HearZone April 2016

Mameberlin

Die Nachfrage für eine

kompetente Ernährungsberatung

ist groß. Das

erkennt Christoph durch

die ausgebuchten Gruppenseminare,

die diesen

Frühling in Köln und Lüneburg

stattfinden. «Als

wir unsere Tätigkeiten auf

unserer Facebook-Fanseite

veröffentlicht haben,

sammelten wir innert einer

Woche über 1.000

Fans. Heute haben wir

über 1.800 Interessierte»,

freut er sich. «Früher hatten

wir mehrere Seminare

und Workshops. Aus zeitlichen

und organisatorischen

Gründen bieten wir

nur noch ein Gruppenseminar

an.»

Das Seminar «Gesund

abnehmen» von deaffoodslim

ist für alle geeignet

und umfasst die

Themengebiete Übergewicht,

Ermittlung des

BMI, Grundregeln der gesunden

Ernährung beim

Abnehmen, Tipps für

körperliche Bewegung,

Veränderung der Essgewohnheiten

und richtiger

Umgang mit Restaurants,

Einladungen und Einkäufen.

In einem Gruppenseminar

nehmen bis zu

12 Interessierte teil. Voraussetzung

ist eine gute

Gebärdensprachkompetenz.

«Den Tauben fehlt

es oft an Informationen,

da die Massenmedien

wie Zeitungen

und Fernsehen

aufgrund der schwierigen

Schriftsprache und fehlenden

Untertiteln nicht

barrierefrei zugänglich

sind», ergänzt Christoph.

Christoph und Lilli kennen

die Lebenssituationen

Hörbehinderter sehr

gut und können daher

individueller und gezielter

auf die Seminarteilnehmer

eingehen. Im Seminar

werden außerdem

auf Hörbehinderte abgestimmte

Alltagsbeispiele

verwendet. 10 Regeln für

eine vollwertige Ernährung

der DGE (Deutsche

Gesellschaft für Ernährung

e.V.) werden unter

www.hearzone.net/healthrules

aufgeführt.

Christoph und Lilli Prietze

fassen ihre Philosophie

in einem Satz

zusammen, indem sie

Sebastian Kneipp (1821-

1897), ein Priester und

Hydrotherapeut zitieren:

«Wer keine Zeit für seine

Gesundheit hat, wird

später viel Zeit für seine

Krankheiten brauchen.»

Weiterführende Informationen

zu der kompetenten

Ernährungsberatung

von «deaffoodslim» und

ihre Gruppenseminare

gibt es auf ihrer frischen

Webpräsenz unter www.

deaffoodslim.de.

Fotos: Christian Daitche Photography / www.fotobonn.de

RECHTLICHES

VON MANJA MANUELA MEHNERT

Muss ein Arbeitnehmer seinen

Arbeitgeber über seine Schwerbehinderung

informieren?

Grundsätzlich kann der Arbeitnehmer entscheiden,

ob er seinen Arbeitgeber über seine Schwerbehinderung

informiert. Dies gilt aber nur solange wie der

Arbeitnehmer seine Pflichten aus dem Arbeitsvertrag

erfüllen kann. Der Arbeitnehmer muss seinen

Arbeitgeber also dann über seine Schwerbehinderung

unterrichten, wenn sich diese auf das Arbeitsverhältnis

auswirkt.

Nun wird angesprochen, ob und wann ein Arbeitgeber

nach dem Bestehen einer Schwerbehinderung

fragen darf. Nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts

vom 16. Februar 2012 zu Aktenzeichen 6 AZR

553/10 darf ein Arbeitgeber nach einer Schwerbehinderung

jedenfalls nach sechs Monaten in einem

bestehenden Arbeitsverhältnis fragen. Hintergrund

sei, dass nach sechs Monaten der besondere Kündigungsschutz

für Schwerbehinderte gelte. Insbesondere

im Vorfeld von beabsichtigten Kündigungen

habe der Arbeitgeber das Recht nach einer

Schwerbehinderung zu fragen. Denn nur so könne

dem Arbeitgeber ermöglicht werden, sich rechtstreu

zu verhalten. Die Frage nach der Schwerbehinderung

stelle keine Diskriminierung dar und verstoße

auch nicht gegen das Datenschutzrecht.

In dem genannten Fall hat der Arbeitnehmer seine

Schwerbehinderung erst im Prozess mitgeteilt.

Das Bundesarbeitsgericht meint, ein Arbeitnehmer

muss die Frage nach Schwerbehinderung wahrheitsgemäß

beantworten. Wenn der Arbeitnehmer

die Frage falsch beantwortet, so könne er sich im

Kündigungsschutzprozess nicht mehr auf seine

Schwerbehinderung berufen. Das Bundesarbeitsgericht

hatte deshalb entschieden, dass die Kündigung

ohne Zustimmung des Integrationsamtes gültig

war.

Fotos: hearZONE/Jonas Straumann

Dieser Artikel bezieht sich auf die Rechtslage in der

Bundesrepublik Deutschland.

Rechtsanwältin Manja Manuela Mehnert

Mozgay & Mehnert Partnerschaft von Rechtsanwälten

kanzlei@mozgay.de | www.mozgay.de

www.facebook.com/mozgayundmehnert

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