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E_1928_Zeitung_Nr.035

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Ausgabe: Deutsche Schweiz. n. Freitag. 20. April 1928. Nummer 20 Cts. 24. Jahrgang. — N n 35 W 'S* VT ULT ^P* ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZE I i SJ ry f cB Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrs-Interessen ABONNEMENTS-PREISE: Enebelnt Jeden Diensten and Freitag , • Monatlich „Gelbe Llita" HalbjtbrHcb Fr. &—, jährlich Fr. 10.—. Im Ausland nnUr PortozmchJag, totem Dicht postamtlich bestellt Zuschlag für pottamtliche Bestellung im ADMINISTRATION: Breitenrainstrasse 97, Bern In- und Ausland 30 Rappen. Postcheck-Rechnung 111/414 Telephon Bollwerk 39.81 , Telegramm-Adresse: Autorevue. Bern Die nächtliche Kontrolle der Motorfahrzeuge In Nummer 32 der «Automobil-Revue» nahmen wir auf Grund eines zuverlässigen Berichterstatters unter dem Titel «Unerhört» Stellung zu einem Vorfalle, der sich vor Ostern in Langenthai abspielte und der die schlimmsten Folgen hätte nach sich ziehen können. Es handelte sich um einen Fall von Nachtkontrolle, bei welcher der Automobilist, wenigstens das eintemal, die Warnungszeichen der Polizei übersehen haben will, und nach einem weitern Missachten des Signals in Langenthai von dieser dafür, nach Meldung eines Langenthaler Lokalblattes, mit vier Schüssen bedacht wurde. Gegen dieses schlechterdings in keiner Weise zu rechtfertigende Verhalten der Polizei haben wir mit aller Entschiedenheit Stellung genommen und das .Vorgehen des betreffenden Polizisten, der in leichtfertigster Weise vier Menschenleben aufs Spiel setzte, als unerhört bezeichnet. Daraufhin wurde auch im betreffenden Langenthaler Blatte der ganze Fall aufgegriffen. Aus den Darlegungen jenes Blattes geht mit aller Deutlichkeit hervor, dass die Beschreibung des Vorfalles in der «Automobil-Revue » richtig ist und dass nun von den Polizeiorganen dem betreffenden Automobilisten einzig das absichtliche Missachten der polizeilichen Signalgebung in die Schuhe zu schieben versucht wird. Aber auch das betreffende Lokal-Blatt muss dabei zugeben, dass-die angewandten Mitfeldes diensttueflden Landjägers nicht die richtigen gewesen •und dass die Schusswaffe in solchen Fällen nicht am Platze sei. Anwenden könne sie nur, wer sich über die .allfälligen Folgen nicht die geringste Rechenschaft gebe. Wörtlich fährt das Blatt fort: « Wie leicht hätte ein Insasse tödlich verletzt werden, wie leicht der Führer des Autos getroffen, die Führung des Fahrzeuges verlieren und dadurch noch weitere Menschenleben, als bloss die Insassen des Autos, gefährdet werden können. > Die grundlegende Auffassung des betreffenden Langenthaler Blattes weicht somit von derjenigen der «Automobil-Revue » in keiner Weise ab. Die Meinungsverschiedenheit dreht sich höchstens um die Frage der Zweckmässigkeit der Nachtkontrollen an und für sich. Das unbesonnene Vorgehen des Landjägers ist schlechterdings unentschuldbar und sollte amtlicherseits allen Polizeiorganen als abschreckendes und warnendes Beispiel dargestellt werden. Eine amtliche Vernehinlassung. Um so grösseres Erstaunen ruft in uns deshalb eine amtliche Zuschrift hervor, die uns am 16. dies vom Kommando des Kantonalen Polizeikorps zugestellt wurde und die wir wunschgemäss gerne veröffentlichen. Sie lautet folgendennasseu: « Es sei nicht bestritten, dass der Waffengebrauch auch im Gebiet der Verkehrspolizei nur unter den gleichen Voraussetzungen geduldet werden darf, wio im übrigen Polizeidienst. Glücklicherweise ist im vorliegenden Fall auch niemand getroffen worden. Die Bemerkung « Unerhört » aus den Kreisen anständiger Motorfahrzeugfahrer ist aber gerade hier nicht am Platz. Nach durchgeführter Untersuchung gelangen •wir närruch zum sicheren Ergebnis, dass es sich hier um einen Fall besonders typischer Durchbrennerei handelt. Dio beiden Polizisten nahmen die Kontrolle in Uniform an hellerleuchteter Strassenkreuzung vor. Ihr Zeichen wurde ganz bestimmt verstanden und der Fahrer verlangsamte auch, scheinbar um ihm Folge zu geben und anzuhalten. Plötzlich aber gab er wieder Gas und brannte durch, wobei sich der eine der Polizisten nur noch durch einen Sprung zur Seite vor dem Ueberfahrenwerden retten konnte. Auch nachdem es dem Polizisten gelungen war, durch Benützung einer Abkürzung wieder zum Halten nahe zu kommen, gab der Durchbrenner nicht nach und brannte neuerdings, trotz erneutem Zeichen zum Halt, durch. Erst jetzt hielt sich der Polizist, der wieder an hell erleuchteter Stelle gestanden hatte, berechtigt zu schiessen. Wie schlecht es um) das Gewissen jenes Automobilisten bestellt waT, ergibt sich ganz besonders aus deT Tatsache, dass er nicht einmal auf die Schüsse bin anhielt. Ohne die weiteren Nachforschungen der Polizei wäre der Fahror wohl unermittelt gebliöben. Noch als er zur Sache befragt «wurde, wollte er nämlich zunächst von der ganzen Angelegenheit nichts wissen. Charakteristisch für den im Artikel « Unerhört > in Schutz genommenen Fahrer oder doch verantwortlichen Mitfahrer ist weiter noch, dass er am 7. April, d. h. kaum vier Tage nach; dem in Frage stehenden Zwischenfall in Madiswil beim dortigen Bahnübergang bei Tag in ganz unverständlicher Weise mit einem Motorrad, in dio geschlossene Bahnschranke fuhr, so dass er, vom Materialschaden nicht zu .sprechen, erhebliche Verletzungen erlitt. Nach diesen Feststellungen, die noch zu Ungunsten des in Frage stehenden Automobilisten vermehrt werden könnten, wird kaum mehr ein anständiger Fahrer in guten Treuen behaupten wollen, es handle sich hier um einen der besonderen Aufmerksamkeit werten Fall. Wir haben uns der Schüsse nicht gefreut und sind weit davon entfernt eine leichtsinnige Knallerei mit einer Handfeuerwaffe zu schützen. Im vorliegenden Fall und gerade nach den Vorfallen der letzten Zeit kann es aber dem Polizisten nachgefühlt werden, dass er glaubte, es handle sich bei diesem Durchbrenner um einen Menschen, der sich nach einem durch ihn verursachten Unfall (vielleicht gar nach fahrlässiger Tötung !) auf der Flucht befinde, oder aber d;rs Auto gestohlen habe, oder auf einer Strolchenfahrt begriffen sei. Gestattet - war auch die Vermutung, dieser wiederholt durchbrennende Mensch möchte sonst irgend ein Delikt begangen haben "und wolle sich der Verfols^ing entziehen. Unter diesen Umständen erscheint auch verständlich, dass der Polizist (die Nummer konnte nicht abgelesen werden !> nach Mögliöh,-; keif das ondgültige Entwischen verhinderii wollte. Dass die Schüsse den Pneus und rtrcftl den Insassen galten, ist klar. Damit glauben wir diese Angelegenheit gegenüber der Oeffentlichkeit ausreichend erörtert zu haben. > Polizeikommando des Kantons Bern. Unsere Auffassung. Die Automobilkreise der ganzen Schweiz werden wohl nicht ohne Interesse, aber auch nicht ohne etwelches Befremden von dieser Art « Richtigstellung » Kenntnis nehmen. Der Versuch der Reinwaschung des schuldigen Polizisten ist keineswegs geglückt. Wenn der Waffengebrauch auch im Gebiete der Verkehrspolizei nur unter den gleichen Voraussetzungen geduldet werden darf, wie im übrigen Polizeidienst, das heisst nur im Falle von Notwehr, so hat sich der betreffende Polizist zweifellos eines schweren Fehlers schuldig gemacht Ob es sich im betreffenden Fall um eine «typische Durchbrennerei» gehandelt hat oder nicht, ein Grund und eine Berechtigung zum Schiessen lag in keiner Weise vor. An dieser Auffassung müssen wir in aller Form festhalten. Dem diensttuenden Polizisten stehen andere Mittel zur Eruierung eines in seinen Augen fehlbaren Automobilisten zur Verfügung, als gerade die Kugeln seines Dienstrevolvers. Und auch eine eventuelle spitzfindige Ueberlegung, es könnte sich bei bei einem Automobil, das den Nachtsignalen nicht die nötige Beachtung schenkt, um Strolche oder um Delinquenten irgendwelcher Art handeln, berechtigt noch lange nicht zum Gebrauche der Schusswaffe. Wie leicht hätten im Langenthaler-Falle sogar mehr als vier Menschen getötet werden können. Zudem stelle man sich einmal vor, wohin eine derartige «Revolver-Mentalität» innerhalb der Polizei führen könnte! Kein Mensch wäre mehr vor den Kugeln der Polizeirevolver sicher, kein Automobilist, der gezwungen wird, seinen Wagen auch bei Nacht zu gebrauchen, wäre vor Kugeln gefeit, sofern ihn der Zufall mit einer Nachtkontrolle und einem misstrauischen, aufgeregten Landjäger zusammenführen sollte. Im Gegensatz zur Auffassung des Kommandanten des bernischen kantonalen Polizeikorps sind wir deshalb auch der Meinung, dass es sich hier nicht um einen Fall handelt, der keine besondere Aufmerksamkeit verdient, sondern gerade um ein Geschehnis, das ganz speziell der besonderen Aufmerksamkeit automobilistischer Kreise wert ist. Und dies aus folgenden Erwägungen grundsätzlicher Natur heraus: Die Tagkontrolle genügt. Es, ist. ganz klar, dass der rapid zunehmende Strassenverkehr unter Kontrolle gestellt werden muss. Jeder anständige Automobilist wird eine Verkehrskontrolle anerkennen, die dazu dient, die technische Beschaffenheit des Fahrzeuges, die Richtigkeit der Fahrbewilligung und der Kontrollschilder usw. festzustellen. Diese Art der Kontrolle ist jedenfalls richtiger und zweckmässiger, als jene Geschwindigkeitskontrollen, die mit Sekundenbruchteilen und unmöglichen Tempi operieren, wobei weniger die Ordnung des Verkehrs, vielfach aber fiskalische Gesichtspunkte den Ausschlag gaben. Die Kontrolle des Automobilverkehrs in dem vorerwähnten Sinne ist bisher nur während den Tagesstunden ausgeübt worden; so sehr die weitaus grosse Mehrzahl der Automobilfahrer diese Kontrolle während der Tageszeit als berechtigt und notwendig anerkennen, so bedenklich muss es denselben erscheinen, wenn derartige Kontrollen nun zu nächtlicher Stunde stattfinden sollen. Was bezwecken diese Kontrollen eigentlich? Doch wohl in erster Linie die Regelung des Verkehrs, die Behörde will sich durch Stichproben überzeugen, dass ihre Vorschriften hinsichtlich Beschaffenheit der Fahrzeuge und Berechtigung des Fahrens beachtet werden. Weitaus der grösste Vermehr vollzieht sich in den Tagesstunden, die Behörden haben also* tagsüber genügend Gelegenheit, ihre Kontrollen vorzunehmen. Die Möglichkeiten, Missbräuche der Automobilfahrer in nächtlicher Stunde festzustellen, sind höchst gering; es wäre für das Grossteil der Automobilfahrer ja sehr erfreulich, wenn durch derartige Kontrollen z. B. alle Strolchenfahrer aufgegriffen würden, aber dies dürfte kaum der Fall sein; so wenig, als andere unkorrekte Fahrer auf diese Weise der Polizei kaum ins Garn gehen werden. In 99 von 100 Fällen werden durch derartige Nachtkontrollen alle diejenigen Fahrer aufgehalten, deren Wanderbüchlein und Fahrzeug sich in bester Ordnung befinden, und eben diese 99 finden, dass man sie auf nächtlicher Landstrasse unbehelligt ziehen lassen sollte. Gewiss wird der Behörde niemand das Recht bestreiten, irgend einen Strassenbenützer, sei er nun Automobilist, Radfahrer, Fuhrmann oder Fussgänger, anzuhalten; allein eine systematische Nachtkontrolle wird nicht nur als schwere Schikane, sondern als äusserste Gefährdung der Automobilfahrer empfunden. Wer beweist uns Automobilisten, dass derjenige, der sich mit einer elektrischen Taschenlampe auf die Strasse stellt und dem Fahrer ein Haltzeichen gibt, nun ausgerechnet ein Vertreter der Behörde sein wird? Dutzende von Vorfällen im Ausland haben gezeigt, dass schon oft allerhand Gesindel versucht hat, den Automobilisten in verbrecherischer Absicht auf nächtlicher Strasse anzuhalten. Auch im eigenen Land — wir erinnern an den Vorfall, der kürzlich im Kanton Schwyz passierte — wurden Automobilisten bei Tag und bei Nacht in unlauterer Absicht angehalten. Wir bedanken uns. Der Vorfall in Langenthai liefert ausserdem den Beweis für Gefahren aus anderer Richtung. Der Automobilist behauptet des bestimmtesten, dass er das zweite Lichtsignal, das den Polizisten zu seinen 4 Schüssen veranlasste, nicht gesehen habe! Wir Automobilisten bedanken uns dafür, dass die Nichtbeachtung eines Lichtsignals auf nächtlicher Strasse vier Revolverschüsse zur. Folge haben kann. Jedenfalls werden sich die Automobilverbände mit der Notwendigkeit nächtlicher Kontrollen zu befassen haben; in diesem Sinne liegt die weitere Behandlung der Schiesserei bei Langenthai zweifellos im allgemeinen Verkehrsinteresse. INSERTIONS-PREIS: Die achtgespaltene 2 mm hohe Grundzelle odey denn Baum 45 Cts. für die Schweiz; für Anzeigen aus dem Ausland 60 Cts. Grössere Inserate nach Seltentarif. Inseratensenluss 4 Tage vor Erscheinen der betreffenden Nummer Ein gefährlicher Niveauübergang! Unfern von Murten, etwa 1 km südöstlich des Bahnhofes, befindet sich der Niveauübergang von Meyriez, der seiner Gefährlichkeit wegen nachgerade berüchtigt worden ist; der Strassenbenützer erblickt den Bahnkörper erst au! etwa 12 m Entfernung, weil ihm der Ausblick vorher durch eine Mauer verdeckt ist. Es handelt sich freilich nur um eine Sekundärbahn, um die Linie Lausanne- Lyss, und dies ist wohl der Grund, weshalb noch keine Siclierungsniassnahmcn getroffen wurden. Dafür ist aber die Strasse, welche hier die Bahn kreuzt, eine Hauptverkehrsader, die von der deutschen Schweiz nach Lausanne und Genf führt. Am 4. April 1928 hat das Bundesgericlit die Bundesbahnen auf Grund des Eisenbahnhaftpflichtgesetzes zu hohen Schadenersatz- und Genugtuungsleistungen au die Hinterbliebenen der Opfer eines Unfalles verurteilt und dabei stellte der referierende Richter ausdrücklich fest, dass bis zur Stunde nichts getan worden sei, um die Gefahren dieser Unfallstelle zu mildern. Zwei Tage-später hätte sich am gleichen Niveauübergang beinahe wieder eine Katastrophe ereignet, da von der einen Seite ein Personenauto, von der andern ein Lastwagen auf den-Bahnkörper fuhren und der ZugLyss- Lausann© nur im letzten Augenblick abgebremst werden konnte. Bei. dem bundesgerichtlichen Urteil vom 4. April handelte es sich um den Unfall vonr 26. Juli 1926, der den Eheleuten Doleyre das Leben gekostet hat. Die beiden fuhren auf einem Motorrad in vorsichtigem Tempo auf die gefährliche Stelle, wurden aber vom Zug überfahren, weil dessen Abfahrt von Murten verspätet signalisiert wurde und die Bahnbarriere offen blieb. Die drei schuldigen Bahnbeamten wurden vom Strafgericht zu je 300 Franken Busse verurteilt. Die Erben der Opfer des Unfalles, vier Kinder von 4 bis 8 Jahren und die Mutter des Getöteten, belangten die S. B. B. auf Grund des Eisenbahnhaftpflichtgesetzes auf Schadenersatz und Genugtuung. Von den S. B. B. wurde die Haftpflicht grundsätzlich anerkannt, doch blieben die von ihnen angebotenen Leistungen weit unter den eingeklagten Beträgen. Das waadtländische Kantonsgericht stellte fest, dass kein Verschulden der Opfer des Unfalles, dagegen ein schweres Verschulden der Bahn vorliege und sprach jedem der Kinder eine monatliche, bis zum zurückgelegten 20sten Altersjahr zu zahlende Rente von Fr. 125 zu, wobei es von der Annahme ausging, das Reineinkommen der Ehegatten Doleyre habe jährlich Fr. 12,000 betragen und davon wäre die Hälfte für den Unterhalt und die Erziehung der vier Kinder verwendet worden. Sodann gelangte das Gericht zum Zuspruch von hohen Beträgen auf Grund von Art. 8 E.H. G.: «Trifft die Eisenbahnunternehmung oder die in Art. 1 Absatz 2 genannten Personen (zu welchen auch das Bahnpersonal gehört), ein Verscnulden, so kann der Richter unter Würdigung der besondern Umstände, namentlich in Fällen von Arglist oder grober Fahrlässigkeit, dem Verletzten oder, wenn dieser gestorben ist, dessen Angehörigen, auch abgesehen von dem Ersatz nachweislichen Schadens, eine angemessene Geldsumme zusprechen.» Gestützt auf diese Bestimmung sprach das Gericht zunächst den vier Kindern Fr. 50,000 sodann den beiden jüngsten, die wegen ihrer schwachen Gesundheit und zurückgebliebenen Entwicklung durch den Verlust der Eltern besonders schwer getroffen wurden, einen weitern Betrag- von Fr. 10,000 zu. Ferner verurteilte es die S. B. B. auf Grund von Art. 8 zur Zahlung von Fr. 20,000 als Entschädigung 1 für den Verlust, den die Erben durch den notgedrungenen Verkauf des von den getöteten Ehegatten bewirtschafteten Bauerngutes erlitten haben. Der Mutter Doleyres wurde eine Jahresrente von Fr. 1000 und Fr. 10,000 Genugtuungssumme zugesprochen. — Dieses Urteil wurde von beiden Parteien ans Bundesicericht weitergezogen.