ille quidesn de teniporiiiua

disputavit, ostenditque et post Olynij). LXXVI. 1, scriptum

esse hoc carnieu, quia Aetiiaeus in eo appellatar

Hiero, nee scribi potaisse post Olymp. LXXYI. 3. quia

nnlla illius est quadrigarum victoriae mentio facta, qnaru

adeptus erat Hiero Pjthiade XXIX« quae ia istura aii-

*) Editae a. 1834.

Herm. Op. VII.


130 EMENDATIONES PINDARICAE.

nnm incidit: sed cjund foniecit, panllo ante liidos Py-

tliios iiieinoriairi victoriarnni eelcbratam ab Hicrone esse,

id mihi ab illo carmine alicnis»iinniu videtiir. Noa enini

icstantibns ludis, ad qaos qaadrigas misisset, festani diem

ob pristinäs victorias egisso crcdiderim Hieroiiem, sed

exspectasse potiiis evcutiim ludoruin, spe cx(*llentioris

victoriae. Onininoqae cqui Pherenici incntionem non sie

leviter fecisset Pindarns, si victoriarum olim partariim

inemona canendi occasionein praebnisset. Neqne etiani

quod suspic^batar Boeckhins, sedern siiam Hieronem Syracosis

Aetnam transferre in aninio habnisse, quoniam

4ita faverit Aetnaeis, ut se Aetnaenm reuunciari Pythiade

XXIX. vokerit, verisimiie esse arbitror, Quam suspicionem

concepit Boeckliius ex co, quod dehortari ab illo

consilio Hieronem videatur Pindarus, qnura Coronidcm

vitaperans, quod pcregrinum araatorem praetnlisset Apol-

lini, \anos esse dixit, qui lonpnqna domestieis autepo-

nereöt. At vere monuit Dissenius, param aptara esse

coraparationem amantis puellae cum Hierone. 1^1 ec deni-

qae illiid credi possc existimo, quod lucta domestico afilictus

fuerit Hiero luortuo ülio lijiave, Id coniecit Boeck-

liius bis qiiattaor ars^nmentigi, primo, quod Aesculapii res

iisque ad mortem eins deducantur^ additis of?'J(>^ ^x ^avaTöV

y.of.uGai ij^t] aXvoxoTa et ;^p/| la iotxora nag

daifiovcov ^aaxBvefitv O^i^araig (fQa.alv^, yvovra ro nag

nodosf Qtag el/mev ai'oag' ^ii], (plla i/'fj^oTj ßior a&dvctxov

antvde; deinde, qiiod Pelei et Cadmi exempla

aiü'erantur liberis orbatoruisi; porro, qnod dicat poeta oAßßS

ovx ig fiaxfjüv avdQujy sQxsTai' id enini maius

esse quam pro valetudine consolaada; denique, qnod dno

mala memoret, quae nno cum bono ab diis dentur homi-

«ibßs. At de Aesciilajjio quidem propterea exposuit poeta

copiosißs, ut i!C fabula carmini deesset: deduxitque eam

rsarratioaem iisque ad mortem Aesculapii^ nt moncret

Hic-i-Gncm, fie peritissimo quidem mcdico omnia ex voto

»acctdere, Pelei autem et Cadmi exemplis utitar, non

(juod libcros iili amiserint, sed quod, qnnm vel deorum

lonaubiis bonorati ad siimmam felicitatera pcrvenisseot,

tarnen passi sint acerbissima, Neqne vero maius est


ERTENDATFONES PINDARICAE. ^Si

quam res exigat, si dielt non dia integram stare homU

mbns felicitatem , quae, qaalis Hieronis, cumniate bonis

alHaat« Postremo illiid, quod de dnol)!is malis uro p.mn

bono coninnctis Tiddit, ut vetns dictum affert, qaod Tion

ad dao qnae Hieroni acciderint insk K}»ectet, eed eam

viin habeat, ut saepp mala bonis mohr^ \mtün osfeiida-

tur. De doinc8ti( o aliqao luctu sj rjüi^i schisset Pindams,

certo eius aliqnam mmtiuiicin iniechset, idqso cö

inagis^ quod is potior fuisset ace-liiorqu^^ unam r?*'".s'üi

dolores. Et tonnen ex illa Bofs-khii «•oiiiertara «"oncg-

ptain Dissenius procreavit filiatir Hicroii.s,; oGue dcij-ii-

sata caipiaiii, alias iBvenis amGrt exarsci it, ?;' i.nqne nn-

perrirae inortna esset, visa iu^iit Fi.i iüi, si media st^tira

periti aifaissent, in vitaui potnisse revocari. MUta«

niüs qni nee nati nee mortui saut. ApertissiiKe enlm

totom Carmen consolatio esc propter inorbüiii Ilierouis

ad qnera refernntur omnia, Vellcm^ inqait, Ckiro viveret,

a quQ institiituv eat Aea( iflapiue, certhsimiisb

morbonmi otnnhtm expugntaior ^ nhl morr.tios ifi

vitam rcvocare ausutf poc/tas drclis.^ef: non eiilm

aeteriiam vitatn homini licet adiphfi, i^imd si vi"

veret Chiro^ pefercfn ah eo ^acdiruTii Hieroni.^ &d

quem si ve^iirem infegram valetudme^n afferens

meTf^oriairique recoicns vicioriarum Fimrenici Pfjthicarum

J eicimie 'de eo innrerer . Nunc &up'ülicabo

pro eo mafri dewnu Tti, Hißro^ m, ncffdcn^

e9f acito vetiis dictum esse-^ twA b&no dm) fz6 dlh

mala coftsociari, Sed illa isnavi fp?">'e 'si-esciuftf,

fortes vero dissimulaiit dolorem. Tlui, si cui^mmK

abu7ide configorunt, (jiiae vilam öeatant feteerrn

po%m.ui*, ned stabilis jeliciias nee Feist fuit n9v

Cadmi, f/ni summa, a.dspfi ferutdur^ deorum digni

iudicaH cmimibm »^ celebi^eJis Ipsoriini prfir^entHZ'

immo-rtalitifii post ftdiersam soMem: et tarnen dr-^

inde cdteruni ßliae n/ßioyerunt, etu una uobilitafa,

eei atn.orp, Joris, Peleun autem unici ßlll deßevit

obitwm» Qni sapit^ fruitur praesenUous bonii'

na73i TfiutHitur fortunn^ nee d/iuturna est mag^ia,

/elicitets» Actmam/idem cgo ine a&quo utrique

I 2

:


132

EMENDATIONES PINDARJCAE.

sorii, imerviamf/ne m f/uae f/uoffue .tempore (tdstuhlt,

(iuod si opes magnaa haherem, ingentem

^mhl pararem famam. Nestor et Sitrpedon per

vales indarucre: nam virius cnrmmibus ßt immöriidis:

sed pailcis id licet conse^ui. Qaemad-

iiiodum Jiis jjostrerais monet Hieronem Pindarns, nt sc

coHHoletm- opibiis, per qnas operam dare possit adipi-

ßccihlis vktoriis, aeteruaiiKpie sibi ramam poetarnm car-

Kiiiiibas parare, sie in totö cariaine nihil est, quod non

ad coKsolatiöziem leierai'irs iik«pc ips« in Coronidis ta-

bula locus, m\m siipra facta est inentio, nm\ modo »ori

rul regiae ssdis comiaatationem traliendas videbitur, sed

iibei.llt etiam Pindarum calpa, cpiae aliter vix ab eo

iiverti posset, qaod sine ca»issa a Coronide aiisam ccpe-

lit ad gramem Titiiperationciü dlgrcdieadi, {juam scripsit:

aXld TOI

iJQaro zwv umovtwv, ola y,al nollol^ nd&ov

Bari iJe


EMENDATIONES PINDAßlCAE. 133

liastes, et Ita dictiim iiidieatiir Istinn. 111. 90. verum

ncqne illom locum recte se habere arhitror, nee conipa-

rari potestj quo Boeckliias usus est, ni&rjam^ quo in

verbo constans est et propria crodenili fidendique notio.

Qiiare ut in hoc Pythico carmine defensum a ine olim

yyujfxav tii&üjv teneo, ita sentio etiani de illo Isthinico,

idqne njctricis quoque ra^^ionibös addnctus. Nam qnos illo

in carmine Bocckhius duos Ultimos .epodorum versus eodem

praeter unam syllaham metro constitujt, eos e^o,

iocisionibus motus, singulos ex duobus constare existimo.

Ad eas incisiones ut magis quam adbuc factum, erat at-«

tenderera, illtt4 me moimit, quod, quam observatae n

Pindaro »int ^»)nstaiiti8sime, sicabi laesae inveniuntiir, id

fere metrorum correctoribus, quibns modorum mosirornm

ratio ignota erat, tribuendsm videatur. Ex Isthmico

quidem iJIo carmine ponam prioris istorum quos dixi versäum

exempla ex quattnor epodis in duos vv^rsug divisos,

a qua lege ona tantnm epodus discedit:

«. -Aal jtiaxQods Aaßda'AdaiaL

GVVVOUOl 7T?,0VTOV (^1^0X81/^01^ TSTQaOQlCf.y fiovoig,

ß. rga/sia vnpäs nolbiioio

Tsooaf)0)v av$Qwv f^rjuwoev jnaxaigar iazlav.

y, eacpaXs Tr/vtx, y.aTana^ijjaiö'

XoTE jLiäv ^Ldvxog ah/iav (^oivlav^ xav.

(T, vi'/.av ävs(fAvaxo naidujv

TS XQLxav TiQooB^^v xvßtQvaxriQog olay.Q&TQiHfou,

In horum postremo, qui sie ex mea emendatione edltus

est, si cui t« in principio positnm displicet, merainerit

in duobns codd. omissam esse eam voculam, in caetcris

autem pro ea x^v legio \'idetar Pindaras zctl &cn\m%ät il

aliter enim non dubitassent veteres grammatici, utrum

nnam inter pueros an duas Melissas adeptns esset victo-

riaa. His metris vcro repugnat, qaod in quarta epoda

legitor:

€hjßäv ano Kad/Liüäy ^aoq"

ipav ßQax^Si xpir^civ (^* axaftnrog TiOQgnccXalooji*

.


1S4

EMENDATIONES PINDARICAE.

Yeruni et caeterarnm epodoruni comparatio saspectam fa-

cit hanc scriptnram, ncc nihil ad eam suspicionein con-

fert, quod Kad^irfCäVi Ka^^iBÜav, Kadi^is'Cäv, imo aatem

in codice^ ^lo^Hprjg legitür. Et qnum luulta in las

carinioibus partim codicis anti«|ui vitio partim per eracn-

d.-iorcs metricos corrupta ecso videantfu-j valde Tereor,

iie iUud KadiisXav ex male lectis veteris libri litteris

cfüctumi sitj Piüdarus autem scripserit

' Orjßäy

ano /j,dy.6'C ^OQ(päs

fitv ß^o^xvg, ipt'xc^y c5" äxa/nnzog TiQogna.Xalaioy

Fsr co7S(Jitio est iiltimi verscs cpodorumj a qno profecta

est Eüstra uisimtatio. Kecte enim procedit diviBio in

qaattiior epodis:

a, alwy äs icvlivScidvaig

äfiegats ixU' älloz i^dlla^er' a'ZQcoroi ^b

fiav nai(hs x/sd^,

/?. yvr iT VA) jusrä ;^«e^'(>foy

nüixilGV urp^wr ^6(poy ^i9tyv wte (poivixiotr-

:

OLV äv&Tjoey §6^oig»

y» sr vvxtI rM,ad'r ne^l (p

(paoydvcpj puucpäy i'xfi naldeöaiv 'ElXdvajy,

vooi T^olard'' ißav.

ij. rav nvQocpoQov Atßvav,

XQarlois o(pqa i&vior vabv UoöHdävog ctf

Sic esiöi ])ro Ucüuddwr '>g tQsiporxa Bcribendom esse

'am oiim iPtöüni, dlcetan; 4; infra ad Pyth. I¥, 240.

Sola repugnat altima epodus:

rvü^aa neniO-wv noXvßov-

h'^)' ovv 'ÜQoia da viv xcüfiaQojLiai r€()nrav ano-

Grdt,wv x^9''f^*

V ScbnliiiStes: ni&oiui'og xTf rov TiaidoTQtßov yvwarj*

Credam cgo Lic qaoqne Tceni&vbv a metricis esse pro-

fectum, qnum nsnoiS-wg , interj)retatio grammatici, pro

geaüiao niavi'og esset in ordinem recepta. Simile quid


EMENDATIONES PINDARICAE. 135

acciflisse videtiir etinm in vpfbis qnae seqnnntnr* Nam

qnod in lihris est TJoXvßovho , qnasi* si ijenitivus esset,

de quo vocabulo niliil adncttavit sclioliastes^ nescio an

id sit ex noXvßovV m natum, adscrijjto ab interprete

isto w. Sontenlin ]i;iriter ac inetra optime procednnt

verbis ad Iinnc moduni correctis:

xvßegvajriQos olaxoOrQo^ov^

yrcoucc nlövi'og' jToXvßovX*

^Ogasa, ovr aol da viv zcojLia^ojLiat reQjiyav anooxd'Qwv

;^«^fr.

Fuhiruni xoifjiaioftm oinnino reponenduin^ liabnitqne scbo-

Jiastes.

Redeo ad Pythicura carraen, Recte iadicavit Boe-

ckhins non ferendam esse longae solutionera in bis y, 5»

voov ly^ovT* avdQwv (pilor, oiog iwy &qsH'si^ nini'

scd vovv scripsisse Pindarnm non credara. Hie qnoqoe

explicatio veram voceni videtor ex])ulisse: yvwfji h'xovt*

ar^QüJv (filov. Id quidem veri siinilins videtnr, quam

ut pro r67]jLia Pindaras lonuiii more rdi/ua seripserit, de

qoa forma dixit Bentleius ad Callim h. lov. 87»

Memorabiic est, qnod statini seqnitnr, laesa Jegö

raetri in omnibns libris scrijjtam vojdvviag yviuQxtog,

Id etsi a triticis racillinia emendatione in a/o^dvyiav

yviagyemv mntatam est, tanien, si quid tribuendiim est

illi in observandia incisionibus constaiitiae, caius modo

in tertio carinine Isthmico excinpla aUata snnt, alTereö-

tiirqne infra alia etiain insigaiora, noa temcre ab libro-

riuii scriptara rccedendnm videtar, Qaid dicam, ipsa

luonstrabit comparatio vcisunra. Snnt antem hi:

a. TSXTova vmdvrictg dusQor yviagyjog I

ajunlaxlaiat (pgsywv äXXov aiyrjGer yaixov \

fJav TtaTQog.

l^Oidr^mor.

scQvß-

ß. ndvra taavxi vöcp' xpEvdtwv d' ol'X cmts^ai' |

xXtJlT.fl TB Vllf.

noXlol InavQOP, a/iia J' tipS^agev noXlav d^ OQEi

j ni'Q i| fvog.


136

EMENDATIONES PINDARICAE.

y. rovg öa TiQogarm mrovrag fj yvioig nsQanrwv

ndvToS-ev.

XQTj Tcb toixora na^ daiuoviav fiaazevsiLisv \ Svaratg

(pQaolr.

J'. aOt&Qog ovQaviov (pa/Lil rrilavj^sOTe^ov \ xslv(^

(pdog.

aS'dvaror rä fity mv ov dvvavxai vrpuoi j

xoOfKp

«. svcpQoövvag fUQoi al rqug' äraQ Xsvzw'ktvcp | ye

Zevg navriq.

vyjtTieräy avt^cov bXßog ovy ig ^laxQov avdqujv

In Ms decem vcrsibas quam duo tantuin Bint, in qaibns

lacsa est ea quae io caeteris est inci^o, operae pretiam

est attentias eos versus considerare. Et alter qoidem

eornm facillime acquari caeteris potest ordioe verbornm

mntato

:

vipiJiBTav areficjv. oXßog av$QüJV lg fiax^hv | oi/X

Credibile est aatem transposita esse verba, quod metrnni

violatuni videretur: ob quam caussain saepias apud Pindamin

tarbatum esse ordinem verboram constat. Ita igi-

9tor bic versus simul et iastain incisionem babebit, et tue-

bitur illud vojduviag yviaQxeog iü primo versa. Diffi-

cilioreni se praebet alter: sed tarnen hie quoque nescio

an eodem ducat, Libri praebent omnes: fj yvioig ns-

QiaTCKjJV ndvroOev (paQjuaxa. In bis ndvxod-ev aliquid

praesidii habet a verbis veteris lexici, i. e. Zona-

lae, p. 1530. quae Hemsterhusius ad Aristopb. Plat.

p. 190. de ns()lanToig disserens atti^t : *) TTSQidfijLiata,

T.a xaiä Tovg xgaxriXovg xal xag x^Xg^^g xal rovg no-

^ag ßsßajLi/iiiya xXwauara^ dxiva al yiryaXxBg TisQidnxovoi.

Caetera luinus finna sunt. Nam quam scholiastes

haec sie interpretetur: ^ xolg /tisleaiy avxäjv nsfjidnxwv

xn^a TiQog d^sQaneiav valde dubium est, an

•) V. Bast, et Schaofer. ad Greg, Cor. p. 874.


EMENDATIONES PINDARICAE, J37

is (paQfjiaxa scrij)tam legerit, ac non potius, quod nihil

huiusmodi positum a Piadaro videret, ipse illud iiva

TiQog dsQarcelav adiecerit. Apertam est enirn, non opas

fnisse addito (faQ/^iay.a. Quid igitur, si si'c scripsit

PiudaiGS

:

Tovg ^s TiQogavea mrovtag, ?J yvioigniqi \

Tivl *)

nävto&e, rovg Se rofiaTg ^'öraasy ogS-oug.

anxojv

IJdvxo&s, nt avTQO&s Pyth. TV, 102. /necrpoS^s IstJirn.

IIL 17. Ita Lic quoque Tersus et incisionem haliebit

eain, quam caeteri, et brevem ante nitiniara nicmbrum

syllabam, nt primas' atqiie ultiinus. Sed non praetereun-

dos est quintae stropbae versus, in qno etsi non negle-

cta est incisio, tarnen nee per eam avelii ^e ab suo no-«

mine debebat, nee per se grata est productio hnios par-

ticnlae in tali loco metri. Qaare sospicor XivxcoXeycp

y* av Zevg Tiarr^Q esse a Pindaro scriptam.

Attuli haec, non quo vera esse contendereni , sed

ut similia veris. Sed si vera sunt, non erit tarnen propter

hiatuin et svllabam ancipitem metrura illud in duo

versus dividcndum: iinmo qui perpetuari debebat nume-

rus, sileutjo putaudus est interpellari, cuiasmodi exeruplum

monstravi in adnotatione ad Olymp. VI. 7. Aliud

exemplum in Pythico carmine IX. proferetur.

Qnoniam unas illorum de quibus dictum est versnum

verba adiuncta habet mnitum a doctis disputata,

libct de illis quoque verbis aliquid adiicere, Legitur

enim v. 105.

olßog ovK eg juaxQov avdgwv eQ)^erai,

dg nolvg, bvt av eniß^laag, tnTjxai.

Vbi quum inepte bis idera dicatnr, tarnen neque quod

Boeckbio placjit, ov^ TioXvg €vt' Scy inißi^lactg ajirjrai^

scribi poterit, quia tarn gravis asseveratio minime hnic

loco convenit, nee quod Dissenius coniecit admitti, ndjU-lQ

noXvg €VT* av Iniß^iaag tnijTcu, quia iion est ver*

*) Hectitts scribetar «kt;.


J38 EMENPA'iiONES FiMUmCAE.

simile nt nafinolvg al» librariis sit in 7ioXi)g inntatum.

Potias id äaneros vel änleToa ftn av iniß^iöag eiit]-rac

scrjpsisse Pindaras VidctnV, quae \0{^abu!a ijuum gramniatici

])er nokvg intcrpretari 8oIe»nt, uou est mirandum,

si metrici, postquan» interpretatio genuinae vocis loconi

obtinuerat, DiuricrorQm canssa ifleplGm istad dg addiderunt«

P Y T H. IV.

Qnarti carmi*?!?, etr/i ]on/^s$itni, plannm tarnen et

ßimplex argumenttini est. Festum diem, inquit^ illu'

strare valo, Musis tradens Arcesilaum et e.xpedi-

iio9i€m Argonatifarum^ (fnae oecasiö fuit, ui gefiti

eius fier oracula rede regendf daretiti^ civitaa

CyreneiruTii, Id ergo fnc^ Jirccailae^ in eacempla

intueiu Mlnyarum^ clementer(jue tracta propinquoft^

revocfiffue ab eoDsilio Damophiluni, Optimum

civcfü^ per ne tibi co'»itm,eiidari cupientem, Sed in

Iioc qncq«e cannine, coius pleraque docte ex plicata snnt

a Boeckliio, aliqnot loci snnt, qui nova cara iadigere vi-

deftotur.

V» 39. (68.) non sine canssa sHspectnm Boeckhic

fnit iraXta övv aXfia. Noiiui tarnen ])roj)ttTea Iz

öov{taxos iraXlov scrihi, sed facilior emendandi ratio

liaec est:

nevd'oiaai S* avrav yMxaxXvoS-etoav ix dovqcnos

IvaXiaV ßäuav övv aXua

iamqag vyQcp neXdysi ono/uLevcty,

Gleba primo dicitur ab im da navem obrnente in niaro

dciecta, demde maris finctu ablata.

Y. 56. (99.) Battns colonlam dncere inbetnr Nel-

Xoio 7i()bg Tuor rif-urog K()ovi^ci. Cmn scboliasta la-

blonskius, Heynias, Boeckliins, Tafdhis, Dispenins Ki-

Inra KQovidar vocari credideruut, qiiod is flavins Sümmns

deus fuerit Acgyptiis. Panneiionis illnd, AlyvTtrie

Zhv Neils,- recte diütnra esse jiatrt, qnod id est) ^ii

Aegypiiis luppifer es. At si Ztvg dici Nilns potcst,

ineptissiine ta»nen Kqovldvß diceretur. Alternm enim


EMENDATIONES PJ^TD.UtlCAE. im

soiueo supremi deorura slgniücationein, altemm mhH nisi

jjatris appellationem contiiiet, coiumiiüeqne est omnisiu

Satnnii üliornm. Ex quo aperdssi'.jRin est^ ze/Lifvog

KQovida a Pindaro dictuiM esse vidnom Kilo templmn

lovis Amiiionis, qnod snpra v. 16. (28«) Jiog ^^J/njaca-

vog S-ifie&Xa appellaverar.

V, 84. (149.) «X sola ed. Bo?:j. «(litKra araQßa~\l

Toio: sed lu explicationibus ßoeckliiii« p, 2^71, a Schnei-

dero adscivit plerorcniqne librorüm scninii.v3i.Yii ära^ßtix-

TCiOj quao a raQßd^cD iiituro sit ^envatp.. ^pcd scholiastaia

ataQßrixToto , apud Tzetsann ad L>copLr. 17ä.

et äxagßdxoio et äja^ß^roio legitur. li^r-otam est r«^ '

ßdQuv, Librorüm ecriptarae indicai^t reuc^nehdaai eßäc

axaQ^vAxoiOj ex quo caeterae scoptnr£.e (?rtae. Do ?;o

verbo disseruit Bertleins ad Horat. I. Carni. 3, 18. rl^

dendasqae etiara arsonus in addendis ad Eurip. Hec^

V. 358.

V. 98. (174.) quam dicit Pelias:

ii;avrjxEr yaaxQog,

neqne contamelia io his yerbis inest, ut E .eckliio nclebatiir,

quam valde imprudenter hie iaeeret Feiia^», neqaü

iroaia, ut Tafelio et Dissenio placuit, qnae ne ipsa quidem

conveniret in eHin, cnins exiraiam fonaiam populus

mirabatar« Qiiare maneo in ea seatentia, afc filiarn ts;-

"kvyerov intelligi pntem. Non ([uaerendura est, «raae vera

eit huios rocabab* significatio , sed qaid eo sjgaificari

Pindarus crediderit. Doederlinas, qai de Lac voce a«

1825. dissertationera scripsit, certo iii,eo erraYit, qaod

ia £ne eins libelli Orioaera p. 618, 38. scripsi^se patavit:

ri d'iä ro drilca rag viag rjXueiag quem certam

est scripsisse dia xb Tijle etvcu t^s viag -fjliy.lag. Et

sie xtjlvysxog dici etiam Pindaro Yidebatur. SL'nilis

quaedam Homerici vocabuli interpretatio caussa fais^e yi-

detor, qua V. 109. (194.) XsvKaXg mS^aavxa (pQealv

dixit, qnod apud Homeram est Iliad. IX. ?1£. (pQeal

levyaXEjjai, 7ii&7]Oag. Id com XvyQog cognatiun esse

iudicabat Battmaonas in Lexilogo I. p. 18. Qaod Me-

st


140 EMENDATIONES PINDABICAE.

.

syclilns scnpsit, Injxvjv n^amdatv , xaxdjv (p^BVÖJv,

itern ex l^ijularo adiiotatuia vi;lctur.

Y. 122. (217.) retraclo accent« scribendom av ttbqi

ipvyav ydd^jiosv ) ut 7if(ji sit valde^ et iuagantur av

'kj)v-/lLV ya


EMEXDATIONES PIND.yilCAE. 141 .

tLon, (jnod Boeckhins servato O^qovoq noniinativo intro-

dnxit. Valde diversa saut exempla, quae Matthiac, ad

qaem provocat, congessit. Neque illud fieri potest, qnod

Boeckliins vulf, ut äXla xal sit verum etlam^ atque lioc

etiani sit pro ria quae ego libl co9iccäo. Id eBim

dicenduiii erat alla xal ou. Imnio respondent sibi ^lut

oxänrov /noraQXor et y.al S^qüvov.

V, 163. (290.) Non probo, quod Boeckhins Laec

verba, us/udyzEVjuai J" am Kaaralia , et jusrdlXarov

ri, ex Heynii sententia sie iiiterpretatar: tri tfuid comperiri

posset. Kam ea spe oinnes consulunt «racula,

Magis laira Dissenios scribit : „quom etiam falsa et mendacia

sorania sint, rogat nuin haec res talis sit, de qna

aceuratius qnaerendum, de qua consufi qneat deus, qoid

facto opus sit." Quid? rogavit ergo oraculum, nlim

esset oracaluin rogandom? Recte scholiastes: sl egev-

vriTsov Ti Tovjüjv ical cpgovxiOTtov wr 6 ovblqoq xaS-*

vnvovg vna&tTo^ rovraoziv sl TiQUicreov, Qoaerebat

ille ex oraculo, an curandum illud soinDinm, tribnendnraque

ei aliqaid esset. Battmanui disputatio de furaXläylS

et fihaXlov in Lexilog. I. p. 139. s. param mihi sa-

tisfacit.

V. 184. (328.) Don est veri simile nt Pindaras

ßcripserit ngosdaisv^ qnod coniecit Boeckhins ex scholiastac

interpretatione anixaie xal IvißaXs. Nimis enim

insolenter diceretnr ngosdaiev ista potestate. Mihi scri-

psisse videtnr Pindarns:

Tov de 7iafi7i£i&fj yXvxvv ^/ui&eoig tv noS^ov

daUoy.ev "H^ia

vabg ^JtQyovg,

V. 225. (400.) Non credo Pindarnm scripsisse

qnod Boeckhius dedit, dl (pX6y* ano ^avd^av yvd&ixtv

nvBvv: nam vulgarius hoc qnam ysvvuDV est: ac mu-

tavit Boeckhius sententiara in dissertatione ciitica p. 39.

mihi assentiens defendenti vnlgatani. Sed tarnen fatendum

valde duras esse istas in dnobns contiguis vocabulis

contractiones. Quare qnum scholiastes scribat, dhiveg

rwr iav&öJv yevvwv (fXoya amnvsov %aio/iityov nv-


142 EMENDATIONES PINDARICAE.

()oc^ \it videatur ajib non invenisse in exemplari suo,

eed 8»[>j}lefisse^ couiicio sie scripsisse Pindarnm:

xal ßooS) 6t yBVvcJV iavS^äv (pXoya nvevv y.aio-

p^ivoio 7iv(j6s,

V. 234. (417.) Qood in qnibnedam libris est, difüBV,

ortain videtur ex ^7]öag «V, quod ir pcrtineret ad

i'vrfOir. Sed potnit oraitti pracpositio a poeta, qnia

etiam t,v)^dj (jrjaai dici licebat: non potuit aatem, mca

sententia, dici avdyxag tvxeaLV , necessitatis instru-

mentis^ qnod plane insolitiim est, praesertim quam IV-

T6CC de vehicnlo dicatnr sacpissiine« Qaare non däbito

quin ?era scriptura sit, ßoiovs ^^öaig ärdyx(jc erreaiy

av^srccg.

V. 240. (427.) Genninuin est eQsnrov. Recentiornm

auctoritate nsus est Schneiderns in Lexico. Dn-

bitanter tQtmeLV pro sQscpeir coinmemoratnm in Etyra.

M. p. 374, 38. Sed Zonaras p. 872. e^anco (scribe

iQSTiTCj), oxenco. Vsus est Pindaras etiam Istbra. III,

72. (IV. 93.)

Y. 243. (432.) Boeckbius in dissertalione critica

p. 68. repiebendifc Ablvvardtuni , qni scripserit ijlTteTO

(J* ovxBTi Ol 'AHv6v ye nQa^eO&ai novov, inre qnidem,

si ilb, ut videtnr, activa significatione ngdieaS^ai dictnm

pntavit; iniuria, si passiva, Nam etsi ([uod libri habent

TiQu^aad^ai propter iempus verbi non est reiiciendam,

tarnen qaomodo media forma explicari possit difficile

dietn est, quae si potest aliqno modo defcndi. verbnra

14boc non de lasone, quae Boeckbii sententia est, accipi

potest, sed Pelias sibi novov TiQd^acfOaL dicetnr. At

cur tum additum esset oX, ubi potins accusativnm exspectamBS?

Quod si 4e lasone dictnm est, oportebat, icstvov

ys nqä^ai viv norov^ Ad sententiam recte glossa

cod. Heidelberg. nqa'/^Or(V(x.i. At medii aoristos nnsquam

habet passivam potestatera: ex quo consequitur,

futninam jiassivnra jiQa^Eo'&ai esse a Pindaro positiim.

V. 247. (439.) Sga yaQ ovrdnret nihil est aliud,

quam iam iem^u8 esL Nam wQa ovvdnTuv dicitur,

qoum congruit ad ea quae fiunt tenjjns.


EMENDÄTldXES PINDAEICAE, 143

V. 250. (444.) Non assentior BoeekLio ^^^x^alXa

scribenti pro ca '^xeöUa, Fortior est enim appellatio

oniisso c5, qnaiu nt liaic loco confeniat;


144

EMENDATioxi::s rfND-y;ic\K.

argunienti, quam Boecklilas: nam qntim fabulae Inseren-

dae essent, duae ilJae, quas iinplicait Pindarus, etsi iis

usus est aj)tissijne, tarnen non cohaerent necessario ali-

qiio vinculo runi ea quae |)roj)ria carinims materia est»

Sic eniin proccMÜt reruin tractataruin ordo : Magna vis

est diviiiaritjii cum virtule coniunciarwin ^ quas

dederunt futa. Tu id^ Arcesilae^ a viiae priiicipio

sectaris propitio post turbas civiles Casiorc,

Sapienfes enini rede utuiitur divinitus data pO"

ieutia, Sic te, qui iusius es, comiiutur magna

felicifas, quod et rex es poteftfissimus et nunc victor

Pi/fhius, Itar/uc prinio deum venerare horum

auctorem. deinde ama Carrhotum, qui splendidii'

sime vincens currum consecravit Delphis ^

dignus

gratia. Tu veroy Carrhotc^ beatus es fama victO'

riae inier quadraginfa fractos currus reporialae,

Sed nemo expers doloris, Testis Battus lingna

sanafa ab Apolline, qui et niorbos depeUit, et artem

canendi daf, quibus favef, et tenet oraculum^

quo Heraclidas in Peloponnesum deduxit, unde

Aegidae Theram venere : nam fatale erat^ ut Carnea

Cyrenen perferrenlur, ubi Antenoridae culti

sunt a Batti com^iiibus, qui templa deorum, condi'

dit, viainque saccis struacit, sepultusque ibi est et

caeteri reges, nunc aptid inferos gaudenies gloria

Arcesilai: quem decet Apollini gralias agere

ob victoriam^ Mulfis ille splendet virtutibus, pre^»

corque deos, ut inaueat, quod spero, ea Jortuna^

accedatquG victoria Olyinpica,.

Numeri carminis qua arte elaborati siut, nunc demam

videor iiitellexisse. Quarc statim initinin, etsi quam

continet sententia a]ibi siiuijlimis verbis a Fiudaro posita

est, Yitii suspicionem facit:

nXovro^ svQVO&evris,

OTav Tig agsTa y.exQafxtvov xa&a^a

ßQOT^öiog äy^Q nor/nov nagadovrog avtbv

avayrj

no'kmpilov imtar.


:

EMENDATIONES PINDARICAE. 145

Recedit enim secnndns versns ab ea forma, qnain reb*-16

qaae stropliae omnes habent:

(ptQovTt xal räv &e6gdorov dvvafiiv,

Ac vel per se tarn invenusta est solatio in fine dipodiae

iambicae, nt non possit a Pindaro admissa credi. Quamobrem

eam scripsisse puto

Non de metris, sed de sententia dabitatar horam

Tersunm, qni sant in prima antistropba:

er« d" BQxo^vov Iv dix(} noXvQ öXßog äfUfi-

To jLtsv OTi ßaadevg

iaai jusyaXäv noXiwv,

i'xet avyyBVTjg

txp&alfxog aldoioxarov ysQag

tiq. TOVTO juiyvvjLievoy (pgsvl'

ftdicaQ de y.al vvv, xlssvväg ort

svxog rj^Tj Tia^ä IlvS-idöog innoig iXwy

d£(^£^ai Toy^s xw/uov avsQüJV.

Cerfnm iudicinm est seotcntiae non satis intellectae, ei

molta verba faciunt intcrpretes. Ita hunc locum Icctis

qnae adnotata sunt minus etiam qnam non lectis intelli>

gas« Primo quid verba signiticent, deinde verborum qnae

Sit sententia videndum. Ac ovyyevijg 6(p&ak^u6gj qnem

Bcholiastes proprie dictum accepit ineptissime, ant inge-

nitarn Tirtntem ant nobilitatem generis ant felicitatem

gentis propriam significet neeesse est. Aldoi6Tarov yi~

gag antera quam aperte sit regia dignitas, reliqnum est

BX^^> ^^0 ä^t simpliciter habet aut sustinet significetur.

ffinc triplex prodit sententia, ant baec: ^uia reas es

magnarum urbium, iiigenita tibi virtus liabet hane

tnaa^ime venerabilem digniiettem tua temperatani

aapierttia; aut: quia reo) es magnarttm urbium,

f'eneris tut lumen sustinet haue majcifme venerailem

dignitiitem, tapietitia tua temperatam; antj

quia re^'f ea magnarum urbittm,

Herm. Op. yu.

propria gentis

K


146 .EMKNDATIONES PIXDAIIICÄE.

iuae fpficifas haue hahet tua sapientia lempora"

tarn veiierabilem diij^nilaleni. Nihil Iioruin rccte pi')-

cedit: non enini qiiia quis rex est iii;ignam(|ue ])otciitiarn

habet, nut virtiis ei ingenita est, quae rcgiairi di^iiitateiii

sapienter sustineat, aut genete ein« nobili', quo sc sa-

pientia veneralnleni jiraebeat, esse necesse, aiit geiitis

oportet eam felicitatcm esse, iit sapieutia ornet di^nila-

17teui. Accedunt ad hacc alia: priiiio ambignitas , quoniam

non apparct, quid Itoruru significetiir ilJo otfyysyris

ocp&aXjtioi; ; deinde qiHul, quiiiii jiraccesserit 0€ J" f(>x*'>

jLiEVor ir dixa Jiolvg olßog a/LKpirtiufrai, exspectaiims

eo pertinerc öti ^liv et ön de, qiiorum pro altcro iim-

tata paullnm forma orationin, rep^titaqae primaria scii«

tentia dicit fiay.aQ dt xul vvv ort; deniqnc qnod qua«

ad ilJud To ^^r on ßaailfvg iaal /tuyaläv no'kiwv

adiecta est apodo^is, re ipsa nihil aliud continet quam

qnod i;uri iliis dictam erat, at S* sQ^^juerov er diy.n

nolvg olßog afzcptrtfitzcci. Itaqne non incpte Cepori-

niis, qnitjuc eum sequuti sunt, post Gvyyevrjg addi


EMENDATIONES PINDARiCAE. 147

caeteranun cpodorara legem et invennytis numcris scri-

ptuin esse,

a(fly.ezo dojLWvg &sfiigxQBGyra)v ?

Illae cnira hanc niensuram liabent:

Non dabitanduia, quin Pindanis scripserit a(p7xTaL. Vna

tantam, ssd ea iusta solatio^ ut iu prima dipodiae longa,

in hoc carmiiie mvenitar v, 91. (122.)

aki^iußgoToig Tisdwda nouTiatg.

V. 30. (39.) scqq, quam dicitur, ccQioB^dgixaror

yf'^ag äucpfßaXs reawir xonatg aKri{)dToig avlaig no-

dcf.Qziwv öwdsxa dftoitxov Ts/usr&gj mihi non opus vi*

dctor, Vit crim Tkierßchio ante fjQoijmy inseraiur «V,

Simili andacia dixit popta Oivmp. Xlil. S7. (54.) r^/alS

BQya nodaQxrig cisu^a ^rjxe xdlliox'' aiicpl y,Qii&Ag.

V. 34. (46.) iegitur in Boeckliii editione;

ccXXa x^B^atai

bnooa x^QiuQäy

TBXTovmv daidaX^ äytov

Kgioatöv Xocpov

ä^HipBV SV ieoiXonsöoy vdncg

&tov' z6 a(f f-^Bi '/fvnaQiooiroy

fiiXaOpoy afixp" aydQidvrt oyB$6yj

KQfJTig dv toioifOQOi TBy^'i IIa{ivaöifj}

xd&eaocty, xby jitoyocy^oTioy,


US EMENDATIONES PHNDARICAE.

jLio'Qoyrary xal yMxaaxBva'Qoyriov rexroyujv noiXLX^iara

ayujv roy KQiocüoy koifoy xaia to xoiXoneiJov nsdiov

tVQafis Tou '^/n6XX(oyos. De interpretatione non assen-

tior Boeckhio, «[uoniam omniollinis scriptum v. 282.

ixEO (^ ts K()iaorjy vno TTaQrrjOffoy vicpoema

x()rijLiv^y 7i()bg ZecpvQoy TSZQafj/iieyoy , amä(f

^n€Q&ay

ntr^r^ tnix^t/naraij xoilt] d' v7io^t^(JO/iie ßriooa,

Paasanias X. 37, 4. es ^t Ki^hav xo InlvEiov JeXipoiv

odog jLitr OTadlüitv i^xoytd tarty hc JeXcpujv xaraßdrTL

äa ig to nadloy In7i6()'i}0f.i6s zb iariy xal ay&va

JJvd^ia äyovaiv iyxav&a xby Innixoi'. Eanidem rti-

pcrn aignilicavit Pindarus Pytb. "X, 15. (23.) bis ?erbis:

e'di^xf xal ßa&vl€ijiutn'* und Kl^^as ayioy Tisxi^ay k^axriülnoda

^/^^ixlav. Itaqiie K^ioaloy l6(poy qnum a^eZ-

i^«t dicitur Carrhotas, est id de ipso certamine intcUigendiim.

Ita patet recte dictnm esse iiycov tempore

praesenti. lam curras suspensus est ayä xüiXonsdev

\%ydnog &6ov: naiB quis in poeta non ferat, eti^msi in

templo ApoIIinis dedicatas sit carrus, naiverse vaJlem^

in qua wrbs cum templo sita est, nominari.'* De ea valle

Pausaniaa X. 6, 1. dnb xovxov öe xou Tla^yaaaov

(viniffi dicit) x(fi xe oqh xo bygua xed-rjyai- Xiyovöi

xal XlaQyaöüiay oi'o/LiaaSijyai ydnTjj^ Quid quod, si

ea, quae in urbe ydn?] vocabatur, intelligenda esset^ falsa

dixisset poeta: tempium euim in summa parte orbis erat.

Statuam Jigneam, quam memorat Pindarus, propter ve-

tustatem pro sigua Daedaleo hahitam esse suspicabatnr

Hoeckins in Creta rol. III« p. 161. coraparari iubens

Pliilostratoin in ^ita Apollonii VI. 11. et Pansaniam

X« 5. scd apad hos nihil invenio, qaod hanc suspicionem

Srmet. In postremo versa qaod Boeckbius edidit,

xbv fjLfii'odQonoy , (pvr^v , sie ipse vertit: unde illtn

habet cupres»ma aedicula ad iignum prope^ Cre^


EMENDATIONES PINDARICAE. 149

ienses f^uod sagittati fecio Parna^io subniiserunf^

illud uno ligno consfans^ naturn, Iin])robavit Iiaec,

neqae iniiiria, Alilwar(jtns. Nam ifvxov isto significatu

dici nullo modo jiotuit; id dicenduin erat avzocpvToy.

Quare sublata interjmnctionc, quam posnit Boeckhius,

coniungenda erant rov uovoÖqotiov (pvxov, Librornni

srriptnram^ y.a&iooavTo juovo^qotiov (fvrov , ego qnidem

non pioptcr metri legem, sed propter düigentiam,

qua in boc metro sUlalias aequavit Pindaras, repodiatam

velim. Non enim adducor iis argumentis, qnae Boe-

ckbias in indice lecrionuin aestivarum anni 1827. attolit,

ut non ab autispasto incipere hoc metrura credain: dia-

putavitque contra ßoeckhiam Herrn. Weisseobornius scri-

pta dissertatione de versibus iambicoaBtispasticis , edita

Lipsiae a. 1834.

V. 54. (71.) qood dielt Pindarns, norcov J* oi;'-

Tig anoy.laQog ionv ot(T' eaerai^ non pnto sie accipiendura

esse, nt visam est Boeckhio; uf tu, Carrhoie^

Qion sine labore vicforiani parasii ^ sie saue nemo

morfalium pofest laborum immnnis esse* Accepta

est haec interpretafio ab scboliasta, qui scripsit: %oujg

dt r.ovTO tlnsv wg rov Ka^ocurov x£Xfxri:


150

EMENDATIONES PINDARICAE.

noii jiraeteriret quidein pericnlnm ab leoniF)us imninens,

nee Dejaret prae pavore vo


EMENDA i

lONES PINDARICAK. 151

ita foliaercre, vit Ji im indiratiim est* Apollo anrtoT21

foit coloiiiae Cyrcnfts (Jclnrcndac. Is iffitur Heraclidas

in Pdoponiicsum ro«lB\)l, nominatimqiie Sparf.-Mn. Sparta

A«'j;idac TJicrain veiicr!i»t, non sine diis, sed in f'atis

erat — c|iifdnanii* iif vonirciit Tkeram? Sane quidcm:

at Hon de Tlicra, sed de Cjrenis afijitiir. Itar|ae dirciiduin

erat: sed iii fatis erat, ut Cvrenas defenentur Car-

iica; propterea eniiii Acüidus Tlieram tenere volnit Apollo,

ut ab TLeia profecti coloni sacra siia Carnea Cyi-enas

afferreiit, (jao ornne ciws oraeulnm a jirineipio tetendisse

siguilicat JNiidarus.

V. 103. ( 138.) iiiea sententia v^cov aoi()a non est

de cantu tiecentorum iuveniiin, quos Cyreni.s, ut Spartae,

credibilc sit ie.'>i:m coitiitatos esse, intelliireridiim, sed de

ehori lioc canueu canentis vocibus. Id taiii ])lanuin esse

puto, nt Hiiratiirus siin, si cui secas videatur.

V. 108. (145.) kfyof^ievor igeat non est t/iiae a

prifdeniiöua dicnntirr^ srd trita dico. Releitur enini

ad ca tlu 111. initio. Proxima male distinrta sunt. Cobae-

rent liacc : Y.QiGoova fjitv aktylag voov (pt^ßtTai yXüya-

Gc/v T«. Idu«>nare viderentur,

c/^o olini conieeeram, fXByakäy J* a()€Tav figofKo f.iaX-

%)^axa (tav&fXai xtAiimv &^ VTio^f-vattöiv, Boeekhiu« au-

teni edidit: fjfydXa


152 EMENDATIONES PINDARICAE.

bebat virgula ])ost agsra distinguere, nt sentcntia esset,

ILisydka (T (iortv) aQszd, Qav&elaa: magna est vir-

tiis, laudata canninibtut. Sed maior est et aadacior

ista mutatio, quam ut possit vera Tiden« Ego quidem

in Tulgata scriptura unam tantam lltteram \itiosain esse

puto: nam nov , non noi scriptaiu oportebat. De me-

22tro iaiR non esse arbitror qaod metuamns. Mirum est

enim, quo4 omnibus in »tropbis bic versus a voce tri-

syllaba ineipit, praeterqnani nno in Boeckbü editione loco;

mirum vero etiam aliud, de quo statim dicam, nbi ipsos

Tersus posuero:

«. alüjvog I axQäv

ßaS^jul^cjv Uno.

yigccg,

aWoioTaror 6(f&alf.wg I

ß. Ü^BlIpBV j S.V XOlXoTlBffoi/ VCCTlOg.

fivafxrfi' I

EV TEOOagdxovTa yd.^*

V, /j,arT^tov' Tö5 Aay.eöaifJovi.

KaQvri'i kv daiTL Ofßi'Qo^ev.

I

d. ^av&eioav | xüof^iav d-* vjioxBv/uaaiy,

yXwoadv ts* j S-d^oog ze xarvTtteQog.

Quid euim boc est, quod cpicae istae formae, a quibns

abstlnnit Pindarns, jjLvafxri'Ca, jj.avT:r[Cov, KaQvr(ia, ita in

boc carmiue constipatae, et quidem oinnes in eodem stropbarum

loco positae ioveniuntur? Et v, 49.(64.) quidem

libri j.ivajjLi]'Cov et fjLvaarfCaX quod profecto non pot-

cst Dorico isto oaufjor Pytbagorei cniusdam a Maittai-

rio memorati defendi. Deinde t. 69. (92.) libri jnav-

rri'Cov Tip xal ylaxeäaijuovu Denique y. 80. 1(106.)

in libris est Kafjyna. Quid verbis opus? Satis appa-

rcre arbitror, metricos, quod mnsicorum numerornm ignari

esseot, ntcuinqüe satisfacere raetro voluisse. Evanescit

omnis difücultas, si incisionis constantia raoniti illas tres

syllabas credimus, similiter ut trochaeum semantnm, multo

tardiore ductu cantatas singularem versum fuisse. Sic

et ^vaualov et ^avTslov et KaQvelaj iustae formae,

restituentur Findaro, simulque patebit, quoniam sie an-

ceps est ultima, recte scribi:

jbivaiueta •

iy ticföaQdxopta ydg.


EMENDATIONES PINDARICAE. 153

fxavrBLOV

r(p y.al Aaxe$alfiovi,

y.(üiJ.o)v &' vnoxtv,uaaiv,

iv dairl aeßli^ofiEy,

Non negligendum est, qnod in plerisqne stro])liis inter-

pUDctio qaoque subsistere vocem in fine brevioris istius

Tersicoli postaiat, qoodqae ubique magni ponderis verba

enm locnm tenent, nt aptissime retardato niuneroram in-

cessa proferaotm*.

P Y T H. VI. 23

la ex])licaiido sexti camiinis cxordio facile inilii as*

sensoros epero, qui poeticae dictionis rationem habere

Yolent, ei repugnare sibi dixero Boeckhiura , qui quura

recte monaerit, b/LKpalbv non esse de lapide illo qni

proprie ita dicebator intelligendam, sed de Delphis uni-

Yersira, iterque, qaod nominat poeta, mentis esse ea loca

sibi repracsentantis, tarnen deinde scribat: je/em aufem

nie thesaurusy $» hynuni» quum dicatur iv noXv-

X^voo) 'AnoXXiovia vdna rsTH/^La&ai, necesse est Carmen

ibi caniari. De ^AnoXXwvia. vanr\ disputavi

ad V. 23. setjfq, tibi conieci contiguam eam tibqißoXtp

ftii^ae, quem, ecc parte cingeret et amplecte'

retur: quod nisi statueris, explicari nequit epi»

theton noXvxQvcfog ab auro in thesauris nsQtßoXov

et in ipto templo ductum manifeste, Neque enim

sufficit notasse Pythonem noXv/^^yaor dici, ut ap,

Sophocl, Oed. T. 151. sed si ^AnoXXwvia van?] pars

Pythonis est^ debet investigari^ quomodo huic parti

idem, quod universae urbi epitheton conveniat. Apertum

est enim non recte conclusam rationem esse; nam

si ofMpaXbg pars pro toto dici potnit, qnidni etiam Idno)^

l(oria rdnr^) Et si teniplam est noXvxQvaov, qnidni

etiam omnis locus, in quo est teraplum? nam parte pro

toto nominata etiam epitheta ad totuin referuntnr, testa-

turqae satis quod allatam est ex Sophocle exempluin.


154 EMENDATIONES PINDARICAi:.

Omnlnoqiic cpiis dubitabit, quin 'AnoXXiorury rdjirjv

Pindarns iiiU'IN'xorit totaiu illam Parna.«8iaiii vaUein, in

qua Sita erat lubs Pytbo?

V, 12. vaMe iiiiprobo corrcptionem in avfjuoi. ad-

missani in öltima syliaba ])nini paeonis proptcr pJuralcra

a^oiac. Verissinie libri äre/biog, iiec diibito quin etiam

Tvnrofitvov sit a Pindaio profertum, quod sülum satis

convenit: addam auteiu etiam, quac seqnuntur:

Tor ome x^ljji^qios o/nß^og inaxTog iXO-cSr,

i^ißQOfjiov yecptXag

oxQarbg afjLtiXixogy ovr* m^ffutog lg fivxovg

Tvmojusvov qjdei J« nQogamov tr y.a&aQ^

naTQl te(pj 0Qaovßovlty xoirdr xe yevta

XoyoLöL &varwv

Bvdo'iov dgfiati vixav

KQioaiaiatv iv 7izvx,cug anayyslet.

Nain hacc quoque non rectc ab interpretibus acccpta ar-

24bitror5 qui scboliastam sequuti (fast 7i(}6gwnov hv xa-

Sa(J(p de tbesauro carininuni, i. e. de materia canendi

dictum putarunt. Multo enira et simplicins et veuustins

ita construetur oratio, u &7]aavQbg dnayyelel najgl refp

TiQogcünov Iv (fdei xa&aQcp y.oivdv re yerea vixav:

Carmen hoc patri tuo wunciabii hilareni vultum

(i. e. exhilarabit ei vultum) conifuunernque genti vietoriam»

V. 47. qaamquam et libri et scholiastae habent

adi'Aov ovd-' vnsQonXov iqßav d^sTtmy,

tamen non credo rßav scri])tum esse a Pindaro qnod in

caeteris strojjbis omnibus punis paeon est. Quum ple-

risque in Lbris ante v6(p addituin jiraecedentÜHiG sit re-

dundans vocabulum ü.näaai', vidchir id ex adscripta vera

lectione dvdzav ortum esse. Estque id eo veri simi-

lius, quod, ut bic vmQonXov addituü! Cit, sie Pytb. II.

28. (52.) dixit avdrav vntQd(farov.


EMENDATIONES PINDARICAE. 155

P 1 T H. VII. 3

In Pindari septimo cannine Pytbico qnod v. 18.

edidit Boeckliius, via ^* svnpayla xc^Iqcjj* xL xod^ a^-

vvjuaL (fS-orov afuißousvov xalä tgya, quam esset a

rae propterea rciectnm, quod haec dicendi forma siijnifi-

caret noji doleo: defendere ille scriptnram ah se positam

studnit in Ex])]irationibns p. 306. Vcrom qnod

scribit: „si dico (/uid Itoc indigrmr^ e.s< boc indignor

quidem^ sed no7i e^t (/uod indigner^'-^ id ipse iateatur

nccesse est non cadere in biinc locuin. Ita enim

sequi dobcret yo-g: at seqauntur ye f-car particolae, quae

isti interroaatioiii rejmjrnant. Et quid erat qnod Pindarus,

si illud volnisset, non scriberet t6(^s ^* äxw/uai?

IdgiaroL^X^s ) dicit scholiastcs, avußißrjXBvai avxip rc

OVjU7iT(Vf.ia negl rrjv rixrjy Tavrfjr' o&iv xai (prjoi rb

fitv }^algsiVf To dt &/yvö&a.L, (pO-ovov rivbg naqay.si-

^ivov Tolg xaXolg sQyoig' ovru) uerrot, ys yiyvEO&ai

TiaQajLLOvljUovg rag evSaiLiovlag, Liav i'xcnol ri XQäua

xal ^vgrvx^f^dTog. Itaque Aristarchus, nisi forte xaiQco

TO* TO (J*' äyvvaaL, ita legebat, ut libri babent, qnod

dictara est rectissime: vea d' svngayla /a/(»w Tt* to

J^ ä/vvfxaif (f&ovov afitißüjLLsvov xaXä egya.

P T T H. YIII.

Non recte iudicatum vidco de tempore, quo scriptum

sit oetavura Carmen Pytbicum. Nam O. iMülleros, qnura

in Aeffineticis p. 177. s. quod libcram Aeginctarniti rera-

publicam laudari a Pindaro videret, illud qnidom recte

contendisset, non posse victoiiam Aristomcnis ad Pytbiadem

XXXV. quam posuit sclioliastcs, rrfoni, qiiia iJlo

tempore in potestate Atbenicnsiuin fucrit Acgina, X(^

scribi in isto scbolio voluit, «[uod eo tcmijoic recens fue-

rit memoria pugnae navalis ad Cecrypbuleaiu. Ea enim

in pugna etsi vicisse Atbcnienses ab bistoricis sit tradi-

tum, ut ab Tböcydide I. 105. et Diodoro XL 78. ta-

rnen Aeginefi?, quorum res fortiter gestas hoc curniiBe4

laudet Pindara?, victoriam qua parte ipsi stelermt ad-


156 EIVIENDATIONES PINDARICAE.

scribcndnin esse auctore Stejihnno Byzaiitio, qui sie scribat:

KenQvcpdlsiaj cix^a rtg^ ne^l rjv ijdxrjoar Atyi-

rrJTdL lAO-Tp^alovg. At hoc testimonium nee per se quid-

qnain valet contra gravissiinos anctores, et ])otlDS con-

sentire cnin illis pntanduni c^t, siquidem vix dubitari

jiotest quin rectc L. Holstenins corrigendum Tiderit AI"

yLvi'izag 'A&rivaXoi. Scd satis refutatus est Müllerns a

Kriigero, cui sine canssa obloquitur Disscnius. Müllerum

sequutus est ßoeckbins, sed scribens ille apnd scbo-

liastam Xy'y rectias constitata numeratione Pytkiadain«

Inde assenserunt etiam alii. At quam vel j)er se patcat

quam debiJi fundamento superstructa sit baec sententia,

tum evidentissime ex ipso demonstrari potest Pindaro

falsam esse. Nam quod ßoeckbins, quo illam opinionem

defendcret, p. 308. scripsit: „Pcisica vero bella, in

quibus Aeginetae maxime excellucrunt, non spectari inde

liquct, quod qninam illi insolentes adversarii sint non

indicatur; quod invidiae devitandae causa poeta facit, nbi

contra Graecam aliquam civitatcm dicit:** id tantnro abest

ut conürmet illud quod vult Boeckbius, iit vim habeat

plane contrariam. Quis credat enira, Pindarura Aeginetas,

qui illo in proelio, etiam si eos fortissirae pu-

gnasse putamus, tarnen nna cum Peloponnesiis victi erant

ab Atbeniensibus , non solum laudasse nt victores, sed

etiam Athenienses comparasse cum Porphyrione, Tjpboeo,

Alcyoneo, quorum temeritatem Tu]>piter fulmine et telis

suis Apollo prostraverint ? Id qnum omnino hominis

fuisset stolidi, tum omnium minime cadit in Pindarnm^

quem non modo summis laudibus extollere solitnmAthe«

nas, sed etiam insigni ob eas landes bonore affectum ab

Atheniensibus esse constat. Immo^ si quidquam, certis«

simum videtur, non de aliis quam de Persis dictum esse

illud ßia dl xttl fxeydXavxov ea^alsv ev xQ^^^y ^^^

rum tumidas minas et ferocem superbiam Aeginetae ad

Salaminem tanta fortitudine fregernnt, iis ut primatus sit

adiudicatus : quod testatus est Herodotus VIII. 93. Et

quis non Tideat, et ingcns debuisse bellum esse et non

Graecorum, sed barbarorum, quod cum Gigantum immani

conata compararetur ? Ex quo consequitur, corraptnm


E5IENDATI0-NES PFNDARICAE. 157

quidem esse Pythiadis numeruin, qui est in sclioliis, sed

aliter debere corrigi, qaa?n factum videmus. Et quum

in codice Gottingensi Xtj esse dicatur, faciJlimnra est

scribi tu']. Incidit enini Pythias XXYIII. in Olyrapia-

dis LXXV. annum tertiam, euius Olympiadis ])i-imo5

anno pugnatum ad Salaminem erat. Liberata i-gitur a

barban's quum omni Graecia tum Salamine qnid miram,

si optat in finc carniinis Pindarus, illa nt libertas permaneat?

Nani si ])aacis conipreliendere volninas, argnnientuin

carminis hoc est. Civitas in pacato «tatu

bellica virtuie parto ßoret hottestis studiis. Hia

tu, Arisiomeiies^ ea?n orvias, exenipla serpiutus gen-

tilium, servanstjfuey ut Alcmaeo ille, generosani in"

dolem maiorum, Itaque secundent dii: horunt

enini hoc donum ettt. Saepe tu et splendidissime

vicisti, sperasgue rnaiora : Acd creacit cito fortiina,

mutaturf/ue cito, Nam iimbrae instar sumus riiortales,

et modo si deus propitins est habemus quo

gaudearnus, Aegina, tuque, luppiter, vosque, «/7*

digenae heroes, servate hanc civitatem in quo est

libero statu, lam explicari poterit, qnod aliter vix

apte dictum esset, iJlud de Porphyrione : xsQ^og ^t (fllrarov,

ixorrog ti Tis ix dofMov (pegoi. Recte aniraad-

Tertit Boeckhins, ine])ta haec esse, si de solo Porphy-

rione, qai boves Hercnlis abegerit, accipiantnr, sed spectare

ad Aeginetas. Verum quod ipse scribit p. 310.

„qai lacessiverit adversariura, qui sponte discordias mo-

verit, is ubi victns fuerit, imOTiaorov y.axov , ut est

Odyss. o. 72. sibi adducens, Inbens volensque adversa-

rio victoriam tradidit, ut diis Porphyrio, ut Aeginetis

Athenienses paulo ante profligati:'' id nuUo jiacto pro-

bari potest. Nara nemo victus lubens volensque victoriam

tradit victori, sed invitus coactnsque: alioqui nou

pngnasset: nee profligati, ut ostendimus, Athenienses ab

Aeginetis, sed Aeginetae ab Atheniensibns erant; neque

in Porphyrioncm et abactos ab eo boves Hercnlis ista

conveniunt; nee deniqne, etiam si qiis de tradita victo-

ria cegitasse Pindarum statueret, dici eam potuit aliquis

ixovTos in dojuwv (pi^siv. Immo spectant haec ad Öa-


158

EMENÜATIONES PINDARICAE.

rium^ cui Olympiadis LXXII. a. 2. Ae^inetae, ut cacteri

insalani, teste Herodoto VI. 49. terrain et aquam

obtiilerant. Dariuni enim Pindaius, ut in Persis Aesdiv-

liis, ut iustuni et aeqnum regem opposuisse videtur insolenter

8c eflerenti Xerxi. Uli volentes cesserant Aeginetae:

Xcrxis temeritatem siunina vi debellarunt. Sed

satis de tenijiore arganseiitocjue carminis. Nam novam

deam Hesychiam eiusque i'unum praetercuati facile ve-

nia erit.

Mcmorabile vero Iioc carmcn est propter artein ac

diligentiani, qua numeros elaboravit poeta. Id quam uon

(»esset iutellcctum,^ peuc in ncgligeutiae crimen inciderat

per inendosos vc-r::iu^s qaosdani. £t iu atropliis quidem

hos versus considerari velim:

a, IJvS^t6vi>:ov \ ri/uay 'jiQiorojuirei d^K£V,

ovde. UoQcpvQicov {JidS^sv.

vß()iv Iv ävxlio, xäv

ß, d6^av mi

I

aQxäg' j TiolXotOt ^sr yaQ äslSsTai.

/LIT] xoQog k'k&üjv J

xviaji' to T Iv nooi fioi tqu^ov.

y. lic naTiguJV naial Irj/na' ^asofiai aaipig.

arxla ngd^sf \ fiorog yaQ ix Javauiv argarov.


dit quin xyLoarj et jtiovyog et Zdvaqxeg scribatur, wbi

libri vel omnca, vel plerique y.viarj et /tioyog et Zivaq-

%eg praebent. Nam de hoc postremo nomine quae Boe-

ckhius in notis criticis obiecit, ea ipse hodie, credo, fa-

cile missa faciet. Turpissimum vero est Vitium in ter-

tia stropha, qui versus mihi semper suspectus fait, nöta-

tiuqne propterea, iam quum primnm de metris Pindari


EMENDATIONES PINDARICAE. Iä9

*

scriberein. Pessime cnini et incisionem egreditur, et

diiarum syllabanua vocera discerptam Iiahet in partes icta

dcstitatas, peiusqtte ctiam, si prodacenda anacrnsis est

adiccto V. Saccensco mihimet ip^e, quod illud vitißm

qiioinodo toUenduiü esset noo ditdum iutellexi* Seiipsit

Pindarus

:

cüJ* £1718' fiaQvai.iivo}v

(fva To yevvaXov tTiiTiQBTtn

£X najcQüjv, ndl, üol Xijjua' S^aeojuai dacpfg

d()r/.y.ovxa siQi'AXov al&as *AXxjLiäy* in aonidog

Vioijiwvra 71qu)zov iy Kdd/uov nvXaig,

Suiim Ainpliiaiaus filium Alemaeonem appellat, de qno

dein tertia persona ntens loqui pergit. Haljemus sie et

incisionem in illo uno versu, in qno laesa erat, restitn-

tam, et (juam conürmant praeter nnnrn versuin oinnes

lonfram anacrusin. lam quis daiiitabit, qain ctiam nna7

illa' hrevis anacrusis sit removenda? Est id autem fa-

ciliiniuH). Scribendum eniin:

XQtaaova nXovzov jLtaQ/LLTjQai^, Iv J* oXlyw,

Plus ne^crotii facessit finis epodorum:

«. vlbr nota IlaQvaaöidL JüjqibI rs xwjum.

ß. vlovg Orj/iaig i)vi§aT.o naQjLuyovrag cd^^/tia.

y. /LtavTsviLtaTOJV x* iffmpaxo ovyyovoiCL xi^vaig,

d. vixaig T^iaoaig ^jtQisxofievu äa/uaoaag tgycp,

£. UtiXbI xe xaya&fp TsXdficovt avv x' \AxiXXsX.

Non niirara est in Lac numr.roruui diversitate dubios fiiiäse

critieos, qua metri lege hos versus ecriptos esse cense-

rent, prolataequc quam ab aliis, tum a nie ipso siint formae

meti'onini, quibus exensaretur qutdcm quodammodo

tanta discrepauda, sed tarnen non ita defendi potuit, ut

apti et bene compositi esse nunieri viderentur. Niniiruin

oiunes a falso principio eramus profccti. Nam quum

quod in tertia epodo est, /LiavxBV/iidxüJVj tarn firmnm videretur,

ut ne nmbra quidem suspicionis nlli in mentcm

veniret, iste versus pro lege et norraa, ad quam exi-

gcndi essent nujneri^ est liabitus. Ynde natae sunt in


160 EMENDATIONES PINDARICAE.

cacteris coniecturae mlnime proLabiles, vtbv noc^, 0i}ßaig

vlovg, vixais rglzaig, et vetus iam depravatio Ul-

timi versus, ITtjXbX ts xayaO-ip vel xaQiarqt. Erat vero

contraria via incedendum , petendaqne lex carroinis a

consensn .

tri

um epodorum contra duas. Etenira in tri-

bus Ulis non solum a dispondeo fit initinm, sed, qaod

minime negligcudnm , eonstat ille etiam in oranibus tri-

bus ex duobus vocabali» bisyllabis. Id vero vel primo

adspectu monere debebat, Los esse trochaeos semantos:

quibns admissis qnis non videat quam et gravc sit boc

metrum et apta membrorum proportioue compositum?

Proxime accedit ultimae epodi versus, qui qnamvis corruptus,

tarnen unum saltem nno vocabulo comprebensum

spondeum praebet, ITrjleZ, Non est autem diflicile ei

aiterum qaoqne adiicere , expulsum a metricis isto xayad-M

vel xaQiatM. Sic euim restituendus ille ver-

sus est:

UrileZ T lo&Xio y xai Gvv Teldfi(avi, üvv x

Qua in scriptnra simul observanda est longa anacrusis

membri tertii, quam legitiman esse eo minus dubitari

potest, quod in qnarta epodo multi Codices praebent m

* QiOTOfisysg. Ita una tantam relinqnitur brevis aaacrnsis

iu vitiato tertiae epodi versa;

8 jLiavrevjLidzüyv t' ecpdrparo övyyovoiai ri^vaig*

Quem iam neminem baesitatnrum credo qnin ad exem«*

plom caeterorura ita corrigi velit, ut et anacrusis produ-

catar et duo restitnantur duobus in bisyllabis vocabulii

spondei. Peropportnnum vero est, quod in scholüs scriptum

videmus: xal rrjg fiavreiag iif^yjaro xal ambg

Sv ^dvrig. Scribendum enim expulso glossemate:

ydxvDV ort fxoi xal xrsdnov (pvla^ ifiwv

vndvzaoe t Iovti yäg b^q^aihv na^* aoidifiov

fidvrig, XQ^^^^^ ^' ^^9* äiparo avyyoroiai

rexvaig.

I. e. 7]^ato avyyovoig xs^yttig af-iipl xQ^^f^'^» Si«


EMENDATIONES PIKDAillCAE. 161

militer in Sojilioclis Flectra v. 185, dia per tifiaraf-iaL

obJitteratiiin delituerat aiKflarainai,

P 1 T H. IX.

De noni raniiinis argnmento quae DIssenins exco-

gitavit, repndiata sunt a Boeckhio in Annalibas Berol«

a. 1830. in. Octobr. n. 75. 76. Huic rnrsura contra-

dixit Weickeros in Museo {jbiJoI. Rhenano II. 3. qai

illud v


162

EMENDAT/ONES PINDARICAE.

FindaiHs, et apparct cnr Apollinein fecerit «juaci'entcin

qjiomodo ])otiri Cyn^na posset, rcspondenteiuque sapien-

tissimum Centaiiruni, cclari velle nascontem araorem nee

paiam audire de coniiigio. Couüriuabitur liaec saspieio

infra aliö eoque luciilentissiino argurnento. Non recte

etiam intellccta ApoIHriis qnaestio est a Welckero, qui

com quaerere pataf, viiiiric afferat vir^ini, an conaubiam

eins ex])etat. Non liaec cnira quaerit Apollo, flcd aü

congredi cum ea ])roIeniqae procreare fas sit.

Quod ad Bumeros attiiiet, in lioc qnoqnc carmine

ad cantus legem attenden«iara est, quod ego qunm fccisscm

in metrorum dcsoripiione, non videtur ad id ani-

innra advcrtisse Boeckbius, qui secundi et tertii stropha-

imii Ycraus bas formas [)osnerit;

yj\J J.^ Skj f^ — ^ KJ — O

At antispasticus e:&itaB alienns ab Ms nnmeiis est, facit»

quc ut inconcinjii liant. Metrica in bis menibra haec

sunt

:

sed in canendo, incepto tertio membro, siientiura fit in

nona versu« syllaba. Haec et ancipitis mensorac et Matnnm

canssa ac ratio est.

V. 7. (11.) in bis, ro&i viv nolvfii^Xov xctt no-

XvxaQTiorarag Sijxe (JioTioivav x^^^^S Qi^^c-y ansipov

TQirav BvriQaxov &dXloiaav olxüv , coniangenda sant

Srixt VLV olxelvj j)raedicati loco acceptis dsanoivav /^ov6q.

Quae aateni sequautar, ynsdexzc &* uQyvQOTte^'

*A(pQodiTa JaUov '§eivov ü^sodfj^axatv o;u«cw ktpanxofiiva

x'^Q^ xovcpccy in bis quoque secae ac debebant componi

Tcrba video. Cobaerent enim vmdexrüo S-Bodfuanwy

üXBcaVy ea^cep^tt eo) curru descendentem qnibus ad-

,

ditam iq)a7crofi6ra x^Q^ xovcpq, sublevans facili manu*

Similia babct Enripidcs Iph. in Aul. 615. seqq.

Qnae v. 82. (137.) seqq. de lolao narrantar, as-

sentier Welckero ideo dicta esse, nt ad Hercolcm aptc

ti'aasiri posset. Videtnr aßteui Pindarus lolanm non ab

inferis in r^tam reyersiim dicerc, sed extrema in sene-


EMENDATfONES PINI>APICAE. !6S

etute tcmjjori occidissc Eurysthenm, ac tum defuniia ipsüm

vita ccssisse. Aliorjui, crede, ye^if/ay ndliv dixisset.lO

Sed in Ulis, qnae de Horcnle et Ipkicie scripsit, vereor

ne non recte et veteres et i^et^ntiores hacc veriba, Xa^i-

tojv xsXadevväv }i7\ ^t Xinoi xa^a^joy cfsyyog, a ])rae-

cedentibos 8cparavöritit6 Fendent m. ut lüibi videhir.

ex ehxi '^ ^''* '^'^^^ tihHW kri eii^a xojjitäoojual t*

na&mv iaXor. Nüni |)W)pterea grattilatur lieioibns iilis,

quod se precantera, ut carminura rcateriam praebereat

Telesicrafris virtoriae, exaadiyerinr et ratas fecerint pre-

ces ßüas. HIdc statioi eniimerat illas victorias. Id vero

qanm sie facere iucipit: ^lyivq re yaQ (pa/ui Nioov

x kv l6(£w Tülg $7] 7i6)av xdvS' svxlttiaL , atyakbv

afiaxcivictv sQyq) (pvyujy, in divcrsii niscosserimt lüterpretes.

Seholiastes qaam scripsit o ^e loyog anb rov

vixriifOQov, si lioc voluit, Piudarum, quod de victore

praedicaDdum erat, ad se rettulisse, babebit fortasse baec

andacia figuräe quo placere cuipiam pössit. Boeckbius

nominativam participii pro accusativo positara defendi

posse putabat Horaeri exeinplo Iliad. II. 350. seqq. At

isto exemplo hie uti non Kcet, in qoo si aarQdnTcoy et

(fcdvojv post (frifAl xazarevoai K^ovicava seqnantnr,

facile apparet, duobus mtegris versibas interpositis aDirao

observatum esse xaTevevaev. Beckias apud Pindarum

accusativam posait participii, cui alteram accasativnnt

t6v$£ adiecit Uissenius^ vebementer approbante Welckero,

At pamm probabilis est tanta scripturae inutatio, ubi libri

onines et scboliasces noininativam taentur. Qaanto

facilius erat una littera mntata evxlu^ag scribere, prae-

eertim qnnm etiam in iis qnae seqanatur \ictorem ailo-

qoatar Pindams, Ac qxt/ul raediae sententiae interpo-

suit etiam Pytb. Itt. 75. (135.)

V. 107. seq. permiram est, quod qaum libri Tio-

lato metro häbeant ifit ^^ wv rtg aüidäy d'lyjar äxeio^

fuvov n^daasi XQ^


164

EMENDATIONES PINDARICAE.

•^ Siipioöav Lpdriv zw 9-tXsiv vfAretv v/uäg n^daaet ng

ijits xal apayxd'Qti tri rovzo vno/Listrai xal avfinsfji-

"kaßeiv rrjP züjv jiQoyoviov vfiixir do^av. Noa ]>otcst

liacc considcranti duhiuiu esse, legissc iiiiiju sie scriptos

kos versus;

^U£ cT ä)V TIS aoiday

dixpdS* axsiofist'ov Tiftdaau X9^^^ avrig iyeT()ai

xal naXaiav do^av itvr n^oyonoy.

WMe t/uidem, inquit, est (jui cogat excitare debitiim^

m^delain allaturuni Hitienti carmini, et atttiffuam

suorum famani maioruni, *Aoidav äiipd^a dicit Carmen,

qnod I sipint et quasi sitiat plura canere de ea re,

in qua vcrsatur. !j)iiis est autera, qni rlg appcllatar?

Nerape ipsc Telesicrates, quem lioc ])ronomine, quo atantor

qui alit[uem nojriinatim dicere noluat, designat. Cur

vero noiniäare non volt? Nerape qiiia nonduni palam

factas est araor Telesicratis , cid felicem saccessum aU"-

^iirari valt illo Alexidami exemplo.

P T T H. X.


Jn decimo carmine tria editores latuemnt vitia, quornm

uno in nietrum peccatur, quo in gencre etiam alia

qnacdam corrigenda sunt; altero lex. \dolafar dictionis

poeticae; tertio et usus loqurndi et sententia corrumpi-

lui. Metrum laeditnr v. 8. (1.2.) ubi scriptum est:

üTQazip T* €c^q)ixtiGpwy 6 Ha^vdaaiog avxop

Id scripserat Pindarus:

^vxog,

axQatM nsQixziorcor &* 6 UaQvdaaiog avthv

P'Vxog

Dictio poetica autem non fert articalum t. 57. (88.)

Tov 'IjiTioxXiav^ Il)i 'InnoxXsay editum ex Rittershusii

et ScLmidii correctione, quam lihri consentirent in Ttt-

noxXia, Non dehebat haec scriptura temere conterani,

quae nisi me contectura Fallit, proxinie verum accedit»

Sic cnim scribeiidi isti versus videntur:


EMENDATIONES PlNDARICiE, 165

kTjioitmt &* 'Effv(}€fliJüy

QTi auipl Urj- lYnr ylvxetav nQox^ojnci)?' ijuav

tov 'iTinoyJJa o* tzt, yal /uäD.ov ovv äoiffatg

Ixati aifxfävüjv &m]Toy iv uid^i Srjatfup hv r.al

t'taiaiv re ^aQ&evoiGi jutXT^/ua.

Te, Hippocleae filiiim. Naiii qnid impedit, quin Hippocleas

is, cuias victaria hoc carinine laudatur, ])atrem

iiabuerit eodem nomine ? At, inf|niant, pater istc Phriciae

nomen gerebat. Quo anctoio? Scholiasta sdlicet ad

V. 22. Vnde antem srholiastes id coirnovit? Non credo

me falli, si enm ex solius Pindrri verf »s roniectaram fe-

cisse dicam. Is scrlbit v, 12. (19.) :

70 08 avyyavsg s/ußsßaxEV l^rca/?/ naxQog

^OlvßTiiovixct $ls iy noXsfxaSoxois

^.Aqsos ÖTiXoig'

Sijxey (Te xal ßaS^'kBiuojv'* vjib Ki^oag aycjy 12

TTBTQrv XQazriamQ^a ^T^Qixiav.

Sic hie, O^ri'/.BV dt xal, qiiod Boccliliio qiioque placehat,

et V. 69. (107.) xadeXcpeoig scribendum. At ex hoc

loco tantom al>est ut Pliriciani Hippocleae patrcm fuisse

öppareat, ut veri siitiilius sit, aiium qücrapiaia Hippo-

cleae cognatum id noininis habuisse. *)

GraYius etiara tertinm vitiam est in bis v. 19. (29.)

tüiy 6^ iy 'EXkadi rtQnyoSy

Xa^oyTtis ovx ollyay dooiy , /litj (p&oysQcug ix

&Bd}y

fisxaTQomaig inixvqaaity ' S-ebg elij

aTiTjjumv xaag,

Legit qnidem ita scboliastes qacque, qui sie iuterprctatur:

aßXaßr]g xal ayo^yijcog im Tolg avrov xaTOQß-w

fiaüiy Biti o O^eog, At cul tandem amquani dictos est

•) Ecpi nomen esse pnfavJt, opinor, Eustathius in prooemio p. 56.

sive p. 6. ed. Schneidewini, 'Innov y.QaTrjalnoöa a Pindaio dictum me-

Dioraas. Credo hoc verura esse.


166

EMENDATIONES PINDARICAE.

iimi^wv xea(j isto sigoificato? Id enim nsus noB patltur

nisi de eo dici, cui aernmnis vaccnjii est cor. Et

quid sihi vuU ista plane imutilis atqae inepta senteatia,

ubi mo^rt idem dictaoi erat significantissirae ? Fait tarnen,

qui repeti cum vi eatndein sententiam censeret» So-

lent enim nonnulli, (|au{ii quid tani incouvenieiis est at

expediri commode ne(|ueat, cum vi dictum proaaaciare:

qnae vis tarnen qualis ait non declarant. Num hoc vo-

^unt, fortius efferenda esi^e qnae languent, ne sentiat lan-

gnere auditor? Absit, pt Pindarnm non rectius quid

atque aptius ponere potäisse credamns. Id quid faerit^

res ipsa videtur monstrai*«

;

S^ehg dlog

amifjLfOV xeaQ' svSalfioJV ^s xal vfivtjtog ovtog

avTjQ ylyyerai OQ(pdis»

OS ^y X^9^^^ V ^o$c5v a^Biq, xQaT-^oaig

xal ^ciwy 6Ti veaQov

xax* alaav vlbv X&t] rv^ovra otBcpavonf UvS^itüV*

Apertura est quam haec et pulcra et gravis sententia sit

deu8 8olu9 cor habet vacuuni doioris: sed felix

etiam et celebratus sapienfibus hie Iwmo est, qui

summis potitus est praemiis et vivus adhuc Jilium

videt Pythiam adeptum coronam,

13 P Y T H. XI.

Vndecimura Carmen vitiiperatum est ab antiqnis in-

terpretibus^ quod ino])te Clytacmuestrae scelera laudibns

victoris intexuerit poeta. Non tarnen id enra temere et

sine caussa fecisse recte iudicavit Boeckbius, quamquara

qnae ille, ut istam digressionem explicaret, facta esse

coniecit, niinis exilitcr composita videntur. Nihil, si

quid ego video, aliud jirobabilit^r sunn potest, qsiam aliquem

ex gente victoris jier insidiaa periisse propter su-

spicionem adultcrii cum nobili mulien;, affectatacque per

e?us consuetudinis opportuintajom domiRationis* Nam

adulteram;, quac ex ipsias Tbrn3yd.iei gtate orina^la es-

:


EMENDATIONES PINDAKIGAE. 167

set, commemorari \ix decebat; alia aatem MulIer recte

sie, uü fecit poeta, exciutari qnodammodo potait^ qood

jta simnl adulteri culpa niinai videretar. Nen cüim aperte

Clytaejnaestrae exprobratnr adulteriuBij sed magis faina

eius per homines maledicos s^arsa esse significatar. Quod

si tale factum, quäle dixi, re8j)ici patamus, oj)time con-

venioöt etiam qnae iu line canainis de vita nun ajipe-

tente dorainationis, meliorique inorte liominis inodica for-

tona contenti aaüciuntur.

In verbis poetae sunt, qnae nova cnra indigero vi-

deanfbr. Quod v. 12. (21.) de certaminc Cirrliaeo scriptom

edt:

SV iw Oqaavdaio^ euvaosv iorlar

tqLxov Inl azitpavov naxQwav ßahüv,

vixdäv ^ivov Aaxiavos 'Oi^eazaj

etsi »choliastae quoqae ita legerunt, (amen non eredam

sie a Pindaro esse profectum. Nam non solirm yalde

insolenter i'/LiraaBV taxicty positum est oroisso genitivo,

quo borum quidem verborura consociatio Eon Tidetar ca~

rcre posse, sed etiam nax^voav locura teoet enn», qno

positum est ineptissirae. Nisi niagnojiere fallor, et gciiitivi

omissio iustam canssain babebit, et qnod nunc male

collocatum est vocabulaiu, recte locum suuia teuebit, scii-

ptara ad baue modum emenduia:

iv TW ÖQaöv^aiQg hjuvaas fi iaziar

TQiTov 871L öTtffavQV TiaxQümv ßalcoy.

Poetam qui meminisse iiibet^ patet cajjteodi memorem esse

iubere*

Qni sensura babeat poetarum lectione bene excal~

tnm, non sine offensioae quadaiu legcBt, qnae scripta

sunt V. 24. (38.):

svrvxoi nd^ayot' xoixai: xb J« rsccig äXox^ig


168

EMENDATIONES PINDAUICAE.

Non dico f'x^iaTov, qnod videri possit aia)^icixov potios

dici debnisse, ut in scholiastae explicatione alaxQ^xaxov

codex Gottingensis pro f;^i9^^oT«Tor habet: iiaia exqni-

sitias videtar ix^iocoy de eo dictain, quod triDqQain Iio-

stis nocet: sed r6 ^s, quod qanm debeat rovxo ds significare,

tIx taineu ab lectore Tel auditore aliter qaam

pro articnlo accij)ietnr, hac quidcm in compositione vcr-

borntn. Quod ßi pronomen denionstratlvuin esse ro vo-

luisset Pindarus, certe ciedo enin xs post vsaig addidisse.

Oinnino antein hie non tan demonstrativam pronoinen,

quam ö relativum exspectabatur. Quo factum est, ut ia

pinrirais codd. legatur to (h]^ quod tauien a metro re-

pndiatur, Relativum pronomeu legeruut etiam scholiastae,

qui per oneQ intcrpretaatiir. Accedit aliud. Nam

quid est quod Pindarum, quem alias summa diligentia

curasse videmus, ut syllabarum mensurae sibi exacte re-

ßpondercnt, in hoc versn tarn negligentem luisse depre-

hendimus, ut eura et a trochaeo et a sj)ondeo inciperet,

eique pedi et dactylum et proceleusmaticum snbiiceret,

idque non caussa uliqua idonca, sed plane praeter ne-

cessitatem? Id mihi quidem quam omnino non veri si-

mile videtur, tum co minus, quod in plerisque strophis

per criticos expulsa est iusta mensura. Certam habe-

uius raetri normam in secunda antistropha et tertia:

o(p^a Oejitiy Is^äv ITuS-divd rs xal oQS-o$ixav,

Mdiöa, x6 ^6 xe6v, el jjlio&m naQsxs/Lcev ovve&6V,

Cum ea congruunt prima stropha, et quartum stropharum

par:

fjiat^i TiaQo, MeXlav ;f^V(r€£or fg advxov TQinS^cov,

Xüjv ya^ avä noXiv sv^loxaty xa fieüa /LiaxQO-

X€Q(p,

xaXliora &a.vaxov • . ylvxvxdxc^ yevea.

Quorum \ersuum in primo libri nd^ , in secundo nnus

codex aV, quae recepta sunt a criticis inconsideratius.

Repugnaat huic mensurae tres alii versus , unus hie,

de quo dispntamus, deinde in secanda stropha tertiaque

hij


KaiENDATIONES PINDARICAE. 169

Kaaaavdpav noXim x^^(? ^^^ *AyapiBfxvoviq,

ITaQvaaaov nuda vaiovx * aXXa xQorlat oiry ^'Aqbi,

At, obiiciat aliqais, nonilna propria poetam, ut Iianc sibilS

mccsoram permitteret, coegemnt. Quid vcro, ut nteretnr

liia noininibus, cogcbat? Nam CassaRdrani qaldem

tarn nulla erat nominandi necessitas, ut admodum pro-

clive sit siiäpicari, ab interprete adscriptnm hoc noniea

aiins vocis cxpellendae caassam fuisse. Poüam pro eo

alittd vocaboloin, ac jmni potest aptissimam^ et nemo nomea

Cassaodrae desidcrabit:

q7i6t8 JagdaviSa xoQav Ugidinov

olxxQoxaxa tioXko x^Xxw


170

EMENDATIONES PISDAKICAE.

Neque XMiat genuin a tllctione interpretum« Sic He«

sychius: ttvdg, zoLxag.

V. 38. (59.) nou dabitandnra videtnr, quin plnra-

lis xar* ctf^evaiTioQovg T^iodovg i&ivdS7]V restitni de-

beat pro singnlari. Nam quod Boeckhius posnif^ xat^

a/uBvaiTtoQCür xQiüdiav per Ilngnae leges non Tidetor

l'erri posse. Quis nescit autein numeros plaralem et sin-

gularem ab librariis permatari saepissime?

16 Varie a criticis tentata simt haec v. 41. (63.)

MolacTy zb ds.reov, sl fuffS^^ cfirysO-ev naQsxeiy

wcoväv vndgyvQoVy älXor* äXXq, ragaoasfiiv

tJ nar^l Ilvbovixcp ro ys vvv iq QQaavdai(p,

rmv ehtp^oovva re xcu d6§* ixiKpXiyH,

Metri vitiam, quod Mingarellus inserto ys, Boeckhios

gvvstI&bv scribendo removenduin censaerunt, ego allter

snpra snstuli, quam posai naQ^x^fxev övveSsv, Apodo-

sin ab alXox* äXXa incipere, et eoncinnitas orationis

postalat et seLtentiue ratio. E«t enim ällot* &ll(^ ragaa(T€juev

vocem Yictoribos, modo binc modo illtBC de-

prohiere carminis laudamque materiain. Id Pyth. X. 53.

(82-) dixit: iyacj/Lucoi^ yccQ äanog vfjtvwv sn* äXX&z*

allov LOTS fialiaoa ^vyei Xoyor. Quod scquitur int-

(fXsysi non recte lucef, ardet^ spleiidet iaterpretantar,

quod est potius incendit, scilicet Musam ad canendon».

Yenio denique ad vexatisstiuam tocom^ qui e»t v« 54-

(83.) qui sie est in libris scriptae:

(p&oviQol cT afivrovT* atcf

«r Tig äxQoy eXwv aavva rs vefiofuvog alväy

vßQiy

(amcpvyev, juelarog &* hv* lo%axiay

Xttlilova S-dyaTov h'o^e, vXvxvra^a yeyc^

BvmvvfJLoy sczsdyojy xQattazay x^Qf^^ noQooy.

Pro eaxsy aliqnot libri sy. Quod a me erat prt»positum,

qunm crasin in ärc^ el non piubarem, (p&ove^ol

d* afxsvovTai* %a.v ci' Ttg az^öv tkioy, id etsi aJüs

non displicuisse Yideo, taiiiea bodie non puto yeruin esse,

non solum quod «rrc tacntor sclioHastae, sed eiiam quod


EMKNDATiONES PINDABICAE. 171

sninma qnnm dicit Pindaras, fepe victoria» ia sacris ]udis

intelli^t, ut id Iiio quoqne fecisse, et non axQoy

aQ€Tar ia mentc babui^rse videator, Praeterea qauni

Bcnbi placnisset /uiXarce S^ av' saxariay xaU.lova S^d-

var.ov, nou est id recte dictum, qoia tali in forma orationis,

in qna non potest aliqaid oppositnm cogitaii, non

licet de ponerc in a]M>dosi, Accedit metro non conve-

niens et j)er discrepantiam libTorum euspectnra saxsv,

qnod facit, nt bic iam antiqno tempore Tocabolam illad^

qnod Pindarns posucrat, excidisse Tideatur, Kestitoi

Laie loco snas nitor potest facilliiae, serratis antiqnis

Bcriptnris admisaaqae cragi mnlto leniore^ sententia ai«

tem aptiasinka;

(p&ovsQol ^ äfi^ovTca 17

S,tM, u rig äxQov iXcby dov^ci re refiS/iurog cdvav

vß^tp

d,m(pvyeVy fiiXavog «j/ iaxariav

xaXiiova &avdxov ravrav yXvxvrdrc^ ysvs^

eifwvvßor Kitdvtov ^garlaray x^Q^^ ^^Q^'

Ifwidae, inqnit, arcentur noocaey si gute summa

adeptwt tranf/mllet/ue de^m trucem effugit te»

meriteUem, airae ad finein pulcriorem morÜH hatw

ekiicigsimae proii fio&ilem, opum praestautiftsimavty

iradenH gratiam, F.icilc inteili^jitm, loasculinam forraam

(p&OfysQol canssain ioisse, ut aiai pataretnr ana,

et BOA ckziu esse«

P T T H. XIL

Duodeeini carminis r. 1%, (21.) a Boeckbie sie

senptos est:

ilvaXla rs ^eQi


172

EMENDATIONES PINDARICAE.

(foQog et aoidai, moflo ipsa in excmplis esse [lossent.

At neutrum accipio. Nain aiogipopog Isthm. III. 42-

(IV, 40.) acque i«no»ttra Graecis est ut rjCjgcpoQog. Nee

veram est, quod iVnlt ibi Boeckliias, itvgcpÖQog, qnod

apad scliollastam legirnr, noii luagis probaudain esse

quam lecog. Maltain interest enim: Xscbg Atticae dia«

lecti est, icogcpoQog iain ab Honiero liiad. XXIII. 226»

dictom: «t eo ati Piiidaias iure suo potuerit. *AoiSri

aatem etsi Attice (hdr] dicitur, tarnen neque ab epicis

nmqaam neque ab lyricis contractain est in daas syllabas.

Iß Hesiodi Theog;. v. 48. imperitissin:e a qiiibusdam

criticis adraissa ea contractio est. Dixi de eo versu'in

censura editiouis Goettlingianae. Apud Pindarum autem

Nein. XI. 18. (23.) vel concinnitas orationis postulat,

ut, quod in dissertatione de dialecto Pindari conieci, w/-

Xbiv iy aouJatg pro ueXt^e/iiey aoidaig scribatur. Redeo

ad Pythicuin carme«, m quo fateor Xaolat vix posse

cum alio vocabulo comrautari. At potest ^£Ql(p(p, Non

enim opus erat nonsine insulae, quum statim PoJydectao

convivium coramemoretur. Itaque JE£Qt(pq} ex interpre-

tatione ortum credo. expulso alio vocabulo. Id non fuit

Tioln: hoc enim dativo abstinuisse videtur Pindarus, qui

ISneque nolei. Allicum neque lonicum tioXi, neque invenastum

nolä usarpandum iudicavit. Qoapropter hoc ipso

in carminc v. 26. (46.) pro na^a xaXXi^ofjcp noXu,

quam et sclioliastes et dao Codices no'kiv praebeant, scribendum

erit na^a xaXXlxoQor noXiv, Multo igitar aptiore

eura verbo scripsisse puto:

dvaXia re mr^a Xaotal rs fioT^ay ayoDV»,

Fidem facit Strabo X. p. 487. ovro} J* iötl nEtQcoc^rjg

i vrjoog, wäre vno zijg Fo^yorog roirto naS-Etv avriqv

(paoiv ol xatuipdovvreg.

In iine carminis laudo quod Boeckhias in Explica«

tionibus ad vnlgatam scripturam rediit, t» ^t rsXetndoei

et asXnxia: sed debebat etiam ab scholiasta et daobns

codicibas oblatum tq de juoQaifioy ov naQcpvxroy reci-

pere. Nam quod id minus eleganter dictum pntabat

quam ^uod caeteri libii habent ro ys jLio^cifwr:, non est


EMENDATIONES PINDARICAE. 173

ita. Consuetado Graeci sermonis nccessario reqiiirit diy

qaod contra ye in principio scntentiae non alia qooqne

particttia cam praecedeutihus coniunctae offensioneni ha-

bet maximam. Neque eniin cogilabiindi secum orationcnij

ut in Aristophanis Avüjus v. 1269. ad hoc genus trulii

posse vel ex eo iuteliigitur, quod non est ciuu aliquo

praegresso dicto copulata.

Hie finem feceram huic dlssertationi, quae, sicut

illa^ quae eani sequitur de duabus inscriptionibus Graecis,

scripta est integre ainpJius mense ante quam Boe-

ckhii censura eorum quae de officio inteqiretis scripsi

est edita. Id non nescire volui qnosdam suspiciosiores,

ne illi, si me in utraque dissertatione noiinlhil dissentire

a Boeckhio viderint, ad id provocatura pntent eo, quod

ille a me dissensissct. Sciebain dissensurura esse, nee

posse consentiie niecum, ut qui fere quae ab se dicta

ßint detendere quo vis modo cf: tum habeat. Atque illa

quoquc censura detensio est eorum quae ipse scripserat,

atque inde iilorum, quae a me scripta sunt, non sine

dialecticis artibus facta impugnatio : cui ego et quae pos-

sim opponere et ea cur non opponam, erunt fortasse qui

ipsi, si non nolent, intelligant. Ego quidem, qui non,

nt ille apud Attium, quo pertinaciam dissimnlem, pervicucem

diri me es$c et vi7icere perfacile patiavy

dissentieates tarn facile fero^ ut de eo etiam gratiara viro

doctissimo habeam, quod me erroris convicit, quum illa

Pindari, L,a&i(jiiv hQciv ofic'rvfie ndrsQj xrlaroQ Alxvag,

de love, et non de Hierone dicta putabam: quo

siuiul alia quaedam caduni, quae cum ista opinione con-

iuncta erant: non credara tamen a Strabone esse ista

verba libro sno inscrta.


3

DEDÜABUS'

INSCRIPTIONIBÜS GRAECBS ')•

ilLds|iicicntibns qnae ex antiqais monnmentis niiitilatae

et Incunosae inscriptiones prolatae snnt, similiter ut qnum

aediliciorum ruinas conteinplamur, cnpiditas qaaedam excitatur

oinnia perquirehdi , coniiciendiqne quem quaeqae

pars nsum Laboerit, quidque totom illad facnt, caius ni-

hil Disi inntiles supersnnt reliqaiao. Sed est in ea i^e

via quadam ac ratione opus, ne quid ant arripiatar, qüod

caassam non liaüeat idoneam^ aut probetar, qnod faJÜnm

esse ostendi possit, aut in medium atferatur, qnod non

Verl similitudine commendetur quam possit maxima« Libet

id duobus exemplls demönstrare inscriptionujn Four-

raontanat*um.

Argis inventa est brevis inscriptio, quam in Corpore

Inscriptionum Boeckhins n. XYII. p. 25. Rosins

autem in Inscriptionibns yetustissimis p. 81. posuit. Ac

Rosius de explicatione et restitutiane desperabat : a Boeckbio

autem quae dis])utata sunt quam ego improbassem

in eo libro, quo de eius tractatione inscriptionum disse-

rni, p. 53. s. defendit ille quidem suas coniecturas in

])raefatione Corporis §. X. sed non ita, nt cfiecissc id

qood volebat videatur. Neque id niirum, quum non eam

Sit viam ingressus, quam hoc genus operae sibi poscit»

») Etlita est a. 1835.


DE DUABUS INSCRIPTIONIBUS GRAECIS. 175

Etcnim, nt ordiwc id explicem, quod dicebam. arte qnadam

üjius C3se, nemo lafitiabitur, omniuiu primam cj, qui

eiDsinodi moDumentuiu interfjretari atque integrare aggre-

diator, Imc esse caraiidcmi, nt litteris eoi-nitis recte !e-

gaotur quae feruiitm* in iapi


176 DE DLABIJS INSCRIPTIONIBIJS GKAECIS.

Bocckliius Foiirmonto imjtntnt, haiid scio an iniuria.

Deiude tjuac in tertio versa apud Boeckhlani distinctis-

siiiie scriptae sunt litterae TOI^, *) ajiud Rosinin videntm

T^IS esse, ut dubitari possit quid illud sit: nam

si non est coli; \el roXt;, videri ])ofcest vel JIS esse,

si primaia litteruni 8ci»n«yiinrig , vel, si eam addinins,

TP122. At(|ue, si vel dlg vel TQtg fait, ajiertuiu est,

cjuüd sequi;«!!- TttQay,' ad aliud certamen rcferri: qao

necesse est totam inscriptivouis sententiam mutari. Nam

quum de vjctoriis sermoneiii esse pateat, omnino aut qua-

ter ilJe, qni posnit nioi.urncütuin , vicisse dicebatur, aut

in certis ludis bis terve, quater auteiu in aliis victor

esse debiiit. DeaJque teitii versus nitima littera etsi V

scripta est, quod Lac in inscriptione Y significat^ tarnen

potest etiaiii aJins litterae ])ars esse. ^)

Litteris fognitis proximum est, nt vidcatur qnae

verba verboruinve partes nihil vitii contraxerint, ut »x

jis colli^mus, quod ar;r^um('atuni quaeque sententia Tae-

rit inscriptioniy. Habemus autera hie primo nonien pro-

piiuin in ocdv terminatnni, ut Kotov ex eoqac composita,

qnalia '^/nnoxocav, Aaoy.övjv, vel aliter in ocur desiaentia,

nt Jriiioipovjv, Ztivotf'ooov, Deinde avi&fjXE: nnde

nliquid dedicatuiu esse intelligiinns. Quid autem dedica-

tuin sit, vix dubinni relinquunt qnae sequnntur littciae,

in qnibus recte deprehendit Boerkhius i'rrea io)(vL Hinc

quid proclivius est, quam initinm epigrammatis, nisi qnod

nomen viri incertum manet, tale fuisse:

'Innoy.oüjv ava&rjX8 rad* :'vrsa Xoxv'C • •

Seqnuntnr incerta, AO et EIOII^, ^) qnae interim mittenda

sunt, ut non prins vel explicabilia vel emendabiüa,

qnam de caeteris constiterit. Porro videmns TOl^DAV

0:^1012 EN AEOAOIS TETPAKI: ex qnibns cognoscimus

in qnattnor victoriarum raemoriam arma sna

*) Perspicue apud llossinra T0T2.

*) Apud Rossium et Y usitatam formam habet, et tcrtii versus

ultima littera N est pro 3J, quia ultima linea fracto lapide interiit.

ß) Perspicue in lapide apud Rossiuui srviptum est QJOIJO^'


DE DUABÜS INSCllIPTIONIBCS GRAECIS. ^7

victorem snspendisse. Seqaantnr rursus qöac vel nbscura

vel dejjravata snnt TE UAPION^ ') in quibas acsciinus

scriptumne sit t« an jJij ndgiov aa naiiwyv. Deiiique

NIKEK APl^TON onAlTA:^) ande apparet victö-5

rias fuisse cursus armati. Satis ex bis compertum est

argaiDcntnin inscriptionis, ut accedi ad interpretatioacij'

et cmendutionem pessitc

Sic ieutain est ad tertiani, de quo qiiaerendoni sit,

nioltane an pauca perjerint. FroHcisceodum vcro seni-

per ab eo, qaod inaxime siiiiplex est, hoc est, ut pauca

deesse puteinas, praesertira in epigrainniate : qood hoc

geßos inscriptionum fere hrevissimuin est. Ac manifesta

hie sunt triuin vestigia versnun» heroicoram, qunm aliis

indiciis, tum dissecto äe&Xois. Haec erg» prenienda est

Tia, neqne ad laültoram iactüram Terborom cenfugieadnm,

nbi vix paucae neqne in oitinium versäum initiis et üne

deesse litteiae videantnr.

Aliter visuin est Boeckhio. Qci qaoniam non eo

quo procedendurn dixitnus ordine rem tractavit, sed ab

incerto et ex mera coniectnra posito principio egressus

est, fieri non potnit, quin ad ea deferretar, quae pro

veris haben non possunt. Nam quam versa tertio scriptum

videret ElÖTI^j id jiutavit IJEAOJTS esse^ perdita

prima littera et tertiae lineola transversa, quoniam

A in hac inscriptione scribitnr JF-. Kinc non dubitans

quin Victor iste qanru Oljinpiae tum aliis in locis vlcisse

dicatnr, proxima verba Cvsse coniecit rdlg d' av ooloig

iv ae&Xois . . . t^lg xergcixi re, corajjarans Ufioig er

ae&XoiQj qnod a])ud Piudarura legitur, IIAPION aatem

vülens TtaQiihv esse, quod signüicaret superauier/s>^ rix?]

vero pro Dorico imperfecto habenb, et denique in üne

iegens agiötoy bnXixav. Haec ita esse ratns magnani

partem epigrammatis intercidisse credidit, victoriam antem

illam, quod cursos armatorum iu Olympiis demum

') In lapide et TE ia fine quinti versus et IIADION ia prin-

cipio Eesti perspicue scriptum.

«) Non dubiis litieris iu lapide est NIKEKA DITFONO^

ühlTAy parte ultimae iitterae aoiissa.

Hebm. Op. VII. M


17§ DEDUÄBüSüNSCKlPTfONiBüS QRAEC18.

OIvHiijiiado LXV, ret^eptus fuerit, non ante Olymp* LXVI.

repoiiari jjotuisse statuit, 6cd tarnen non diibftavit bunc

iidälum dccem «ircitcr Olyinpiadihus rccentiorem eseo.

Qtiae qi;iini omnia ex solo ili« fietitlo fltlotp deducta

eascLt, vcl Iiac rnnosa n me vitujicrata sunt: accesse*-

luitt autcHi etiam aliaj oolotg iv atß-lotg et naQithv et

viy.ri., «|!iae nefi:a\i recto dicta esse, et a()iaTOv oTiXiiav,

c|uod. dubiuen esse an sie emptum fueiit contondi. Adde

qaod m^ si j)rolmr'< i|üide«n istae caniectarae posscnt, ali-


DE DDABÜS INSCRIPTIONIBÜS GRÄECI8. ITÖ

tissimaiii est. Victores vcro ubiqne, «t par est, diserte

qooties vicerint dicant, eoqae finmero g^loriantnr. „At

j^potest etiam niilcs hello clanis aliqaid dedic^sse. Con-

,,cedo: freqaentiores tarnen sunt titali a ladoram victo-

,,riba8 positi atqae accedant daae lectiones,

oedit haeo arganentatio : qaia EiOflS vir in aünd

qaain in fleXotip mutari potest, propterea Pelopis facta

est mentio victoriaeqae Olympicae: quod idem eet ac

si quis dicat i«sü quid, qaia fortasse ni. Ex quo ee-

qoitur, non rectc ista ita inter se concinere dici, Dt

aptins nihil cogitari possit. „lam qnoninm ladi sacri et7

„sancti snut, vs. 4. etribo ooIols ev aeSlotg; oma enim

^yoou floiuni profitrta sunt, sed etiam sancta et vene'

^^randa; immo h»cc est prirnitiva vocis vis. ]irofanaque

y^tanturq eatenns diruntur oma^ quateons ea galva säU"

^^ctitate et reli^iotic tractare licet»" Ne haec qaidem

qUo pacto eoncedi possunt. Nani uaia opponuntur avo~

aloig, nt oata äeß-Xa sint, ad qaae acccdere non sit ne-

iafi, Ea vero tarn nullä est laus, nt pene sit vitnpera-

tio. Quare nemo sie nmquait, locatos est. Accedit, nt

param eleganter adiectum sit av. „Certe xoXg day, \

yyooiots iy ai&koig scribi ucquit: nam inter dXv et

^yoaiotg perierunt multa; sex fortasse vel oeto versus

9,ftrisse in hoc lapide scriptos tot speetatia lacaiois molto

yj^Bt probabilias, quam panciores: tre» vero qui eüicere

9,conata9 est nee tarnen eiFecit, errat manifesto.'' Haec

facto refellentur. Pendet autem totum argumentum ex

e«, quod multa periisso Rümixtnm est: quod si est sine

caessa sumptum, apgameatum quoque corruit. „Snper-

M2


im DE Dt ABl S INSCRIPTIONIBÜS GRÄECIS.

„sunt diiae res, de qnibus dubitathm est, Tiagtufv esse

^,vincen8 praetereundo s. cursu praeterienn vivior^

„et tituinni esse Dorice scriptum, quod suinpsi in sup-

„plemeiito bnXiTa\v. De ])riore non pntabnni dubitatu--

5,rum qneinquam (xraece doctom. Vt a^ueißea&ai , ita

^^na^uvat et Tia^tl&slv et TiaQad'Qajuelv dicitar victor

„quicunque, a ciirsus potissiranm Lidis onmhiin antiqnis-

„simis et vulgatissimis dcsnmpta «iictione: exemplis si

opus est, snppeditavit ea Meierus. Apud Xenopbontem

95 (Cyrop. I.

y^Tülg yili^i,

4, 5.) est: raxv fJitv elc to Xaov äcplxBro

ra^if ^s nag^ei, de rei eqnestris peritia:

,,«bi rette Poppo explicat %uperavit^ dace veteris gram-

„matici explicatione irixrjosv» Nf)n de victere quidem,

„sed tarnen de eo qui quem prattereat cursu, una najy^igXsoS^ai

et naQUi^ai dicitar ab eodem Xenophontc

avzog y,al nagi^x^-

,,(Anab. IV. 7, 11. 12.): x^Q^^

,,Tai. 6 Ss KakXljuaxog tog Uoga avzov nagiovxa.

„Hiiie nt (ptvyen^ et ditoxeir, ita naQ^XS-üv in iudiciali

j,usurpatar sermone, et est hie qnoque vincerc, ut in

„loco insigni Demostbenis de Corona (p. 227, 18.) oxi

,xäg alxlag y.al rag diaßoXdg, alg ix lov ngoregog

l^ysiv 6 dLwy.iov loxvei, ovic i'ri tw (pEvyovxi, na-

?5

Qel&elv, boc est vixriaai interpretibos Harpocra-

„tione, Suida, Ylpiano, qni et ipse vidit a cnrsns Indis

„desuiispta baec esse: praetereundo enira quod Cursor in

8„Iudis vineit, ideo iam ctiara reus dieitur praeterire,

„ubi vincit actorem. Accedit Aristophanes Equitibus

„(v, 276.):

„ceH' lav jLierxoi ys vixag xf] ßofj, vrjvsXXog et.

„i]V (5" avaidua iiagsX&jig , tjuheQog 6 nv-

(ja/uovg* "

Nea prorsus eadeni sunt nagievai, et naQeX&eiv. Nam

iit'.QeXOcXv sie dicitiir, nt respieiatur id quo qnis prae-

tereundo Yeniat vel cvadat. Uagievai vero quuni sit prae-ier^redi,

abest ab Luius verlii natura ceieritatis notio^

ut in Cyropaediae exeniplo. Nee si ajiud eumdem scri-

ptoreni in Anabasi de currente dictum est, spectat ad

«arsum* Keferiur enim ad illud ipsnm momentum^ quo


DE DCABUS INSCRIPTIONIBLS GRAECIS. 181

i8 qm currebat prdeter«rrediebatnr altcrum ita ut prebendi

ib illo patuerit : o dt KaXXl/uaxogy cug euj(}a ainov na-

^i6v%a , iTiila/ußdvezai avrov rrjg Yxvog. Quid igitur

bis efiicitur? Fla^itvai dici posse de eo, qai prae-

tereat aliqaem, \\t antevertat: quod sit viin]Oai. At eo

magis vitaperanduia est nczfjitbr rixrjj quo bis idem di-

citor, idqne tanto minus apte, quia cursor, ui j)raetereat,

oranino vincere non potest. Itaque satrc et inscite et

insolenter scripsisset is, qui feeit istud epi^rainma. ,jDo-

„ricani antera esse baue Argivam iiisciiptioneuj ideo pato^

,,qaod aQiOTOv onlixaly omDi;io prohabilius est quam

^yäQiGrov oTillralig, et quod IJtiLong dicitur Aeolica

„esse scriptura, quam Doricis imniiseeri exspectes, im

5,Peloponneso maxime, nbi mixtas cum Aeolismo Doris-

^,mus. Quapropter etiam vlxr, interpietor ex Dorisirro,

ffivixci, et couvenit dictio nagiojv viy.ri. Vides igitur,

„quidqnid in raea reprebenditur explicatione, repiebendi

„iniuria." Non crediderim ne postrenia quidein repre-

bensa esse iniiiria. Nara ne conimeinoreiu, quod hie

quoque illud TltXong ingeritur taniquain certo inventum

in lapide, primo falsuin est probabilius onllrar quam

onllxaig coniici. Quo arguinento eniin, si, quod sumit

Boeckbius, non cobaercntia cum aliis verbis conspiciim-

tur ägiöTOV onllra, sciri potest, istura boininem potius

dictum esse xbv ägiarov onXiTav, quam iv noXXötg roy

aQiGTOV bnXiTaigf Deinde, ot concedamns fuisse in la-

}>ide onXiTCtr , non sequitur epigramraa fuisse Dorice

scriptum. Nara quis nescit id genus Dorismi etiam in

non Doricis usitatum esse vel maxinieP Plane autem

repudiandum est Doricum imperfectum vi/crj, quia epigram

mata metrica non usitatum fuit ea diaJecto scribere,

quae ultra epicis concessas dicendi formas ad domesticam

linguam reverteret.

Quod si recte contendisse yideor, nee Pelopem in-9

trudendnm esse in banc inscripfionera, nee caetera, quae

Boeckbio visa sunt, posse adraitti : iure postulari potest,

ut tres illos ex quibns constare biinc titiilum dixi ver-

sus restituara. lam quum vix dubitari possit, quin ini-

tium epigrammatis^ sive Hippocoon, sive alio iisdcm lit-


182 Dß DfJABÜS INSCÄIFflONIBUS GRAECI3.

ttns terminato noinine appellataa iiiit illc Victor^ tale

fuerit, quäle supra posuimiis, vcl Uöc argamento intelli-

gitur, perpauca in extremis partibns versäum esse detrita.

Apertissiinc vcro id corifirmatnr tertio quartoqne versa,

qiuiruin ia prioris fine qtiod deest I^, seqaitur in initio

alterins/ ita nt quartun» versum certissime integrniu esse,

qnintum videri saJtein integrnni apj»areat. Nanc praeter

ea, quae in aecuadi versus fine et tertii initio desunt,

duo tautnin rostant verha, quae quia explicari nequeant,

von rccte deseripta esse nceesse est, EIOIIJS dico et

ITAPlOlV. Haec si eiaendari eine violentis litterarnin

quas habeinus inutatinnilius possunt, caetera sponte sequcntur.

Atqui EIÜIT^ quam facile legi pro ElOEOI^,

riAPlON autem pro flANTON jMituerit, ipsao littera-»

ru!» formae monstrant. Sapersnnt K APl^TON, in

quo non minus facile KaPTI^TON deprehendi licet,

Hioc epigramma cflicietur elegsmtissiuMim ^ versibus ad

iiußc modum restitutis:

'IiiTioxoioy avt&ri'AE rarT errea, laxv'C XcSßijg

XOJfHS «V ri'Cd-Boig roLS ^a/LLoaloig iv &e&Xois .

xexQaxi T/} *x ndyxojv vixji xd^riOTog onllzag, ®)

ö) Vitiiperat haec 0. Mlillenis, 'x^ni in Notitii« litterarü« Gottin*

«ensibus a. 1836. n. 116. p. 1152. seqqi de kac inscriptione dispu-

tavit, quod etiain ante quam Rossii Über aotus erat, nun tot litterae in>

ter ia/vi et dufxoaiotg inseri debuerint, quippe lapide versus paris Ion-

gitudinis piaebente. Furtasse: sed quis nescit saepe dirersissiiuae loa-


DE DüABüS INSCRIPTIONIBUS GILiSCIS. 183

Sed oj)ortet me nl'iUiitl liis jiddere expilcaniK caassa,

Ac prirnum ue qais Miiic.tur ^miim iy ifClHoigs

raeiiünerit, hoc geiiua «ortaminis fere eo constitissc, ut-

cuin clipeo currercnt. ltat|Mo Pausanias Y. 8, 10. nbi

refert (juondo primnm sie OJyinpiac certatom fuerit, sio

8€ribit: TU)y d^s bnXuujv 6 u^öuog ifJoiCiUixoOi] jutv

inl tT]S nifiTuris ^OXvuniauOi xai i^rjxoarrigy luXhrjg

i/Liol öoxeiv svexa jijg ig r« noksfiiscdy rovg J*« dga--

jito'yTag doniaiv ouov TtQLurog Jriudgsiog ix()dj7]Of.y

'Ugatfvg. Inde 8aej)iüs '^(^o/zo,' avr aonid'i, «inXov Sqo-

^og, oTiXov vtier] aptui P;»i;saniani: v. Faciiim ad VI.

15, 2. Ex


1S4 DE DUABUS INSCKIPTIONIBUS GRAEClS.

:^Qdr7js TfVfdiog xal 'HXelog Kgiavviog, ovTog /luv

onlov Xaßujv vix7]V , ^Tjfioy.gdrrjg ^e ay$Qiov TidXrig.

lOConlirmatur vero haec coiiiectnra f}L&€oig iion parara eo,

(tuod certaniiDa, in qnibus vicit is qui arma saspcndit,

d/]fi6aia aB&Xa fucrnnt. Non eniin hi omniam Graecoram

ro.fnmunes ludi erant, sed proprii singulorum popu-

loriun, in qulfuss suorum quaeque civitas pnerorum et

adoiesccRtum viftatem exploraret. Eos ad Graecorain

exemplnm Pcrsis tribuena Xenophon Cyrop. I. 2, 12«

sie dcscripsit: al d^ au juivouaai, (pvlal ^lazQlßovöt

jLf€XfTa)aac rd ts akXa ii. natdtg ovrtg efxa&ov , '/.al

TO§BV€iv xal cLAorriCsiv f 'Aal diaywri'Cof-ievoi ravta

TiQog alXijlovg diaze'kovaiv' elal db y.al (^tj/lloOiol tov~

Twv ayujvsg '/.al aO^la jiQoxiO^ezai' iv fi

J"* av (pvl^

nleldroi woc Sarj/uorsazacoi xat evnstazozaroi , enairovaiy

ol noXlzai -/al riucümv ov fxovov rbv vvv aQyovza

avzwv j aXXa '/al o^ig ai/zovg naXdag ovjag

tna.idevoe. Tum paucis interiectis addit: zavza fitv

di] ol h'(prißoi ngdzTovoiv. Ex bis simal apparet, ve-

rissime vidisse Seidlernm, scrijitum fuisse in epigrammatc

nostro dauoaioig. Id verbam niiror snspectain

reddere cuijatum esse Boeckbium co, quod poetae qui

CO nsns esset exemplum desideraret. Nam ne si dees-

gent qaidem exeinpla, qnidquam probiberet quominus, qui

sunt ^rjjLioaioi äydirig, a poetis sie vocarentur. Non

desunt autein exenipla. Nc comniemorein uotissiinnm il-

lud Callimacbi, aty,xaiv(a ndvza xa (^ri^ooia, babenius

epigramiüa in Antbologia, quod inter incertornm anctorum

est n. 181. bis verbis scriptum:

hv nolvS^arjrcp zefuvei Jibg vipi^adovxog

sazi]/^ j av&ivTUJV drifxooia ^a/Luiov,

Reliquum est, ut dicam quid sit rf) ^x ndvrcDr rixj}.

In popularibns illis certaminibas , pustqoam qai eiusdem

aetatis essent, inter sc deeertassent, certamen conscreba-

iur aliud quod s/, ndyzwv dicebatur. Lucnlentum testimoniuin

praebet iuscriptio Attica apnd Boeckhiura n. 232.

\u 355/ iu ijtia adscnptis nominibus victoruni in quoque

gencre certainina nominantur hacc:


DE DUABUS iNSCRIPTIONlBUS GRAECIS. 185

ncudag axddiov T7]g dtVTtgag -^Xixiag*

Tiaidag arddiov rrjg T^iTrig -^lixlag.

naidas Ix Tidvxiov oxddiov,

avd{)Cig ozddiov.

Tictldag äiavXov r7]g TiQcorrjg -^lixlag.

naldag diavXov rfjg demBQag r/lixlag.

TiatSag dlavlov xfig XQixrjg r^lixiag, 11

naiöag ix ndrxcov diavXov»

ävdQ


186 DE DUABUS INSCRIPTIONIBUS GRAECIS.

nientissimuin est, peraetis singuJarum aetatnrn ccrtamini-

bns, dulectos ex quaque aetate fuisso, (jni uiiuni in certamen

comiiiittcrentur. Et qais duintot, ad id capfos

esse cos, qiii in quaque netate niiniinuin a victoria ai'iiis»

sent? Ita et iis, qui iarn vi(;


DE DUABLS INSCRIPTIOMBUS GRAECIS. 1^7

qüae in lapidc conspectae fernnter FonnaA typds «xpri-

Biere non litetj dahinrns iascriptionem litteris ad illd^

formas quam proxiitie accedeutikis.

,,ANTOYEDEP0EEYO

) AMAiSOOlTJyiErO ,.

'^EOEKEME'PEPA' ITIM

. DnDOEA-^APKAAON

O E ' AAAKAeAlPON

. POY1-PO0OPOMK

AYfPAEMAAt ^»1^0

la Lis littens /> ot P inter ge tam similes gnnt, nt vix

disceroi possint. In sexto vcrso O illad, qnod ante

eatf itcmqac in eeptimo primae duae litterae tautammodo

panctis a Foarmonio indicatae siuit, ut qaarum nihil nisi

tcnniPc vcstigia appareant. Eodem in septiino versa ^

altert» semicirculo et M prima linea carent.

Hac .

quoque

in inscriptione iilud praeclare vidit

Seidleru8, quod in tertio versa est !F, antiquain esse formam.

qaa X dcsignatar, nomenque illud Xfi9^^ fuissc

Quae prirnas. vqrsns continet, in his clare conspici /JcTclS

^0^1 iaiu oliiB a nie est observatara. Ex qua faciJe con-

iiei potest initiura quarti versus esse dt {)or\. In eodeui

> versa non dubiuin est y.a'kov vel y.ald)y , et in quinto

xad-alQOV vel xa&aiQoyy vel xa&aiQü)y. In sexto Boe-

ckhias latere sospicabatar vdQocfOQOV vel v^QocpoQujr.

Id poiias kovTQO(f6gog legenduin faisse patet, casn no-

niinativo. Nani quam M ante K n.Mi babeat quo se

tueri possit, quis non statim cdgitet iiac qaoqae in inscriptione

M significare ^? Firinaturqne id eo, quod

in line tertii versus est TIM. Hinc sequitar, quod ia

sccundo versa fu esse videbatnr, potius oe esse, simai-

que aliis qnoque in l^cis, in qaibus M vel yl^ est,

eiusdem litterae ü vesti^^nm posse deprebendi. Habemas

iptar quae scripta in lapide esse videantur baec : avrov

r/'cJ*« ^GT] fvo . . aoavooizileyo . . ^ iO-rjyJ fu yji^civ jlg

di (fOT] a^a(} xaXbv o s oa ^a&aiQwv . . XovxQoqjOQos

X . . Ivcpaeg /lc . //t/o. lain kovrQO(p6gog et (wtj mon-

strant titulom sepulcralcm. Satls est in banc rem atlu-


188 DE DUABIIS INSCRIPTIONIßUS GRAECIS.

lisse verba gramiuatici in Becker! Anecd. p. 276, 27.

XovTQOffoQog BTil 1(5 /uv^iLtaTi inixeirai' k'd-os

Tjr *A&riyriai rotg aydfioig ano&avovüi XovTQOcpoQov

stÜ t6 /Ltrijua xad-tozäveiy rovxo ^e riv nals vdgiav

tXcoVj Ix Xi&ov nsnoiTjftC'Vog. Eadctn et plura Photias,

Hesychios, Harjrocratio, Suidas, Etym. M. p. 569, 1.

et scholiastae ad Hom. Uiad. XXIII. 142. Eximins

est ad hnius nioris declarationem locus Demosthenis ad

Leochareiii §. 18. p. 1080. ov jiolliu ^e X9^^^ vaze-

Qov a/To^Tj/Lilag rivbs slg ttjv vnnQogiay avjLißaarjg t«5

T^lEidvXidfi [(p ndjinip rrp rov jiargbg fj^^ujaTTjasv 6

IrlQ/jd^rjg, xat reksvT^ xov ßlov dnovrog xov Msidv-

Xidov (iyaf.iog div rl rovTOV 07]fiuov; XovcQOtpogog

i(f€arr]xer int tw rov ^AQ^^^df^ov zdcp(p. Obiter mo«

neo, ne qais hie audiat coniicientein f] XovTQo^ogog, qaia

§. 30. p. 1089. scriptum est: Tigiozov /niv ovr, oxi

id T€ TiBQv zag Jtoirioeig xal zb yivog zb zovxatv akr}"

Sil df)riy.a!Jiiv f xal tj XovxgocfoQog icpeorrixsr im zm

zov 'Ägxtd^ov /uvT^juari, zaurag vfuv zag fiagzvgiag

ßovXojueO-' avayvwrai. Caussa aperta est. Sed femijiino

genere quam usus est Deinosthenes, XovzQOipogoy

vdgiav sive xdkniv, ut scholiastes Homeri loquitar, impositam

tumulo fuisse signilicat. Hie vero ej)igramnia-i

tis scriptor quum masculinnm genus posuerit, paerum

cum urceo statutum fuisse illo in sepulcro prodit. lam

qnoniam hoc insigne est mortui coniugio expertis, qoisnam

is est? Viine an virgo? Vtrique priino adspectn

repugnat viduae mentio: nam nee viro, qui uxorem Ti-

14duam reliquit, nee quae facta est vidua innlieri idgcxpo^

Qog poni potuit. Et quis est, qui loquiturP nam mor«

tuus? an qui sepulcrum fecit? an qui in sejmlcro positns

est XovzQocpoQog ^ Videtur ad haec omnia respon-

deri posse. Nam viduam facit etiara virginera, qui de-

sponsatos ei moritar. Quod si, ut supra dictum, kOTjxe

OB XV9^^ potius, quam sd-rjxe fu i** XVQ^^ lapide scri-»

ptum est, relinquitur, ut nee mortuus nee privata eo

sponsa, sed qui in tumulo positus est cum orna puer 1^

quatur. Haec si tenemus, via inventa est, qua et ex-'

plere lacnnas et corrigere corrapta possimus. Apparet


DE DUABÜS INSCRIPTIONDBUS GRAECIS. 189

aiitem restjtaenda esse ctiam nomina p^opria. In Lis

inveniendis panca et modesta posco, at T lectnra pnte-

tur pro 1,0 pro 'P et 6, I pro Y et E. Mira snnt

versa tertio et quarto §, qoae forma aliis in inscriptio-

nibns / notat. Kic, quam caetera'/ recta linea expri-

inantar, nescio an laeso lapidi tribuenda sit aberratio.

Ita iam minime invenustum epigrarama ex corrnptissima

scriptara coniectaris nee vfoleutis nee probabilitatis spe-

cie carentibas extaderiraas:

*i»avLOV riÖB QOTj Ev(p^fi(p Itco ye()ag, avO-' ov,

^ TrjXsvoyi], flv^oxsvoi &* o/nov Hai i&rjxe oe xr^av.

rig 06 (}orj aXxaQ , xakbr o/li/li iyva 'öaoa xa~

&atpvjv

vdfjiara ^ovzQocpoQog, y.Bvea n^orskea/naraj ;^«i;cu;

Phanme Eiiphemo liquor hie libatur^ eo quody

Telegona, et sponsa et fecit vidua ut simul

esses.

Quid tarnen hetec prostint^ placida illa ego lu*

mina condeif&

Quotquot vana puer sporiso libamina fundami

Potandas erit Pbaniae filius Eaphemas sponsae saae Telegonae

morte esse ereptas, cnius in sejinlcrö stans pacr

qaasi aqaam ex arceo effandens alloqaitur Telegonam,

qneritnrqae qaod nihil remedii afferant, qaae frnstra nu-

ptiis inaagorandis destinata sacra ocalos condens niortai

profandat. Si haec non vera snnt (qnis enitn in tali

monamento certa se eraisse glorietar ? ), salteni talia sunt,

qaalia faisse non sit incredibile. Neqae enim quod nQOreXea/uara,

qnae n^oreXeia ailihi yocantnr, non est ab

lexicographis adnotatuni, snspectam facere potest formaui

nominis iustara omnique reprehensione vacaain.


3 DE

A E S C H Y L i

TRILOGIIS THEBANIS.«)

Aescliyli tragoclinin cui Septem ad Thebas nomen est

partem coicsdAm trilogiae faisse ex ipsa illa fabgla eo

cognoscitur, i{nod io ea respicitur ad aliam qnae praegreasa

sit tragoediaru, Nou dico ßxsecratiojicia ^ qaa

Oedipns filios suos devovit, coinineinoratani «laepissime,

V. 661. 701. 715. 729. seqq. 772. 791. seqq. 808.

839. 847. 892. 899. 904. 952. nrt.n et notissiiriae erant

hae dirae et dictae multo ante: nnde v. 772. TTokair-

(pciToi voeantur; scd soinniuiii fntelligo Eteociis de dividanda

bereditate paterna, calnä somnii qnnni ille tamquam

noti hientionem faciat v. 716c bis verbis,

ayav ^ aXrjdslg iyvnrlcov (pccvTaOfidzcov

otpetg TiaTQtpiov xQ^l^f^^^y ^aj^Qioi'

expositnm de co esse ilebuit in ea qnae ])raegressa erat

tragoedia. Qnae vero com Septem ad Tbebas eoniun-

ctae fuerint fabnlae a veteribus quidem non est traditum.

Ego quod in dissertatione quae est de compositione tetralogiarum

p. 11. (Opusc. vol. II. p. 314. s.) conii-

*) Edita est a. 1835.


DE AESCHYU TRILOCIIS TFIEBANIS. 191

ciebaiD, et«i Sejiteni ad TLebas niediae tragoediae spewem

habere viderentur, talinen fortasse tertiara fuisse,

praegressis Laio et Oedipode, id vix defendi posse postea

intellexl. Fr, Th. Weiekerusj qui in libro quem

de trilogia srnpsit Laium^ Sphiqgeni, Oedipara uns rom»missione

coniucxit, piacter Lanc duas ali;):» de rebus Thebams

trilfJS'iaa fib AescLylo factas exiriiinavit. Earaiu

ia jniorc p. S59. feisse affinna* Nemeam, Scptnn ad

Tliebüs, Piioenisaas: quippe neruinfim saspicatiH-ain dio-

ruiu Phoenissarom ad alias quam ad Thebanas re^- por-

tinere potuisse« Non illad egc fjuidem sasii'cer, sed

koc pötins, Eaiipideufli inventam e^se Phoenisbaiuin cböram,

AeschyJum vero nm tain ex lonn;Inqoo neqoe c»stt

praosentes qai thoruni agerent audurt^niin fuissp, Qam

ne certum quidem est, scrip.sissc Ae»ehyiuin tragocdiam

qaae dicta fuerit Phoeniswae. Nam »/raeterqüam qu'jd

illud nomen non est ia iodice fabularuiii, Pollux qui c^t-

In« eara mcmorat, quum umnimi non optiäüüs aurt^;r iaij4c

tum hoc in testirtionio ij>8e «uara tidcin elevat. Scrlbit

ille VII. 91. d Jt n6Stia KQuias xa)M, uze nü.ovg

avTci olijTBoy «cte nBQteiXrjitutTa nodtxJVi tauza nkkvv-

%^a yaXeZ iv ^oivCaaoug Alaxvlog,

TihXwxq h'xovoiv f.vSixoig iv aQßvXaig,

Codex Paktinns omittit iv fpotvio'jats* Sed etsi idem

Pollox haec coDjGnuarc videtnr II. 196. «bi dicit: xal

no^fia 6b rovg ntiil xtüg nool mXovg Kgiriag, 6? Al~

o^vKog n4lvmQa xaltl: tarnen X. 50. pro Aeschylo

Sophocleni nom^nat; scribens : d de tmuvai dtl, nw^iaf

Tiilovg, mlvvTQtc' ovna ya^ 2!o(poy.Xfig za 7i6(Jia y.a-

Xti. Tarn dubia re qnis non, si fabula recte nominata

est, ex Phryniciii potiu« Pboenissis somjitum esse i&tym

Tersuiu snspicetur, in qnibus niulto credibilius est cum

posituin faisse, qoiun in fabula Oedipi res tractante? Sed

Welckeras tarnen p. 366. seqq. statuit, exordinin iubu-

lae Aeschyleae ant ciiornni Phoenissarnm aat Antigoaani

iacere; ex conclavi, in quo conclasas a filiis faerit, caecum

patrein Oedipam ab Autigona in lucera prodnci, ex-

pelli auteiu ex patria a Creonte^ comuiigrarcqae cuiu An«*


192 DE AESCHYLI TRn.OGIFS THEBANIS.

tjguna atque adeo ipso cum choro PLoenissaruin in Co-

]onniii, ibique supplicein in laco Cereris et Minervac Po-

]iochi ac lovis Tlieseo mandata de sepaltara sna dare.

In Appendice Trilcgiae relinguntür haec ita, nt neque

occJösas fores Oedipo aperiat Aotigona, neqne ipse caecus

sit. Haec aatem nt fieri possent, qui loci in Septem

ad Thebas et mortuam esse Oedipam et excaeca-

tnra fuisse argount, interpretando rersi sunt in contra-

rium: sed etsi ibi }}, 154. gravjus notati erant qui se-

cus stataerent, in Diurnis scholasticis a. 1832. p. 167.

rursnm et raccus {'actus est Oedipus et niortuus esse

diclus. Vis opus est ut moocfim, ne qnis, quod nalla

plane caussa fecÜ Schiitzins, ad Fftoenissas referat, qiod

ad cognomineni Euripidis fabulam v. 942. tradidit scho'«

liastes: oi n€()il€iif&8rreg xwy ^na^rdir, log Ala/v-

Xog (pr^aivj tjoav X&oviog, Ovdatög, lliXiOQog, Tti«^-

Altera trilogia in libro, qui de bis rebus est, labet

Eleusinios, Argivos, Epigonos. De Eleusiniis, ex-

cepto uno quod reliquum est verbo, nihil aliud ab an-

tiquis acceptum habemus, quam quod Plntarchns refert,

Xheseum non vi et armis, sed suadendo factisque indntiis

effecisse «t Adrasto redderentur ducnm corpora ad

Thebas caesorum, idque ab Tbeseo ista iu fabula esse

dictum. Neque ex Argivis praeter duo solitaria vo^'a-

bula unumque versum, ex quo non multnm d« argumentc

Scognosci potest, alia superest memoria, quam ut in fragmento

valde corruptOj si id ex Argivis est, mentio facta

sit Capanei. Denique ne ex Epigonis quidem quidquam

servatum est praeter nnam vocera et paucos versus ex

aliquo diverbio, qnibus tres libationes in coeua nuptiali

factae dcscribuntur.

Non diutnrnae fuemnt hae trilogiae. Nam idem

Welckerus in Diurnis scholasticis a. 1832. p. 171» prio-

ris istamm trilogiarum tertiam fabulam non potuisse aliam

esse quam Eleusinios dicit, qnae antea pnT^na alterius

trilogiae fuerat: Epigonos autem, quae tum illius trilogiae

tertia erat, p. 229. seqq. fecit primam, quemqne

olim tenuerat locum, üi com introduxit Phoenissas, quae


DE AESCHYLI TRILOGIIS THEBANIS. 193

postrema fuerat prioris triJosfiae. Exposiiit autem Welckerus

etiam argumenta fabniarnm deperditarum. Nobis

tutius videtiir antiqaos quam novos aaclores andire.

Hornm enim manent testimonia; illorum se ipsis no-

viora finnt.

Yidetiir antera ipsa trilogiae natura postulare, ut

argumentum sit unum, iustoque ab initio profeclam fineni

quoqae liabeat lustnm, nee tarn quae res tempore sese

deineeps exceperunt, quam quae ita cohaerent, ut nna

actio absolvatur, tribus sint partib^is aptc descriptae. Ita-

qne sie, opinor, proxime verum accesserimus, si unius

trilogiae argumentum in Oedipi rebus constititsc, de duabus

aliis autem unam ])rimi belli Th^'bani, alteram Epigonornm

res gestas complexam censebimus.

Si ita est, nou inepte Stanleius^ in commentario catalogi

ad EJeusinios, quem olim sequutus erat Welekerus,

coniunxit Laium, Spbingem, Oedijium. Ac Laium

quidem testantur index fabularuni et Isaec Hesychii glossa:

af)d/vov 3 an iv&eiag 6 agd/vr^g- Aiayv'kog Ad'io}.

Videtur hanc labulam etiam scholiastes Yenetus ad Ari-

stophanis Vespas v. 288. nomiuasse : dio y.al ^ocpoxlrig

äTioxretrat ^^vtqvQslv i'Xfyev iv ITQidum xal AloyvXog

Ad'^cp (sie est in codire) xal 'ffeQexQccjrjg. Putandus

est autem Aescliylus istud verbum de Oedipo dixisse,

quem recens natum exponi iusserit Laius. Etiam qnod

Clemens Alexandrinus Strom. II. 15. p. 462. (ed. Li|)s,

vol. IL p. 162.) non nominato scriptore afFert: 6 /uty

yä^ Ad'Cog ixEivog yaia jrjv XQayindiav (frjaiv'

XiXtj&e (5** ovdtv rujvdt fx atv av vov&exHgj

yrwjuriv J* exorrd fi fi ipvaig ßidl^erar

ex AescLyli Laio esse Tb. Gatakeras Adv. Mise. p. 529.6

B. coniiciebat: et fortasse ita est, etsi vere dixit But-

lerns posteriorem versnm magis Enripidera ant recentiorem

aliquem tragicum sapere. Vt Aescbyleis usus est

Sterkias in Historia Labdacidarura p. 46. Non recte

vero Stanicins et Gronovius ad Aeschvli Laium referendum

putabant, quod apud Harpocrationem in ^lalaxitofuv

sie scriptum legitnr: Ala^vlog 'Ella^lcp- xsxurfn

Herm. Op. Vir. N


im BS AESCHYL! TRII.OGKS TfTEBÄNIS.

ftaXxlojv no$L In isto 'EXladim non fabnlae noroen^

Sfd ipsitis poetae verba latcre si^nificavi in dlsseriaiioae

dd Heliadibus, Opasc, vol. HI. p. 139. Scribendttm:

Imperativo fl« nsüs est Enripides Herc. for. 819.

Spbingis, fii ea fuit tragoedia, non eas habeinos re-

liijuja?. , '?;x quibus aliquid de ari^uinento eoniici possit.

Hesychiüs: ^rGvg, 6 s% rov a^ovog tj^og. AtysTai ds

xal xroT] j xal 6 rmy noiJmv ifocpog, wg Äla^vlog

^(fiyyi. riVi'S ds (paai xvovv ror rjxov, x^'^W ^*

^11(105 tov a^,ovog, rj xoivixlg. Aristopbanes Ran. 1320.

^(piyYa dvgapagiav nomartv %vva.

Atbenaeos .XV. p. 674. B. Ala'/vXog (^ ev rcp Xvo-

fihnp I7()0ui]x}iX aaipwg (pjoly ozi int Ttjufi tov FIqq-

f^TjS-SiOg TOV GTSipaVGV 7I€QlTL0^€/USy Tfj XB(pcXfj SlVtLnotva

zov txdvov tJeGiiov, xal k'ri (sie scribendain puto

pro xalroi) sr zfj inLyQaipopivji ^(piyyl elnmy

r(p de §ivcp ys arf-'cparog clqx^Xov oxiifog,

deo/Lcutv a^iöcog^ ex U^ofxrj&tms Xvyov.

Apud Athenäenm est OTeipavoy et Xoyov, Prias Gro-

tias, . aiterum Hevniiis emendavit; a quo nt disscntireni

in dissertatioue de Proraetheo solotö, Opösc. vol. IV.

p. 282. jjotissiiDe pravo illo xalxoi erat effectani.

De Oedipo tra«(oedia, quae et ipsa sicuti Laius et

Spiiinx in indice fäbnlaruni noniinata est, nihil constat,

nisi mystica quaedam in ea evulgata creditum esse. Vcri

simillimum esr, argunieotum idem fuisse, quod Sophociia

Oedipi Regis, ut coinpertis quae iguarus icijiie fecerat,

sese excaecaret. I^og debeo hie praeterire adnotationem

scholiasiae Sophoclis ad Oed. R. v. 733. 7T€()1 Jav~

Xi(ja (prjal ^tjjv oxi-^irr^v odoy. 6 ds Alüxvlog tieqI

IToTvlag^ ovjwg' infjuev rrjg odov TQOxr


DE AESCHYLI TRILOGIIS THEBÄNIS. 195

Opncc. Tol. II. p. 64. O. Müllenis antem iß Orcho"?

meno p. 37. tamqnani re ininime dubia Oedipi faciniiri

ab Aeschylo ad Potnias patratum narrat. Verunitaniea

yersus isti Yereor ne non ex Oedipo, sed, nt Spanhemias

pntabat, ex Glanco Potniensi sint petiti. Taia

sotDin enini comiamiiqQe famn decaatatuRi erat illsd in

Phocide triviani, in quo patrem occidisset Oedipas, inoa-

stratcrqae hodie qaoqae, ut non videatur Aeschyias caedem

Laii in regiooem longe ab isto loeo remotam atque

adeo plane oppositam traasferre potuisse; ipsiqae ?er&as

isti potias sine inipediinento ti*aß8gressos c«se trivium

coä, qaorara de itinere serino est, quam cam aliqiiö via-

tore conflictatos sipilhcdnt. Qaapropter quam ne scho-

liastes qoidem de Oedipo quidqnain dicat, sed de sola


196 DE AESCHYLI TRILOGIIS TIJEBANIS.

est Oedipam, ut co/^nitis parentibus sil)i ocalos eraeret,

et vel domo, abdiius couspcctum Iiominuni fuo^eret, vel se

patria exterminarct, potest is iustus linis haberi rerum

illa trilogia coraprcbensarum. Non iie^averim tarnen, si

Spliiox demator, quam trasfoediam fuisse haud satis cer-

8tsiin piito, potuisse ultima trilogiae tragoedia obitam con-

tineri Oedipi, simiüter ut in Oedipo Colonen Sophoclis.

Ac suspicetur quis forsltan tractasse Aeschylam etiam ea,

qiiae Oedipo molto post qnam se oculurum usu privassct

acciderjöt. si, ut quibnsdam cum scboliasta Sopboelis ad

Oed, Col. 1375, plaeet, quae in Septem ad Thebas

V. 792. aQol Inixotoi xQoifäg dirtae sunt, ad ea refe-

iüntur, qnae ex cyeiica Tbebaide partim aj)ud scholiastam

istoin, parHrn a{)ud Atbenaeuin excerpta babemus*

Ea fragiuenta atti^i olim in adnotatione ad Oed. Col.

1377. Postea tiaclarunt qui de Tbebaide scripserunt,

reprebendeotes etiam quae non debebant. Eorura frag-

fiiesjtonim primuni , quod iam rectius emendatum dabo,

servavit Atbenaeus XI. p. 465. F. sie scribens: 6 de

OWlnovg di^ Ey.nujiiara rdig vtolg xaT7}()dociT0 , (og 6

TTjv TtvxliyJiv Orißdida nsTiotrjxajg (ptjair, ort avr(p

uot,Qi9rixay Ex/uo/ua o anrjyoQevxei, leywy ovraig*

avTciQ o dLO'yevi]g ri(}(ag ^avd-og ITokvvelxrjg

jiQioza fuy Ölöinodj] xaVjv naQa&rjxe T(}dn€^ar,

a(jyv(jerjVf Kddfj,oto d-m(f{)OVog' ctvraQ emna

^Qvaeoy sjunlrjoey xalbv dinag -^deog oivov,

avraQ oy wg (f^doih] na^axelfieya nargog ioXo

rtfzrieyza y^fictj iiiya ol y.cnxoy €,a7i€(7£ S-vfi^.

alxfja da Tiaiolv iotoi just ä/LtcpoTaQotaiy inaQag

UQyaXiag rjQäro' S^aov ä* ov idy&ay' ^Eqlvvv'

(X)g ov ol naxQOi't Ifj (piXoTrjTi ödoaiyxOj

ajLLcpoThQoiai


DE AESCHYIJ TRILOGIIS THEB.42^'IS. J97

etiam Homerum, qni alibi Icp&l/Ltcp t' \M$7i zcd Inaivf}

IIeQae(fov€ii] dixerit, credibile est *Ai:^r} xsvd-ojfiai po-

saisse. Deinde -qoia OWinodi jirosae orationisj OlS'f^

nodfi antera poeticae est. VJtiinos versus, in qaibus li-

bri naiQwav ur^ (piXorriri habeiit, Telid-oi aütem oinissnm

est, olim aliter constitueram. Non debebat tarnen

obiici, qood da.ooaiv%* in principiura postremi versus

conieetum jjlane falsam potestatem acciperct: qoalia qni

profert, aat capiditatem repreheodendi, aiit parnm diliffen-9

tera lectionem epicoram {)rodit. Neque vero doctös poeta

aut 7ia%Q(XKi y^ tvl cf 17.6771x1 , aiit ajLKporsQotoi ^ asl

Tiolsjuoi TS ^d/^ai je ytvoivTO scribere potuit. Sed mittam

haec. Atheuaeo auctore EustatLius p. 1684, 6. de

diris Oedipi: mv airior' y.ard Ttvccg an TitnQi&tVTO

ixetvoi ToJ tzcitqI ly.nujuaxa aneg ixetrog ani^yo^jfvxst,

TjOav ^6 ixsiva xara tov nsnoiriyoxa xrjv icvxkiy.7]V

07}ßat(^a naxQog iolo xi^rjerxa yiqa, xovxiaxi

TOV Adiov. Dilticile est hos versus coRoiüare com eo

fragraento, quod est apad scholiastan» Soplsoclis ad Oed,

Col. 1375. qui sie scribit : xovxo äna^aTiayxsg ol 7i()6

rifi(x»v TiaQaleXoiTiaaiv. h'/ji 6s xä anb xfig loxo()lag

ovTwg. ol neQi ^EnoxKa xal IJoXvnlxrjV di' iV-ovg

i/^ovxsg x(p Tiaxfjl OWinoi^i nhineiv ig exdoTov is^fiov

fioigav xbv co/u-ov, ix'/.aß^ousrol 710x8, eixe xaxa ^a-

OT(üVi]V ehe i^ di:ovovy, lo^iov amv) em^mpay o (^e

^ixQoipvxujg xal XEXeojg aytvvdigy ö/niog yovv agag i'd^fro

xax avxujy j ^o^ag xaxoXiycjgelaS^ai. xavxa d XTjr

xvxXixriv Orjßatda TioirjOag laxoQiX ovTuyg'

la/Joy (og svorjOf, x^f^^^ ßdlev eine tb fxvO^ov^

w fioi syuj, naidig fitp ovaiöslarxeg sne/npay.

evxxo Ju ßaoilfi'C xal aXXoig a&aydxoioi.

XBQolv vn alhq'küiv xaxaßrjueyai ^'Atdog tCo^Jo.

Eadem in Triclinianis edidit Tarnebas, ap«d quem xqvtoanavTeg

et TOiavxa o z^?/ OrjßaWa xvxXixxjy noiinoag

legitar. In Roinana Bcholiorum editione scriptum 6 xrjy-

fiixQriv €h]ßdida. Elmsleius e codice I^aurentiano cdi-

disse Yidetor 6 xriy Ttvxlixriy Otjßat^a noijjoag: etsi

aliqaam dubitaudi caossam prae!>«t haec eins adnotatiet


198 DE AESCHYLI TiilLOGilS TFIEBÄNIS.

f^usi^rjt' R. Br, xvxXixrjy Triclin, Haec jgitor quem

discrte ex cycüca Thebaide afFerri \iderentür, rreditas

est |)oeta cycücHs, ne pngnantia narrasse de oAseeraüoue

putaudas esset, priino irascentcin fetisse Ocdiputu pro-

pter poculnm qaod apponi vetuerat, postea autem inagis

ctiam commotum, qaod sihi coxajn pro huraero mi8is8ent

filii. Itaque Welckerus in Appcndice Triloj^ac p. 145.

Äthenaeam vitujierandum doxit, quem ait perperam Inteliexisse

vcrba poetae, quodqae scnpseiit otl avrcp na-

(feß^jjxav ixTKOfiaia a oijir,'yo()€vxeif ipsum ünxisse, idqne

vel plurali nunaero «iictah'j innüjfiara prodere, quam

tarnen poeta iinum modo pocuJum noininaverit, nee minns

iiiensa ad rem jiertineat. In bis primo ndmoduin

leve est illud argnmeatuju, qiiod al) nnniero plurali rc-

petitam est. Quo immcre etsi EnstatliiUvS quoque , epilOtomen

gequiitua, ntitar, tarnen ajMid Atheaaeum dudum

ex optimis libris editum erat Jf' exncoma o änrjyo^sij-

y,8i. Deinde qnis non »ic potins iudicet, Athenaeara il-

Ind aRt]yooBvxBi non scripturum fnisse, nisi W ipsiiin

legisset in Thebaide; noc? autem, qui non legimus libram

qaem non babcmus, non posse scire qnid in eo non lue-

rit scn])tura? Iinmo fuisse scriptum in isto poemate res

ipsa evineit: qnoniodo enim irasci apposito pocnio potuisset

Oedipos, nisi vetuisset apponi? At ncgat Wel-

ckerus perspexisse Atbeaaeum, qua ratione res inter se

nexae fuerint, hoc est, o])inor, Oedipom gradatim commoveri,

primo projiter poculum, deinde raagis etiam pro-

])ter coxam. Sic enim iam non pngnare secnm scriptorcm

Thebaidis putat, qui uno loco Oedipum propter poculum,

aitcro propter coxam cxsecratum esse filios nar-

raverit. Est hoc sane non inepte excogitatam; sed tarnen

magnopere vereof, ne a vero absit longissime. Ni-

mis enim mirum est, quod, quum et Athenacus et scholiastes

cycLicam Thebaidem antestentur, tamen Athenaeas

iiiiiil de coxa, de poculo autem nihil scholiastes racmo-

rat, Accedit quod ajteram de exsccratione uarrationera

aliis quam cyclicac Tliebaidi auctoribus tribuit Enstathius

hia verbis: alXoi de ye ßgcDudrcür rivujy x^Q^^^ '^^^

OWiiiovv 'Ka^a{^(f.C(W^^al zolg rexi^oig laroQrjaav, Hunc


DE AESCFIYLJ TRU.OOnS THKBÄNCS. 199

vero Welckcms in Diurnis scbolastieis a. 1832. p. 1^;4,

lias narratiofies separntus«, ut aosj acoepisse cecset, ^>ii-

lasseque prionin li.fitiiiii m cydica l'hcbaidii fuisse: qii. 79. esse impu^natam ; F. A.

Wolfium utriimqne fia^mentum ut e c\clica Theßaide

edidisse. ^^oifius nihil ad rem, qui hoc tantum agebat,

ut fragraenta poneret, quae ex cvclica Thebfiide essent

proiata. Schellenberirii nutem disputatio valde levis est,

qnae redit eo, ut plus m-hujI devovcre filios potuerit Oe-

dipos: sed tarnen hoc ille recte dixit, non vide:"e se

quae caossa potissimum iliiid qnod ajuid Atlienaeum est

Iragmenturn, non alterum apud scboiiastaiu SophooJis Antimacho

Tindicaret. ScUicet Valckeaarius ad Phoen. 68.

versns ab Atbenaeo servatos indicta caussa ex 4.ntiin!ichi

Tbebaide se dare scripsit« At, nisi ego veLenip; wr

falior, recte suspicatus est ScbeJienbergius , iliud quod

apad seholiastara Sopiioclis est fraginentnra non ex cvciica,

sed ex Antimaclii esse Tliebaide depro'uptum.il

Testator qaicem cyciicarn Thebaidein schoJiastes; testa-

tur ctiain Triciinins : sed primum hos ego nou duos, sed

unoin iestera efüse credo. Nain quum omnine TricJinii

aduotationes ab scholiis istis in hac fabula ita non di-

screpanty ut propterea omissae sint in Triclinianis a

Branckio, tum vel illud tovxo ana^dnayTt^ ol tiqo

Tjfxwy Tia{)akiXoiTictOiV non antiquum grasuiuaticuni, sed

istnni sua doctrina gloriantera TridinJum prodit. Eiusdemqae

generis illud quoque est, quod Oedipnm jäucqo-

y/vxojs xal zeXemg ayevrwg devovisse liiios suos pro-

pter coxam pro huraero inissam observat. Hls vero etiam

fides auctoris debilitatur, credique facilc potest, Tridi-

niam, quum ex Tbebaide non noniinato soriptore aflbrri

versus istos vidisset, eam oyclicam esse Thebaidem pu-

tavisse, non, quae erat, Antimachi. Nisi iliud xv/cXixijV

ne a Tricliuii quidem^^ sed ab lectoris alicuius manu est.

Antimachi enim istos versus esse eo est veri simillus,

quod etiam dictionis genas tale est, quäle huiüs poetae


200 DE AESCHYLI TRILOGIIS TIIEBANIS.

faisse scimus, Apertam qaideni est, scriptoram aliquid

vitii contraxisse: qaod cgo facilfima corrcctione et olim

ceasiu tollenduni esse et nunc censeo, lioc modo

If^X^^oy (og IvorjOa, x^f^^^ ßauv tlne %e jj^vSov

0) juoL iyojj TiaWeg /hol ovaidelorrsg snefiyjav

ivxia Ja ßaaiXrfC xal aXXotg ad^araroioiy

X^Qolv vn allrjltor xaraßriiiEyaL ^'A'Cdog eiaa)*

Secußdo qnidem versu quod fur codicis et cditionis Ro-

lüäoae, pro quo a Taruebo editnin fiSj in fxoi mutavi,

operam abutitur, si quis exeniplis docendum putat, ^«V

etiam non sequente df dici. Non ista mihi corrigendi

caassa frn't, sed quod liic facilius particnla quam pronomine

caremns. lu «'odem antcm versu qui Buttniauni

cooiecturam ovudHov xod^ ins^iifjar palmarlani esse pro-

nnnciarunt, vcrcor ue inconsideratius pro vitioso liabue-

rint Terbum quod aiibl non esset inventum. Nam et

forma verbi proba est et potestas ea, ut tarn apta sit

rei quam non epta foret ovfAdi'QovxBg. Quod si alia auctoritate

non manitum est iioc verbum, ob lianc ipsam

caussam rara captanli poetae Colo])bönio convenientissimum

est. In tertio versu quod ego pro evxxo posui

evxTa, eiusmodi est, ut, quac nuUo modo col'.aere5)anl,

apte coniungat in unam sentcntiam. Aliter enim, quod

non est rredibile, aliquot versus ante Uunc excidisse opor-

teret. INon potest enim scribi, quod placnit quibusdara,

\2evxT0 (U Jl ßaailfi'C: qui non videntur cogitasse quantum

ab aoristo distet plusquamj)eri'ectum. Caeterum quod

dicebam scholion istud non videri autiqul gramraatici, sed

Triciinii esse, duobus etiaui aliis argumentis probabüe

iit. Eorum unum per se n«üJam vim habet, sed coniun-

ctnra cum reliquis non est contemnendnm. Comparafc

enim Lomo iste cum Thebaidis versibus Aeschylum in

Se])tem ad Thebas: quod etsi quivis etiam alius facere

]H>tuit, tarnen et alibi sie solet Triclinius, et consentanenm

erat facere', qni ipse in illarn fabulam commenta-

rios scripsisset. Alterum ari^umetitum hoc est, quod in

versibus qui deinceps afferuntur m tnifestae sunt correctio-

nes metri canssa factae, quo in generc nota est Tricii-

:


DE AESCIIYLI TRILOGIIS THEBANIS. 20J

nli laudabilis qoidem, sed instam perifiarn non asseqnuta

industria. Eins observationis aoxilio pato me versus il-

loä rectius restilTituriini esse, quam olim feci ad fabalam

Sophociis. Pergit igitar scboliastes sie: ra Je na^a-

Tilvoia Tip inoTfOKo xal AlayvXog Iv zdli '^Enra inl

Oi'jßmg' xal eotxey rb TVjg larofjlag TJxsir inl 7ioA.kovg,

(og xal Tcagd xivi ixTedrivai avxä nQog to yeloiote-

atL QQujrzi Y ogv, st xai rvcplog fjr.

&vOLag yaQ anagx^S y^Qctg imitnouev naTQi

TiBQtooov üjuov, exxQLTOv ytQag' rb dt]

avrel ys ovyxoxpavTBg, ov jLisuvrjjuh'^oi,

5 l-^OBLV doy.ovvTBg, ävxl rov xbxoujllevov

inijLLxpaiitv ßoeiov o Sa laßibr /fpt

i'yvto '7ia(f^oag, üni t* bx S%>juov Ta.de'

tig fiOL TccJ' av&oiJioiay /Litarirby XQeag,

niunei; yiXcoTa Sri jus noiovvTai x6(J0i

10 &voyreg vß^sr TvcfXbg ov rot yrcuaezai,

0VXÜ3 Xtyoj'Tsg. c5 t9sol, uaQrv^duai

iyu) rd^ vaäg, xal xarev/ronaL xaxa

avTolaiv, at'Tovg tvjvSb. dlg Tooa O'/^Bd-üv,

yaXxü) Öb uaguaiQOVTBg aXhri^xov X(j6a

15 GcpdioiBV au(pl xtrjuaöiy loig ßaoiXixotg.

Notabo librorom diversas scriptnras, quas niinus diligen-

ter indieavit Elinsleius. In Turnebi editione oniissa inen-

tione Aescbyli post versus Tbebaidis sie ])ergitnr; Boixe

ds TÖ T7]g loTOQiag 7]Xbiv xal B(p' ixBQovg noXXovg.

(prjül ydg xig Ovoiag yoLQ änaq/ßg. Primus igitur trimeter,

qni non est in Turnebi editione, ab Elrasleio ex

codice Lanrentiano sie editus est: dsl J** ogcuvrt y' 13

b^v, xal TvifXbg rjv. Editio Romana autem bI inseruit

ante xal. Manifesta in bis imperiti raetrici manus. V, 2.

Ovalag yaQ anaQydg babent omncs, nisi quod Laurentianus

anag , superscripto /. V. 3. 4. in Lanrentiano

et ed. Romana sie scriptum : xb 8r\ yB ovyxoiparxeg*

Turnebus edidit: xb d'a Avroi ys avyxoxpavxBg. V. 5.

«od. Laor. xbxojhubvov. V. 7. Brunckius et Gaisfor-

'vüus Byvü} *na(pi]aag. %A* Roraana ByvüJ» inacpnaai


202 DE AESCHYLI TRILOGIIS THEBANIS.

bItibt*, Tüxii^hvL'& eyvfo fy* innifriaag. V» 8. Laur. Rom,

TocT avrofiotov» Turnebus rciT Siy&ojuoia. V. 9. Laur.

Born. nefiTiiov. yiXud 8r\ /us. TnrBehiis UiiiTiu, Xtycov ^tj

zäiiiä. Brnncklus ex Stcphaniana: mjUTCEi; ytkojy dr

TCLua. Craisfordius ex Elm?ileii a|>(>»v:i|)ho edidit ntfArnu;

yelmzu d^ jue, V. 10. Brunckius ovti. V. 13.

I;aur. roooa. Idem et tM* ante Gaisfordianam ax^td^nv.

\. 15. Gaisfordius siae nota acpd^oier. Edd. priores

Oipdiouv. Deinde Gaisfordius xrrjuaaiy ßaaiXixoXg.

Koinana xri^ijuaoi ßaoilixoilg. Elmsleias ad Med. 70.

legendum^ inqnit, acpd^oisv {vel potius ocfd^eiav) aiupl

xxTj/Ltaaiv TVQavvixoig. Minus recfe Brunckius xt^-

fiaaiv TÖlg ßaoiXixoIg. At sie iam Turnetus cum eoque

Stephanns ediderant. Hos quindccira versus, qnos

l'uit qui comici alicuiuB esse putaret, recte Eimsleius eo

quem dixi loco ex quadam vidit fabala satyrica esse pe-

titos. Eorum de initio, quod ab imperito metrico J/T-s-

sime tractatuin est, quae ab aliis prolatae sunt coniectu-

rae, sileutio praeteriri satius est. Ad illud vero adver-

tendns animus, quod inepte in tertio versu repetitum est

ysQag, aberrante librario ad praecedentem versum. In

quarto versu facile agnoscitur Triclinii vel quisquis fuit

mainra additamentum amoi: ex quo coniici potest, to


DE AESCFDXI TRILOGIIS TITEBANIS. 203

possit hmic poetam alia qoam TLebaiilis scriptorcm rettalisse^

hpc per se id veri c?HHi'e est. Deinde sumen-

doni essetj de qno düiü dictum ia veraibns istis, siiniiJ.

cum taaro ctiam vaccam esse mactatam. Dcnique dabitationem

faeit etiam incerta scripttira, qnum in cod^Laur.

et ed. Rom. sit TOoterit

dnbitari. In ortavo nono


204 DE AESCHYLI TRILOGIIS THEBANIS.

Im^xpa^aev ßoeioi'* o de laßdtv x^P''

iyvij) *7ia(p^aag eins t* sxd-vfxog rdöe'

%ig jLioi ToJ* avT^ wuov 'oS-' 6 /niOTjtbv XQtag

16 TiijUTicjov ; yiXiov Si] rafiä noiovrtai x6()0i

10 O^vovjeg, vßgei &^ jyb zv(pl6g' ovtoi yriüaezai^'

ovxio leyovTeg' üj 0-eoi, iJ.a(JTV{)Ofxai

tyu) zad' vfjäg^ y.al y.aTBvyofxai xaxä

xaxotaiv avroXg iihvÖB dlg roaa üxe&eIv'

Xctkx(p (^B /JLa^aaifjovTsg al/.rjkwy XQoa

15 ö(pa.§Biav äjLKfl xj^/uaaiv rvi^avvixoXg,

Redeo iain ad id, cuius caussa de liis versibus exposui.

Nam qiiod sclioliastes scripsit, ra de na^anXrioia xm

inoTTOicp y.al Aloyvlog er rolg 'Emä inl Qrjßaigj quuin

sjiectet ad v. 791. ubi -de Oedipo dictain, rexroig i(pijy,BV

BTTiy.oTovg TQOcpag agagy ea vcrba in camdem cum

scholiasta senteiitinm Heathius quoqae interpretitas est,

scribens snixoTog TQOcpägj quae noa modo inutilis, scd

etiara invennsta coniectiira ei^to Hunc sequuti sunt Welckerus

in Dinrnis sdiola.sticis a. 1832. p. 167. et Ster-

kius in Historia Labdacidarum p. 100. ' At ut haec

verba, si per se sola spectantnr, rcferri ad istam narra-

tionera possint, tarnen, quo loco posita sunt, potius, ut

ScLützins volnit, propterea ira correptum esse Ocdipnra

signilicant, qood sustulisset educassetqne inceste progna«

tos filios. Sic enirn chorus a. v. 784.

btibI (5** aQxicpQwv

ByBVBXo jaelsog a&Ximr

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xv^ooxBxycoy binjLtdxwy Bnldy^Orj,

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alal, niXQoyXwooovg d(}dg,

xal GcfB oidufjoyo/LUp

öia x^Q'' noTB laxelv

xx^/Micxa,


DE AESCHYLI TRILOGHS THEJ5ANIS. 205

Apertnni ex liis est, Oedipnm, statim «t patrem ab se

occisnm raatremque coniagis loco habitam intellexit, farentem

dolore et ocolos sihi effodisse et fiüos, qaos edu-

casse poeniteret, mntuae raedi devnvisse. Quod si sibi

constitit Aeschyliis, etiain in illa fahala, qua Oedipami6

piaeula saa cognosccntem fecit, noö jjropter coininuta-

tain cnrn huraero bovis coxam, sed qood ex incestu pro-

creati essent, devotos a patre dixit filios. Ita apparet,

cur dirae istae in Septem ad Tbobas v. 772. nalaitpa-

TOL ägat vocentur.

Venio nanc ad eain trilogiam, in qua Septem ad

Thebas faerunt. -Eins trilogiae quura Septem ad Thebas

medium locnm tenuisse noo dubium videatur, ülnd

tarnen ego minirae affirraem, j^riinaüi tragoediam fuisse

Nemeam. Nomen buius fabulae insertum est indici, sed

nibil ex ea nominatim servatum. Referendum tarnen ad

eam sine dubio, quod scholiastes Pindaii in praefatione

Nemeonim de institutione istorum ludornra scripsit: äX-

Xoi 5sj (Lv iazl xal Aloy^vXög, en ^Aq/jj^io^co tm Ne-

jusag 7iai(fi, Nam sie de illa re refert Apollodorus III,

6, 4. ncnQayBvo^ievoi da dg NefxiaVy Tjg eßaolXeve ylvxovQyog^

eyrjTovv v^wq' y.al avToXg riy^oato rrjg cti*

X()i]vr]V oSov 'YipinvXi] , v^niov nalda orra 'OcpeXrTjr

anoliTiovoa , ov arQSfper, EiiQv^lxr^g övra xal Avzovgyov.

alo&6f.ievaL yaQ at Ari/urtai voreQov Ouarra

aaatoafMtvoVj exhvov fJtv exretray, triv de ^YipmvXrjV

antjjLiTioXrjaav. J'to ngad^eioa eXaTQsvs naga Avxovqym.

dsixvvovorjg (^e rrjv XQrjVrjv 6 Titug ajroXeKp&slg

vno ^Qaxovrog diacpOeigsTai, tbv fisv ovv dgdxovTCt

€7ii(pav€VT€g OL fisra ^Adgdorov xzeivovai, xov dt naida

S-dmovaiv. 'Ajucpidgaog de elnev exeivoig ro arjfieiov

rä fisXXovra ngouavTevea&m, rov (T* Tiaida 'Aqx^/^ogov

ixdXeaav. dl (Je e&eaav in avz(p rov ruiv Ntfjtuiv

aymva. xal Xnnco juev avixrjaev ^'Adgaoxog, ora-

diip de 'EreoxXog, nvyjufj Tvdevg, äguari xal dloxtp

^AiKfidgaog, ccxovtiw Aaodoxog^ nd?,r] UoXvveix7]g,

To^fy IIag3iro7ialog.' In bis nibil est, ex quo argumentum

capi potuisse videatur aptnm tragoediae, quae

res Tbebanas coutineret. Nam etsi Opbeltae interitus


206 DE AESCHYLI TRILOGIIS THEBA.NIS.

malnm oinen ducibns Ar^vis foit, tarnen res adversaCj

fjua.s haec tragoedia babiitt, nou liis, sed natrici Opbel-

tae Hypsijjylae accideront. Quam quiira necare propter

pHcruro male custoditam volaerit Eorydice, eoque consilio

temierit conclasain, servaverint autem monstiante Am-

])}narao ülii eins, de quibos rebus exposuit scboHastes

Pindari: non dubitandum videtur, quin Netnea ad iilain

pertinoerit trilogia»*», in qua fuit tragoedia Hypsipylc.*)

Quod 81 non est ?eri simile, nt Ncraea praccesse-

rit Septem ad Tbebas, alia circnmspicicnda est trai^oe-

dia, quam primam buius triiogiae ponere possimus. Vi-^

17deor mibi aliqood de eius arguineuto indicinm invenisse

in Septem ad Thebas v. 576. ubi praeco sie de Amphia«

rao praedieat:

'Of-LoXcoLOiy ^s TTQog nvXaig Tsray/j,tvog

xaxdioi ßa^u noUa Tvdtwg ßiav,

rbr ard^oifoyTTp^j roy noXswg TccQcr/troQa

fisyiaroy ^.A(^yHf zov xaxüjy diddaxaXoy,

^E()iyvog xlr^Trj()fx, Ti^ognoloy cpoyov,

y.ay.üjy d* 'AdfidoTip jüjyde ßov)nvTr^()toy.

Tarn significaDter baec coagmentata sunt, ut quo singnla

spectent vix videatur ab audientibas satis percipi potnisse,

nisi praegressa esset harum rerura omnium uberior ex-

plicatio. Hinc fortasse non fallemnr, si argumentum primae

tragoediae ex bis Komeri versibus snmptura putabi«

mus, lliad. IV, 376. ubi sie de Tydeo Agamemno:

iJTOi jUfy va() cltsq Jiole^ov dgrjX&e Mvx^yag

xelyog afi ayiiO^iip IIoXvyHys'Cj Xaby ayuQüxyy

0% ^a TOT* ioTQaTowyd-' Uqo. UQog Tu^^a OrjßT^g*

yal Qa fidXa XiaaovTO dopitv xXsiTOvg inixovQovg.

ol (T i'&fXoy doftisyaL xal sn^rEoy, wg ixfXevov

aXXä Zsvg k'TQeyjs, nagaloia Gr\^ai:a (paiviov.

Ac fortasse etiam eorom aliquid, quae deinceps copiose

*) Couferre aliquid ad buius rei erplicafionem potent pictura exi-

ntia in vase, quam edidit a. 1838. Berojini E. Gerliardus in disssrt.i-

tif.ne, cui titulus Archemoros und die Hesjreriden,


DE AESCHYLi TRILOGIIS THEEANIS. 207

exponit Ägameinno, adraiscnit Aeschylns. Ka paacis compJexHS

ApoUodoros sie refert: wg ^s rjl&ov dg rov

Kt&ttiQürya, nsfinovat Tvdia nQOEQovvxa 'Erwy~ltl zr^v

ßaciXelay naga^iogslv Ilolvreixsi xa&a avve&svxo.

/iiTj TiQogexovTog dt 'EtfoxXtGvg, didneigay rwv QrißaiüJV

Tvöevg TroiovfiBrog, xad-* tra nQozalovfievog ndvxwv

7ie(iieyev£T0, dl de nevxrixovTa äydgag pjiUoavxBg

äniovxa ivij^Qcvov airov. ndvxag de avxovg . x^9''S

Maloyog amxxsivs, xäneiza inl xo axgaxonsdov tjI-

^hv. nia igitar in fabula etiam de soinnio Eteoclis,

cnius in Septem ad Thebas rnentio facta est, expositam

esse deboit. Nomen vero quod liuic tragoediac faisse

aliqna cum probabilitate dicam, non habere me fateor«

Nigi forte appellata fuit Argivi aat Argivae. Sed koc

dobitanter dico. Beoe eiiira scio, qHaatum ea coaiectara

periculum sabeam. Verumtamea non affirmare quldquaia

Tolo, sed qnaerere, bukij quae obstare videatar, talia

sint, ut nequeatnr de Ärgivis cogitari. Sunt ea autem

haec dao, KDura, quod Argivi fabula satjrica esse visi

sunt; alterum, quod, etiara si tragoedia fuit, non qnae

ante Septem ad Thebas, sed quae post gesta sbri, te-18

Baisse existimatar» Ac satyricam fuisse Hesycbius, si

recte emendatus est, testari videtur in Iju/nilEia bis ver-

bis: xgayixr] dt OQxnotg. ^J^Qyvgiois de yHo^vlog avxl

rov oaxvgt'ATi, 7] iöxi aixivvig. Pro ^AgyvQioig scriböJit

viri doeti ^ÄgyEioig, nee dubito quin recte. Eo

igitnr testimonio Boeckhias in libro quem scripsit de

tragicis Graecis p. 30. Argivos in satyricis fabulis nu-

lueraTit, recte sane, si nihil vitii est in yerbis Hesychii.

Et Tideantur ea fortasse iade aliquid praesidii habere,

quod Lucianos de saltai. c. 22. T. II. p. 280. oranium

ßcmioa tiiora saltatiorium seenicanim ab Satyris inventa

dixit. Sed perrairnm tarnen est, qaum tot scriptorcs

ffi^iXuav tragicao aaltationis noraen eiise testentur, nullum

eornm praeter Hesychium illud nomen etiam ad ol-

xivvtv translatum dicere. Quare vereor ne Hesychius

sie scripserit: rgayiy.^ da ögyriOig* ytla^vlog '^Qyeioig.

riv de y.a.1 oaxvgix^y ?] soxi öixii'vis. Gerte sie idcni

in oixivvig: tjv de y.al iy-fiaksia xgctyixrj, y.aX xco/mx^


208 DE AESCIIYLITRILOGIIS THEBANIS.

xog^ag. Qnod si Hesychii testimoniara cadit, nihil re-

linquitiir, quo satyJcam fabnlain fuisse Ar^ivos Ct^nsea-

mus. Nam (joein versuin Harpocraliö in ;fXiyJos affeit,

xat Tialxä Kayy.vXrfia xal x^'f^^ov ßalan^,

in qno Valcsius scribcndum pntahat y.al TidXx' avayxv-

XtjTiji, is nihil continet, qiiod a gravitate tragoediae ab-

horrere videatur. Qai versus si Boeckhiuni adduxit^ at

etiain illos versus, qaos Athcnaeus I, p. 17. sine nomine

fabulae servavit, ad Argivos referret: est id eius-

.modi, ut possit verum esse, si fabula fuit satyrica; si

ßori fuit, non possit. Sumamns nunc tragoediam fuisse,

ut Wclckero placuit. Tum vero non videbitur prima

trilogiae fuisse, pro])terea quod er Idg^Hotg Capanei fulmine

pereussi ineiitionem factam accepimus. Quo etsi

fortasse etiam a7i6(JX7]ju/Lia , (juod Hesychius am()H(^jua

interpretatur, leicrri potest, tarnen neque haec vox non

etiam aiio signilicaüi dici potiiit, et illud iv 'Agysiotg

ita comparatum est, ut possit ipsias poetae verbis adna-

merari: quo peribit nomen fabulae, fragmentumque illnd

alii tribuendum erit tragoediae. De eo igitur fragmento,

quia nulio modo potest ex prima trilogiae tragoedia sumptum

esse, infra ex])onam. Nunc satis habni ea atta-

lisse, ex quibus appareret, non sane invictis argumentis

aut pro satyrica fabula habendos esse Argivos, aut, si

fuit tragoedia, posteriorem putandam quam Septem ad.

l9Thebas. Restat ut adiiciam, sive satyrica fuit sive tra-

goedia, ne de nomine quidem satis constare. In indice

fabularum vocata est 'A^yeloi^ quocum concinit illud de

quo modo dicebam iv \4ifyHoig, si id grammatici, et

non Aeschyli est. Concinit etiam, licet corruptura, 'Aq-

yvQLOis Hesychii in EjLifisXeia. Editur 'A^yaiois etiam

apud Harpocrationem in x^V^og, sed anctore Maussaco,.

qüod contra quos tres Codices contnlit Bekkerns, eornra

duo ^A()yHaigj tertios cum Aldina ^AQylaig habent: de-

nique apud Hesychium in anooxri^jjia codex 'A^ylcrg,

Musurns et Favorinus 'A()yua.

Venio ad tcrtiam tragoediam. Ac memorabilc est,

quod in Septem ad Thebas praeter fratres iiiutua manu


DE AESCHYTJ TRILOGIIS TIIEBAMS. 209

ocdsos niillins reliquoroiii dacnm ioicritiis memoralur,

bellumque non profligatiim, sed jiriino tantuni liostiam

impeta repulso salva adliuc urbs esse videtur. Sic enim

refert nuncius v, 799.

noXig nicpevyiv Vj^e dovliov 'Qv/vy.

ntnTtoxav ärd\j(xjv öjttß^l/uojv xo Lindajuaia^

TioXig & iv tvd^La ts, y.al xlvö'coriov

noXXcuGi nhr^aig ävrlov oux sdtiaTO. '

axiyu dt nv^yog, y.al nvlag (pe^if'yyvoig

i(fQa'idjiisa&a jAorof-iaxotoi TXQoaTaraig.

xaXüjg i'xst jä nXüct* cy '($ TivXoj.uaaiv,

Ex his licet coaiicere, in postreiua tragoedia, qua finem

belli contineri oportebat, reJiquorura ducani niortes, in

iisqoe Capanei potissimum , esse tractatas. Ac de Ca-

paneo aliqnid scriptum fuit in corruptissimo fragmcato,

quod ex Argivls petitnm ])atatur, apnd Etyniolo^mii M.

p. 34i^ 6. ivr]Xvoiaj evxlyrjia. y.al vlvoiv rriv elev-

oiy. AlO)(vXog er ^A()ydoig- Kanavsvg jlwv yazalst-

TiBzai loiTzotg äxtQavvog ccqovqwv enrfXvaiajv dmlmev.

ot df. rä y.azaoy.r^fp&iyja' o^jxujg elg lo ^rjroQixor. elg

de rovg ewßoloyovg evQov elg d X£()avv6g elgßeßrjxeVj

& xal avaxLS-erai Jit xaraißdTrj xal X^yerai advza

xal äßaza. Sic edtdit Sylburgias: sed editio princsps

et Aldina pro aQovQwy habciit agofjcoy. ^Vclckerns in

Dinrnis , scbolastlcis a. 1832. p, 230. Aescbyli verba

sie scripta propesuitj

Kanavevg fiev xazaleinezai,

loißmg d xeQcvvog aQOVQUJV

evrjlt/oicoi' dniXine.

Qnae qoibns nuinoris quaqne sententia esse volaerit, e«ro20

non expediara. Mihi qaidein, quod vei Panwius vidit,

versns videntür anapaestici fuisse: sed corrujiti sunt ita,

nt verear ne sine melioris libri auxilio nou possint lo-

stitui. Si tarnen coniecturae, ut nunc verba scripta sunt,

locus est, ad bunc fere inodum factos misse credam;

ev ^ÄQydoig

Kanavevg fitv dv dlV titzag Xoindlg

Herm. Op. Yli.


210

DE AESCn^iLI TRiLOGilS TlIEBAl^IS.

^ur.e vel Adrasti: ^erba esac potncrott, vel, si iderai quod

Eiiripidis Snj)plLcc; : arflfuiiientQiu fuit, Eaadnae. Et hoc

(luidein non vidvinr dubifari po^se, argumentnm illad

ipsain faisse, 4|Uod in Scpplicibus tractavit Euripides.

Nam sie deiiHi k lusta» rebus Th('>anis finis iniponebutar,

si sepaltarae traderenfar «jni illo in bello caesi erant Ar-

givi. Fuit igitJir iJla fabula Eleusinii, de qua Incnlcn-

tuin exslat tosiiraoniom PJutarchi in Tliese« cap. 29.

xfvvfsrfü.^s i^t xul 'Adqidarw xrjy ävaig^oiy ruiy tmb

Tfi Kuöudxx JieoovTwr, ov^, wg EvQimS'rji; inoli^asv

«y TQu/foäh, l^iccxii ^"^'^ ^hjßcnujr x^aTTjOag, alXä ntitjag

%a,l ajveiadjjüvog' ovzay y^Q ol nUloroi Uvovai,

Et paullo post: rttipal iJe raiv /luv noXXdör %v El*v-

^^Qa7s 'Jtixvfjvxm , zwv ^b ^ysjuovwv ticqI *El6vaTi'fX,

Tcai roÜTO BrjOfXDg *Ad^oLax(^ ;t'«^ptaaiC^€Vot;. xarafta^iv^tovöL

^8 rwv EvfJiTiUJov 'Ixeridtov xal ol Aloxvi-ov

*EUvüivioi, eV olg vavra Xeywv o Oi^aByg nenoiip-at^

Ita iiaec eraendavit aniicns mens, C. Sintenis, yal, q«od

ante n-Tn-a legebafBr, snte < ' Älo/vXov *EXBvaiyLOi reprsitc,

CiunniHnera et apud plerosqae celebratam ihmam

seqiiutas erat Aeschytas. Euripide«, ut qni post ilJnm

eam re«i in scf.masa afFrrrct, ne vtterA rejMjterc Viderc-

tor, alteraiÄ earaqae wmßs \Til/^arem adscivit.

Tractatnu» esse ai* Aescb^lo Hiternm qnoqne belloBSi

Tlieüanura docyraeato ßout Euigoni. Quod bellam quam

Alcmaecms i!uctu gestuni »it, liuins facta satis niateriae

yraebere triboa traegoediis p^^eraot. Venu« ncc proditum

ab antirftebent, Qaare exspectaodum

potina doaec quid novis icpertis testibos 'mnotescat,


DE i

TI^AGOEDIA COMOEDIAaUE LYEICA, *)

J. r&goediae Graecornni comoediaeqne cri^nes in obscnro

latere gruvissimns auctor affiriiaTit Aristoteles. Verniii

tanen n«stra aetas, nt mnltis in rebns abdita in inceni

protrafaere cooata est, ita etiam hac in quaestione aliqt'M

aadendani rata, divioando ic.'stigare stodait, qaae ant^*

qnissiniae füerint istoruni ])oe?natßni formae. Ac priniiis,

quod sciamus, dtctus qaidaiu Ga'ilns, cni noraen Yatry,

in Comnientariis Parisiensis Academiae Inacriptionnm

Tol. XV, Ijricae cniisdam tragofdiae coraoediarqoe spedera

nientc concepit, qaod et ab Arione Methymuaeo,

Soida teste, t^otigs rga^ixog invenios esset, et poetis

qnibasdam lyricis, nt Pindaro et Simonidi, trairoediae a

gramtnaticis adscriberentur, comiciqne aliquot poetle scri-

psisse dicerentur tragoedias. Sed hains qnidern yiri dis-

sertatio tanta leritate scnpta est, nt praeter ista testiaionia

o;hil attnlerit, quo opinionem snam stabiliret. Po-

Btea A. Boeckbins in Occoucmia Atheniensinm toI. IL

p. 361. seqq. renovavit Hlins coniectnrae memoriam, trihüs

potissimnin ir.ota» inscriptionibas Boeoticis, qnae te-

»tari lyricam genns tragoediae comoediaeqne Tiderentnr.

Assensi sunt non solnra Fr. Tb. Welckems et C. O.

MüUeroB, sed etiam Fr. Thierschins in Tn^rodactione ad

*) EdiU est a. 1836.

02


212 r,E TRAGOKPI/l COMOEDIAQTJE LYRICA.

Pindariini ]). 151. A. L. G, laeobiis in Quaestt Sophocl.

vol. I. j). 21. seqq. PlchnJas in Lesbiacorum libro p, Ifilh

Henuiii:H!Ji,s Tirici iu hiätoria poerfis Graecae vol. II,

aiiique, et qui fiovissifi^e lmill^ rei mentionem fccit, F.

O. Sr'iricidcwinus ia Fraijmcütis Siuioni^lis p, 52. cxatitisse

lyricas tragocdias ccrtiuii atque exploraturn pn-

tans, sc(] qiiaies fiiennt relinqucns opinaturis. Aliter iu-

dicavit Chr. A. Lobcckins, vir Graecae anti


DE TRA(JOEW\ COMOEDUQUE LYfllCA. 213

Luat Snidas, Pindanis ar.tcm lyricus Imnty non potuisse

istas dramaticas esse tra^oedias, sed dehuifcc lyricas esse.

Rcctius ((nidern iiaec ratioti/iatio proccd't; seil admodam

deblli nititar iiindamento. Priinani eniui non Ivricas tra-

goedias, sed J^c^'/iara TQayuid, hoc est


214 DE TRAGOEDIA COMOEDUaUE LYRICA.

lyiico tn')uit, dithyrarabos potins fnisse iflta 'Irrmata tra*

grica credi o;»oirtet. Sodem errore Philoxenne ah sd?o-

Haata Ari^tophinis ad Ploti i, 290. et inde »b Saida

in &QBXTttr6'u6, dix^yga^ßonoiog rj zQiy.'y'^c^i^aaxrcXoCj

et in iijdeir scholiis panllo ante TQayixog vciatifr, atqee

adeo ad v. 298. hacc legimus : ivrav&a 6 7ioirp:i]g nairyyiwddig

inicpeQn rä rov *PiXo^frov, elnerzog nri^av

ßaoxaL^Eiv Tov KvxXtona üüX ^nxava laS^Uiv, ovrot

yag nenolriXB rh^ tüv KvxXwnog vTzoxQtrTjr ilg rriv

axrjVTjV ilgayofjiBVor. Qoernm postrema vix dabitari pot-

e»t qnin ab ipso ficta sint isto ir^erprete, qoi Cyclop(?m

dithyrarabnm 9 qaem AeliannB \. H. XII. 44. xo ^«Ä-

Xicnov fieXog Philoxeni faisse dicit, tragoediam esse jm«

taverit. A'fftl^enidara TI?^!>r;>jnT>, Suidas anloedam Piiiloxcni,

rectic!» Harpocratio tibieinem dicit. De eo Y/yt«

tenbachias a«? Plutarcbi p. 19-^, F. et lacobAias ad Aii-

thol. II. I. p. 57. dixeraai

Pergit Boeckhius itii : rtviioliastant Äristopta r'a. Sai«»

dam, Eudociam Simonidi Geo iril)aere tragoedias, 4« aaa

ro dabitare G^ensiam; eed önid oppooi poase, si ijricas,

npn dramaticas tragocdias dici patcniHs? Sane, si id

pntamns: snd nao argamento ]«atabiraus, nisi actea de»

iDonstratom focrit exntitisse aliqaas lyricas tragoedias?

6Sainitar ergo bic quoqae pro cxplorato, qaod non erat

demo&stratam. Sed videamas lioc qn^qae qnale sit te«

stimoninm. Apnd Endociam et in volgatis Suidae libris

legitar r^aycodiai : sed Suidae codex A. ut scboliastes

Aristopbanis ad Yesp. 1402. ex qno sna descripsit Soi«

tias, nnmero singälan praebent rgaymSia. Id magni rc«

fert. Nani etiam tragoediam scribere aliqaando conatam

osse Simonidem minime est incredibile, etiam si eam non

in scenam produceret. Certe si elegis contendere com

Simonide potnit Aeschylus, qoidni Simonides scribere

potnerit tragoediam? Sed ille nt nnam scriftserit, pln-

nvs si fecissety profecto noa fecisset, nisi at spectandae

exhiKercntur, Id vero non factum esse •crlissimam vi-

detnr. Tarn nobilis enim poetae tragoediaram , nee si

bonae, neo si roalae fuissent, interiiseet memoria« Ista

igitnr, onae si nJla fuit, nna fuisse ^ndetur, non est cn^


DE TRAr,«jFl»IA l OMOflDTAqr E LYRICA. 215

Bon draniu(Jc!J, se3, ((uruem cistitis^e Koa^mii ostcnsura

est, lyrica Uüsst reDseijinre

Addit hia BueckhiuS;, nu'norif: Empedoclia ivagoedlac

utram ex iUo Dorieosimn iyrice gecsre an drainätic^e

faenAty se iii duhio reÜnqoere, NEminsm de bis Dioge-

nes Laürtins VITI. 58. ex A^'stofc'is ül^>ro de poetis

liaec refert; xtt&oiov di (prjOi xtu r^^rr/cptlas cvrov

YQa'ipai y.tu tioIitix«. ^IIuc psque tudrin liabet Eadoda

p, 170.) 'I/oaxXil(Ji]g Je o xov jr:oct77t(m':og iri^

(ov (pTjüly slv&i tag zQaywocag» 'IrnKhyviiog dt (fr^uiy

ainhy joial xvl xti^rt'^dxQVTa evTnv^i]xiictL. Niäv-

&i]g di ytov oVt« /g/gacpeyai rag t^ifxyfpuias y.ou avjor

eneira avToXg hxBTVXfiüivcti: qT»ornni postrema cornpta

tiilentar. Ha.^ qnidein son pote^^t ^ubitari drama«

ticÄS fuiiiSe, qaBm iste Erapccioclcs diserte tragpcns \occ«

tnr a Ssida: EuTtsdoxXrigj O~v^{xrgidovg zov nQoze^cVy

fffayixog. ißOi/M&idi ctvrov >:o.

Statim bis sHbiicit BoccMiics, inTertorem I;:icae

tragocdiae t.abitom videri ArirtBcm, at qoi TQeiyixd/ rodnov

introduxisse dicatur^ licet idem iani satyroe dX agrs-*

tes aliqnid cboro tradatur af'.diiiisse. Patet hie qatx7ae

ßomi fnisse aliqaam ?;ncam tragoedian», el ita quidcra,

nt, u tragoediae ioventcr esset Ariou, crrauaticae potius

qnam alicuiD.s lyricae iaventor videri debereL Videaiuaa

vero hnias quGqoe rei acctores. Snidas atqne Eadocia

p. 68. srribunt: leyerctt xetl \Qayixov tqotiov tiipiTr^g

ytvia&ai xal ngdirog ;^opov aTi]0ia xcci &i&t>()e(jußoj^

^Otti xai bvojudoai xb ad6fMvuv vnh xov %ö{jov xal

acctVQovg slginyxtlv sju/uerga Uy^rra^ Si lo. Tze-

tzae recordatus esset Boeckhins, attuliwet etiam q»a.-'7

hie in prolegomenis ^-oinmentarionira Lycopli. oniä p. 25G*

ed. Müll, scripsit : xgayixol da Jionjrcfi "^giiov^. Sicjug,

^(fvviXog, Aloxvlog, ^o^oxXtig^ EvQinicijg, "I(i,y,

*Ax(ti6g, xtii &xi^oi fivQLoi run. Tzetznia tarnen, ho»

ninem levissimani, nemo putabit idoncnni tcstcm esse,

praesertim quam ipsa illa xQayiyov xgonov invcati« euiH

addaxi^ise videatar, at (rnglcis adßuineraret AvioneHi«

?lnrimos rQ^novg in libro de masica cammemorat P)n-

tarcba», sed qoi sit ille x()ayixos rgoiws^ quem Vutry


216 DE TRAGOEDIA COMOEDIAQUE LYRICA.

ridirnle interprctatos est n7i€ nianihre de tragedie,

indicat Aristides Quintilianns ]). 29. seqq. r^onoi de

/itfXoTionag yivn f^tlv xQBigg di&v(}uußiy.6g , vofjiixog,

TQaytxog. b ^fV rouixog TQ&jiog knl vrjTosid^g' 6 de

did^vQncjiifSiybg /tfsoosidrjg' o di iQayixog vnaroeidrjg*

At


DK TRÄGOEDIA COMOEDUaUE LYRICA. 217

nt al) Snida in Oionis et ovdtv n^og rov Jiovvoov

et Eudocia p. 232. |)rodituni est, inventor Iial»ebatur tra-

goediae? Quam igitnr iieqae qni hanc E]>igeneni ine-

morarunt, nee qnisqnam alias, qui de tragoediae ]H'iinor-

diis aliqnid dixit, aliter tragoediae nomen nsnrpavcrit,

quam nt dramaticara intelligeret, Boeckhias, ui tc-stes

aliqnos lyricae tragoediae Jiaberet, de lyrica illor, tra-

goedia narrare liuxit. Apparet ex bis, nailaru plane

\)VQ lyrica tragoedia allatam esse testimonium. Non

inagis Onestes in Antbol. Pal, vol. II. p. 328.

epigr. 32. de comoedia lyrica indicinm fecit. quam

8crij)sit

:

MovöTjg vov9-B(iLv^v rpiXonavyiiiovog svqbto Bdx/og,

cy ^iy.vcüVj iv oot y.üifxov ayujy Xa^iriov'

Sri yaQ sleyxov ^'x^i ylvx^QWTaxov, ev tc yflioxt

xivTQov' x^ fXB&vmv äazov eaoxpQoviaev.

Sed videamns qnid porro afferat Boeckbins. Prae-

clare dixisse ait AristoclcFn in libro quem de cboris scri-

psit apttd Atbenaeum XIV. p. 630. C. owBOz^icsi ^s

xcu oarvQiXTi naaa Tioirjatg rb Tralaibv e% yoQ(x)v, wg

xccl fj TOTE iQciyipdin- (hoTieo ovoi vnoxQixag elxov.

Repetiverant haec AristocJe anclor^, Boeckhio lidera non

inspccto Atbenaeo habentes, Thierscbins in Introductione

ad Pindarain ]>. 160. et Miillerns in Doriens. vol. II.

p. 363. At ista non Aiistoclis, sed Atbenaei vcrba snnt:

qiiibus qnom statira Boeckbins adiungat, qnod Diogecein

Laertiam III. 56. non sane ex propria doctrina promerc

dieit: wgnsQ Ji to naXaioy Iv r.fiTQayipdin n^o-

TiQov fxtv aovog 6 yo^bg SiedQauäxiQBV , vots^oi^ de

Osamg eva VTiQxgnr.v b^svqbv vneg rov diaraTjave-o&ai

rov voQor: tantiim abest ut iila testimonia aliqnid

ad snstinendam eins sententiam conferant, eom ut potins

refutare videantur, Nam illud ipsum vtrbiim (^i6d(ja!Lid-

Ti'Qev, a qno sibi ])raeeidiiiin ])etit Boecldiins, nou lyri-

cae cninsdam tragoediae, sed aclnosae atque drainaticae

notionem praebet. Quid sit autem illnd, quod et Athc-

naeos et Diogenes dicüot, decJai-atur Aristotelis verbis


tl8 DE TRAGOEDIA COMOKDIAQIJE L\TIICA.

c. 4. de poetica ^* 14. jn^oimri »tn^ an apxv^ ö^loo^tdiaöxixti

xal a/r?) xal v xcojuw^ia, ?) fiiv anb

rdjy i§aQxoy^tfv tov dt'fjftaßßovj t] ds ano zwv rä

(falkixdf — xana uixQoy ijv^'i&j], nQoayovrfuv oaov

^iyiytro (pftvi^Qor uvrrjsy nt ^. 17. hi ^e rb fuytOos

ix fitx(}wv fivd'ijDr nal ichor^ y^Xoia^y dia cb ex ua-

TVQixov /Mtaßalurj bifre thuaejUvwKJ'^' ro fiiv yap

n^dizoy zitpa/uer^fp e;|rpc5yT0 ^ta %b oa-rv^xr^v xol

bffX^axLxü}T.s{jay tlvai xrjy noiijoiy. SciHcet cantato

dithyrainbo aliqni ex choro vel in satyrorum »jicciem de-

formati vel aliter iinitantcs Batvrofum saltationem ludicras

a]iqiia.< fabellas ex tempore conserebaBty id ^lod

dtaS^afxaTil^Eiy dicit Diogeiiea, usqoe 4nin Thespis ia-

stoni sermonein commentatas est, quem lii^til» ad id In-

stitotns apto com sresta recitarct. Sunt er^© haec dra«

snaticae traij^oediae initia, neque nllnm lyrici cniusdaiu

generis appari't vesfi^ium; nee, qnod Atiic:iaeus dieit^

antiquissiiiiaiii tragoediam ex solis cboris con^titisse, ca»

rnisseqne histrionibus, aliud quidquam e»!, quam qnod

refcrt Aristoteles, ditbyrambnm esse a choro cantatnnij,

intemiixtis iocis, quos chorcutae ex tempore iactareatt

qnod idcm qua ratiooe factum sit in phallicis, ex Scmi

de paeauibus libro rettoHt Atlienaeus XI^'. ^. 622

Qnare si porro Boeckhius dicit, lianc lyricam tragoediant^

qnae ex solo choro constiterit, iam plane perfectam foisse

anteqoam Attici, quoroüt sola dramatica ]tropria sit, drama

sibi yiudicaverint, apertom est eum opinionem suam pra

re comperta habere, qaodque ipse confinxit, vcre factum

esse putare. Adiicii auteiu, qnae de tragoedia dixerit,

etiam in coinoediam caderc, comoediam qnoqne aliqnam

lyricam fuisse volens.

Credo ego quideni^ q^ii caute sobneque iudicet, fa-»

teri debere, si non aliis argumentis ostcudatnr lyricam

aliqnam tcI tragoediam vel *'omocdiam fnisse, ea, qnae

istis nominibns appdlat Boeckhins, ant plane nnlla aot

ipsos füisse dithyrambos et cantiones phaliicas. Qnid

Terbis opus? quando ipsornm lyricae tragoediae patronornm

nnus, Welkcrns, in diurnis scholasticis a. 1830.

p. 422. eain latiorc significatu dithyrandium esse dixit»


DE TRAGÖEDIÄ COMOEDIAQUE LYRICA. 219

Seqaitur tx bis, si lo ifiscriptionikos nomiaa tragot?tdi

Gomoedive rcterisqac tragoedjae et comoediat irveüinn-

, ea, 0191 s!ct de dithyrambis et canRinihas pkallicui

»odpieiida, non poue ad lyricam istitd ^€üm pocmstnm^

nt ^noA MaUom faisse "^idealür, referri, eed eo sigDificatOy

qm sgIks «itiiiQia cognitss foit^ dicta efoe d«bere« Se4

de inscriptionibHS iafra dicc-tnr, Nnac perse^ei vola oa,

qnae fei ips« Bocckhioß ilcreBdesdt^s saae »s^Piartiac

oanisa dispotavit, Tel alii, qui is4a« eaat opinioaem am^

plexi, mBnieadae ai attuleront»

Ad ea, qaae Lobeckiaji de a«tatf Orpbei diss. IT.IO

]!• 9. siTe Agtaephami p. 975« scripsit, Bo^ck^ias re«

^ndit in Corpore Iascrijj(, yoL I. p. 766. sbi qaae

aegre disseüiiara fereatis potlns qaatn rationc et argu-

meatia ca3f>«cm saam ageatis sant, »tifentio nt mhW ad

rem facientia traasire praestat. Primnm igitar argamea-

tarn 9 qaod affert, hoc eat, qQaBtnia Sicyomoram tragici

chori, qHaatam Aegiaetariun coraiei a tragoedia et comoedia

afaeriat aestiniare oon licere, aisi eateaas, at

aaa faeriot dramatici, aed lyrici, ntpote chori! alied ae

diacrimea aoa reperire, aec demonstra^^se Lcbeckioia;

iinmo fnrrerc ^ragicos, manere conticos Sicyoßiomm et

Aeginefsr'.m oboroa, qcos noila qnis arte remoTcrit. Sicyoaioniir

choros sapra diximos dilhyramboa faiste. qnos

qaia tarn aihil de Baccfao continerent^ nea isto nomino

appellaverit Herodotas. Äeginetamm aaiein chori qnaka

faeriaty idera historicaa V« 83. eüTiioaait, de sigBYS

Daaiiae atqae Aaxesiae sie «rribeas t i


220 DE TRAGOEDIA COMOEDIAQUE LYRICA.

Iiastes ArIstoj)hanis ad Eq. 544. ex cjuo liausit Snidas

in fc| a^d^Tjg: ioQx?] na^ä rotg 'ud&rjraioig ra Arivaiw

Van dfi elg Jiovvooi'' ev fj

/^f/(^« yvr a.yüJvi'QovTat

noirjral avyyQafpovTBs riva acf-iara rov ytXaaS-rjimi

X^Qf^Vj OTie(> 6 JTjfiooS-€vi]g elney e^ a^id'^rig. im äjua-

^ujv yciQ' ot fidovreg xaS^-j^fieroi Xeyovai y.al aäovoi

%a Tioiriixara. Alii, qui buifis consuetiidinis mentionem

fecerant, nihil de cantionibos, sed dumtaxat de conviciis

loquuntiir, ut «rholiastes ad Plotura 1014. et Vlpianus

ad Deinosth. or, Aa cor. §.11. ]). 134. ed. Paris. Afy>a-

bant ita ludere qnifmsdan? in sacris Graeci. Vt


DE TSAGOEDIA COMOEDUaüE LYRICA. 221

lyrici esi^Cj qnia alternm altero Bon excluditur, vemm

eliam aec dramatici nee hrif], si extemporalibaa iocis

conviciabantur: sed faerint lyrici: non volct tarnen istiusniodi

casitiimciiias appeliari lyricas comocdias.

Deinde, r.c tragoedias Pindari et Simonidis pnte-

inus a solis Byzantinis litteratoribiis lictas esse, interce-

dere alt vetnstiores de tragicis clioris, nou drainaticis

quidem, testes, in quibos esse Herodotuin. Herodotum

reniovisse videor. Sed qui snnt reliqni? Ab Diogeae

Laertio IX. 110. se dicit scientein p'jstinere, qaod non

satis liqueat, ütruin ille roaycpdiag r t ägctjuaTa T^ayiy.ä

distiuxerit necnc. De Tinione niF.druin sillornm scri-

ptore sie Diogenes : yMl yag nof^uara otn'eyQaipSj y.av

im] xctl TQaycpdiag xal oazvQovg y.ai dquiiuTa yw/aiyä

'i^idxovra, TQayixa de t^riHOvra^ oillovg re y.al xivciidovg.

Ad haec qnuni ipse lesponderit Lobcckius in Aglaophamo

p. 977. seq. ae caeteris, qaae contra Lobeckium

alkta snnt, inira dicetar^ qoiim de iascriptiosdbDs expli-

cabitur« Sed quorum p. 765. ad asseasionem Boeckbius

provoeat, O. Mülieri et Fr. Tlu Welckerij eoruju Müi-

leras in Doriens. vol. U. p. 368. sane arripoit novara

ißventum , nlsi quod ne ab lyrica qiiidem tragoedia mi-12

Kicarß actionem alienam esse volüit, qoia iam inventor

tragici niodi Arion satyros cLoro adiunserit, Ita vero

periculam est, ne lyrica ista tragoedia in draniaticam

vertai, a oaa diversam faisse voIuit BoeckLius. Arioa

quidciii inventor perhibetnr ditbyranibi. Quod si liodie

placet dithyrambnm novo nomine lyricae tragoediae ap-

])ellare, qoid tattdem eifectnni erit, qnam ut Graeci di-

thyramlios Labueriut, non iiabu^rint Jyricas tragoedias?

Id Tcro dadnia sciebaniis. Welckerus auteni in Ajipen-

dice Trilogiae p. 244. ex nomine jyricae tragoediae con-

iecit, fabelJas Dionysiacas aliasve cborice esse tractatas,

miro modo ex rei coramenticiae commenticia appellatione

colligens, qnale faerit id, quod fuisse non erat deinonstratum.

At enim lioic quoquc plane j)ersuaserat Boeckliins:

quare addit, ex quo per inscriptiones Orchome-

nias innotaerit tragoeuia lyrica, iain non licere in cbronico

Hieronymi ad Olymp. LXL ubi Xef>op1tane8 phy-


222 DE TRAGOEDiA COMOEDIAQÜE LTRICA.

»icti», »r.ripior tragoediarum memoratary et inde apnd

Syncellum p. 238. ubi est 4*a}Xv}.Ldrig xcel Z6V0€pdvris

TQay(pdionoi6g iyywQi'Ctro, Tbespidis nomcs inscreir?«

Tarn facile Ijrici Iragici nascantar.

In secunda Corporis loscript. Yolumine p. 509.

Boeckbins de ccrftoedits Ivrica a!> Rliodiis, Autl^ea Lib-

ilio et Timocreoßte lalysio, exercitata Mfilleran k ©or. !!•

]i. 85 i« confeiTi mhet, Is Anthcae coiroedias siopte

nrbitrio pronarsciat hnce» fuisse, Bt qaae apcrtc ^4:/ruov

rariuina fneriot: eamdsmqttö rationeni fuisse vcneRatarüin

canioediaruin Timocreorstis. Aadiamus testes barnm rc-

rnm. De Anthea Athenaeas X. p. 445. A. B. sie scri-

bit ; l4v&iag Se o Aiv^iog, cvyysvrig de üvai (pdaxvoy

KXtußovXov rov


:

DE TRAGOEDU COMOEDTAaOE lYRICA. 223

pecaliari-dissertatione et a nie in Opuec. vol. \, p, 198,

nee Plutarchu« comoediam, scd ^a/ua Yocavit, et Suidas

distinxit a comoediis. Itaque nee de Aßtkeae sec de

TimocreoBtig comoediis lyricii qnid^aam testimonä est

prolatnrn.

Non mi^urj est, qnod HcrmanRns VIrici in histaria

Graec9e poesis Boeckbiam qaiqae cum illo faciani: seqnitn)

: iüud vero inirom est, qood is p, 487. vol. ü.

nesr^ectos dicit^Aristophanis versßs «päd Athenaeom XII.

p. 551. C. ö qKibus quom tragoediae, chori tragici,

cliori cyclici coniangantur, apertum esse, siagnla horini

pecnllaria genera pocmatam faisse. Si novissimas edi-

tiones Athenaei inspexisset, sublatos vidisset tragoedos^

debebatque, ni B?atleias fecisset, ipso tollere. Sic tiiim

scripsit Anitopbanes

TiQwra fjuv ^ctwvQiayv

iinh Twv TQvytp^wv «710


224 DE TRAGOEDIA COMOEDIÄQUE LYRICA.

tiibJcinein, praeconera, poctam, rliapsodam, tibicinem, an-

loeduin, citharlstam, citharoedain, tragoednin, comoeduuiy

oh pphiicia coinoedutn. Quaeriinus ubi sit lyrica vel tra-

"oodia vel coiuoedia. Respondet Boeckhias in Occ. Atli.

II. p. 362. Orclioirseni in Cbaritesiis dia tragoedos so-

lura et comoedos «-ertasse; rcccntioribus dciimm tempori-

Ihis, jxistquam fabnlae scenicae ab Athcnis per Graeciam

difFusae essent, etiam tragoediis et comoediis esse certatum,

et tarnen tarn (|uo


DE THAGOEDU COMOEDIAaUE LYRICA. 223

üaXniiSTttg^ lyxm[uoy^d(pog slg lov GVTOieQaTOQa, lyxm-

fjttcy elg Mavoag, noiTiTTig dg rov avrox^dzoQa, noirj-l^

fm Big rag Movoagy ^cty>(p$6gt nvS^avlag, xi&a-

Qtardg, XQayoydog nalaiag XQc/ywdiag , TzoiTjjTjg rm-

rijg xujjuqx^ittg , vnoxQirijg Kaivrjg XLD/uujfJiag , nctTfrrjg

xaiVTjg j^ayipdiag , vnoxQurig xaivjjg Tijaywdiag , )(^9~

^a{/Xag, vtaQOtdog, oajVQoyodcpog , diä ndvjwy. Hie

maxime meinorabilis visas est Boerkino r^ayro^bg na-

Xaiäg TQaywdiag, isqae A.«pendo orlandas, cui qaod hi-

strio non sit adiectasj afuisse actionem ab eias cannine»

Patat antein a Jescribente neglectos esse duos versn%

qnibas Boiainatui faerit xcoucpdog nalaiäg xatjuwuUag.

^oi novae oomoediae tragoediaeque poetae et hietnoaea

nominantQr, omnes esse Atbeniensesj satyroram antem

scriptorera nirsas Boeotani, qaij)pe per errorera 'Yjli^~

Tiov pro ^Y^Tziov esse scriptum. Hinc quid apertius

esse, qoam duo diversa commemorari traja;oediae coinoe-

diaeqae genera, eaque etiam veteris et uovi appellatio«

Bibus distincta P oeque enim fore, qui de ca, quae Athe^

nis Vetos et nova coinoedia dieta faerit, cogitandam pa-

tet. SimiJiter ia alia inscriptione, in Helicone inventa,

(n. 1586. p. 768.) tragoedam CorintLinm, comoedain

Atlieoiensem, sed nnllaia actioneia draniaticam uiemoran.

Hoc qaidem exemplam contra se attniit Boeckhias. Nam

si ex patria poctae cantorisve de genere carnanis cooie-

ctoram faeit, qaid aliad sequitar, qaara aat istum comoe'*

dom Atheiiiensem uon cecinisse ip-icam aliqnam comoediam

Dorieosiiun, aat falsam esse qaae e% patria de ge-

liere carmißis coniectara capiatar?

NoQ moferi se bis ratioeibns professos est Lobe-

ckius : nam TQayipdhv nalatäg z^yipdiag iatelligendom

esse qoi aliqoid ex aliqaa veterc tragoedia recitaverit;

poetam aotem xaivijg rgaytoSiag et xair7]g xai^mdiag

esse eaffi, qni söYam aecdara notam fahBlam piodnceret

Eßlto saepjas eaim tpaycpdovg nalaiovg, i* e. jiaXam

dga/Ltara elgdyQyragf introdactos videri qaam xatyovg,

ob snmmam tragicomm pascitatem, quam testetur La-

cia'nos, in enccm. Demosth. c. 27. scribens: xal rtp

JiorvG(p xo ^iV noltjGiv xaivriv noulv xtafK^diag ij

Hkrm.* op. vn. P

:


226

DE TRAGOEDIA COMOEDIAQÜE LYRICA.

r^ayto^las ixlsUiTTtai; qaas qnis antem lovas tragoe«dias

ßcriberet, rccitatas magis esse quam actas. Qaod

8i quis TioiTjtTjg aQX^^^^ x^ayrndiotg aüatns fnerit, nt

allatus sit noiijTTjg xaivijs, noo vaas rf^ayi^dicus, simul-

quo patueiit boc aotiqaum geuus tragoediao non ao?itio

cuidam, qaali Tarsenses et Alcxandrici fortasse nsi sint,

sed Uli oppoDi, in qno «xeelluerint Aeschylas et Sophol6cles,

tarn errasse se confessuruin* Respondit Bocckhius

in Corpore Inscript. p. 706. prirao haec: xcuyt] Tf^aywdia

dicta etstf non via, et nakaid, non «p/cua,

^uod m?nul de comoedia haec adiectiva in eodem

u»urpanttir iiti*lo, de qua si via et aQxala tlictum

esset, putares 'n4)ta illa ea? grammaticia antiquae

et novue comoediae dUcrimtna ngnificaru At quis

credat, qai iienc titalom fecit non modo cavendom patasf


DE TRÄGOEDIÄ COMOEDIAQUE LYRICA. 227

se^ tiroea nt ipse dubitetj quaeratqae an ista ad poetas,

xanji xayfMpdiq, autem ad actores referendam 8if, ejr©

qaidcm xotvfi scripta fuisse credani. nt praeter nfjansiov,

ofineQHoVf rgizetov etiain cor;mnniter praetniom coiiioe-

dis traffoedisque qai certaron» distribaendum significare-

tur. Caeternin hac in ins' rijitione concedit xaiyfj xu>~

fiipdiq^ de prima productione comoediae dictom esse. Sed

redeo ad ea, qoae in primo volnniinc p. 766. adversns

Lobeckiam dispntat. Si postuletnr jioirjrrjg naXaiäg r(m-

^(fdiag (id videtur cifj/cclctg dir«re voJnisse: nam hoc

posnerat Lobeckius), ])ostaluri aliqnid qnod iron debeat.

Innufncris enim io locis titnloi-nin T:(jay(p^ovg et xioucn

dovg) ut avXipdovg et xi&a^iojdovg , reperiri, sed nomqaam

cum pocta: nenipe eam esse hornm generam ra-

tienctn, nt poeta et inosicna idem sit; ut elegos «ncslT

cecinerint veteres auloedi, nomos citharoedicos soos ci-

tbaroedi. la bis qaae daae insnnt ratiocinatione», earani

»na apcrtissime falsa est, qaain trafl:oedos lyricos soa ce-

cinisse carmina dirit. Non deraonstravi* enim fuiv^se ali>

qaos tragoedos lyricos: qnare quomodo sein potest, snane

an aliena cecinerint ? Neque vero altera ratiocinatio pro

Vera baberi potest, qaia non solum sine caussa, sed etiam

inscriptionibns contrariom credi inbentibns, atque adeo ut

ipse quodammodo secam pngnare yideatur, vetostissimonun

aoloedornm et citbaroedorom moreni ad istarnm inscriptionnm

tempora produci volait. Nam si in Oec«

Athen. IJ. p. 362. in inscriptione 1584. in qna rhapso-

dns et epicDs poeta nominati sunt, rhapsodam inteJUipt

eom, qui istins epici poetae carmen recitaverit, consentanenm

est, quam deinceps nuinerentur tibicen et auloe-

dus, citbarista et citbaroedus, haue auloedum, bnnc ci-

tbaroednm carmen snnra ad tibicinis et citharistae raodo»

eecittisse. Eadem ratio est inscriptionis 1583., nisi qnod

in ea poeta ante rhapsodam, tibicen autem et cithariita

com anloedo et citharoedo eodcm ordiue quo in inscri-

ptione 1584. perscripti sunt. Quamquam sitne ita an

non, ego qoldem band diiudicaverim. N:tm in inscriptione

1585. ctsi poenia in Mcsas et rbaj)8odus compa-

P2


228 DE TRAGÖEDU COMOEDlAftUE LYEICA.

rent^ tarnen pytliaules et citharista sine nuloedo etcitha*

roedo po^iti iaYeaiuutur.

Patere arbitror, quac hactenus rettoli, oinnia sie

«8se dispatata, at, quo ostcnderetur fuisse aliquain lyri«

caitt tragoediain comoediamque , iam sumptam sit faisse.

Sed poilicetar Boeckhias se dicturum qoare igayrndog

naXaiäg TQaycodlag non possit tragoedus esse, qui es

Tetnsta aliqaa tragoedia canticam canat. Ip^a eias Terba

ponan». Primum^^ inqait, in his Itulls c^wisen/aueum

est non prisca ense cantica cantaia^ sed »lova:

non enh» ttola cantandi ar^^ sed melica composi'

tio in his ludis spectabaturi etiatn rfutpsodiin hit

ludis non vetusta recitant carmina^ sed recena

facta: fu-dre ctinn poeta eoniuncti sunt, Afiirmari

itaec yidemns, sed ueque aactore uUo , ceqae at per se

Yera esoe app&reat. Nam quo tandem argamento vioca^

tur noQ Boiaia artem caoendi, sed melicaia compositioneai

in istis ladas esse spectatam? Si apod dos qaae ex-

et^lieiites mosici poetaere coinposaenint, nofi seniel^ sed

iteruin iteriintque aadiaotnr et .^pectaatur^ nee minnitory

sed aagetur potios vokptas aadientiam vel penitias co


DE ^RACOFIDIA COMOFDl^ULE LVRfCA. 229

vissimi profccto ludl fuUaent^ in guibus canlico

ali(jiio eao Sophoclis Anti^ona vel Oedipo H^ge^

eoffue ano axrii^i]g, brevi et aliiinde dererptOy vcT'^

tare potuiseet cuntor: et spmife patet, guae ceci*

neruut i&ti in hh ludi& comoedl et tra^oedi^ am»

pliora Juitae carniiua lyrica^ fjuae in ludit lovum

tueri po$sent» Ad hacc priiiio res^jondere licet, non

iostam esse demonstrationom^ qtia sponte patere dicitnr

id, qHod comprobari argumentis aut te.sfüiioolis debebaU

Dtifide leves saoe et tenues essfni ludi, si in iis sibü

aliud a'^tnm esset, qaatn nt conio'dus aliquis et tragoe-

dus breve caaticum recitaret. At inulds ctiam aliis re-

bus certatiiüi t ,t, et ia his certo qnibasdam non pcrlcn-

gis: Teluti qui initiain facitbaat praecone«, ecquis hos

totas hoias cJamitasse credat? P«)rro concedimo*) «ars


230 DE TRAGOEDU COMOEDUQüB LYRICA.

fepüdae in 8cena alicaius integrac fabnlae. Eapropter

Uiad ipsa appellatiooe tragoedi comoediqae distinctam

est & iragoediu utque comoedia. Integram antiqnam comaedidüi

in scena aetam ])rodere videtur illnd ä^x^^

xu>jLup^iq. in inacriptiooe 2759. Canticis igitu* certatum

est, non diverbiis, qaia non prodacebator tragocdia

aat comoedia,, sed uons tantnm histrio prodibat, uon habeas

iuteriocotoreni, quictim colloquinm consereret. Ex

vetere aateiu tragoedia comoediaque depromebantnr iila

cantica propterea, qaod quid arte ena valerent tragoedi

corrioediqae osteodere debebant. Id enim ma^ime optimeque

in tali aliqaa scena raonstrare poterant, qnae nota

esset spectatoribus , quainque iam alio tempore ab aliis

actaiii vidigsent, scirentque quanta arte, ot recte ageretcr,

opus liaheret» Deniqne quam actionem urgeat Boe-

ckhiuB (mirum est auteni qsiod qaaerit cur iion actae sint

veteres tragoediae, quam novae sint actae: nempe ob id

ipsum^ ne bis eodem genere certaretar), videa eum hio

qaoqoe eo reiabi, at sainat qaod non est demoBstratam,

cantatisns esse nescio qiiod cariueQ lyricBin: qao sabücit

qaodaiiiYnodo suarn ipsius opicionem Lobccklo- Tantum

abest eHinij Lobeckins nt cantata esse volnerit ncccssa-

rio, qwae *^«moedi tragoedique aiferrent, «t actionem vel

maxime spectandam censnerit. Non est enim ant tragoedas

aat comoedas, qui non agit gestnqae qnae ditit ca-

Siiive deciarat, Sed rga^^oj^og dicitor et scwfKpdog, qnia

solus agit, jöoß önox^iTi^g j qno nomine appellaretur, si

uon ageret solus, Quaproptcr in inscriptionibus, ubi

tragoedia et comoedia memoratur, non xqaywdog et xq}^

fitpS'Sg, sed vnoxQiTVjg est adscriptamt Sed, inqnit,

quod lAibechius mcucime negleccit^ ipsiuf illam de

cantore veteria tragoediae «eutentiam prorsus eX"

ZQcluäit plurium titnlorum collatioy quam iterum in*

stituo invittis. Contende igitur ejc n, 1584» ot

1585. htM Serie»:

xQayio86g [zü}fj-(pdbg 7jaXaiägx(ojLi.w^iag^

Kißp-ipdog tQay(p($6s nakaiäg i^ayt^dLag

noitjzrjg aaTv^wi' , , . . .


xmoxQirTig

DE TRAGOEDIA COMOEDUQUE LYRICA. 231

nciTiTTig rQttyw9i(Sv noiTfirjs xcuvrjg XQ>jU(p^iag

vnoxQiT^g tmoxQiTTjg xaiv^s xw/LtfOitttxg

noiTjtrjg xwaipdiwiv noiTjXTjg xaivi]g TQayipdiag

vnoxQirrig v^ioxoizrig xaivrjg r^ayrndiag

Spontc patet, ffui w. 1585. est xiofopdog et T()ay(p~

Sog TiaXmag xoyfiqj


232 DE TRAGOEDIA COMOEDIAaUE LYRICA,

gf-iSefn in ladis non est satyris certatum: pracsertim qui««

oiuitteudi Talde probabilis canssa cogitari potsit, Nam

iii tragocdiis infmita serniöisarn qci recitaH scp/iratim

possint copia est, in coraoedüs autem molto miuior. Sed

oive recte ista sapplevit Boeckhias, sive non, oibil id

facit ad rem» BJihii aliad euim docet ista coraparatioy

quam in altero titiilo veteres et novas fabalas memorari^

in altero solo« tragoednm, conioedura, poetasqne tragoediarum

et cotnoediaruin. Si ratio reddenda est hnios

diversitatis, n% aüa reperictnr, quam qaod ille titulos^

qui nihil de Teten^ aat nova fabul& habet, omnia nova

continebat; in «Ueio autem, qunm veteris tragoediae tragoedus

nominanduä esset, consentanenm erat, nt deiode

quae nova essent diserte indicarentar. Non videtur ergo

Ternm, parem esse qui simpiiciter r^iayipdos dictus est

%Qotya)Sfp naXaiäg xgaymdiaS' Nee sane id Yolnit Boe-

ckhius, qui istam r(iay(pdhv dixerit non necessario Te«

tnstae fabiilae canticum casere. Ergo nov&e caoere po«

tnisse statait, Qsomödö vero tum parcra dicere potnit

%qayw$(^ n&Xmäg TQayqf^lag? Neiiipe parem dieit,

qni eodem loco in htQ titalo, quo in altero t^aymdbg

nctXaiäg rgayo^diag positos est. Qnid vero ioeus in

titalo ad id quod cannntP Tragoedi sont: eo parieis:

diversi, qnod alter Yeteris tragoediae est; alternm, de

quo nihil addltiim, iio?ae esae crtdibile est, qHoniam ison

potest crsdi solis veteribna esse certatura. Sed esto nt

ambo sint Teteris tragoediae: nollo pacto efficietar, nt

naXata zgayrndia genas antiqaam recenti generi oppo-

situm siguillcet. Nam ratiocisatui» est hoc modo: qniß

pares sont zQaymdhg et TQaycpdög naXaiag TQay(pd'Lag,

naXma xQaywdia non est fabola vetnsta, sed fetnstnm

gonns. Patet hanc ratiocinationem t% niti, qnod T^a-*

ycpdbv simpiiciter dictum sampsit Teteris illins lyrici ge-

neris cantorem esse. At qnia hoc noo demoostravit, sed

sampsit pro demonstrato, apertum est ratiocinationem

istam nnliam esse» Haeo aatein si ußUa est, cadit etiam

qaae ex ee saspensa est altera: qnia non^rig et vtio-

KQttris r^aytndias paros sant ^oit^tTj et vnoxgirfi xairfß

f^ff^yf^xT/ä-c;, ^aiyr/ rgxxyciyS'ht noi! est fabnia nova,


DE TRAGOEDU COMOEDIAOUK LYRICA. 23^

seid reccns geons fabniae. Accedit ad haec, nt inter-

^retationes istae verbonun repagnent nsai jin^nae, siqiii-*

Atta nee naXfziä vf^tustnm ^cnns, nee ietttvr] genus re-»

ceo8 eignificare potest. Maxime porro niira est illa conclosio,

qua, qnod recess iltnd geans drainaticuin sit, yt^

tos genas lyricani esse nectssario iudicandam ccnset.

Hoc quidem ita logices praeceptis repngnat, nt noa ]ro8-22

sit magis. Nam es eo, qnale quid oon sit, sie demnm

qaale sit concladi potest, si altca-o snblato nihil nisi al«

ternm relinqQitar: veloti Iiice exstincta teoebrae, t^ne«

bris dispalsis locem esse necesse est. Ybi autem plnra

oppoui po^sunt, nallam eorain opponitur secessario, sed

oppooi potest qocdvis, qaom qnidem de reliqais nallani

opponitar: veluti qaod bob est nigroni) non est neccs-

Sdrio aibom, ned sie demam albani est , si nee nigra ne«

qae bUo alio colore est«


234 DE TRA 2. p. 616- et Nerouis caesareae victoriae, de quibu«

Philoetratus in V, Apollonii IV. 24. V. 7. Luciasoque adscriptus li-

bellus, Nero dictus, c. 9. T. III. p. 641, et Suetonias iu Nerone

c. 20. 21.


DE TRAGOEDIA COMOEDrAQLE LYRICA. 2aS

q>^ffyur^ vvv cäS-eQog v}p7jX6z£(ßOV

KctjLL jntydXcQV nedlaty a.^ov(}as •

(ffiOvel&* vuEQßa'KXouBvoi

ddficxjv douovg^ dcpQoavi'a

jiQoam ßiorctv T8X/j.aiQGiiuvot.

o cT aju^ißdlXei va^vTiovy

mhsvd-ov tgym axoxiav,

onpv(o x aipavTQg nQogsßa

fiaxQag acpaiocvf-ievog slniSag Say


236 \)F. ^RAGOEDJA COM()EDIA,m prudnxit, pirfuniquv habemas in vasis Dithyrambum:

V. Annali delf Inaii/'tto di corri&pondeaza nrcfteO'

logica a. 1829. iasc. IH. iliique A^elrkerum p. 398.

seqq. Sdeos praetereo ab £cbioDe pictas Tragocdiam

er Coinoediam Plinio teste XXXV, 36, 9. eaiädemqae

ab Arrhelao in Apotheosi Horneri «xpressas. Cooferri

]>otej unt, quae Melckerus attalit ad Pbilostrati Imag. I.

2. p. 2! 2. cnins copio^is


DB TRAGOEDU COMOEDIAQÜE LYRICA. 287

res m Doriens. toI. iL p. 354. propter versnm, qacia

ervavit scholiastes Sophociis ad Ai. t. 722. (nou 1074.)

*LijLivxSj luv icv^a'^B fioi rhr TiQeaßvreQov aisktfeov,

Nam fiec praeseittem esse illLin fratrem necesse erat^

nee, ei praesens esset, non es^ personatn mntain.

Reliqnam est, nt «le iis dicam, qaae in fine inscri«

ptionum de quibos dispntatam est Jegantor, ne quis forte,

qnod in inscriptione 1583. est, TA EUnSlKlA Kür-

MAFYJ02 EYAPXÜ2 ElPOJOTSl K0Pi2NEY:S,

lyricam aliquera comoedum confingat. Video eoim ita

statoi de istis epiDicIis, nt mea seotentia, quid isto b»mine

significetur, noa sit ioteiJectam. Ac Thierschinm

Mfitleras in Notitüs litterariis Gottingensibos a. 1821*

B. 106. pntare ait, praecoaia cantata esse oniniam ci*

Tinm, qai in sacris ladis vicissent. Mihi quidem Thier*

scLü sententia in Introdactione ad Findaruni p. 101*

baec fnisse videtur, ccrtajse poetas carmioibcs epiniciss,

iÜBC factnm, at p. 117. §eq. andacissima c«niectora lü«

ecriptionem 1584. caias in iine scriptum est:

Tä inivueia

*u^Xi^vdQog *AQiorl(ürog *A$ip^e^g*

mutüataiii esse crederet, sappleriqne yellet itn:

T« iTitvixia

X(o^up66g

e • » . • • •

noi7p;^g TQaywdiwv

• « • • « « « '

noijp:r}g x(o/Lup6i(5y 2d

*Ali^aväQog 'A^ioxiarog 'AOt^cuoq.

Ab eo etsi dissentire se dicit Mülleres, tarnen in eadem

ipse ^ideiar sententia esse, Futat eiiiKi, qnae BoeeUiii

qnoqne opinio est p. 764. peractis certaminibns mosicia

victoribnsque solemni pompa ad conviviam deductis caiH

lata esse carmina, qoibos qanm celebrarentar victores

isti, denao certatcm sit bis carminibiis, idcoqne nomine


238 DE TRAGOEDIA COMOFDIAQUE LYRICÄ.

commj qtti lioc novo certainine vicissent, postretDDin locmc

tonere. jüornm vereor ne nihil venini sit. Pri-»

mniu enim in epnlo, quod honoraodis Tictoribns instita-

trira esset, dennö esse de vietoria certatnm, et qmdem a

qnibusdam eoruin ipsornra, qni modo in sacris ladis cer-

tasseut, pene lidiculnm videtar. Si esset aatein a quibosdam

eoruin rertatom, nihil id ad sacros ludos perti-*

Boisset, nee qoi nunc vicisstnt adiici potuissent ladoram

victorjbas. Praeterea hi novi victores qnidni et ^)si me-

juissent solcnini poinpa ad uovuni daci epnlum? Ita qoi

üais pomparuiny epolornin, eertaiuinom faisset? Neqae

venu T« iTitvixta jiossont carmiua m laadem victornm

iotelligi. !^[am hoc si esset, nihil nisi nadura nomeji

jioetae qai hoc gCiOere vicisset, adscriptam videremus,

idqne, si ex cacteris victornm commemorationibas aesti«

inandum est, hoc modo: noiTjTTjg (ntvtxiov. Nee deni-

^e cr.edi nllo pacto potest, landandomm victornm canssa

aat conioediam actani esse , ant coinoednm aliquid ceci-

lusse, cninAmodi carminibns »ec victores landari decornid

fuisset, irnderi autem victoB inhamanum. Accedit qiiod

et comoediis et arte coraoedor'iin iara decertatura atqae

utrinsqae generis victores renunciati erant. Qnocirca

longe alind qnid istis verbis desigaari necesse est. In

Tbespiensi inscrlptione, quae est n. 1585. postremns

nominatnr diä ndmcov EvuaQcoy ItiXs^avdgav Oeamevs*

Eo significari enm, qni inter oranes victores praecipnos

iadicatiis esset, moostravit Boeckhins p. 768. apparetqne

id ckre ex bac ipsa inscriptione co, qaod solnm nomen

victoris dia ndvrayy^ non etiam qna re ille vicerit po^

sitnm e


DE TRAGOEDU CO]\IOEDIÄaüE LYRICA. 239

proxijni a victoribas iadicati denao intec se certantea wii-

cisseat. Siinile '

quid,

sed ab utroqae diversem, si recte

eonücio, faerant za iniplxta. Nanique nee possnot idern

esse ^uod ix ndrrwr, quia id aon potest nisi eorom

esse, qui uno eodemque geacre certaminis contendunt';

neqae idem, qaod diä navrtaVß qauiu quj'a satis erat so»lum

nomen victoris poni, nt factiun est in Tliespiensi

iascriptioae, tarn Tero, quia io altera Orclioraeniarnra io'scriptio&Qiu

Tß imvlxia adscripta sunt coinoedo, qai noa

fait aatc iater Tictores hoias eertaminis noininatas, Sed

tanietsi neatrum koram fait, tarnea est cor simile yidea-

tar. Primo ad ipsos pertinere sacros lodos eo intelligi-

tar, quod quibas adscriptam est xa inivixta in ipsornm

victoribas Ciiaritesioram namerantir. Deiiide peractis le^

^itimis certaminlbss altimurn faisse, et locaa et ipsa ctu-

vixiatv appellatio doeet« Porro oon fuisse certum genas

certaminis cognoscilur eo, quod in altera inscriptione

poeta csmoedifirnm, in altera comoedus renunciatnr. De^

niqae ernnino bob denao certatam esse eo patet, qnod

non novum genns ccrtaiaisis, sed eoram ansm^ qnae iam

pcracta erant^ nominatam est. Haec .ürünia eo dacanf^

nt, qaemadmodnm alibi $iä ndvTtav vicisse dicebatar,

qai inter victores omnes roaxime fnisset probatas, sie

Orchomenii in Charitcsiis praeter ordinaria certamiROiü

praemia aliod insaper proposnissc praeminm videautur,

qao ii douaretur , qai vel secandnra Tietores proxiraas

Tictoriac iadicatns esset, vel inter victores tantopere emi-

neret, at praecipao foerit honoro afliciendas. Ytrinsque

generis exempla, si non failor, in istis inscriptionibas

habenas. Nana cai in inscriptione 1584. xa hiivixia

assignata saat, poeta comoediamm Alexander Athenien»

sis, is qaam iam sapra ia ea inscriptione inter yictores

nominatas sit, praeminm illad propterea quod omnes prae»

sticxisset accepisse vidctar; m altem antem inscriptione

qaam iater comoedos vicisset Nic^stratns Thebanws, aiii

comoedo, Enarcho Coroneasi, qnod secaiidum Nicostratam

excellaisset, x^ iniyixia data esse veri simile est,

Potait aateia illud praeminm rertissinie emvlxia dici,

qao aomiae proprie ca signilirantur, qaac post victoriain


240 DE TIIAGOEDIA COMOEDIAaUE LYRICA.

fiiint. Äc dicta videnitiir numero plurali, qaia rb intrlmor

singalari nnmero carraen victoriale vocari Bolebat.

28Faerniit talia isstitata &Vm in locis alia. Sic quem in

Tliespiensi et Orclioineoüs iDseriptiouibos ii tantuin vi-

Ctores recenseantnr, qui prinias in qaoque gcncre tule-

ront, ift inscriptionibns 2758. 2759. Ilv&ixi^ avltjrfj,

xvxXim avXrjTTJy xi&a^iadm, ipiloxiS^aQti, X^9^^^V.y X^^

Qoxi&afisi, dgx^''^ xoijjLwdictf xairfj rga'^dicc etiara

dsxjTiQHOv f ti'agoedis aatem et coniocdis adeo r^nuov,

praetereaque oinnibas musicis certaminibes coramaniter

i^ia navTiov ]»raeinium propooitnr« Denique iam ne il-

lud qaidem obscnrora est, cur ad rä inivixia non na-*

dnm Bomen victoris, sed etiain genue certaniinis sit ad-

iectum. Nam qouiu ista^ qaae za imvixta Tocaatur, si

wem est coniectara nostra, prouti visiim esset, modo ci,

qui inter victores maxime eminuisset, modo aiicni, qoi

prope accessisset ad victoriaiu, deccrnerentor, consenta*

neum erat nominan etiam genas certaiaiaisj qö?a, si praemio

ilio donaretur aiiqnis, ouins nomen neu faia^et an«

tea in victoribas coinmemoratuni ^ intestatuni mansissct^

quo certamiae ille meroisset epi^icia.


DE A T L A JV T E. ') 3

Aialia pars antiquitat :? «'gj, lu qn exp]icanda maior ad-

hibenda sit cautio, quam res mythoIo;;jcae. Narn et ori-

gines fabularum fere tarn «bscarae surii . et inatationes

tarn variae, et interpretandi \iae per ipsorum veteruin

modo levitatem, nioJo credulitatcin, nuxio arn;ufias tani

maltae, «t, dnin vifare enr.'cui veJis, ferc la aiios erro-

res incidas, JäKjiic eo facilius, quo doctins et atutiiis tc

rem explanare putes. Evenire id vidcitias etiriin ii9 in

fabalis, qnae eiiplicata facillimae snot: qoalis est ea,

cnins exeiiiplo qiiae dixi comprobare volo, qoae est de

Atlante lapeti iilio. De ea fabola qanin aiii scripsere,

tum copiosissime explicavit C. H. G. \oelekeru8 in eo

libroj qacm de rebus lapetidarom conscripsit. Quorum

virorum industiia etsi propeinodom exbeusta videbantur,

quae dici de ista re jiossent, tarnen non acquiescens in

bis M. G. Heffterns, edita in Diurnis scbolaatiri» a.

MDCCCXXXII, fol. 74 — 76. dissertatione, novo qiiodam

modo de Atlante disputare est conatus. Quod iüc

ino^eniose quidem, sed tarnen ita Tccit, nt eius dipputatio

neque otdine iusto procedt-re, et in quibusdam iisqne

praecipuis partibas vebcütienter vacillare videatur^ Magni

*) Edita est a. 1836. C'-nsnram eins scripsil HefftPriis iu .^a-

Balibus philu'ogicis et paedaicis a. 1837. face. 3. p. 248. seqq.

^Jiain eaiiiqiK* valde mirahileio fabülae explicationcm protulit !o. Uschoi-


ai2

DE ATLANTE.

facio eurn virum^ qnnm propter ingeninm atqae ernditio*

nem, tum ob ingenaitatcrn animi, Don reformidantis im*

betn missam facere, nbi Innoncm non esse intcllei^it. £•

ijiinus vereor, ne ei^ si nie dissentientem ab se invene-

rit, aliud quam vernm quaesivisse videar.

Ac recte ille quidem al» nominis explicatione proli-

ciscitur, quo Qon euni qui corpore sno aliqnid sustineat^

eed qui animo labores et mala patienter ferat, si^nificari

ostendit. lade, postquam de i'ratribtis Atlantis Menoe-

tio, Proraelheo, Epiutetlieo dixit, statim qar.eiit, qui factum

sit, Atlas nt simui et caekm et terram sustioere

credereiür, iKclinalqu« eo, iat putet prius imaginibus rc-

praesentatum Atlantein esse, qwam de eo cecinissent poe-

tae: qüippe artilices, qui effigic; aliqna ostendere aiamuDi

gravia patiemer ferentem vellent, fecisse fignram ho:iii'>

4nis. qui p.'iikdüs longe graYissimam, caelnm ac terram,

gestaret. Id vereor ut louitis persnadeat. Nam etiara

si iingendi artem malto ante Homerum ad aliqnam pcrfectioncm

adductam esse concedimns, tarnen illud nun

solum a simplicitate antiqnitati«, verum etiam ab animi

hnmani natura abhorret, ut, qni simulacra faciant, ooo

quae ante oculoa habeant imitentur, sed res corporis et

ligarae expertes, quae sola cogitatione comprehendi possint,

per imagines declarare stodeant. Tmagines enim

Imitaliones sunt remm quae ocalis cerni possunt: qnas

res ü quis non id ipsum qnod sunt, sed aliud quid si«

gßificare vnlt, aliunde cognitum sit necesse est quid si-

gnificent» Quaa Aegyptü ant Indi aliaeve barbarae gen*

tes dcorum formas bellninis capitibus aut mnitis br.cliiis

aut alüs modis distortas finxeront, oon potuenint pxius

fingere, quam aliunde acceperant quid indicarent istae

formae. Älitiqqi, qni adspexisscnr, moustra potius, quam

imagines deorum esse credidisscßt. Eadem apud Grae*

cos ratio fait iiriagindm. Mulieris efligiem angnibus ein*

ctae et facem tencntis quivis praestigiatricem potius quam

Furiara esse putarct, nisi qni ante didicisset, quid an-

gnes isti et taeda sibi yellent. Ita Atlantis quoque

iniagOj quocnmque modo üngatur, nihil est nisi effigies

botiiinis.ingrcs onus sustinentis. Aliud quid ea imagine


DE ATLANTE. 243

sigmhrnny Bisi aüundc aeccpcris, nnnqnam iDtelliges : at*

qBü etiam si saspIcerLs, mioime oinnium ie iJlad incides^

qvtd


244 I>E ATLANTE.

tationera adscisceret, Nam qnac deiiciuntar et deprimuD-

tur, qiiiescere et sine motn incere consentaneum est.

Non niap^s probari potest ratiorinatio, (jna matris Clymenae

appeliationein explirat. Eain ßine dubio a xlvt^ur

dictain esse ait: neinpe ut baberet, qao in inari collo*

care Atlantem posset. At non a xlv^eiv, sed a ylviiv

vocataiu eeSe, aperte nominis forma nionstrat. Nam etsi

cognata fortasse sunt x}.vf:iv et xlvQeiv, tarnen usis ita

discedant baec verba, ut, c|uuFn xXveiv de solo auditu di-

catur, fonnatuin ex eo noinen iion possit ad aquaai re-

ferri, hpc, si posset ad aquani, continiio ctiain niari.s in-

cssct significatio. Sed concedanms baec qooqae oinißia:

at Eolla ratione in co assentiri jjotcriinns, qnod ex bis

colligit, totius fabiilae banc esse sententiara, motum in

terra et motum in mari ])rOcreasse illam aniroi motam

in appetendi iacultate. JNam neqne intellii^i baec pos*

Hont, nee quem dicat iiiotnm apparet, qnnm Atlantis naturam

aique indolein potiiis in reprimendo coerrendoque

motu atque appetitioT


DE ATLANTE. 245

Tideri oportait: nain ^elicta conirnnni opimone, qnae ab

Atlante ipso caelnrn ferrainfrt'e susiineri vulf, cecinit illa,

qaae snat in ]>rin:o lihvo (Wysseae. Duplex in Iiis er-

ror est. Priinum e-i^r«, qi»um Hesiodo fabolas cnarrare

propositnm fü propterea quod

id disertö particulis copulativis iudicaverit ycudv xe y.ai

Qvgavhv dicens. At boc istis particulis nullo modo ef-

ficitur, sed demoostrandum ' at ex verbo, quod a&t ad*

iectom. Deinde comiuunem. quam ipse vocat, o])inioncra

sie ab Homero mutatam esse ait, ut non ab ipso At'ante

caelum-terramque sustineri voluerit, sed a qu.busdam lon-

gia colnmnis, quas Atlas solos custodiat; soium enira cu-»

stodire dici bis verbis, aviog fyei. Hu c quoque mi-

»ime Vera interpretatio est« Nam neque (xvzo(,- tolvm

'


246 DE ATLANTE.

significare potest qnia sie referretnr ad alios, qudmin

BulioB, qnom omncs deberenl, id fecisset, neque s^hv est

cuHtodire^ nisi nbi nihil potest aliod si/2;niiicare. Si li-

cet pro arbitrio verha contra nsnni inter]>retari, nihil est

qnod non possit effici. Porro oegat longas istas colu-

IDBAS iitter caelom et tenam debere positas pntari. Qaor*

sunt enim^ inqait, longae eolumnae^ qoae caelain et ter*

ram distineant, » caeli cavum eitrema orbis teiTarunt

ora faltam «stP Sane^ si talem esse caeli formani Ho*

inerus credidit. At qnis hoc docuit? Nam interpr^tes

qaod excogitarant, nisi ostenderint ab ipso dictnin Ho«

inero esse, sibi habeant. Quin sicobi tale quid dixi»set

KomernS) non sequeretnr, alibi non potnisse coIumBas

sappositas caelo dici. Nam profecto ridicali sant, neque

aut Homericam poesin cognitani habent, aot oninino quid

poesis sit scinnt, qni Tel eaelnm Homericam vel Home«

ricam terrae iiguram in tabulis pingnnt. Quae nee vi^

dit quisquam nee yidere potest, fingont poetae prout qao«

que loco apta esse arbitrantur. Qnid rero Heffterus de

isti« columnis? Immo, inqnit, snb terra annt, pedem in

fnndo maris qood sab terra est habentes, summa sai

parte antem solum itir^ix^ falcieatet?, quia obsi-^tere de-

beut, ne terra et caelam in mare dccidant. Idqne clare

apparere censet ex eo, qnod dicat poeta: g^tb^ d^a^Aa-

üTjg ndarjs ßer&ea olde. Nam quomodo Atlactent pro*

.funda maris nosse, nisi esset in marip Itaqoe eam ipso

etiam colnmnas ibi esse. Maniiei I haec interpretati«

est, qaam sequitur Heffterns, sed angens eam mari sabterraneo,

qaod conHaxisse videtur ex iis, qnae Letron-

nins de Neptano disputatit. Qiod ait, iam Teteres ad

istum modam verba Homeri esse inter]>retafos , Eista-

tbium afferens p. 1390, 63. id qnale sit existiraabnn^

qni hoc ilium dicere viderkit: oti iv xoJ yaXay x« xtä,

cvgavhv i'xovmv ikliXstniai ^ ävä n^Sd-eaig. i'oTi

yotQ avxl Tov äpexovai x«t avaßaoxdt,ovai. Qnod

8si frastra in bis quaesiverint id, quod dielt Heifteras,

potias nescivisse Eustatbinm, qnomodo rem satis expedilet,

intelligent ex illisj quae scrij'sit p. 1389, 55. xal

xioyag f'x^i, dl yfiv re inl f.iioov avvexov


DE ATLANTE. 247

(farby avixovair. Porro Hefft^rns, qacm de man isto

flobterraneo sibi pcrsoasigset, absiirdam esse censait ßutt«

nittnni in Lcxilogo IL p. 219. sentcntiaTn, qni distiri^ri

coliiiiiiiis caelutn et terrara pataverit. Hoc vero non est

refiiltire, sed reiicere, qaod com iis, qnae qais «pse coihfinxerit,

non congniatj et qaidem qiiJa non cono;roat. At

ex fictis flon possant argoinenta pet-, sed petenda snat

ex demonstratis. DemoQstratam vero ailiil istonm est.

Immo, ut Battinannüi»., iam veteres censebant. Qaac in

Aristolelicorum de caelo libornm IL c. L dicta snnt^

disertius exponantar bis verbis in Metajthys. IV. 23.

ert To xwXvor xara zriv avrov oqju^v ri ynviia&ai ^

nQctJTHV s^eiv ^hytiai rovro avxo, olov xctl ol xioveg

nä kniXHfUva /?«???> 5fai ibg ol noirjrdl tov ^'AxXavTa

noiovoi. TOP ovQarov t^ftv wg ovjtineoovr^ av im Trjy

yrrv y SgjitQ xal rwv v/vou-Xoywv riveg (pnaiv. Ipse

igitnr Heffteras illnd ajucflg irxovaiv sie interpretatar,

vt per totam orbicnlarein oram istias snbterranei maris

colainnas positas esse velit, quibus sola terrae sint snperiinpodita«

Idque omni dubitatione iiiaios esse ait. Ad-

dit aatcin, boc qaoqiie iam a doctis quibusdam antiqnoynm

interpretum esse projjositnm. iteruin aactoiera a


248 DE A TL ANTE.

momenfam lialjere ad cognoscendain indolem teraporam

ante Honiera?». Hat*r ^cto ratiocinatio j)er se jpsa cor-

ruit: nam nee dcjaoiis'ra^^nm est aut deinonstrari potnit,

9if.a«nii Honjf^o fabul; » scntentiam t'uisse, nequo rsten-

fniin est Atlanli« enii»ie aliquam aniini paticntiam vel

*n{n(|U!llitatctn repraesentari ; immo quae ei rei osfenden-

dac alluta sunt, talia esse viditnns, ut ncc per imagineni

iatain cuitjuain in mcntein venire posjjint, et ipsa intcr

se pui:''»ert; nee deniqiie aroumenta prolata sunt, quibus

effie.fsrctnr, nt siinnlacra Atlantis antinniora fabulis poetaium

i'isip.se ant esse ]>otuisse credereirus. Postrcmo,

inquit, ista quam Homerus fecit fahnlae niütatio docu-

inentuin est eins rationis. qua ])oeta ille antiquas fabalas

pro sno iudicio refingere consueverit. Hoc qiioqac apcrte

falsuni est, quia an aliqnid mutaverit Homerus ia Atlan-

tis fahula ncc srfflsjhHs nee scirc possumns.

Patere ex lii'; credo, lioc modo ncc de Atlante dis-

piitandum fuisse, neqne nHam aliam veterem fabulam esse

explicandam. Arcidit viro eruditissimo , quod io raultis

anii^advertere licet mytbologis atque archaeologis, nt ipsi

aliquid pro lubitu suo confingant, idqnc deinde pravis

interpretationibns, non recte intcllectis testimoniis, male

conclusis rationibus defendere studeant. Quod si hoc

modo nihil prolicitur, qnanam alia incedendum via erit^

iir quid vcri simillimum sit inveniamus? Ea^ arbitror,

quam ipsa rei natura et ratio monstrat, nt prisaa vldea-

£nus, quid antiquissimus anctor tradiüerit. ') is igitar

Odyss. I. 48. haec habet:

alXd /uoi ajiKf' ^OdvariC dai'fpQori (faUrai rp:oQ,

') Contra hncc «nonet Hefftenis in censnra p. 288. non semper

antiqiiissimwnj aiictorem etiain fabulam referre anliquissiinani; Hesiodum

auti'.:» apprte antiquiora tradere de Atlanle, ut qui sioipiiciter cura fa-

e.at cieäim sastinere, quuin Hoinericus Atlas teneat coluuinas, ne ca-

dant. Si siinplicior i-arratio anliqiiior est, ilii, credo, api rle Horaeri-

caru atitiqniorein esse censebunt. Teneie Allantera coluuinas nc cadant,

de axKt finxit Hefftenis, qwi p. 291. e progressüs est, n cAntcndet-ei,

i'xa ce pnsse quidcm aüter intelfig».


DE ATLAME. 249

V7ia(^ Iv aitcftQvzrj, o&t r biKpaXog ion D^a-

< f.daorig

rijaog (^efffohf oa, &[a cT' tr dwuar:- Tr.Ui,

^'Ax7MVZog t^r'yccTT]^ aXooipQO'O'^, og jf f^aläaavg

ndarjg ßerO^fa oldeVy f/€t df ts '4'ovag avrug

fiaxodg, dl yaXdv tc xa.1 cv(fa"by djucfig B'xovaiy.

lusnlam memora^, qnam aühi vocat Ogygiain. Id nomeu

rp^^? Yi{fen


250 DE ATLANTE.

iTians cof^mia. habere, qnid siraplicias est, qnani, qnnni

nomen Atlantis mala saffereDtem indicet, hoininetn cogitari

in toto rnari ita iartatum, ut o!>i n^^fnA, uhi minas

profandiim esset mare, fuerit expeHua? Convenit com

hac interpretatione , quod 6lo6(p(t(ov appeliatnr Atlas«

Nam Teteram quoronidam argntias, qni iueptissime et

contra liogaae rationeni oXoocpQora ToJaervnt oXo^gora

esse, qnasi id ndyn^o(f>ov significare posset, hodie nemo

Don rideat. Nitz.'^chiuin autem vehementer miror, qui

novo invento ovkSfCQoyog, qnod esset nvxiv6(p^ovoe,

scribendnm censait. Neqoe in Atlantem hoc qnadrat^

nee convei|it Horaero. Vt Aeetes, nt Minos olowpQo-

reg, qood est perniciosa meditati, ab Homero appetlan-

tnr, sie etiam Atlas, fragilem tnici comraittens polago

ratem: nautam enim significari res ipsa monstrat^ expli«

cavitqne copiose Yoelckeriis. Kinsdem in simili nomiae

perversitatis rei sant, quibas dat(p(jmy non seniper bel-

licosnm et forteni, 8e


DE ATLAKT il. 251

tarnen im^nani? species e»t, si ab ut^amie parte tomere

creditor. Deiii^jiie si dhtineri caef'.iu et tcrrain dici

jjiutaHinfl, rerta qiiideiii et niinplox ima;2fo est, sed non

apparet cnr coloninaa fondanientam imbeutes ürmisitimma

nulioqae iadi^entes admioicülo tencre Atlas, atqiie udßG

ipse teuere bit dictns. Et tarnen haec interprctatio veri

fiimillina est, non solam pro]>ter simplicitatein rei: aain

ex eo potios, qnod in oti:los kücsrreret, ortaiii ese«n' fa-

bahiai, qaani qnod excogitand;)m aliqnod terra«; caeliqae

fr'eram videretor, credibiit: est; sed etiam qaod qul «iro«

xlmos ab Homero est HeHiodas banc est ratronVnt scquu-

tos: qpi sie dcscrtpsit Atlantem, at id, qnod ^tbsfurüm

ei*at in Homeri Terbis, planissiine iutclligi uc certd rei

imago meate contipi pobset^ Tbeog. t» 517.

^Arhis ^ ov^avov eifgvv i'xfi ^^areQ?is vn avayxr^g

7iii(f€caiy iv yocirjg, ngonag 'EoneQidwv XiyvffüJvuay,

iatfj(6s, Xi(faXfi t6 xal axajLtdxjiai x^Qtaaiy.

tavTTjy yoLQ oi ^oX^av tddaaajo fiTixuza Zevg.

et iteram v. 74S* de Kof tia s>^dii]?2s loquens:

TcSv 7iq6g&* *tajiBtoXo ndig i'x^i ov^avor sv^vv,

iatT]Cjjg, xi(palfj xb xal axa^iaTfioi ^ig^aaiv,

aaxBjutpefog, o&i Nv§ tt xcd ^Hjubqtj aaaov lovaat

alkrikas n^oghuioy, äfuißojnfyai fUyay ovdov,

Declaratos in bis est locns, nbi stet Atlas, conveniens

com situ insilae^ q«ani Calvpso babitabot, in extremis

ad solis occasum oris; declaratum est oiiam, qnod Homeros

dixit avxbg tx^t, sed ita, et reinoverciitur, quao

iinaginem corranipere videbantar colaniiiae. Quod si re-

liqaa quae de Atiante eiasque fvatre Menoetio apad He-^

siodnm sunt consideramus, explicari videntur posse qnae

ab Uomero dicta sant omnia, osteidique, quid ab Ulis

qui ei aoctores praciverant fnerit traditnm. lapeti et

}t/H circumeunlem curare ne laianlur colunmae. Non minus alieaa

ac potius argutiae sunt, quae p. 293. de « x«i particulis disputantur.

Sed inaxiuia pars iliius c«nsurae in eo vcrsatur, ut suam fabulae inter«

pretationeoi quovic modo tueii Hoffterus studua^


252 DE ATLANTE.

Clyinenrc, Oceani üliae, progenics sant Atlas et Mcnoetins.

De Ia]>eiV snpra dictnni. Clymena, quam Latine

Clneotia!« veitlviius, quid est qnod fadüus sifrnificare

possit quam famani de remotissiiuis quibusdaiii in mari

12inagno re^iionihus ? Huius i«^itnr et, quem rectius Deiiccm

quam, nt olim, l^Iersinm \ocan intelligo^ lapeti pro*

genies qnum isti dicontur. quorum nomina sunt Atlas et

Menoetius, sitnplicissimr.ni es!, ut jonginqoas regiones,

de quil)U3 famam accepcnU. petitun per roaria iaetati

esse dicantur, et quidern riversis ingeniis praediti, alter

teincritatc ferox, qni dictum est Menoetius, quoö. Tiomea

Hcifteras incon;iIdcrate cum fiBVoiväv cosnatum putavit«

Mcminisse iuvat Pbiloetii, qui bubolcus VJixis foit, et

duorum Menoetiorum , qnorum alter, Ceothonymi 'iüns,

inemoratns est Apollodoro II. 5, 12, 7. älterem, Actoris

üJinm, patrein Patrodi, multi celebrarunt. üterque

adversam fortuiKin; ex^ertus est, ita at nomen illud eum

significare videatur, qiii niancat nee reformidet asperam

sortem: quare Fetnetnm verti in dissertatione, quae est

de mythologia Graccorum antiquissima. Ob eara teme-

rithicm Hesiodus fratretn Atlantis vn^Qirvdavra appella-

yüy deque sorte eins sie rettulit:

vßQiorrtv dl Msrolrtov '^vovona Ztvq

tipex' aiao&aXirig re xal 7^ro()etjg vjidQÖnhov.

Itaque lianc intelligimus fabulae scntentiam esse, de dao«

bna fatribüs, qui fama longe dissitae regionis moti f&M.na

tcntaverint, alterum teniere iactatorem perisse, alternm

forti et constanti persevcrantia ut pervcniret quo cupic-

bat esse a«5seqnutum. Apparct iam quid sit, quod dixit

Homerns avTog tx^i: tenuit ea loca ipse, non ctiam

frater Jlenoetius. Scd quae lora? Extrcma tcrrarum,

et quidern, ut Hesiodus alt, ^gunaQ 'Eanegiduyv , quod

versus orcidentem ad terras sola fama cognitas paterct

niare. Unde vcro altae coJumnae? Multo *facilius ac

siniplicius, ut ego quidern cxistimo, ad montis Atlantis

origincm porveuiri lirct, quam Hefflero placuit, qni de

icriiin natura pliilosophautibus hoc tribuit, ut fabulosa


DE ATLANTE. 253

antiqnitatis coramenta id res naturales converterint« At

qtinin ipse fatetnr raontes coiumnas eaeli visos esse, af-

feratque Aetnani a Pindaro ovgayiay xiova Tocatam,

sicati montera Atlantera Hcrodotas IV. 184. ab accolis

caeli colomnam dictum osse refert, qaid opus est a plii-

losophantibus petere, qaod ante ocdIos erat etiani indo-

ctis? Iinmo^ nisi nie falüt opinio, illud ipsnra Piüdari

verboin originem prodit ilJsrum qoibus caelum a terra

distineretur columnaruin. Ignota Hoinero Sfcilia erat

eiosqae mons iünivonrns: sed quum de vifinis tarnen re-

|rionibus aJiqnitl inaudivisse ^ideatnr, quid credibilius estjlS

quam Aetna, ex qua fujnus ta»nquam columna ad caclura

assoi'git, ex lonsinquo conspccta aliquam famam üt in

extrerao mari caclmu lulcieiitis coluinrrae esse circamla-

tara? Ibi ergo, nbi taies i^olnmnac taclufn sustioerent,

ipsi orbis terrarum tertüißi esse credebantnr: ad quos

qai pervenisset constautia saa et fortitudine, tenere istas

Cdlumnas ositatissimo veibi si^nificata dicebatnr.

Hacc qnidem tarn plana atqne simplicia snnt, nt

non videatnr de veritate buins explicationis dubitandura

esse. Neque vero niirari debernus, perseverantiae pro-

posito suo potitae iactationisque tcmeritatem snam perui-

cie laentis exenipla a navigantibus esse petita: nam ali-

quo tarnen facto declarari illa sentcntia debebat, nee facUe

aptins quidqnam iBveniri poterat, qnam qnod et nsn

pervnlgatnm et maximis cnra periculis fortitodinem et

constantiam sibi postulantibns, iactatioocm autem teinerariamqne

audaciam adspcrnantibus esset cuniunctum. Sed

eiplicatis qeae Homerus atque Hcsiodus de Atlante tra-

didenint, diflicilins dictn est, quid senserit Aeschylns.

Is Atlantis mentionem iecit in Prometbeo dnobus locis,

prirao T. 347.

THQova* "Axlavxos j og tiqos samQovg jonovs

ioTTjue, ycoy* ovQayov rs xal x^ovög

wfioig tQH^üJV, a.'/^9-og ovx evdyy.aXov.

Videtnr hie qnae Horaero« qnaeque Hesiodus dixerant

coninuxisse, quumque in caeteris i'ere Hesiodum seque-


254 TjE ATLANTB.

retar, eoloumas cccejnsse ab Hoipero, qaem bxh xlorag

avTos «licentem sii^nillcare ereiferet, colnninas bod sole

aliquo^ sed liuueeris ipeins Atlantis sastiuüri. Magie

etiain cnut Hcsiodo consontirf) Acsciijlam voiuemiil BIois*

Aeidius. NilKscLiDs, LetroHE«u«j latTjXB xlour contra li-

bros et j^aruiiL eleganter i^c.ibi'ntes: quam scriptarani^

tamqoma si vulgata esset, posaerat P. Petitus in Obss*

micii» III< 24» ex Erasnti. ot vidctar, Adagiis in mcon^

cnesa c


DE ATLANTE. 255

Jdc verfem nobis »emper buhlhnis^ af iP^jm >.

9u6 peäi&ua nov atra r'det manestpie f>rfyfundu

Aristoteles in libro de niota aDimaliain cap. 3. vol. !•

p. 699. a. ed. ßekk. ol de /tivS^ixcäs %ov "Arlarra

noiovvree im rrjg ytis '^) e'x^vra xovg nodag do^aur

&v ano diavoiae elgr^xtvai zor fiv&ov, wg tovtov mgnsQ

did/jeTQov ovxa xal aiQiipövza xov ovftayby n^iA

%ovg nolovg. rovzo J* «V ov^ßaivoi xaca loyor (ha

rb zriv yfiv fitvav. Altera apud Aescliylaia in Prone-

theo commeiitoratio est v. 425. hoc modo in ILbris

scripta:

fjLovov dri TiQoa&ev äXXor iv novoig

dafuvT aiiafiavzoö'hoig

Titäya Xvfiatg elgitfofiav d^Bviv

^'AtXavd'* , vg altv vm^o^oy a&tvog

x^arcuor ov(faviov ze noXc^v

vwtoig vJioOzevajQsi,

'YjioareyaQei Bcribendura esse alio loco dlid, Apertc

'vero cörrcptum est xgazaiov, quutuque credi noo possit,

in eadem trago^dia dissensisse ab se ipso Aeschylafn,

terrae fnentioneni in conopto isto vocabulp factam sa-

Bpif^ri debcnms, sive zov yaCov, sive xarayaCov scri-

psit. Ad enm iocnm sclioliastes Ms. ^'AzXag cfe aXlri-lS

yoQixwg 6 ä^wv iaxij diax(jiv(ov zb vnb yijv xal t/jit^

yr^g 'nßiatfai^iov. Et idein paullo iiiferios: xiovH


256 l'E ATLANTE.

rcni, qoiu qiiilKss caussis dcinceps expolita sit patet aper-

tissiuie» (j)uam Hoinerus fabiila»« acreperat, ea illum,

([ül Atl«i:4 vocaretur, stremio labore inaria pcrineosaiu ea

Icca tcnuisse dicebat, u.ii laeluin col'jmnis snper terra

fnituiu esset. Hcsiodu^», n apparebat quoinodo

\\}


DE ATLAKTE. 257

antetn daplex sit de Ätlante narratio. altera TTcsiodi,

quae tantuinmodo caelum ei imposilni?! tradit, altera iüü-

rnni, qai enm simul et caelnm et teirain vcrsare dixemnt,

Hesiod^a iIJa ajitissima et coiiiiTiodissiina ima«ini-

bns est. Talem igitur cernimus Atlantcm illa in pictnra,

qnain in vase antirpo repertam edidit Rocliettns, plane

Bic, üt enm desoipsit Hesiodus, stautern et cajnte ac

inaoibas globuin stcllatnm sustinentem. *) Videturque

cadem specie fufsse Olyrapiae in ihesauro Epidamnioruni,

Je qüo &frij)sit Paasanias \I. 19, 8. s/u tioXoj'' avs-

Xo/nsror vno ^'Ax'fSgov, ncscio an suo quodani errore

Atlantem cara Tantalo confuderit. Saxum Tantalo impeadeas

plurimi scnj)tores meniararonfj, indicati a Pftr-

sono ad Orest. 5., caclum auteni ab eo sostineri «ullus

dixit. Credere vulentur Töickeriis et Crcuzerns, {juetn

V. in tertia editione SymboJices fasc. 1. p. 9. ^ihil

m ilia quam Hesiodus descrij)sit Atlantis ijnagine estj

qnod exprimi non potoerit; nihil, qnod rationi repugnet.

Quid vero dicanias, si cuelam siinnl cum terra tcnens

fingendas sit Atlas? Narn ubi stabit, si terram, in qua

Stare debebat, ipse sustinet, aut, si stat in terra, qaomodo

sustinerc poterit id, quo saslinctur ipse? Et tarnen

in templo lovis Olympii pictarae Panaeni faerunt, de

qaibns Pausanias Y. 11, 5. sie testatur: iy Ss avrätg

i'oTi jLitv ovQff.rbv xcd yfjy ''Idrlag avt^mv nagtoir^^cs

6s xal 'Ilgaa^Sjg ix6tsc(0&ai %g äxO-og iS^tJ.uyv Axlav-

^) Simililer in Passerii picturis Etruscis vol. III. tabula CCX,LIX.

Herculera habet recipientem caeli globuin, ia quo luna et stellae cer-

nynüir, adsl.?cte una Hesperiduio. Vid. t-tiam Hancarvill. ÄnMq. Etrusc,

etc. T. III. tab. 68. Ia Musei Borbonici autein vol. V. tab. 52. At-

la» cernitur capite quidem et huDieris ac maDibus caeli globuin susti-

nens, sed dextrum gt'nu saxo subnix:us, quasi se erigere volens. Ia

vase, qnod E. Gerhardus Berolini 1^38. desciipsif, Alias pictus est cae-

Iiim stellatum capite et raanibus susiinens, nullo ipse in solo stans, sed

veluti in aere pendens.

Heäm. Op. VII.

R


258 DS ÄTLANTE.

T.og, Fati't liaee apsd Hesperides a^ in solo tsn'ae, et

tßjüea terrani süstinere dicitur AÜbs, Idem Paosanias

«rcatui Cypseli describens Y. 18, 4. *l4xiag ds im fiiy

rwv ui^ury xata tu TisyojUfva ovffctvov tb avex£i xal

yflVi (pf^u ^^ ztal ta Et^rt-Sf^iSaji' ftitlfr.' o^^xig di iaziv

fi-^'cg, idia ^liev in avToiJ ytyQaufxivov laxlv ovdiv,

^ijXa


DE ATLANTE. 25d

arca Cypseli, a qaa quam propter vetastatem moanmeati,

tnra versns aderriDti tcstimonio aliena videtör sniiaerae

effigies. Äc nesci?» an Faßsaoias ipse isdiciam faciat,

qnam scribat : ^'AiXttg im rdjy wjLtüay xatä tä Xiyofjisva

ovQdvov T£ avixei xal yriv. Neqae enim ex bis ?er-

Ins id qnod LetröEaias colIegeriiHj artificem ea qiiae a

poetis tradita essent expressisse: etsi haoc miniiue faJsam

interpretationem esse fateor: sed, si totain seates^»

tiam consideramus , quae hiece verbis perscnpta est?

^'AxXas ^s inl /i(V twv wjuwr xarä za iByousra ovQavov

%i äp€)^sl xötl yfjv, g)iQ£i de aal zä> 'BaTii^ldojv

fiTJXa' hanc potius mentera scriptoris faisse inieliigimus,

in CO qoideni coinmanem opiäiiöscra seqaatara esse arti-

ficem, nt Atlantem faceret caelum et terrara teBesteur}

illud aatem de sao addidisse, nt ei etiam poma Hes^e»

ridom ferenda dederit. Ita si haec interpretamar , »oa

dissentiet Psfisaoias a versa isto, qui scriptas in arca

fttit, sed 3, Hflmerum respicieos qaam xa^ä %a Xeyofisva

scripsit, böc dicet, servatae Homericae narratioDi novuis

quid ab arti£ce esse adiectuin« Sed satis de Atlaüte.

R2


saemcBsravm

GRAECA MINERVA. ')

eomm qiios Graeci colaere gesierationcs ab Hesiodo

aliisque poetis ita si!ot expositae, omnes dii öt inter se

unam gentera a comix^iai ßtirpe prognatam cfficiant, te-

nuitqüe ea opinio Muivcrsam Graeciam , postquam diversae

«ationes iß mmm p?j'paluin oöem Graecürn vocamns

coalücrant At nee nameruRi tarn iiiagnnm fiiissc dcoram

statim a priricipioj ncqfse cognationes ac munia taitt

Ordinate describi poluisse ap


DE GF.ÄECA MINEßVA. 261

Ea?n lirae caefcens diis Ätiienienses colaere, tutela-

reraque habaere «rbis snae. M satis argüJHenii cs#, ut

propriara fuisse eios g^ntis quae Alhenas teonit existime-.

mos. Sölainne primitüs an alios ouoqae cleo.^ Jialjueriüt

nesciiDas: saprema certe iis fuit. Gentem illam fiiisse

Tolunt Pelasgicam: quin O. Maellcrus ia Oichomen« p,

127. Pelasgos in Attica Telconies iuisso aarrat, qnos

3ibi lones^ qaos llopictcs fuisse uit, siibiererint, xli;-

cforera baram reruiü nominat HerodoiüiU \ 11. iOl. Ylll,

44. ^) Neutro ioco Laec tradidit Heiodotäis, ac ne po-

tuit qnidem, qui I. 56. lones Pelasjras esse crederct:

sed in priore Ioco ab se ipvsls ]ua*>dicanttjr Atheniciises

«pj^a^oTöTo//' /^tV tS-vog naQ(:XO!JLivoij uovvoi


262 DK GEAECA MINERVA.

Kgayaovs xaXüa&ai.

Süstatliius vero ad Biooysii v. 423. s?aX$6fievQt apsd

Herodotaisi invenisse videtor, qui sie scribati latogeZ äa

o CLVTog xal tJri ol '^drjvatoi Kgaraol xalovfisyoi

Z^tog im IJslaaywr ix^yziof/ r^r 'EXXdSa Tlikciayol

wvofidl^ovro. Nimirnm ips^.as I;aec Herodoti et solios

qäjideja opiaio fiiit, Pelsäsgieam esse ©rigißem Atheuiesi,«

813113. Itaqae I. 57. quam tiarbara ling&a loqai eos quos

löse cognovisset Pelasgos dixit, sie i»cribit: «I xoLvvv

7iv xal nay toiovzo rb IJeXaa'yixQ^^ z6 ^Atzixov t&vog,

ihr FleXaüyixoVj cifia rf] ^araßolfj rfj ig ^^XXriPctg xal

%^v ylmaaav /nsts^aS^s. Et quam I|. 5i» Äthenieuses

dicit Mti ig^iCXltjvag reUorrag, Pclasgos , Tocari desi-

tos iadicat» Tereor vero, ne, quod eomninnem owinio-

iscm sequatös, de qua Si:ral>e Y. p. 220» seq., Felasgos

per omnesn Oraeciam diffasos fuisse crederet, Atbe«

F.ieosea qßoqüe, ut ab ultima antiqßitate enmdem loccm

teneates, Pela?>gicam geßtem esse pötavent. Hiac emQ

Tidetur, qiEod I. 56* qnnm loiies geaere Pelasgos esse

dixlsset, de genere Felar,gico plane cootrarium ac cae-

teri scriptores omnes refcrret: övda,f.ifi xüj e^s^io^r^ae,

Qsiare asseutior L'fircbero, erroris argisenti Merodotam

m Chronologia Herodotea p. 2C^. sqq. quamvia eom virura

reprebendat h egregio de rerosn publicarnm apad

Oraecos aniiqintatibas libro §. 91, 5. C. Kr. Herinan'*

nu9, Müüeri m OrcbomcnQ p. 127. indiciam seqaatüs«

P^am praeti^if csefcerorum scriptorum silentia oaiaiem ce»*

tissis?« ts^3ti53 ipsi vidcEtur AtUeuie&ses ess«, qui, qaa{ji


DE GRAECA MINlRVA, mS

potest ex hh Paosania» I. 14, 2. 'ElXi^voyy e* fidXiara

c^iupigßifzei/yTeg 'ji&ijyedoig ig a(>;^aior^Te6 xal ^tuQa

jia^ä &8WV KfCLolv f'x^ir, dalv ^yi(}ycloi,, r.ad^dneQ ßao-o

ßagwv fp^x^lv Alyvnxioi' i,f.yfTai gvv dtg JritxrixQa

ig "A^yog eXü^ovaav IJelaayog (Je^aito oikoj. Quin ab

ipso etiam Herodoto distinguuntar, qui avvoixovg 'A&r^

ycuotai yiviad^at, Pelasisjos dicat I, 57. IL 51. et ab

Atthidam scriptoribus apud Straljonem V. p, 221. mal

01 i7]V 'ArOida avyyQaxpavTtg iaio^ovai ne^l rc^y

ITeXaaywr mg xal Adrivriai ysvofurojy Ualaaywv'

(perperam legitar twv ITelaayüjr) äiä äf. to nlat^Tag

tlvai xal dixr,y b^r^wv hiKfoiiäv eip' ovg erv^s x6-

Twvg mXaQyohg vnh luyy 'Ajtixüiy xlTj&Tjrai^ ili susit

illi, qui inarum condiderunt m arce^ qui dlctusi inde efii

%6 JJekaoyixor relxog, ßive coionaBni atqüe a&tiqua, ut

Tidetur, vocaboli forma rb ilekagyixor. De eo c^piöse

Meorsias is Cecropia c. 5. ia Gronüvii Thes. toL JV»

et naper Fritzschius in Qaaeatiöiiibus Aristopkaneis 'ao

Nüekins in ;:exto CEpHe Heesles p. 6iK- seuor Quod

Müileräs iß Orcbomeiiö p. 410. ex ^bscara qGoilr..;?! f-).:nß.

metnorat^ sucuu ia asiini Pelaägot iilud snasimentQUi ex-

struxiBse, aoß testatur is^ queßi teätem nomiPM, seholiastes

Luciatii ad Pssc, 42. T. I. p. 609. et ad Bis

accaa. 9. T. III. i>» 802. hnnio AtheaieDsiiius ena feiiao

loaraiQ aediücasse quum alii tradiderunt, tnm Heradoiusi

YI. 137. qoi iis laercedis Joco eedes sab Myiuelto data»

dicit, iodcque eos seu iure sive himfm eifctcs hfSRünm

Imbroniqae petivisse: quo pertinet etiam, maä Tbiicy*

dides TV9 109. scripsit: to (ft jilstaxQV ilÜMay^-my

Autoehthonen $eien. S. Demosth. de falsa leg. p. 424. Cognati v^em?

Tide, lector, verba Demosthenis §- 261 xal ovS* hxavd-a i'cFTfjKiVf

äXX' «ff A(ixadiav tlgeld-ov ndpx' Svui xal xatia xaaei uinoLi]Ki,

xai vvv AgxdÖMv nolXot nQogrjxov avjoTq in' iXiv3-eQi(A fi^ytaroy

qigovttv ofiolayg vfxtv {fiovm yoLQ nuvrwv arvo^ß-GVig Vf.if7g iox^

niixiivoi) WlXinnov ^uvfiu.t,ovai. Dupliciter falsa est Mülleii raüocina-

tio. NaxH nee qui gioiiles ioter se sunt, ee sunt etiani cogr.ati, nee

qui homines se avTC^O^ovag esse gloriantur possunt ccgnati essa cnui

aliis qai jdcin de se praedicant, quia av^ox^-oa esse erx noa s&se

cognaiani cunt aliis.


264 DE GRAECA MINERVA.

Tcwy 'äial AfjjLiyoy txote y.al "AO^vag TvQarp^wv olxtjodv-

Tcoy. Habitavcraat enim ipsa etiam in ajrbe Athenaram^

CO scilicet tempore, quo murfis ille ab iis est exstrnctas.

Eniii duplicem fecisse visi ^uot O, Müller« in libro^

quem Buper de inunimcntis AthcDaritui edidit p. 2. cains

rei nullnin exstat testimoninm. Nee fjnod p» 3. coaiectum

est, Ephornm apud Strabonein fX. p. 4ÖL quam

To IJelaaytxbv dixit /je()og Trjg jiol^wgj arcis parteia

inteiiigi voluisse, faclle quis sibi peisuadcri patictur. Sed

scripta liaec festinantias esse oslcndit eadem pagina pro

Avibus Aristophanis nominata Lysisiruta et Pollucis octavi

libri (|. 104. pro 101. Locns qnoqnc, quo habitaverant

sub muro, dictus xo UiXaayixoy» Thucydides ü.

17. r6 TS IlaXaoyixby xalov/ueyoy ro imo rrjy axQO^

TioXiVj o xal 87id()ar6y rs riy /litj oIxhv xai ri xal

IJvd-ixov fnavTHOv axQorflevTioy roioyde ^uxujXvs,

Xiyoy wg t6 UtXaayixbv äpyby äjittn^ov , o/natg vnh

rrjg noLQaxQrif^icc avayxrjg i^(nx^x97]. Con'ectura de ora-

enli versn speciosior quam vera prolata est a Fritzscbio

61« Qjiaest. Aristopb. p« 13. Essecratnm eiun locuin esse

expulgis qnod insidiati Athenieusibus essent Pelasgip narrat

ßcholiastes. Videantur ergo prirno ex nrbc ad Hy-

mettuni submoti, ])ost plane esse expulsi. Quam vindictam

sumpserint, narrant Herodotus VI. 137. seq. et

sciioliastes Luciani ad Cataplam 1. T. !• p. 620. Meminit

utrius


DE GRAECA Ml>;ERyA. 26»

yäg lAypolav xou 'Ym^ßiov .... /ivv&avofievog üi

oiriveg TjOav, ovdtv ällo idvj'd/ntjv /uaß-etv tj 2ixi^

Xovg t6 ig a(j/ijs ovxag ig *Ay.afJvaviav jLisroiinjoau

Bfaoifpstaju in liis iacunam, observatam O. MöiJero in

Etrufc \ol. I. p. 76- Fritzscliio p. iß. Naekio p. 61.

etsi non licet espltie Strabonis narratione de R«^s villa

V. ]u 225. pcrtinet ea tarnen ad rem istain : loTOQ?lTtti

öi yivtoS^o.t 'covTo ßaalXetoy MdXeo} tov JTflr/ayov,

ov (paoL (yvyaaTsvoa.VTa iv roig TCTioig /lutcc xwv avy-

oixüjv Utlrtoytov aneX&dv kvS-iy$i dg lASi^vag. Sic,

MdXfO} Tov, pro Makaiü/Tov scribendara videtar, et in

Etyro. 3l, p, 62. 9. Mdl^co rov Tv^^rjvov. Videiidaa

dp eoi hofiiiiie viüllerus in Etrascornm yoI. I. p. 83.

seq. De bis Pclasgis idem disserait in Orchomeno p.:

437. seqq. et Wiebolirius in Historiae Romanae ed. ter-

tia v^^ 1. p. 47. sequutus ibi fcre Cluveriura in Italia

nntiqna p. 429. ; contra INiebafarium actern non infeliciter

dispDtavit Fritzschiiis in Qnaest. Aristoph. ea oratione,

qnac de Pelas2;is 'J^rrhenis est. Sed et ibi et in EapUrosyne

p» 35. ^^nbitasset forta^se, an hi soli Pelargi

pro Pelas^s di.;ii essent, si cognita habuisset, quae inf!;eniosus

fec^ptor dissertationis de priscorain Graedae

incolaram do?? i.iibns in Cantabiigiensi Mnseo piiilologico

Fase. m. p. 614. seq. scnpsit. In eadem Eaphrosyne

p. 36. memoria Fritzsduum fefeifit, qüom me alind probare

apud Piirynichnm p. 109# dixit, quam quod veris-

sime indieavit Lobeckius. Fuerint illi igitur non iidemj

qui quum üli^iB re^iones Graeciae, tum Dodonam tene-

^ant, sed qui ab Dionysio Halicarnasscnsi I. 17. dicnn-

tnr ol TQanoiisvoi npog xovg iv ^(odcovj] xaroiy.ovvrag

0(fwy ovyyfvngy dig vvddg fiSlov innpEQSLV noXsyov

mg ifgoJg^ seinpcr tarnen et Pelasgi et diversi ab

Atheniensibus, ncque Atlienicnses Pelasgi esse videbuntnr.

Neque enim tam inagnani potentenique, quam Nie-

bahrio Visum est, ^entern Pelasgornm faisse, iiraeter te-

statas scriptoribus migrationes vcl solae Larissae lidem

faciuat. Nam urbis caj)italis nomcn uon transfernnt alio

uisi piilsi, ant longinqaas in lerras coioniae condendae

caiiösa mlssi. Enumeraront aliqaot Larissas Strabo IX.


266 DE GRAECA MINERVA.

p» 44^» Btepliauus Bysaatins, Sustatliias p. 358. Qnos

alios de hac re sneinorat Müllei-os iu OrciLom. p. 126*

Piierecyden et Heüanicam apnd £astatliiiun liiad. III,

74. p. 385, 39. (noo 3, 839. item npad scholiastani

Apolionii ad I, 40. sive fr. CXVI. apud Sturzium) ai«

hü ad rem: 8ed quod Strebo, ex eoque Stephaoüi» scii-

bsiEty xetl Iv tfi t^TTi^qj ä* iail yicgtoG^, merito In

yitii Biispidocem Yocatiiisi est a Palineric^j qsiße easpicio

augetor eo^ qaod teste interprete GalHco da Tiieil T.

III* p. 350. eiusqae appesidice p« 258. sa codice Paris«

1397. esse Tidetsr : . • • Gyixfi «J' IötI Im^iöoa. Tyr«

rlieni isti faciiios, creda, a tarribes condendis, nt qai«

liasdam vcteram placBjt, »osaeia trÄi:eriBtj qaaiii, ait'iüi->

lero in Etruscis voL I, p. 80. visans, a Tyrrha, oppido

Jj^^i'dQ* Nam qaae sola ei:stat hoiss oppidi commcrao-«

ratio, m Etym» M. y. rygawog: ^ &n6 rvyov, og

TZQüJU&F er €s,v'cfi^ qnifias verbis iß Etym. Gudiatso p,

637, 28. additum est., ovtmg $vgov iv vno^p'qf&cera^

^uiQX^koVj (rede '^^x^loxov leg^rat Sylf5argias, qsii -^it/-

dia%fjg ecribeitdom monßit) eo ipso additemento saspecta

redditöF. Habet enioi gpeciem coi?iccturae explicando

difiicilioii coidam versui iactae^ qnales muitos feccriat

Teteres poetarum interprei^es. Scripsit qeideni vnajufnj-»

fifna in Arebilochüm doctissimiis gramsnaticoe Ärifltar'ehas,

nt ex bis videri poB^lt petita esse ista Tyrrbae

laemoria: sed, nisi diserte ipse Aristarcbas testis cite»

tur. band facile credam buius ease istad testimonism,

Malto minus tain obsearae fainae oppiduia ad urbis capitalis

claritatem extulerimj qu^niam Marioertas in Geogr,

Tol. VI. fasc. 3. p. 371. moltis seculis post Tyriae cainsdam

in. Lydia isiveniri mentioneni scripserit. Caete-

Sram, ne hoc praeteream, repetita e^t ista grammatici ad«

notatio in eodem Etym. Gud. p. 538, 4. in brevius coa-

tracta, abi anb Tvqov ttis nolewg scriptum. Sed sive

a Tyrrha qnadam, sive a manieodarnm nrbiom pcritia

dicti sant Tyrrbeni Pelasgi, non magis tarnen qnam vel

Bodonaei vel nlli alii Pelasgoroitt aut cognati Athenien«

sibua aut amici faere.

*


DE 6KAECA MINERVA. ^7

Aty inqni^ütem aGdiis^gi; sicati Cecrops ia Atl^ea

rcx foit PelasgfftFHm Crasanrain, die etiam Eleasis et

Atlenao ad Tritonem Boeotise sine ^abio oppida fae-

ntat Ftlasgics: nö:a Pelasgi, nt ubjque^ ita etiam ia

Boeotia hahitareitt« XJiiiqae vero, qaos hec ülac commi»

graotes eodent iare Bosonam fuisse dir^s? Fatei« qsid-

quid hoc argaoienti est, totom üIvl Heredoti opkioiie,

de qaa sypra dictara est, sustieeri. coilabi a^itvmf si eg

falsa est. lata vero Boeoticn oppida Pciasgica loisse

qoö taodeot tcstimoDio efScietar^ i|uuin eaepias mstave»

rit incolas Boeotia f' Aceedit, qiso4 ^alde dubia est istonis

memoria oppidornm. Pausasias IX« 24, 2. Xiyovas,

ds OL Boiunol x


268 DE GRAECA MINERVA.

nein esse propagafa, dlctain(]ne ibi natam Mincrvainy

regno Cecrcpis ctiani Bo«o6ai[j ani|jlexo.

9 Noii (Jus pro Peiu3gis probat Cecropis fanum Ha-

Ilarti*


DE GR.1ECA MINERVA. 209

eiira Miilleri Enmcnidam p. 208. *) Boeoticas illas ad

de^;ncntcin lacus Copaidis ei^imdatloGeni spectare nomina

carinii produnt.

Sed, nt ad Mmervam Ycniamus, quae esthaccdca?

qoae natura eius? qnod monnsP Agrornra iertiütatis

operninqüe rnsticornni praesidem esse quidam sunt -coinmeiiti.

Miirntibus quo id argumento dicatnr, Butadac

sarei-dotes, virgines Asraalides, ipsa deniqae dea Alea,

Boarniia, Budea, Siionia, Titlirone ^) in ccnspectum prodocDntnr.

\iüentar hacc pauc^s expediri possc» QailO

hominr'' semner earadcm iocara incolebant, propter soli

asperitatem iion pnlsi ab aiiis, qnid aliud qaam agros

snos colcr'^nt, bovesque alcrent arandi caussa? Quorain

qoi opalentissinü essent raagnumque grcgem boam iiabe-

rent, Doa miram si prae eaeteris d'igui iudicati sunt sa-

cerdotio deae, quam fcI solam vel supreinam popnlas coleret,

ctiam si ea non esset iuris üperihus praefecta. Vir-

ginca aatem illae Agraaiides, si iiiirAi.sierinm deae respi-

cimas, eadem qoa Butadae caossa cum dea snnt consqdatae;

sin divinam qaae iis tribata est natnratn, numina

snnt ordinis inferioris, propitia agricolis. Falluntar aatem,

qui nniös ex iis aon Aglauri, sed Agrauli nomen

fttisse putant, qnos non solam constantior et melioribns

Kbris firraata scriptara, sed etiam res ipsa refntat. Mater

eüiin rette dicta est 'l^äyQavlog, quod fiiiae omces ad

rem rusticam pertintnt: ex filiabas vero si ana sie es-

set vocata, fiaka et perversa facta esset divisio, de tri-

bns noniiüibus uno genas nniversum, reiiqnis duobas par-

tes gencris signiBi aotibus. Recte divisere veteres, ^'AyXav-

ffov, "E{ioriVf IJca d^Qoaov appellantes, nt agros -d puris

sab auris aiecos et modico rore rigatos et multo liuniore

*) Repetit MiiJIerus suam de Praxidica lovis Senatoris conifige

sententiam in Encycl. p. 97. afBrmatque convenire ei nutionem ultricis.

Vellem demonstrasset. SimiJiter, ut a me factum, explicatur per rechts-

ordnerin ab alio. V. Text zu Gerhards ant. Bildwerken i. Lief.

p. 98. 00t. 127.

*) Haue Müllerus in Encycl. p. 88. n. 93. probabiliter per me-

tathesin pm T^tiwvrj dictam coniedt.


270 DK GäliECA MÜVERTA.

älipno.ios slgBificareüt« My inqnioaty ipsa Miss^rra et

UdrdQodos «t Z^yXav^og est apijcüftlta. Aadio^ se^ ut

testes valdo sDspectos babeam«. Harporratio et Suidast

"'AyXavQOg, r/ &vydjri^ KixQonos. ^(Jtt o( et rXavxwmg, quod m utroque QcuriDe yXav sit, orlgine cogaaU

esse, Tsreor nt muiüs pest^cadeat.

^) Tuetur haue esplicationem Mullerng in Encyd. p. 93. citan«

Panofkae disaertationen ad Gerhirdi actiqnas picturat fasc. I. p. 139. sqq.

^) Conüctam fuisse süentio cosfitetur £ncvcIopae


DE GRASCA MINERVA. 271

eodem illo absconditoriiin iovesdgatore LycopLrone co»

gnilnni est. ätephanas Byzautios: Botidiia nSkig tv

Ma.yyr^cia , änh zov ülxioayros ßovaeiov ovray zt-

juäuti Bovdeia ri *Adi^a iy OezraXia. Avx6(p^'j)V

(v. 359.)

7] Tio'J.Xa örj BövSsiav At^ittv üSqt^v

Repelit horam BRinmani Ecstathias ad Hömfrnin p. 1076«

et ex eo Favorinus, Tzetzes p. 562. ^ de (p^6yi]aig

^A&Tjyä tJii&sra rotvza xemr-rai, Bov$Ha yaQ r^ (pg^^

rtjaig^, oxi ravg ß6ag cQorgcp xal ^vyotg vnoSht xal

lifJLVu zag (zvkct;ca.g. Itaqoe SQvd&ieUf cadcsa ratiooe

Thessalis, «}5a Boeotis Boagula dicta, non est propte«

rea ruris dea, Kisom mevet ^iTixtvia, creata apud Po-

lybiam XXYI. Ö> 2a nbi qoum ic codice scriptüia esset

t6 xrig Snwviag *A&vväg U^oy, Valesiiisqiie ^Izioyiag

repoDi iüssisset tarnen fueruut,


272

DE GRA?ri MINERVA.

mina; mults a tntandis uvbibufl; inimmerabilia a ford-

tudine et re iellica, aon Rolum a jjoetis iavcnta, sed

ctiam quibua publice in Graeda colcrcfiir. Galeam ge«

stat, hastani, clijieujii, aegidem ornatam Gori^oneo. Haec

constautia et pcrpetua. Alia a poetis accepta, nt no-

cfna, quod ylavxüinig dicta est: quuraqnc a qüibasdaia

etiam antiquonnu, qui ?el res naturales ]»ro diis caltas

pularenty vei ex Acjjypto repetcrent deoram originem,

löodo lunu esse crederetar, lanuJae additae sunt signis

cias; riux^o Aci^yptia Neith esse vldereiur, crocodilo fnl-

tarn ;i?i(jij(s ratirex repraesciitavit; cuh.sniodi Signum scbo-

liasts^s Aristidis ad Panathenaicum 95, 7. p. 17» seq«

n^og rf] axQonolu AtLenis fuissc dicit.

Kidf^amiir fortasse, si ncscirc nos profiteamnr, quid

nominis baec dea babuerit. Antiquissimo anctori Hornero

""AS-riVT^ ei' j4&i]rmr]^ ac IlaXXag' j4&^vi], Uallag' ASirivaiT];

nnsquani, sicuti FXavxwnig et T^iroyivHai nnde

ITalläg vocatnr, »l&qae ^ArQvriovi], nisi adiccto Jiog

lixog. Ac Pailadis nomen ipsa vocaboH forma adiectivnm

esse prodit: quod qui aüunde quam ex ndXXiiv de«

rivatura volunt, siicntio praeterire licebit. Aperte enim

a vibranda basta sie dicta est. Usitatissimum nomca

*A&7ivri utrnm non lactatam an iminortalcm significare

qois inalit;) liberum esto aibitnura incerta sectantibns.

Satis monstrare vklentur prodnctiores formae ' Ad-tirctlrj,

' ASi^vdct, 'A&riyä^ boc qnoque esse adiectivunio Atque

ab urbe, in qua coleretur, jiotins deam, quam ab dea

urbera nominatam esse credibile est. Non babuit ergo

nomen, siquidem reliqua qiio(jue aoinina adiectiva sunt

onuiia. Ex bac re vel sola sequitur, unicam ac supre-

Toam j»riscis Atbenaram iiicolis doam fuisse. Eodem du-

cunt ctiam alia. Nam nee nmtrem babere dicitur quae

eam pepererit, et virgo est nulJi deorum nupta, et, quam-

\is plarima eius religio esset apud Atbenienses, tarnen

non Rata Atbcnis dicitur, ut quae semper fuerit Atbenis,

neque illuc sit adducta aliunde. Dubitet fortasse aliqnis

ex arcbacologis mytbologus propter peplum, quod in navi

rotis imposita cxpansum Panathenacis e Ccramico jiro-

pter muruni Pclasgicum usque ad Pytbium vebebatur, de


DK GRAECi '-flNERYÄ. 273

qna rc praeter P'iilissfratnm in ¥lt sf phist fl. 4. p»

550. et sciioliasvam Ai'ttidis p. 342. seq. vidccdas Medrsias

in Pana^^heoaei^ ^. 1P, in Oronovii Tlics, vol. YIL

Mira sunt, «lüae fle hör ritu «rrinsit Oeiizenis in Sym-

bol, vol. n. p. 814. Exj))icatio Tacilis: ipsum qui de

douiinatu Aiticae riü?i dea certaverit NeptiiiiUni ei vi'"5ricilS

honorem habere. Ouemadinodüru eniru alils «jisosjue in

loeis Neptuniis contendisse de rf^gno cum düs indigenis

dicitur, arrodcns littoa flucfiluis, ita Äthenis qiioque ce-

lebrata fait eiiisrnodi ^?Qt*'ntio, »juüsn praei^ertisn in ipsa

arce fons p^set acjHae «annae^ v«irrepens iiuüto. Anstro;

(?e qno fönte Pau^^ainas L 26, 5^ Yil 10, 4> Yiden-

dns de eo Meursiu? m Cecropia c. I9<

l?e;^eamus taatisper ad Peias^os. -^i cjoidem eos^

qm Iro^^onaü) tenebünto Eos peye verentiojiLi est ne quis

aot ncn Pelasgosj sed Hellcoes, aiit GtraRiqne genteni

«nam: foisse credat, nt Heinsterhnsius, qui in Lennepii

EtyiJiologiro v. ^fXlog vei paiiern vei propaginem Pelasgoram

Sellos esse existiniabat: qaeni praeter alios

sequntus est G. H. Bodius in commcfitafione de Orplico

p. 67. videtarque eoderii inclinare C. Fr, Herriiannus in

60 que«! snpra dixi libro §. 8. Nota saut illa Hoincri

Iliad. XVI, 233.

Zsv üva Jojdwi'au, TTtkaayLyJ, iriXo&i vaLcor,

aol vaiovfj* ijnoifrßaiy avinx'jJiodeq, x^fiauvyai.

Aristoteles 5IeteoroL I. 14, 22. diluvium Deacalionenm

ingroiäSü dicens potir^simuin Tisfji xrp' 'Elldda jtjv clq-

XGictv: avr,] J' f.arlv v tib^l ^Jat^imnp/ xcd rbv ^Ay^

Iqioy oircos ya^ noXXaxov t6 lifv^a iKjaßBßXrixev.

C>y.ovv yoLQ ol ^•i?/Aoi iviav^a xai ol xalyv/bttroi rore

,u*v^ r^aizoLy ri>r «T "Ellrp^eg. Nihil ad rem, si hie

confadit Thessalicam Dodonam rum recentiore Ej»rotica;

de rao (-. Rittems in Atrio histoiiaram Enropaearuni

p. v>84. seqt^, Ytraqne enim Pelasgica. Hesjchiu^;

^Uol, "Ekhr-vec: ol er Jcadwvri ycxi ol Uq^ZS' nbi non

opus esse ut xal ol i:V fcjdwyrj ItQstg scribatar, appa-

»•et ex bis einsdera vei ms: ^IXoi, tSyog iv Jcü^iorrj,

Herm. Op, VU. S


274 DE GRAECA MINERVA.

7j nrmxol; et ex Apollosii Lex. Honi* SsXkrisig, norafios

ey OsOTiQwzia 3 Oi9ev rb tSvog ^elXoi. Item ex

alsa Hesjdjii giossa: '"Ela, ro tov Jiog if^bt' rj JmiJcori]'

xal ol tequs *£lcL Scrihendam videtor iv Jta-

(h/tyrj. Homeri verba expressil Sopliocles in Trach.

1166.

vt rwv o(jdwv xal ;f«//a/;fofTc5r «reu

J^eXliop ig6Xi}wv uXaog tlgsyQaif'ctfjr^i^

n^bg Tfjs TittTQ(pag xal nQogrjyö^ov $Qv6g.

Ibi qiioqne '^Elhav legi observat scholiastes, afferens fragmestum

ex 'Hoiaig Hcsiode?s, cuius pars etii^ni *ipud

Strafaonem VII. p. 328, lejs^itnr:

14 tdxi Tig ^EkXomTj 7wXvl-]^iog r/J* tvXeijLivav,

aq)V£irj urfioiai xal elXinodeoai ßotaaiv.

fV ^* civ^Q&g vaiovoi noXvoQriveg, noXvßovxai,

noXXoi, ajisiQetJiOiy cpvXa dvrfifJjv ayß-Qamcov*

l'pD^a 'le ^u)d(jovri %i(j an eoxarifi nsnoXioxai.

irp/ di Zevg ecplXtjas, xal ov )(Qr]GTriQiov tlvai

tIjuwv avS^Q(anoig' valov 3* ev TivS^juevi (pTjyov'

Bv&ev imx^onoL }xav%riia ndrra (psQovrai,

^g xev xsi&i fioXibv S-eoi^ cjnß^oTOj' i^sQBslvt],

(yü}(fa i[p6Q(üVi tiXSjj äi avv olcovotg aya&dlaiv,

Versuni excidisse indicavi ia Opnsc. vol. VI. p. 259.

seq. Yidentar haec, qaamvis diasimilia sint Hoinericis,

tarnen ad Thessalicaiu Dodonam referenda, quod Ellopiam

geog aphi et Thessalicae et Euboicae Hestiaeetidis

novernnt. Qiinnique vix dnbitari possit, quin, qui Seili

et Kelli di«:ti saut, iidem sint qa; postea saot Mdlenes

vocati, etiasf^ Hellopia sedcm Helloniu? i-idetnr designare»

Origo horam nominam eadein est, ex qna Helios Latine

Volrones \orarc liccat, dictos ex eo, qaod ingenti se

hominnm miTltitudine velati provolverint in eas quaa« oc-

cnparent regiones, Earum regionmn qüum priscos inco«

i(i8 sibi snbiecisfeiit, qsos ipsi ob id rgcuxovg vocabant,

omines sunt Hellencs appellati. Horam tcstimoiiia atta-

lit ad Stcplißnam v. r^aixbs Bcrkelics. Gi'ammaticos


DE GR4SCÄ Mß^RTA. 275

qnid ilXov esset Descivisse haihlaiioiies eorum prodöst,

yov, vyQOVy slacpor, noyvov. ekXoTisg' illunovres

rfjs onoQf zovriöTiv aip&oyyot ^ äcpün^Gi, Ttal daoslgj,

xctl T^ct/B^S) ^clI noixiXoi, Ita«|ue quum iXlouag vel

ilXovg pisces vocari viderentj fers iijüfos, qsod id |>rf«e-

cipae in piscihns Botabile esset, iöterpretahaRturc Ißtel-

liget Tero cur sie Yocentur piscesj qüi ve! sensel eüraiFi

celerea et flexcosos in aqua motm coaspexerit» Quo-

niaiu d« vocabul© illo diceie coepi, licebit, nhi me cßniectnra

fallit, Arcades illos TiQoafX'^yovs 3 iß q«ibü3 explicaudis

Heyaius in Opösc. Äcadeßi. voL il. p* 382.

seq«|. et vol. YL p, 463- liaesitavit, Grotefendios autem

in EEcyclopaed. «Riv. sect» i. vol, ¥, p. 823. apud Ju-

dos conqukita protslit» multo siniplicms ex €o dietos isterpretarl;,

c^sod aä>.ts Ilelleaohi inhtntmü tesjseririt Arcadiam.

UQüaelr^yi^eg^ qoae Hesyciijio lA^rMÖtical vvu-lS

' äxrj^osaay

xco' &€ovg (^f TiaQcjvouaödy acfsctg arto rov xoiQvzov^

ort 'Aoofiip xT-h'zeg %ä ndriix n^iTiyjULaxa zw. T^daag ro-

fiäg elxov, Sed qüod delsde addit, aß Aegypriis eoa

noinina deomm accepigscj id fs!sa ©pirjione captas loa-

gius repetivitj quam in yminm Laberet. lVoü dieo Tlie-

baö Boeotiße, «t O. Miillero m Boettigeri Amalthea vol. !•

p. 122. ^idebatur, rccte dissentientt Wclckero ad PJii-

lostrati Imag. p. 565., sed Hellcnes. Hi Cöim pöst-.

S2


276 m GRAEC" mmF.?YA.

quam suis csiFäi am circa ea 'oca conscderant, disceriii

RomiriiliQS deos nercsse cr?^tj nt ab Melleaibns potias

Graeras ajpcllatloues nacti es"s; dii vidfaritur, Ipsi Dodonaei

Pel;iS;>; duos colebant iisaiciisas v]t.-c-r;, uii iis Jlc

et Jimvii locabaniur, {j!iac aouiinu jnso testata Dodo-

ruieo oracülo apud DeiHOsiliöüe^rs c. ^lidsar;). p, 5Si. §>. 53.

Siiiili :tisi dcum et deani significare recte in tertif^ cx-

Cßr- ad eaui orationein iadicavit B ttm nr-as. 3f;':no-

iaiiii-r es eodem oraculo iidem mi apüd Deinoßthencm

t üas:^ in i^rati;.'«*?- i>' i'alöa legatione p. 437. »^. 299. et

iu Oj/'it. 4. p. 1481. 2. cernuirt iijjuc ingata eoroni ca-

{? .a JE lüii! suis lipjroticis, S'-rabo ue Dodona Vil. p.

ö29. IjiEio') avyvaoQ tw z"';c aneddyS-rj 7] Jiwi'n^. Est

ai:. :.i Dloae Ron, »«s GrrF;;{vi'j;i ad »Stepliasi fi-agriieiitiim

p,. l'.ii. a Servio deccpl;.; putabat, Veaj;, sed Inno.

S^-kofiastes Mawieri ad Odyss. IIL 91. wg ;rat 7] "Hga

^Jti6?'}] naoä JvodiDvcdoi:;. Perpei un ibi siriptara ^laivr]^

quüti Graecum si e-^sct, Jiaiva esse delebat, ut mlrer

dttbitanter loquutnin ßattmannunj et in addendis ad scho-

liastae locum et ia cxeursu lY» ad Deiaostbenis oratio-

nein Midianam et in Älytholog« I. ]>. 23. Latinorara

Dis, qui est 2^f t'^ xarax^oviog, et Dieapiter, an ex Pe-

laspcis ilJia dncta sint, dubioin: ^larf}} antein servasse

\'idcf!it iiomen Pimm, leviter rnntafa pronunciatione Inno

Ißdicta, Praeter bos deos, qui niaximi erant, alios qaoqoe

el oiune TM)iac!! [Vdas^j^icnjn vel alix alibi Pelasgi vcae-

lübantsr , in qoibus fnit Mercusins itbypbalhca,>, i]iiem

ab iia Äihen''''ns- s acrepisse dicit Herodotas 11. 51.

^^V-?np5i i:^vim doüta Turher?! iili IVIasgi, a quibu.T murus

m arce est coiiditsis, iure auportavere, qiii iidean etiara

Brauronc «ieae ilüiis, quaiR l(fiyf"iiaj^ vocabantj signara

fitatiierunl: de qua dea dixi iß praefatione Euripidis

Iplfirceiiiae Tauricac, Qms ipinr dnbitet, quin iisdcm

iii locis etiam iiUts raaxiraos deos colaerint, praescrtija

si. ab Dcdonaeis Ft Irs^js, nt Dionysins Halicariiassensis

1. 17. iradidifs pKJRctl sunt Atbenas? Nunc Atbenien-

sibns uiaxiina defe erai Minerva, Pelasojis iuppiter et

Inno- Neutri alteroram deos spreverc.. sed, quae erat

etiu;a peregrinoruni deorum reverentia, tnalaeie propitios


DE GRAECA MINEKV.l. 277

quam ininiicos hahere, Itaque Minerva, quae noa sen'>

rata ab ilJis iertia iuxta eos nia


278 Bi; GHAECÄ MINERYÄ.

nera, ööü esse te.^tator. Andiantos igstur aSinm. Pro«

4iicitür Eunpiides^ cüks ir^ Heleaa v. iSSl. scriptum sits

« ^gj' TOsOtc AQTtfugy a ö

iv \-xu To^ydi nävonlog.

Hae scriphira nü^iro^ sed paraFB. accmratej Mattliiae pro»

gpcxitj iy pürtifnla adit;cta* Ät c»>rrigi id sie pötiEs

de2>ebatj 'd S^ i'yx^^ roQ^d:!:! naronlos. Hie ergo

testis nihil plane probat, lobetür vero iteniai edere t3-

ßtiiuordiiiiß ex fragmesto Srecitbeij qaoi! ap«id LycargaiR

exstat, Y, 46»

Ei/uolviügf oiws ßg&s icycidrapBi Iswg

At jsabseqaitsir cnöfCöSiOj Riickertum m illo ^ai de coltii

Miaer?ae est iibro p. 68^ anream istam Gorgoneis noE

Miuervain, sed caput Gorgonis inaaratum in maro arcia

inteliigendrifB monuisse, de qßo Pansanias I. 21, 8. «Tri

^« Tov vöziov xalovuivov id^ovg, o Tijg axgonoXtujg

ig IG &uxzQ6y Ioti rsT()af.ijUEt^@y , tnl tovtov Medov-

(fr^g tijg To^yoyog &TdxQ'0(Jo: uydxBitai xeqf&lr]^ xal

Tie^l avTTiy alylg TrenolTjT^n, *") Ruräam ex manibas

elapsa est Minerva Gor^e. At quaitaus profertar tesd«»

moniam, Noani, BioDjs. XHI. 516.

o7 T6 Kihxivag

XQvasQOfpcvg IvimvTO xal ilaözv^ta ToQyavg»

Sic scribcn(b]u» Saue hicj si iram Minerva© ob tibias

*^) Mou possy iHud m muro caput in Euripidis vereu intvlligt,

sed spcctare eum debere ad aliqucd siinulacrum Minerrae, quae Gorw

goQco ornsta Gcrgo dicstur, cxisliiuät MUlleiruK ia Encycl. p. 91. not.

13. ciedo prcpt«r ävaatirffu, At qoq oecesse est hoc Terbum quod

ad tgiatvav peitinet, proprie referri ad antt^cedeotia, qaoniam hoc di-

elt poej^a, pro cuUu Mineirae coa esse Eumalpom Coronas appeQSuram

trifknti.


DE GRAECA MINERVA. 270

a Marsya inYentas spectavit, Minervam Torayit Gorge-

Bern: aimirnm ut CyreisensftSj quod capat Gcrgoais in

pectcre gereret. Nnuj enhn miaas adstat Gorg',/, si ad-

stat Gorgoneia gerens ^liaerva ? Noa est tamcD idcirco

nee capot Gorgosis Gorgo ipsa, nee quae iisaginem ii«

lins capitis ia pcctore suo gerit, Itaqae pohti^mö re

desperata jniserriiBus testis agmen clawdit,. scriptor Cice-IB

roni tribotae orationis ad populüm et eqnites Romanos,

ex qua profertnr; teque^ Tritonia armipotens G-or^

gonu Pallas Minerva. At etiam Gorgonia et Gor^

gopho'^a ibi scriptum ioveöitar, qnod sunt qui potius

Gorgophoim fuiste patent. Operaiu perderejo, si alia,

quae de ista re dicta sant, coramemor'JTeiii. Apertima

est enin, si Minerva non est Gorgo, Mincrvanij quicjn

ia campis Phlegraeis Gorgo


280 DE GRAECA MIiNERVA,

niissa. Eadem Angae cum filiö Telepho 8or3 fait, de

qua ex Hecataeo Pausanias YIII. 4, 9» Quaerentibas

quid haec sibi veiint narratur Javdr]y ^^XQiaiwyrfP esse

soluin terrae aridam atque occlusnin. StopernaSj qoi

memioerinius Danaum ab ydeiy noniinat'im, qucd est

ßiiere^ recordemurque notissimi versus^

^'u^Qyog ävvdqov eov -Jarabg nolrjOey tvvdQOV,

Qiiacrimas qui üat nt Dasaus lari^e fluenieinj Danae aK«^>

tem aridaiB signiäcet, in iiientem venit, Homerum

'^vla davä atdoaai dixisse, mensura vocabuli Isaud saue

19istam Danaae interjjretationcra comuiendanto. EfiJuiver©

davä sunt arida, Proiecto. Hesychins: davdj 'Srigd,

Verum addit ille etiam ; Kavöijxa ^vka. Est enim es.

ddeiv factum d^asvog^ davog. Itaque ^vla davä suat

cremia, quae aobis Bremiholz, Non sgitnr proptJe arida

sie dicuntur, sed qiiia, si sunt arida^ facile ignem coa«

cipiunt. Quis vero solom terrae, qaod arid um sitj is"

ceiidibile vocet? Sed tainen lianc iocendibilem terraia

feeundo imbre ab love gravidara Perseara, aomine ^iso

parnm explicabili, peperisse auditnus; deum af^tem mfe«

rorum Polydecteiij eumdemque Dictyn, potiturura faisse

Danae, quod esse aeternae noctis Iiorrorem eam occul«

taturum fuisse, Quid hoc esse diceraiis? Num liaastum

iri biscente solo, quae iosueta sane vis imbrium

esset? an caelam nubibn« atrum caliginem inductarum,

quod mirum esset inferno deo tribui, et quidem Poly«

dectae aut Dictyis nomen liabenti ? Porro avertere istud

periculuin acclpimus Perseum, qui deam, Miaervara sei-

licet, ab eius simulacro Gorgone liberet, per quam lunae

lux pestifera iiat, solunique terrae obdurescat. Sed

satis, nee pcrseqaar reliqua, qui ne baec quideiit intelligam.

Aberravimus enim Argis Seriphum, alium iraplexi

Perseom. Revertamur ad Argivum iilum.

Perseus est qui penetrai, Dunae Aerisü filäi aqua

lacubus cisternisve in sicca olim regione collecia diligen-

terque asservata, Ea imbiibus aocta perrujxit, ipsisqus

cum septis, quibus continebatur, effusa in raare est. Foe-

tae id sie exornarunt, ut liiium uoa cum matre in arca


m GRAECA MINERVA,- 281

iiidasam maii traditam «licereat, cj^uo possent alteram fa-*

bolam^ quae de alio Perseo est^ enmdeFn rati, adnectere.

Kihil igitür aliud ista Argivorüm fabula contioet, quam

qtiod in illo; qaem gupra attuli^ versa de Daji&o erat

praedicatuiu. **)

Videamas iam Spripliiörnm famam. Cnita iliic qao«

qae Minerva est, qaae qanni Gorgonis csput ia pectore

gereret, qaod proprie nlhd nisi terrieulaäjefituia fait, fa-

cile intelligitfir, quomodo transferri Gorgoais oceisae fabala

iß eam locHm potwent, ia quo factum eseet, qaod

io Gorgonesn. quadraret exiinie. Narrata est ea fabula

a Fberecyde atqae ApoUodoro, conianctaqae ca!ii Argivorum

comraeirtis, Dieant enim arcain, in qnaiü Ärgia

inclusj erant Daoae et Ferseus, ap{)oisani esse ad Seri-

piiuiii. iilA Dictyo eos reii captos domo saa at propin^

qaoa liabuisse. Reg«asse luim Seriphi Dictya et Polydecteiäy

üiios Androthoae et Peristhenis, cni pater Da-2Ö

mastor, avos 2>iaap]ius^ proavus NeptoDOs fnerit. Ipsa

feaec Borflina tarn aperte praedones designant, ut dubita-

tioni noü sit locus, quuni praescrtim Seripbus brevissiina

ißsala ac potius rufK'^s e man exstans ßit, opportuiiissi

Wium receptacBiorn |siratis. Poiydecten Apollodorus, poetarum

iaventa seqnutas, amore Danaae captum, simalas.se

eit Hippodainiae tv Oenomai liliae connubium expetere^

?>lon inagnopere ialli videmur, si patamus navem Vmo

©nustam capturos dici praedones, sive praeteraavigaturara

scirent, sive ia brevia dclatani. Couvocatis qau^a aliis

tarn Perseo ad coeaam collaticiam , hole quid coaferre

oportcret quaereati respondetur, equam. Coastat auteiu •

eqno aavigiQin significari. Tlle aoa eqnnni, sed caput

Gorgoais se allataram iactat. Coaferentibas syrnbolaat

adest com equo Perseas qaoqae: poenituerat videlicet,

Noa accipit eqaura Polydectes, sed poseit capat Gorgo-

ais. Hon obscaram est, caeteris lembos afFerentibus,

Perseam vei sine navi^o se magna navi potitarnm spe-

**) Müllero iudice in Encycl. p. 92. not. 18. hacc r«faulae ex-

pHcatio infra Palaephatuui est, Rifficile dictu est qui '^iuus Palaepha-

'.ea SU ex arldo ati^ue occiuso terrae solo prognata ^avari IdxqwiwvT],

-


282 "

DE

GRAECA MH-IFRVÄ.

rasse» Nanc, exsequi inssr.Sj vaMc sollicitßs (jao pacto

temere ßusceptum negGtiom perpciatj, daee Mercnrio viamque

moöstraate Minerva, perveait ad Otaeas. De hh

qsiac tr'ddha sunt ab anticjuis non siscnt duMtare ^ttm

ßint fiaxus et refiaxas maris, siiumaiitibEis ad üttns «n-

diS], Hilde canse a prima ongine atqne oisum ocalaia

uaamque JentcBi habenies, quos gibi ia yicem coinsrjo«

dent, «t jiQwpvkaxeg dictae gant Gorgoanm, qaae sanf

luaiomm in alto man undarum r^txv^lcu Ad tnum

Gorgoni£m exemj^lcm ab recentioribas Oraea qaoqae tcxtk

addita., quae mediuui maus si&inm iater reflßXöiA et

lioxom signiücarct, Ereptis ocalo ac desite chgit Graeas

Fersena sibi nyiupbas indicare Orci galeanx et alatas s(>-

leas ac peram hahentes. Qtjod ubi impctravit, annatas

istis iastminentis, dacibas Mercario et Mioerva, peagit

ad GorgoQcs, quanim sola Med&sa iasRiortiüis ei^at« Maec

ex tribas andis tertia est, eaque snaxima, qnara patet

mortalem diel, qnod reliqnis doabas semper sese volven«

tibns niodo apparet, modo iion est cosispicaa. Kaoc igi-

tcr intorficit, capotqae pera conditom, ubi Seripham re«

diit, protractum ostendit Seripbiis, qoi eo adspecta mstaotar

in lapides. Tarn simpleK baec fabala est, nt mirandum

eit, quod aon fuerit intellecta« Scilicet addaciores

aliqai de praedoaibus, dolo capere oKUfetam merdbas

navem ctipientes, per medios flactas naEdo eam bo^

21cta a^grcdinntnr, potitique quam revenere, stopore ohiir*

ge«cuiit Sedphii. Aj)ertins HesJodus navem cum mercibus

captam osteitdit illo versa, qai est de c«)llo Mtdasae

exd^oQS X^vadw^ rs fifyag xal Jlrjyaaog tnnog,

Sed at stopor admiranlium incredibile iiicinus Seripbio«

raia significantins declararetnr, capat Medusae ex pera

prodactam poetae finxere. Hie igitar Persens, vocatus

et ipse a penetratido, alias est atqne Argivus iJlcj sed

ob idem nomen non diversos esse creditns et Argis et

Seripbi. Pausanias II. 18, 1. ix Mvxrjywr ^i ig ^'Aqyog

i^/^oj-iivoig iv aqtiaxegq^ UeQüetag naQu ttjp bdov

iariy TjQwor. e'xei juar Stj xal ivtavS^a xi^g naqh

idiy bTuxpqiwV) ftsylatag de iv 2eQL(pcpy ov xal naQ*

:


9S GRAECA BflNERVA. 28S

^ABr^va IT^gotoos TBjtuyos xaX Jlxrvog xal KIvjueptjq

ßw^hg aoyiriqwy xalov/utroov IJsQOeojg. Sic kaec, qnmß

iegeretnr s'v ts 2BQi(fw xal na^^ ^ A\}i]vaioig, eir.eii(ia-

viv O* MuIIems in Prokgoraenis mytliologicis p. Sil,

servato tarnen is, qaod delendam^ aat saltem ia -tfi ma«

tandmn erat.

Libet, qnoniam de Gorgoüibus serrn« feit, illa le-

pida attißgere, qaae nimis caadida fide Yü ckeia3 iu

GeograpLia inyiliica io mediam attelit. Is p. 29. ßi.rrat,

Tithrantem i^agnm faisse Ätticae, nbi Gorgonos habitassc

credercntafj dictac Tithrasiae. Prodeaat yero, qai ha-

iüs rei auctores citantnr, Aristopbanes, scboliastes eias,

Saidas, Stephanns Byzantius: qaoram Stepbanura statim

laisr.sm fadmss, qitl de Gorgoaibas nP^il, ArwtophaEes

Enripidis ^ersas rideus in Ranis v, 470.

zoia Sxvyog ae fulavoxd^Siog nerga

^AxßQoyrtog rs anSTiekog alfiaToOrayriG


284 DE CRAECA MINERVA.

seinidoctu^ jjrararaaticas, qai accepisset Gorg^onum Me: posui:

dt TiQog ßaS-el vdaoavTO Jit^riQov tioqü}.

icfoog anb rov di'C,Bafyai. Tr]V Mrideiav ovounaOsig' io

kS-vixov Jit,ri(}iog xal Ji^TjgijTjg, wg 'AXwQog^ 'AXat^l-

'7;7jg. Ubi hie Tiitoi^ ubi arbs «Ha Libyae? Redeo

ad Gorgones Titbrasias. Eas iara Eoripidi Botaa fuisse

scribit VöJckcrus. Quo teste? Scholiasta Aristophanis«

Quid autcm ilie? Ad TciQrrjaala /Liv()(/iva adnotavit

baec: h'frci J'g rä Iv OrjGsT nenoirj/iisva. EvQimörj' ixtl

Vf/.Q ToiovzSg löTi onoviJa^wy f olog avravS^a naü^fxyy,

Ubi bic Titbrasi mcntio? J^iiiiiruin lid»Hitor credebat

Völckerns, quod Aristopbanes posuerat, TtfjhQaaiai, ipsura

qutqne Kniijjidem scripsisse. Ät scboliastes de toto üio

loco loquebatur, qnem ex Eiiiipide cxpressissct Aristopbanes.

Eurij)ides nee nmraeimm Tartessiaiii, nee Gor-

goces Titbrasias dixerat, sed de Gorgonibasj credo,

scripserat roQyoreg yiißvarixal, quas nt Aristopbanes

risus excitandi caussa in Tithrasias matuvit, sie idera

alio genere ioci muraenam ex infesta viipera in piscem,

quem Tartessi captum in deüciis bubituoi ex Pollnce

YL t>3. scimns, convortit. Sic iacettis pocta non so»

lam aeqiialü3^n suuni Euripidciii, sed etiani bodiernos my

thologus lüdi&cavit.


APOLLINE ET DIANA,

Ue Bafnr' {fewnira dinerc non tarn philosopliaruin est

quani hisiorirorum. Nam qnos quaeqne gentes Tel Ipsae

sibi (ieo=s iecCinnt vel acccpernnt aliunde, de iis qnid-

qaid aut caeca ionnido in iiientem daret ant fingeret vatßm

ac sacerdotnm Iraudulenta natio, pro vero rcvereba-

tnr hominum snperstitiosa simplicitas. Hinc fabularnm

iiilinita varietas religionumque inexpIJeabilia mysteriaj

qnae etiam qoi sanctissinie colebant, si quaereres quid

sibi T^llont, non haberent qnod diccr:nt. Credere enim

Resijire est. Quocirca si oöis illas religioncs quoad licri

potest cognosceie cnpit, nihil reliqniim est qnam nt in-

Yestiget «bi et qnonjodo ortae, qoibns eanssis latins prc-

pagatae^ qaibas incrementis auctae, qnibns dcnique casibas

Mutatae sint. Ex illa iirunensa inateriae copia nnnm

aiih^ fiont locnm tractandum snmpsij qni est de Graecoram

Apoliine et Diana, non ut omnia qnae de iis tra-

dita sunt perseqnar. qnod est infiniti operis, sed ut naturam

eornm et onginem, si possim, declarem. Conianctiß'?

mos enim hos oeos esse et parentes iidein et qnod

ge> ;:jü habentür et raiiaeram qnaedam similitndo osten-

*) Edita est utraque pars a. .1837.


296 DE APOT.LINE ET DIANA.

(1it| ita nt non possit de ntroqne scparatim cxponi, etsi

jiotiorein Iiabitam esse Apollinem vci sexas monstrat«

Illa ipsa aufetn coniunctio atqne conirnanitas argaineuto

est, aat nmm caiusdam, qaidqnid illnd sit, daus diver-

sas« pote^tates, aat daornm divcrsoram nataraleni quandam

cognationem diis i;!^tis significan,

Multorum ea fnit opinio, nt Apollinem et Dianam

solem et iunam esse censcrent: qnae tametsi gravissime

a qoibnsdam refutata, tarnen na per defenBa est a Pli.

Battmanoo ingeniosissi^je ia Mytholo^^ vol. J. Nain in

antiqoLsf^intis relk^aonibus ea quac oenlife cenjantar deoB

41iaberi, ea- lam fovem, mare Neptnnorn, loea iafera Or-

cum, i^nem Vulcasiüm; multo post demam ex iis rebus

qiiae soia mentc cognoseantur potissimas in deonim oa-

iiierurn referri ; aßdc pradentiarri, sernsonem, fortitadmem,

amorcin oominibns coli Miaervae, Merearii, Martis, Ve-

neris. Qaare miijis miriim essCj m^ qaae maxime ia

öcoJos incaiTantj ßol quoque et Isaa facti sißt dii. Me-

morari qaidem denrn Solem deamque Lunain : verom sie

ctiam a Cerero Termin, a Nejjtuno Pontani, a Minerva

Metin esse diserctos : qaibas postea addidit Vestam, qua«

proprie sit fundainentain domos. Namque etsi initio res

ipsae ssis norainibas pro diis colantar, tarnen postea se-*

cemi noticncs, aliterqne de re tanquam deo, qaara de

deo ab ea re sepurato sentiri. Suot hacc specio&ia»

quam accomniodate ad propositnm dicta. Nam Ponton

qnidem et Metis nihil nisi ficta a poetis nomina sunt,

neque liabita in eornm namero, qoi pro veris diis cole->

rehtnr. Terrae antcni inanas ninlto latius quam Cercris

patet, ut, si quis Cererem cum Terra eantdem esse to-

lity ad snmraam non possit nisi arva Cererem appcllata

afferre. Quare ne Cererem qnidem cnm Apolüne et

Diana coraparari licet, quod aliqnid tarnen terrae manet

in dea Cerere, Apollo autem et Diana multa per secala

ita sunt culti, ut nemo quisquam de; solc et luna cogi-

taret, nsqae dum pkilosophi, qui res naturales pro diis

Labitas existiniarent, signa illa caelestia significari istis

nominibus prodiderunt. Non quaeram nunc falsum illi

an vemm dixerint: fieri potnit cniin^ ut verum dicerent^


PARS PfifOR. 237

etsi cR^"^\ssisasm est veter^s Graccos ceqae ApoUiaera

solem oec Blanam lonam esse credidisse.

Nomina si coasideranios, qcae praccipöorä ad ex-

pljcandaa yeteres fabdas monientum babeiit, maitcm negoiii

facessivit doctie Apollo, qaem ThessaJi, ut Plato

ia Cratylo p. 405. C. tradidit, 'Anlm^, nt coiuinßaram

antein monomesta o^^kudunt, * AnXovva vocabant, sicut

Etrascis Apla dicebator, £nm ego qaidcni neqne^ ßt

G. Bembardy m liistom Graecarem litterarRm vol. !•

p. 92. et 157- oüasi «Vm« patreni appeilatuni credam,

neque addacor nt ni>meü istiid cora Battmanno in Mytliol.

vol. I. p. 167. et Creojzero m Symbol. yoU U.5

p. 187. ex *Äßelios factum cssp puteiB. Sit ill« per

ne licet vel Hebraeorem Inhal ^ illud. qso Graeci eiun

«ppellabant BomcD^ etiaro si forte origiae peregrianin sit,

Graecum esse oportet, referriqHe ad sororis aperte Grae-

caia appellatioaent "A^rejuiy. Qaae enam inte/^rara significet,

coEscutaneara est fratreiE «^^as tali quodam Domiae

prÄeditam esse» quod ita essel o]ipositara, «t ambo commoni

quadam notione corapreheKderentäir. Atqui Graeci

ApfJÜeem ab änöXXvyaL dictoia volünt, qiiod hodie s«Rt

^ai temere vitspereaty contcadaatque ab aTzellar- ¥0calam

esse^ qood et Donen«ibus teste Merodiaiio apud

Eustatliium p. 183, 10. ' AneXlary, et veterlbus Latiaiy,

nt Festua refertj Apello dictus sit, non cogitantes quam

Iiaud mriltom absit quin se ipsi repreheodaat, qaandoqaidein

ex uoa eademque radice et anilXsiy et anoXlvvai

provenernut. Eodem pertinet Aeolicum amlltj ]jro ansi-

X^, de quo Choeroboscus io Crameri Anecd. II. p. 175,

33. His igitnr illorom deornm noininibas qüi altias quid

sabesse volunt, facile ApoUioem Yim natnrae pereraptricem,

DiaDara antem viin conservatricem esse credent,

qaoniam pcreundo nascendoqae constat atque incolamis

serTator rerans natura: coavenitqne quod nascendi praeees

est Diana. Coutra vero cui placebit aliqoid qaod

ocolis cerni ]}ossit intelligi, non mirer si dubitet an ntrom-»

qne nomen ad lanam perdaeat, quae nuac iutegra appa-

ret, nunc tota perisse videtnr, idque eo ipso tempore,

a quo dictus videri potest Apollo rsofiijytog. Verum-


2S8 I>E APOLLINE RT DIA> 4.

tnmen vix c?ec]i:)ile est, qui lonae vieissitndine3 his deorum

nominibas descripsisscnt j nnllam isoli» Tationem fea«

liuisse. Iinmo waÜo «st veri siiiiillüs düo iila cnclestia

lumiua geminos habivo3 ess(^, et (MJsdcni nt ülteruni, quod

sqjlendidius esset, irater, alserrnnj cniiis ianonidior iux

esset, seror vocaretör, *) i)h\i^nmpe si i-afegro atquo

jncorrupto iudidö in homni yinumu^ dcerniH irsalu-am im-

qijirerc, lirtn sperner? id iiiJotf iiltio ?;e oifert> sed acca-

rnte considerare opostet, a^ö prfrfiriscx ab opinione aniiao

teruere iafixa, «t« ipra Ignotam ihlsse antifpiiy soüs et

filuoae com Apolline et Diana rognationem Tideanrns., ue

'opse quidera QÜam coguaiionem existiinenias* Non ma«-

^s ronturbari üebebiüäiäs eo, qLod utiiusqwe hororn f^c*r>-

i^ojH ({moia oi?ersissi{R8 et vix. inter se conciliabilii i8«s

depreiiendiinaa, qanin Apollo idem et perditör et n/crrüDCus

»naJoFEni et ]jraeses mnsicae et fatidicus -dt^ Dkna

aütem nmnl et venatrix et custos virgisitatig et prae-

fecta puerperio« CointcRipletisar potias, qiiae in iidoqoe

maxinie digna meinoratu sunt, si qoid forte lads affc-

raßt, non solliciti quo siiims pcrveuturi,

Ac primo ni speciem et fonriam liorom iRtnemnr

deorum, ambo liorentes ipso robore iuveututis fingunturj

quod etsi non niio modo interpretari licet, tarnen fatendam

est etiain in solis limaeque nataram cadcre, quae

jsienii exjiers perpetuo snum sepvat vigoremr Magis etiam

in ista caeli sigrsa convenit, quod et Apollo et Diana

arcnm et sa^ittas gerwnt, ueque alind genn*, arHiorum üb

est attributnin. Klvzöro^ov, ;^^L'C>oTo|oy, a^jyvparo^.oi"

])oetae Tocant Apollineni . Diaiiam autera lox^moa^^ , u£

alia nunc nomina praeterram todcm spectare visa, Je

quibus infra dicetur. Sagittiis auteni, nisi vere, saltem

non iaepte, rould ravli s i»iu-ji8'inund'.s putarnu! : quin

quod Apollo ftava?^^. ifitof->i.s, aunconuis est, non minas

eo.'iuaode ad luuiai^-tein lui^oieHi referr. jutet. Accedit

*) Paucis dcscribunt caput Äjjfolhnis cuai exorientis soli'; effigie

coniunctum, atuae in adversa parte luusni atqiie alia, in f^cer." nnper

inveato expressa Notitiae adiectae Diurms litterariis PIaJt'a«;^'as a. 1837.

m. I^ovembi'i.


PAKS PRIOR. 2*5il

ad iiaec, qaoc«. r.i soi oBicrss in caelo Iiicet et iiem lüna

inter st^'^ia.-: nuhd eminet, sie et ÄpoJio et DiaT?a t'on-

iu^i ttxjiiTles, et p^ojjter sipiüitudinem jiaritateinfiRe nia-

nernni non alio inter se (joani geiiiinitu«Jinis vinculo sunt

coninneti.

Aff'erönt etiani alind. Nain Xvyaioy et IvxrjyEvfi

Apollincm ai) luce, ({tiae dicta fuerit ).vxr}3 voeatuiii vo-

lant: in qiiihns est Macrobins, qui Sat. I. 17. X.vxr^-

yivfi interpretatar %qv yevvwvTa irjr Ivxtjv, ioepte quidem,

qöia, si Xvxt] lax est, Eoiriea iilud potins ex lace

natnm signüicet iseVesse est, Sed falsaui esse istam in-

terpretationem mihi' quideiii non duhiuin videtnr, siqm'deia

Xvxavyrs et Xvy.ocpwg et au(piXvx7] rv'§ diliiciijnin co-

gitari postulant. Nimirjim cognatum est fictusii illud kvy.i]

cujii Xsvxo^j qiiod ]>io])rie non album, sed paiiiduin significat;

unde canescentes capilli Xsvxal z^i^eg, non ä^yal

ant agyi^eoaai a]}j)ellantur. Pertinet ad eaiiideni faini-

Jiam XevyaXcog: quare quae Homere Xevya.l^ai (f.Qtvsg/3

Xsvxal sunt Pindaro; item ?.vyQ6g et Xvyalog. Est ergo

?.vx7]yEVrjg is dici pntajidus, qiii nascitiir ]>a)Iescentibus

noctürnis tenebris. Lnpnm autem utrum qnod ea belliia

sub dilaculum grassetnr, an a canis j)ilis Xvxov dixerint,

in dubio relinquam. Obscurura vero nomen est Xv/Aßag,

quod Arcadicuni vocabulum esse lo. Philoponus in Bekkeri

Anecd. p. 1095. testatnr. Ei similis est apnd Hesycbium

Xvxoßaxiag dQViiLgf Iv w ol Xvxot dLaTQißov-

oiv, et AvyMßriTTog, eodem teste dictus diu t6 Xvxotg

TT.Xrßvfiv. Yohmt antem gramlnatici XvxdßarTa vel

ano xov Xvyalcog ßaiveiv, i. e. oxor^iviog, keXr>S-6T(.og,

dirtnm esse, vel qnod anni alius alinm subsequantur volnti

Inpi amnem tranatantes, 3Iarro!)ius antem qnasi tov

VTio TOV Xvy.ov, i, e. sole, ßairSjuerov: de quibns videndns

Reiffios ad Artemidor, IJ^ 12. p. 335. seq. Haec

nemo non videt oninia temere ess?j inventa. 81 roniectn-

rae locus est^ crediderim proprie soll« epitbeton fuisse

eodem significatn quo Xv^u.yey'/^Q. Non praeterenodniri

est antem, quod Diana aec Xvyriyev7)g nee 7.v/Aia to-

cata est; recte quidera, si est luna, quia etiam vel orto

iam Sole vel nondam occaso conspicitur. M< njoravit qai-»

Herm. Op. Vll. T


290 DE APOLLINE ET DIANA.

ä^m Dianam Xvxeiav Crenzeros in Symbol, vol. II. p«

132. secl cjuöd in Melet. fasc. I. p. 30. quo lectorera

able^at, attulit, Rihil est niai Pausaniuo memoria II. 31,

4- qui Troczene teinpltim Dianae vidit, quam, si libris

lides est^ et Ivxalav et Xvxeiay vocat. Addit vero: kQ

de tTji^ tmxh]air ovSsv elxov nvtHa&at, na()a tü)v

f^TjyrjTwv, aXlä fj Xvxovg k(paivB%6 jjlol ttjv Tqoi^t}yiav

Xvjuairö^usvövg i^slety 6 'InTioXvrog, ^ 'Ajua^oai,

7i(X(t* wv ra 7i()6g fxi^xQog rjr, inlxlrjcfig T^g 'A(}xi^i-

dög eötiy avrr,, ett] d* dr tri y.al älXo ov YiyyiO"

axojusyor vno i/uod. Apertnrn est, singniarem ei pro-

priiirnqüe Troezeaiis cüni appellationem visam esse, ut

uiliii qaidqnarji csim Apolünis iliis cognominibus comiiiifne

Ijabeat» Credi autein lacile jjotest, ob dispnlsos aliquaodo

lupos deaiB ita esse vocitatam,

Sed iie quis aobis Lycacum lovem opponat, qui sit

ah lüce dictus, paacis liunc quoque piacet attingere. Sanc

Sferebatur in Arcadiae moute Lycaeo lucus esse lovi sa-

cer^ in quem quidqoid intraret, carere umbra potaretar.

De eo Fausanias YIII. 38, 6. xat iddi ert iXsysro,

za iyxbg rov TSjiurovg ysi^Sjue^'a 6/Liola)g ndyta xal

Oi]Qia xal dy&Qmnovg ov nagt/^fodai oxidv* xal dia

TOVTO ig TO rsf^syog S^r^Qlov xaxacpvyoyxog ovx iS-sXet

ol cvvBgninxHV 6 xvrriyhTjg , dUM vno^syujy ixxog

xal OQwy x6 3rjQloy oijdef^day an avxov ^eaxai oxidv

XQoyoy fji&y drj xoy Xao-y tneiGv xs 6 7]hog xoy iv x(p

ov()aycp xagxiyoy xal iv ^V7]yr] xfj n()6 AlS-ioniag

ovxe dnh äeyä(j(ov ovte dnh xwy Qc^cay ysysoß-ai oxidv

ioxr xb (T iy xiu Avxaio) xejusyog xb avxb ig rag

oxidg asi xe xal inl naad^y ninovS-exvöywQujy. Vanam

istam rem esse qunm per se patet, tum affirraavit

bis verbis Polybios XVI. 10, 7. xb yd^ (pdaxeiy eyia

xwy ow/ndxwv iv (fwtl xi^ejusya firj noieiy


PARS PRIOR. 291

^6 nlöTiv loxvQav, norsgov rov äepog €lg vecfyrj tqb-

nofiivov xal oy.v&ga)naC,ovTog inl rolg slgiovaiv^ tj

ort S-avajovzai /uev 6 ijLißdg, rwr ^s ano&avovroiv

ot nvS-£tyogiy.ol Xtyovai zag rpy^ccg jurj noiuv oytäv

firids oxaQdajuvTTfiv, r] oxiav juer 6 rjXiog noistj rbv

J« TJXiov acpaiQHxai xov ejußdyrog 6 voj^og, xal rovzo

alviZTOfievoi Xtyovai; xal yaQ ekacfog 6 ifxßäg y.alel-

Tai. Ego qoidem snspicor Laius opinionis loßge aliam

originem faisse. Nain CaJIisto Lycaonis liiia quam, ut

Hyginos in Poet. Astron. IL I. et 4. narrat, in nrsam

nrntata se in Incum lovis coniecisset, inscia legis, qua

id capitale esset, ab love inter sidera est collocata. De

qna qaod Homcrus dicit,

i]T* avzov ozQtcpBzai y.ai x' ^£lQiu)va doxsiisi,

oXt] d* ajüipogSg iozi XoezQdir (jjy.savoZo,

id quam nihil aliud sit, quam nnllam eins umbram esse,

qnod nnmqaam occidat, sed semper in caelo conspicua

sit, caussa ridetur fuisse, ut fingerent, feram, quae in9

Lycaei lovis lucuin confugisset, unibra esse destitutam.

Nihil agat, qui, ut Lycaeum lovera ab lana dictum osten-

dat, Achaei versibns apnd scholiastain Euripidis ad Orest«

373. ntatnr, sie, nisi fallor, senbendis:

Tcal vvv rifielg

Ixizai TB &£wv S^aXXovg ze ytQag

ilS^ejuer tiqo nodwr zwr ocov iTJ^ai

rijg &atBQ6nov Ztjvbg &vaiag,

'LiazsQonov, non aozBQonov, scribendum fuisse monstrare

potaerat Arcadius p. 67, 13.

Pergo ad alia, qnae in ApoUine congrnerc cum

ßole videntnr. Noviluninm qnum omnibns diis, tum prae-

cipue Apollini erat consecratom , quia, ut qaideni scho-

liastes Horaeri ad Od. XX. 155. ex Philochoro refert,

consentaneam «it zo nQwzov (pwg z(p alriwzdzcp rov

nvQog dicari. V. Philochori fr. p. 93. Eustathius p,

1887, 22. veo/urp/ia yccQ t} rißiga, wg i^oedr], *An6k-'

Xoyyog hga, zovziaziv ^Xiov, og cuziog veo,u7]yiag ovro^evary

Ttjyixavza zfj oeX^vfj* Scholiastes Aristopha-

T2


202 DE APOLLiNE KT DIANA.

nis ad Pliit. 1120. lyAaTOi) 'ya.Q r:'-^-hs ri vovfi7]vlei

xal Tj ißSojurj afpU^ono np ^ An6llüivt, Srilicet aovi-

lunio niiiium lunae, sed oiniie soüs impeririin est«

SimiHter aestns propri;» est Apollmi, Hkuierins or,

XrV. 10. Tjv ufi?/ ovv ^fong xal rov ßtgovg xh fii-

lujva. Won rettalerim tamen hoc, quod iü liiuß?5 c, 23.

nari at Plutarclius : iiy juav ovv j9eQovs ocx/lh) zal xacsi-

Ypv extioiai to mhayog' tf Ö8 oslinrrj ^ixou7]piay -ijye'

Ta5 &* * AnoXluji'L &valay ^usyalonpeju] Tia^aöxsvdörig

6 Ai(DV ^noansvad fxtr.a tujv ax^ajionMW iteyMöaT,}iB~

rojv t&ig Tiayonliaig n^bg ro le^joy, Nam lioc sacri«

ricium ex teäüjjore videtar in-^titnisse Dia-. Sed ideia

Plutarrlius in Iif>?llo de ei Dtlpliice p. 389. C. \ih\ Beiphos

])ra€ter Apoliiüera eii;aii Bacchum eolere ostendit,

sie, srribit: tnsl ^^ ovx 'icsog o xwv neiJLO^wv h' xalg

fistaßolcdg XQorog, aXXä f.'sl'Qcjv 6 xrjc exh^ag, ^v x6-

Qov zalovoiy, 6 ^k x?jg /o}iO\UGOvv7]g iXdrxcov, ro xaxä

lO/Myor xriQovvxtg Eyxav'Ja, xby /niy älkoy syiavToy

naiäpL y(>u)VTat nt^l xag O^voiag, a^yo^h/ov Sa ;^6«judii'og

ineyeifiayxtg xoy dLÜ-vQaf^tßoy , xby ds naiäva

xaxanavaayjtg, x^ug jurjyccg äyx^ ixslyov roirtov xaxaxaloi'vxcti

xbv S^eoi y ottbq xgla JTQog ty, xovxo t^

diaxoafxriOLV oionkvoL n^bg XTjy IxnvQWüiv ex^iy*

Coniuncta cüin his illa c[Qaestio est, cur et natas

septirno die ineosis creditiis sit Apollo, et sacer ei esse

ouinis numerus 8e])tenari!is. At(iae, nt Diogenes Laer-

tiiis IL 44. et UI, 2« refert, Tliargclionis sexto die

Dianam, septiino ApolJinem iiatos esse dicebant: nimi-

i'uin pniis nataiii esse Diaaara oportebat, quod eam ob-

stetricis «flicio in nascendo fratre fnnctam esse crederent»

ßysii Hien.sis septirimm diein natalenj Ajiollinis fercbant

Delplii teste Platarcho in Q. Graec. 9. p. 292. E.

Thargelionis septimum AtbenienseSj sentimum Carnei Cyrenensesj

«t idem ait in Q. Sympos. Till, 1, 2. p. 717«

Do Siiiipliciter septiino die inensis natom perhiberi dicit

sclioliastes Aescbyli ad S. ۥ Tiieb. 806. Recentins

r onmieäitiiin esse vidctör, •« ptiniestrern in lacem editura

esse, (juod a sciioiiasta Caiiimaclii ad li. Del. 251. tra-


PAKS PRIOR. 293

ditnm finum Spanlieinius noü iialjeret quo alio conjärraaret

testimonio, non Tricmiiierat argiunenti Pytbiornm Pin-

dari. Yolucrunt a die nataJ' tßdo^myhrjv dictum esse,

qiiod aomcn recte \'alckenarius in diss, de Aristobnlo

;). 115 PJitarcho pro bßiiouvcyh'iiv resticuit, ita scri-

•enti In Q. S)m|}os. Vlll. 1, 2. p. 717. D. y.al tov

&eoy (ug -iu^ir- ysvo.usyor v/uelg, slnfv, ol 7iQ0(p7]Tat

y.al ol IsQug fßöouayHrjy xa'jLtlie. Notissiiuuin est ü-

lud Aesch\li:

ras J' iß^ouag ö 0£,uv6g ißoofiayhag

äyoC'J '^inoXXcoy tiXet* , Oidinov ysvei

y.Qali'vov TiaXctiag Adtov dvgßovllag.

Facile intelljptar, nrijü^^s UIos deornin, qui ccrtis diebos

assignantui 5 de qnibus 1 iis polest in Deoario Ptbagorico

Moursins in Gronov. Thes- fol. IX. arcana quadam

ratioue inveiito.> esse, qua*? nameris* quibusdain cum

I;!oram Raturis deoruia vidsretur intercedere, Atque

Apollinem qaidcm vcreor ne, quoil IßJoiiayhrjg dicere-ll

tor, jirava liuins uomlüis interpretaiif^iie septimo die menßis

patavcrint isaicm significari. (^lüainquam qiiat vera

Sit haius nomiiH« origo, non aüsim pro explorato pojicre,

Dnctorem cnuii scpteßoruiü


294 DE APOLLINE ET DIANA.

Qaae de bis opipliis dicit fiomeniSy quas daritatera die!

et noctüacam esse apertam est, iis simillimae snatLea«

cippide8, de qaihos Paosanias IH. 16, 1. tiXtjoIov J'e

'IXaeiQag xai *Polß7]g eatlv uftov 6 de noii^aag iä

mr] rä. Kvnffia d^vyazsQag ainäg IdnolXvoyog (f^Oiv

elrai.

Maxime vero etiani ad solem et annoniiB descri«

ptiones pertiisent ennaeterides , de quibas idem Ideleros

in illo qaem dixi Tolamine exposnit p. 294. seqq. Ac

Plutarchus in Q. Graec. 12. p. 293. B. igslg, inqnit,

äyovat JeXcpol ivyaexTjgidag xarä ro Hrjg, cov rrjy

/LUV oenrrjgioy xttloijei, ttjv S* ^gioi'da, rr^v (Te Xa-

^iXXav. £anim primain dicit ijiiitatiooem esse pnguae

cam Pytheno, alterias inysticam fere rationem teuere

Thyiades, sed ex ritibns perspici Semelae revocationem

repraesentari ; tcrtia deoique necera expiari Charillae ca-

12insdaiD; qaae suspendio vitae finein fecisset. In Boeotia

quoqae, ut Proculus ait in Chrestomathia p. 347. Jcc-

q)rag ^i' kwaEtri^idog elg ra tov *A7i6XXwrog xofii^oy-

TBg ol tsQelg i^vjuvovv avzov diä x^(f^^ naQS-svcor^

quod somnii monitu esse institutum.

Non praetereiiada denique est commemorata ab Telesilla,

Athenaeo teste XIV. p. 619. B. dg 'AnoXXüira

cpd^ (piXrjXidg, etsi nihil amplins de ea compertum babemns.

Valde eniin dabium videtor, quod potant, re

spici ladain pueroraro, sole ex nabibns prodeante manaa

complodentiam clamantinmqae «l«/*, cu (fiX' ^Xie.

Kaec tarn malta qaiun in ApoIIine inveniantar, qaae

Tix aliande qnam ab sole repeti possint, similis est cum

Inna affinitas Dianae, nee temere canebatur in scolio^

quod memoravit Athenaeus XV. p. 694. D.

iv JrjXq) noT^ Ezixre rexya ytardf

*Potßoy XQ'^(^ox6/Liay ayaxt* IdnoXXuxy*

iXaiprißoXov t* aygorsQay

^'AgxefjiLVi ä yvyaixwy fiey' k'xsi xqdxog.

Nequo enim verbis opus est, nt ostendatur quam vita

inoliernm fere tota ex luna et mensibus pendeat: unde

et puerperio ptaefecta est virgo dea, et, sicat Apollo


PARS PRIOa, 95

qnos sabito intercepta via vitalis exstiBgidt vires, sie

ipsa feiiiiuas leih suis iutcrimere dicitar. Exemplia ex

utroque geaere iitar Im: Odyss. IIL 279.

ev&a xvßsQVTjTTjv Meveldov


296 DE APOLLINE ET DIANA.

ubi pro nlHnio versa ab dio, ac nescio an auti(|uiore*

jjottta JiJc positus erat:

/uali/oy «^ aQxfiQf ayavanarov hrbg 'OXvfAnov.

VeruintaiT cn , ut iiiirenne fatear, nou nmltum tribueriin

ln3ic 'Je'?< riptioni, quae liaiid scio an docti fabulae inter-

pretis iiivfntnm sit, €]ui pro sno iudicio, non illo quidein

stulto, qnid Latona esset, dcclarare voluerit. Bubilaii

ccrce poh'-tj ai> prius Latoiia (imsliu pareotea eiws in fa-

biilis fiicrst. Naiu qimm ea qnae fania et sennonibr.s

bomiiioni prodiLi esseat, in c; it»iii cjueindam orcünem

consererentur, omnisqiic üeoniiu iimltitudo ad uniaw corn-

«»«iiem stir{)em referretiir, assignanda singulis origo eratj

i4quae iis suuni in iüa gcnic locam deliniret. St i^ ia

Latona f|!iidcj»E nou ;ibsurde fecit is, cuius scntentiara

seqimtos est Hesiodus, (jiiuiii v. lS4r In Titaaibus nu-

iiicrarct

Külor TS Kqiov ts,

qiiorum oj Co


P^iRS PRIOR. 207

qui a secerneüd: et separando dictum esse Criiun indicaroßt,

lila OKfeüduot v. 375.

^AajQcdoif TS jiteyay fTdlXavrd ze, dla S^sdcor,

Utganv &\ og y.aX näöi f.iBXf7iQE7iLV iSjuoovyrjaiv.

Prolem Cm dicil poeta et stellatiim caelara et Stellas

cadentes ei tjansitus errantium steliarum per sjgna zo-

öiaci. Ex atonam qaideni

videntur noctem esse credidisse.

Rectius, opinor, iudicabiuius, Latonam, cuius nomen

proprie latebraiu significat, propterea matrem dictam esse

Apollinis et Dianae, quod lii dii peregrini sint, ignoti-

qae lataeiint, asque dam iaferrentnr in Graeciam. IVIi-


298 DE APOLLINE ET DIANA.

rifice banc coniccturam ipsa totius fabolae ratio confir-

mat. Yeniase dicitar Latona ex Hyperboreis, lupae specie

assampta, ut lateret lanonem. Lnpos omnes quum

crederent intra daodecim dies anno parere, eins opinio-

nis canssam Aristoteles in Historia animaliani VI. 36.

iiis verbis memoriae prodidit : rovrov de xr^y aViiav iv

fivd-q} Xiyovaiv f ort iv zooavraig '^fUQaig T^y Atftdb

naQtxofitaav i§ 'YnsQßoQewv elg JrjXoy, Ivxaivav


DB 3

APOLLINE ET DIANA.

PARS POSTERIOR.

OsteDsnm est in priore parte hnias commentationis , fa-

bula illa, qna Latona contineDtem atqae insulas perva-

gata tandem Deli recepta esse ibiqae in locem edidisse

Apollinem et Dianam dicta est, peregrinos deos significari,

quoram sacra aegre et reluctantibns qui tum Grae-

ciam tenebant fuerint receptae Conspirant cum bis cae-

tera. Nam fiininlac natns esset Apollo, Deipbos peti-

Tisse, ibiqne draconem, cai Pytboni nomen feeerant, in-

terfecisse dicitnr. De qua re praeter alios Strabo ex-

posuit IX. 3, 11. qni qnidem Ephorom, in quem ini-

qnior est, vitaperat, qnod is, qaam in hnios famae enar-

ratione praccipne se veritati operani dare asseveraverit,

tarnen rettolerit, qnae sint fabolosissima, denm interfecisse

Tityom qaemdam et Pytbonem, Athenisque Deipbos

ivisse, Tagatomqne esse per otnnem orbem terraram. Enim-

vero Epboms quid ipse carederet exposuit: quod ille ne-

qne absurde fecit, nt coi persuasnm esset denm hominis

corpus induisse, nee dixit fabulose, sed potius ut expli-

caret fabnlam. In Parnasso babitasse dicit qnosdam aborigines

illo tempore, quo Apollo terras obierit, ut homi-

nes ad mitiorem Titae cultum adduceret. Quem Athenis

ea Tia, qua postca Atbenienses Pytbicam pompam mittere

consoessent, Deipbos proficiscentem, quum Panopeum venisset,

interemisse Tityum, Timm Tiolentmn et contem-


300 ^E APOLLINE ET DI/ NA.

ptorein iitstitiae. Tj-iu ci Delphos aliuin indicasse cra-

deleiu iiüiiiinem, cui iiomen Pythoni esset, cognomen autem

ab sjuivitia draconi: qaem quam sagittis petens Itj

Tiaiar ceeinisset, in i.iorera venisse, ut liosti obviam eun-

tes paeaüem canere:it. Eiasdem Pytlioois quoniam tn-

guriuni loncremaverint Delphi, eias rci memoriajn. sacro