ROTRAUT SUSANNE BERNER

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ROTRAUT SUSANNE BERNER

ROTRAUT SUSANNE BERNER

Deutsche Literaturpreisträgerin 2006

Lesung im Familienhotel Lagant, Brand

Wann: 08. April 2010

Eintritt frei!

Hotel Lagant

6708 Brand, Tel.: +43 (0)5559 285

lagant@s-hotels.com www.lagant.at


Jedes Kind kennt diese Frau

Autorin und Illustratorin Rotraut Susanne Berner liest am 08. April 2010 im fam Hotel Lagant

Urlaubszeit ist Lesezeit, wissen die fam-Hotels – und holen als Spezialisten für Familienferien eine Autorin ins fam Hotel Lagant nach

Brand, die jedes Kind kennt: Rotraut Susanne Berner. Sie ist über den deutschen Sprachraum hinaus eine der bekanntesten zeitgenössischen

Zeichnerinnen und Buchgestalterinnen. Seit 1994 erscheinen von ihr zunehmend auch Bücher mit eigenen Texten und Geschichten.

Rotraut Berner hat so ziemlich jeden Preis bekommen, den man als Kinder- und Jugendbuchautorin- und -illustratorin kriegen kann. Auch

viele Erwachsene haben vermutlich schon einmal ein Männchen von ihr gesehen, einen Sessel oder eine Katze (die sie heute besonders

gern malt). Sie hat sich Bilder zu Italo Calvino und Charles Bukowski ausgedacht, allein 800 Buchumschläge gestaltet und Hans Magnus

Enzensbergers Mathematikbuch „Zahlenteufel“ erst zu seinem durchschlagenden Erfolg verholfen. Besonders bekannt bei jungen Lesern

sind u.a. ihre „Wimmelbücher“.

2006 erhielt Rotraut Susanne Berner den Deutschen Jugendliteraturpreis. Die Jury würdigte damit ihr künstlerisches Werk, mit dem sie

„neue Maßstäbe“ gesetzt hat: „Sie ist eine Künstlerin, die hohe Ansprüche an ihre Arbeit stellt und niemals den bequemen Weg wählt. Mit

ihren Einfällen hält sie die Welt in Bewegung; denn was sie zeichnet braucht wie auf wunderbare Weise keine Schwerkraft.“

Bei ihrem Besuch im Vorjahr im fam Hotel Gorfion haben wir Rotraut Berner zum Interview getroffen:

Haben Sie einen Überblick, an wie vielen Buchprojekten Sie beteiligt waren?

Bücher waren es so um die 150. Dazu kommen rund 800 Buch-Einbände, die ich gestaltet habe.

Wie würden Sie Ihren Stil selbst beschreiben?

Ich habe keinen eigenen Stil und bin ein großer Freund der Variation. Die jeweilige Gestaltung hängt stark von der Sprache ab und ganz

generell von der Art, wie das Buch angelegt ist.

Woher nehmen Sie die Anregungen für Ihre Kinderbücher?

Nachdem ich selber keine Kinder habe, versuche ich mich an meine eigene Kindheit zu erinnern. Irgendwie mache ich die Bücher für das

Kind, das ich einmal war. Es tut uns Erwachsenen gut, sich der eigenen Kindheit zu besinnen. Auch der Ideen und Sehnsüchte, die im Laufe

der Zeit leider wegrationalisiert worden sind.

Was zeichnet einen guten Kinderbuchautor aus?

Beim Schreiben ist wichtig, dass man Kinder sehr ernst nimmt und sich in ihre Situation versetzt. Kinder sind meist unglaublich phantasievoll

und offen für alles Neue. Daraus ergeben sich tolle Chancen für Autoren.

Warum sollen Kinder lesen?

Weil Literatur Welten öffnen kann. Bücher können neugierig machen, können Emotionen wecken, können Weichen für die Zukunft stellen,

können Wege aufzeigen. Das ist viel wichtiger als reines Wissen zu pauken.

Sehen Sie das Internet als Konkurrenz für das Buch?

Neue Medien sind bunt und es bewegt sich viel. Da ist ein Buch erstmal langweilig. Aber man soll nicht schwarzmalen: Ein Kind, das nicht

viel liest, ist deswegen noch lange nicht verloren für die Menschheit. Wichtig scheint mir aber trotzdem, dass Eltern ihre Aufgabe ernst

nehmen: Vorlesen, zu Hause ein Umfeld mit Büchern schaffen, Kinder ans Lesen heranführen, dann kann das Buch auch gegen die neuen

Medien bestehen. Lesen bringt neue Erfahrungen und öffnet immer neue Türchen – diese Chance sollten Eltern ihren Kindern geben.

Gehören Sie auch zu denen, die im Urlaub mehr lesen als sonst?

Das kann man wohl sagen. Sonst komme ich nicht so regelmäßig dazu.

Hat die Autorin Rotraut Berner einen Lieblingsautor?

Ich bin eine typische Kreuz und Quer-Leserin. Kafka lese ich zum Beispiel sehr gerne, das ist übrigens mit 60 eine ganz andere Erfahrung

als mit 20. Flaubert mag ich, auch Fontane und natürlich viele andere. Eine Vorliebe habe ich für gute Krimis.

Wann ist ein Buch aus Ihrer Sicht gut?

Wenn ich mich beim Lesen nicht bevormundet fühle. Ein guter Schriftsteller lässt so viel Raum, dass er mir meine eigenen Bilder nicht wegnimmt.

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