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smart energy‣ R o s a Z u k u n f t ‣In der Rosa-Hofmann-Straßeim Salzburger Stadtteil Taxhamentsteht die erste Wohnanlage, inder das intelligente Netz der ZukunftRealität wird. Energieerzeuger wiePV-Anlage und Blockheizkraftwerkwerden mit Speichern und steuerbaren Verbrauchern wie Wärmepumpe,Ladestationen für E-Fahrzeuge und Smart Grid-fähigen Haushaltsgerätendurch ein intelligentes Energiemanagementsystem gekoppelt.Die regenerative, vor Ort gewonnene Energie wird dadurch optimalgenutzt. Ein Mobilitätsmodell mit E-Carsharing, E-Bikes und attraktivenÖPNV-Angeboten sowie dem Sozialkonzept Generationen-Wohnenrunden das Projekt Rosa Zukunft ab. Die Wohnanlage – ein Gemeinschaftsprojektvon Salzburg Wohnbau, Salzburg AG und Siemens- umfasst 130 Wohneinheiten, der Bezug ist für die zweite Jahreshälfte2013 geplant. (www.smartgridssalzburg.at)➮ sperren zu müssen. Eine Technik, die die Tür mit Sensorenöffnet und das Licht einschaltet, erleichtert das Leben ungemein.Mit integrierter Gebäudetechnik kann dieser Wunsch Realitätwerden“, stellt Stadlinger fest. Diese Technik managt alle Funktionenim Gebäude, zieht sich bis in die Wohnungen. „Es stehtetwas auf der Herdplatte, plötzlich läutet das Telefon oder jemandwartet vor der Wohnungstür und ich plaudere länger. IntelligenteMediensteuerung erkennt das Gefahrenpotential und setzt eineWarnung ab“, beschreibt Stadlinger zukünftige Möglichkeiten.„Im Wohnbau treten Safety und Security etwas in den Hintergrund,da es im Gegensatz zum Businessbereich kaum Vorschriftenwie den Brandschutz gibt. Regulative finden sich eherim baulichen Bereich, zB in der Ausstattung der Stiegenhäuser alsraschem Fluchtweg.“ Im Wohnbau liegt der Hauptaufgabenbereichvon integrierter Gebäudetechnik daher bei Komfort und Energieeffizienz.„In Salzburg entwickelt Siemens erste Projekte mitPartnern. Hier stellt sich eine ungleich höhere Herausforderung.Bewohner verhalten sich nie gleich. Komfortbereiche unterscheidensich ebenso wie der Lebensstil.“ Dennoch ist sich die ÖGUTsicher, dass Plus-Energie-Gebäude im mehrgeschoßigen Wohnbaugrundsätzlich machbar sind und als Prototypen demnächst Realitätwerden. Nötig dafür sind eine Optimierung von Gebäudehülle undHaustechniksystemen sowie der umfassende Einsatz erneuerbarerEnergien, beispielsweise von Photovoltaik mit hohem Wirkungsgrad.Außerdem sind moderne Informations- und Kommunikationstechnologienzur Vernetzung und bidirektionalen Kommunikationzwischen Erzeugern, Verbrauchern, Speichern und Netzkomponentenvon Nöten. Damit kann laut Salzburg AG die Einbindungvon Erneuerbaren Energien ins Energiesystem effizient gestaltetund die Energieeffizienz erhöht werden. Im Businessbereich wirdEnergieeffizienz laut Siemens bereits in hohem Maße umgesetzt.„Durch die richtige Steuerung der Medien rund um Wasser, Luftund Licht haben wir Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozenterreicht“, berichtet Stadlinger und nennt das Beispiel Siemens City.„Durch Geothermie kühlen und heizen wir. In weiteren Projektenwird diese Technik ebenfalls eingesetzt.“XXXXXXXXXXXXXX XXX XXX XXXXXXXXmen müsXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXIntegrierte Zukunft„Ich bin überzeugt, dass die integrierte Gebäudetechnik inden nächsten Jahren im Wohnbereich verstärkt Einzug haltenwird“, betont Siemens-Manager Stadlinger. Bereits heute sorgenLüftungsanlagen für Wärmerückgewinnung, solarthermischePaneele werden zur Gewinnung von Warmwasser und zur Heizungsunterstützungeingesetzt, Biomasse-Kessel übernehmenHeizung und Warmwasser, Wärmepumpen arbeiten Hand inHand mit PV-Paneelen. Mit den heutigen Gebäudeautomationssystemensind für Stadlinger die technischen Grundlagen fürintelligente Gebäude der Zukunft schon geschaffen. „Sicherheit,Komfort und Energieeffizienz müssen künftig vom Gebäude gemanagtwerden. Das ist man sich selbst und der Umwelt schuldig“,meint er. Peter Kremnitzer von Porr stimmt ihm zu. „LautEU-Verordnung muss smart metering in den nächsten Jahrenumgesetzt werden. Damit sehe ich, wieviel Energie jeder Bewohnerverbraucht, kann steuern und damit das Problem derDiskontinuität, die ich bei alternativen Energien wie PV oderWind stets habe, ausgleichen. Nutzereinheiten können mit demEnergieangebot abgestimmt werden, die Warmwasserbeheizungerfolgt etwa tagsüber.“ Und Stadlinger ergänzt. „Die Zukunftwird so aussehen, dass smart buildings sogenannte minigridsschaffen. Die zentrale Energieerzeugung wird es zwar weiterhingeben, daneben existieren aber kleinere Verbunde, die Erzeugungsplattformenbilden. Der Verbund mehrgeschoßigerWohnbau arbeitet mit PV, Solarthermie und Geothermie, isthochgradig energieautark und kann Energie für jene Netzbetreiberzur Verfügung stellen, die gerade dringend Energie fürein höheres Netz benötigen. Dazu brauche ich aber dieselbenStandards in allen Gebäuden.“r‣Lesen Sie im nächsten Bau & Immobilien Report allesüber innovative Energielösungen für die gebaute Umweltund das KLI.EN Förderprogramm „Smart Energy Demo – FITfor SET“.‣ L e s e t i p p ‣Solarsysteme im Objektbau: http://www.solarwaerme.at/docs/leitfaden.pdf‣Holzwärme im mehrgeschoßigen Wohnbau: http://www.holzwaerme.at/cms/download.php?docId=34‣Erneuerbare Wärme für Eigenheime: http://www.klimaaktiv.at/filemanager/download/71614/‣Innovationen im großvolumigen Wohnbau: http://download.nachhaltigwirtschaften.at/nw_pdf/fofo/fofo4_06_de.pdf18 Report 3|2012

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