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E_1928_Zeitung_Nr.035

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6 AUTOMOBIL-REVUE t928 _

6 AUTOMOBIL-REVUE t928 _ N°85 jetzt durch Fabrikvertretung für die deutsche Schweiz (ohne Kt. Bern) Bureaux und Lager Zürich-Wollishofen, Bachstrasse 16 Telephon Uto 42.47 Verlag, Administration, Druck and Clicböri« HALLWAO A..-Q. Uallersche Buchdruckerei und Wagnecscbe VerlagsansUlt, Bern.

N° 35 II. Blatt BERN, 20. April 1928 BERN, 20. April 1928 äff Wie wir bereits in der letzten Nummer der «A.-R.» mitteilten, stellt heute in der Nähe ' des Hauptbahnhofes der S. B. B., im Zentrum der Stadt, wo sich die wichtigsten Durchgangsstrassen aus der Zentralschweiz, aus Deutschland und aus Frankreich treffen, die neue, imposante Grossgarage Schlotterbeck. Mit den Entwürfen wurde schon im Februar 1927, mit den Bauarbeiten aber erst im Juni 1927 begonnen. Der Bau benötigte eine respektable Menge Material: 3500 m 3 an Beton, • Eisenbeton und Mauerwerk und 900,000 kg an Eisen und Stahl. Das Areal des Baues beträgt 3650 nf, auf dem 55,550 nr Raum geschaffen wurden. Die Besichtigung der Garage bietet dem Beschauer interessante Konstruktionen und zweckmässige Räume. Wir betreten den ersten Raum, einen Tankraum von 150 m* Bodenfläche. Die Einfahrt rechts durchschneidet das Gebäude gegen die Aufstiegsrampe des Fahrturmes und die Ausfahrt zieht sich gegen die Abfahrtsrampe des Fahrturmes hin. Ein grosses Benzinreservoir für 23,000 Liter ist mit drei Abzapfstellen versehen. Im gleichen Räume befindet sich auch eine Abzapfstelle für Pressluff. Eine äusserst representative Halle im Zentrum des Gebäudes weist eine vierte Benzmabzapfstelle sowie verschiedene Abzapfstellen für Oelsortcn und für Wasser auf. Die Bodenfläche der Halle beträgt 4000 nr. Zwischen Tankraum und Halle eingebaut liegt die Loge des Portiers, in der sich die Schaltanlagen für die Beleuchtung von Halle und Fahrturm sowie für die Motoren zur Bedienung der Einfahrtsund Ausfahrtstore befinden. Der rechte Gebäudeteil, gegen den Bahnhof hin, enthält in den ersten zwei Geschossen, Ausstellungsräume, Bestandteil- und Zubehörlager, Bureaux, Lift und Treppe, Der linke Gebäudeteil, gegen das Viadukt hin, ist mit Reparaturwerkstätten und Toilettenräumen und ei- Zar Eröffnung Schlotterbeck in Basel. gestattet, die neben allen gängigen Reparaturen auch das schwierige Zylinderschweisseii zulassen. Halle und Ausstellungsräume sind zweigeschossig und bieten mit ihrer Höhe von sechs Metern und der grossen Fensterfront viel Licht und Luft. Der Fahrturm führt korkzieherartig vom Souterrain zur Dachterrasse. Das Auffahrtsband hat eine Breite von annähernd vier Metern, einen Radius von zwölf Metern und eine Steigung von sieben Prozent. Innerhalb dieses- Bandes liegt eine zweite Fahrbahn, vier Meter breit, mit neun Prozent Gefälle und acht Meter Radius. Die Höhe der einzel- nem Tearoom und einem Zigarettenladen, welch letztere verpachtet sind, ausgefüllt Der Fahrturm in der Mitte der Rückfront erhebt sich auf einer Grundfläche von 470 m*. Der Ausstellungshalle vorgelagert ist ein kleiner Wartesalon, dicht neben Licht und Treppe. Sowohl im Erdgeschoss als im ersten Stock finden sich Werkstätten vor (650 Quadratmeter Bodenfläche), die ganz modern eingerichtet wurden. Sie sind mit einer grossen Krananlage (3000 kg Tragkraft), den neuesten amerikanischen Arbeitstnaschinen, einer elektrischen Schweissvorrichtung ausneu Geschosse beträgt 3,55 Meter, die Differenz der Höhe zwischen Souterrain und Dachterrasse beläuft sich auf. 16 Meter, so dass ein Wagen die siebenprozentige Steigung über die fünf Rampen hinauf bequem im direkten Gang zu nehmen imstande ist. Durch die beiden Fahrbahnen wird ein Lichthof von 16 Meter Höhe geschaffen, der vollstänig mit Monumentalglas gedeckt ist. Die Wagenwäscherei befindet sich im Souterrain. Ihre zweckmässige Ausrüstung ermöglicht das Waschen eines Wagens in kürzester Zeit. Der Pneukeller und ein Pneureparaturraum sind rechterhand von der Wagenwäsclierei angeordnet. Auch eine weitere Werkstätte (mit Esse) mit einer Fläche von 450 m s ist im Kellerraum untergebracht. Ein zweiter Waschraum für Kundenwagen von 100 nr' Bodenfläche im zweiten Stock, eine Malerwerkstätte im Ausmass von 300 m 3 im dritten Stock, sowie je eine Dienstwohnung im zweiten und dritten Stock belegen den übrigen Raum der Garage, der selbstverständlich zur Hauptsache von Einstellräumen und Boxen eingenommen wird. Auf der Dachterrasse ist noch eine dritte Wohnung aufgebaut; daneben bietet sich auf der Flächo von 2700 nf genügend Raum für Fahrübungen und zum Parking. Sämtliche Stockwerke sind von der Eingangshalle aus durch Fahrturm, Lift und Treppen sehr leicht erreichbar. Die Garage wird durch eine Warmwassermitteldruckpumpenheizung mit fünf Kesseln geheizt. Die Ventjlationsanlagc steht mit der Die grosste und modernste KAEüN Verfehlen Sie nicht, dieselbe während der Mustermesse zu besichtigen AM BUNDESBAHNHOF IN BASEL