Obwaldner Volksfreund 1964

staatsarchivow

AZ Sarnen, Freitag, den 3. Januar 1964 94. Jahrgang — Nr. 1

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Zum Dreikönigstag

Der Stern

Von weit her kamen die Weisen aus dem

Morgenlande. Priester ihres Volkes mochten es

gewesen sein, Menschen, die nach dem Licht

strebten, die alles unternahmen, um ihre Sehnsucht,

ihren Durst nach Wahrheit zu stillen.

Vieles hatten sie schon studiert, manches Geheimnis

der Natur zu entlocken versucht. Aber

noch gab es viele schwerwiegende Fragen: Wie

verhält es sich denn mit dem Menschen? Woher

kommt er, wo sind seine Ziele? Was ist es

um das Böse in der Welt? Gibt es noch mehr

als den Menschen?

Irgend ein Zeichen in den Sternen, eine

Konstellation der Himmelskörper, fiel ihnen in

ihrem Absuchen des Himmelsgewölbes auf. Da

muß etwas besonderes geschehen sein. Ihre

Herzen wurden von einem eigenartigen Dränge

beunruhigt. Und tapfer machten sie sich auf

den Weg, auf die Suche nach dem geheimnisvollen

Ereignis, das sich irgendwo gegen Westen

abgespielt haben muß. Ihr Sehnen wird erfüllt.

Sie finden den Erlöser, das Heil ihrer

Seele, das Ziel ihres Suchens und Forschens.

Beglückt kehren sie auf einem anderen Weg in

ihre Heimat zurück.

Die Weisen aus dem Morgenlande sind ein

lebendiges Bild der heutigen Menschen. Noch

immer ist ihr Suchen und Forschen nicht zur

Ruhe gekommen. Unstet drängen Millionen

heute dahin, morgen dorthin. Welch ein Durcheinander

am politischen Sternenhimmel! Jedes

Schimmern irgendeines noch so unscheinbaren

Sternchens wird gierig ergriffen, um in allerlei

Lehren und Programmen Menschen für sich

zu gewinnen, Propaganda zu machen und zu

stürmen und zu lärmen. Von einem Ende der

Erde bis zum anderen glauben zahllose Menschen

durch ihre Sternlichter die Welt für sich

zu gewinnen und zu verbessern.

Und was geschieht am Sternenhimmel der

verschiedenen Religionen und Sekten! In grossen

Mengen stehen heute Propheten auf, verkünden

von neuen Lichtern, die in ihnen aufgestrahlt

sind und ziehen ganze Kolonnen hinter

sich her, die ihnen blindlings folgen. Ueberall

tauchen diese Sternfiguren auf und ruhen

nicht, bis sich ihre Reihen gefüllt haben. Und

wieviel Haß und Abneigung wird neben mancherlei

Gutem gegen die anderen geschürt!

Und all die Sterne, die überall unter den

Menschen auftauchen und neue Lebensweisen

verkünden! Nie mehr krank sein! Erfolgreiches

Liebesleben! Erfolg im Leben! Vollkommen

in der Gesellschaft! Usw. usw. Zeitschriften

und Illustrierte kommen kaum nach, um all

diese Sternbilder des praktischen Lebens anzupreisen

und dafür zu werben.

Und die Menschen? In großen Massen laufen

sie tagtäglich diesen verschiedensten Sternbildern

nach und hoffen sehnsüchtig, die Ziele

ihrer hochgespannten Wünsche und Verlangen

zu erreichen. Haben sie Erfolg gehabt? Mag

Ciske, die R a t t e

Roman von Piet Bakker

40

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Steingrüben-

Verlag

Presserechte

durch

Cosmopress

Fein, daß Sie jetzt ein Baby haben, und ich

finde auch, daß Jan Willem ein schöner Name

ist.

Diesen Brief darf ich als Sprachaufgabe

schreiben, hoffentlich stehen nicht allzu viele

Fehler drin. Uebermorgen komme ich hier heraus

und darf zu den andern.

Das finde ich gar nicht angenehm. Ich sehe

sie immer im Hof herummarschieren. Wie

soll ich mit ihnen mitkommen? Sie machen

viel zu lange Schritte. Ich kenne keinen von ihnen,

denn bisher durfte ich mit niemandem

sprechen.

Der Herr Lehrer hier ist sehr zufrieden mit

mir. Gestern habe ich mindestens dreißig Oberflächen

berechnet, und in einem Diktat hatte

ich zehn Fehler. Doch das waren lauter schwere

Wörter, das hat der Lehrer selbst gesagt. Der

Herr Lehrer spricht nicht so viel wie Sie, aber

er ist auch in Ordnung.

sein. Allzu viele sind es geworden, denen jede

vorgelegte Lösung recht und passend ist, ob

sie den Forderungen des natürlichen Rechtes

entsprechen oder nicht, ob sie die göttlichen

Gebote beobachten oder gerade das Gegenteil

fordern, es kommt nicht darauf an, wenn nur

dem Augenblick Erfolg verheißen ist.

Ganz anderes lehrt uns der Stern von Bethlehem!

Bescheidene Männer finden hier jenes

Licht, das sich tief in ihre Herzen einsenkt

und einen Frieden zurückläßt, der ihnen Kraft

ist, in einem neuen Leben Gott dem obersten

Herrn in Hingabe zu dienen. Christus allein

ist der wahre Stern, der in allen Lagen des

Lebens hilft, mutig und tapfer zu sein. Nur

dieser Stern leuchtet hindurch aus dieser verworrenen

Zeit in die Herrlichkeit des ewigen

Lebens in Gott. P. D. L.

Neujahrsansprache vom Bundespräsident Ludwig von Moos

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

An Neujahr ist es jedesmal, als ob eine Türe

sich schlösse und eine andere vor uns aufginge.

Die Türe geht auf in ein neues Jahr, und ich

mache mir eine Freude daraus, allen Miteidgenossen,

allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern

dazu einen herzlichen Gruß zu entbieten,

ihnen, wie man in meiner engeren Heimat

zu sagen pflegt, von Herzen ein gutes,

glückhaftes neues Jahr zu wünschen. Das sage

ich allen, die gesund und frohen Mutes in

die Zukunft gehen. Ich sage es allen, die von

Sorgen bedrückt, die krank oder einsam sind.

Ich sage es unseren Müttern und Frauen, um

ihnen für alles zu danken, was sie so selbstverständlich,

ohne Anspruch auf Lob und Entgelt,

jahraus jahrein Gutes wirken, und sage

es den Jungen, die erwartungsvoll sich des

Lebens und all des Kommenden freuen. Unsern

lieben Landsleuten im Ausland füge ich in diesem

Augenblick der Erinnerung und der Verbundenheit

ein besonderes Gedenken bei. Der

Gruß richtet sich aber auch an die Ausländer,

die ausländischen Arbeitskräfte insbesondere,

die das Jahr hindurch ihre Arbeit zur Aufrechterhaltung

und Entwicklung der Prosperität ihres

Gastlandes beitragen.

Bevor wir die Türe zum alten Jahr hinter

uns schließen, laßt uns, liebe Mitbürgerinnen

und Mitbürger, einen kurzen Blick auf dieses

vergangene Jahr zurückwerfen. Wir wollen es

besinnlich, in Dankbarkeit und — trotzdem das

Jahr nebst Schönem und Gutem manchem unter

uns auch Schweres gebracht hat — nicht

in unfruchtbarem Hadern tun. Der Friede ist

uns erhalten geblieben, und wir hoffen sogar,

daß dabei Fortschritte erzielt worden sind.

Aber vielen Mitmenschen und Familien,, ja

ganzen Städten und Völkern, blieben Prüfungen

nicht erspart. Wenn wir das letzte Kalenderblatt

1963 umschlagen, wird uns bewußt

daß in diesem Jahre die Welt durch manchen

Verlust ärmer geworden ist. Wir denken an

das Sterben eines großen und guten Papstes

und an den unfaßlichen Mord am jugendlichen

Lenker eines mächtigen Staatswesens. Wir

denken an Schicksalsschläge, die einzelne Familien

getroffen, an zahlreiche Opfer, unnötige

Opfer, des Straßenverkehrs, an Erdbeben-,

Von Tante Jans habe ich auch einen Brief

bekommen, da stehen allerdings eine Menge

Fehler drin.

Dorus, Bet je und Sip sollen mir doch auch

mal schreiben, ich würde sehr froh darüber

sein.

Einmal in der Woche muß ich unter die Dusche

und einmal, am Sonntag, zur Messe gehen.

In der Messe gefällt es mir schon. Der Herr

Kaplan hat einen langen Rock an. Er hat mich

schon ein paarmal besucht, weil er mir zeigen

will, wie man betet. Doch das fällt mir sehr

schwer. Ich kann nur Vater, Sohn und Heiliger

Geist, Amen, sagen. Auch habe ich ein Marienbildchen

in meinem Zimmer, die Mutter Gottes

sieht darauf wie Betje aus. Sie hat genau

so ein rundes Gesicht.

Der Kaplan ist ein feiner Mann.

Beste Grüße Ihr Ciske Freimuth.»

Ich falte den Brief der Ratte zusammen. Es

wird höchste Zeit, daß ich mich um die Klasse

kümmere.

«Herr Lehrer, die Jungen haben uns nicht

Seilspringen lassen!»

«Herr Lehrer, ich habe mein Entschuldigungsschreiben

vergessen.»

«Herr Lehrer, darf ich heute eine Viertelstunde

früher fort, weil meine Mutter mir neue

Schuhe kaufen will?»

Flut- und Flugzeugkatastrophen, die vielen

Mitmenschen tiefes Leid gebracht haben. Am

heutigen Tag denken wir daran und sagen insbesondere

der Bevölkerung von Humlikon, den

ihrer Eltern beraubten Kindern dieses Dorfes,

daß das ganze Schweizervolk in Gedanken mit

ihnen ist, aber auch mit ihnen und mit allen,

die Sorgen tragen, mutig den Schritt ins neue

Jahr tun will.

1963 hat das hundertjährige Gedenken an

die Gründung des Roten Kreuzes durch hoch

gesinnte Schweizer gebracht. Das Jahr, zu dem

sich heute die Türe öffnet, ist das der auf die

Zukunft hinweisenden Landesausstellung in

Lausanne. Beide Ereignisse veranlassen uns

zum Nachdenken über Sinn und Aufgabe unseres

Staatswesens, zu Fragen an uns selbst

und an die Zukunft. Ob in den vergangenen

hundert Jahren die Schweiz ihrer Aufgabe gerecht

geworden ist, ob im vergangenen Jahre

wir selber unsere Aufgabe erfüllt haben, darüber

heute zu urteilen, halten wir uns nicht für

berufen. Der Frage aber, ob und wie unsere

Schweiz mitten in Europa heute und in der Zukunft

besteht, können wir nicht ausweichen.

Unser Ziel bleibt, die Unabhängigkeit und die

Fi.,iheit zu erhalten, und zwar deswegen, weil

sie dazu dienen, Persönlichkeit und Menschenwürde,

Recht und Familie zu sichern und zu

schützen. Neutralität, Landesverteidigung und

unsere auswärtigen Beziehungen sind nach

außen die Mittel dazu. Nach innen müssen wir

uns aber, jeder an seinem Platze, tagtäglich,

auch wenn es Mühe und Opfer kostet, um diese

Ziele bemühen. Die Verantwortung dafür tragen

nicht die Behörden und die Politiker, nicht

sie allein; dazu ist in einem demokratischen

Land jeder Bürger und jede Bürgerin berufen

Wie wir gemeinsam der Schwierigkeiten der

Gegenwart Herr werden, davon hängt ab, wie

fest unser Glaube an die Zukunft begründet ist.

Wir hoffen für uns alle und für unser Land

auf ein glückliches Jahr. Aber wir sollten uns

so verhalten, daß wir die Kraft besäßen, auch

Prüfungen zu ertragen. Ein glückliches Jahr,

das heißt nicht einfach Vermehrung des Wohl

standes, Expansion der Wirtschaft und Vervollkommnung

der Technik, wenn dabei Werte

zu kurz kommen oder verloren gehen, die viel

enger zum Bild und zum Wesen unserer Heimat

gehören. Wenn wir uns heute um die Erhaltung

der Natur und den Schutz der Gewässer

Sorgen machen, so deutet das darauf

hin, was wir zu verlieren in Gefahr sind. Noch

wichtiger aber ist es, die tieferen und bleibenden

Werte unseres Volkes und Landes zu

Durch die Forderungen, die meine Schüler

an mich stellen, habe ich keine Zeit, den Brief

der Ratte ein zweitesmal zu lesen. Vielleicht

komme ich nachher dazu, wenn wir Schönschreiben

haben.

Man muß sich schon Zeit nehmen, um in

einem solchen Kinderbrief zwischen den Zeilen

zu lesen. Wie schwer würde es einem Erwachsenen

in ähnlicher Lage fallen, über seine

Schwierigkeiten zu schreiben, um wieviel

schwieriger ist es für ein Kind!

Meerstra, dem ich den Brief in der Pause

zeige, fällt vor allem eins auf: Ciske findet es

nicht schön, von der Einsamkeit erlöst zu werden.

Er ist also menschenscheu. Das hört man

oft von Leuten, die man zu lange in eine Zelle

sperrt. Wir brauchen nicht darüber zu reden,

was für einen Knacks so ein Junge bekommt.

Ja, ja, wenn sie das letzte bißchen Leben

aus so einem Jungen herausgerungen haben,

dann wird er vielleicht brav und aufmerksam

sein. Leichte Methode das.

Maatsuyker sieht die Dinge nicht so

schwarz.

«Die Ratte hält schon durch», meint er.

Wenn der Junge erst mal aus der verdammten

Zelle raus ist, dann lebt er schon wieder auf.

So ein Bursche kann eine ganze Menge vertragen.»

schützen und zu bewahren. Wir wollen den

Entschluß fassen und den Willen stärken, das

geistige, das von der Geschichte geprägte Antlitz

unserer vielgestaltigen Schweiz zu erhalten.

Das bedeutet, für den Anderen, vorab für

den Schwächeren, einzustehen, den Zusammenhalt

und das Verständnis unter den Sprachgruppen

zu vertiefen, von den politischen

Rechten Gebrauch zu machen, um der Gesamtheit

zu dienen, und den Stolz auf unsere Demokratie

nicht in Worten zu verkünden, sondern

an der Willensbildung, wo wir das Recht

dazu haben, auf allen Stufen aktiv und ohne

Eigensucht mitzuwirken.

Ist diese Stunde des Jahresanfangs, da wir

uns mit unseren Lieben in der Familie zusammenfinden,

dazu angetan, solche Ueberlegungen

anzustellen? Ich glaube, ja. Das private

wie das öffentliche Leben so einzurichten,

daß es sich lohnt, es im Frieden und in

Freiheit zu leben, das vertieft das Wissen um

den Segen des Zusammengehören und Zusammenwirkens,

das stärkt in uns und in unserer

Jugend die Ueberzeugung von der Notwendigkeit

unseres staatlichen Daseins, den

Glauben an die Zukunft unseres Landes, den

Willen, im kommenden Jahre mit besten Kräften

zur Gestaltung dieser Zukunft beizutragen.

So treten wir mit Mut und mit Zuversicht und

mit dem Wunsche, daß allen Völkern Friede

beschieden werde und daß über Euch allen,

über Euren Familien, über unserem Schweizerlande

der Schutz und Segen des Allmächtigen

walte, über die Schwelle ins neue Jahr.

O B W A L D E N

Genesungswünsche. D. Auf dem Wege der

«mündlichen Ueberlieferung» hat sich von Lungern

durchs ganze Tal herab die unheilvolle

Nachricht verbreitet, daß Landstatthalter Hans

Gasser nach der Mitternachtsmesse vom Heiligen

Abend wegen eines Herzinfarktes nach

Luzern in die Klinik St. Anna habe überführt

werden müssen. Inzwischen ist die erleichternde

Kunde gekommen, daß es sich gottlob

nur um einen leichtern Fall gehandelt habe,

wenn auch einige Wochen Ruhe und Schonung

vonnöten sind. Wir senden unserm Landstatthalter,

Baudirektor und Nationalrat die herzlichsten

Genesungswünsche ans Krankenlager

und hoffen, er werde bald wiederhergestellt

zurückkehren können.

Abschied von der Armee. Zu den kürzlich

aus Anlaß des Abschiedes von der Armee in

den Zeitungen erwähnten Prominenten darf

gerechterweise auch Oberstlt. Franz Durrer,

Präsident des Kantonsgerichtes, Alpnach, beigezählt

werden. Wer während 38 Jahren als

Offizier, Kp.- und Bat.-Kommandant und zuletzt

als Chef für Schutz und Abwehr im Stab

unserer Reduit-Brigade in rund 1500 Diensttagen

dem Vaterland in der Armee unentwegt

mit Hingabe gedient hat, ist des schönsten Lohnes

gewiß, wie ihn nur das Bewußtsein erfüllter

Pflicht vermittelt. Mit der öffentlichen Erwäh-

Was habe ich mir nur dabei gedacht, den

Brief auch unserem Hauspädagogen Verbeest

zu zeigen?»

Verflucht interessant», ruft er, als er ihn

gelesen hat. «Da müssen Sie mal bei Kierkegaard

nachlesen. Ohne Kenntnisse in Tiefenpsychologie

kommen Sie da nicht durch.»

«Wozu?» frage ich.

«Nun, zur Erforschung des Charakters natürlich.

Die Furcht davor, in der Gemeinschaft

aufgenommen zu werden ... verteufelt interessant!»

«Fragt sich nur, was hier verteufelt und

was interessant ist», sage ich ärgerlich und

lasse ihn einfach stehen.

Am kommenden Samstag werde ich nach

Nijmwegen fahren. Suus ist bereits seit ein

paar Tagen aus dem Bett, und die Schwester

ist wieder fort. Meine Schwiegermutter hilft

im Haushalt mit, bis unsere neue Hausgehilfin

eingearbeitet ist. Suus' Mutter ist jetzt doch

ewas freundlicher zu mir, seitdem ich an die

«nette» Schule engagiert werden soll.

Im Gang der Zuchtschule findet gerade

Großreinemachen statt. Ein Haufen Jungen ist

dabei, gerade den Boden zu schrubben. Sie

gießen eimerweiße Wasser über die Steine,

schruppen und wischen, daß es eine Lust ist

aber alles... ohne ein Wort dabei zu reden.


nung dieser Leistung soll Oberstlt. Durrer der

schuldige Dank der Mitbürger und die verdiente

Ehrung zukommen. Durch die Weiterführung

des bisher schon bekleideten Amtes eines

Eidg. Schieß-Offiziers bleibt dem Vaterland

auf außerdienstlichem Gebiet ein wackerer, uneigennütziger

Mann und uns Schützen ein frohgemuter,

treuer Kamerad erhalten. (Eing.)

Samen. Anspruchsvolles Feldmusik-Konzert.

(Eing.) Auf den 6. Januar 1964 lädt die

Feldmusik Samen zu ihrem traditionellen

Winterkonzert ein.

Auch dieses Jahr wurde mit viel Geschmack

ein streng stilgemäßes Programm zusammengestellt.

So gelangen diesmal Werke aus der

«Klassischen Epoche* der Musikgeschichte zur

Aufführung (siehe Inserat). Als Zugabe erklingt

dann noch der von Dr. August Wirz komponierte

«Bundespräsident von Moos-Marsch*. In

vielen Proben wurden die Werke mit großem

Eifer einstudiert, sodaß jedem Blasmusikfreund

ein schöner Konzertabend gewährleistet ist.

Theater in Samen. Seit vielen Wochen wird

für die kommende Spielsaison der Theatergesellschaft

eifrig geprobt. Unter der bewährten

und gewissenhaften Regie von Landschreiber

Rudolf Gasser wird Fritz Hochwälders spannende

Komödie «Der Unschuldige» am 18. Januar

erstmals über die Bretter gehen. Unser

langjähriger Bühnenmeister Arnold Müller

gibt sich alle Mühe, ein zeitgemäßes Bühnenbild

zu erstellen, um der neuzeitlichen Komödie

(der Verfasser schrieb übrigens auch das von

den Studenten des Kollegiums vor zwei Jahren

aufgeführte Schauspiel «Das heilige Experiment»)

einen angemessenen Rahmen zu geben.

Wir erwarten daher für die kommenden Aufführungen

ein aufgeschlossenes und zahlreiches

Publikum, das unsere Bestrebungen, gutes und

geschmackvolles Theater zu pflegen, freudig

unterstütezn wird, zb

Samen. (Eing.) Nach einer Reihe von wohlbestandenen

Prüfungen an den Universitäten

Fribourg und Montreal-Sherbrouk (Kanada)

bestand Fräulein Elisabeth Imfeid, Tochter des

aus Leopoldville zurückgekehrten Anton Imfeld-Boua

K6o, Samen, an der Universität Genf

das Propedeutikum in experimenteller Psychologie.

Samen. Totentafel. Ganz unerwartet ist

herbes Leid über die Familie Rey-Halter hereingebrochen.

Nach kurzer, schwerer Krankheit

ist Frau Louise Rey-Halter in den Abendstunden

des 30. Dezember von uns gegangen.

Sie hinterläßt in der Familie und im Geschäft

eine große Lücke, und die Trauer um die stets

freundliche und zuvorkommende Geschäftsfrau

ist allgemein und aufrichtig. Den schwergeprüften

Angehörigen entbieten wir unsere

herzliche Teilnahme. Wir werden der lieben

Verstorbenen noch in einem Nachrufe gedenken.

Samen. Wie der «Volksfreund» bereits gemeldet

hat, starb am Vorabend vor Weihnachten

in ihrem Heim bei der Dorfkapelle Frau

Wwe. Josephine Ehrli-Züm in ihrem 85. Altersjahr.

Sie war in St. Gallen als älteste Tochter

der ehrbaren Wirtsleute Zürn-Reiser geboren

worden. Das geweckte, intelligente Mädchen

besuchte in St. Gallen die Primär- und

Realschule, um nachher zur weitern Ausbildung

und besonders zur gründlichen Erlernung

der französischen Sprache ein Institut

in Lun6ville in Frankreich zu besuchen. Die

Kenntnis einer zweiten Landessprache war

schon damals eine günstige Voraussetzung für

die weitere berufliche Bildung. Die folgenden

Jahre finden wir die Verstorbene im elterlichen

Geschäft in St. Gallen. Jm Jahre 1900, also mit

21 Jahren, verehelichte sie sich mit dem in

Frankreich tätigen, aus St. Gallen stammenden

Buchdruckergehilfen Louis Ehrli. Der

Wunsch der Eltern war, das junge Paar möchte

Die Ratte kann ich unter ihnen nicht entdekken.

Der Herr Direktor empfängt mich verhältnismäßig

freundlich. Ich habe es eilig gehabt

mit meinem Besuch, meint er.

Wie es dem Jungen gehe? O, gut. Nein, Klagen

gäbe es bisher noch keine über ihn. Wahrscheinlich

sei er jetzt beim Holzhacken.

Reinders geht mit mir durch das blankgewienerte

Haus. Auf dem Hof sind ein paar

Jungen damit beschäftigt, Reisig zu Brennholz

zusammenzuschlagen und zu bündeln. Sie sind

eifrig bei der Arbeit, während ihr Aufseher

gemächlich seine Pfeife raucht.

Einer der Holzhacker ist Ciske. Ja, ist er es

wirklich? Der kleine Kerl in der schlecht sitzenden

Anstaltskleidung, den die andern alle

um ein gutes Stück überragen?

Man merkt es ihm an, daß er die Arbeit

schäbig findet. Mit dem kleinen Beilchen das

knorrige Zeugs zerhacken! Aber hier haben sie

wenigstens keine Angst ihm einen scharfen

Gegenstand anzuvertrauen, so wie in der

Beobachtungsanstalt. Im Gegensatz zu der

Schrubbkolonne sind die Holzhacker In ein

eifriges Gespräch vertieft. Von weitem höre ich

sie in allen erdenklichen Dialekten Hollands

reden.

sich in der Schweiz niederlassen, was auch geschah,

indem Louis Ehrli in Zürich eine Stelle

im Buchdruckergewerbe annahm. Das Schicksal

wollte es dann aber anders; auf dringende

Bitte des früheren Prinzipals begab sich das

junge Paar nach St. Quentin, wo Vater Ehrli

die Leitung einer größeren Druckerei über

nahm. Der Ehe entsproßen dort die zwei ersten

Kinder. Aus gesundheitlichen Gründen in die

Schweiz zurückgekehrt, übernahm Vater Ehrli

im Jahre 1906 die damalige Buchdruckerei

Müller am Dorfplatz in Samen. Die Druckerei

hatte damals schon den Druck und den Verlag

des konservativen Blattes «Obwaldner Volksfreund»

und auch des Obwaldner Amtsblattes.

1909 gründete Vater Ehrli die Zeitschrift «Der

Lourdes-Pilger». Er leitete bekanntlich jahrzehntelang

die offiziellen Lourdes-Pilgerfahrten

aus der Schweiz. Die Familie Ehrli hatte in

Samen ihre zweite Heimat gefunden. Vater

Ehrli starb jedoch im Jahre 1939 leider allzufrüh.

War die liebe Verstorbene schon früher

die Seele des Geschäftes in der Verwaltung gewesen,

so wurde sie dies nach dem Tode ihres

Gatten erst recht. Die Verwaltungsorgane des

«Volksfreund» und des Staates haben der Verstorbenen

viel zu danken. Denn Promptheit der

Bedienung und tadellose technische Arbeit sind

Voraussetzung eines guten Geschäftes. Wer

aufs Büro kam, sah im Nebenraum fast regelmäßig

Mutter Ehrli mitten in einem Berg von

Schriften und von Papier, und sie wußte stets

das Richtige zu finden und mit dem Kunden

ein freundliches Wort zu wechseln. Wenn die

Buchdruckerei Ehrli in unserm Dorf zu einem

blühenden Geschäft geworden ist, hat Mutter

Ehrli sei. einen großen Verdienstanteil daran.

Seit dem Tode von Vater Ehrli sind fast 25

Jahre verflossen. Während all dieser Zeit ruhte

auf den Schultern der Mutter eine große

Verantwortung, denn es galt, für eine große

Familie auch nach der geistigen Seite zu sorgen.

Dies hat Frau Ehrli in echt mütterlicher

Art getan. Sie war eine vollüberzeugte, religiöse,

katholische Frau, die die gute Erziehung der

Kinder nie vernachlässigt hat. In den religiösen

Vereinen, in der nahen Dorfkapelle und

im lieben Frauenkloster St. Andreas suchte sie

Kraft und Mut für die Erfüllung ihrer Pflichten.

Trotz Altersschwäche besuchte sie noch

Vorträge bei der hl. Mission dieses Jahres. Und

als der Tod herannahte, sah sie ihm getrost

entgegen mit dem Wunsche, sie möchte mit

ihrem Gatten und ihren Eltern im Jenseits

Weihnachten feiern. Diesen Wunsch hat ihr der

Herrgott erfüllt. Eine stille, echt religiöse und

pflichtbewußte Mutter hat ihre Familie und

auch zahlreiche und ihr dankbare Bekannte

verlassen. Sie ruhe im verdienten Gottesfrieden,

und den Hinterlassenen unsere warme Anteilnahme

in ihrem Leide. W. A.

Wilen. (Eing.) Wenn die Zeitungen uns heute

jeden Tag von Unfällen auf der Straße melden,

so berühren die meisten uns doch kaum

mehr, denn wir sind durch die vielen Unglücksfälle

schon zu sehr gewohnt, sie einfach zur

Kenntnis zu nehmen. Vor 10 Tagen ereignete

sich aber auf der Strecke von Kägiswil gegen

Alpnach zu ein tragischer Todesfall, dem der

junge Paul Burch, Ruggerli, Wilen, zum Opfer

fiel.

Nach menschlichem Ermessen allzufrüh ist

Paul aus unseren Reihen weggerufen worden,

gut 19 Jahre waren ihm beschieden. Im Ruggerli

war er geboren und verlebte eine schöne

Jugend. Nach der Schulentlassung stand er

seinen Eltern und Geschwistern tatkräftig zur

Seite. Auf der Alp und beim Holzakkord mit

seinem Vater war der Verstorbene eine spürbare

Hilfe. Seit dem vergangenen Frühling arbeitete

er in Alpnach und die aufrichtige Teilnahme

der Arbeitskollegen an seiner Beerdigung

läßt erkennen, daß Paul auch an seinem

Arbeitsplatz eine schmerzliche Lücke zurückläßt.

Vor allem aber ist mit seinem Tode den

Eltern eine liebe Stütze verloren gegangen.

Wenn es für seine Mutter schmerzlich ist, daß

ihr «Päuli» nicht mehr heimkommt, so mag

ihr und allen trauernden Hinterbliebenen der

«Freimuth», ruft Direktor Reinders.

Ciske fährt herum. Er hat den Kopf hochgerissen,

die Hacken zusammengeschlagen und

die Hände an die Hosennaht gelegt. Das Beil

hat er fallen lassen.

Als er mich erkennt, macht er Anstalten,

auf mich zuzulaufen.

Doch nach einem unsicheren Blick auf den

Direktor bleibt er lieber steif stehen.

Ich gehe auf ihn zu und reiche ihm die

Hand. Kraftlos drückt er sie.

«Na, mit mir hast du wohl nicht gerechnet?»

begrüße ich ihn.

Er blickt mich verwirrt an, beinahe ein wenig

erschrocken.

«Geh und wasch dir deine Hände, Freimuth»,

sagt Reinders.

«Heute nachmittag brauchst du nicht zu

arbeiten. Du darfst mit Herrn Bruis im Garten

spazieren gehen.»

In einem sachlichen, durchaus nicht unfreundlichen

Ton sagt Reinders das, und in

gleichbleibendem Tonfall wendet er sich zu

den anderen:

«Und ihr macht weiter! In ein paar Stunden

muß der ganze Stapel in der Scheune sein! Das

schafft ihr leicht.»

Die Hand auf Ciskes Schultern gelegt, gehe

ich mit ihm durch den Garten. Wir sind beide

sinnvolle, schöne Satz Trost und Zuversicht

geben:

«Im Glauben wissen wir, daß die Toten in

Gottes Hand sind und wir auf ein Wiedersehen

hoffen können.» hb

Samen. Filmtip. «Tarzan und das Leopardenweib».

Tarzan ist in ein neues Abenteuer

verwickelt. Nicht besser und nicht schlechter

als seine Vorgänger. Harmlose Unterhaltung.

«SOS Autofalle». Jagd auf einen fälschlich

angeklagten Kriegsheimkehrer. Reisserische

Unterhaltung ohne besonderen Tiefgang.

Kerns. Geburtstagsgratulation. Am nächsten

Sonntag, den 5. Januar, vollendet Walter

Bucher-Anderhalden, Kägiswilerstraße, bei guter

Gesundheit sein 80. Lebensjahr. Der rüstige

Jubilar ist sogar noch dann und wann beim

Holzen zu treffen. Wir gratulieren ihm zu sei

nem Festtage und wünschen ihm weiterhin

gute Gesundheit und Gottes Segen für seinen

Lebensabend. (Korr.)

Sachsler Chronik. (-S-) Mehrmals und weit

herum hat Sachsein im verflossenen Jahre von

sich reden gemacht. Bundespräsidenten-Feier,

Wallfahrten, Radio-Wanderungen, Fremdenverkehr

gaben dem stillen und idyllischen Dorf

mehr denn je einen Nimbus von nationaler Berühmtheit.

Außerdem sorgten lokale Veranstaltungen

und Jubilären, wie die Fahnenweihe

des Arbeitervereins, die 75-Jahrfeier des Männerchors,

Schultheater, Platz- und Kurkonzerte

usw. für weitere Publizität.

Der so begeisterte Empfang für Bundespräsident

Ludwig von Moos am 13. Dezember wird

als historisches Ereignis erster Größe in die

Gemeinde-Annalen eingehen. Die hiesige Feier

fand denn auch das höchste Lob der vornehmsten

Ehrengäste, die sich in Sachsein so richtig

daheim fühlten. Es gebührt sich nur, wenn

allen Mitwirkenden, vorab dem initiativen

und umsichtigen Organisationskomitee mit

Herrn von Moos an der Spitze und den beiden

Mitarbeitern Gemeindeschreiber Bucher und

Gemeindekassier Omlin, wie auch dem ganzen

Gemeinderat, den Vereinen und dem Zeughaus

Samen, nachträglich für die große Hingabe

auch an dieser Stelle der beste Dank ausgesprochen

wird. Das schöne Fest endigte denn auch

bei der einheimischen Bevölkerung mit einem

recht frohen Ausklang.

In der Adventszeit wurde in der Turnhalle

von den Schulkindern mit gutem Erfolg das

besinnliche Schauspiel «Mutter Bernarda» aufgeführt.

Wegen der großen Nachfrage fand sogar

eine Sondervorstellung statt. — Am letzten

Sonntag (29. Dezember) waren die Gläubigen

zum Pfarrei-Abend eingeladen, der unter dem

Motto «Sachsler in der Heimat und in Afrika»

stand. Unser geschätzter H. H. Pfarrer Dr.

Reichlin hielt kürzlich auch im Kreise des

KAB Sachsein einen vielbeachteten Lichtbilder-Vortrag

über Aegypten. Als Nachfolger

von H. H. Gasser übernahm er als neuer Präses

die geistliche Führung des katholischen Arbeitervereins.

Der Männerchor beehrte sein Mitglied Oskar

Spichtig zur Neuwahl als Bürgerrat mit einem

solennen Ständchen im Freien bei Kerzenlicht.

Dem Jubiläumsbericht nachgetragen sei, daß

Theodor Haas, Eisenwaren, dem Verein seit 38

Jahren als eifriges Mitglied angehört und besonders

geehrt werden konnte.

Die Musik «Eintracht» wird ihr Konzert im

Februar darbieten. Hoffen wir, daß sie zur

Freude der Gäste und Bewohner auch 1964

recht oft mit ihrem gepflegten Spiel auftrete.

Sachsein. Auch ein Jubiläum. (Eing.) Unsere

beiden alt Schneidermeister, alt Regierungsrat

Alois Rohrer, Bahnhofstraße, und Josef

Omlin, Steinergäßli, können am Samstag, den

4. Januar, ein seltenes Jubiläum feiern. Am

4. Januar 1904, also genau vor 60 Jahren, trat

der 16jährige Edisrieder Bauernbub Josef Omlin

beim jungen, tüchtigen Meister Alois Rohrer

in die Schneiderlehre. Die Werkstatt von

Herrn Rohrer befand sich in jener Zeit in Steiein

wenig verlegen. Was sollen wir auch sagen?

Alles ist so fremd. Ciske selbst! Seine Kleidung!

Der Junge steht jetzt unter der strengen

Disziplin der Zuchtschule, er kann eine gewisse

Scheu nicht überwinden. Seit vier Monaten

wird er nun schon bestraft. Nie mehr hat

er in dieser Zeit richtig gelacht, gespielt oder

ein normales Jungenleben geführt. Ist es ein

Wunder, daß er weltfremd geworden ist?

«Weißt du schon, daß ich auf eine andere

Schule gehe?» frage ich ihn endlich. Froh, ihm

eine Neuigkeit, die ihn vielleicht interessiert,

unterbreiten zu können.

Die Ratte bleibt mit offenem Mund stehen.

«Sie... Sie gehen von den Kindern fort?

Ja, warum denn nur? Wissen sie es schon? Wen

bekommen sie jetzt?»

«Ich gehe in die Schule mit den gläsernen

Wänden, du weißt doch, die in der Arcadiastraße.»

«Ach, die mit den Blumen... Das ist doch

eine Schule für reiche Kinder.» Aus Ciskes Augen

leuchtet ein gewisser Respekt. So etwas,

als ob er sagen wollte: Sie haben es weit gebracht.

«Herr Oostra übernimmt jetzt meine alte

Klasse.»

nen, im heutigen Dachdecker-Röthlin-Haus.

Als Budenbeleuchtung diente damals noch die

Petrollampe und gebügelt wurde mit dem

Kohleneisen.

Wenn auch heute die beiden rüstigen Jubilare

— Lehrmeister und Lehrling von damals

— nicht mehr «vollamtlich» auf dem

Tisch werken, gratulieren wir ihnen trotzdem

zu diesem seltenen Berufsjubiläum.

Alpnach. Zum Sternsingen vom Sonntagabend

(vgl. Hinweis in letzter Nummer). Das

Sternsingen der Buben wird anschließend an

die Abendandacht im Dorf abgehalten. Ungefähr

um 18 Uhr wird der Zug von der Schulhausstraße

herkommen und sich auf dem Parkplatz

neben dem Dorfbrunnen an der Bahnhofstraße

aufstellen. Hier werden drei Lieder gesungen.

Der zweite Singplatz befindet sich auf

dem Schloßhofhügel vor dem Beinhaus. Hier

sollen zwei Lieder gesungen werden. Darauf

werden die Sternsinger durch das Sträßchen

bei der Sennerei Imfeid hinaufgehen und auf

der Hauptstraße zum Platz gegenüber dem

Hauptportal der Kirche gelangen. Hier werden

die Schlußlieder gesungen. Jedermann ist eingeladen,

sich als Zuhörer einzufinden. Freiwillige

Spenden werden gerne angenommen

und von den Buben jetzt schon herzlich verdankt.

Ein allfälliger Reinerlös soll dazu beitragen,

mit den Jahren eigene, für diesen

Zweck bestimmte Kleider anzuschaffen. — Bei

ganz ungünstiger Witterung wird das Sternsingen

am folgenden Tag, also am Dreikönigstag,

abgehalten. (Eing.)

Auch in Samen findet dieses Jahr wiederum

das traditionelle Sternsingen der Schuljugend

unter der Leitung von Musikdirektor R.

Voegeli statt. Red.

Winter-Konzert der Musikgesellschaft Alpnach.

Die Musikgesellschaft Alpnach unter der

Leitung von Robert Barmettier lädt auf Sonntag,

den 5. Januar, nachmittags 14 Uhr, und

Montag, den 6. Januar, abends 20.15 Uhr zum

traditionellen Winter-Konzert ein. Im ersten

Teil stehen Werke von Kurt Weber, eine Serenade

für Blasorchester, G. Anklin's «Glissandos»-Polka

und verschiedene weitere Konzertstücke

auf dem Programm. Im zweiten Teil

folgt unter dem Motto «Vorwiegend heiter»

eine musikalische Weltreise mit Gesang, Tanz,

Musik und Humor in 12 Bildern. Die Alpnacher

Musikgesellschaft verdient einen großen

Aufmarsch. Die Aufführungen finden im

Singsaal in Alpnachdorf statt. (Eing.)

Giswil. 60 Jahre Musikgesellschaft. (Eing.)

Wie gewohnt bringt die Musikgesellschaft am

1. Januar-Sonntag ihr Winterkonzert. Mit Stolz

darf die Musikgesellschaft dieses Jahr auf ihr

60jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem

Grunde wird sie seinen Freunden und

Gönnern mit einem speziellen Programm aufwarten.

Im Konzertteil wird vor allem die Wiener

Volksmusik ihren Platz erhalten.

Einen speziellen Genuß werden die Anwesenden

im 2. Teil zu sehen bekommen. Der

landauf-landab bekannte Zauberkünstler Rinoldi

konnte für den Unterhaltungsteil verpflichtet

werden. In seinem 1964er-Programm

wird er alle Zuschauer begeistern können.

Nebenbei bemerkt wird es auch das Abschiedskonzert

unseres langjährigen, tüchtigen

Dirigenten Dr. August Wirz, Samen, sein, der

infolge Arbeitsüberlastung nicht mehr 3 Gesellschaften

leiten kann .Er wird an diesem

Konzert den Dirigentenstab dem jungen Trompeter-Kpl.

Karl Ming übergeben, dem er auch

weiterhin seine Kenntnisse in diesem Fach zur

Verfügung stellen wird. Möge unserem langjährigen

Dirigenten zum Abschluß noch ein

guter Erfolg und Applaus an diesem Konzert

beschieden sein.

Giswil. Jungmannschaft. Am 22. Dezember

wurde für 1963 der Bilanzstrich unter unser

Vereinsjahr gemacht. Wie der inhaltsreiche

Jahresbericht unseres Präfekten Albert Mathis

zeigte, können wir auf ein arbeitsreiches

Jahr zurückblicken. Nach dem Kandidaten-

«O, das ist auch ein guter Lehrer», lobt

die Ratte.

Das Eis ist gebrochen, und ich erzähle ihm

gleich daß ich am Montag mit Tante Jans zum

Jugendrichter gehen will. «Ich werde ihn fragen,

ob du, wenn du hier herauskommst, zu

deinem Vater und zu Tante Jans darfst. Sie

we^den das weißt du

heiraten,

doch . nicht

wahr? Findest du das nicht fein?»

Ciske blickt mich nachdenklich an

raUChe kh dann niCht mehr VOn mnen

fort?»

< A *Z J warum

T|?'

solltes t du dann noch

fort müssen! Wenn du deine Strafe jetzt hinter

dir hast, spricht kein Mensch mehr darüber.

Die Sache muß doch einmal ein Ende

finden, nicht wahr?»

Die Ratte kuschelt sich plötzlich behaglich

^ Ä ä l M d i c h -

vtj?* W8rde , alles versu chen, um ihm diesen

Herzenswunsch zu erfüllen. Da s steht fest.

«In unsere alte Klasse kann ich wohl nicht

mehr zuruck?» will die Ratte wissen

^ «Ja, mochtest du denn?» frage ich vorsieh-

«Zu den Kindern? Ich weiß nicht»


unterricht vom letzten Winter konnten rund

30 junge Burschen in unsere Jungmannschaft

aufgenommen werden. Nennenswert ist auch

die Errichtung einer Freizeitwerkstätte im

Stall der Kaplanei-Scheune und auch des heimeligen

Sitzungszimmers im Tenn. Hierbei hat

es an freiwilligen Helfern und Spendern nicht

gefehlt, wofür ihnen allen herzlich gedankt

sei. Eine schöne Aufgabe erfüllten wir im August,

indem wir für die «Pax Christi»-Wanderer

für Unterkunft zu sorgen hatten. Nicht wenig

Arbeit gab uns der Fußweg auf den Giswilerstock,

der nun zum größten Teil fertig erstellt

ist. Ein schöner Erfolg war der Holzbearbeitungskurs

in unserer neuen Freizeitwerkstatt.

Am kantonalen Jungführerkurs im Mörli

beteiligten sich folgende 6 Giswiler: Abächerli

Karl, Sprung; Lurch Meinrad, Unterni; Sigrist

Theodor, Aeschi; Degelo Urs, Rudenz und

Kehrli Andreas, Spechtsbrenden. Eine schöne

und dankbare Aufgabe war auch diesmal die

alljährlich wiederkehrende St. Niklaus-Aktion.

Leider hatte unser Vorstand vier Demissionen

zu verzeichnen, darunter auch unser

fentlichen Schreibers und des Schulverwalters

behalten wird. Daneben stehen ihm noch Spezialaufgaben,

wie z. B. die Einrichtung des

neuen Gemeindearchivs in Aussicht.

Möge ihm seine künftige Tätigkeit ein Vorund

Nachgeben gestatten, damit seine Gesundheit

erstarkt und seine Fähigkeiten in vielfältiger

Weise der Öffentlichkeit noch recht lan

ge erhalten bleiben! n-y

K a n t o n e

Theater in Stans. (Eing.) Das Theatervolk

von Stans ist durch seine anspruchsvolle Operettenaufführungen

der letzten Jahre weit über

die Grenzen der engern Heimat berühmt geworden.

In der kommenden Spielsaison 1964

nun wird im Musentempel an der Mürgg Ralph

Benatzky's populärste Operette «Im weißen

Rößl» dargeboten werden. Minuziös geschult

und vorbereitet werden die Stanser Spielleute

am 6. Januar 1964 die Premiere zu einem

glanzvollen Saisonstart gestalten. Wer in der

Präfekt A1W i\yr Q +v,;c t-> u t l n - — . kurzen '«""»uiiszeH Fastnachtszeit etwas ganz besonderes Besonderes

JrTafekt Albert Mathis. Der H. H. Präses sprach, erleben will, versäume auf keinen Fall das

ihm wie auch seinen Kollegen für die geleiste- «Weiße Rößl» in Stans'

ten Dienste den verdienten Dank aus. Als neuer

Präfekt wurde Josef Berchtold, Kleinteil, gewählt.

Bestätigt wurde Hans Berchtold, Ei.

Sechste AHV-Revision

Neugewählt wurden: Abächerli Karl, Sprung; I r.„ -r, , A „ . ,

Burch Meinrad, Unterni; Degelo Urs, Rudenz • Bundesamt für Sozialversicherung teilt

und Sigrist Theodor, Aeschi. Die Vertretung | ^ v .. , , ,

der Jungwacht besorgt wie bisher Jakob Grüle

, eld S enosslsc e ha^en die Gesetnenfelder.

Großen Dank schulden wir natür- ^vorläge über di e sechste AHV-Revision am

lieh unserem H. H. Präses, Kaplan Ad von .

D zember 1963

f angenommen. Die Referen-

Atzigen, der mit reichen Erfahrungen von sei- ^msfrist wird Ende März 1964 ablaufen. Unter

ner vorgängigen Vikarstelle aus Zürich bei

Vorbehalt daß kein

' Referendum zustan-

Juffendsppl-! 6 mt sind

unserem Verein eine vorzügliche Jugendseelsorge

führt. Wir alle wünschen ihm für die Zu-

derungen zu erwarten.

'

im wesentlichen folgende Aen

kunft recht viel Gnaden und Glück für sein Die Renten der AHV und der Invalidenversicherung

werden in der Regel um ein Drittel

segensreiches Wirken. (Eing.)

erhöht. Diese Erhöhung kann erst vorgenom-

— I men werden, wenn die Referendumsfrist un-

... U rg Gemeindeschreiber

'

H. Dillier benützt abgelaufen ist, erfolgt dann aber rückubergibt

sein Amt. (Korr.) Zu Beginn dieses wirkend auf den 1. Januar 1964. Somit wer-

Jahres hat der neugewählte Gemeindeschrei- den in den Monaten Januar bis März 1964 noch

ber Theodor Bieri von Schüpfheim sein ver- die bisherigen Rentenbeträge ausbezahlt. Die

antwortungsvolles Amt angetreten. Der bishe- erhöhten Renten gelangen erstmals im April

nge Amtsmhaber steht ihm noch während eini- 1964 zur Auszahlung. Die Differenz zwischen

ger Zeit für eine gründliche Einführung in die alter und neuer Rente für die Monate Januar,

mtsgeschäfte zur Verfügung.

Februar und März wird noch im zweiten Quar-

Die 16jährige verdienstvolle Tätigkeit des tal nach vergütet.

scheidenden Gemeindeschreibers Hermann Die sechste AHV-Revision setzt ferner das

Dillier im Dienste unserer Einwohnergemeinde I Rentenalter der Frau — und gleichzeitig das

darf nicht stillschweigend übergangen werden. Ende ihrer Beitragspflicht — vom 63. auf das

Hermann Dillier hat das Gemeindeschreiber- 62. Altersjahr herab. Des weitern werden neue

amt am 20. Oktober 1947 als Nachfolger des in- Leistungsansprüche eingeführt für Ehefrauen

zwischen verstorbenen Friedrich Häcki-Feier- zwischen 45 und 60 Jahren und Kinder von Alabend

angetreten. Seine Vorbildung war tersrentnern, für 20—25jährige Waisen in Auseigentlich

nicht direkt auf diesen Posten aus- bildung sowie für 20—25jährige, in Ausbildung

gerichtet. Nach Absolvierung der Primär- und stehende Söhne und Töchter von Alters- und

Sekundärschule in Engelberg besuchte er die Invalidenrentnern. Auch diese neuen Ansprü-

Verkehrsschule in Luzern und trat hernach ehe können wegen der Referendumsfrist erst im

bei der Stansstad-Engelberg-Bahn in Stellung, April 1964 rückwirkend geltend gemacht werwo

er sich bis zum Stationsvorstand von En- den. Hierüber geben die Bekanntmachungen

gelberg emporarbeitete. Was er als Rüstzeug der Ausgleichskassen später die nötigen Aufauf

die Gemeindekanzlei mitbrachte, war ein schlüsse.

führer als auch als tüchtiger Verwaltungsfachmann.

In allen seinen Obliegenheiten legte er

eine peinliche Gewissenhaftigkeit und Genauigkeit

an den Tag. Er verstand es, die Feder

nicht nur gut, sondern auch schön und

schwungvoll zu führen, wie wenn er aus der

Schule von P. Leo Baumeler sei. hervorgegangen

wäre. Wie er an sich selbst höchste Ansprüche

stellte, so verlangte er auch von seinen

Untergebenen ziemlich viel. Diesy Qualität

eines Vorgesetzten kann bei den heutigen

Personalschwierigkeiten zur Folge haben, daß

er gelegentlich ohne geeignete Mitarbeiter auskommen

muß, was auch Gemeindeschreiber

Dillier passierte. Es blieb ihm nichts anderes

übrig, als eine ungeheure Arbeitslast selber zu

tragen. Mit zähem Einsatz biß er sich durch

alle Situationen. Freilich zeichneten sich mit

der Zeit gesundheitliche Störungen ab, die ihn

leider veranlaßten, seinen Rücktritt zu nehmen.

Mit der gewissenhaften Erfüllung der Aufgaben

im Zusammenhang mit seiner Beamtung

war das Tagewerk von Gemeindeschreiber

Dillier noch nicht erschöpft. Bereitwillig ging

er nebenbei unbeholfenen Mitbürgern in der

Regelung ihrer oft schwierigen Angelegenheiten

an die Hand. Gerade dadurch hat er sich

in weitesten Kreisen hohe Achtung und Beliebtheit

erworben.

Wo es galt, positiv und aufbauend für die

Gemeinde zu wirken, da war Gemeindeschreiber

Dillier immer dabei, und keine Last war

ihm zu groß. Sein Name wird mit der Geschichte

des Tales während 16 entscheidenden Nachkriegs-

und Entwicklungsjahren unzertrennlich

verbunden bleiben. In den 16 Jahren hat er

unter vier Talammännern gedient, die ihm

alle vorbehaltlos das Zeugnis eines gewissenhaften

und vorbildlichen Beamten ausstellen.

Gemeindeschreiber Dillier kann seinen Posten

mit dem Bewußtsein übergeben, während

seiner Amtszeit seine Kräfte und Fähigkeiten

voll und ganz seiner geliebten Heimatgemeinde

gewidmet zu haben. Seine wertvolle Kraft

wird glücklicherweise der Gemeinde wenigstens

zum Teil erhalten bleiben, indem er weiterhin

das Amt des Bürgerschreibers, des öffonischen

Anfragen absehen und keine vorzeitigen

Anmeldungen einreichen.

Bundesrat Schaffner

neuer Präsident der E F T A

Bundesrat Dr. H. Schaffner, Vorsteher des

Eidg. Volkswirtschaftsdepartements, über

nimmt am 1. Januar 1964 den Vorsitz des

EFTA-Rates auf Ministerebene. Seine Neu

jahrsbotschaft lautet wie folgt:

In wenigen Monaten begeht die EFTA den

vierten Jahrestag ihrer Gründung. Die Resultate

die sie bisher — und vor allem im verflossenen

Jahre — erzielt hat, legen ein glänzendes

Zeugnis für die Lebenskraft der Assoziation

ab. Das Jahr 1963 hat es der EFTA gestattet,

ihre Gegenwart auf weltpolitischer Szene zu

betonen. Innerhalb der Freihandelszone sind

die Zollgebühren bereits um 60 % (der Ausgangssätze)

gesenkt und in drei Jahren werden

sie völlig verschwunden sein.

Die liberale Politik der EFTA gegenüber

den übrigen Ländern der Welt wird fortgesetzt.

Die Schaffung eines Komitees für Wirtschaftsentwicklung

beweist die Anpassungsfähigkeit

der Assoziation an die Bedürfnisse und legitimen

Interessen aller ihrer Mitglieder.

Das Jahr, das nun beginnt, wird die harmonische

Entwicklung der Beziehungen und

des Handels zwischen den Mitgliedern der Assoziation

sehen. Es wird sehen, wie sie alle

voll und ganz am großen Werk der Liberalisierung

des Handels und der Wirtschaftsententwicklung

im Rahmen der Verhandlungen

der «Kennedy-Runde» des GATT und der Konferenz

der Vereinigten Nationen für Handel

und Entwicklung teilnehmen, ag.

Epiphanieopfer 1964

(KIPA) Sonntag, den 12. Januar 1964, wird

das sogenannte Dreikönigsopfer in allen katholischen

Kirchen eingesammelt. Das katholische

Schweizervolk hilft Jahr für Jahr einer

armen Diasporapfarrei zur Errichtung eines

Pfarrbesoldungsfonds. Auf Anordnung des

intelligenter Kopf, eine gute Allgemeinbildung Die AHV-Ausgleichskassen sind wie immer

und eine unermüdliche Schaffenskraft. Dank bemüht, die rund 800 000 Bezüger von AHVseiner

guten Auffassungsgabe eignete er sich in und Invalidenrentnern möglichst rasch in den

kurzer Zeit eine umfassende Sachkenntnis an, Genuß der verbesserten Leistungen zu setzen,

die ihn befähigte, das Amt mustergültig zu Angesichts der damit verbundenen großen Arversehen.

Bald beherrschte er das ganze Tä- beit sind die Ausgleichskassen dankbar, wenn

tigkeitsgebiet sowohl als gewandter Protokoll- die Rentenbezüger von schriftlichen und telehochwürdigsten

Bischofs von Chur ist in diesem

Jahr die Kollekte für die Pfarrei Klosters

v*R, bestimmt.

Klosters ist eine der ausgeprägtesten Diasporagebiete

der Schweiz. In den zehn pfarrgenössigen

Gemeinden macht die Katholikenzahl

gesamthaft nicht mehr als 5% der Bevölkerung

aus. Dagegen werden die über 4000

Fremdenbetten von Klosters mehr als zur Hälfte

von katholischen Gästen benützt. Das 1921

erstellte kleine Kirchlein vermag bei weitem

nicht mehr zu genügen, und so sah sich die

winzige Kirchgemeinde gezwungen, die ihrer

Kleinheit wegen außer Stande ist, auch nur für

die Pfarrbesoldung aufzukommen, den Bau einer

dringend notwendigen großen Kirche zu

beginnen, wie ja auch selbst in Küblis ein Kapellenbau

unumgänglich geworden ist. Die

Schweizer Katholiken werden der bedrängten

Pfarrei am Epiphaniesonntag die so benötigte

Bruderhilfe nicht versagen!

A u s l a n d

Kritische Lage auf Cypern

Die neue Cypernkrise, die auf Weihnachten

hin ausbrach, erreichte am Neujahr wieder

einen Höhepunkt. In einem Rundschreiben

an die «Staatsoberhäupter der Welt» protestierte

Makarios gegen türkische Einschüchterungsmanöver

und gab bekannt, er kündige

die mit der Verfassung Cyperns verkoppelten

Verträge, das heißt den Garantievertrag mit

Großbritannien, Griechenland und der Türkei

sowie den Allianzvertrag mit Griechenland und

der Türkei. Darauf eilte Commonwealth-Minister

Duncan Sandys zum Erzbischof und sprach

zwei Stunden lang Fraktur mit ihm, worauf

Makarios eine andere Erklärung publizierte, in

der es abschwächend hieß, er «gedenke» die

Vertragsverpflichtungen «mit geeigneten Mitteln»

zu beendigen.

Vor allem die erste Verlautbarung von Makarios

rief in London Aerger und Aufregung

hervor, bedeutend mehr als der zwei Tage früher

erfolgte Ausspruch Dr. Kügüks, Cypern

müsse letzten Endes doch geteilt werden. Es ist

schwierig, zu sehen, wie weit das Beziehen extremer

Positionen nur levantinischer Nervenkriegstaktik

in Vorbereitung einer neuen Cypernkonferenz

zuzuschreiben ist und in welchem

Ausmaß tiefere Erschütterungen sich anzeigen.

Auf jeden Fall befürchtet man in Whitehall,

britische Truppen könnten auf Cypern

nochmals in eine langwierige, zahlreiche Einheiten

bindende Polizeiaufgabe verwickelt werden.

Zudem gerät mit der politischen Erschütterung

ihrer nächsten Umgebung die britische

Militärbasis auf der Insel in Gefahr. Die hektische

Selbständigkeitsgeste des Erzbischofs,

der soeben noch sein Ja-Wort zu einer Polizeiaktion

der drei Schutzmächte gegeben hatte,

entspricht den jüngsten Aufforderungen der

Sowjetpropaganda, der die britischen Nuklearbomber

auf Cypern stets ein Dorn im Auge waren,

auffallend genau.

Während Sandys mit Makarios rang, fanden

in London Besprechungen zwischen den diensttuenden

Leitern des Foreign Office, des Commonwealth-Ministeriums

und des Verteidigungsministeriums

statt. 600 Mann des Zweiten

Königlichen Artillerieregiments begannen

ohne Kanonen — Transportflugzeuge nach

Cypern zu besteigen; sie werden auf der Insel

als Infanteristen Dienst tun. Auch ein Bataillon

Fallschirmtruppen ist alarmiert worden und

fängt heute an abzureisen. (NZZ).

Wochenmarktbericht von Luzern

Viehmarkt in Luzern vom 30. Dezember 1963

Detailpreise vom 28. Dezember 1963

1. Frische Gemüse Zwetschgen lkg Marktbesuch mittel. Total Auffuhr 475 Stück

Blumenkohl

Bohnen

lkg 170

Erbsen

lkg: 4. Beeren

Fenchel

lkgr Brombeeren lkg

1 kg

Gurken

150 Erdbeeren lkg

lkg Heidelbeeren lkg

Kabis, weiß

kg

Kabis, rot

60 Himmbeeren lkg

Gattung

Preis per kg

kg 70 J ohannisbeeren lkg

Handel

gewicht

Kartoffeln 1 kg 40

Knoblauch 100 g

Kohlraben

40 5. Honig, Eier, Pilze Großvieh:

kg 220 Bienenhonig l kg

Krautstiele

kg 200 Trinkeier Stiick

1050

Lattich

kg Kocheier Stück

29

Rinder und Ochsen:

Lauch, grrün

kg 140 Champignon» 100 22

Ausstich

Lauch, gelb 1 kg 18


R a d i o

B e r o m ü n s t e r

Sonntag, 5. Januar

7.50 Nachrichten. 8.00 Gounod: Cäcilienmesse.

8.45 Römisch-katholische Predigt von

Domherr Johannes Grüninger, Näfels. 9.15 Protestantischer

Gottesdienst von Pfarrer Willy,

Keller, Thalwil. 10.20 Radio-Orchester Bero-!

münster. 11.30 Gedichte. 12.00 Klavier-Rezital

von John Ogdon. 12.30 Nachrichten. 12.40 Papst j

Paul VI. im Heiligen Land. 12.45 Konzert zum

Sonntagmittag. 13.30 «Ueber d' Verbesserig vo

de Natuurwise». 13.55 Us Fäld und Stall. 14.05

Sonntagnachmittagskonzert. 15.00 Marschmusik.

15.15 Blickpunkt Schweiz. 15.30 Sport und

Musik. 17.00 Musik und Ratschläge für Auto- |

mobilisten. 18.30 Im Spiegel der Presse. 19.00

Sport. 19.30 Nachrichten. 19.40 Papst Paul VI.

im Heiligen Land. 19.50 Sechs israelische Tänze.

20.00 Neben- und gegeneinander in den

Missionen. 20.30 Bunte Noten. 21.30 Hans Bänninger.

22.15 Nachrichten. 22.20 Englische Musik.

22.50 Orgelmusik.

UKW-Programm. 13.20 Kunst und Künstler.

13.30 Operettenmusik. Lehar: Ausschnitte

aus dem «Graf von Luxemburg». Abraham: Melodien

aus verschiedenen Operetten von Paul

Abraham. 14.15 Unpolitisches Auslandsfeuilleton.

14.45 Berliner Philharmoniker. Händel,

Schumann, Wagner. 16.00 Bücher und Meinungen.

16.20 Ungarische Kammermusik. 17.00

Kinderstunde. 17.30 Für die Griechen in der

Schweiz. 18.00 Für die Spanier in der Schweiz.

18.30 Politische und unpolitische Aktualitäten.

19.00 Kammermusik. 19.40 Das Spiel von Liebe

und Zufall. 20.50 Beethoven: Missa solemnis.

Montag, 6. Januar

7.00 Nachrichten. 7.05 Concertino. 7.25 Drei

Minuten für die Hausfrau. 7.30 Im Auto durch

die Schweiz. 11.00 Orchestra Radiosa. 11.15

«Dagli amici del Sud». 11.30 Aus italienischen

Opern. 12.00 Slawische Tänze. 12.30 Nachrichten.

12.40 Mit klingendem Spiel und frohem

Gesang. 13.15 Unbeschwert — gern gehört.

14.00 Haus, Hausfrau, Haushaltung. 14.30

Schubert. Schwanengesang. 14.55 Klavierduo.

15.20 Sendung für die Blinden. 16.00 Aktualitäten.

16.05 Berühmte Orchester — Solisten —

Dirigenten. 177.05 Stimmt mein Gewicht? 17.15

Klarinetten-Rezital. 17.30 Kinderstunde. 18.00

Musik zum Feierabend. 18.50 Internationale

Skirennen in Adelboden. 19.00 Aktualitäten.

19.30 Nachrichten. 20.00 Schlagerwettbewerb.

20.30 Unser Briefkasten. 20.45 Das Wunschkonzert.

21.30 Sie werden aus Saba alle kommen.

22.15 Nachrichten. 22.20 Für die Schweizer

im Ausland. 22.30 Zeitgenössische Lieder

und Klaviermusik.

UKW-Programm. 19.00 Volksmusik. 20.00

Bläser-Kammermusik von Mozart. 20.25 Literarische

Gespräche. 20.50 Le Vin herW. 21.55 Unterhaltungsmusik.

Dienstag, 7. Januar

7.00 Nachrichten. 7.05 Kleines Intermezzo.

7.30 Im Auto durch die Schweiz. 11.00 Strawinsky

dirigiert eigene Werke. 12.00 Schlager.

12.30 Nachrichten. 12.40 Pacifico. 13.25 Kleines

internationales Vari6t£. 14.00 Von Hunden,

Katzen und Vogelfedern. 14.30 Musik im Fernen

Osten. 15.20 Musik für einen Gast. 16.00

Aktualitäten. 16.05 «Schön ist die Welt». 16.30

«Nachts rufen und antworten einander die

feindlichen Stimmen von einem Schützengraben

zum andern». 17.00 Kleines Walzerkonzert.

17.30 Jugendstunde. 18.00 Bunte Unterhaltung.

18.20 Jazz. 18.50 Internationale Damen-Skirennen

in Grindelwald. 19.00 Aktualitäten.

19.30 Nachrichten. 20.00 Sinfoniekonzert.

21.00 Bildungsprobleme im Hinblick auf

die Wirtschaft von morgen. 21.40 Junge Interpreten.

22.15 Nachrichten. 22.20 Charivari.

UKW-Programm. 19.00 Juke-Box. 20.00

Englischkurs. 20.15 La Belle Batelifere de

Brienz. 21.45 Alte Greyerzer Volksweisen.

t

In tiefer Trauer teilen wir Ihnen mit, daß heute abend meine geliebte

Gattin, meine liebe Mutter, unsere Schwester, Schwägerin,

Tante und Cousine 5

Frau Louise Rey-Halter

Conditorei — Mitglied des Müttervereins

in ihrem 68. Lebensjahr, nach kurzer, schwerer Krankheit, gestärkt

mit den Gnadenmitteln unserer heiligen Religion, sanft

entschlafen ist

Wir bitten, der lieben Verstorbenen ein gutes Andenken zu bewahren

und ihrer im Gebete zu gedenken.

Samen, den 30. Dezember 1963

In tiefer Trauer:

Eugen Rey-Halter

Ren6 Rey

Karl Halter und Familie, Interlaken

Anna Halter-Ming und Familie, Zürich

und Anverwandte.

Beerdigung fand statt: Freitag, den 3. Januar.

Siebenter: Freitag, den 10. Januar, 7.45 Uhr.

Die Schweizerische Unfailversicherungs-Gesellschaft

in Winterthur hat den Posten des

I n h a b e r s

d e r

S a m e n

A g e n t u r

neu zu besetzen. — Initiativem Kaufmann oder

kaufmännisch interessiertem Bewerber aus einem

anderen Beruf wird Gelegenheit geboten, ein

eigenes Geschäft zu führen und weiterzuentwickeln.

Die Inhaber unserer Agenturen besorgen den

Verkehr mit den Kunden und arbeiten gegen

einen ihrer Leistung entsprechenden Verdienst

(während der Aufbauzeit gesichertes Minimaleinkommen).

— Branchenfremde Bewerber werden

einige Monate auf unserer Geschäftsstelle

gründlich ausgebildet. Am Tage des Eintritts erfolgt

die Aufnahme in den Vorsorgefonds.

Diese selbständige, verantwortungsvolle Tätigkeit

verlangt Unternehmergeist, einwandfreien

Charakter und Freude am Kontakt mit Menschen.

Sofern Sie über diesen bedeutenden Posten Näheres

erfahren wollen, stehen wir Ihnen gerne

für eine Besprechung zur Verfügung. Schreiben

oder telefonieren Sie an die SA440Lz 599

ftur

Subdirektion Ryncrt & Rippstein

Pilatusstraße 54, Luzern

Telefon (041) 2 55 18

THEATER IN ENNETBÜRGEN 1964

im Gasthof Kreuz 602

's H a r z a m r ä c h t e Fläck

Lustspiel i dri Auifzüge vom Anton Hamik

Spielleitung: Eduard Achermann, Buochs

Spieltage: Nachmittagsaufführungen, 14.00 Uhr;

Sonntag, 5. Januar, Dreikönigen, 6. Januar, Sonntag, 12. Januar

Abendaufführungen, 20.00 Uhr; Dreikönigen, 6. Januar,

Sonntag, 12. Januar, Freitag, 17. Januar

Eintritt: Nachmittags 1. Platz Fr. 2.80; 2. Platz Fr. 2.50

Abends 1. Platz Fr. 3.50; 2. Platz Fr. 3.20 (Tanzgeld Inbegriffen)

Kassaeröffnung: Eine halbe Stunde vor Beginn

Vorverkauf: Remigl Odermatt, Kiosk, Telefon 84 54 67

Nach den Abendaufführungen Tanz

Freundlich ladet ein

Jungmannschaft EnnetbUrgen

Der Siebente für unsern

lieben Gatten und Vater

Hans Durrervon

Deschwanden

Hübeli

wird Dienstag, 7. Januar

1964, 8.30 Uhr, in der

Pfarrkirche in Kerns gehalten,

wozu Verwandte

und Bekannte freundlich

eingeladen sind. 2

Trauerdrucksachen

Todesanzeigen

Dank-

sagungs-

karten

Leidbildchen

liefert

innert

kurzer

Zeit

Buchdruckerei

Ehrli-h

Cie

Samen

Wir gerben

Häute und Felle zu Leder

und lidern sämtliche

Pelzfelle.

Niki. Egll, Gerberei,

Krummenau SG

Telephon (074) 7 60 33

SA491St 315

Winterkonzert

der Musikgesellschaft

Alpnach

Sonntag, 5. Januar, 14.00 Uhr und

Montag, 6. Januar, 20.15 Uhr, im Singsaal

1. Teil

Konzert

2. Teil

Musikalische Weltreise

mit Gesang, Tanz, Musik und Humor

in 12 Bildern

Freundlich ladet ein

Musikgesellschaft Alpnach

Stadttheater Luzern

Sonntag, 5. Januar, 11.00—12.00 Uhr. 2. Matinee.

Unter dem Patronat des Theatervereins und der

JTG. Elisabeth Brock-Sulzer, Zürich, spricht

über: Bertolt Brecht und sein Werk.

14.30—16.45 Uhr. Die Csardasfürstin. Operette in

3 Akten von Emmerich Kaiman.

20.15 bis ca. 23.15 Uhr. Der gute Mensch von Sezuan.

Parabelstück von Bertolt Brecht. Musik

von Paul Dessau. Preise: Fr. 3.75 bis 10.—.

Montag, 6. Januar. Keine Vorstellung.

Dienstag, 7. Januar, 20.15—23.00 Uhr. Sondervorstellung

für die Migros. Viktoria und ihr Husar.

Operette in 3 Akten von Paul Abraham.

Mittwoch, 8. Januar, 20.15 bis ca. 23.15 Uhr. 9.

Abonnementsvorstellung. Der gute Mensch von

Sezuan. Parabelstück von Bertolt Brecht. Musik

von Paul Dessau. Preise: Fr. 3.75 bis 10.—.

Donnerstag, 9. Januar, 20.15—22.15 Uhr. Der Grüne

Wagen und die Bühne 64 zeigen Gastspiel in der

Inszenierung des Schauspielhauses Zürich: Totentanz.

Drama in 3 Akten von August Strindberg

mit Käthe Gold, Walter Richter, Gert Westphal.

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Freitag, 10. Januar, 20.15—23.00 Uhr. 8. B-Abonnementsvorstellung.

Viktoria und ihr Husar. Operette

in 3 Akten von Paul Abraham.

Samstag, 11. Januar, 14.30—16.30 Uhr. Frau Holle.

Märchenspiel nach Gebr. Grimm von G. M.

Scheidl. Musik von Otto Scheidl.

20.15—22.45 Uhr. Fidelio. Premiere. Oper in 2

Aufzügen von Ludwig van Beethoven.

Sonntag, 12. Januar, 14.30—17.15 Uhr. 5. Sonntagnachmittag-Abonnementsvorstellung.

Viktoria

und ihr Husar. Operette in 3 Akten von Paul

Abraham. 390

20.15—22.30 Uhr. Olivia. Komödie in 3 Akten von

Terence Rattigan.

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Erscheint Dienstag und Freitag

Wöchentliche Beilage: Obwaldner Pfarreinachrichten

Verantwortlich für die Redaktion:

Dr. jur. Jost Dillier, Telefon 85 18 06

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Montag und Donnerstag 18.00 Uhr.

Glanzvolle Pilgerfahrt Papst Paul VI. ins Heilige Land

Die mit großer Spannung erwartete dreitägige

Reise des Heiligen Vaters nach Palestina

ist zu einem historischen Ereignis erster Größe

geworden; nach zwölf Jahrhunderten hat sich

erstmals wieder ein Papst in den Orient begeben

und hat den Stätten, wo Christus als

Mensch gelebt und die Kirche gestiftet hat,

einen persönlichen Besuch abgestattet. Nicht

minder historisch und ermutigend ist das Zusammentreffen

des römisch-katholischen Oberhirten

mit dem Haupt der orthodoxen Kirche,

Patriarch Athenagoras von Konstantinopel

(jetzt Istambul); ein Ereignis, das noch bis vor

kurzem undenkbar schien und das bei der Griechischen

Orthodoxie noch unmittelbar vorher

auf Mißtrauen stieß. Schließlich muß auch die

Tatsache festgehalten werden, daß die Pilgerreise

durch zwei Nichtchristliche Staaten führte,

das arabisch-mohamedanische Jordanien

und das jüdische Israel, deren Staatschefs und

Regierungen dem Papst einen herzlichen und

ehrenvollen Empfang bereiteten. In allen Teilen

ein einzigartiges und erfolgverheißendes Ereignis,

das sich dank der modernen Technik —

Düsenflugzeuge und Autokolonnen — innert

den drei Tagen 4.—6. Januar 1964 reibungslos

abwickelte. Am Abend des Dreikönigstages

kehrte der Papst mit seiner Begleitung nach

einer Reise von 5600 km wohlbehalten nach

Rom zurück, wo er von der italienischen Regierung

und der Bevölkerung geradezu stürmisch

willkommen geheißen und in den Vatikan

zurückgeleitet wurde. Die Fahrt vom Flugplatz

zum Vatikan dauerte fast so lange, wie

die Flugreise von Amman nach Rom. Und nun

die einzelnen Stationen der denkwürdigen

Reise:

Am Samstag in Jordanien

Frühmorgens bestieg der Papst im Vatikan

seinen Wagen und fuhr, umjubelt von Tausenden

von Gläubigen, die er mit seinem Segen

bedachte, langsam Richtung Flughafen. Auf

dem Petersplatz begrüßte ihn der italienische

Außenminister Saragat, worauf der Wagen,

eskotiert von Polizisten und erneut umjubelt,

seinen Weg nach Fiumicino fortsetzte. Eine

«DC-8»-Düsenmaschine, die mit den Farben

des Vatikans bemalt worden war, stand lange

vor der Ankunft des Oberhirten der katholischen

Kirche bereit. Wenige Minuten vor neun

Uhr hob sich die Düsenmaschine unter dem Geläute

der Glocken der ewigen Stadt in die Lüfte,

wo sich bald einmal zwei Staffeln Jagdflugzeuge

zugesellten, um dem Kirchenfürsten

das Geleit zu geben.

Während des Fluges dem Heiligen Land

entgegen richtete der Papst nacheinander Grußbotschaften

an die Oberhäupter jener Staaten,

die er überflog, so an König Paul von Griechenland,

Erzbischof Makarios, den Präsidenten von

Zypern, an den libanesischen Präsidenten und

den syrischen Staatschef. Um die Mittagszeit

setzte die DC-8 auf der Piste des Flughafens von

Ciske, die R a t t e

Roman von Piet Bakker

41

Copyright by

Steingrüben-

Verlag

Presserechte

durch

Cosmopress

«Ich weiß es nicht», sagt Ciske, und dann

schweigen wir eine ganze Weile.

«Aber das ist ja auch nicht so wichtig», ruft

die Ratte unvermittelt. «Sie gehen fort, und

Dorus kommt auf eine Oberschule. Dann hätte

ich nur noch Bet je und Sip. Die kann ich ja

auch so mal sehen, wenn ich will, oder nicht?»

«Na klar!» sage ich heiter. «Es ist vielleicht

doch bequemer, wenn du irgendwo in der Nähe

von Tante Jans zur Schule gehst. Ich schreibe

dir gleich Montag, was wir bei Herrn van

Loon erreicht haben.»

«Wenn er nur ja sagt», wünscht die Ratte

flehentlich.

Ja, so ist Ciske. Mit der Strafe findet er sich

ab, aber nachher, nachher muß er einen Platz

haben, wo er hingehört.

«Wie hast du es nun hier?» frage ich zögernd.

Amman auf, nachdem man zuerst gebangt hatte,

der Pilot könnte gezwungen sein, wegen der

Witterungsverhältnisse den Flughafen von Beirut

anzufliegen, wo sich für den eventuellen

Empfang bereits eine riesige Menschenmenge,

darunter höchste Persönlichkeiten, eingefunden

hatte.

21 Salutschüsse dröhnten, als König Hussein

von Jordanien den Pontifex Maximus am Fuße

der Rolltreppe begrüßte. Trotz der militärischen

Ehrbezeugungen, die ihm zuteil wurden,

wies der Papst nach der Vorstellungszeremonie

auf den geistigen Gehalt seiner Reise durch das

Heilige Land hin. Er betonte, er werde an den

heiligen Stätten für den Frieden beten, für die

Eintracht und Brüderlichkeit unter den Menschen.

Paul VI. setzte seine Reise von Amman aus

mit einem Auto fort, auch hier umjubelt von

Menschen, deren Begeisterung grenzenlos war.

Sein Weg führte durch das Jordantal, wo der

Zug kurz halt machte, um die Stätte zu besichtigen,

wo der Ueberlieferung nach Johannes

der Täufer gepredigt haben soll. Später erfolgte

ein weiterer Halt beim Grab des Lazarus, wo

eine Kirche die Stelle markiert. Der Zug setzte

seinen Weg sodann am Fuße des Oelberges fort,

worauf er schließlich unter riesigem Jubel und

Trubel beim Damaskus-Tor von Jerusalem

eintraf. Die Gassen der Heiligen Stadt strahlten

im Lichterglanze, alle Glocken läuteten, Inschriften

prangten und die Menge schrie im

Sprechchor: «Ahlan wa Sahlan» (Willkommen

unter uns). Ein Regen von Blumen ergoß sich

auf den Papst, der umringt war von einer großen

Anzahl von Kardinälen, Prälaten, den Patriarchen

und den Führern der religiösen Organisationen.

Mit Mühe nur konnten sich die Gäste

einen Weg durch die Menge bahnen, die immer

mehr nach vorne drängte, vor Begeisterung

jede Spur von Disziplin vergessend. Unmöglich

für den hohen Gast, seine vorgesehene

Rede zu halten. Unmöglich fast, Schritt für

Schritt, den Weg, den Christus unter der

drückenden Last des Kreuzes entreten mußte,

zu gehen — die Via Dolorosa. Mit Gewalt brachen

die Ordnungshüter eine Bresche in die

Mauer der vor Begeisterung Taumelnden, während

zwei Beduinensoldaten Paul VI. stützten,

dessen Gang zu einem wahren Gang physischer

Leiden wurde. Betend schritt der Gefeierte voran,

demütig betend, bis er schließlich in der

Auferstehungskirche anlangte, wo er eine kurze

Predigt hielt.

Der erste Tag der Papstreise fand seinen

Abschluß mit einem Besuch im Garten Gethsemane,

am Kreuzigungsorte und am Grabe

Christi. Auch an diesen Orten versank der Papst

ins Gebet und hielt Predigten. Vor dem Gottesdienst

in der «Kirche der Nationen» am Rande

des Gartens von Gethsemane empfing Paul VI.

die Patriarchen und die Bischöfe der unierten

Kirchen.

Er zieht die Schultern hoch und sieht mich

an. Was soll er mir darauf antworten? Häßlich

ist alles, das begreife ich doch von selbst!

«Bist du froh, daß du aus der Zelle heraus

bist? »

«Ach, es geht. Jetzt sitze ich mit einem

Haufen Jungens in einer großen Klasse. Aber

der Herr Lehrer ist mit mir zufrieden. Sie können

ihn fragen! Ich bin immer ganz schnell

fertig mit den Aufgaben.»

Wie brav Ciske geworden ist! Hat er nicht

früher auf das Urteil anderer einfach gehustet?

Die Furcht muß sein Selbstvertrauen gebrochen

haben. Guter Gott, vor welche Probleme

einen dieser Junge doch stellt!

Die Ratte wird wieder ein wenig zutraulicher.

«Ich sitze neben einem, der ist schon vierzehn»,

sagt er. «Der ist noch viel dümmer als

Betje. Und Fehler macht er! Oft dreißig oder

vierzig auf einmal! Er kann nicht einmal richtig

sprechen. Der muß noch ein halbes Jahr

hier bleiben.»

«Was hat er denn angestellt?» erkundige ich

mich.

«Dürfen wir nicht wissen», sagt die Ratte

geheimnisvoll. «Wir dürfen über das, was wir

getan haben, nicht sprechen. Aber ich weiß es

doch,» Ciske schaut sich vorsichtig um, dann

Diesem Treffen folgte später in der päpstlichen

Delegatur der Empfang des orthodoxen

Patriarchen Benediktos I. und des armenischen

Partiarchen Yegeshe Derderian. Der Papst erwiderte

den Besuch Benediktos' mit einem Gegenbesuch

— ein Novum in der Geschichte des

Papsttums. Diese Geste wurde denn auch in

den kirchlichen Kreisen als wahre Revolution

aufgefaßt. Sie bezeugt den Willen zum ökumenischen

Werk und zur Annäherung der Kirchen

untereinander, wie dies in zuständigen Kreisen

vermutet wird.

Am Sonntag an den heiligen Stätten Israels

Der Papst und sein Gefolge verließen am

Sonntagmorgen mit ihrer Autokolonne die Altstadt

von Jerusalem, um sich nach Nazareth zu

begeben. Trotz der niedrigen Temperatur hatten

sich viele Jordanier und Ausländer längs

der Durchfahrtsstraße aufgestellt. Fahnen und

Bilder des Papstes sowie König Husseins

schmückten alle Dörfer, die die Wagenkolonne

durchquerte. Da der Papst überall immer wieder

anhalten mußte, weil die Menge den Weg

versperrte, traf er erst mit fünfviertelständiger

Verspätung um 8.45 Uhr bei Taanach in Israel

ein.

In Meggido, der bereits 1479 und 609 v. Chr.

von den Aegyptern eroberten und erst 1925 wieder

ausgegrabenen salomonischen Stadt, die im

Alten Testament verschiedentlich erwähnt wird,

wurden der Heilige Vater und seine Begleiter

vom israelischen Staatspräsidenten Salman

Schasar und weiteren israelischen Regierungsmitgliedern

mit Ministerpräsident Eschkol an

der Spitze in Israel willkommen geheißen.

Um 9.50 Uhr traf der P^psJ in Nazareth ein

Eine begeisterte Menschenmenge begrüßte ihn

bei der Verkündigungskirche und der Heilige

Vater hielt eine Ansprache in Französisch, in

der er vor allem auf die Kindheit Christi in Nazareth

hinwies. Nazareth könne uns vieles lehren,

so die Lehre der Stille unter dem vielen

Lärm und Geschrei des modernen Lebens, die

Lehre der Arbeit und ihren strengen Gesetzes,

das sie nicht zum Selbstzweck werden lasse,

und dann die Lehre des Evangeliums. Das

Evangelium stelle den Leitern eines jeden Lebens

dar und in den Worten Christi erreiche

die menschliche Persönlichkeit ihre höchste

Verwirklichung. Die menschliche Gesellschaft

finde darin ihren echtesten und stärksten Zusammenhalt.

Nach der Ansprache las der Papst in der

Verkündigungsgrotte, in welcher der Erzengel

Gabriel Maria die Geburt des Heilandes angekündigt

hat eine Messe. Die neue Basilika

von Nazareth war überfüllt und zehntausende

von Personen drängten noch vor der Kirche.

Auch die Regierungsmitglieder, der Bürgermeister

von Nazareth, das diplomatische Korps

und eine Abordnung griechisch-katholischer

Geistlicher unter Leitung des Erzbischofs von

Galiläa, Georg Hakim, waren in der Kirche anwesend.

Nachdem der Papst den Segen erteilt

hatte, fuhr er weiter dem See Genezareth entgegen.

Auf Wunsch des Heiligen Vaters wurde

flüstert er: «Eingebrochen hat er. Richtig eingebrochen,

er und noch eine ganze Reihe anderer

Jungen. Aber Sie dürfen nicht verraten,

daß ich es Ihnen gesagt habe, Herr Lehrer!»

Daß er selbst einmal wegen Ladendiebstahl

mit der Polizei in Berührung kam, hat Ciske

völlig vergessen.

«Einer ist hier, der hat geschmuggelt», fährt

er gesprächig fort. «Das ist ein feiner Kerl.

Wenn die andern mich nicht in Ruhe lassen,

hält er immer zu mir. Der kann schon in einem

Monat hier wieder aus. Dann geht er eiskalt

wieder über die Grenze, sagt er.»

Ciske ist jetzt in seinem Element. Wäre

nicht seine Kleidung, ich könnte meinen, mein

alter Freund ginge neben mir.

«Der Direktor», sagt die Ratte plötzlich und

verwandelt sich auf der Stelle in einen ängstlichen

Zuchthauszögling. Am Ende des Weges

treffen wir mit Reinders zusammen.

«Na, Freimuth, Spazierengehen ist schöner

als Holzhacken, nicht wahr?» sagt er zu Ciske,

der wie ein steifer Stock vor ihm steht. «Nun

hör mal gut zu, Freundchen: Ich habe mit deinem

Lehrer und mit dem Kaplan gesprochen.

Sie sind ganz zufrieden mit dir. Melde dich mal

bei Herrn Zwart, deinem Lehrer. Von ihm bekommst

du ein rotes Bändchen. Weißt du, was

das bedeutet?»

ein kleiner Umweg, der im Programm nicht .

vorgesehen war, gemacht, um den Ort zu besuchen,

an welchem Jesus bei der Hochzeit von

Kanaa Wasser in Wein verwandelt hatte.

Unter strahlend blauem Himmel fuhr die

päpstliche Wagenkolonne durch die nordgaliläische

Landschaft. Auch hier säumten viele

Menschen die Straßen, doch funktionierte der

Ordnungsdienst vorzüglich. Beobachter stellten

fest, daß die Menschenmassen bedeutend

besser gkleidet waren als in Jordanien. Die

größte Menschenmasse begrüßte Papst Paul VI.

in der Stadt Tiberias, die er aber nur durchquerte,

um zur Kirche von Tabgha zu gelangen,

wo nach der Ueberlieferung Jesus mit sieben

Broten und ein paar Fischen viertausend Männer

speiste und dem Apostel Petrus die Führung

der Kirche anvertraute. Dann setzte der

Papst mit seinem Gefolge die Fahrt nach der

Ausgrabungsstätte Kapernaum, dem Mittelpunkt

des Wirkens Jesu am See Genezareth,

fort, wo Reste einer antiken Synagoge ausgegraben

wurden, in welcher Jesus gelehrt haben

dürfte.

Nach dem Besuch in Kapernaum erholte

sich der Papst in einem Kloster auf dem Berg

der Seligkeit, auf welchem Jesus die Bergpredigt

gehalten hatte. Dann führte ihn seine Pilgerreise

weiter zum Berg Tabor, der sich 562

Meter über die Jesreel-Ebene erhebt und als

Berg der Verklärung Jesu gilt.

Nach dem Besuch auf dem Berg Tabor ging

die Fahrt des Papstes durch die Ebene nach

Lydda und nach Ramleh, wo Joseph von Arimathea

geboren worden sein soll, dann verließ

die Wagenkolonne die Küstengegend. Zwölf

Kilometer vor Jerusalem berührte der Papst

auf seiner Reise das Dorf Ein Karem, in welchem

Johannes der Täufer geboren und Maria

nach der Ueberlieferung heimgesucht wurde.

Um 18.52 Uhr traf der Papst im israelischen

Sektor von Jerusalem ein, wo er von den israelischen

Stadtbehörden begrüßt wurde. Der Heilige

Vater begab sich auf den Zionsberg und

suchte unter dem Geläute der Glocken den

Abendmahlssaal und den Mariendom auf. Nach

dem Gottesdienst im Mariendom begab sich

Kardinaldekan Tisserant in die nahegelegene

Gedenkstätte für sechs Millionen Juden, die

von den Nazis umgebracht worden sind. Der

Zionsberg ist auch den Juden heilig, da sich

dort das Grab Davids befinden soll.

Am Mandelbaumtor, dem Uebergang vom

israelischen in den jordanischen Teil der Stadt

Jerusalem, hatten sich, wie am Morgen zur Begrüßung

wieder der israelische Staatspräsident

Schasar, die Kabinettsmitglieder und das

diplomatische Korps zur Verabschiedung eingefunden.

Papst Paul dankte für die ihm in

Israel gewährte Aufnahme und wandte sich

dann gegen die Beschuldigungen, die in letzter

Zeit gegen Papst Pius XII. erhoben worden

sind.

Der Papst empfängt Athenagoras

In der apostolischen Delegatur auf dem

Oelberg im jordanischen Teil Jerusalems empfing

Papst Paul VI. den Erzbischof von Kon-

«Daß ich mir Mühe gegeben habe», sagt

Ciske heiser.

«Also, das Bändchen kannst du an deinem

Aermel festmachen. Und außerdem darfst du

in deiner Freizeit im Garten arbeiten. Das tust

du doch gern, oder?»

«Ach...!»

Ciske ist überrascht und würde wahrscheinlich

einen Freudensprung machen, wenn er

nicht an die erforderliche Haltung dächte.

Durchdringend sieht er mich an.

«Werden Sie auch alles Herrn van Loon erzählen?»

fragt er.

«Nun, finden Sie ihn sehr gebrochen?»

forscht Direktor Reinders, als Ciske sich entfernt

hat.

«Ja», sage ich unumwunden, «aber ich glaube,

daß er doch noch zu retten ist. Er ist überaus

brav geworden, so furchtsam. Eine kleine

Weile noch, dann wird er ein Heuchler sein, der

mit seiner Tugend hausiert. Sie hätten den

Jungen vorher kennen sollen! Sein lebendiger

Geist ist hier schwer unterdrückt worden.»

Ich würde mich nicht wundern, wenn Reinders

jetzt wütend wäre, aber er lacht nur und

sagt ironisch:

«Der lebendige Geist, von dem Sie reden,

hat seine Mutter getötet.»


stantinopel und ökumenischen Patriarchen

Athenagoras zu einer denkwürdigen Begegnung,

sind doch 500 Jahre verflossen, seit zum

letzten Male die Oberhäupter der römischkatholischen

und der griechisch-orthodoxen

Kirche zusammentrafen. Die Christenheit verspricht

sich davon einen ersten Schritt zur Annäherung

an die seit 900 Jahren von Rom getrennten

Ostkirchen.

In seiner Ansprache an den Patriarchen erklärte

der Papst, es bestehe der Wille, die Uneinigkeit

zu überwinden und die Schranken zu

durchbrechen und entschlossen den Pfad zu betreten,

der zur Versöhnung führe. Dabei müßten

zu gegebener Zeit der Unterschiede in Lehre

und Liturgie in einem Geiste der Wahrheitstreue

und des liebevollen Verständnisses untersucht

werden. Der Friedenskuß, den er nun im

Heiligen Land mit dem Patriarchen austauschen

könne, und das Gebet, das sie zusammen

sprechen würden, seien Symbol und Beispiel

solcher Liebe. Mit dem Wunsch, daß dem jetzigen

Treffen weitere fruchbare Begegnungen

folgen möchten, beendete der Papst seine Ansprache.

Der Patriarch antwortete in griechischer

Sprache, wobei er dieselben Gefühle zum Ausdruck

brachte wie der Papst. Die Begegnung

zwischen Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras,

der am Portal des Gebäudes von Kardinal

Tisserant empfangen worden war, dauerte

etwa dreißig Minuten. Nach dem Gespräch begab

sich der Patriarch in die orthodoxe Residenz

zurück, die etwa einen halben Kilometer

von der apostolischen Delegatur entfernt liegt.

Israelische Beobachter brachten am Sonntagabend

die Meinung zum Ausdruck, der Besuch

des Papstes habe in Israel einen sehr tiefen

Eindruck gemacht und trage viel zum Verständnis

für die Friedensziele des Papstes bei.

Dreikönigstag in Bethlehem

Papst Paul VI., eskortiert von einer Garde

der Kavallerie König Husseins auf weißen Araberpferden,

verließ am Montag, dem Dreikönigstag,

vor dem Morgengrauen Jerusalem auf

seiner Pilgerreise nach Bethlehem, wo Jesus

O B W A L D E N

Unzulässige Fremdarbeiterbcwilligungen?

In den Luzerner Tageszeitungen und auch im

«Unterwaldner» hat ein Einsender aus Obwalden

in einem kurzen Rückblick über das Obwaldner

Wirtschaftsjahr geschrieben, der Zustrom

der ausländischen Arbeitskräfte habe in

unserm Kanton im Jahre 1963 einen neuen Rekord

aufgewiesen, indem er gegenüber dem

Vorjahr um rund 400 auf 2200 Fremdarbeiter

angestiegen sei.

Die Polizeidirektion teilt nun mit, daß diese

Darstellung unrichtig sei; wenn 1963 in Obwalden

400 ausländische Arbeiter mehr bewilligt

worden wären als 1962, wäre dies eine grobe

Mißachtung der Bundesvorschriften über die

beschränkte Zulassung ausländischer Arbeitskräfte

gewesen. Eine solche Verletzung haben

sich aber die Obwaldner Behörden nicht zuschulden

kommen lassen, denn im August 1963

betrug die Zahl der kontrollpflichtigen Ausländer

1928, gegenüber 1958 im gleichen Zeitpunkt

des Jahres 1962. Entgegen der genannten

unrichtigen Einsendung ist also die Zahl der

Fremdarbeiter nicht um 400 «auf einen neuen

Rekord» angestiegen, sondern sogar um 30 gesunken.

Daneben gibt es im Kanton noch rund

200 niedergelassene Ausländer im Arbeitsprozeß,

deren Zahl ziemlich unverändert blieb.

Der Obwaldner Vorunterricht 1963. Unsere

Parole: «Starke Jugend — Freies Volk» hat in

den Zeiten der Hochkonjunktur, welche die

Verweichlichung fördert, eine besondere Berechtigung.

Unsere Armee benötigt mehr denn

je junge Männer, die sportlich gestählt und

geistig beweglich sind, damit sie ihre Aufgabe

erfüllen kann. Diesem Zwecke dient vor allem

der freiwillige turnerisch-sportliche Vorunterricht.

Gesamthaft gesehen, ist die Beteiligung

«Aber ist es richtig, ihn monatelang an seine

Sünde zu erinnern?»

«Sie wissen nicht, was Sie sagen», wird

Reinders jetzt wirklich ärgerlich. «Sie sind voreingenommen

und wollen nun einmal nichts

Gutes an der Zuchtschule sehen.»

«Das würde ich gern, aber dann dürften Sie

Kinder nicht in eine Zelle sperren und in beschämender

Sträflingskleidung herumlaufen

lassen», schlage ich zurück. «Sehen Sie doch

selbst» — ich zeige auf eine Gruppe von acht

Jungen, die im Hof exerzieren müssen —,

«vielleicht haben Sie sich im Lauf der Jahre an

einen solchen Anblick gewöhnt, ich finde ihn

beschämend! Vielleicht nehmen sieben von den

acht keinen Schaden, aber für den achten ist

es eine böse Demütigung. Und um diesen einen

ist es schade, denn er hat Ehrgefühl, Scham

und Stolz.»

«Lassen Sie sich sagen», beharrt Reinders,

«daß es für alle hier heilsam ist, einmal an die

Kandare genommen zu werden. Das Gute daran

wird sich vielleicht erst später herausstellen.

Ich sehe sehr wohl, daß in Ciske Freimuth

ein guter Kern steckt, aber er hat seine Mutter

ermordet und damit eine Strafe verdient.

Glauben Sie nicht auch, daß der Herr Staatsanwalt

aus der Haut fahren würde, wenn er

wüßte, wie schonungsvoll wir hier mit ihm

Christus vor nahezu 2000 Jahren geboren wurde.

Papst Paul, ganz in weiß gekleidet, benutzte

die historische Stunde, um inständig für die

Einheit der Christen und für das Verständnis

für den nicht-christlichen Teil der Welt zu bitten.

Der Papst hatte die Nacht im Gebäude der

apostolischen Delegatur auf dem Oelberg ausserhalb

von Jerusalem verbracht. Er fuhr mit

seiner Wagenkolonne von Jerusalem zu dem

nur 24 km entfernten Bethlehem. Bei Deir

Elias, wo die Kolonne haltmachte, wurde der

Papst vom Bürgermeister des Ortes und andern

Würdenträgern begrüßt. Dann fuhr der Papst

unter speziell errichteten Toren, welche Willkommensgrüße

in verschiedensten Sprachen

trugen, weiter nach der Geburtsstadt Christi.

Der Platz vor der Geburtskirche, welche

sich an der Stelle des Stalles befindet, in dem

Christus geboren wurde, war mit starken Umzäunungen

abgeriegelt, um zu verhindern, daß

wie am Sonntag in Jerusalem die Menge auf

den Papst einzustürmen versuchte, um ihn berühren

zu können. Die griechisch-orthodoxen

Kirchenwächter erlaubten dem Heiligen Vater

und seiner Gefolgschaft, den Haupteingang zu

benützen, ein Entgegenkommen, welches katholischen

Prozessionen seit Jahrhunderten

verwehrt worden war. Die Geburtskirche wird

zum Teil von griechisch-orthodoxen, zum Teil

von katholischen Kontrollorganen überwacht,

deren Befugnisse strikte abgegrenzt sind.

Vor der Geburtskirche verließ der Papst

den Wagen und seine Begleitung formierte sich

zur Prozession, die von den Franziskanern angeführt

wurde. Die von der Polizei zurückgehaltene

Menschenmenge grüßte Papst Paul begeistert,

worauf der Papst zurückwinkte, die

Menge segnete und sich in das Innere der Basilika

begab. Dann legte er die Meßgewänder

an, zelebrierte die Messe zum Feste der Heiligen

Drei Könige am Altar in der Grotte und

hielt dort seine Ansprache. Unmittelbar danach

kehrte er nach Jerusalem zurück, um

zum zweitenmal mit dem orthodoxen Patriarchen

Athenagoras zusammenzutreffen und

dann von Amman aus wieder nach Rom zurückzufliegen.

der Obwaldner Jünglinge am Vorunterricht

immer noch unerfreulich, da nur etwas mehr

als die Hälfte sich dieser gesunden Körperschulung

unterzieht. Im Vergleich zu früher

ist zwar eine stete Aufwärtsbewegung festzustellen,

aber die Zahl derer, die aus Bequemlichkeit

abseits stehen, ist leider bedenklich.

Viele Väter hätten es in der Hand, zu einem

günstigeren Resultat beizutragen, wenn sie die

Freizeit ihrer Söhne besser überwachen würden.

Möge aber trotz allem die Einsatzbereitschaft

derer, denen das Wohl unserer Jugend

am Herzen liegt, nicht erlahmen und hoffnungsfroh

in die Zukunft blicken.

Aus der Statistik über das VU-Jahr 1963

entnehmen wir nachfolgend die wichtigsten

Zahlen. (Die eingeklammerten Ziffern beziehen

sich auf das Vorjahr):

Teilnehmer an Grundschulkursen 323 (379),

Teilnehmer an Grundschultrainings 24 (35),

Teilnehmer an der Grundschulprüfung 656

(663). Davon haben die Grundschulprüfung erfüllt

95 °/o 624 (1962: 92 "/». 612). Teilnehmer an

Wahlfachkursen 178 (167), Teilnehmer an

Wahlfachprüfungen 843 (903).

Ehrenliste der besten Grundschulprüfungen:

Jahrgang 1949: Rohrer Hans-Jörg 120, Zangger

Markus 113, Bumbacher Walter 112 Pkte.

(alle 3 Samen-Kollegium).

Jahrgang 1948: Schürch Hans 110, Zangger

Titus 108, Biotti A. 106, Durrer Anton 106 Pkte.

(alle 4 Sarnen-Kollegium).

Jahrgang 1947: Dürrer Josef, Kerns 122,

Röthlin Carl, Sarnen-Kollegium 114, Unternährer

Peter, Sarnen-Kollegium 110 Pkte.

Jahrgang 1946: Ruckli Rudolf, Sarnen-Dorf

117, Wallimann Marcel, Alpnach 117, Treyer

Peter, Sarnen-Kollegium 110 Pkte.

umgehen? Es ist schon sehr ungewöhnlich, daß

er nach so kurzer Zeit mit einem roten Bändchen

ausgezeichnet wird. Aber ich möchte ihm

einen Ansporn geben.»

Die acht Jungen exerzieren, marschieren,

machen ihre Kehrtwendungen und reagieren

wie am Schnürchen auf die knappen Kommandos.

«Halt!»

Sie stehen regungslos.

«Kehrt, marsch, marsch!»

Wie acht aufgezogene Puppen verschwinden

sie in ihre Zellen. Ich schüttle den Kopf, doch

Reinders beginnt wieder zu erklären:

«Diesen Aeußerlichkeiten dürfen Sie nicht

soviel Bedeutung zumessen! Wissen Sie vielleicht

ein anderes Mittel, ihnen eine halbe

Stunde frische Luft zu verschaffen? Ich kann

sie doch nicht herumlungern lassen und ihnen

Gelegenheit geben, sich den andern Kameraden

gegenüber mit ihren Heldentaten zu brüsten.

Vergessen Sie nicht, daß ich es hier mit

Dieben, Einbrechern, Landstreichern und ähnlichen

Elementen zu tun habe, ganz zu schweigen

von denen, die sich sittlich vergangen haben.

An diesen Seelchen wird bestimmt nichts

verpfuscht, wenn ich sie mal eine halbe Stunde

exerzieren lasse.»

Jahrgang 1945: Giger Alois 120, Böschung

Moritz 101, Pelegrini G. 101 Pkte. (alle 3 Sarnen-Kollegium).

Jahrgang 1944: Heinrich Guido 106, Mariotti

Carlo 102, Huber Paul 97 Pkte. (alle 3

Sarnen-Kollegium).

Jahrgang 1943: Gubler Urs, Sarnen-Kollegium

97, Stutz Hans, Sarnen-Kollegium 91, Egger

Bruno, Engelberg-Kollegium 85 Pkte.

Bestes Resultat: Dürrer Josef, Kerns, 122

Pkte.

mj

Kulturfilmgemeinde Obwalden. (Eing.)

Kommenden Donnerstagabend, den 9. Januar

1964, 20.30 Uhr, zeigt die Kulturfilmgemeinde

Obwalden im Kino Seefeld in Samen den Cinemascope-Farbenfilm

«Zauber der Dolomiten».

Eine eindrucksvolle unterhaltende Filmreise

durch das Land der Dolomiten, Südtirol und

Gardasee. Ueber den Brenner ins Herz Südtirols:

Brixen, Bozen, Meran — stolze Burgen,

Malerische Dörfer und Städte — die großartigen

Bergmassive der Dolomiten — alte Kirchen

in Südtirol — subtropische Landschaft am malerischen

Gardasee.

Samen. Feuersbrunst. In der Nacht vom

Samstag zum Sonntag brach im dreistöckigen

Wohnhaus des Franz Huwyler-von Rotz in

Bitzighofen ein Brand aus, der durch die rasche

und gute Arbeit der Feuerwehr Samen innert

kurzer Zeit, d. h. vor dem Uebergreifen

auf den zweiten und ersten Stock, bekämpft

werden konnte. Das Feuer war in einem Schlafzimmer

im Dachstock ausgebrochen, weil ein

elektrischer Heizapparat (Strahler) offenbar zu

nahe an einem Fenstervorhang aufgestellt war.

Es wurde erst entdeckt, als es um 23.00 Uhr bereits

zum Dach herausloderte. Die Feuerwehr

war innert kürzester Zeit auf dem Platze. Da in

den beiden Stöcken des Hauses, die gerettet

werden konnten, beträchtlicher Wasserschaden

entstanden ist, dürfte sich der Gesamtschaden

wohl auf rund 50 000 Franken belaufen. Dem

Vernehmen nach bestand eine Neuwertversicherung.

Die Familie Huwyler mußte in der

Nachbarschaft Notunterkunft beziehen und

muß nun bis zum Wiederaufbau oder einem

allfälligen Neubau eine Mietwohnung suchen.

(Korr.)

Ehrung verdienter Arbeiter. Im Restaurant

«Kreuzstraße» in Kägiswil versammelten sich

die Arbeiter und Angestellten der Firma Josef

Imfeid, Bauschreinerei, Samen, zu einer netten

Weihnachtsfeier. Die sozial sehr aufgeschlossene

Firma besitzt zur Zeit 25 Arbeiter. Vorgängig

der schlichten Feier wurde ein schmackhaftes

Nachtessen serviert. Verschiedene treue

Mitarbeiter konnten geehrt werden, so für 41

Dienstjahre Schreiner Ernst Heizmann, für

38 Jahre alt Gemeinderat Hans Burch,, für 35

Jahre Emil von Ah, Sachsein, für 35 Jahre Josef

Mahnig, sen., für 33 Jahre Werner Müller

und für 30 Jahre Alois Sigrist. (Eing.)

Samen. Ski-Unterhaltung. Der Alpina-Club

Samen führt am kommenden Freitag, den 10.

Januar, den traditionellen Ski-Unterhaltungsabend

im Hotel «Wilerbad» in Wilen durch.

Das reichhaltige Programm nennt verschiedene

Attraktionen und dazu wird das bestbekannte

Tanzorchester Robert Barmettier zum Tanz

aufspielen. Der Beginn ist auf 20.15 Uhr vorgesehen.

Jung und alt versäume nicht, den allseits

bekannten Ski-Unterhaltungsabend vom Freitag

zu besuchen. (Eing.)

t Frau Louise Rey-Halter, Samen. (Korr.)

Eine überaus große Trauergemeinde nahm am

vergangenen Freitag erschüttert Abschied von

Frau Louise Rey-Halter, die Gott so unerwartet

aus einem reich erfüllten Leben abberufen hat.

Noch bis Weihnachten hatte sie, wohl etwas

müde vom regen vorweihnachtlichen Betrieb,

aber liebenswürdig und aufmerksam wie immer,

als tüchtige Geschäftsfrau gewaltet und

ihren Gästen mit der ihr eigenen Herzlichkeit

Ich möchte ihn unterbrechen, aber er sagt:

«Nein, lassen Sie mich mal ausreden! Sie

müssen einmal erleben, wenn alle zur Singstunde

zusammenkommen. Wenn Sie ihre

Stimme hören könnten, würden Ihnen vielleicht

die Tränen in die Augen steigen. Sehen Sie den

langen Schlingel dort, den mit dem Wassereimer?

Das ist ein Rückfälliger. Er ist schon

zweimal wegen Einbruchdiebstahl bestraft, ein

hartgesottener Bursche. Aber in der vorigen

Woche winselte er wie ein junger Hund, nur

weil ich ihn zur Strafe einmal vom Singen ausschloß.

Sie müssen auch die Kehrseite der Medaille

einmal sehen, Herr Bruis.»

Wieder bin ich drauf und dran, den Direktor

für einen ganz patenten Mann zu halten. Er

imponiert mir, wie sehr er sich für seine Sache

erwärmt.

Am Ende des Flurs taucht Ciske auf, der

mit verliebten Blicken sein rotes Bändchen

streichelt.

«Nun rück mal ganz ehrlich mit der Sprache

heraus, Freimuth. Kannst du es hier aushalten?»

fragt der Direktor.

Ciske begreift nicht recht, was die Frage

soll. Hilfesuchend blickt er auf mich.

«Hast du dir hier nicht alles viel schlimmer

vorgestellt?» verdeutlicht Reinders die

Frage.

frohe Festtage gewünscht. Noch war es ihr vergönnt,

mit Gatte und Sohn einen schönen, stillen

Heiligen Abend zu verleben. Doch am Weihnachtstag

erlitt sie einen Schlaganfall, der nach

wenigen Tagen, am 30. Dezember, das sehr geschwächte

Leben auslöschte.

Frau Louise Rey verlebte ihre ersten Jugendjahre

in Sachsein. Geboren am 2. Juli 1896

als drittes Kind des tüchtigen SBB-Vorarbeiters

Wilhelm Halter und der Josephine von

Flüe, traf die junge Familie schon wenige Wochen

später schweres Leid. Eine tückische

Krankheit raubte ihr die Mutter. Erst einige

Jahre später — die Familie war inzwischen

nach Samen gezogen — fand Wilhelm Halter in

seiner zweiten Gattin Marie Amschwand eine

herzensgute Betreuerin. Während die beiden

Söhne tapfer das Leben selbst in die Hand

nahmen und früh zu schönem Erfolg führten,

Wilhelm als Begründer einer bedeutenden Baufirma

in Zürich und Karl als angesehener Musikdirektor

in Interlaken, hätte die von Natur

eher zarte Louise eine nicht minder harte Bewährungsprobe

zu bestehen. Viele Monate

schwerer Krankheit brachten sie an den Rand

des Lebens und eine sehr lange Rekonvaleszenz

forderte von dem jungen Mädchen manchen

harten Verzicht. Doch schöpfte sie wohl gerade

aus dieser Prüfung, der sie mit unversieglichem

Lebenswillen entgegentrat, jene seelischen

Kräfte, die ihr Wesen so vorzüglich prägten: ein

starkes Gottvertrauen, bewunderungswürdige

Selbstbeherrschung und ein stets offenes Herz

und gütige Hand für die Not des Nächsten.

Später als ihre Altersgenossinnen, aber um

so aufnahmebereiter und mit reifer Intelligenz

verbrachte sie nun Bildungsaufenthalte in der

Westschweiz und in England. Zum tiefen Erlebnis

wurde ihr die mehrjährige Mitarbeit im

weltbekannten Devotionaliengeschäft Stocker

in Rom. Ihr Sprachentalent und ihre Liebenswürdigkeit

machten es ihr leicht, eine internationale

Kundschaft zu betreuen. Aufgeschlossen

für alles Schöne, genoß sie Kunst und Musik in

der Ewigen Stadt und gleichzeitig die gediegene

Atmosphäre bei Familie Stocker, mit der sie

zeitlebens freundschaftlich verbunden blieb.

Durch die Erkrankung der Mutter zurückgerufen,

übernahm sie mit großer Liebe die schwere

Pflege, genau so aufopfernd, wie sie später den

alten Vater und die gute Tante Sophie bis zum

letzten und mit vorbildlicher Hingabe betreute.

Zwischenhinein bot ihr während den Sommermonaten

die Arbeit als Sekretärin im Hotel

«Nünalphorn» während einigen Jahren ein

zusätzliches Wirkungsfeld. Sowohl von der Familie

Heß als von den Gästen wurde sie als gewandte

und taktvolle Kraft sehr geschätzt und

gewann sich damit einen Freundes- und Bekanntenkreis,

den sie auch später im eigenen

Hause gerne gastlich empfing.

Reich an Erfahrung und beruflich wohl ausgerüstet

wagte sie nun den Schritt zu einem

eigenen Geschäft. Die Eröffnung des «Cafe

Halter» am Herbstmarkt 1934 war nicht nur ein

Markstein in ihrem Leben, sondern auch ein Ereignis

für Samen. Vom ersten Tage an begegnete

sie ihren Gästen mit warmer Herzlichkeit,

war besorgt um ihren Wunsch und gab dem damals

noch kleinen Tea-Room die Prägung ihrer

gediegenen Persönlichkeit. Als Conditor-Fachmann

stand ihr Eugen Rey zur Seite und als

1937 aus dieser guten Arbeitsgemeinschaft eine

glückliche Lebensgemeinschaft wurde, war das

Geschäft bereits in voller Entwicklung. Während

das fachliche Können des Gatten, in letzter

Zeit bereits vom Sohne unterstützt, der

Confiserie einen weitklingenden Namen schuf,

blieb Frau Rey die Seele des Ganzen, die gütige

Gattin und Mutter, die sorgfältige Betreuerin

der Gäste und die verständnisvolle Meisterin

der Angestellten. Es ist ein großes Maß an Arbeit,

das diese tapfere Frau, der die zarte Gesundheit

immer wieder Rücksicht abforderte,

geleistet hat. Zweimal mußte sie sich in den

letzten Jahren einer schweren Krankheit beugen.

Sie tat es mit großer Fassung und nahm

das Leben mit seinen Leiden, Pflichten und

Unwillkürlich zwinkere ich dem Jungen zu.

Er soll sich nicht unterstehen und sagen, daß

es anständig ist hier!

«Jetzt, wo ich nicht mehr in der Zelle sitze,

ist es nicht mehr so schlimm, Herr Direktor»,

stottert Ciske, und plötzlich schießen Tränen in

seine Augen.

Diese Antwort sagt genug.

«Na, dann geh noch ein Viertelstündchen

mit dem Herrn Lehrer spazieren», gestattet

Reinders. Zu mir gewandt fährt er fort: «Der

Kaplan möchte Sie nachher gern noch sprechen.

Er wartet in meinem Zimmer auf Sie.»

Ciske nimmt mich mit in einen der Schlafsäle

und zeigt mir das Bett, in dem er schläft.

Ein sorgsam gemachtes Bett, über dem ein

Muttergottesbildchen hängt. Ich setze mich auf

die Bettkante und ziehe die Ratte zu mir heran.

«Du hast dich hier tadellos eingelebt», lobe

ich, «daß du das rote Bändchen jetzt schon bekommen

hast, finde ich enorm. Herr Reinders

ist zufrieden mit dir, und ich bin es auch. Nun

beiß die Zähne noch eine Zeitlang zusammen,

Junge! Dann kommst du hier heraus und darfst

hoffentlich zu Tante Jans.»

Ciskes traurige Augen lächeln ein wenig.

Im Zimmer des Direktors sitzt ein junger

Priester und raucht. Der Duft erlesenen Ta-


Freuden als Geschenk aus Gottes Hand. Sie

konnte sich, als sie nun im 68. Alters jähr vom

Schöpfer abberufen wurde, über eine gute Verwaltung

der ihr verliehenen Talente ausweisen.

Nach menschlichem Urteil wäre ihr jedoch

noch ein längeres Verweilen in ihrem umsichtig

aufgebauten irdischen Wirkungsfeld zu gönnen

gewesen, und für Familie und Geschäft ist

der jähe Verlust unersetzlich. Den trauernden

Hinterlassenen entbieten wir unsere aufrichtige

Anteilnahme.

Alpnach. (Fing.) Wir gratulieren! Oskar

Flüeler, Sohn von Gemeinderat Josef Flüeler,

figuriert auf der Jahresliste des Service de la

formation professionelle in Lausanne vom 24.

Dezember 1963 in den Berufsabschlußprüfungen

für Käser mit der Maximalnote 6 im 1.

Rang. (Chef M. E. Zulliger, Senarclens, VD).

Eine bravouröse Leistung, für welche selbst das

Französisch als Prüfungssprache nicht gescheut

wurde! Der zuverlässige junge Berufsmann arbeitet

vorübergehend im mustergültig eingerichteten

Käsereibetrieb seines Vaters und testet

in der Freizeit schon allerhand Zweckdienliches

im selbsteingerichteten Versuchslabor.

Wir wünschen dem tüchtigen Milchwirtschafter

für seine vielseitigen Weiterausbildungspläne

Glück und Erfolg!

Der Männerchor Lungern bringt ein prächtiges

Volksstück zur Aufführung. Die Theaterleute

des Männerchors Lungern sind gegenwärtig

unter Spielleiter Franz Gasser, Lehn in einer

strengen Probenarbeit für die kommende Theatersaison

in Lungern. Gewiß braucht es für

Spielleiter und Spieler viel Zeitaufopferung,

um einer alteingesessenen Volkskultur, dem

Theater die gebührende Beachtung zu schenken.

Zur Aufführung gelangt das urchige und

schöne Dialekt-Volksstück «Erna von Goldingerhof»

von Frau Ineichen-Schüpfer. Inhaltlich

versetzt uns das Stück in die Gegend, wo die

Trauben wachsen und gedeihen und weiter zum

köstlichen Naß gekeltert werden. Der behäbige

Goldingerhof ist Mittelpunkt eines Dorfes, in

dem ein Völklein mit viel Witz und heitern Liedern

werkt. Auch ulkige Dorforiginale tragen

zu einer köstlichen Atmosphäre bei, die ohne

Ernas Streben nach Geld und Gut vollkommen

wäre. Ihre Habsucht ist derart krankhaft, daß

ihre Umgebung mehr und mehr zu leiden hat

und sie das Glück ihrer eigenen Kinder in Gefahr

bringt. Demütig und zerknirscht geht sie

in sich und öffnet ihr Herz in Liebe und verständnisvollem

gegenseitigem Verstehen.

Bestimmt bieten die Lungerer Theaterleute,

von früher her bekannt als gute Bühne, das

Beste, sind doch unter einigen jungen Spielern

noch die altbekannten, gerngesehenen Spielerinnen

und Spieler, die schon vor zwanzig Jahren

auf der Bühnen standen und den Theaterbesuchern

heute noch in bester Erinnerung stehen.

Wir erwarten mit Spannung die erste Aufführung

am 26. Januar. Weitere Aufführungen

folgen am Freitag, den 31. Januar abends, sowie

am Sonntag, den 2. Februar, nachmittags

und am 8. Februar, abends. Hoffen wir, daß es

unsern Theaterspielern gelingt, an die großen

Erfolge der letzten Jahre anzuknüpfen. Dem

Spielleiter und seinen Getreuen wünschen wir

schon jetzt recht viel Erfolg in der kommenden

Spielsaison. (Eing.)

Die erste eidg. Volksabstimmung im neuen Jahr

SKK Es ist nicht mehr zu übersehen, daß

sich heute gewisse Kreise rüsten, um die von

den eidg. Räten beschlossene allgemeine

Steueramnestie in der Volksabstimmung vom

2. Februar zu Fall zu bringen. Die Lage ist um

so ernster, als sich die Gegnerschaft verdoppelt:

Jene Vertreter der finanzstarken Kantone,

die schon in den eidg. Räten die Amnestie

bekämpften, verbinden sich mit jenen, die

die von der eidg. Steuerverwaltung ausgearbeiteten

— aber weder vom eidg. Finanzdepartement

noch vom Bundesrat bisher akzeptierten

— Ausführungsbestimmungen zum Vorwand

nehmen, um auch den Amnestiebeschluß

zu bekämpfen. Sie kapitulieren dabei

ganz einfach vor der Verwaltung und helfen

dadurch gerade ihr, die der Amnestie nie geneigt

war, zum Ziel.

Angesichts dieser Situation tun die Steuerzahler

der finanzschwachen und der Land-Kantone

gut, sich rechtzeitig zu überlegen, um was

es in der eidg. Volksabstimmung vom 2. Februar

geht. Die Steueramnestie geht auf das

Ansuchen der großen Mehrheit der Kantone

zurück — und sie wurde in den eidgenössischen

Räten gegen den Bundesrat durchgesetzt.

Schon im Jahre 1960 hat der Regierungsrat

des Kantons Luzern in einer Eingabe an das

Eidg. Finanz- und Zolldepartement die Not-

Unsern

werten

Abonnenten

teilen wir mit, daß wir die ausstehenden

Abonnementsbeträge per Nachnahme einziehen

werden. Wir ersuchen Sie, dieselben beim ersten

Vorweisen einzulösen. Haben Sie aber inzwischen

auf dem Postbüro schon einbezahlt,

so bitten wir sie höflich, auf der Nachnahmekarte

das diesbezügliche Datum und die genaue

Adresse, unter welcher Sie einbezahlt haben,

anzugeben. Der einfache Vermerk «Schon bezahlt»

ist ungenügend und bringt Ihnen und

uns Unannehmlichkeiten.

Die Expedition

baks erfüllt den Raum und macht mir den unbekannten

Geistlichen sofort sympathisch. «De

Goey», stellt er sich vor und schnippt mit den

Fingern ein Stäubchen von seinem schwarzen

Rock.

«Herr Reinders erzählte mir von Ihrem

Besuch, da wollte ich Sie gern kennenlernen.»

Auch seine schöne Stimme mit ihrem singenden

Tonfall ruft Wohlbehagen in mir wach.

«Ich interessiere mich nämlich für den Jungen»,

fällt der Kaplan gleich mit der Tür ins

Haus. «Er ist so jung zwischen all den großen

Kerlen, nicht wahr? Ich halte ihn nicht für

verdorben. Für mich ist er nichts als ein Kind,

das von der Sünde überrascht wurde.»

«Ich bin froh, daß Sie so über ihn urteilen»,

sage ich.

«Sein Vergehen ist trotzdem keine Kleinigkeit»,

fährt der Geistliche fort. «Die Sünde, die

über ihn gekommen ist, ist eine Todsünde, Herr

Lehrer. Ich weiß nicht, ob Sie gläubig sind. Er

hat nicht nur an einem Menschen oder an den

Menschen überhaupt — er hat auch vor Gott

gesündigt. Und Gott allein ist es, der seine

Seele entlasten kann.»

«Haben Sie etwas von Reue an ihm gemerkt?»

frage ich nach kurzem Schweigen.

Mit einem feinen Lächeln in dem gutmütigen

Gesicht antwortet der Kaplan:

wendigkeit einer allgemeinen, Bund, Kantone

und Gemeinden umfassenden Steueramnestie

vertreten. Eine Amnestie drängt sich heute auf.

Wenn die Strafandrohungen des Steuerstrafrechtes

ihren primären Sinn und Zweck, die

Verhütung der Steuerhinterziehung, nicht erreicht

haben, werden sie offensichtlich für den

Steuer-Defraudanten zu einem fast unüberwindlichen

Hemmnis auf dem Rückweg zur

Besserung und zum gesetzlichen Zustand. Aus

Angst vor der Entdeckung und den damit verbundenen

Straffolgen wird der ersten Hinterziehung

eine zweite, dritte usw. hinzugefügt.

Der Defraudant gelangt in eine ausgesprochene

Zwangslage. Es kann nun nicht der Sinn

einer Rechtsordnung sein, einen solchen

Zwangszustand, der breite Schichten der Bevölkerung

ergriffen hat (vgl. Bericht des Bundesrates

zur Motion Eggenberger), auf Jahrzehnte

hinaus zum Schaden der gesamten

Volkswirtschaft weiter andauern zu lassen.

Die heutige Lage ist dadurch gekennzeichnet,

daß dem Bund über zurückbehaltene Verrechnungssteuern

ständig mehr Mittel zufliessen,

die den Kantonen und Gemeinden durch

die Steuerdefraudation vorenthalten werden.

Der Bund ist also Nutznießer der kantonalen

Steuerdefraudation. Ein derartiges staatspolitisches

Paradoxon ist auf die Dauer unhaltbar.

Die Amnestie ist zur Zeit wohl das einzige Mittel,

mit dem hier eine Normalisierun? erreicht

oder wenigstens angestrebt werden kann. Die

Kantone und Gemeinden sind an der Erschliessung

zusätzlichen Steuersubstrates mit Hilfe

einer allgemeinen Amnestie mehr denn je interessiert.

Die finanzschwachem Kantone bemühen

sich, wenn immer möglich aus ebener

Kraft ihre großen Aufgaben zu bewältigen.

Dafür benötigen sie aber d'e Mobilisation aller

verfügbaren Mittel und Kräfte. Auch die dringlich

notwendige Milderung der Vermögenssteuerbelastung

kann in vielen Kantonen nur

im Hinblick auf künftige Mehrerträge aus der

Amnestie verwirklicht werden.

Dabei darf die Amnestie nicht Selbstzweck

sein, sondern Wegbereiterin für eine gerechtere

und richtigere Verteilung der Steuerlasten.

Dieser Entwicklung gilt es am 2. Februar den

Weg zu öffnen.

Der Messias-Stern unter neuen astronomischen Gesichtspunkten

(KIPA) Der Vorstand des Instituts für theoretische

Astronomie an der Wiener Universität

hielt in der Wiener Katholischen Akademie

einen Vortrag über das Thema «Der

Messias-Stern unter neuen astronomischen

und archäologischen Gesichtspunkten». Wir

geben im folgenden eine Zusammenfassung

dieses Vor träges wieder.

Unsere erst im 6. Jahrhundert eingeführte

christliche Zeitrechnung ist bekanntlich um

mehrere Jahre fehlerhaft. Denn Herodes I., der

Urheber des Kindermordes von Bethlehem,

starb bereits vor dem Passafest des Jahres 750

nach der Gründung Roms, also im Jahre 4 «vor

Christus», und aus mehreren antiken Zeugnissen,

darunter dem Monumentum Ancyranum,

schließt man, daß die Volkszählung, während

derer Jesus geboren wurde, in den Jahren

746 und 747 der Stadt Rom stattfand.

Im Jahre 747 ereignete sich auch jener, in

der Gesamtheit seiner Begleitumstände ganz

außerordentlich seltene, obzwar für Laien nicht

sehr auffallende Himmelsvorgang, den die babylonischen

Magier auf Grund ihrer zunächst

noch in heidnischem Sternglauben befangenen

Weltanschauung als himmlisches Zeichen dafür

ansahen, daß ein Erlöserkönig von Weltbedeutung

im Judenvolk geboren wurde.

Die babylonischen Gelehrten und Priester

— schon seit mehreren Generationen in der

fast ganz verödeten Stadt als Hüter des Mardukheiligtums

in heroischer Frömmigkeit ausharrend

— berechneten nicht Bahnen der Planeten,

wie wir es seit den hellenistischen Zeiten

gewohnt sind, sondern in ganz anderer

Weise nur die Zeitpunkte und Himmelsörter

bestimmter ausgezeichneter Phasen, nämlich

der sogenannten jährlichen Aufgänge und Untergänge,

sowie der Stillstände der Wandersterne.

Man findet unter anderem vorausberechnet,

daß am 15. September 747 Jupiter,

dort schlechthin «der glänzende Stern» genannt

und dem Marduk heilig gehalten, im

Abendaufgang an die Seite des Saturn trat,

der unter den Namen «Kaivan» als «Stern des

Jüdischen Volkes» galt (vgl. Amos 5, 26). Von

nun an zogen beide langsam von Osten her im

Sternbild «Fische» gegen dessen mittleren Teil,

Ärztlicher Sonntagsdienst Sarnen 1964

Zuerst den Hausarzt anrufen! Nur wenn dieser nicht erreichbar,

den Sonntagsdienst beanspruchen. Die Weiterbehandlung

des betreffenden Patienten übernimmt anderntags auf jeden Fall wieder

der Hausarzt. Diese Liste gilt auch für den Donnerstag der

gleichen Woche (Aerztesonntag). Allfällige Abänderungen dieser

Liste werden der Telefonauskunft Nr. 11 jeweils mitgeteilt.

Januar Telefon Februar März

1. Durrer 85 16 08 2. Gadola 1. Gadola

5./6. Gadola 85 17 28 9. Huser 8. Huser

12. Huser 85 17 64 16. Rammelmeyer 15. Rammelmeyer

19. Rammelmeyer 85 12 34

26. Durrer

April

5. Durrer

12. Gadola

19. Huser

26. Rammelmeyer

Juli

5. Gadola

12. Rammelmeyer

19. Durrer

26. Gadola

Oktober

4. Gadola

11. Huser

18. Rammelmeyer

25. Durrer

Mai

3. Durrer

7. Gadola

10. Huser

17./18. Durrer

24. Rammelmeyer

28. Durrer

31. Gadola

August

2. Huser

9. Rammelmeyer

15./16. Gadola

23. Huser

30. Rammelmeyer

November

1. Gadola

8. Huser

15. Rammelmeyer

22. Durrer

29. Gadola

Bitte diese Liste ausschneiden und aufbewahren.

«Bei einem Kind in seinem Alter läßt sich

das schlecht feststellen. Ist Reue da nicht oft

eine Form der Furcht?»

«Konnten Sie leicht Kontakt mit ihm finden?»

erkundige ich mich neugierig.

«Ach, wissen Sie, im Augenblick ist er ja

weich wie Wachs. Sie brauchen ihn nur auf

eine kindlich verständliche Weise anzureden,

und schon ist man ein guter Kamerad. Ich will

trotzdem keinen Mißbrauch mit seiner derzeitigen

Zugänglichkeit treiben. Es wäre nicht

fair, seine Seele auf eine so leichte Weise zu

gewinnen. Ich würde diesen Ciske so gern zu

einer Art Beichte bewegen.»

Ich weiß nicht, was ich als Nichtkatholik

darauf sagen soll.

Ein wenig zaghaft starre ich den Priester an.

Endlich erlaube ich mir die Frage: «Befürchten

Sie nicht, daß die Beichte gerade den Sündenbegriff

verstärken könnte?»

«Da kennen Sie den Sinn der Beichte nicht»,

sagt er überzeugt. «Sogar eine solche Kinderbeichte

kann dem schwer belasteten Gewissen

Befreiung bringen. Natürlich kann ich ihm die

Absolution erst erteilen, wenn er aufrichtig

bereut. Doch unser lieber Ciske begreift die

Schwere seiner furchtbaren Sünde noch nicht

ganz. Erst in fünf, sechs Jahren wird die Sünde

seine Seele richtig bedrücken, deshalb möchte

ich die Last jetzt schon ein wenig von ihm

abwälzen. Wenn er sich später erinnern könnte:

der Herr de Goey hat mir doch damals

schon die Schuld vergeben, würde es ihn sicher

erleichtern. Ich weiß es sehr gut, Herr Lehrer:

die Vergebung, die nötig ist, um in Gottes schönem

Himmel Einlaß zu finden, die muß ich

dem lieben Gott selbst überlassen. Aber was

ich hier auf Erden dazu beitragen kann, um

ihm das Leben ein bißchen leichter zu machen,

das will ich tun.»

Welche Güte strömt von diesem Mann aus!

Er ist berufen, Ciske den Halt zu geben, den

ich ihm als alter Skeptiker und Zweifler nie

geben könnte.

«Hoffentlich bleibt mein Wunsch keine Illusion»,

seufzt der Geistliche. «Bisher habe ich

Ciske noch nicht einmal zu einem einfachen

Gebet bewegen können. Er sagt Gottvater,

Sohn und Heiliger Geist, aber er sagt es nur,

um mir eine Freude zu machen.»

«Aber das Marienbildchen?» werfe ich ein.

«Ach ja», der Kaplan lacht herzlich. «Ich

habe es selbst einmal gekauft. Es ist viel hübscher

und natürlicher als die Heiligenbildchen,

die einem in den Geschäften angeboten werden.

Die meisten Kinder rasseln ihr Ave Maria herunter,

ganz gleich, vor welchem Bild sie es tun.

Und ausgerechnet Ciske, der Junge, der nicht

die auf Palästina bezogene Himmelsgegend.

Und hier blieben sie am 12./13. November 747

im Laufe stehen.

Ueberdenkt man dies alles, dann begreift

man die Bestimmtheit, mit der die Weisen bei

ihrer Ankunft in Jerusalem sagen konnten, sie

hätten den Stern des neugeborenen Königs der

Juden in seinem Aufgang gesehen und seien gekommen,

diesen König anzubeten. Es ist aber

auch klar, daß der Stern ihnen nur über Volk

und Land Aufschluß gegeben hatte, und daß sie

in großer Verlegenheit waren, da sie den neugeborenen

König in der Hauptstadt nicht fanden.

Nun wurde Herodes wider Willen zum

Werkzeug der göttlichen Vorsehung, indem er

den Magiern die Kenntnis der Weissagung über

den Geburtsort des Messias übermittelte, welche

er selbst von den Schriftgelehrten erfahren

hatte: er sandte sie nach Bethlehem.

Da sie wußten, daß sie ihrem Ziele so nahe

waren und außerdem der Abend des vorausberechneten

Stillstandes des Sterns als bedeutungsvoller

Temin bevorstand, brachen die

Magier noch am Spätnachmittag von der Audienz

bei Herodes gegen Bethlehem auf. Knapp

nach Sonnenuntergang erblickten sie den hellen

Jupiter vor sich in der Richtung des eingeschlagenen

Weges, als wollte er ihnen voranziehen;

diese offensichtliche Bestätigung begrüßten

sie mit begreiflicher Freude. Nach Einbruch

der Dunkelheit zeigte sich auch der

Lichtkegel des Zodiakallichtes (einer Leuchterscheinung

planetaren Ursprungs) in der Weise,

daß es aussah, als ströme das Licht in breitem

Strom vom Jupiter her auf die Erde. Die

Stelle, wo es den Horizont berührte, verschob

sich während der drei ersten Nachtstunden so

unmerklich, daß trotz der Himmelsdrehung der

Stern auch in diesem Sinne stillzustehen schien.

Wenn die Weisen aber nun durch Gottes

Gnade wirklich bekehrt waren, konnte später

leicht einer von ihnen einen Bericht an den

Evangelisten gelangen lassen. Dies würde nicht

nur die sogar in Fachausdrücken genaue Darstellung

des Herganges verständlich machen,

sondern auch den jubelnden Nachhall eigenen

Erlebens, der in dem Pleonasmus sich ausdrückt:

«Sie wurden froh in großer Freude gar

sehr».

19. Durrer

22. Gadola

27. Huser

29./30. Rammelmeyer

Juni

7. Huser

14. Rammelmeyer

21. Durrer

28./29. Huser

September

6. Durrer

13. Gadola

20. Huser

25. Rammelmeyer

27. Durrer

Dezember

6. Huser

8. Rammelmeyer

13. Durrer

20. Gadola

25./26. Huser

27. Rammelmeyer

Das

Inserat

ist eine der Hauptformen

der Kunden-Werbung.

Seine wirtschaftliche Bedeutung

für j edes Gewerbe

ist ausschlaggebend.

Der Geschäftstreibende,

der dies erkennt, inseriert

mit Vorteil im

Obwaldner

Volksfreund

beten kann, spürt den Unterschied zwischen

den kitschigen und dem natürlichen Bildchen.

Ich habe mich sehr darüber gewundert und

auch gefreut.»

Ich blicke dankbar auf den vertrauenerwekkenden

Priester. Wenn ich heute heimfahre,

weiß ich, daß ich Ciske nicht so einfach seinem

Schicksal überlasse. Es ist jemand da, der ein

Herz für die Ratte hat.

* * *

Nun stehe ich vor meiner neuen Klasse und

gebe den Kindern Unterricht, die Henri, Erik,

Connie oder so ähnlich heißen. Herr Dr. van

Haanraadt Dros kommt und bittet mich, Job je

wegen seiner gerade erst überstandenen Pneumonie

doch ein wenig zu schonen und Frau

Fabie Rolliant erkundigt sich, ob Stansjes Nervosität

ernst zu nehmen sei.

Ich höre Kinder, die sich über Ferienreisen

nach St. Moritz oder an die Riviera unterhalten.

Sie sprechen von ihren elektrischen Eisenbahnen

und von Metallbaukästen, mit denen

man Bagger bauen kann, die über einen Meter

hoch sind.

Minnie Verster hat zum Frühstück oft eine

Dose Oelsardinen mit, die ißt sie halbleer, was

übrig bleibt, wirft sie in den Papierkorb.

(Fortsetzung folgt)


R a d i o

B e r o m i i n s t e r

Mittwoch, 8. Januar

7.00 Nachrichten. 7.05 3 Minuten für die

Landwirtschaft. 7.15 Gruß aus dem Südtirol.

7.30 Im Auto durch die Schweiz. 11.00 Musikalisches

Album. 11.45 Chansons und leichte Unterhaltungsmusik.

12.00 Spanische Tänze von

Enrique Granados. 12.30 Nachrichten. 12.40

Treffpunkt Musik. 13.30 Zur Unterhaltung.

14.00 Der Arzt hilft erziehen. 14.30 Kammermusik.

15.10 Deutsche Volkslieder. 15.20 Freude

an der Natur. 16.00 Aktualitäten. 16.05 Vergnügtes

Rendez-vous. 16.50 Musikalische Christenlehre.

17.30 Kinderstunde. 18.00 Virtuosen

der leichten Muse. 18.50 Internationale Damen-Skirennen

in Grindelwald. 19.00 Aktualitäten.

19.30 Nachrichten. 20.00 «Der verlorene

Sohn». 20.15 «Sturmzyt». 21.10 Walliser Lieder.

21.35 Recht und Unrecht in der Walliser

Sage. 22.00 «Airs Suisses». 22.15 Nachrichten.

22.20 Im Stile Glenn Millers. 23.00 Melodien

von heute.

URW-Programm. 19.00 Schallplattenkonzert.

20.00 Flauberts Reisetagebuch aus Aegypten.

20.30 Französische Kammermusik. 21.15

Das poetische Universum Paul Valerys. 22.00

Milhaud: Suite fran?aise für Orchester.

Donnerstag, 9. Januar

7.00 Nachrichten. 7.05 Hummel: Streichquartett.

7.30 Im Auto durch die Schweiz. 11.00

Podium der Jungen. 11.30 Schweizer Musik.

12.00 Melodien von Ivor Novello. 12.30 Nachrichten.

12.40 Volkstümliche Musik aus der

Ostschweiz. 13.00 Ostschweizer Chronik. 13.15

Marschmusik. 13.30 Freunde, das Leben ist lebenswert.

14.00 Frauen in Prag. 14.30 Orchesterkonzert.

Mozart, Halvorsen. 15.20 Historische

Schallplatte. 16.00 Aktualitäten. 16.05

Licht für Grevasalvas. 16.30 Kammermusik

von Beethoven. 17.30 Der Mann mit dem roten

Zylinder. 18.00 Apero in der Grammo-Bar.

18.45 Schweizer Wirtschaftschronik. 19.00 Aktualitäten.

19.30 Nachrichten. 20.00 Variationen

von Chopin. 20.20 Satirisches Hörspiel. 21.15

Opus 1 — Frühwerke großer Meister. 22.15

Nachrichten. 22.20 Theater heute. 22.40 Tanzmusik.

UKW-Programm. 19.00 Leichte Musik und

Chansons. 20.00 Englischkurs. 20.15 Seemannslieder.

20.30 Modern-Jazz-Konzert. 21.30 Die

Kunst der Unfuge. 21.50 Musik von Gershwin

und Porter.

Freitag, 10. Januar

7.00 Nachrichten. 7.05 Muntere Morgenmusik.

7.30 Im Auto durch die Schweiz. 11.00

Klassische sinfonische Musik. 11.30 Auf drei

Wellen. 12.00 Weekend im Schnee. 12.30 Nachrichten.

12.40 Mittagskonzert. 13.30 Die «Renatos»

spielen. 14.00 Spieglein, Spieglein an der

Wand ... 14.30 Kammermusik. 15.20 Heiter —

Besinnlich. 16.00 Aktualitäten. 16.05 Für Gesunde

und Kranke. 16.15 Wunschkonzert für

die Kranken. 17.00 Zeitgenössische Orchestermusik.

17.30 Kinderstunde. 18.00 Music-Hall.

18.40 Aktualitäten. 18.50 Internationale Damen-

Skirennen in Grindelwald. 19.00 Weltchronik.

19.30 Nachrichten. 20.00 Grand Prix Brunnenhof.

21.00 Sendung für die Rätoromanen. 22.15

Nachrichten. 22.20 Internationales Festival

der leichten Musik in München.

UKW-Programm. 19.00 Perpetuum musicum.

20.00 Aus meinem Leben. 20.30 Karl Amadeus

Hartmann zum Gedächtnis. 21.40 Die

Dichterin Ilse Aichinger.

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OBWALDEN

zeigt Donnerstag, den 9. Januar im Kino

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Spieltage: Sonntag, 12. Januar 1964, 14.30 Uhr

Sonntag, 19. Januar 1964, 14.30 und 20.00 Uhr

Sonntag, 26. Januar 1964, 14.30 und 20.00 Uhr

(Nach der Abendaufführung vom 26. Januar Tanz)

Eintrittspreise: Fr. 3.— Mit Tanz: Fr. 4.— Kinder: Fr. 1.50

Extra-Autokurse ab Station Sarnen 13.45 und 19.00 Uhr

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Die vermehrte Anschaffung von

7.00 Nachrichten. 7.05 Walzer aus Wien.

7.30 Im Auto durch die Schweiz. 8.30 Englischkurs.

9.00 Thomas Morus und «Utopia». 9.10

Drei Sonaten von Claude Debussy. 9.55 Heute

in New York. 10.00 Für und wider die «Kumulation»

bei eidgenössischen Wahlen. 10.15 Aus

Opern von Bellini und Donizetti. 11.00 Radio-

Orchester Beromünster. 12.00 Lieder der Völker.

12.30 Nachrichten. 12.40 Heiteres Wochenende.

13.00 Spalebärg 77a. 13.10 Heiteres Wochenende.

13.40 Samstags-Rundschau. 14.00

Jazz. 14.30 Viel Vergnügen bei leichter Musik.

15.15 De Matte-Hans. 15.30 Volkstümliche Musik.

16.00 Aktualitäten. 16.05 Chorlieder. 16.20

Portobello-Road. 16.35 Die neue Schallplatte.

17.40 Für die italienischen Arbeitnehmer in

der Schweiz. 18.20 Torroba: Concerto en Flamenco.

18.45 Piste und Stadion. 19.00 Aktualitäten.

19.15 Die Glocken von der Pfarrkirche

Ascona. 19.30 Nachrichten. 20.00 Leichter Auftakt.

20.30 15 Jahre Günter Neumann und seine

Insulaner. 21.15 Musique aux Champs-Elysees.

22.15 Nachrichten. 22.20 Musikfreund wünscht.

UKW-Programm. 19.00 Eine Stunde Unterhaltung.

20.00 «Madame Butterfly». Oper. 22.15

Nachrichten. 22.20 Eishockey - Länderspiel

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Erschein^ Dienstag und Freitag

Wöchentliche Beilage: Obwaldher Pfat'reinachrichten

Verantwortlich für die Redaktion:

Dr. jur. Jost Dillier, 'Telefon 85 18 06

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(Mit Ausnahme des Kantons Obwalden). - Vorschriften

betreffend Plazierung, Schriftwahl und Arrangement

werden abgelehnt. Schluß der Inseratenannahme jeweils

Montag und Donnerstag 18.00 Uhr.'

Der Kantonsrat erläßt eine neue Geschäftsordnung

für den Regierungsrat

D. Im Mittelpunkt der ganztägigen Kantonsratssitzung

vom 8. Januar stand die Totalrevision

der bis auf 8 sage 9t) Jahre alt gewordenen

Geschäftsordnung des Regierungsrates.

Vorher standen aber noch zwei andere Geschäfte

auf der Traktandenliste. Bei der

Bestätigung der Kraftwerk-Behörden

wurden zuerst die acht Mitglieder der Aufsichtskommission,

die vom Kantonsrat bestimmt

werden (sieben weitere Mitglieder werden

von den Gemeinden bezeichnet), in globo

bestätigt, aber bei der Bestätigung von Ständerät

Dr. G. Odermatt als Präsident der Aufsichtskommission

wurde von liberaler Seite

Opposition gemacht; sie beschworen dabei die

Grundsätze von Rechtsstaat und Gewaltentrennung,

denn es sei unzulässig, daß der Präsident

dös Verwältungsrates auch Präsident der

Aufsichtskömmission sei. Dieses Argument er-

Scheins auf den ersten Blick als schlüssig 1 , bis

man das Gesetz über das EWO näher ansieht

und sofort feststellen kann, daß die sog. Aufsichtskommission

in Wirklichkeit eine Erweiterung

des Verwaltungsrates darstellt, indem der

Verwaltungsrat gemäß Gesetz aus 7 Mitgliedern

der Aufsichtskommission gebildet wird.

Dies wurde den Opponenten auch deutlich erklärt,

aber sie blieben bei ihrem Entschluß, sodaß

Dr. Ödermätt mit 20 zu 7 Stimmen (und 4

Enthaltungen) als Präsident der Aufbichtskommission

bestätigt wurde; anschließend

wurden Direktor Mißland und die Mitglieder

der Kontrollsteile diskussionslos bestätigt.

Eine Diskussion auf anderer Ebene ergab

sich beim Antrag des Regierungsraies, den Revidierten

Abschnitt der Kantonsverfassung

über das Gerichtswesen auf 1. Januar 1964 in

Kraft zu setzen. Dr. E. Kathriner stellte den

Antrag, diese Bestimmungen erst auf Beginn

des neüen Amtsjahres nach der Landsgemeinde,

d. h. auf 1. Mai, in Kraft zu setzen und daher

den Beschlussesantrag in abgeänderter Form

dem Kantonsrat an nächster Sitzung vorzulegen.

Mit zu 7 Stimmen wurde diesem Ver-

Schiebungsäntrag zugestimmt, sodaß sich der

Kantonsrat an die

32 Artikel der neuen Geschäftsordnung

für den Begierungsrat

heranmachen konnte. Bereits im April 1963

war ein regierungsrätlicher Entwurf vorgelegen

und von einer kantonsrätlichen Kommission

durchberaten worden; der Kantonsrat

hatte sich damals aber geweigert, die Vorlage

noch vor der Landsgemeinde «durchzupeitschen»,

... und er hatte recht, denn inzwischen

ist durch Regierung und Kommission noch

tüchtig daran gefeilt worden. Die wesentlichsten

Neuerungen sind die Schaffung eines eigenen

Erziehungsdepartementes und eines Gewerbedepartementes,

während umgekehrt die

Departements Vormundschafts- und Armenwesen

sowie Gemeindewesen in ein einziges

«Gemeinde- und Fürsorgedepartement» zusammengelegt

werden. Es Sind nun 9 Departemente

auf die 7 Regierungsratsmitglieder zu

verteilen, während es bisher 8 Departemente

waren. Zu reden gab auch das neue Erziehungsdepartement

vor allem deshalb, weil gemäß

Verfassung der Kantonsrat die Mitglieder des

Erziehungsrätes und dessen Präsident zu wählen

hat, während nach der neuen Geschäftsordnung

ein Regierungsratsmitglied (gemäß

der vom Regierungsrat vorzunehmenden Departementsverteilung)

dem Erziehungswesen

Vorsteht und folglich vom Kantonsrat aus

praktischen Gründen auch zum Präsidenten des

Erziehungsrates gewählt werden sollte. Diese

Verfassungsbestimmung wird bei nächster Gelegenheit

der neuen Situation angepaßt werden

müssen. Beim Gewerbedepartement sind

auch die Belange von Handel und Industrie

untergebracht, aber ein Antrag, demgemäß die

Bezeichnung «Gewerbe- und Industriedepartement»

zu wählen, unterlag. Im Verlaufe der

Verhandlungen, die durch die Mittagspause unterbrochen

wurden, fanden noch verschiedene

Ergänzungs- und Verbesserungsanträge Aufnahme,

sodaß nun ein brauchbares Instrument

für die Arbeitsweise des Regierungsrates geschaffen

sein sollte, mindestens bis zur nächsten

Revision...

Vor 24 Jahren war der Schritt zur Schaffung

der Stelle eines kantonalen Turnlehrers

gewagt worden; nunmehr hat der Kantonsrat

oppositionslos einer Erweiterung zugestimmt,

dii den Titel

Fachkräfte für Turnunterricht, Turninspektion

und Vorunterricht

trägt. Regierungsrat Dr. Britschgi wies zur Begründung

darauf hin, daß in unserm Kanton

für das Turnen und die körperliche Ertüchtigung

unbedingt ein Vermehrtes getan werden

müsse; der kantonale Turnlehrer, der von

Amtes wegen neben der Inspektion des Schulturnens

und der Erteilung von aushilfsweisem

Turnunterricht in den Gemeinden und der Leitung

der Weiterbildung der Lehrkräfte auch

noch Turnunterricht an' der kantonalen Lehranstalt

zu geben hatte, hat schon seit Jahren

darauf hingewiesen, daß ein einziger diesen

Aufgaben nicht gerecht werden könne. Nachdem

t)r. B. Leuchtmann zum Gerichtsschreiber

gewählt worden ist, ist eine Neuregelung

nicht mehr zu umgehen. Der Kantonsrat

stimmte' daher dem Antrag zu, welcher dem

Regierungs- und Erziehungsrat die Kompetenz

gibt, die erforderlichen Fachkräfte, sofern sie

überhaupt gefunden werden können, anzustellen,

wobei sich die Gemeinden im bisherigen

Rahmen an den Kosten zu beteiligen Jiaben.

Das bereits am 2]L November 1963 eingereichte

Postulat zur

Reduktion der yermögenssteuer-^nsätze

wurde von Kantonsrat August Bucher, Kerns,

in schlüssiger Weise begründet; bis 1960 hatte

Obwalden das System der Vermögenssteuer mit

O B W A L D E N

Bundesrätliches Antwortstelegramm an

Papsj Paul Vj. Bundespräsident p. von Moos

richtete heute an Seine Heiligkeit Papst Paul

VI. folgendes Telegramm in Beantwortung

einer Botschaft, die ihm der Heilige Vater von

Jerusalem aus während seiner Pilgerfahrt im

Heiligen Land zukommen ließ:

«Tief berührt von der Botschaft, die mir

Ihre Heiligkeit aus Jerusalem sandte, spreche

ich Ihr meinen aufrichtigen Dank aus. Im Namen

des Bundesrates wünsche ich ebenfalls

sehnlichst, daß Friede, Gerechtigkeit und Piebe

auf der Welt herrschen mögen».

«... genauer gesagt im Heimatort unseres

neuen Bundespräsidenten!» D. In verschiedenen

Tageszeitungen ist ein Bild von der Kehric'htäblagerung

bei der Schlierenbrücke mit

folgendem Begleittext erschienen: «Trotz dem

letzt jährigen Skandal in Zermatt findet man in

der so sauber sein wollenden Schweiz noch da

und dort solche Bilder. Meistens liegen diese

Abfallhaufen in einem Wald, auf unserer Aufnahme

aber mitten an der Hauptstraße zwischen

Sarnen und Sachsein, genauer gesagt im

Heimatort unseres neuen Bundespräsidertten!»

Vorerst ist zu sagen, daß die in den Tageszeitungen

gezeigte Aufnahme weder aus dem

Heimatort des Bundespräsidenten noch von der

Strecke Sarnen—Sachsein stammt; man merkt

diesem unrichtigen, folglich unsachlichen Zeitungstext

die politische Spitze sofort an. Es

gibt einiach Leute, die sich gegenüber der kleinen

und oftmals eigenwilligen Urschweiz immer

wieder abreagieren müssen, auch wenn

sie hiebe! zu Unwahrheiten Zuflucht nehmen

müssen.

Anderseits ist aber zuzugeben, daß das Bild

leider keine Fotomontage ist, sondern die Zustände

darstellt, die gegenwärtig auf dem linken

Ufer der Großen Schliere unmittelbar an

der Hauptstraße herrschen: Abfälle aller Art

liegen bis an den Straßenrand wahllos zerstreut,

während sich die eigentliche, markierte

Kehrichtablagerung weiter abseits befinden

würde. Es sei gleich beigefügt, daß es sich zwar

um Alpnacherboden handelt, daß sich jedoch

die Kehrichtablagerung der Gemeinde Alpnach

auf der andern Seite der Straße und (im Gegensatz

zu früher) in geordnetem Zustand befindet,

abgesehen vom Rauch, der etwa für die

ergänzender Einkommenssteuer (statische Methode)

und d a nn wurde der Uebergang zum

System der Einkommenssteuer mit ergänzender

Vermögenssteuer gewagt, aber aus begründeter

Furcht vor allzugroßen Ertragsausfällen

wurden die Ansätze für die Vermögenssteuer

nicht soweit gesenkt, wie es diesem neuzeitlichen,

dynamischen Prinzip entsprechen würde.

Dafür wurden die Grundstückschatzungen sehr

zurückhaltend durchgeführt, sodaß die Grundeigentümer

von den hohen Vermögenssteueransätzen

etwas verschont wurden, während die

Rentner und Sparer allein der vollen Härte

ausgeliefert sind. Finanzdirektor Ch. Dillier

nahm das Postulat namens des Regierungsrates

entgegen und erklärte, es werde nun geprüft,

ob noch für dieses Jahr eine Revision des Steuergesetzes

möglich werde. Dies wäre besonders

deshalb wünschbar, damit die neuen Bestimmungen

auf die 1965 fällig werdende Haupteinschätzung

in Kraft gesetzt werden könnten.

Schließlich wurde noch diskussionslos ein

Nachtragskredit von Fr. 2821.— für die Einrichtung

von Büroräumen usw. im Hochparterre

des Untersuchungsgefängnisses bewilligt

und vom Eingang zweier neuer Eingaben

Kenntnis genommen; in einem Postulat S. Imfeid,

Lungern, wird verlangt, durch eine Steuergesetzrevision

gewisse Härten der Grundstückgewinhsteuerpflicht

bei Landabgabe für

Straßenkorrektionen usw. zu beseitigen, während'

vier Kantonsräte aus Alpnach in einer

Eingabe daran erinnern, daß im Sommer 1965

die Zahnradbahn Alpnachstad—Pilatus durch

den Kanton erworben werden könne, was keinesfalls

verpaßt werden dürfe.

Gegen halb 5 Uhr konnte Kantonsratspräsident

S. Berchtold, der noch einen schriftlichen

Genesungswunsch des Kantonsrates an

den auf dem Wege der Besserung befindlichen

Landstatthalter und Nationalrat Hans Gasser

in der Klinik St. Anna in Luzern verlas, die

zum Teil sehr lebhafte Sitzung schließend

Si • ? • ciiTT' •

giswil auf Korporationsboden ein Loch zum

Ausfüllen zugewiesen erhalten,' (Jas' genügend

abseits von der Straße wäre. Nun sind aber leider

verschiedene Hausbesitzer zu bequem,

mit ihrem Wägelchen bis zu diesem Loch zu

fahren; es soll sogar vorkommen, daß Automobilisten

aus weiter entfernten Bezirken hier

ihre Hausabfälle abladen, da man es schön von

der Hauptstraßb aus tun kann. 'Einige wenige

Rücksichtslose haben hier wieder einmal der

auswärtigen fresse Gelegenheit gegeben, unsere

Verhältnisse anzuprangern. Aber nicht nur

wegen der auswärtigen Presse, auch aus eigener

Ueberzeugung und im Interesse der eigenen

Sauberkeit sollten solche Vorkommnisse verschwinden.

filtern dürfen beispielsweise nicht

nur die Kinder mit einem Handwagen voll

Kehricht auf den Weg schicken, sondern sie

müssen überwachen, daß das Abladen auch am

richtigen Ort geschieht. Alles andere ist eine

Schweinerei, die unseres schönen Tales unwürdig

ist. Allerdings ist damit das Probelm der

Kehrichtbeseitigung und des Gewässerschutzes

noch lange nicht gelöst; auf lange Sicht können

Anlagen auf interkommunaler Ebene nicht

Umgangen werden.

Ein verdienter Jubilar. Heute Freitag feiert

unser sehr geschätzter Kantonsbuchhalter Erwin

Wallimann seinen 60. Geburtstag. Es war

in unserm Kanton früher üblich, daß die Finanzdirektoren

die Staätsrechnung persönlich

führten, bis auf Vorschlag von Herrn alt Ständerat

Dr. W. Amstalden im Jahre 1939 erstmals

die hauptamtliche Stelle eines Kantonsbuchhalters

geschaffen Wurde. Die Wahl fiel

damals auf Unsern verehrten Jubilaren, und

der Kanton hatte diese wirklich nie zu bereuen.

Fleißig wie eine Biene besorgt Herr

Wallimann bis zur heutigen Stunde unsere

Staatsbuchhaltung. Daneben versah er während

des letzten Weltkrieges und noch einige

Jahre darüber hinaus den Posten eines Fouri'ers

beim Platzkommando Unterwaiden. Während

vielen Jahren führ unser Staatskassier

morgens und abends per Velo von Alpnach

nach Sarnen und zurück, bis er mit seiner Familie

nach Sarnen übersiedelte. Das ganze

Obwaldnervolk dankt unserem verdienten

StaatbuchhaJter für seine vorbildliche Pflichterfüllung,

und wünscht ihm zum heutigen Feste

afles Gute und Gottes reichsten Segen.

(Eing.j

Liturgie und Leben. Samstag/Sonntag, den

13-/19. Jänner 1964, findet im i^ufgebothaus

auf dem Fl'üeli unter diesem Leitwört ein Einkehrtäg

statt, gehälten von H. H. Dr. P. Vinzenz

Stehler, Mariastein. Seit Jahren erfüllt er

einen wichtigen Auftrag, aufgeschlossene Laien

zu einer biblisch-liturgischen Gottesverehrung

zu führen und die vielen verschlossenen

Schätze der betenden Kirche auszuschließen.

Pater Vinzenz ist besonders bekannt geworden

durch die Herausgabe eines Jugendbreviers

«Stundengebet der jungen Kirche» und des

neuen Laienbreviers «Geheiligter Tag». Seine

Vortrags- und Schriftste}lertätigkeit liegt ganz

im Sinne des Konzils, das vor kurzem die neue

Konstitution über die heilige Liturgie herausgegeben

und damit den Anfang zur innerkirchlichen

Erneuerung gemacht hat-

In den Einkehrfag eingebaut ist 4?? § e ~

meinsame Beten mit dem «Stundengebet der

jungen Kirche», cjas für die Teilnehmer aufliegen

wird. Fingeladen zu diesem Tag der

Stille und Vertiefung sind aktive unH aufgeschlossene

Laien beiderlei Geschlechts, auch

die Führenden aus der Jugendarbeit der Pfarreien.

Der Kurs beginnt samstags 16.00 Uhr und

schließt sonntags mit dem Mittagessen. Nähere

Angaben am Anschlagbrett der Kirche öder

im Programmblatt, das von Pfarramt oder

Kaplanei bezogen werben kann. Anmeldung

£is 16. Januar beim Seelsorger oder direkt

beim Beauftragten: Pfarrer F. Gasser, Lungern,

Telefon 85 61 55.

Obwalden am Radio. Sonntag, 12. Januar,

J.3-30 tlhr: Mtadchenhildung in der Innerschweiz.

Ein Gespräch mit Schwester Ethelred

Steinacher, Ingenbohl, Margrit Erni, Erziehungsrätin,

fimmen^rücke, Äta Wirz, Sarnen,

Regierungsrat Dr. Hans Roqgei, Luzern, Rektor

"Dr. Piö Faßler, Luzern. Nationalrat Dr. AIfohs

^üj|er-j|arzoW,' ^uierh; Professor Paul

Stoob, Erziehungsrat, Altdorf. Diskussionsleiter

Dr. ilosef Schürmnnn. Sursee. Mittwoch, 15.

Januar, '2'l.5,0 Uhr: Hindschriftenfunde im Kloster

fingelberg. fiin Gespräch über mittelalterliche

Manuskripte mit Stitybibliothekar P. Dr.

Wölfgang Hafrfer.

Landwirtschaftliche Genossenschaft Obwalden.

Ujlrig-j Am Silvestermitiag des vergangenen

Jaliries versammelten sich die Mitglieder

der Landwirtschaftlichen Genossenschaft Ob-

Salden zur s'tatufinscjieh Jahresversammlung

im Hotel Wilerbad unter dem gewandten und

geschliffenen Präsidium von Karitonsrichtef'

Beat Amgärten', Lungern.

In einem kurzen und treffenden Jahresbericht

erinnerte der Präsident an die wichtigen

politischen, wirtschaftlichen und bäuerlichen

Ereignisse des verflossenen Jahres. Den

Geschäftsbericht erstattete in mustergültiger

Klarheit der Geschäftsführer Jdäef Halter anhand

der vorgelegten Jahresrechnurtg. Danach

hatte die Genossenschaft im Berichtsjahr einen

Rekordumsatz im Werte von über 1,5 Millionen

Franken zu verzeichnen, was mengenmäßig

einem Eisenbahnzug von rund 450 Wagen

gleichkommt. Dem gesteigerten Umsatz entsprach

in erfreulicher Weise auch ein gesteigerter

Ertrag, der es möglich machte, die Rückvergütungen

an die Mitglieder von 2 auf 3.°/o

zu erhöhen. Diese große Leistung war nur

möglich dank des unermüdlichen Einsatzes der

Verwaltung und des gesamten Personals. So

wurde denn auch dem Geschäftsführer sowie

seinem ganzen Mitarbeiterstab seitens des Vorstandes

und der Mitglieder volle Anerkennung

und der wohlverdiente Dank ausgesprochen.

Auf Antrag des Vorstandes beschloß die

Versammlung einstimmig, aus dem Reinertrag

eine Spende von Fr. 1000.— an die Stiftung

zur Förderung und zum Ausbau der kantonalen

landwirtschaftlichen Schule in Wilen zu

überweisen. Der Beirag wurde dem anwesenden

Direktor der Schule, H. H. P. Bernard

Zürcher, sogleich unter Applaus übergeben

und von alt Landammann A. Abächerli namens

des Stiftungsrates verdankt.

Nach der Versammlung lud der Vorstand

die Mitglieder zu einem gemeinsamen Mittagessen

ein, wo P. Bernard die großzügige

Spende zugunsten der Stiftung für die Schule

verdankte und den Anwesenden noch einige


Die Sarner Gesellen bauen ein Heim

Was Vater Kolping bei den wandernden Gesellen

vor über hundert Jahren sah und voraussah

und mutig anpackte, war nicht eine

vorübergehende Zeiterscheinung, es war und

ist ein urmenschliches Problem: Die volle Eingliederung

des jungen Menschen ins Berufsleben,

in die kirchliche und staatliche Gemeinschaft

und die Vorbereitung auf die Familie,

die Urzelle jeder menschlichen Gemeinschaft.

Dieses Bildungsziel gewinnt mit der fortschreitenden

Entwicklung immer mehr an Bedeutung

und ist heute notwendiger denn je. Vater Kolping

faßte das Ziel in die vier Maximen zusammen:

Der Jungmann muß werden

1. ein tüchtiger Christ, der seine Ueberzeu

gung lebt und vorlebt;

2. ein tüchtiger Familienvater, der eine wahrhaft

glückliche Familie aufbauen kann;

3. ein tüchtiger Meister und Berufsarbeiter,

der sich in den Dienst der Mitmenschen

stellt, um die äußern Voraussetzungen für

ein glückliches Leben zu schaffen;

4. ein tüchtiger Bürger, der das öffentliche Leben

mitprägt und mitträgt.

Das war und ist die Aufgabe und das Ziel

jedes Gesellenvereins.

Gott segne das ehrbare Handwerk.

Kaplan Walter Odermatt, Präses

«Da tat er sein Haus auf...

Armin Müller, ein früherer Senior erzählt:

Als in Samen der Ruf Kolpings erging, fiel

er auf guten Boden. Die Idee vom tüchtigen

Handwerker, vorbildlichen Christen, verantwortungsbewußten

Bürger und vom treuen

Familienvater fand auch hier offene Herzen.

1929 taten sich einige Gleichgesinnte zusammen

und gründeten den Katholischen Gesellenverein

Samen. Im «Peterhof» fand er seine

erste Stube. Später mietete er im alten Waisenhaus

eine Heimstatt und richtete diese zweckmäßig

ein. Da nach einiger Zeit dieses Lokal in

die Industrialisierungspläne der Gemeinde einbezogen

wurde, hieß es, ein neues Heim suchen.

Und wieder fanden wir es im «Peterhof».

Doch es geisterte wieder der Gedanke einer eigenen

Gesellenstube durch die Köpfe. Man begann

zu planen, suchte günstige Objekte, verwarf

sie und begann von neuem. Im Herbst

1961 endlich konnte ein günstiges Projekt ins

Auge gefaßt werden.

Eine alte Waschküche, die zu einem noch

älteren Patrizierhaus im Grundacher gehört,

sollte die zukünftige Gesellenstube beherbergen.

Es geht ans Planen. Rücksprachen und

Unterredungen sind an der Tagesordnung. Finanzierungsprobleme

werden durchbesprochen,

Pläne skizziert, weggeworfen und wieder neue

gezeichnet. Im Januar 1962 kann der GV ein

geeignetes Projekt vorgelegt werden. Die Kolpingsbrüder

stimmen den Plänen des Vorstan

des begeistert zu und nun kann es losgehen. In

der vollen Zuversicht, daß unsere erfahrenen

Altmitglieder uns mit Rat und Tat und finan

ziell unterstützen, beginnen wir im Frühjahr

1962 unser Werk mit viel Idealismus und zähem

Willen. Harte, aber vernünftige Freizeitbeschäf

tigung! Aus dem alten Gemäuer werden Mengen

von Unrat weggeführt, morsche Balken

herausgerissen, Mauern durchbrochen, die Kellergewölbe

tiefer gelegt.

Der jugendliche Idealismus ist auf harte

Proben gestellt, aber immer wieder findet sich

ein Weg, den erfolgreichen Arbeitsablauf sicherzustellen.

Wir haben das einzigartige

Glück, daß innerhalb unseren Reihen sämtliche

Handwerker vertreten sind. Da schmunzelt der

alte Chef der Finanzen heute noch. Ohne einen

Arbeitslohn zu bezahlen, hat jeder am richtigen

Platz seine Kräfte für dieses Gemeinschaftswerk

zur Verfügung gestellt. Trotzdem

braucht es eine beachtliche Stange Geld, die

notwendigen Anschaffungen zu bezahlen. Aufbauend

auf dem System der Anteilscheine,

fließt mit der Zeit eine ansehnliche Summe zusammen,

manche größere und kleinere Gabe

erhalten wir, ja selbst öffentliche Körperschaften

anerkennen unser Werken und Wirken.

Das Heim im Grundacher soll ein wahres

Gemeinschaftswerk werden.

... und rief uns hinein

Erwin Vogler, der rührige Senior des Sarner

Gesellenvereins darf das begonnene Werk

zur glücklichen Vollendung führen. Er schreibt

dazu:

Frühjahr 1963. Vorstandswechsel — Senio

renwechsel — Präseswechsel! Was nun? Mit

dem neuen Vorstand soll auch ein neuer Wind

in die Bude kommen. Das Arbeitsziel ist bereits

gesteckt: Der begonnene «Fuchsbau» (und was

für Füchse haben daran gebaut!) weiterzufüh

ren und zu vollenden. Eine warme Stube soll

es werden, die mit ihrer Wärme dem härtesten

Winter standhält, die es den Gesellen ermöglicht,

die langen Winterabende nicht in der

Wirtschaft, sondern unter Kameraden bei Spiel

und Gesang zu verbringen.

In knappen Zügen will ich unsern Plan darlegen,

den einer unserer liebsten Kameraden

leider lebt er nicht mehr, skizziert hat. Im Erdgeschoß

haben wir einen Raum ausgebaut als

Das ehemalige Waschhaus, das zur Gesellenstube

ausgebaut wurde. Der schöne Riegelbau

rechts davon ist das Pächterhaus der Liegenschaft

Grundacher, über deren Erwerb durch

die öffentliche Hand zur Zeit verhandelt wird.

Gedanken mit in das bevorstehende neue Jahr überhaupt möglich ist. Der «Siegeschor aus

gab. Die ganze Versammlung und das anschließende

gemütliche Beisammensein war Einleitung und das «Ochsen-Menuett» von

Saul» von Händel bildete eine anspornende

wie ein schöner, milder Ausklang nach einem Haydn brachte einen Hauch Wiener Klassik

mühsamen und strengen Jahr. Dafür gehört heiterer Art. Dann aber kam mit dem berühmten

Trompetenkonzert von Haydn der erste

der Geschäftsleitung und dem Vorstand herzlicher

Dank. Möge die schöne Zusammenarbeit Höhepunkt des Abends. Im Gegensatz zu den

auch im neuen Jahr zu neuen Erfolgen führen! großen Solisten solcher Werke mußte der erst

siebzehnjährige Hans Dillier sogar noch das

Sarnen. Klassisches Winterkonzert der Notenpult persönlich an den für den Solisten

Fcldmusik. Auf den Tag genau einen Monat, bestimmten Platz verbringen, so selbstverständlich

nahm man die ihm überbundene

nachdem die Orchesterleute von Sarnen und

Umgebung ein Sinfoniekonzert mit Werken Aufgabe. Er entlockte dann den Solopart so

von Mozart und Beethoven in bisher nie erreichter

Vervollkommnung geboten hatten, pete, daß man es als Zuhörer ebenfalls fast für

leichtflüssig und wohlklingend seiner Trom-

brachte die Feldmusik Samen im gleichen selbstverständlich hielt, aber gerade das war

Turnhallensaal, aber bei größerem Auditorium es nicht. Es war eine Leistung, die auf diesem

ein Programm klassischer Werke zur Aufführung.

Schon seit vielen Jahren erfreut die Feld-

erbracht wird, geschweige denn von Jugend-

Instrument nur von sehr wenigen Dilettanten

musik am Dreikönigstag ihre Passivmitglieder lichen. Daß es schon rein technisch sehr

und Freunde mit einem Konzert, und ebenfalls schwierige Passagen zu bewältigen gab, merk

seit vielen Jahren bemüht sich der musikalische

Leiter Dr. August Wirz hiebei um stil-

die Klarinetten Mühe hatten, der Haydn'schen

te man jeweils in den Tuttisteüen, bei denen

reine Programmzusammenstellung. Es wäre Brillanz gerecht zu werden. Am besten geriet

zwar leichter, mit einem bunten Strauß von wohl der zweite Satz, wo das Soloinstrument

Märschen, Walzern und einem gemischten Potpourri

Unterhaltung zu bieten, aber einmal im ten Sinne eines Konzertes wetteifern konnte,

mit dem ausgewogenen Holzbläsersatz im ech-

Jahr will es unsere Stadtmusik sich nicht leicht aber der dritte Satz bestach wiederum durch

machen, sondern zu großer Leistung ausholen. seinen Schwung, der in keiner Weise nachließ,

als das Publikum durch anhaltenden Bei-

Und diesmal war die Aufgabe mit Blasorchesterbearbeitungen

von Werken aus der Klassik fall eine Wiederholung ertrotzte. Den zweiten

besonders schwer. Aber sie wurde gemeistert, und letzten Höhepunkt des Abends bildete die

so gut dies mit Dilettanten, die während des Egmont-Ouvertüre von Beethoven, ein Mei-

Tages alles andere als Musik pflegen können, 1 sterwerk der Orchesterliteratur, dessen Tran-

Versammlungslokal (Gesellenstube), im klei

nen, dunklen Keller haben wir einen schalldichten

Raum geschaffen zum Singen und Gemütlichsein.

Ein Faß Oel als Vorrat für unsere

Heizung und eine kleine «Bibliothek» in

Form von Flaschen finden hier ebenfalls gut

Platz. Im «obern Stock», den wir 1964 ausbauen,

werden eine kleine Kochnische, ein WC,

eine Bücherwand eingebaut.

Nun zum Baufortgang im Jahre 1963.

Nach einer kurzen Winterpause beginnen

schon im Februar bei beißender Kälte (wer erinnert

sich nicht an den letzten Winter!) einige

Idealisten, eingehüllt in Mäntel und Schärpen,

mit dem Innenausbau. Aus dem unwinklig,

schrägen und schiefen Raum soll eine normale

Stube zustandegebracht werden. Unzählige

Stunden wurde genagelt, gerichtet, gefroren.

Und wie es geht, wenn junge Burschen beieinander

sind, da wird gesungen, gescherzt, und

wenn man schlechter Laune war, geflucht.

Wenn es auch von Zeit zu Zeit Rückschläge

gab, war sicher immer wieder jemand da, der

den Mut nicht verlor und der die Kameraden

wieder begeisterte zu neuer tatkräftiger Arbeit.

Jetzt, wo unser Werk vor der Vollendung

steht, freuen wir uns mit vielen, vor allem aber

mit jenen 5 Gesellen, die durchgehalten haben.

Dankerfüllt denken wir an die Zimmermannsfamilie,

die unser Werk mit einem Großeinsatz

an Arbeitskräften (Vater, Sohn, Lehrling), unterstützte.

Die Stube ist mit Täfer ausgebaut.

Um den Raum ein wenig aufzulockern, isolierten

wir eine Wand mit Perfecta, machten darauf

einen Verputz, so kamen auch unsere Maler

zum Zuge. Der Hafner baute das Kamin, der

Dachdecker setzte unserem Werk einen niegelnagelneuen

Hut auf. Mit Hilfe unseres «Betriebs-Architekten»

lösten die Elektriker das

Beleuchtungsproblem wirklich ausgezeichnet

wie auch die Anschlüsse für die Kraft und

Wärme und auch für den Radio. Alle Handwerker

bekamen Arbeit. Installateur und

Spengler waren für einen neuen Wasseranschluß

besorgt.

Als die Gesellen konstatierten, daß aus dem

«Grundacher-Werk» etwas werde, begann das

Vereinsbarometer sprunghaft zu steigen. Unser

«Konjunkturbau», wie wir unter Kameraden

unsere Gesellenstube schalkhaft nennen

erhält innen und außen den letzten Schliff.

Neue Untersichten werden angebracht und

Risse und Spalte werden verputzt, die Außenwände

geweißelt. Man kennt die alte Hütte von

damals nicht mehr. In harter Arbeit ist ein

schlichtes Gesellenheim entstanden. Hunderte

von Fronstunden waren nötig, manchmal haben

wir gefroren, oft haben wir geschwitzt. Das

Werk ist der Stolz, die Freude, ein Höhepunkt

unseres Schaffens und Wirkens.

Möge die Grundacherstube Trägerin guten

Kolpingsgeistes sein, dann war all unsere Arbeit

nicht umsonst.

Dank

Das wohlgelungene Werk macht das Danken

zur Freude und zum Bedürfnis. Allen, die an

unserer Grundacherhütte mitgearbeitet, mitgefroren

und mitgeschwitzt haben, allen, die

uns gebefreudig zur Seite standen und nicht

zuletzt unserer Nachbarsfamilie, die uns

und je zum währschaften Zobig einlud, schenke

ich im Namen der ganzen Gesellenfamilie

innigen Dank.

Treu Kolping!

Um der ganzen Bevölkerung zu zeigen, was

man in Freizeitarbeit alles machen kann, geben

wir unser Lokal am Sonntag, den 19. Januar

zur Besichtigung frei und zwar von

10.00—12.00, 13.30—17.30 und 19.30—21.30 Uhr

skription auf Blasmusik gewisse Zweifel rechtfertigt.

Besonders die schwerblütigen und auch

die sieghaften Partien des Werkes gelangen

aber vorzüglich, sodaß man der Feldmusik und

ihrem Leiter danken muß, einem breitern Pu

blikum eine Empfindung davon vermittelt zu

haben, abgesehen vom musikalischen Wert, den

das Einstudieren eines solchen Werkes vor allem

für die Spieler hat.

In einem zweiten Teil begrüßte Vereinspräsident

Otto Läubli die Zuhörerschaft und

vor allem auch die zahlreich erschienenen Delegationen

befreundeter Vereine, um hernach

alt Gemeinderat Simon Küchler für seine 50-

jährige Aktivmitgliedschaft mit anerkennenden

Worten, Blumen und einer gediegenen

Glasscheibe zu ehren. Der von A. Wirz neu

komponierte «Bundespräsident von Moos-

Marsch», dessen Tücken die Sarner Musikanten

mit Bravour meisterten, beschloß den zweiten

Teil des Abends, und wer Lust hatte, konnte im

Hotel «Metzgern» noch einen dritten Teil erleben,

wo zuerst die Jungmusikanten, die nun

«White Stars» geworden sind, mit modernen

Rhytmen und Klängen anfeuerten, während

die Neuner-Musik die altbewährte Gemütlichkeit

zu ihrem Recht kommen ließ. (Korr.)

Sternsingen in Sarnen. (Korr.) Musikdirektor

R. Voegeli hat den in Vergessenheit geratenen

Brauch des Sternsingens in Sarnen

schon vor vielen Jahren wieder aufgegriffen

und auch auf den diesjährigen Dreikönigstag

hin wieder eine große «Mannschaft» von En-

geln, Hirten und Königsgefolge auf die Beine

gestellt, das heißt in wochenlanger Probenarbeit

mit den Liedern und Blockflötenstimmen

vertraut gemacht und zuletzt unter aktiver

Mithilfe von Frau Abächerli-Capraro stilgemäß

eingekleidet und geschminkt. So zog der

heilige, jugendlich-frohe Zug am 5. und 6. Januar

durch die Straßen von Samen und brachte

in die Wirtsstuben und in die Gänge des

Bürgerheims und des Kantonsspitals echte

Weihnachtsfreude. Allen Mitwirkenden sei hiefür

herzlich gedankt!

Sarnen. Filmtip. «Das Mädchen vom Moorhof».

Eine (deutsche) brav-getreue Verfilmung

des Werkes von Selma Lagerlöf, die aber stark

im Folkloristischen und Theaterhaften stecken

bleibt.

«Pulverdampf aus Arizona». Ein Gangster

mischt sich in den aussichtslosen Kampf, den

Bauern um ihr Land führen. Harter Western

ohne Besonderheiten. Für Jugendliche ungeeignet.

(Filmberater SKVV)

Theater in der Schwendi. Wie andernorts,

so bereitet sich auch hier die Bühnenvereinigung

auf eine neue Spielzeit vor. Seit Wochen

arbeiten eine ganze Anzahl Spieler, bewährte

und neue Kräfte, unter der bewährten Leitung

von August von Wyl am Volksstück «Watter

über Obertal». Die erste Aufführung fällt auf

Sonntag, den 12. Januar. Das Stück will die

Schicksalsgemeinschaft eines Dorfes in ihren

verschiedensten Typen zeigen und auch auf die

Gefahren hinweisen, die dem Eigennutz entspringen.

Unsere Spielleute hoffen, daß ihnen

die Gäste wie in früheren Jahren wieder ihre

Treue beweisen. (Eing.)

Melchtal. Ein erfolgreicher Mehrkämpfer.

Als weiterhin erfolgreicher Wettkämpfer an

außerdienstlichen Veranstaltungen zeichnete

sich Gfr. Josef Reinhard, CKW-Angestellter,

Geb. Füs. Kp. 1/47, Unterkennel, Melchtal, aus.

Nachdem er bereits früher den Meistertitel im

Winter-Dreikampf in Grindelwald geholt hatte,

belegte er kurz vor Weihnachten am Biathlon-Lauf,

allerdings ohne Schnee auf dem

Zugerberg, in der Kat. B den ersten Platz, wobei

er den Wanderpreis der Militärdirektion

des Kantons Zug gewann.

Am letzten Sonntag nun eroberte er sich

den zweiten Schweizer-Meistertitel an den

Biathlon-Meisterschaften in Hospenthal in der

Kat. mit Ordonnanz-Waffen. Wir gratulieren

dem sehr bescheidenen Wettkämpfer und

wünschen ihm eine weiterhin erfolgreiche

Saison. (Eing.)

Sachseln. Richtigstellung. Der Gemeinderat

Sachsein OW teilt mit: In verschiedenen

Tageszeitungen sind Fotos von einem unschönen

Abfallhaufen erschienen, wobei es im Begleittext

hieß, dieser Kehrichtplatz liege «an

der Hauptstraße zwischen Sarnen und Sachsein,

genauer gesagt im Heimatort unseres

neuen Bundespräsidenten!» In Wirklichkeit befindet

er sich weder auf der Strecke zwischen

Sarnen und Sachsein noch überhaupt im Heimatort

des Bundespräsidenten. Es ist in Ordnung,

wenn sich Fotoreporter beim Publikum

für vermehrte Sauberkeit im Kehrichtwesen

einsetzen, aber es ist nicht in Ordnung, wenn

dieser Einsatz dazu benutzt wird, dem Heimatort

des Bundespräsidenten unberechtigterweise

eines auszuwischen.

Flüeli. Im Kantonsspital Zug verschied letzten

Freitag H. H. Pater Erasmus Bernert aus

dem Orden der Dominikaner. Der liebe Verstorbene

war seit 19 Jahren Hausgeistlicher in

der Pension «Aufgebothaus». P. Erasmus war

ein einfacher, schlichter Priester, der die Einsamkeit

liebte und darum in der Oeffentlichkeit

selten zu sehen war. Umso mehr konnte er

als frommer Einsiedler viel Gutes wirken durch

sein Beten, durch seine Vorträge und Aussprachen.

Mit Vorliebe wandten sich strebsame

Menschen aus gebildeten Kreisen an ihn, war

er doch früher gelehrter Professor und Studenten-Seelsorger

in Berlin und Freiburg. Besondere

Liebe und Verehrung hatte er für den

hl. Bruder Klaus. Nun darf sein Leib im Schatten

seines Heiligtums ruhen, während die Seele

mit Bruder Klaus bereits die Herrlichkeit

des Dreieinigen erlebt, wovon er so gern gesprochen

hat. Wir bitten für ihn und er bitte

für uns! (Korr.)

«Gloria» — ein Heim für bedürftige Kinder

in Alpnach. (Eing.) Im Feld nahe der Straße

nach dem Schoried oberhalb Alpnachdorf liegt

das Kinderheim «Gloria». Der Stansstader

Kaufmann Gottlieb Gloor befaßte sich seit längerer

Zeit mit dem Gedanken der Erstellung

eines Heimes für bedürftige Kinder. Nach

langwierigen Verhandlungen schien ihm der

Standort Alpnachdorf als gegeben. Als Inhaberin

zeichnet die Privatstiftung «Gloria» von

Gottlieb Gloor.

Der sehr gefällige, moderne Flachdachbau

steht in prächtiger Lage. Im Parterre befinden

sich neben dem geräumigen Eß-, Wohn- und

Spielzimmer die praktisch eingerichtete Küche.

Von diesen Räumlichkeiten gelangt man direkt

in den Garten zum Spielplatz. Im ersten Stock

sind die hübschen Zweier-Zimmer für die Kinder

und die Einer-Zimmer für die Heimleitung

mit den entsprechenden Wasch-, Doucheund

Baderäumen. Neben dem Keller und einer

Waschküche steht dem Haus auch ein


großer Luftschutzraum zur Verfügung. Vom

Heim aus bietet sich eine prachtvolle Aussicht

auf die umliegenden Berge.

Im November 1962 konnte die Baubewilligung

erteilt werden und bereits ein Jahr später

stand das nette Haus zum Einzug bereit.

Es steht bedürftigen Kindern im Alter von 5

bis 14 Jahren offen, die die Dorfschule besuchen.

Dem Stifter ging es darum, Kindern eine

vertraute, familiäre Atmosphäre, ein richtiges

Zuhause zu verschaffen. Dafür bietet das Haus

volle Gewähr, stehen ihm doch geeignete Kräfte

zur Verfügung; Hauswirtschaftslehrerin Rosmarie

Achermann und Fürsorgerin Theres

Achermann tun ihr Bestes, und die Kinder loben

die aufmerksame und freundliche Betreuung.

Zurzeit sind sechs Kinder im Heim, es

bietet aber Platz für insgesamt zwölf.

Erfreulich ist — wir konnten uns beim

nachmittäglichen Besuch davon selbst überzeugen

— wie die Kinder stets frohgelaunt bei

den Haushaltarbeiten ohne jeden Zwang mithelfen.

Die Kinder, Buben oder Mädchen, katholische

oder reformierte, die normal veranlagt

sind, erleben, im gediegenen Heim «Gloria»

eine glückliche Jugendzeit.

Mit der Schaffung dieses Hauses, das in seiner

Art in der Innerschweiz erstmalig ist, hat

der Stifter bleibende Werte geschaffen, die anerkannt

und geachtet werden müssen. Daß gerade

Obwalden und Alpnachdorf berücksichtigt

wurde, freut uns doppelt.

Sternsinger zogen durch die Straßen von

Alpnachdorf. (Eing.) In früheren Zeiten war

auch in Obwalden der Brauch des Sternsingens

heimisch. In der Zeit zwischen Neujahr und

dem Dreikönigstag wanderten die Sternsinger

mit ihrem Stern, begleitet von den Hl. Drei

Königen, von Haus zu Haus und sangen den

Leuten ihre Weihnachtslieder vor. Die drei

Weisen schrieben das segenbringende C+M+B

über die Eingangstüren der Häuser und erhielten

zur Belohnung von den Leuten Geld

und Eßwaren. Die Sternsinger wurden meist

vom Dorfschulmeister geführt. Die Bareinnahmen

des Sternsingens bildeten einen festen und

obrigkeitlich geschützten Teil seiner Besoldung.

Lehrer Otto Camenzind hat nun diesen alten

Brauch in Alpnach erneut eingeführt und

zwar in einer etwas neueren, einfacheren Form

Am Sonntagabend, um die sechste Abendstunde

zog das heilige Paar, Maria, das Christkind

sorglich in ihrem Arm, nebenan der Nährvater

Josef, begleitet von zwei Dienern durch die

Straßen von Alpnachdorf, gefolgt von den drei

Königen mit Gold, Weihrauch und Myrrhe. Der

weitherum leuchtende Stern führte die stattliche

Zahl von dreißig Sängern an, die in ein

schlichtes Hirtenhemd gkleidet waren. Auf

drei verschiedenen Plätzen stellte sich der würdige

Zug auf und sang die zum Teil schwierigen

und alten Weihnachtslieder, wie «In dulci

Jubilo», «Lobt Gott ihr Christen», «Vom Himmel

hoch, o Englein kommt» und viele andere

mehr.

Erfreulich viele Leute lauschten den würdigen

Weisen. Nicht weniger als drei Monate

haben die Schulkinder geprobt, und wir danken

ihnen und ihrem Lehrer, daß sie damit die

Bevölkerung von Alpnach wieder in den Genuß

eines uralten Brauches gebracht haben.

Das Sternsingen fand bei der Bevölkerung allseits

guten Anklang und so warten wir gespannt

auf die erweiterte Gestaltung im kommenden

Jahr.

Winter-Konzert der Musikgesellschaft Alpnach.

(Eing.) Traditionsgemäß lud zu Beginn

des neuen Jahres die Musikgesellschaft Alpnach

unter der präzisen Stabführung von Direktor

Robert Barmettier zu einem Winter-

Konzert in den Singsaal ein. Das stattliche,

rund 50 Mann umfassende Korps machte einen

sehr guten Eindruck. Erfreulich viele junge

Kräfte spielten mit, die Gesellschaft muß sich

für die weitere Zukunft keine Sorgen machen.

Der erste Programmteil des Konzertes war

verschiedenen Komponisten gewidmet. Stimmungsvoll

und sauber intoniert erklang die

Serenade für Blasorchester «Stadtlichter» von

Kurt Weber. Die «Glissando»-Polka für drei

Zug-Posaunen von G. Anklin gefiel äußerst gut.

Im folgenden Konzertwalzer «Münchner

Kindl» von Komzak, konnte man unter anderem

die sehr gute rhythmische Präzisionsarbeit

von Dirigent und Korps bewundern. Die

vom Luzerner Albert Benz eigens für Bläserkorps

komponierte «Heitere Ouverture» erntete

reichen Beifall. Vorgängig dankte Direktor

Barmettier dem anwesenden Direktor der Luzerner

Stadtmusik für diese Komposition. Im

abschließenden Rondo für vier verschiedene

Instrumentenbesetzungen zeigte Direktor Robert

Barmettier auch sein großes Können als

Komponist. Die gefällige Weise wurde durch

Klarinette und Fagott eröffnet, dann folgte

Blechmusik und Flöte und den Schluß bildete

der Gesamtchor. Komponist und Direktor Barmettler

wurde ein überaus herzlicher Beifall

zuteil.

Zwischenhinein begrüßte Präsident Josef

Lüthold mit sympathischen Worten im besondern

werschiedene Mitglieder der Behörden,

drei Musikanten-Veteranen und sechs Delegationen

von benachbarten Musikgesellschaften.

Er dankte dem begabten Dirigenten Robert

Barmettier für seine tadellose Stabführung und

auch der Alpnacherbevölkerung für die Unterstützung

das Jahr hindurch.

Der zweite Konzertteil stand unter dem

Motto «Vorwiegend heiter» und war einer musikalischen

Weltreise mit Gesang, Tanz, Musik

und Humor gewidmet. Die heitere Musicalrevue

in zwölf Bildern führte in die Mailänder

Scala, nach Granada zu einem Stierkampf,

in der Folge nach Paris und Amerika.

Mit einem großen Aufwand von Mitwirkenden

verstanden es die Musikanten, die zahlreichen

Besucher auf eine originelle Art und Weise

zu unterhalten. Das Konzert wurde am Montagabend

wiederholt.

Giswil. Eine Gratulation. (Eing.) In der

frohmütigen Bauernfamilie Halter-Enz, Unter

linden, feiert am Sonntag, den 12. Januar, deren

treue Hausmutter Johanna Enz-Sigrist in

beneidenswerter Rüstigkeit die Erfüllung ihres

75. Lebensjahres. Immer munter und guter

Dinge, verschenkt sie ihre nie erlahmende Mutterliebe

der Familie ihrer einzigen Tochter wei

terhin in froher Zuversicht, kennt keine Rast

und Ruhe und will der Familie nützen, solange

die Kräfte reichen. Möge der Jubilarin vergönnt

sein, noch viele gesegnete Jahre in diesem

Kreise zu verbringen. Der Jubilarin unsere

herzliche Gratulation und der ergebenste

Wunsch, auf viele sonnige Jahre noch! -us.

Giswil. Schwingerbilanz 1963. (Eing.) Am

Altjahrsonntag, den 29. Dezember 1963, verabschiedete

die Schwingersektion Giswil in der

«Krone» das 26. Schwinger jähr. In seiner rethorisch

geschickten Begrüßung hieß der neue

Präsident Ruedy Rymann-Durrer, Kälen, die

große Schwingergilde, die so zahlreichen

Freunde und Gönner, Ehrenmitglieder und eine

schöne Abordnung prominenter Ratsherren

unter ihnen, alt Landammann Alois Abächerli,

herzlich willkommen. Pietätvoll gedachte Ruedy

in wenigen, aber treffenden Worten des

großen Toten J. F. Kennedy und rief auch das

Andenken lieber Freunde auf unserem Heimatfriedhof

wach, die innert Jahresfrist von uns

gerufen wurden: Josef Grisiger-Rohrer, Diechtersmatt,

als Passiver, Oswaldli Roßacher, Sohn

des bekannten Schwingers Otto Roßacher-von

Ah, und Arnold von Ah-Gast, Brugg, der sich

ehemals aktiv beteiligte. Zu Ehren dieser lieben

Heimgegangenen erhob sich die Versammlung

zu kurzem Gedenken. Der schwingerischen

Revue war zu entnehmen, daß das Sektionsehrenmitglied

Karl Berchtold-Kurath bereits

als eidg. Delegierter auserkoren und zum innerschweizerischen

Vizepräsidenten bestellt

wurde, ferner wurde Ruedy Rymann als kantonaler

und innerschweizerischer Kampfrichter

bestätigt. Am 19. Mai hatte unsere Sektion

die Ehre des Kantonalschwingfestes, das in allen

Teilen sehr gut klappte (hätte St. Petrus

sich nur besserer Laune gezeigt). Dafür hatte

der Vorsitzende den großen Dank nach allen

Seiten temperamentvoll angebracht. Der Jänzimattschwinget

konnte bei Prachtwetter abgehalten

werden, woran sich 28 Schwinger und

37 Steinstoßer beteiligten. Sieger im Schwingen:

Zeno Spichtig in Kerns, Sieger im Steinstoßen:

Nikiaus Rohrer, Sachsein. Auf verschiedenen

Schwingplätzen haben Otto Roßacher,

Otto Abächerli, Weibels, Arthur Blum und

Willy Berchtold ruhmvoll von sich Reden gemacht,

und es ist zu hoffen, daß das öftere

Training weitere Namen in den Vordergrund

stellen kann. Unsere Sektion muß sich mit al-

Erste wackere Schritte des jungen 1964

A u s l a n d r u n d s c h a u

J. N. Niemand wir sagen wollen, daß das

junge Jahr 1964 sich nicht ungewöhnlich und

groß auf der Weltbühne eingeführt habe. Es

hat sogar eine Sensation gebracht, die vollen

Beifall fand: Zum erstenmal in der Geschichte

hat ein Papst das Heilige Land besucht, und

wenn auch Paul VI. seine Palästina-Reise als

Pilgerfahrt zu den ehrwürdigen Stätten des

Wirkens und Sterbens Christi kennzeichnet,

was ihm gestattet, ohne politische und diplomatische

Komplikationen die beiden verfeindeten

Staaten Jordanien und Israel zu betreten,

so war der Pilger doch ungewöhnlich genug,

um dieser religiösen Wallfahrt den Aspekt

eines historischen Ereignisses zu geben. Auslandreisen

haben die römischen Päpste wohl

öfters unternommen, meist unter Zwang unerfreulicher

Geschehnisse, und seit der letzten,

die Pius VII. auf Befehl Napoleons nach Frankreich

exilierte, hat kein Inhaber des Peterstuhls

mehr Italien verlassen. So könnte man

jetzt von einem Wendepunkt in den vatikanischen

Usancen sprechen, aber das hieße der

Papstreise eine viel zu geringe Bedeutung beimessen.

Ging sie doch in ein Ausland, das aus

bestimmten Gründen noch kein Papst besucht

hat. Einer der wesentlichen Gründe war der,

daß Palästina im Bereich der seit neun langen

Jahrhunderten von Rom getrennten Ostkirche

lag, aber wenn nun Papst Paul, vom Konzil

und seinen Einigungsbestrebungen beseelt, diesen

Grund nicht nur beiseite schob, sondern

ihn sicher gerade zum Motiv seiner Reise wählte,

so zeigt das, wie mutig, zielstrebend, idealgerichtet

und vom heiligen Eifer der Oekumene

durchflammt dieser Nachfolger des großen

ler Energie wieder aufraffen, um auf eidgenössischer

und kantonaler Ebene ehrenvoll

emporzukommen. Der gute Wille ist vorhanden.

Der Schwingerbestand zeigt: Vorstandsmitglieder6,

Ehrenmitglieder 8, Aktivmitglieder 29,

Freimitglieder 2 und Passivmitglieder 198. Der

so inhaltsreiche Jahresbericht wurde herzlich

verdankt. Protokoll und Rechnung gaben ebenfalls

gutes Zeugnis ihrer Rechenschaft und erhielten

verdiente Anerkennung. Im Wahlgeschäft

wurde der zurücktretende Aktuar Hugo

Enz-Schrackmann, dem seine idealen Schwingerdienste

zu Protokoll gewürdigt wurden, im

Vorstand durch den bekannten Schönschwinger

Willy Berchtold, Emmeti, Kleinteil, ersetzt.

Das Protokoll wurde vertrauensvoll Hans

Schrackmann-Abächerli, Stanglismad, übergeben

und das Amt des Materialverwalters an

Otto Abächerli, jun., Weibels. Als technischer

Leiter behält Otto Roßacher die Aufgabe inne.

Im Jahresprogramm wird dem Jänzimatterschwinget

besondere Aufmerksamkeit geschenkt,

worüber bereits schon mit Sachverständigen

Vorkehren getroffen wurden. Er soll

an Bedeutung stärker werden. Ferner wird

fleißig geübt, um im kommenden Vereinsjahr

noch mehr Lorbeeren erobern zu können. Das

verdiente Ehrenmitglied Karl Berchtold-Kurath

gab noch erläuternden Aufschluß über

kantonale und eidgenössische Beziehungen und

somit konnte nach rascher Erledigung der

Schwingergeschäfte zum traditionellen Preisjasset

geklingelt werden, der diesmal nicht

mehr in Form von Salami und Züpfejasset, bestand,

sondern den Charakter des echten Preisjassermodus

erhielt. Die Sektion konnte bis

über die Hälfte der Jasser mit Gaben befriedigen

bei entsprechend niedrigem Einsatz. Wir

danken für soviel Unterhaltung und wünschen

der Schwingersektion herrliche Erfolge pro

1964. Ein stiller Beobachter

K a n t o n e

Theater in Stans. Am 5. Januar wurde die

Theatersaison in der Nachbarresidenz Stans

mit Ralph Benatzkys Operette «Im weißen

Rößl» glanzvoll eröffnet. Der stimmungsvolle

Theatersaal war ausverkauft, der Kontakt zwischen

Bühne und den erwartungsvollen Besuchern

sogleich hergestellt. Der musikalische

Part, von Direktor Heinz Hindermann

routiniert und vorzüglich betreut, zündete wie

einst. Die Regie war, wie schon bei früheren

Operettenaufführungen, Heinz Roland anvertraut.

Ihm verdanken wir einen hinreissenden

Ablauf des Bühnengeschehens. Die Stanser

Bühne verfügt über gute Sänger und Spieler.

Es ist unmöglich, alle Darsteller, wie sie es

verdienten, namentlich aufzuführen. Die Wirtin

(Klara Süeß) und der Zahlkellner (Bruno

Leuthold) verwalteten ihre Rollen in jeder Hinsicht

ausgezeichnet, ebenso Ottilie (Margrit

Leuthold) und Dr. Sidler (Max Hermann). Ein

Sonderlob für Josef Baggenstoß als Sigismund!

Chor und Ballett erfüllen ihre Aufgaben aufs

beste. Die Bühnenbilder von Werner Salzmann

sind sehr gut.

Ueber die Frage, ob man auf dem Land

Operetten aufführen soll, braucht man kein

Wort zu verlieren, wenn man bei der Premiere

das Ergebnis einer großen Gemeinschaftsarbeit

erlebt hat, eine Arbeit, die aber auch von

den Einheimischen anerkannt wird. Der Erfolg

wird nicht ausbleiben. (Eing.)

Johannes XXIII. das gewaltige Werk der religiösen

und kirchlichen Totalerneuerung in

seine Hände genommen hat. Das Einmalige seiner

in Planung und Durchführung restlos großartigen

Palästinafahrt war die Begegnung mit

dem orthodoxen Patriarchen Athenagoras —

sie war mit einem Wort gesagt: Weltgeschichte.

«Wir betrachten dieses Zusammentreffen

als eine Begebenheit von allerhöchster Bedeutung

in der Geschichte und im Kirchenleben»

hat Patriarch Athenagoras nach dem in Besuch

und Gegenbesuch zweimaligen Treffen

mit Papst Paul erklärt und hinzugesetzt: «Wir

wollen den Weg fortsetzen». Daß seine Reise

nicht eine einmalige gewesen sei, sondern ein

Ereignis darstelle, das den Beginn zu neuen

Geschehnissen für die Kirche und die Menschheit

werden lasse, hat Papst Paul nach seiner

triumphalen Rückkehr in Rom ausgesprochen.

Aehnlich bestimmt hoffnungsvoll äußert sich

auch das gemeinsame Communique nach der

Zusammenkunft von der «gemeinsamen Erkenntnis

der großen Bedeutung dieser Ereignisse».

Auf der Pilgerfahrt, getragen von einer

schier unfaßbaren Begeisterung der jordanischen

Bevölkerung — am Fernsehen erlebte

man Bilder, die man nie vergessen wird

— hat der Papst in Bethlehem schließlich eine

Ansprache im Sinne der Einigung der Christen

und des Einvernehmens der Staatslenker

gehalten, die bestimmt zu den großen Reden

der Päpste zählen wird.

Vor 25 Jahren begann das Atomzeitalter

Bringt es die politische Vernunft?

Es dünkt ein seltsames Zusammentreffen,

daß just in diesen Tagen zum 25. Mal der Laboratoriumsversuch

sich jährt, bei dem die

deutschen Kernphysiker Hahn und Straßmann

die technische Ermöglichung der von Atomkraft

betriebenen Maschine und auch der

Atombombe entdeckten, womit das Atomzeitalter

eingeleitet war. Die Folgen sind uns bekannt,

das Gespenst der kriegerischen Totalvernichtung

der Menschheit grinst ebenso

häßlich über der Welt wie das rosige Bild einer

glücklichen industriellen Zukunft ihr verführerisch

zulächelt. «Sein oder Nichtsein —

das ist hier die Frage», und die Antwort heißt:

Vernunft! Aber eben, man weiß ja, wie schwer

den Menschen das richtige Denken fällt, das

gesunde, gutwillige Denken, das die Welt verändern,

den Machtwillen zähmen, den Eigennutz

eindämmen, den Haß auslöschen würde,

auf daß die Sicherheit da wäre und jene Abrüstung,

die die Schwerter in Pflüge umschmilzt.

Doch vorläufig läuft dieses Denken

noch erheblich langsamer als die Maschinen,

und diese haben auch in unsern Tagen immer

noch die Eigenschaft als Kriegspotential zu

gelten, als Stärkung der Kampfkraft des beargwöhnten

Anderen in der zwei- und mehrgeteilten

Welt. «Ich weiß nicht, ob es besser

werden wird, wenn es anders wird, aber soviel

ist gewiß, daß es anders werden muß, wenn

es gut werden soll», sagte schon vor 200 Jahren

der weise Lichtenberg — die Geschichte

hat ihn noch nicht dementiert. Nur will es doch

scheinen, als ob die allgemeine Einsicht in die

Wahrheit dieser Feststellung langsam, aber

doch im Wachsen begriffen wäre. Noch nicht

an der Berliner Mauer, die ihre Weihnachtsbreschen

wieder schließen mußte, nachdem

über 1 Million Westberliner ihren Ostverwandten

und Freunden durch sie hindurch die

Hand einmal wieder gedrückt hatten, und noch

nicht in Cypern und nicht in Moskau-Peking

und nicht in der «steckengebliebenen» Integration

Europas — wohl aber in dem Entspannungswillen

der USA, dem Rusk recht

günstige Ergebnisse in den amerikanisch-russischen

Beziehungen für 1964 vorausgesetzt hat,

und auch in Chruschtschews neuer «Friedensoffensive»,

die zum mindesten zeigt, daß auch

sein Land den Frieden will, den es selber

braucht.

Bundeskanzler Julius Raab gestorben

In Wien ist am Mittwoch der große Staatsmann

der zweiten österreichischen Republik,

alt Bundeskanzler Julius Raab, im Alter von

72 Jahren gestorben. Der Tod des «Architekten

des Staatsvertrages» kam nicht überraschend,

denn bereits nach seiner Einlieferung in das

Spital vor zwei Tagen wurde bekannt, daß sein

Zustand hoffnungslos sei. Raab, der das Amt

des Bundeskanzlers von April 1953 bis zum

Frühjahr 1961 bekleidete,, hat 1960 einen leichten

Schlaganfall erlitten, von dessen Folgen er

sich nie völlig erholt hat. Der apostolische Nuntius

für Oesterreich, Erzbischof Rossi, erschien

zwei Stunden vor dem Ableben Raabs am

Krankenbett und überbrachte der Gattin des

alt Bundeskanzlers ein Telegramm von Papst

Paul VI., in dem der Papst Julius Raab der besonderen

Gnade Gottes empfahl und seinen

apostolischen Segen erteilte.

Alt Bundeskanzler Raab bewarb sich trotz

seiner angegriffenen Gesundheit im Vorjahr

als Kandidat der Oesterreichischen Volkspartei

(OeVP) um das Amt des österreichischen

Bundespräsidenten, mußte sich jedoch von seinem

sozialistischen Gegenkandidaten Dr. Adolf

Schärf, der bereits für die zweite Amtsperiode

kandidierte, geschlagen geben. — Raabs Lebenswerk

wurde 1955 durch die Unterzeichnung

des Staatsvertrages im Schloß Belvedere

gekrönt, wodurch Oesterreich nach 17 Jahren

fremder Besetzung wieder frei und unabhängig

wurde.

R a d i o

B e r o m ü n s t e r

Samstag, 11. Januar

7.00 Nachrichten. 7.05 Walzer aus Wien.

7.30 Im Auto durch die Schweiz. 8.30 Englischkurs.

9.00 Thomas Morus und «Utopia». 9.10

Drei Sonaten von Claude Debussy. 9.55 Heute

in New York. 10.00 Für und wider die «Kumulation»

bei eidgenössischen Wahlen. 10.15 Aus

Opern von Bellini und Donizetti. 11.00 Radio-

Orchester Beromünster. 12.00 Lieder der Völker.

12.30 Nachrichten. 12.40 Heiteres Wochenende.

13.00 Spalebärg 77a. 13.10 Heiteres Wochenende.

13.40 Samstags-Rundschau. 14.00

Jazz. 14.30 Viel Vergnügen bei leichter Musik.

15.15 De Matte-Hans. 15.30 Volkstümliche Musik.

16.00 Aktualitäten. 16.05 Chorlieder. 16.20

Portobello-Road. 16.35 Die neue Schallplatte.

17.40 Für die italienischen Arbeitnehmer in

der Schweiz. 18.20 Torroba: Concerto en Flamenco.

18.45 Piste und Stadion. 19.00 Aktualitäten.

19.15 Die Glocken von der Pfarrkirche

Ascona. 19.30 Nachrichten. 20.00 Leichter Auftakt.

20.30 15 Jahre Günter Neumann und seine

Insulaner. 21.15 Musique aux Champs-Elys6es.

22.15 Nachrichten. 22.20 Musikfreund wünscht.

UKW-Programm. 19.00 Eine Stunde Unterhaltung.

20.00 «Madame Butterfly». Oper. 22.15

Nachrichten. 22.20 Eishockey - Länderspiel

Schweiz—USA.


Sonntag, 12. Januar

7.45 Sonntagsspruch. 7.50 Nachrichten. 8.00

Zwei Triosonaten für Flöte, Öboe und Lasso

continuo. 8.15 Bach-Kantate. 8.45 Protestantische

Predigt. 9.15 Die Kunst der Motette. 9.45

Romisch-katholische Predigt. 10.15 Radio-Orchester

Beromünster. 11.20 Aus dem westöstlichen

Diwan von Goethe. 12.00 Zwei Sonaten

von Giambattista Martini. 12.30 Nachrichten.

12.40 Mittagskonzert. 13.30 Mädchenbildung

in der Innerschweiz. 14.15 Fröhlicher

Ländlerwettstreit. 15.00 Zauber der Stimme.

15.15 Blickpunkt Schweiz. Hörerwettbewerb.

15.30 Sport und Musik. 17.30 Kammermusik.

18.30 Neues aus Kultur und Wissenschaft. 19.00

Sport. 19.30 Nachrichten. 19.40 Kleines

Wunschkonzert. 20.30 Frau Stefanie Meyer-

Cordejier erzählt von einer Amerikarejse vor

70 Jahren. 21.20 Orchesterkonzert. Berlioz,

Liszt, Mussorgsky. 22.15 Nachrichten. 22.20

Leichte Serenade. 22.50 «Some like it bot».

UKW-Programm. 13.20 Kunst und Kunstlef.

1&30 Das Teatro Colon von Buenos Aires.

14.15 Kinder un^ Jugendstunde. J5.00 Settimani

Musicali di Ascona 1963. Klavierabend

Witold Malcuzynsky. 16.20 Bücher und Meinungen.

16.50 Musik zu Tee und Tanz! 17.30

Für die Griechen in der Schweiz. 18.00 Für die

Spanier in der Schweiz. 18.30 Lokalsendung

für den Kapion Aargau. J9.00 Zwei selten gehörte

Wi'rke der Vor- und Frühklassik. 19.45

Das Gastspiel. Geschichte eines Witwers. 20.Hy

Internationales Festival der leichten Musik

München. Öl.30 Die Sprechplatte.

Montag, 13. Januar

6 15 Nachrichten. 6.20 Gut aufgelegt. 6.55

Kalenderblatt. 7.00 Nachrichten. 7.05 Concertino.

7.25 Drei Minuten für die Hausfrau. 7.?0

Jm Auto durch die Schwejz. 10-15 Schallplatte.

10.20 Das Meer in Lied und Dichtung. 10.50

Gedichte vom Meer. 11.00 Orchestra Radiosa.

11.15 «Dagli amici del Sud». 11.30 Turandot.

Oper von Giacomo Puccini. 12-00 Intime Wiener

Musik. 12.30 Nachrichten. 12.40 Unterhaltungskonzert.

13.25 Neue Schallplatte mit

volkstümlicher Musik. 14.00 Für die Frau: Dur

d'Wuche dure. 14.30 Orchester Percy Faith und

Bob Bain, Gitarre. 15.20 Unsere Krankenvisite.

16.00 Aktualitäten. 16.05 Berühmte Orchester

- Solisten - Dirigenten. 17.05 Die Leseprobe.

17.15 Kleines Lieder-RezitaJ. 17.30 Kinderstunde.

18.00 Bunte Mischung. 19-00 Aktualitäten.

19.30 Nachrichten und Echo der Zeit.

20.00 Wunschkonzert. Dazwischen 20.30 Briefkasten.

21.15 Schuldig gesprochen — und nachher?

21.45 Klaviermusik. 22.15 Nachrichten.

22.20 Zeitgenössische Musik für Violoncello solo.

22.55 Music for Monday Evenings.

UKW-Programm. 19-00 Perpetuum musicum.

20.00 Die Bläser-Kammermusik von W. A-

Mozart. 20.30 Literarische Gespräche Köln-

Basel. 21.05 Le Vin herbö. 21.55 Musik zur Unterhaltung.

Dienstag, 14. Januar

6.15 Nachrichten. j6.20 Volksmusik aus dem

§cb\yarzwa|d. 7.00 Nachrichten. 7.05 Gute

Laune. 7.3Ö Im Aulo durch die Schweiz. 10.15

Schafypl^ttie. 10.20 Schulfunksendung: Erlebnisse

im peruanischen Urwald. 1XJQP 1. Oper

ohne Worte. 2. Drei Volkslieder. 12.00 Piano-

Cocktail. 12.?0 Nachrichten. 12.40 Rendez-vous

im Studio 2. 13.30 Russisches Ballett und Balalaika.

14.00 Für die Frau: Massen Kinder gehorchen?

14.25 Schulfunksendung in romanischer

Sprache. 15.00 Beethoven: Trio in G-dur

für Klavier, Flöte und Fagott. 15-20 Musik für

einen Gast. 16.00 Aktualitäten. 16.05 Schlagermodeschau.

16.40 Wir lesen vor. 17.00 Melodien

aus Brasilien und Argentinien. 17.30 Jugendstunde:

Der Mann mit dem roten Zylinder.

18.00 Kleine Ensembles singen und spielen zur

Unterhaltung. 18.30 Jazz. 19.00 Aktualitäten.

19.30 kachrlchten und Echo der Zelt. 20.00

Tonhalle-Orchester unter der Leitung von

Erich Schmid. Webern: Orchestervariationen,

op. 30. Holliger: Drei Liebeslieder. Veress:

Konzert für Klavier, Streicher und Schlagzeug.

Hindemith: Philharmonisches Konzert. 21.30

Gedichte als Lieder. 22.15 Nachrichten. 22.20

Qualtinger liest Kraus.

UfltW-Procramm. 19.00 Die Juke-Box des 2.

Programms. 20.00 Englischkurs. 20.15 Südfranzösische

Volkslieder. 20.35 «Die Wetterprognose

lautet..21.20 Liebe alte Weisen.

''rtL

%

V

und

überhol

im Zweifei nie

Gastbaus «Rößli»

THEATER

IN SCHWENDI

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Vplksstück in vier Akten von Herbert Blättler, Kriens

Spieltage: Sonntag, 12. Januar 1964, 14.30 Uhr

Sonntag, 19. Januar 1964, 14.30 und 20.00 Uhr

Sonntag, 26. Januar 1964, J4.30 und 20.00 Uhr

(Nach der Abendaufführung vom 26. Januar Tanz)

Eintrittspreise: Fr. 3.— Mit Tanz: Fr. 4.— Kinder: Fr. 1.50

Extra-Autokurse ab Station Sarnen 13.45 und 19.00 Uhr

Vorbestellung: Frl. Margrith Lurch, Handlung, Stalden,

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Regie Rudolf Gasscr

Musikalische Auftakte «White Stars»,

Sarnen Leitung Urs Dillier

Aufführungen:

Samstag, 18. Januar 1964, 20.15 Uhr

Samstag, 25. Januar, 20.15 Uhr

Sonntag, 36. Januar, 20.15 Uhr

Sonntag, 2. Februar, 15.Q0 Uhr

I. Platz Fr. 4.— n. Platz Fr. 3 —

Voryerjcau^: Josef Portmann, Tabake,

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IN STANS

Operette von

Im weissen Rössl Ralph Benatzky

Abendaufführungen: Beginn 20.00 Uhr

Sonntag, 19. Januar

Samstag, 11. Januar MTftwöch, 22. Januar

Mittwoch, 15. Januar Samstag, 25. Januar

Freitag, 17. Januar Mittwoch, 29. Januar

Nachmittagsaufführungen: Beginn 14.15 Uhr

Sonntag, 1Z. Januar

Sonntag, 19. Jänuar

Eintrittspreise: Fr. 7.—, 6.—, 5.—, 4.—

(Billetsteuer Inbegriffen)

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Von allen Bürgern, die dem Staat durch die ganzen Jahre hindurch die

verlangten Steuern redlich entrichtet haben, wird in der Verfassungsabstimmung

vom 2. Februar ein Akt cler Großmut und Nachsicht erwartet!

Sie sollen einer Steueramnestie zustimmen, die den reuigen

Steuerhinterziehern auf Beginn J965 sämtliche Nach- und Strafsteuern

in Bund, Kanton und'Gemelnde schenken Will'. '

1 ' '' '

Darf sich da der ehrliche Steuerzahler nicht mit Fug und Recht fragen:

«Und was bringt die Amnestie für mich?» Leider kaiin ihm darauf

heute ttiir geantwortet werden: «Sie bringt Dir feine Katze iih Sack!»

Keine Garantie für Steuersef^nS !

Der einzige wirkliche Vorteil, den der ehrliche Steuerzahler aus der

Amnestie ziehen könnte, bestände darin, daiZ die erwarteten Mepreingänge

an Steuerfeldern dazu benützt würden, die Steuerlast für alle

zu Verkleinern. In dieser Hinsicht jedoch findet üikn'int ÄtnneS'ßebestfiluß,

in den schiebenden Gesetzesehtwürftri oder in behördlichen

Aeußerungen nirgends eine Zusicherung. Im Gegenteil: Das Verrechnungssteuer-PriviJeg

für kleine Sparhefte soll nach den Absichten der

pidg. Steuerverwaltung sogar wieder aufgehoben werden.

Hingegen verschärfte Fiskalpolizei!

Davon erhält man eine Vorahnung in einem Entwurf der Eidg. Steuerverwaltung

zum Amnestie-Ausführungserlaß, Svelchfer der' Oeffentlichkeit

Allerdings bis jetzt nicht zur Kenntnis gebracht Wurde. In dreifacher

Weise würde danach auch der ehrliche Steuerzahler unter tjie

Daumenschraube genommen: Erstens soll jeder, der in Werkstatt;

Lädeli, Büro öder Praxis 50 000 Franken in rohem Umsatz pro Jahr erreicht,

buchführungspflichtig werden. Zweitens hat jeder, dfei" mit

einem Wehrsteu'erpflichtigen verträglich zu tun hat, über desseri Einkünfte

und Vermögen dem Steueramt auf Verlangen Bescheinigungen

auszustellen. Und wenn diese Bescheinigungen (|em Steuerkommissar

nicht genügen, soll schließlich jeder in einem Kreuzverhör gezwungen

werden können, über die betreffende Drittperson noch genauere Auskunft

zu geben, wobei vor dem Anwalts-, Arzt- und Bankgeheimnis

nicht unbedingt Halt gemacht wird.

Diese Bestimmungen kommen aus einem Geist, der hinter jedem Bürger

einen Defraudanten wittert. Schlimrrier noch: Sie gehen darauf aus,

ein unschweizerisches Denunziantentum von Gesetzes wegen zu züchten.

So sieht die Katze im Sack aus, die man dem Bürger mit der überstürzten

Und schlecht begründeten Amnestie-Vorlage anhängen will.

Darum am 2. Februar

Stadttheater Luzern

Samstag, 11. Januar, 14.30—16.30 Uhr. Frau Holle.

Märchenspiel nach Gebr. Grimm vM 'Ö'.'M.

Scheidl. Musik von OttO Scheidl.

20.15—22.45 Uhr. Fidelio. Premiere. Oper in 2

Aufzügen von Ludwig van Beethoven.

Sonntag. 12. Januar, lf30—17.15 Uhr. 5. Sonntagnachmittag-Abonnementsvorstellung.

Viktoria

und ihr Husar. Operette in 3 Akten von Paül

Abraham. '' Jgg

20.1$—22.30 Uhr. Olivia. Komödie in 3 Akten von

Terence Rattigan.

Montag, 13. Januar, 20.15—22.30 Uhr. Sondervorstellung

für den Konsumverein. Olivia. Komödie

in 3 Akten von Terence Rattigan.

Dienstag, 14. Januar, 20.15—22.45 Uhr. 10. AbonnementsVörstellung.

Fidelio. Oper in 2 Aufzügen

von Ludwig van Beethovien.

Mittwoch, 15. Januar. 20.15—22.30 Uhr. 10. Abonnementsvorstellung

Olivia. Komödie in 3 Akten

von Terence Rattigan.

Donnerstag, 16. Januar, 20.15—22.15 Uhr. Der Geizige.

Lustspiel von Moltere. Deutsch von Ludwig

Fulda. ' '

Freitag, 17. Januar, 20.15 bis ca. 23.15 Uhr. Preise:

Fr. 3.75—10.—. Der gute Mensch von Sezuan. Parapelstück

von Bertolt Brecht. Musik von Paul

pessau.

Samstag, 18. Januar, 14.30—16 30 Uhr. Frau Holle.

Märcherispiel nach Gebr. Grimm von G. M

Scheidl. Musik vori Otto Scheidl.

20.15—23.00 Uhr. per Bcttclstudcnt. Operette von

Carl Millöcker.

Billettverkauf: An Werktagen 9.00—12.15 Uhr und

ab 16.00 UJir an Sonn- und Feiertagen 10 00

12.00 Uhr Und Je eine Stunde Vor Spielbeginn.

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Aktionskomitee gegen die Steueramnestie 1965

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94. Jahrgang — Nr. 4

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Einzelvearkaufspreis 20Rp. Adreßänderungen 30 Rp. Abonnementspreis

mit Ob waldner Pfarreinachrichten: Per Post zugestellt für

die ganze Schweiz jährlich Fr. 14.50, halbjährlich Fr. 7.50. Ausland

jährlich Fr. 20.—. Einzahlungen auf Postcheck-Konto VII 1085.

Neuabonnenten werden jederzeit gerne angenommen. — Druck

und Verlag: Louis Ehrli & Cie., Sarnen, Telefon (041) 85 10 33.

Konservativ-christlichsoziales Organ

Erscheint Dienstag und Freitag

Wöchentliche Beilage: Obwaldner Pfarreinachrichten

Verantwortlich für die Redaktion:

Dr. jur. Jost Dillier, Telefon 85 18 06

Inseratenpreise: Einspaltige Millimeterzeile: Obwalden 13 Rp.

Schweiz 1 15 Rp., Reklame 50 Rp. - Inseratenannahme: Schweizer-

Annoncen AG «ASSA», Luzern, Tel. 2 12 54, und Filialen

(Mit Ausnahme des Kantons Obwalden). - Vorschriften

betreffend Plazierung, Schriftwahl und Arrangement

werden abgelehnt. Schluß der Inseratenannahme jeweils

Montag und Donnerstag 18.00 Uhr.

Zur eidg. Abstimmung über die Steueramnestie

Ja-Parole der Konservativ-christlichsozialen Partei der Schweiz

In Zürich tagte am Samstag unter dem Vorsitz

von Parteipräsident Nationalrat Dr. E.

Tenchio (Chur) und im Beisein von Bundesrat

Roger Bonvin das Zentralkomitee der Konservativ-christlichsozialen

Volkspartei der

Schweiz. Nach einem kurzen politischen Ueberblick

des Vorsitzenden, wobei auch der verstorbenen

großen Staatsmänner Kennedy und

Julius Raab ehrend gedacht wurde, nahm das

Zentralkomitee die Wahl der Mitglieder des

Leitenden Ausschusses der Partei, ihrer Vizepräsidenten

und der Präsidenten der ständigen

Studiengruppen der Partei vor.

Das Haupttraktandum der Zentralkomitee-

Sitzung bildete die Ausgabe der Parole für die

eidgenössische Volksabstimmung vom 2. Februar

über den Amnestiebeschluß der eidgenössischen

Räte. Den Antrag des Leitenden

Ausschusses, die Ja-Parole auszugeben, begründeten

in einführenden Referaten Regierungspräsident

Dr. E. Huonder (Chur) und Nationalrat

Ch. Primborgne (Genf). Nach einge

hender und lebhafter Diskussion in der vor allem

verschiedene kantonale Finanzdirektoren

zum Worte kamen und die durch ein Votum

von Bundesrat Bonvin zugunsten der Amnestievorlage,

die erstmals den finanzschwächeren

Kantonen zugute kommt, abgeschlossen

wurde, hieß das Zentralkomitee ohne Gegenstimme

und bei nur wenigen Enthaltungen folgende

Entschließung zur Amnestieabstimmung

gut:

«Das Zentralkomitee der Konservativchristlichsozialen

Volkspartei der Schweiz beschließt

für die eidgenössische Abstimmung

vom 2. Februar die Ja-Parole und appelliert an

die Kantonalparteien, sich mit Nachdruck für

die Annahme des Amnestiebeschlusses der eidgenössischen

Räte einzusetzen, dies aus folgenden

Tatsachen und Ueberlegungen:

1. Eine allgemeine Steueramnestie ist heute

notwendig. Seit der letzten Amnestie sind 20

Jahre vergangen, eine Zeit nie erlebter wirtschaftlicher

Blüte, welche den Nährboden für

die Defraudation geschaffen hat, so daß eine

Korrektur durch die Gewährung einer allgemeinen

Steueramnestie fällig geworden ist. Die

Mittel, welche heute zur Erzwingung der Steuerehrlichkeit

zur Verfügung stehen, sind nicht

ausreichend und deshalb auch nicht genügend

wirksam. Der Erlaß einer allgemeinen Steueramnestie

ist geeignet, den Steuerdefraudanten

zur Steuerehrlichkeit zurückzuführen.

2. Eine allgemeine Steueramnestie liegt deshalb

auch im Interesse der ehrlichen Steuerzahler.

Die Steueramnestie bezweckt die gerechtere

Verteilung der Steuerlasten auf alle

Schultern. Die ehrlichen Steuerzahler werden

in dem Maße entlastet, als die Amnestie Erfolg

Ciske, die R a t t e

Roman von Piet Bakker

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Presserechte

durch

42 Cosmopress

Ich bekomme keine Entschuldigungszettel

mehr, auf denen steht, daß Dick heute nachmittag

nicht in die Schule kommen kann, weil

seine Schuhe beim Schuhmacher sind. Und

Gerard Jonkers Vater ist Monteur in der Fabrik,

die Wim Nordens Vater gehört. Und Wim

Norden ist ein Schüler meiner neuen Klasse.

Manchmal verfluche ich mich und schelte

mich einen Ueberläufer. In der ersten Woche

habe ich geglaubt, alles sei nur ein Traum, und

ich würde eines schönen Tages in meiner alten

Klasse wach. Man stelle sich vor, ich würde

meinen 48 Kindern erzählen:

«Heute nacht hab' ich geträumt, Co Verstaveren

hätte eine halbe Dose Oelsardinen in den

Papierkorb geworfen, ganz einfach so, nur weil

er keinen Hunger mehr hatte. Wie findet ihr

das?»

«So etwas gibt es doch gar nicht», würden

sie wohl alle rufen.

hat. Die Rechtfertigung der Steueramnestie

liegt in der Herstellung größerer Gerechtigkeit.

3. Heute ist der Bund Nutznießer der kantonalen

Steuerdefraudation. Ueber zurückbehaltene

Verrechnungssteuern fließen dem

Bund ständig mehr Mittel zu, die den Kantonen

und Gemeinden durch die Steuerdefraudation

vorenthalten werden. Die Amnestie stellt

das Mittel dar, um diesen auf die Dauer unhaltbaren

Zustand zu beseitigen oder doch zu

mildern. Kantone und Gemeinden sind an der

Erschließung zusätzlichen Steuersubstrates mit

Hilfe einer allgemeinen Amnestie in besonderer

Weise interessiert. Vor allem gilt das für die

finanzschwächeren Kantone und Gemeinden.

Die sich aufdrängende Milderung der Vermögenssteuerbelastung

kann in vielen Kantonen

nur im Hinblick auf künftige Mehrerträge aus

der Amnestie verwirklicht werden.

O B W A L D E N

Obwaldner Lehrschwestern erhalten die

Missio canonica. Dem Grundsatz Pater Theodosius

Florentinis «Bedürfnis der Zeit ist der

Wille Gottes» folgend, ermöglichte die Wohlehrwürdige

Frau Mutter Maria Carmela Motta

ihren Schwestern in der Zeit vom Frühling

1959 bis Januar 1964 den Besuch eines Theologiekurses

im Mutterhaus Menzingen. Um die

Verwirklichung und das Gelingen dieses Kurses

haben sich die H. H. Väter Kapuziner —

Organisator des Kurses war H. H. Generaidefinitor

Dr. P. Franz Solan Schäppi — sehr ver

dient gemacht. Am Feste der hl. Dreikönige

erteilte nun der hochwürdigste Bischof Msgr.

Dr. Franziskus von Streng den Absolventinnen

die Missio Canonica. Der feierliche Akt

war in die hl. Messe eingebaut und begann mit

der feierlichen Gelübdeerneuerung aller in der

Kirche anwesenden Schwestern. Hierauf wandte

sich der Bischof an die Schwestern mit den

Worten: «Ehrwürdige Schwestern, es ist für die

Kirche und ihre Vorsteher eine große Freude,

daß sie bei der Arbeit im Reiche Gottes auf

Euch zählen dürfen. Durch Taufe und Firmung

seid Ihr schon zum priesterlichen Dienst geweiht

worden. Mit der Ordensprofeß habt Ihr

Euer Leben und Eure Kräfte der Kirche zur

Verfügung gestellt. Die Missio Canonica wird

Euch ermächtigen, am Lehramt der Kirche besonderen

Anteil zu nehmen. Damit aber übernehmt

Ihr auch vermehrte Verantwortung für

das Wort Gottes, wie es durch die Kirche bewahrt

und verkündet wird. Darum frage ich

Euch vor Euern Mitschwestern und der ganzen

christlichen Gemeinde: Wünscht Ihr, mit

Eurem Wissen und Können dem Worte Gottes

zu dienen, wie es die Kirche verkündet?» Nach

dem aufrichtigen Versprechen der Schwestern

betete der Bischof mit den Worten des Apostels

Paulus: «Das Wort Christi wohne in Euch

in reichem Maße. In aller Weisheit lehret einander

und haltet einander zum Rechten an!

Singet Gott in geistbeseelten Psalmen, Hymnen

Ja, ich bin in ein völlig anderes Milieu gekommen.

Aber sind die Kinder, die ich hier zu

unterrichten habe, anders als andere Kinder?

Wenn Wim Norden den Globus vom Boden

holen kann, blickt er genau so entzückt drein

wie Gerard Jonker. Und Stansje Fabie kann

sich in einem unbewachten Augenblick die Nase

genau so geräuschvoll schneuzen wie Bet je

van Gemert. Freddie Hylkemas Finger waren

gestern genau so schmutzig wie es die von Piet

Steeman meist sind. Freddie ist der Sohn eines

bekannten Chirurgen, ein Vagabund ersten

Ranges, der ständig mit fliegender Mähne und

zerschundenen Knien herumläuft.

Connie Mathof ist fast so dumm wie Bet je

und genau so anhänglich. Am zweiten Tag hing

sie schon an meinem Arm.

Kinder sind Kinder. Und es arbeitet sich

schön hier. Direktor Riemens macht alles nach

seiner eigenen Methode. Er hat aus allen bestehenden

Lehrsystemen das Brauchbare herausgefischt

und für seine Schule den Begriff

«Gemeinschaftlichen Individualismus» geprägt.

Die Kinder haben ein gewisses Pensum zu erfüllen,

können — wenn sie fertig sind — einem

Klassenkameraden hilfreich zur Seite stehen

oder sich eigenen lehrreichen Liebhabereien

widmen.

4. Der Bundesrat hat in seiner Erklärung

vom 10. Januar 1964 eine vernünftige und

loyale Handhabung der Amnestievorschriften

zugesichert. Die Ausführungsvorschriften zum

Amnestieerlaß werden weder von der Eidgenössischen

Steuerverwaltung noch vom Bundesrat,

sondern von den eidgenössischen Räten

beschlossen. Die Konservativ-christlichsoziale

Volkspartei wird sich durch ihre Fraktion mit

Nachdruck dafür einsetzen, daß die notwendigen

Maßnahmen zur Verhinderung künftiger

Steuerhinterziehung wirkungsvoll, aber auch

gerecht und unserer freiheitlichen Rechtsordnung

entsprechend sein werden. Uebermarchungen

des Fiskalismus würde sich unsere

Partei mit allen durch unsere demokratische

Ordnung gebotenen Mitteln, im äußersten Fall

mit der Ergreifung des Referendums gegen den

Ausführungserlaß setzen.»

und Liedern, daß es in Euren Herzen klinge

von Liebe! Und was Ihr auch tut in Wort oder

Werk, tut alles im Namen Jesu, des Herrn!

Durch ihn danket Gott, dem Vater!» Nach einem

erneuten Versprechen der Schwestern,

nahm der Bischof mit folgenden Worten die

Sendung vor: «So erteile ich Euch die Missio

Canonica und segne Euch und Euer apostolisches

Wirken im Namen des Vaters und des

Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen.»

Die 99 Absolventinnen des Theologiekurses,

die in folgenden Fächern Prüfungen abgelegt

Die verschiedenen Klassen arbeiten, wo immer

es geht, zusammen, vor allem im Turnund

Gesangunterricht. Auch das Klubleben

wird sehr gepflegt. Wir haben Klubs für Tierund

Pflanzenliebhaber, für Photographen und

für Fußballer. Wir haben eine Schauspielgruppe

und ein Schulorchester. Im siebenten

Schuljahr gibt es sogar einen Tanzklub.

«Eine Schule ist nicht nur zum Arbeiten

da», meint Riemens. «Ich sehe nicht ein, warum

die Kinder die Freuden des Lebens außerhalb

der Schule suchen sollen?»

Unter den Kollegen herrscht ein freundschaftlicher

Geist. Sie sprechen alle von «ihrer»

Schule und widmen ihr auch außerhalb

der Unterrichtsstunden viel Zeit. Ich werde

gleich am ersten Tag zum Regisseur der Schauspielgruppe

ernannt und darf — weil ich es

als Soldat bis zum Sergeanten gebracht habe

— in diesem Sommer eine Woche lang mit

den Jungen zum Zelten.

«Außerdem bist du der Jüngste, Bruis», sagt

van Kalsbeek, ein alter, spitzbärtiger Schulfuchs.

Er duzt mich bereits, ehe ich mich vorgestellt

habe und kanzelt mich ganz schön ab,

als ich «Sie» zu ihm sage.

Riemens heißt allgemein der «Patron», und

Fräulein Telders «Schwester». Sie geht nächstes

Jahr in Pension und bekommt Tränen in

haben: Philosophie, Bibelwissenschaft, Kirchengeschichte,

Fundamentaltheologie, Dogmatik,

Moraltheologie, Kirchenrecht, Aszetik,

Katechetik, Liturgik, erhalten die Ermächtigung,

im Auftrage und unter Aufsicht der zuständigen

kirchlichen Vorgesetzten Religionsunterricht

auf allen Schulstufen, sowie für Erwachsene

und Konvertiten zu erteilen und weitere

Aufgaben zur Mitwirkung am Apostolat

der Kirche zu übernehmen. Darunter sind folgende

in unserem Kanton tätigen Lehrschwestern:

Sr. Marie Gisela Haas, Sachsein; Sr. M.

Donata Felder, Sarnen; Sr. Carla Lukaschek,

Sarnen; Sr. Thaddäa Maria Leu, St. Niklausen;

Sr. Anita Pia Renggli, Alpnach; Sr. Klara Bernarda

Weizenegger, St. Niklausen; Sr. Deodata

Inderbitzin, Schwendi; Sr. Alix Maria Schildknecht,

Lungern; Sr. Margrit Pia Erni, Giswil;

Sr. Maria Beata Gämperli, Schwendi und Sr

Eucharis Bamert, Lungern. Ferner folgende

Obwaldnerinnen, die anderswo tätig sind: Sr.

Marie-Louise Ettlin, Seminar Bernarda, Menzingen,

(früher Post St. Niklausen) und Sr. Pia

Franziska Schälin, Finsterwald, (früher Feld,

Sachsein).

Die Absolventinnen des Theologiekurses, die

Vorlesungen aller Disziplinen in Menzingen

besucht, jedoch keine Prüfungen abgelegt haben,

können bei Notwendigkeit mit pfarramtlicher

Empfehlung vom Bischöflichen Ordinariat

Vollmacht zur Erteilung von Religionsunterricht

in den Volksschulen erhalten. Unter

diesen 25 Schwestern befinden sich folgende Obwaldnerinnen,

die auswärts tätig sind: Sr.

Athanasia Halter, Kandidatinnenmutter, Menzingen

(Schwester von Oberrichter Hans Halter,

Giswil), Sr. Lydia Berchtold, Steinen,

(Schwester von Gemeindepräsident Siegfried

Berchtold, Giswil), Sr. Seraphina Wallimann,

Erstfeld (Schwester von Bürgerpräsident Hermann

Wallimann, Alpnach), Sr. Bernhards

Britschgi, Bürglen/Uri, (früher Mühlebach,

Lungern, später Alpnach) und Sr. Oswitha Maria

von Rotz, Goldau («Stutz-Kaspers», St. Niklausen).

Wir freuen uns aufrichtig, daß diese Schwestern

keine Mühen und Mehrarbeiten gescheut

haben und nun dazu berufen sind, unsere stark

beanspruchten Pfarreigeistlichen entlasten zu

können und im wahrsten Sinne des Wortes

Pfarr-Helferinnen zu werden. Wir beglückwünschen

die ehrwürdigen Schwestern zu ihrem

Erfolg und wünschen Ihnen segensreiche

Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit.

«Danke, Herr Bundespräsident». Im «Berner

Tagblatt» vom 9. Januar war folgende

Leserzuschrift zu lesen:

«J. B. Mit dem Bus fuhr ich in die Stadt.

Beim Aussteigen hatte ich Schwierigkeiten mit

dem Kinderwagen und war sehr froh, daß jemand

hilfreich zugriff. Jemand? Es war unser

Bundespräsident. In welchem andern Land

wäre so etwas möglich?»

Landfrauentag 1964. (Eing.) Die sehr kurze

Fastnacht hat auch unserem traditionellen

Landfrauentag einen zünftigen Schupf nach

vorn gegeben. Wir tagen also schon am 30. Januar

im Dorf am See, in Lungern. Tagesreferent

ist H. H. Dr. Pater Hugo Müller OSB. Tagungsort

und Referent dürften sich auf gleicher

Ebene bewegen und versprechen viel. Darum

liebe Obwaldnerinnen, reserviert den 30. Januar

für eine Fahrt ins Obwaldnerland. Das

nähere Programm wird später bekannt gegeben.

Weihnachtsfeier der Invaliden. Am Feste

der hl. Dreikönige versammelte sich der Invaliden-Verband

Ob- und Nidwaiden im heimeligen

Saal des neuen Hotels Krone, Hergiswil,

zu einer schönen, eindrucksvollen Weihnachtsfeier.

Kurz nach 14 Uhr konnte Präsident Theo

Christen der Invalidenfamilie den Willko^nmgruß

entbieten. Besonderen Gruß richtete er an

unsern geistlichen Betreuer, H. H. Vikar Hardegger,

und ein Extragruß kam vom Zentralpräses

Großrat E. Jaggi, Uetendorf bei Thun.

Ein prächtiger Weihnachtsbaum erstrahlte alsbald

im Lichterglanz in unserer Mitte, und Vikar

Hardegger verlas die Frohbotschaft und

fand tiefsinnige Worte zum Festtag, die wir

mit Liedern umrahmten. Die Ansprache verdankte

Präsident Christen warm. Viel Applaus

ernteten die Kinder, die mit ihren gebotenen

Gedichten uns erfreuten. Mit sichtlicher Freude

die Augen, so oft sie darüber spricht. Ihre Aufgabe

ist es, Kinder, die krank gewesen sind,

gesondert zu unterrichten, bis sie dem Unterricht

wieder folgen können. Eine segensreiche

Einrichtung.

Diese Schule macht es den Kindern wirklich

leicht. Den Kindern und den Lehrern auch. Es

gibt besondere Lehrkräfte für Gesang und

Zeichnen, so daß man bereits in den freien

Stunden die Klassenarbeiten korrigieren kann.

Um halb elf Uhr gibt es eine Tasse Kaffee

und für die Kinder ein Glas Milch. Du lieber

Himmel, wie angenehm ist das alles! Es ist so,

als hätte ich früher eine riesenhafte Kirchenorgel

mit vielen schwer zu erreichenden Registern

gespielt, während ich jetzt vor einem

zierlichen Spinett sitze, das eine liebliche Musik

erklingen läßt.

Und doch hat mich der Abschied von der

alten Klasse schwer getroffen! Als die Glocke

zum letztenmal läutete und ich meine achtundvierzig

zum letztenmal aus der Schule herausließ,

hab' ich jedem einzelnen die Hand gedrückt.

All die schmutzigen Pfoten mit Tintenflecken

und schwarzen Fingernägeln. Ich habe

allen in die Augen gesehen, in freundliche,

offene, verlegene Augen. Nur die Augen von

Jantje Verkerk waren nicht ganz ehrlich. In

seinem Blick konnte ich deutlich lesen: Jetzt


erhielt jedes ein Geschenk, die uns edelgesinnte

Geschäftsleute von Ob- und Nidwaiden

und Luzern in großzügiger Weise spendeten,

um so ihre Sympathie zum Ausdruck zu bringen.

Ihnen sei herzlich und aufrichtig «Vergelt's

Gott» gesagt. Dem lieben Vorstand allerbesten

Dank für die Mühe und Arbeit wie auch

für den gebotenen feinen Imbiß, der ihm und

der Hotelküche der Familie Kaufmann alle

Ehre machte. Zu einem geselligen Jaß reichte

die Zeit noch und bereits senkte sich friedlich

die Nacht über Berg und Tal, als es heimzu

ging. Die Feierstunde bleibt unvergeßlich. Auf

Wiedersehen im Frühjahr!

Albin von Ah, Giswil

Bei den Sportfischern. Das sei vorweg genommen,

wenn unsere Fischer zur ordentlichen

Jahresversammlung eingeladen werden, so erscheinen

sie erfreulicherweise zu fast 100 # /o,

und es ist nicht nur die willkommene Gelegenheit,

auch während der toten Saison zu einem

pikanten Fischmahl zu kommen, sondern auch

das rege Interesse für die Belange des idealen

Fischereisportes. Der letzte Sonntag hat dies

wiederum in eklatanter Weise bewiesen, mochte

doch der Kronensaal in Kerns kaum mehr

all die Petri-Jünger zu fassen. In seinem Begrüßungswort

konnte der versierte Vereinspräsident

Joe Imfeid nebst den weit über 200 aktiven

Fischern eine Vertretung des Bürgergemeinderates

Kerns, den Direktor des EWO,

den Präsidenten des Zentralschweizerischen

Fischereiverbandes und noch andere Ehrengäste

willkommen heißen. Anschließend wurde

den im verflossenen Jahre verstorbenen Mitgliedern

die übliche Ehrung erwiesen.

Die Traktandenliste fand eine erfreulich

speditive Behandlung. Protokoll, Jahresbericht

und Rechnung passierten diskussionslos. Der

Antrag des Vorstandes, eine Aufnahmegebühr

zu erheben, um dem jährlichen überraschend

hohen Zuwachs eine Limite zu setzen, fand

Zustimmung. Ueber den sehr interessanten Bewirtschaftungsbericht

durch den langjährigen

fachkundigen Obmann und Vizepräsidenten

Hans Burch berichten wir in einer späteren

Nummer. Das Wahlgeschäft fand in der verdienten

Bestätigung des Gesamtvorstandes eine

ehrenvolle Erledigung. Jahresbeitrag und

Budget sowie das Arbeitsprogramm fanden

Zustimmung und ebenso einhellig die Kompetenzerteilung

an den Vorstand für die Durchführung

einer Jubiläumsfeier im Jahre 1965.

Den regsten Diskussionsstoff boten die korbweise

vorgebrachten Forderungen, Wünsche

und Anregungen, die den Vorstand auch im

neuen Vereinsjahr nicht arbeitslos werden lassen.

Zum anschließenden traditionellen Fischmahl

mußte wegen Raummangel ins Hotel

Sonne gezügelt werden, und daß ob den feinst

zubereiteten Felchen rasch eine gehobene

Stimmung einsetzte, für die der Jodelklub

Kerns und die rassigen Rößli-Stumpen noch

zusätzlich sorgten, braucht kaum noch erwähnt

zu werden.

-n.

Zivilstandsamt Sarnen. Jahresrückblick.

(Mitg.) Geburten 363 (351). Zwillingspaare 4

(6). Totgeboren 8 (4). Ehen 39 (52). Todesfälle 94

(91). 1 Legitimation. 1 Ehescheidung. Die Zahlen

in Klammern beziehen sich auf 1962. In

den vorstehenden Zahlen sind die Zivilstandsfälle

im Kantonsspital aus andern Gemeinden

und von auswärts Inbegriffen, nämlich Geburten

233, Todesfälle 55.

rechnung und die Rechnung vom Brünig-

Schwinget, von Kassier Siegfried Bürgi, Lungern,

verlesen, wurde einstimmig genehmigt.

Sie schließen im Rahmen der Vorjahre ab.

Der Jahresbeitrag wurde auf gleicher Höhe belassen.

Bei den Wahlen wurde für den demissionierenden

langjährigen Verbandspräsidenten Karl

Berchtold einstimmig der bisherige Vizepräsident

Melk Odermatt, Büren, gewählt. Verbandspräsident

Odermatt gehört bereits während

sechzehn Jahren dem Vorstand an. Dem

scheidenden Präsident Karl Berchtold wurde

für seine treue Arbeit der verdiente Dank ausgesprochen.

Als neuer Vizepräsident wurde Edi

Reinhard, Kerns, und als Aktuar Heinrich

Käslin, Beckenried, gewählt. Die übrigen Vorstandsmitglieder

wurden bestätigt. Neu in den

Vorstand trat Otto Roßacher, Giswil. Als

Kampfrichterpräsident für die kantonalen Veranstaltungen

wurden zuhanden derlnnerschweizerischen

Delegiertenversammlung vom 9. Februar

in Schwyz drei Verbandsmitglieder bestimmt.

Das neugeschaffene Amt eines Pressechefs

wurde dem Lungerer Josef Kaufmann

übertragen.

Die Kurse werden auch in diesem Jahr wieder

dezentralisiert durchgeführt, und besondere

Beachtung verdient der Innerschweizerische

Kurs am 15. März in Luzern. Das Kantonal-

Schwingfest findet im Mai in Kerns statt, wobei

erstmals die Zahl der Schwinger beschränkt

wurde. Der Urner-Verband kann 60 und die

Ob- und Nidwaldner Schwinger können 130

Wettkämpfer abordnen. Der Jungschwinger-

Tag wurde der Sektion Sarnen übertragen; er

wird Ende Juli durchgeführt.

Das Brünigschwinget findet am 23. (evtl. 30.)

August statt, der Allweg-Schwinget am 6. (evtl.

13.) September, und schließlich seien noch das

Eidg. Schwingfest in Aarau vom 15/16. August

und das EXPO-Schwinget in Lausanne vom 21.

Juni erwähnt. Die Alp-Schwinget werden wie

in den früheren Jahren durchgeführt und als

neues Schwinget figuriert die Veranstaltung

auf Klewenalp, welches nun abwechslungsweise

mit dem Fränkmünt-Schwinget durchgeführt

werden soll.

Ein Landverkauf auf dem Brünig wurde

mit verschiedenen Vorbehalten gutgeißen und

zur weiteren Abklärung an eine viergliedrige

Kommission mit Ernst Rohrer, Alpnach, Karl

Berchtold, Giswil, Siegfried Bürgi, Lungern,

und Josef Blättler, Alpnach, gewiesen. Die Erhabe

ich nichts mehr mit dir zu tun! Schade,

Jantje ist kein dummer Junge, aber er ist oberflächlich

und bösartig. Er wird bestimmt kein

guter Mensch im Leben, viel eher ein lauter

Angeber, der sich mit den Ellbogen nach vorn

arbeitet, der seinen Lehrer bestimmt nicht

mehr kennt, wenn er ihm nach Jahren einmal

begegnet.

Drikus nickte mir noch einmal betrübt zu.

Er hat etwas von einem treuen Hund an sich,

der sich von seinem Herrn nicht trennen will.

Piet und Co, die beiden größten Rowdies, sagten

herzlich «Guten Tag, Herr Lehrer», und

fingen frischfröhlich zu streiten an, so bald sie

zur Tür hinaus waren.

Ich sah, wie Betje und Sip ihren Freund

Dorus die ausgetretene Treppe hinunterführten.

Mit mühsamen Pumpbewegungen setzte

Dorus seinen Wagen in Fahrt. Betje ging links

und Sip ging rechts von ihm. Die drei artigsten

von allen. Hier fehlte nur die Ratte.

Hatte ich nicht eine Schar von Lausbuben

und -mädchen, denen ich von ganzem Herzen

verbunden war, einfach im Stich gelassen?

«Ja, ja, Bruis, das war Ihr letzter Tag als

Volkserzieher», hatte Jorissen anzüglich gesagt.

Hatte er im Grunde genommen nicht recht?

Sarnen. Subsilvania. Der äußere Höhepunkt

im Leben der Sarner Gymnasialverbindung ist

jeweils der Neujahrskommers am ersten Januarsonntag

nach Rückkehr der Studenten aus

den Weihnachtsferien. Am Vormittag nehmen

Altherren und Aktive jeweils in der Gymnasialkirche

an einem Gedächtnisgottesdienst für

die verstorbenen Vereinsbrüder teil und zu Beginn

des Nachmittags versammeln sich die Altsubsilvaner

zur geschäftlichen Generalversammlung.

Dieses Jahr stand sie im Zeichen

von Neuwahlen, indem die amtsmüde gewordenen

Gebrüder Dr. Walter Wildisen (Präsident)

und Sekundarlehrer Max Wildisen (Kassier)

im Vorstand ersetzt wurden durch Apotheker

M. Stockmann und Prof. M. Mazurkewitz,

während als neuer AH-Präsident mit Akklamation

Dr. Anton Durrer erkoren wurde.

Die Jahresrechnungen der Altsubsilvania wie

auch der Volkshochschule Sarnen zeigten ein

befriedigendes Bild, sodaß wiederum namhafte

Beiträge an die Kollegi-Kirche und an die Entwicklungshilfe

des Justinuswerkes Freiburg

bewilligt werden konnten. Beim Rechenschaftsbericht

über die Volkshochschule, den H. H.

Dr. P. Sigisbert Frick erstattete, wurde diskutiert,

aus welchen Gründen die wertvollen Vortragsabende

oft nicht einen größern Besuch

aufweisen. Ein Vorschlag, die Tätigkeit der

Volkshochschule wegen des nicht immer befriedigenden

Publikumsbesuches für ein Jahr

zu sistieren, begegnete jedoch geschlossener

Ablehnung; die Vorträge der Volkshochschule

werden zwar durch Vereinsanlässe, Kulturfilmabende

usw. konkurrenziert, aber sie entsprechen

trotzdem einem geistigen Bedürfnis und

stellen für unsere Gegend einen echten Wert

dar. Nach Erledigung der internen Vereinsgeschäfte

begaben sich die Altherren in den grossen

Metzgern-Saal hinüber, wo die aktiven

Subsilvaner und zahlreiche Delegierte von

Universitätsverbindungen bereits mit dem

frohgestimmten Neujahrskommers begonnen

hatten. Die fröhlichen Lieder und Produktionen

wurden unterbrochen durch besinnliche

und aufmunternde Worte des Seniors Paul Huber

(Wohlen AG), des CP Markus Keller (Luzern)

sowie des altbewährten-ewigjungen Pater-Sektionsgötti

Dr. Bonaventura Thommen,

Rektor. (Korr.)

Theater in Sarnen. «Der Unschuldige». Ist

Fabrikant Christian Erdmann unschuldig oder

nicht? Auf alle Fälle: Was sich in seiner Villa

und deren näheren Umgebung aufstöbern läßt,

scheint eindeutig kriminell zu sein. Der Verfasser

der Komödie schreibt über sein Stück

einfach «Der Unschuldige». So einfach ist diese

Unschuld aber nicht ersichtlich. Hochwälder,

ein gebürtiger Oesterreicher, verstand es meisterhaft,

dieses Theaterstück äußerst spannend

zu gestalten.

Die Komödie in drei Akten von Fritz Hochwälder

ist übrigens nicht unbekannt. Sie wurde

von Berufstheatern wie von Laienbühnen

gespielt. Auch Fernsehstudios nahmen dieses

neuzeitliche Stück in ihr Programm auf.

Die Theatergesellschaft Sarnen hat unter

der neuen Leitung von Zeno Beck ein Stück gewählt,

welches an die Spieler große Anforderungen

stellt. Unter der Regie von Rudolf Gasser

werden die Theaterleute bestimmt Bestes

leisten. Man ist gespannt auf dieses interessante

Stück, umsomehr, als die Komödie in Originalfassung

über die Sarner-Bühne geht.

Wie aus dem Programm ersichtlich ist, werden

die Aufführungen mit schmissiger Musik

bereichert. Das Blasorchester «White Stars»

unter der Leitung von Urs Dillier wird die

Akte temperamentvoll einleiten.

Auf kommenden Samstag, den 18. Januar,

ist die erste Aufführung angesetzt. Das Publikum,

das gute Theater schätzt, wird bestimmt

den Besuch einer unserer Vorstellungen nicht

versäumen. (Eing.)

Sarnen. Weihnachtsfeier in der Kantine.

Voll gefüllt war die geräumige Fabrikkantine,

als am 21. Dezember die Leitung der Kristallglasfabrik

Haefeli sich mit der Belegschaft zu

einer Weihnachtsfeier versammelte. Bei einem

währschaften Nachtessen mit festlichem Gedeck

und guter Tranksame erlabte sich die

ganze Tafelrunde aufs beste. Als Uebergang

zur Weihnachtsfeier begrüßte Carl Haefeli alle

seine Mitarbeiter aufs herzlichste. Der Chef

verlas das Weihnachtsevangelium und dann

sang die ganze Belegschaft Weihnachtslieder.

Jeder Anwesende erhielt aus der Hand des

Doch was hilft es, länger darüber nachzugrübeln?

Es ist geschehen und damit basta!

# * *

Mein Besuch beim Jugendrichter, gemeinsam

mit Tante Jans, erweist sich als völlig

überflüssig.

«Natürlich darf der Junge zu seinem Vater

zurück», sagt van Loon, als wäre das überhaupt

nie fraglich gewesen. «Wenn Sie, Bruis,

als sein Vormund wünschen, daß er bei ihm

und seiner Pflegemutter untergebracht wird,

dann wäre es doch höchst seltsam, wenn ich

etwas dagegen einzuwenden hätte.»

Schade, daß ich den Weg zu ihm nicht

schon früher gegangen bin! Dann hätte ich der

Ratte manchen Kummer erspart.

Nun, jetzt alles in Ordnung.

«Wie geht es denn unserem Freund?» fragt

Herr van Loon.

Ich weiß nicht, wie es kommt, aber diese

Frage regt mich auf.

Da sitzt er lässig hinter seinem Schreibtisch

und raucht die unvermeidliche Zigarette.

Wie gepflegt er doch aussieht in seinem grauen

Anzug mit den schmalen Händen, die mit einem

kostbaren indischen Brieföffner spielen. Ein

Mann, der über Sein oder Nichtsein der Kinder

zu entscheiden hat!

Chefs als Dank für gute Zusammenarbeit ein

schönes Geschenk. Bei fröhlichem Geplauder

saßen wir gut gelaunt beisammen, bis die Uhr

zur Heimkehr mahnte. Herzlichen Dank für

die schöne Feier und beste Wünsche für das

Jahr 1964! (Eing.)

Sarnen. Prof. Leo Kathriner gestorben. In

der Nacht zum Montag ist im Spital von Locarno

unser Mitbürger Leo Kathriner, der bis

zu seiner Pensionierung als Professor am Konservatorium

Freiburg und als Organist gewirkt

hatte und auch seither noch als Orgelexperte

seine reichen Erfahrungen da und dort zur Verfügung

stellte, sanft entschlafen, nachdem er

am Tag vorher von einem Unwohlsein befallen

worden war. Seine sterbliche Hülle wird

am Donnerstagmorgen in Sarnen beerdigt werden.

Wir werden dieses originellen, heimatverbundenen

Musikers und Idealisten in einem

Nachruf gedenken. R. I. P

Sarnen. Filmtip. «Försterchristi». Ein schöner

Abend für die Freunde dieser Filmart:

schön sind die Pferde, die Mädchen, die Berge

— und der Schluß, da der brave Rittmeister

seine Christi bekommt. Schön.

«Der Henker wartet» (Le bourreau attendra).

Waffenschmuggler rettet entwichenen

Sträfling und setzt ihn für seine Zwecke ein, so

daß dieser schließlich erneut zum Mörder wird.

Kriminalfilm, der zwar auf grobanstößige Szenen

verzichtet, aber bedenkenlos in Mörderund

Flittchenkult tut.

«Frage sieben». Amerikanischer Film über

das Schicksal einer lutherischen Pastorenfamilie

in der Ostzone, die dem Gewissenszwang

und den Methoden der Jugendverführung im

totalitären und atheistischen Staat ausgesetzt

ist. Ein mit schlichtem Ernst und christlichem

Mut eindrücklich gestalteter Anruf in die Zeit.

Vorbehaltlose Empfehlung.

(Filmberater SKW)

Schwander-Theaterbericht. Besonders jetzt

im verschneiten Stalden droben, wo Bäume und

Sträucher wunderschön im Rauhreif stehen,

empfindet man das Wohltuende eines Spazierganges

verbunden mit einem Theaterbesuch.

Dieses Jahr — die Erstaufführung hat letzten

Sonntag im vollbesetzten Rößli-Saal stattgefunden

— übertreffen sich die Schwander

selbst im Theaterspielen. Das gutgewählte

Stück «Watter über Obertal» bringt Bergluft

und Frische auf die Bühne, es bietet Spannung

wie noch nie, verknüpft sie mit ländlichem

«Nun, es besteht immerhin die Aussicht»,

antworte ich mürrisch, «daß noch ein Funke

Leben in ihm bleibt. Doch das ist dann dem

Zufall zu verdanken. Eigentlich müßte er ausgequetscht

wie eine Zitrone zurückkommen.»

«Sie halten mein Urteil also für falsch»,

fragt er, ohne gekränkt zu sein.

«Für völlig falsch», stimme ich zu. «Zum

Glück gibt es in der Zuchtschule einen Kaplan,

der sich ein bißchen um das seelische Wohl des

Jungen kümmert. Aber das lag ja eigentlich

nicht in der Absicht des Urteils.»

«Wie häßlich Sie das sagen», spottet van

Loon. «Sie denken wohl: Kinderhenker, es gelingt

dir doch nicht, die Ratte klein zu kriegen.»

«Auf jeden Fall war Ihr Urteil ein gefährliches

Experiment.»

Der Jugendrichter sieht mich streitsüchtig

an.

«Erziehn ist ein Experiment, Herr Lehrer!

Und ein guter Erzieher ist nichts als ein tüchtiger

Spekulant. Der größte Schlaukopf kann

nicht mit Bestimmtheit errechnen, welche

Wirkung seine erzieherische Maßnahme auslösen

wird.»

Tante Jans verfolgt unser Wortgefecht, ohne

ein Wort zu sprechen. Sie hat von vornherein

sich auf eine schweigende Rolle verlegt.

Brauchtum und erquickender Natürlichkeit.

Wie die Dörfler sich abends an der Chilwi treffen,

um zu plaudern, zu singen und ein Tänzchen

zu machen; wie gerade dann, wenn es

am schönsten ist, die Stimmung plötzlich getrübt

wird, weil es in Obertal auch Menschen

gibt, die Unrecht tun. Gemeindepräsident Odermatt

hat es in sich, den irregeführten Bauer

Balz Hürzeler (beide sind Prachtsfiguren, wie

aus dem Leben geholt und auf die Bühne gestellt),

zu warnen — dennoch, wie so oft im Leben,

wird diese Warnung hartnäckig in den

Wind geschlagen. Daraus entsteht das ganze

Unglück, das sich wie eine Kette von Verwicklungen

menschlichen Schicksals aneinanderreiht,

um dann, wenn es Zeit ist, dort anzuschlagen,

wo es den Richtigen trifft. Daß ein

Wildhüter dabei auch noch eine besondere Rolle

spielt, macht das Stück noch spannender.

Uebrigens sind dieser Wyrsch wie der Senn

Christen auf der Kreuzalp sehr glaubwürdige

Rollenträger. Und erst der unglückselige, reiche

Bauer Emil Stalder! (Wo hat dieser Schwander

aus der Bachschweifi nur diese großartige

Spielkunst her?).

Dieses Volksstück in vier Akten von Herbert

Blättler, Kriens, zeigt, daß unter Gottes

Obhut die Dinge ihren guten Gang gehen, so

wie das Wasser in klarer Frische unablässig

fließt. Wir sehen, wie Güte, Treue, Wohlwollen

und hilfsbereites Entgegenkommen ins

Dasein hineinwirkt. Im Geheimnis der Begegnung

und Verknüpfung wird die Handlung gesteigert.

Auch echter Humor und nach Heu

riechende Urwüchsigkeit fehlen nicht und kommen

bei Trini und Lunzi voll zur Geltung. Jene

große, alle Fragwürdigkeiten des Lebens überwindende

Harmonie zeigt der Schlußakt, von

dem man tief beeindruckt nach Hause geht.

Es würde zu weit führen., die fast zwanzig

Mitspielenden einzeln zu beurteilen, doch dem

kleinen Seppli, dem Hüterbub auf der Kreuzalp

darf man ganz besonders gratulieren zu

seinem Erfolg in seinem ersten Spieljahr. Dazu

wünschen wir Regisseur August von Wyl sowie

der ganzen Spielgesellschaft, die Kulissenmaler

einbezogen, eine gute, erfolgreiche Theaterzeit.

Jahrestagung der Unterwaldner Schwinger

in Kerns. (Eing.) Zur ordentlichen Generalversammlung

des Schwingerverbandes Ob- und

Nidwaiden versammelten sich über hundert

Schwinger im Hotel Sonne in Kerns. Verbandspräsident

Karl Berchtold, Giswil, hieß besonders

zehn Ehrenmitglieder herzlich willkommen.

Das Protokoll, vorgetragen von Sekretär

Edi Reinhard, Kerns, sowie die Festberichte

des technischen Leiters Franz Omlin, Sarnen,

wurden gutgeheißen. In seinem ausführlichen

Jahresbericht streifte der Verbandspräsident

die wichtigsten Ereignisse des abgelaufenen

Verbandsjahres und erwähnte, daß der Verband

zurzeit 247 Aktivmitglieder umfaßt, gegenüber

210 im Vorjahr. Den fünf im abgelaufenen

Jahr verstorbenen Mitgliedern erwies

die Versammlung die übliche Ehre. Die Jahres-

Nervös spielt sie mit ihrem Handtäschchen. Im

Gesicht und am Hals hat sie rote Flecken.

Plötzlich wendet sich van Loon an sie:

«Nun reden Sie einmal! Wenn Ciske bei

Ihnen ist und er spielt zum Beispiel mit

Streichhölzern, obwohl Sie ihm das schon

sechsmal verboten haben, was tun Sie dann?»

Tante Jans macht ein betroffenes Gesicht.

«Wenn er sechsmal mit Streichhölzern

spielt, obwohl ich es nicht gern hab ... Ach,

wo, soweit wird es bestimmt nicht kommen.»

«Warum nicht?»

«Nun, weil ich ihm schon beim zweitenmal

eine um die Ohren hauen würde. Kinder haben

nicht mit Streichhölzern zu spielen!»

«Wissen Sie denn auch, ob es richtig ist,

ihm eine Ohrfeige zu geben?» fragt der Jugendrichter

amüsiert.

«Natürlich», sagt Tante Jans, ohne zu überlegen.

«Einmal würd ich ihn warnen, dann

müßte er es in Kauf nehmen. Aber wovon sprechen

die Herren denn eigentlich?»

Zusammen mit Tante Jans hole ich Ciske,

die Ratte, aus der Zuchtschule ab. Jans ist

fürchterlich nervös. In ihrem Sonntagskleid

sitzt sie mir im Zug gegenüber und weint.

(Fortsetzung folgt)


Weiterung der Bestuhlung auf dem Brünig-

Schwingplatz um 452 Sitzplätze wurde gutgeheißen

und die Ausführung kann im geeigneten

Zeitpunkt bis spätestens 1966 erfolgen.

Abschließend wurde der abtretende Verbandspräsident

Karl Berchtold, Giswil, einstimmig

und mit großem Applaus zum Ehrenmitglied

ernannt. Ehrenmitglied Berchtold gehörte

während 16 Jahren dem Vorstand an,

davon acht Jahre als Sekretär und ebenfalls

acht Jahre als umsichtiger und sehr initiativer

Verbandspräsident. Ebenfalls zum Ehrenmitglied

wurde Kaspar Niederberger, Samen, ernannt.

Die Generalversammlung wurde umrahmt

von Vorträgen des Kernser Jodelklubs.

Kerns. Für Töchter und Jungmänner ab 17

Jahren. Unter dem Thema «Erziehung zur

christlichen Ehe in moderner Zeit» finden am

nächsten Dienstag und Donnerstag erstmals für

die Jugendlichen SAKES-Vorträge statt. H. H.

P. Dr. Crottogini, Schöneck, spricht über: Junge

Menschen auf dem Weg zur Liebe, und: Von

der Liebe zur Ehe. Nachdem den beiden ersten

Vorträgen ein voller Erfolg beschieden war, erwartet

man diesmal die Jungen in hellen Scharen.

Töchter und Jungmänner erhalten mit diesen

Vorträgen in zeitgemäßer, offener Sprache

Weg und Richtschnur gewiesen zum zukünftigen

Lebensglück. (Eing.)

Sachsein. Weihnachtsfeier der KAB. (Eing.)

Wiederum waren recht viele Mitglieder mit

ihrer Familie zu unserer besinnlichen Weihnachtsfeier

versammelt. Herr Erwin Reinhard

stellte uns in großzügiger Weise seinen sehr

schönen Aufenthaltsraum unentgeltlich zur

Verfügung in dem sich alle wohl und behaglich

fühlen konnten. Unser H. H. Präses hielt

eine kurze, gehaltvolle Weihnachtsansprache,

anschließend unterhielt uns der H. H. Arbeiterseelsorger

mit drei zum Teil sehr lustigen Filmen,

die nicht nur die Kinder sondern auch ältere

Leute zum Lachen brachten. Unsere Küchenmannschaft

war unterdessen nicht untätig

geblieben. Bald wurden heiße Würstchen, Brot

und Tee aufgetragen. Für die Kinder gab's

feinen Kuchen, der restlos aufgegessen wurde.

Unser Kassier hatte die angenehme Aufgabe,

fünf glücklichen Müttern für Familienzuwachs

das Wöchnerinnengeld auszuzahlen. Zum Abschied

bekam jedes Kind ein Säcklein gefüllt

mit knusperigen «Baslerläckerli», fabriziert

von Josef Degen, Flüeli. Von zwei Ehrenmitgliedern

wurde ein schöner Zustupf an Geld

für die Unkosten der Weihnachtsfeier zugeschoben.

Besten Dank!

Sonntag, den 19. Januar, versammeln wir

uns nachmittags 2 Uhr im Löwen zur Generalversammlung.

t P. Dr. Erasmus M. Bernert O. P., Spiritual

des Aufgebothaus im Flüeli, ist am 3. Januar

verschieden. Ein Herzschlag hat langer Leidenszeit

ein Ende gesetzt und einen Geist ausgelöscht,

mit prophetischer Schau. Aus allen

Teilen der Schweiz und aus dem Ausland kamen

seine Freunde, erschüttert von der Nachricht

seines Todes zum Trauergottesdienst in

die Pfarrkirche Sachsein, wo dieser große Verehrer

des Bruder Klaus vor dessen Sarkophag

aufgebahrt und dann auf dem Friedhof neben

der Kirche zur Ruhe gelegt wurde. Seine Mitbrüder

im Orden des hl. Dominikus haben ihm

das feierliche Requiem gehalten. Der Prior des

Dominikanerklosters Walberberg bei Köln

nahm von der Kanzel Abschied von seinem

Lehrer und Freund und dankte ihm in tiefbewegten

Worten für seine geistigen Wohltaten,

die er ihm und allen Gottsuchern freigebig ausgeteilt

hat. Dankte diesem mächtigen Künder

der Absolutheit Gottes, der Tag und Jahr in

der Anbetung der heiligsten Dreifaltigkeit gelebt

und in Demut und Glauben das Vermächt

nis des Heiligen im Ranft erfüllt hat.

Pater Erasmus wurde am 26. Dezember 1890

geboren, besuchte im westfälischen Warburg

die Schulen und das Gymnasium, trat in den

Orden ein und wurde 1918 zum Priester geweiht.

Nach langjährigen Studien der Philosophie

und Theologie, die für ihn nicht ein Anhäufen

von Wissen, sondern die Klärung seiner

innersten Lebensfragen waren, wurde er

vom Orden zum Studium der Naturwissenschaften

an die Universität Berlin gesandt. Damals

fand er dort Professoren von Europäischem

Ruf, die sich freien Geistes und kulturkämpferischer

Tatkraft rühmten. Unter den

vielen Studenten war er der einzige Priester.

Dennoch doktorierte er vor diesen aufgeklärten

Köpfen mit hervorragendem Erfolg. Die

nächsten Jahre wirkte er am Gymnasium der

Dominikaner in Vechta i. O. als Professor der

Mathematik, dann als Studentenseelsorger in

Freiburg im Uechtland. Seine Ahnen waren,

wie er oft mit Freude berichtete, aus der

Schweiz nach Deutschland gekommen. In der

Schweiz fühlte er sich geborgen und beheimatet,

der Schweiz hat er auch mit viel Liebe seine

Dienste geleistet. In den gefährlichen Jahren

vor dem zweiten Weltkrieg wurde er wieder

nach Deutschland zurückgerufen, um den

deutschen Akademikerverband mit seinen

23 000 Mitgliedern zu leiten. Er, der die Stille

liebte und die Einsamkeit suchte, der vor Menschenansammlungen

zurückschreckte und eher

unter Menschenfurcht litt, mußte nun in den

Hauptstädten vor dichtgedrängten Reihen in

großen Sälen sprechen, Gottes Alleinherrschaft j

und absoluten Anspruch an jegliches Leben!

verkünden, in einer Zeit, die den Uebermensch

als Allheil vergötterte. Ohne Furcht und mit

hinreissender Ueberzeugungskraft kämpfte

auch er gegen die Flut, die später Europa überwältigte.

Diese beängsigende Kraftprobe endete

mit einem schweren Herzleiden und mit

der Flucht vor dem Haftbefehl der Gewalt

haber.

Als kranker Emigrant kam er in die

Schweiz zurück, wirkte zuerst in Basel und

mußte sich dann, um die Kräfte zu schonen

und in Rücksicht auf die politischen Verhältnisse,

in ein Altersheim zurückziehen. Die ehemaligen

Studenten von Freiburg und viele Suchende

und Fragende fanden den Verborgenen

bald. In seinem kleinen Zimmer im Bleichenberg

brannte die Lampe bis spät in die Nacht.

Seine Gebete, sein Studium und die vielen Besucher

erlaubten ihm keinen frühen Feierabend.

Mit einem weitverzweigten Schülerkreis

kam er im Jahre 1946 ins Aufgebothaus,

wo er seinen Unterricht im geistlichen Leben

unter besseren Verhältnissen und in geeigneten

Räumen weiterführen konnte.

Das währschafte Holzhaus ob dem Ranft

wurde ein Treffpunkt von Menschen aus allen

Schichten in seelischer Not, in Bedrängnis und

solchen, die nach Einsichten in die übernatürliche

Ordnung verlangten. Pater Erasmus war

ihnen ein erfahrener Seelsorger und ein Lehrer

von umfassendem Wissen. Die Philosophie, die

Theologie und die Naturwissenschaft fanden

sich in ihm vereint und zu unverrückbarer Synthese

verdichtet. Zugleich verband sich Erfahrung

und Wissen mit der seltenen Gabe, die

Wahrheit in einfacher Darstellung zu bieten.

=±l. L^, g T?" e .

Summa des hl. Thomas von Aquin und führte

in die Erkenntnis des neuzeitlichen Denkens

hinein. Mit freudigem Interesse verfolgte er

die Veröffentlichungen der geisteswissenschaftlichen

Verlage und kam mit einem neuen Buch,

das er in der vergangenen Nacht studiert hatte,

begeistert in den Vortragsraum.

Sein Herzleiden, dem er viel zu wenig Pflege

und Beachtung schenkte, hat ihn aus diesem

Wirken jäh herausgerissen. An seinem 74. Geburtstag

wurde aus seiner Krankheit ein gefährlicher

Zustand. Eine Woche später gab dieser

große Priester seine Seele in Anbetung dem

Schöpfer zurück, dessen Herrlichkeit und Absolutheit

er mit allen und letzten Kräften bezeugt

und verkündet hat. Josef von Matt

Aus der Theatergesellschaft Giswil. (Eing.)

Nach zweijährigem Unterbruch tritt die Theatergesellschaft

Giswil am 19. Januar wieder

mit einem ernstheiteren Bühnenstück vor die

Öffentlichkeit und darf sich bestimmt auf begeisterten

Zuspruch verlassen. Vor etlichen

Jahren hat man das Volksstück von Andreas

Zimmermann, «Aelplerkilbi», in Lungern gesehen

und war ganz begeistert darob. Trotz

des Namens verkörpert das Volksstück nicht so

sehr die Tradition «Aelplerkilbi», vielmehr geht

es um das Schicksal eines alten Aelplers, und

es wirkt so fesselnd für uns, wie wir es lieben.

Mehr möchte ich aus dem Stück nicht verraten,

denn jeder Freund eines volkstümlichen

Theaters muß dies persönlich gesehen haben.

Zu diesem Volksstück gratulieren wir unserer

Theatergesellschaft herzlich und wünschen,

daß zu ihren Aufführungen die Turnhalle immer

gefüllt sei bis auf den letzten Platz. Die

Theatergesellschaft hat in diesem Unterbruch

viel Schweres erfahren. Zumal verlor man im

Oktober 1961 einen sehr bedeutenden Schauspieler

in Hans Durrer-Mathis, Bildhauer, und

wenig später erlitt Paul Sigrist, Diechtersmatt,

einen schweren Unfall, der ihn ein Bein kostete.

Auch Sigrist war ein guter Spieler, und

deswegen mußte zur Zeit das vorgesehene Bühnenstück,

das wohl unter einem anderen Namen

figurierte, aufgegeben werden. Die Theatergesellschaft,

die sich aus qualifizierten Spielern

gruppiert, hat sich von bescheidenen Anfängen

aufgeschwungen und mit kostspieligen

Anschaffungen durchgerungen. Somit darf man

der Theatergesellschaft die mühevolle Arbeit,

das zähe Ringen um etwas Gediegenes und Ansprechendes,

mit regem Besuch ihrer Aufführungen

belohnen. Unser traditionshungriges

Volk hat hier eine recht unterhaltsame und

zudem belehrende Abwechslung in Sicht. Wir

freuen uns heute schon riesig und wünschen

unsern Spielern einen verdienten Erfolg.

Ein sehr begeisterter Theaterfreund am

Giswilerstock.

Giswil. Antoniusfest. Am kommenden Freitag,

den 17. Januar 1964 feiert der Bauernstand

seinen Patron, den hl. Antonius, den Einsiedler.

In der Kirche Großteil — sie ist ihm

geweiht — wird um 9 00 Uhr ein feierliches

Hochamt gefeiert. Die Festpredigt hält der bekannte

Bauernseelsorger H. H. P. Ansfried

Hinder. Dank und Bitte werden die Gründe

sein, weswegen der Bauernstand diesen Gottesdienst

besuchen wird.

Am Abend des Antoniusfest aber lädt der

Obwaldner Bauernverein und die Geistlichkeit

das ganze Bauernvolk in die Turnhalle ein zu

einer volksverbundenen, frohen und ernsten Besinnungsstunde.

Der Theatergesellschaft möchten

wir an dieser Stelle danken, daß sie uns unmittelbar

vor ihrer Erstaufführung die Turnhalle

für diesen Abend überläßt.

Eröffnet wird der Abend um 20.00 durch

den prächtigen Farbfilm: «Buirätagig Gläubebiele

1963» und «Obwaldnertag an der Olma»

von Albert Rohrer, Sachsein. Gar mancher Gis-

wiler Bauer und Aelpler wird sich so als Filmstar

auf der Leinwand sehen!

Zwischenhinein wird unser Jodlerduett

Ruedy Rymann und Trudy Abächerli den

Abend gestalten helfen. Als Mittelpunkt des

Abends aber wendet sich P. Ansfried nochmals

an alle Bauern, um zu ihnen zu sprechen über

«Gsundi Chreft im Dorf».

Der Abend wird ausklingen in herrlichen

Lichtbildern unserer Heimat, die in uns die

Liebe zur Schönheit unseres Landes vertiefen

wollen.

Machen Sie sich also einen großen Knopf

ins Nastuch: Am Bauernfeiertag, Freitag, den

17. Januar, 20.00 Uhr, in die Turnhalle Gis

wil! -tz-

K a n t o n e

Ermutigende Resultate der Erdgasbohrungen

bei Pfaffnau LU

spk. Die LEAG, Aktiengesellschaft für luzernisches

Erdöl, Luzern, teilt mit:

Die Bohrarbeiten bei Pfaffnau wurden

nach Erreichen der vorgesehenen Endtiefe am

20. Dezember 1963 beendet. Die in verschiedenen

Schichten aufgetretenen Oel- und Gasanzeichen

wurden laufend auf ihre Wirtschaftlichkeit

hin geprüft. In einem Horizont traten

so ermutigende Indikationen auf, daß sich eine

eingehendere Prüfung aufdrängte. Die anfangs

Jahr durchgeführten Tests ergaben den Zufluß

von einigen Tausend m 3 Erdgas. Gemäß

dem Testergebnis wird vermutet, daß die Bohrung

im Randwasserbereich einer gasführenden

d ".., , h " 1 Ä h " 2°°° Es häng, von den vorgesehane»,

weiteren Untersuchungen ab, ob Folgebohrungen

abgeteuft werden, die allein über Größe

und Wirtschaftlichkeit der Lagerstätte zuverläßige

Auskunft geben könnten.

E i d g e n o s s e n s c h a f t

Referendum gegen das Berufsbildungsgesetz

spk. Unter den verschiedenen Erlassen, deren

Referendumsfrist abgelaufen ist, befindet

sich auch das neue Berufsbildungsgesetz. Gegen

dieses Gesetz ist nun von einem «Verein der

Ehemaligen des Technikums Winterthur» das

Referendum ergriffen worden und zustande gekommen.

Die Urheber haben am Mittwoch der

Bundeskanzlei die Unterschriftenbogen eingereicht.

Sie sollen nach ihren Angaben 35 234

Unterschriften enthalten. Die Urheber des Referendums

behaupten, das Referendum richte

sich nicht gegen das Berufsbildungsgesetz an

sich, sondern nur gegen dessen Artikel 46, wel

eher die Frage der Titel der Absolventen der

höheren technischen Schulen (HTL) regelt.

Während sie sich als Absolventen solcher Schulen

«Ingenieur HTL» und «Architekt HTL»

nennen möchten, haben die eidgenössischen

Räte den Titel «Ingenieur-Techniker HTL» und

«Architekt-Techniker HTL» gewählt, um eine

bessere Unterscheidung von den Absolventen

der technischen Hochschulen zu ermöglichen.

Mit diesem Bescheid gaben sich die «Ehemaligen»

des Technikums Winterthur nicht zufrieden.

Sie wollen den «Techniker» weghaben.

Und deshalb muß nun die Maschinerie der

Volksabstimmung in Gang gesetzt werden; wegen

dieser kleinen Gruppe wird das gesamte

Berufsbildungsgesetz nicht nur später in Kraft

gesetzt werden können, sondern unter Umständen

gefährdet.

Der schweizerische Viehbestand bangfrei

Das Eidgenössische Veterinäramt teilt mit:

Nachdem der Viehbestand des Kantons Nidwalden

bangfrei geworden ist, konnte auf 31.

Wochenmarktbericht von Luzern

Detailpreise vom 7. Januar 1964

Zwetschgren lkg

Dezember 1963 gemäß Art. 14. der Verfügung

des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes

vom 16. August 1961 über die Bekämpfung

des Rinderabortus Bang der gesamte

schweizerische Viehbestand als anerkannt

bangfrei erklärt werden. Alle Viehbestände

werden periodisch weiterhin obligatorisch tierärztlich

untersucht, um ein eventuelles Auftreten

der Seuche sofort erkennen und bekämpfen

zu können.

K i r c hl l c h e s

Im Auftrag der schweizerischen Bischöfe

führt das Komitee der schweizerischen Lourdeswallfahrt

für Gesunde und Kranke seine

Wallfahrt im Frühjahr vom 28. April bis 5.

Mai durch. Mit drei Zügen ab St. Gallen, Chur

und Erstfeld, werden die großen Auffang-Gebiete

bedient und es stehen allen Pilgern der II.

Klasse Liegewagen zur Verfügung, die dazu

helfen, die Nachtfahrt angenehmer zu gestalten.

Mögen recht viele Schweizer-Pilger dem

Aufruf zu dieser Wallfahrt folgen. Wer schon

in Lourdes war, weiß, daß es immer eine ganz

große Gnade bedeutet an dieser hl. Stätte mit

und für andere zu beten (siehe Inserat).

Zigeuner

Auffallende Rufe locken mich ans Fenster.

Sie kommen von der großen Fichte, die mit der

Ueberfülle von hängenden Zapfen einen herzerfreuenden

Anblick bietet. «Gip gip», tönt es

ohne Aufhören. Dieser Ruf genügt, um die seltenen

Besucher zu verraten. Die Zigeunervögel

sind es, die überall und nirgends anzutreffenden

Kreuzschnäbel. Ein rotes, prächtig ausgefärbtes

Männchen und ein grünliches Weibchen

klettern gewandt im Tannengeäst herum.

Und schon flattern noch mehr Vagabunden auf

den Baum. Die Kreuzschnäbel sind sehr gesellig.

Man trifft fast immer einen ganzen Flug

beieinander. Ich zähle neun Stück. Wie sie

locken und rufen, wie sie kopfunter wie Papageien

an den Zapfen hängen, wie sie schmausen

und tafeln! — Einige reissen den Zapfen geschickt

ab, halten ihn mit beiden Füßen fest,

drehen mit dem gekreuzten Schnabel die

Schuppen ab und klauben den Samen heraus.

Ist ein Zapfen geleert, lassen sie die leere

Spindel achtlos fallen. Bald ist der Boden mit

ausgepickten Zapfen bedeckt. Drei Tage währt

das Festgelage im Fichtenbaum, dann sind die

Gäste ohne Dank und Abschied verschwunden

und die Fichte hat ihren Schmuck verloren. —

Die Fichtenkreuzschnäbel sind merkwürdige

Vögel. Ihr Herumstreunen hängt mit dem unterschiedlichen

Vorkommen der Zapfen zusammen.

In Jahren, wo diese fehlen, bleiben auch

jene aus, weil sie eben Gebiete aufsuchen müssen,

die ihnen Nahrung bieten. Früher wurde

der Kreuzschnabel häufig als Käfigvogel in

den Stuben gehalten. Ein noch heute anzutreffender

Aberglaube sagt, daß dieser Vogel die

Krankheiten der Menschen an sich ziehe. — In

der Freiheit brüten sie oft mitten im Winter

im schneebedeckten Hochwald. Ihr Tisch ist

dann am reichsten gedeckt. Wenn die Jungen

ausfliegen, sind sie abgehärtet und wetterfest.

Eine Legende erzählt, daß der Kreuzschnabel,

als der Heiland am Kreuze hing, barmherziger

als die Menschen versuchte, die grausamen

Nägel aus dem Holze zu ziehen. Deshalb

sei sein Schnabel so verbogen worden und das

Blut des Erlösers habe sein Gefieder rot gefärbt.

M. H.

Viehmarkt in Luzern vom 7. Januar 1964

Marktbesuch gut. Total Auffuhr 958 Stück

Blumenkohl I k* 160

Bohnen lke

Erbsen

kg Brombeeren lkgr

Fenchel k K 150 "Erdbeeren lkur

Gurken k? Heidelbeeren lkgr

Preis per kg

Kabis, weiß k g 60 Himmbeeren lkg

Gattung

Lebendgewicht

Handel

Kabis, rot kfr 70 Johannisbeeren lkgr

Kartoffeln 1 k* 40

Knoblauch 100 K 40 5. Honig. Eier, Pilze Großvieh:

Kohlraben k? 220 Bienenhonig 1 kg 1050

Krautstiele k e 200 Trinkeier Stflck 20

Rinder und Ochsen:

Lattich

k(r Kocheier Stflck 22

Ausstich

Lauch, grün ke 140 Champigrnons 100 gr vollfleischige, ausgemästete

65

3'0-340 gut

Lauch. crelb 1 kg 18" Eierpilze 100 gr

vollfleischige, gedeckte

305 315

fleischige bis vollfleischige 2*5 300

Petersilie Büschel! ?0

Randen, eekocht kg 75

6. Butter, Käse

Wurstrinder und Wurstochsen 225 240

Retting. Bier- 1 Vg 120 Kochbutter 1 kg 880 Kühe:

Posting. Meer- lkg 45 Tafelbutter gef. 100 gr 1?0 voll fleischige, ausgemäst., milchzahn, 260-3 0

Rhabarber

kg Emmentaler-Käse kgr 550 voll fleischige, gedeckte bis ausgemästete.

bis höchstens 6 Jahre 235—265

Rosenkohl kg 240 Greverzer-Käse

kgr 6*0

Rfiehli. rot 1 kg 75 Masrer-Kase

kgr 2*0 ältere, vollfleischige bis ausgemästete 2.0-250

Schwarzwurzeln lkg 160 Sprinz-Käse

kg 7*0 Konserven- und Rohwurstkühe 220—2^0

Sellerie. Knollen- 1 Vg vo Tilsiter-Käse 1 kgr 620 Wurstkühe

185-215 mitte!

Spargeln lkg

Stiere (Muni)

1 Utr 3*0 7. Geflügel, Kleintiere Fette Muni, ungeschaufelte 300-320 gut

Tomaten lkg 270 Gitzi lkgr fette Bankmuni. 2—6 Schaufeln 280—295

Wir 7 . Kohl 1 kg 80 Kaninchen

kg 750 Wurstmuni, Inbegriffen alle Muni bis

Zwiebeln lkg 80 Poulets

kgr 650 und mit 8 Schaufeln

245—270

Suppenhühner 1 kg 40

2. Salat

Tauben 1 Stückl80—400 Kleinvieh:

Brüsseler 100 g 30

1 on e 25 8. Fische (tot)

Kälber

Ausstich, in jeder Beziehung hervorragend.

in der Regel mehr als 110 kg 560—570 Mittel

Kopfsalat Stück 45 Albeli-Weißfische lkg 400

K rosse 100 60 Barben

kg 25 leichtere, vollfleischige, gedeckte, bis

Nflßll 100 g 80 Baichen. Felchen 1 kg 540 fleisch., in der Regel mehr als 100 kg S.'O 530

Egli. Barsche lkg 460 leichtere Bankkälber, voll fleischige,

3. Früchte

Forellen

zirka 100 kg und schwerere gedeckte,

rotfleischige

480-490

Aepfel. Kontrollw. 1 kgr 90- 150 Zucht» 1 kg 900

Aepfel. Kochohst

kg 100 See- lkg

1 *g Hechte

Wurstkälber :

kg 700

Aprikosen lkg Botel

kg 600

bessere, fleischige bis vollfleischige,

Bananen

kg 180 Triischen

kg

zirka fiO'fißbis 76 kg. sowie schwerere 380 390

Kirschen

kg Hasel

kg

geringere, fleischige bis zirka 60/66

Nfl R *e

kg 330 Kabeljau

kg 540

kg und schwerere leerfleischige 340-360

Oraneen, Blut

kg 165 Colins 1 kg 800

ganz geringe, zu junge oder zu leerfleischige,

nicht absatzgesicherte

Orangen. Blond

kg 95 Soles lkg 700 Kälber

310 320

Pfirsiche

kg

Pflaumen

kg 9. Verschiedene«

Schweine :

Quitten

Ferkel, 7—9 Wochen

kg Sauerkraut

75 85

kg 150

flau

Springer, 11—13 Wochen

Trauben, blau 1 kg Aepfel. gedörrt

90 100

kg 700 Springer, größere

102—1 8

Trauben, weiß lkg 280 Birnen, gedörrt 1 kg 3 0 Faselschweine

Zitronen

1.0 I4S

1 kg 110 Artischocken Stack 200 Ausmastschweine

150-160


R a d i o B e r o m ü n s t e r

Mittwoch, 15. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Kleines Frühkonzert.

6.50 Morgenbetrachtung. 7.00 Nachrichten. 7.05

3 Minuten für die Landwirtschaft. 7.15 Fröhliche

Ländlermusikanten. 7.30 Im Auto durch

die Schweiz. 11.00 Musikalisches Album. 11.40

Chansons und leichte Musik. 12.00 «Maske in

Blau». Operette. 12.30 Nachrichten. 12.40 Gruß

aus dem Seeland. 13.30 Moderne Unterhaltung.

14.00 Mütterstunde: Kehrseiten des Wohlstandes.

14.30 Musik im Fernen Osten. 15.20 Freude

an der Natur. 16.00 Aktualitäten. 16.05 Symphonie

espagnole, op. 21, von Edouard Lalo. 16.45

Saaner Volkskunst. 17.10 Winterliche Lieder.

17.30 Kinderstunde: Vom Elfeli Sydefyn und

syne schöne Blueme. 18.00 Musik zum Feierabend.

18.55 Expo 64. 19.00 Aktualitäten. 19.30

Nachrichten und Echo der Zeit. 20.00 Slawische

Rhapsodie Nr. 3 von Dvorak. 20.15 «Sturmzyt».

21.10 Zu Gast im Studio Bern: Das Warschauer

Quintett. 21.50 Handschriftenfunde im Kloster

Engelberg. 22.15 Nachrichten. 22.20 Tanzabend.

L'KW-Programm: 19.00 Von Melodie zu

Melodie. 20.00 Der Antiquitätenhändler. 20.15

60 beschwingte Minuten. 21.15 Norwegen heute.

21.50 Edvard Grieg: Holberg-Suite.

Donnerstag, 16. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Melodien am Morgen.

6.55 Zum neuen Tag. 7.00 Nachrichten

7.05 Ballettmusik. 7.30 Im Auto durch die

Schweiz. 10.15 Schallplatte. 10.20 Schulfunksendung:

Wildtiere in Gefangenschaft. 10.50

Camille Saint-Saens: Aus «Carnaval des animaux».

11.00 Orchestre de Chambre Jean-

Fran^ois Paillard. 12.00 Franz Grothe. 12.30

Nachrichten. 12.40 Englisches Unterhaltungskonzert.

13.35 Neue Schallplatten mit leichter

Musik. 14.00 Für die Frau: Kinder und Fernsehen.

14.30 Ausländische Unterhaltungsorchester

spielen für die Schweizer Hörer. 15.20 Die

I

historische Schallplatte. 16.00 Aktualitäten.

16.05 Ab em Bygeli. 16.30 Kammermusik. 17.30

Jugendstunde: Der Mann mit dem roten Zylinder.

18.00 Allerlei Volkstümliches. 18.30 Innerschweizer

Chronik. 18.45 Allerlei Volkstümliches.

19.00 Aktualitäten. 19.30 Nachrichten

und Echo der Zeit. 20.00 Radio-Blasorchester.

20.20 Kampf bis aufs Messer. Tragikomödie.

21.30 Orchester der Basler Orchester-Gesellschaft.

22.15 Nachrichten. 22.20 Theater heute.

22.40 Die Sonaten für Violoncello und Klavier

von Ludwig van Beethoven. 23.05 Zwei Lieder

von Beethoven.

UKW-Programm. 19.00 Jeudi soir ... 20.00

Englischkurs. 20.15 Für den Jazzfreund. 21.00

Gutgelaunte Noten. 21.30 Das Filmmagazin.

Freitag, 17. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Volkstümliche Musik.

6.50 Worte auf den Weg. 7.00 Nachrichen. 7.05

Muntere Morgenmusik. 7.30 Im Auto durch die

Schweiz. 10.15 Schallplatte. 10.20 Schulfunksendung:

Christian Morgenstern. 10.50 Begleitmusik

zu einer Lichtspielszene. 11.00 Vier Pianistinnen.

11.30 Auf drei Wellen. 12.00 Weekend

im Schnee. 12.30 Nachrichten. 12.40 Treffpunkt

Musik. 13.30 Volkstümliche Unterhaltungsmusik.

14.00 Für die Frau: 1. Was soll ich

tun? 2. Ratschläge für die Tiefkühlung. 14.30

Kammermusik von Carl Maria von Weber.

15.20 Heiter — Besinnlich. 16.00 Aktualitäten.

16.05 Für Gesunde und Kranke. 16.15 Musik

kommt zu Besuch. 17.00 Der Pfau. 17.30 Kinderstunde:

De Kaländermaa. 18.00 Neue Platten

— neue Schlager. 18.40 Aktualitäten. 19.00

Weltchronik. 19.30 Nachrichten und Echo der

Zeit. 20.00 Arrivederci San Remo. 20.30 Am

runden Tisch. Diskussion. 21.15 Aus unserem

Gästebuch. 22.15 Nachrichten. 22.20 Unterhaltende

Kammermusik.

UKW-Programm. 19.00 Musik liegt in der

Luft. 20.00 Aus meinem Leben. Es erzählt: C.

F. Vaucher. 20.30 Musik und Literatur in unserer

Zeit. 20.30 Hans Werner Henze: Novae de

infinito laudes. 21.30 Kafkas Freundin Milena.

Gespräche.

Samstag, 18. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Mit Polka und Walzer

in den Morgen. 7.00 Nachrichten. 7.05 Kleiner

Jodellieder-Reigen. 7.20 Mys Gärtli. 7.30

Im Auto durch die Schweiz. 8.30 Englischkurs.

9.00 Internationale Radio- und Fernsehuniversität.

9.15 Große Pianisten. 9.55 Heute in New

York. 10.00 Politisierende Jugend. 10.15 Leichte

Melodien bunt gemischt. 11.00 Radio-Orchester

Beromünster. 12.00 Zigeuner spielen und

singen. 12.30 Nachrichten. 12.40 Konzert des

Musikvereins «Harmonie» Gerlafingen. 13.00

Mit kritischem Griffel. 13.15 Schlager vom Tage.

13.40 Die Samstags-Rundschau. 14.00 Jazz.

14.30 Fragen des Arbeitsrechts. 14.45 Musikparade.

16.05 Divertimento in G von Joseph

Haydn. 16.15 Wissen ist zollfrei! 17.00 Die neue

Schallplatte. 17.40 A tu per tu. 18 00 Mensch

und Arbeit. 18.20 Volkstümliches Abendständchen.

18.45 Piste und Stadion. 19.00 Aktualitäten.

19.15 Die Glocken der reformierten

Stephanus-Kirche von Spiegel bei Bern. 19.30

Nachrichten und Echo der Zeit. 20.00 Musik

von Joseph Strauß. 20.30 Eine unterhaltende

Liftfahrt durch ein Hochhaus, verbunden mit

einem Hörerwettbewerb. 21.40 Oeffentliches

Jazz-Konzert mit Humphrey Lyttleton. 22.15

Nachrichten. 22.20 Populäres Konzert.

UKW-Programm. 19.00 Beliebte Melodien.

20.00 «Der Wildschütz». Komische Oper von

Albert Lortzing. 22.30 Nachrichten.

t

Tiesbetrübt teilen wir Ihnen mit, daß es Gott dem Allmächtigen

gefallen hat, unsern geliebten Bruder, Schwager und Cousin

Leo Kathriner

Musik-Professor

unerwartet in seinem 77. Lebensjahre zu sich in die ewige Heimat

zurückzurufen. Er starb nach einem Leben der Arbeit und

voller Hingabe an die Jugend in Ruhe und im Frieden mit Gott

und seinen Mitmenschen. 26

Wir bitten Sie, dem lieben Verstorbenen ein gutes Andenken zu

bewahren und seiner im Stillen zu gedenken.

Freiburg, den 13. Januar 1964

In christlicher Trauer:

Frau Emma Kiser-Kathriner, Samen

und Anverwandte.

Psaltergebet: Mittwoch, den 15. Januar, 20.00 Uhr, in der Pfarrkirche.

Beerdigung in Samen, Donnerstag, den 16. Januar 1964, 7.45 Uhr.

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Sonntag, 19. Januar, 14.00 Uhr

Freitag, 24. Januar, 20.15 Uhr (Tanz)

Sonntag, 26. Januar, 14.00 und 20.15 Uhr

Sonntag, 2. Februar, 20.15 Uhr

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jährlich Fr. 20.—. Einzahlungen auf Postcheck-Konto VII 1085.

Neuabonnenten werden jederzeit gerne angenommen. — Druck

und Verlag: Louis Ehrli & Cie., Sarnen, Telefon (041) 85 10 33.

Konservativ-christlichsoziales Organ

Erscheint Dienstag und Freitag

Wöchentliche Beilage: Obwaldner Pfarreinachrichten

Verantwortlich für die Redaktion:

Dr. jur. Jost Dillier, Telefon 85 18 06

Inseratenpreise: Einspaltige Millimeterzeile: Obwalden 13 Rp.,

Schweiz 15 Rp., Reklame 50 Rp. - Inseratenannahme: Schweizer-

Annoncen AG «ASSA», Luzern, Tel. 2 12 54, und Filialen

(Mit Ausnahme des Kantons Obwalden). - Vorschriften

betreffend Plazierung, Schriftwahl und Arrangement

werden abgelehnt. Schluß der Inseratenannahme jeweils

Montag und Donnerstag 18.00 Uhr.

Fanal am Panama-Kanal

A u s l a n d r u n d s c h a u

J. N. Wie bei den Frauen scheinen bei den

Kanälen die die besten zu sein, von denen man

nicht spricht. Als der Panama-Kanal noch

nicht in den Schlagzeilen der Weltpresse aufblinkte

wie in diesen Tagen unter dramatischen

Titeln, dürfte es den Amerikanern in diesem

Stück ziemlich wohler gewesen sein. Ein

ärgerlicher Flaggenzwischenfall war da, es

gab Demonstrationen, Schießereien, Opfer. Panama

verlangte ein anderes Kanalregime, die

Nationalisierung oder Internationalisierung der

in einer USA-Enklave mit ausschließlich amerikanischem

Hoheitsrecht durch sein Gebiet

ziehenden Wasserstraße. Washington lehnte ab,

stark auf seinen «ewigen Vertrag» pochend und

indigniert hinzufügend, daß doch niemand anders

als Amerika den Kanal gebaut und bezahlt

habe. Die Panama-Regierung führte dagegen

die neue Zeit der «Revolution des historischen

Rechts» ins Feld und ließ sich auch

wenig davon beeindrucken, daß nicht nur der

berühmte Kanal, sondern auch sein Staat eine

USA-Schöpfung ist, damals von den Yankees

aus dem politischen Leib Kolumbiens geschnitten,

als Kolumbien nichts von einem Transkontinental-Kanal

durch sein Gebiet wissen wollte,

worauf die Kanalbauer flugs eine «Irredenta»

in jenem Landstrich zu einem Eigenstaat

beförderten, eben die Republik Panama. Das

war vor rund 60 Jahren. Mit vorsichtiger Schadenfreude

haben nun die Leidtragenden von

Suez, die Engländer und Franzosen, auf Panama

geblickt; nicht minder interessierte Zuschauer

sind alle, die — so oder so — im

wachsenden Einfluß Castros

und seines kommunistisch-«vorbildlichen» Kubas

eine gewaltige Gefahr oder einen gewaltigen

Erfolg sehen. Daß der Bärtige ausgerechnet

jetzt plötzlich zu «Wirtschaftsbesprechungen»

nach Moskau enteilt ist, das seinerseits —

wie auch Peking — der Forderung Panamas

volle moralische Unterstützung zubilligt, wirft

ein bezeichnendes Licht auf die Szene, für die

nun freilich wohl eine entdramatisierende Entspannungsformel

in Aussicht steht, aber kaum

eine tatsächliche Lösung des Grundproblems,

das ständiger Unruheherd Lateinamerikas

heißt. Das der gewaltige Halbkontinent damit

nicht allein steht, sondern im Schwarzen Erdteil

einen verhängnisvollen Partner besitzt, hat

der Fall oder besser Umfall der

Gewürzinsel Sansibar

diese Woche gezeigt, deren kaum errungene

Unabhängigkeit von Putschisten zu einem blutigen

Machtkampf ungewissen Ausgangs benutzt

worden ist. Denn wie lange werden sich

die neuesten Gewalthaber behaupten? Gut ein

halbes Dutzend ebenfalls entkolonisierter Staaten

Afrikas haben bereits deutlich gemacht,

auf wie schwankendem politischem Boden die

Regierungen dort amten, und es hätte des

Ciske, die R a t t e

Roman von Piet Bakker

Copyright by

Steingrüben-

Verlag

Presserechte

durch

43 Cosmopress

Auch ich bin reichlich durchgedreht. Nur

eins weiß ich mit Bestimmtheit: Ciske ist mir

ein lebendiger Freund geblieben, obwohl ich

natürlich noch nicht feststellen kann, ob er

sich noch mit mir verbunden fühlt.

«So, reissen Sie sich zusammen, Frau»,

fahre ich Jans an, als sie zitternd vor der

Zuchtschule darauf wartet, daß uns die Tür geöffnet

wird. Wie ein folgsames Kind versucht

sie, die Rührung hinunterzuschlucken.

Doch als wir auf dem Gang stehen und Ciske

sehen, da ist es mit der Fassung vorbei. Ich

muß ehrlich zugeben, daß auch ich meiner

Rührung kaum Herr werden kann.

Am Ende des langen Flurs steht meine alte

Ratte, der quicklebendige Junge, in kurzen

Kniehosen und offener Jacke. Es ist, als sei

ein böser Traum verflogen. Als Ciske uns sieht,

rennt er auf uns zu und fliegt Tante Jans wild

um den Hals.

«Sansibar-Pfeffers» nicht bedurft, um den Illusionisten

der raschen Entkolonialisierung um

jeden Preis die Augen vollends überlaufen zu

lassen. Freilich drängte und drängt dabei die

andere Gefahr: der zu einem grimmigen Wettlauf

zwingende Kommunismus, der durch seinen

chinesischen Sendboten

Tschu en-Lai zurzeit in Afrika

«Mehr Revolutionen» predigt, nachdem er in

Albanien wohl gegen seinen kommunistischen

Widerpartner Chruschtschew gewettert, aber

doch auch schon seinen Fuß ans Mittelmeer gesetzt

hat. Und am Mittelmeer liegt Italien, das

latente Kommunisten-Dorado Westeuropas,

das soeben seine Sozialisten durch Pro-Kommunisten

mit der Gründung einer neuen Partei

der proletarischen Einheit hat spalten sehen.

Noch sind die Friedensrufe des Papstes aus

Palästina nicht verhallt, da dröhnen schon ganz

andere, direkt kriegerische Töne aus jenem

Wetterwinkel. Um seine Wüsten fruchtbar zu

machen, braucht Israel Wasser und will den

See Genesareth anzapfen; Aegypten und zwölf

arabische Staaten erheben ein so drohendes

Veto, daß

Blut im Jordan

fließen könnte. In Kairo haben sich die angestammten

Feinde Israels zu einer «historischen

O B W A L D E N

Lokalsendung mit Bundespräsident, Landammann

und Justizdirektor. Am nächsten

Sonntag, den 19. Januar, abends 18.30 Uhr.

wird über UKW die erste Lokalsendung dieses

Jahres aus Obwalden ausgestrahlt. Sie erhält

durch die Tatsache, daß sich Bundespräsident

Ludwig von Moos persönlich mit einer kurzen

Ansprache an seine lieben Mitlandleute in Obwalden

wendet, ganz besonderes Gewicht und

besondere Bedeutung. Nicht weniger Interesse

wird man auch an einem Gespräch mit Landammann

Christian Dillier-Wyrsch haben, der

sich über aktuelle Probleme unseres obwaldnerischen

Staatswesen äußern wird. In einem

dritten Abschnitt wird Regierungsrat Dr. jur.

Ignaz Britschgi, Sarnen, einen Rückblick auf

die politischen Geschehen des vergangenen

Jahres halten. Zusammenstellung und Leitung

der Sendung: Julian Dillier. rso.

«Du, Ihr! Du!»

Ich erschrecke beinahe. So habe ich ihn

noch nie gesehen. Er ist nichts wie Freude und

Glück. Tante Jans bringt natürlich kein Wort

über die Lippen. Mit ihren groben Arbeitshänden

streichelt sie zärtlich seinen Rücken. Ihr

gutes, von Tränen überstimmtes Gesicht preßt

sie gegen seine Wange. Endlich sagt sie:

«So, Cis, mein Junge, jetzt laß mich mal

endlich los! Was sollen denn die Leute denken?»

Jetzt erst komme ich an die Reihe. Ciske

legt die Arme um meine Hüfte und drückt den

Kopf gegen meinen Bauch. Er hat gar kein

Gefühl dafür, daß das eine seltsame Begrüßung

ist. Nichts kümmert ihn, er ist frei!

Frei! Frei! Die drei Monate sind um. Alles

hat ein Ende gefunden.

«Ich muß mich noch abmelden», sagt er mit

einer gewissen Wichtigkeit. «Beim Direktor.»

«Na, dann paß mal auf, daß er dich nicht

behält», necke ich ihn. «Man kann nie wissen.»

Ciske macht eine wegwerfende Handbewegung,

dann zeigt er mir voll Stolz seine ausgestreckten

Arme.

«Sehen Sie mal, wie ich in den drei Monaten

gewachsen bin. Die Jackenärmel sind mir

viel zu kurz.

Gipfelkonferenz gegen die israelische Gefahr»

versammelt, und erneut zeigt sich im grellsten

Rampenlicht, wie unaufhörlich gefährlich die

Atmosphäre rund um den Judenstaat ist. Hinsichtlich

der völlig ungelösten Situation ist das

zweigeteilte Berlin, das die Russen umklammern

wie die Araber Israel, ein permanenter

Druck, zu dessen Erleichterung — was Deutschland

angeht — nun der neue westdeutsche

Kanzler Erhard mit London Gespräche führen

wird. Es ist kein Zweifel, daß dieser

erste persönliche Kontakt Erhard-Home

eins der großen Ereignisse des Jahres sein wird.

London will «Bewegungsdiplomatie» und sieht

in dem westdeutschen Kanzler, der sich bei

seinem Besuch in Paris und Texas erstaunlich

durchgesetzt hat, mit Recht einen Mann von

wirklich europäischem Format. Natürlich gehört

zu erfolgreichen Entspannungsoffensiven

auch der Partner auf der anderen Seite — hier

Chruschtschew — und es ist wohl nicht anzunehmen,

daß es einem westdeutschen Führer

gelingen wird, was seinem Kollegen, dem

«großen alten Mann Oesterreichs»,

Kanzler Raab, in freilich wesentlich anderen

Verhältnissen gelungen ist, nämlich mit den

Russen einen Staatsvertrag abzuschließen, der

Oesterreich frei machte. Am 8. Januar ist Julius

Raab 73jährig gestorben; es gebührt sich,

des guten Abendländers zu gedenken, der seinem

Zweiparteien-Land ein großer Lenker war.

Rekrutierungen und Inspektionen 1964. Für

den Kanton Obwalden sind die Rekrutierungen

und Inspektionen im Jahre 1964 wie folgt

festgesetzt worden:.

Rekrutierungen: in Sarnen vom 12. bis 17.

Juni und in Engelberg am 11. Juni. Stellungspflichtig

ist der Jahrgang 1945.

Inspektionen: Hauptinspektionen vom 14.

bis 24. September, Nachinspektion am 1. Dezember

und die Entlassungsinspektionen am 1.

und 2. Dezember in Sarnen.

Auf Ende des Jahres 1964 werden die Jahrgänge

1906, 1907 und 1908 aus der Wehrpflicht

entlassen.

Die Wehrpflichtigen werden ersucht, von

diesen Terminen Kenntnis zu nehmen. Im übrigen

wird auf die speziellen Publikationen verwiesen,

die im gegebenen Zeitpunkt erscheinen

werden.

Kreiskommando Obwalden

Tante Jans, die sich inzwischen ein bißchen

erholt hat, mustert die Jacke und sagt:

«Das macht nichts, wir schneiden die Aermel

ganz ab. Aermellose Jacken tragen heute

viele Jungen».

Tante Jans hat ihren Sinn für das Praktische

wiedergefunden.

Als Kaplan de Goey auf uns zukommt, stelle

ich sie vor.

«Das ist Ciskes zweite Mutter», sage ich.

«Danke sehr», stottert Jans zusammenhanglos.

«Gehen wir doch noch einen Augenblick da

ins Zimmer hinüber», schlägt de Goey vor.

«Der Direktor hat noch im Haus zu tun, da

können wir uns so lange unterhalten.»

«Nun mußt du einmal gut zuhören, mein

Junge», sagt der Kaplan, als wir Platz genommen

haben. «In einer halben Stunde stehst du

auf der Straße und bist wieder ein ganz gewöhnlicher

Junge. Dann ist das Leid zu Ende,

und du mußt möglichst wenig an diese dumme

Zeit zurückdenken. Sie ist vorbei. Und doch

möchte ich dir etwas zum Andenken mitgeben,

ein Geschenk. Das hättest du nicht gedacht,

was? Schau mal, hier gab es jemand, der dir

immer nur ein freundliches Gesicht gezeigt hat,

der die Güte und Milde selbst war. Weißt du,

wen ich meine?»

Ein neues Buch zur kirchlichen Ortsgeschichte.

Vor Weihnachten ist ein Büchlein

ganz eigener Art erschienen. Es trägt den Titel:

«Die blutweinende Gottesmutter». Es handelt

über die Verehrung der blutweinenden Gottesmutter

in der Kapelle zu Siebeneich, Kerns.

Im Augenblick, da der christliche Osten für

uns Westeuropäer wieder greifbarer wird,

macht uns Dr. Mehes, ein ungarischer Flüchtling,

wohnhaft in Alpnach, mit dem ungarischen

Gnadenbild in Pöcs bekannt und sucht

die Verehrung des gleichen Gnadenbildes für

Siebeneich zu begründen. Die Gegend von Pöcs

gehört liturgisch dem altslavischen Ritus des

hl. Johannes Chrysostomus an. Dort ereignete

sich am 4. November 1696 während der hl. Liturgie

ein Tränenwunder. Es wurde beobachtet

wie aus dem Gnadenbild Tränen hervorquollen

und sich auch Blut darunter mischte.

Dies machte das Bild damals weltbekannt.

Schon 1668 war bei der Eroberung Budapests

ein Obwaldner Offizier, Rudolf Christoph Wirz,

beteiligt. Das Schwert, das er damals gegen die

unheiligen Türken schwang, soll er dem Zeughaus

Sarnen geschenkt haben. Wie Pfarrhelfer

Bucher in Kerns 1722 nach einem kleinen

Abbild ein Altargemälde für Siebeneich einem

Unterwaldner Maler in Auftrag geben konnte,

bleibt nach dem Verfasser unabgeklärt, weil genauere

Quellen fehlen. Daß er mit der Bildverehrung

bekannt werden konnte, war durch die

Gewohnheit des Reislaufens unserer Landsknechte

durchaus gegeben. Neben Siebeneich

gibt es nur noch zwei Orte in der Schweiz, die

die Verehrung dieses ungarischen Bildes kennen:

Camp/Vals Graubünden und Verdasio im

Centovalli.

Es mag eine Ironie der Geschichte sein,

wenn nun die Ungarnflüchtlinge von 1956

durch ihre Wallfahrt nach Siebeneich «ihre»

Gottesmutter in der Fremde neu entdeckten. So

spannt diese Kapelle einen geschichtlichen Bogen

von den ungarischen Türkenkämpfen über

300 Jahre zur gegenwärtigen Freiheitsberaubung

des Ungarnvolkes durch den Kommunismus.

Ein solches Stück Kirchengeschichte dürfte

wohl einmalig sein. Der Verfasser hat darum

recht, wenn er das alte Bild an der Rückwand

wieder auf dem Hochaltar sehen möchte

und dem Gotteshaus eine Renovation wünscht.

Nicht selten sind unsere Kapellen voll von

Kitsch und Kram. Siebeneich hat hier Besseres

zu eigen. Dafür will das Büchlein zeugen.

Dr. Ignaz von Meh6s war Richter am obersten

königlich-ungarischen Gerichtshof, ging bei

einem früheren politischen Umsturz außer Landes

und verbringt seine alten Tage seit 1949 in

Alpnach. Einige sprachliche Unebenheiten des

Textes zeigen, daß der Verfasser fremdsprachig

ist. Trotzdem bleibt seine Leistung beachtlich.

Nur ein unermüdlcher Einsatz, die Liebe

zum angestammten Glauben seiner Landsleute

und der Trost, gerade Maria von Pöcs in der

Nähe zu haben, ließen ihn diese schwierige Arbeit

fertigstellen. In seiner Einleitung sagt er:

«Mein Hauptziel war dieses: die schöne Geschichte

der hl. Jungfrau, Maria von Pöcs, dem

Volke nahezubringen, um so die Liebe und

Andacht zu Maria zu fördern».

Möge das seltsame Bild den Heimatvertriebenen

aus Ungarn Zuversicht und Glauben

schenken an eine bessere Zukunft ihres Landes.

Auch für Einheimische bleiben die Darlegungen

beachtenswert und sichern dem Bild in

Siebeneich seinen Ehrenplatz. Es bleibt ein

Mahnbild, Gott und seiner hl. Mutter unablässig

zu danken für die unangefochtenen Güter

der Freiheit und des Glaubens in unserer unabhängigen

Schweiz. (Siehe Inserat). JIK

Schon wieder Falschmeldung in Sachen Gewässerschutz.

Kurz nachdem die Bildreportage

über einen den Sachslern zugedichteten Abfallplatz

die Runde durch die Schweizerpresse gemacht

hat, war eine andere, ebenfalls unrich-

«Ja», ruft die Ratte ohne Zaudern. «Sie!»

Der junge Kaplan muß sich Mühe geben,

ernst zu bleiben. In seinen Augen funkelt es.

«Nein, du dummer Junge. Nicht an mich, an

die Mutter Gottes sollst du immer denken!»

De Goey holt unter der Soutane das Madonnenbildchen

hervor.

«Ach ...!» sagt die Ratte überrascht. «Darf

ich ... darf ich das wirklich mitnehmen?»

«Du darfst dem Herrn Kaplan ruhig Dankeschön

sagen», erinnert Jans. Doch Ciske sagt

nichts sondern schaut nur strahlend auf das

Bild in seinen Händen.

Direktor Reinders betritt das Zimmer. «Ja,

was ist denn hier für ein Volksauf lauf?» fragt

er. Tante Jans springt hastig von ihrem Stuhl

hoch und macht eine linkische Verbeugung.

«Ja, bleiben Sie nur ruhig stehen», sagt

Reinders. «Jetzt darf Ciske auf dem Stuhl mir

gegenüber Platz nehmen. Jungen, die sich hier

gut geführt haben, steht das Recht auf den Ehrenplatz

wohl zu. Das ist so Sitte bei uns. Setze

dich, Freimuth.»

Ciske ist sich der Bedeutung dieses Augenblicks

sehr wohl bewußt. Das ist also das «Abmelden».

Nach dieser kleinen Feierlichkeit hat

er sich drei Monate lang gesehnt.

«Was hast du denn da?» erkundigt sich der

Direktor.


tige Meldung in den Tageszeitungen zu lesen

und sogar noch am Radio zu hören. Die Meldung

lautete:

«Sanierung des Sarnersees. Einem kürzlichen

Begehren der kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission

zur raschmöglichsten Sanierung

des verschmutzten Sarnersees hat der

Regierungsrat des Kantons Obwalden zugestimmt

und diese Kommission beauftragt, ein

Projekt für die Reinigung des Sees ausarbeiten

zu lassen. Auch der Regierungsrat ist der Meinung,

daß im Interesse der Wahrung des Landschaftsbildes

und der Gesundheit eine Verschmutzung

des Sarnersees nicht länger zu

dulden ist».

Erkundigungen haben ergeben, daß der Präsident

der kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission

von einem solchen Projektsauftrag

nichts weiß. Es wäre auch gar zu leicht,

das schwierige Problem des Gewässerschutzes

am Sarnersee einfach dem Heimatschutz «anzuhängen»

...

«Nur ein Schreiner». Mit dem Ende des letzten

Schuljahres steht der Jüngling vor einem

neuen wichtigen Lebensabschnitt. Er muß den

zukünftigen Beruf wählen, muß sich also entscheiden

und zwar so, daß er auch später mit

der Wahl zufrieden ist. Dies ist bestimmt für

jeden Knaben, der aus der Schule kommt, nicht

so leicht. Er muß sich überlegen, ich wähle einen

Beruf, um zu arbeiten, um Geld zu verdienen

und damit den Lebensunterhalt zu bestreiten;

ferner sollte ihm der Beruf die innere

Befriedigung und die Aussicht auf die Weiterbildung

verschaffen.

Während der Zeit vom 20. bis 26 Januar

läuft im Kino Seefeld in Samen der interessante

Farbfilm «Nur ein Schreiner». Er dauert eine

halbe Stunde und wird am 28. Januar in Lungern

und am 29. Januar in Alpnach zu sehen

sein. Dieser spannende Streifen wird den Jüngling

in die Geheimnisse des Schreinerberufes

einführen. Die Lehrzeit beträgt 3% Jahre und

während dieser Zeit wird er von seinem Meister,

einem Schreinermeister, mit den notwendigen

Fachkenntnissen vertraut gemacht. Der

Beruf eines Schreiners ist nicht nur vielseitig,

sondern auch abwechslungsreich und interessant.

Der Besuch dieses Farbfilms «Nur ein

Schreiner», sei der ganzen Bevölkerung bestens

zu empfehlen.

Samen. Die «Wohnbau AG., Samen» plant

eine großzügige Ueberbauung. Die Wohnbau

AG., Samen, war gut beraten, im Oktober 1963

dem Architekten Werner Wyß, Giswil/Lausen

BL, die Projektierung der Ueberbauung einer

Landfläche von 30 600 Quadratmetern hinter

der Kristallglasfabrik Haefeli in Bitzighofen

zu übertragen. Mit dem Landbesitzer konnte

die Uebernahme bereits vertraglich geregelt

werden. Von Bitzighofen aus bietet sich eine

prächtige Aussicht auf die Berge; die Lage ist

sehr sonnig und vor allem ruhig und abseits

vom großen Durchgangsverkehr. Die Planung

zeigt, daß die Initianten bestrebt sind, etwas

Gediegenes zu erstellen, wonach jeder Hausoder

Wohnungsinhaber in den Genuß der vorzüglichen

Lage und Besonnung kommen soll.

Die Ueberbauung sieht vielseitige Wohnbauten

für 400—500 Personen vor. Im leicht ansteigenden

Gelände sind 21 eingeschossige

Treppenhäuser (eine moderne Art der Ueberbauung

ansteigenden Geländes, bei welcher das

Dach des unterliegenden Hauses den Garten des

obern Hauses bildet. Red.) Die Wohnungen

werden je 4X Zimmer aufweisen und in einfacher,

aber doch komfortabler Ausführung erstellt.

Geplant sind ferner 6 zweigeschossige

Doppel-Einfamilienhäuser in etwas komfortablerer

Ausführung mit ebenfalls 4 >4 Zimmern.

Dann ist auch die Erstellung von 4

Mehrfamilienhäusern mit 4)4- und 3K-Zim-

«Ein Madonnenbildchen. Ich habe es vom

Herrn Kaplan bekommen.»

«Nun, das freut mich für dich, Junge», sagt

der Direktor herzlich. «Nun bekommst du von

mir auch noch etwas. Es hat an sich keinen

großen Wert, zumindest nicht für Außenstehende.

Aber für dich wird es um so wertvoller

sein. Was habe ich hier?»

«Meine roten Bändchen», flüstert Ciske.

«Richtig, deine Bändchen. Du hast sie dir

hier ehrlich verdient, und sie gehören dir.

Leicht hast du sie dir nicht erworben, aber du

hast die Zähne zusammengebissen und durchgehalten.

Nun häng dir zu Hause die Bändchen

an einen Platz, wo du sie immer sehen kannst.

Am besten neben das Marienbild. Da sind sie

gut aufgehoben. Wenn du einmal nicht weißt,

was du tun sollst, dann sieh sie dir an. Und

wenn du daran denkst, wie hart du sie dir verdient

hast, dann wird dir alles andere auch

schon glücken. Jetzt gib mir die Hand. Du bist

ein brauchbares Kerlchen gewesen. Die Strafe

hattest du verdient, aber du hast sie tapfer getragen.

Ich hab' viel Freude an dir gehabt,

mein Junge.»

Das ist der Abschied. Herzlich, kurz und gar

nicht sentimental.

Ciske darf mit Tante Jans seine Sachen holen.

merwohnungen vorgesehen. Schließlich soll

auch ein Hochhaus mit 32 Wohnungen mit 5K-,

354 und IM Zimmern entstehen. Die 2 Wohnungen

im Attika-Geschoß sollen sehr komfortabel

ausgebaut werden. Ueber dem Keller

des Hochhauses wird ein Luftgeschoß angebracht,

welches dem Bau eine elegante und

leichte Wirkung verleiht.

Bei so vielen Wohnungen darf auch ein Geschäftszentrum

mit 2 bis 3 Ladenlokalitäten

mit unterirdischer Einfahrt zu den Lagern und

Garagen nicht fehlen. Ein großer Pfeiler mit

Uhr soll das Wahrzeichen des Zentrums darstellen.

Auch für die Kinder soll gesorgt werden:

ein Kindergarten bietet Platz für 20 Kinder

(in späterer Ausbauetappe für weitere 20

Kinder). Ein Robinson-Spielplatz soll ebenfalls

entstehen. Bei der Planung wurde auch die

Fernheizung für die Ueberbauung miteinbezogen.

Die vor der Planung erfolgten Sondierungen

bei den einheimischen Industriebetrieben

haben ergeben, daß eine große Nachfrage nach

Wohnungen besteht, und so stößt denn dieses

Unternehmen nun auf großes Interesse. Eine

äußerst rationelle Einteilung des Geländes ermöglicht

preislich sehr günstige Wohnmöglichkeiten,

was sehr zu begrüßen ist. Der Beginn

dieser ersten Gesamtüberbauung im Kanton

ist von der Bewilligung der zuständigen Behörde

abhängig. (Eing.)

Zur Orientierung unserer Leser entnehmen

wir dem Handelsregister (Eintrag vom 12. Juni

1963), daß diese Wohnbau AG., Samen, den Anund

Verkauf, die Ueberbauung und Verwaltung

von Liegenschaften in der Schweiz bezweckt.

Der Verwaltungsrat besteht aus folgenden Herren:

Hans Heß, von Langnau (Bern), Liestal,

Präsident; Werner Wyß, von Büren (Solothurn),

Lausen, Vizepräsident und Aktuar und Kurt

Hartmann, von Bretzwil (Baselland), Fitnkerriorf.

Das Geschäftslokal befandet sich bei der

Commerz- und Verwaltungs AG. (Obwaldner

Handelshof), Samen.

Eine kritische Stimme.

Unter dem Titel «Muß Bitzighofen Arbeitermassenquartier

von Samen werden'» erhielten

wir folgende Zuschrift:

Bitzighofen, das bisher nicht einmal ein

«Lädäli» hatte und seit mehr als 50 Jahren auch

kein Gasthaus mehr hat, soll mit einer großen

Neusiedlung überflutet werden. Unmittelbar

hinter der Kristallglasfabrik Haefeli ist eine

Gesamtüberbauung geplant, wo 21 Treppen-,

sechs Doppel-Einfamilien- und vier Mehrfamilienhäuser

gebaut werden sollen. Auch ein

Hochhaus und ein Geschäftszentrum mit zwei

bis drei Ladenlokalen soll geschaffen werden.

Da auch wir an einer gewissen Weiterentwicklung

von Bitzighofen interessiert sind, soll

nicht alles zum vornherein verurteilt werden.

Wir wollen aber kein Quartier, wo (wie man

stark vermuten muß) kein einziger Ansiedler

die bezogene Wohnung als sein Eigen nennen

darf, ja vielleicht sogar die Grundlage, diese zu

erwerben, dazu fehlt. Wir hoffen daher dringend,

daß die zuständige Behörde uns ein Versprechen

mache und diese Baueingabe vorsichtig

prüfe, damit neben der stark drohenden

deutschen und italienischen Flagge auch in genügendem

Maße die eigene schweizerische gehisst

werde.

Ein Bitzighofer

«Er ist hier härter geworden», sagt Reinders,

«auch äußerlich. Er ist breiter in den

Schultern und voller im Gesicht. Hätte ich ihn

ein halbes Jahr hier behalten dürfen, so wäre

es nicht zu seinem Schaden gewesen. Ein gesunder

Junge verträgt einen tüchtigen Stoß.

Die Strafe ist hier kurz, aber kräftig.»

«Warten wir erst ab, wie er sich im Alltagsleben

zurechtfindet», schränke ich ein.

Sie werden mehr Mühe haben, ihn zu bremsen,

als ihn anzuspornen. Der kleine Teufel hat

eine ganz schöne Portion Temperament übrigbehalten.»

«Wenn Sie einmal Zeit und Gelegenheit finden,

schreiben Sie, wie es ihm geht», bittet

Kaplan de Goey.

Ciske ist reisefertig. Die Jacke über dem

Arm, das Köfferchen in der Hand, hat er es

jetzt plötzlich sehr eilig fortzukommen. Die

letzten Bande, die ihn an die Zuchtschule fesselten,

sind durchgeschnitten. Draußen winkt

die Freiheit.

«Guten Tag, Herr Direktor, und vielen

Dank», wendet er sich an Reinders. Der sagt

heiter:

«Nichts zu danken. Gern geschehen.»

Guten Tag, Herr Kaplan», sagt die Ratte

ein wenig befangen und sieht de Goey mit

großen Augen an.

Kerns. Weihnachtsfeier der Kranken-Fraternität.

«Kommet ihr Hirten, ihr Männer und

Frau'n!». Im Geiste dieser weihnachtlichen Melodie

besammelten sich am 5. Januar die Brüder

und Schwestern der Katholischen Kranken-Fraternität

zur Weihnachtsfeier. Die liebevollen

Worte von H. H. Kaplan Imfeid waren

getragen vom Adventsgedanken und sollen uns

auch weiterhin Trost und Kraft geben in all

unsern Kämpfen und Leiden. Der gemeinsame

Gesang im Schimmer der Weihnachtskerzen

gab der Feier das schöne Gepräge. Es war eine

große innere Freude, erleben zu dürfen, daß

es noch Herzen gibt, die für Andere schlagen.

Viel Vergnügen bereitete uns Frau Blättler-Bucher

mit ihren originellen Berichten und

Erlebnissen aus der Jugendzeit. Für die Jungen

mag das eine und andere fast unglaublich

geklungen haben, besonders was die Bescheidenheit

und Einfachheit von anno dazumal betrifft.

Bei gemütlichem Jaß und frohem Plaudern

waren die schönen Stunden nur allzu

rasch verflossen. Der Bericht wäre aber unvollständig,

wenn wir nicht auch dem H. H.

Kaplan, sowie Charlotte Huwyler und ihren

Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, im Namen

aller unsern besten Dank aussprechen würden.

Herzlicher Dank gebührt auch der Caritas, speziell

Frl. Balmer für ihre aufmunternden Worte.

Unsere Samariter und das Gasthaus Rößli

verdienen für ihr freundliches Entgegenkommen

besondere Anerkennung.

Und einmal, in der goldenen Waage,

sieht Gott uns're Taten an

und lächelnd sagt er zu der Liebe:

«Sieh', das hast du mir getan.»

(Eing.)

Sachsein. Gratulation. Am kommenden

Sonntag, den 19. Januar, kann alt Zimmermeister

und Landwirt Leo Rohrer-von Moos, Dorni,

in seltener Rüstigkeit seinen 85 Geburtstag feiern.

Ein Sohn und eine Tochter werden als

Weißer Vater im fernern Afrika und als Menzinger

Schwester in Ceylon ihres lieben Vaters

gedenken, die übrigen acht Kinder werden aber

in der heimeligen Dornistube mit ihrem noch

stets humorvoll gebliebenen Vater den schönen

Festtag begehen. Wir gratulieren dem bodenständigen

Jubilaren herzlich und wünschen

ihm noch viele Jahre in ungebrochener Gesundheit!

(Korr.)

Alpnach. Zwei neue Grabkreuze.

t Frau Elisabeth Bucher-Waser, Unterdorf,

war zu Engelberg am 25. Oktober 1907 geboren,

wo sie im Kreise von 11 Geschwistern ihre Jugendzeit

verlebte. Am 4. Mai 1933 verehelichte

sie sich mit Wilhelm Bucher von Kerns. Aus

ihrer Ehe entsprossen 5 Söhne und 3 Töchter.

Gar manche harte Sorge stand in ihrer Stube

und mit den Jahren war die größte Sorge für

diese stille Frau die Sorge um ihre eigene Gesundheit.

Am Ostermontag 1954 erlitt Frau Bucher

einen ersten Schlaganfall, die Folgen heilten

nie ganz aus.

Das Jahr 1959 brachte sie wieder ins Krankenbett

nach Luzern, wo sie während des dortigen

Aufenthaltes eine starke und bleibende

Lähmung befiel. Die Heimgegangene verbrachte

dann die Weihnacht 1960 noch im Kreise der

Familie und seither weilte sie im Spital zu

Samen. Am 1. Mai 1962 konnte sie mit dem

Kranken-Pilgerzug nach Lourdes; dies Erlebnis

wurde ihr zum großen Troste und zu einer

stillen Hilfe im Willen Gottes durchzuhalten.

Anfangs dieses Monats verschlimmerte sich

das Leiden und am letzten Donnerstag erlöste

der Allgütige seine Dienerin von dem langen

Leidenswege. Wohlversehen und gottergeben

ging sie der ewigen Weihnacht entgegen.

Möge die liebe Verstorbene, die uns im Leben

und Leiden ein so erhebendes Beispiel der

Geduld gegeben hat, nun im Frieden Gottes ruhen.

t Josef Britschgi-Blättler, Feld, war als

Bergbauernsohn am 4. Mai 1883 in der Schwendi

geboren und blieb bis zu seinem 29. Altersjahr

im Vaterhaus in der «Brend». Im Jahre

1912 kam er nach Alpnach, wo er vorerst beim

«Kronen»-Meinrad, später bei Heß Hermann,

Mühle, und dann bei Präsident Mariä Odermatt

am Stad als Fuhrmann tätig war. Seine

Liebe zum Pferd machte ihm diese Arbeit leicht

und vertraut.

Am Stad lernte er auch seine zukünftige

Lebensgefährtin kennen, mit der er am 14. November

1921 den Bund fürs Leben schloß. Zwei

Töchter und ein Sohn wurden den glücklichen

Eltern geschenkt.

Als wahrhaft christlicher Mann war Vater

Britschgi auch ein pflichtbewußter Erzieher,

der auch etwas forderte und verlangte, oft

kurz und bündig in seinem Reden, wie er auch

gegen sich selbst strenge war und sich harte

Opfer auferlegte in seinem unermüdlichen Arbeitseifer.

Während den Krisenjahren arbeitete

Der junge Geistliche nimmt den Kopf des

Jungen in beide Hände, dann streichelt er über

sein Haar. Einen Augenblick lang ruht die

Hand auf dem Bubenscheitel.

"Auf Wiedersehen», sagt Ciske sehr leise.

Gütig kommt die Antwort: «Ja, aber nicht

hier, mein Junge.»

Die Frau, die uns vor drei Monaten die Tür

geöffnet hat, läßt uns ins Freie. Sie lächelt.

Es ist Frühling. Ein blühender Baum ist das

erste, was Ciske in der Freiheit begrüßt.

«Jetzt sind wir unter uns», sagt Tante Jans

im Zug.

Das stimmt nicht ganz, denn es sitzt noch

eine fremde Dame im Abteil.

Urkomisch, wie Tante Jans plötzlich die

Führung an sich reißt. Ich finde es ganz richtig

so. In vierzehn Tagen wird Freimuth von

der See zurückkehren, dann wird sie die gesetzliche

Mutter des Jungen sein.

Jans weiß, was sich gehört.

«Cis, sitz jetzt still!»

«Nein, nicht ans Fenster, das ist zu gefährlich.»

Aber Ciske kann nun einmal nicht still sitzen

und muß sich aus dem Fenster hinauslehnen

und sich den Wind der Freiheit um die

Ohren wehen lassen. Dann stürzt er wieder

auf Tante Jans los, legt beide Arme um ihren

er an der Wildbachverbauung im Berg und es

war ihm nicht zuviel, jeweils schon um halb

vier Uhr daheim wegzuziehen, um rechtzeitig

auf dem Platze zu sein.

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges

1939, als die jüngeren Jahrgänge einrücken

mußten, trat Josef Britschgi bei der Mosterei

Nufer als Fuhrmann ein und damit fand er

wieder seine frühere, liebgewonnene Beschäftigung.

Beinahe zwei Jahrzehnte lang stand der

tapfere Mann jeweils morgens um halb fünf

auf, um erst die Tiere zu besorgen und nachher

bereit mit ihnen zur Arbeit anzutreten.

Bis zu seinem 79. Altersjahr blieb er der Anstellung

im Zihl treu und half auch noch im

Jahre 1962 wiederholt dort aus.

Neben den harten Pflichten in seinem Leben

gab es auch manche stille Freude, zumal in

seinen letzten Jahren, so, als seine Kinder heirateten,

als liebe Großkinder auf Besuch kamen

und ihm auch das Glück beschieden war,

ein eigenes Haus zu erwerben. Vor drei Monaten

noch, am Hochzeitstage seiner . jüngsten

Tochter, war er einer der freudestrahlendsten

und glücklichsten Festteilnehmer.

Innert wenigen Wochen meldete sich dann

eine ernste Erkrankung, die Vater Britschgi in

wahrhaft christlicher Geduld und ohne Klage

gottergeben ertrug.

Am letzten Sonntag Abend rief der allgütige

Gott seinen treuen Diener in den Feierabend

seiner Ewigkeit. Der liebe Heimgegangene ruhe

im Frieden und bleibe unvergessen im betenden

Gedenken von uns allen, -tt.

Giswil. Jodlerbilanz 1963. Der Bilanzstrich

des Jodelklubs Giswil unter das 4. Vereinsjahr

erfolgte am 11. Januar 1964 beim angesehenen

Jodlerfreund «Halter-Heiri» in der Wirtschaft

Großteil. Mit dem «Rigisennenlied» von Robert

Fellmann wurde den Traktanden der gemütliche

Einklang gegeben. Das Grußwort des umsichtigen

Präsidenten Otto Abächerli-Halter,

Sommerweid, hieß nebst den Jodlerkameraden

auch prominente Schwingerpersönlichkeiten

und weitere Freunde und Freundinnen willkommen.

Der Jahresbericht des Vorsitzenden

bot vorerst eine besinnliche Rückschau pro

1963, in die er auch die Geschehnisse in der

weiten Welt einbezog. Ein pietätvolles Gedenken

widmete er dem verstorbenen Dietikoner

Jodlerpräsidenten G. Jutz-Keiser, der den Giswiler

Jodlern in wärmster Freundschaft nahestand.

Aus der Vereinstätigkeit konnte der

Präsident schöne Erfolge verzeichnen, die sich

als unvergeßliche Stunden zu einem klingenden

Mosaik zusammenfügen.

Das Protokoll und die Vereinsrechnung ergaben

ein geordnetes Bild, so daß unser Jodelklub

mutig und froh in die Zukunft blicken

kann. Nicht unerwähnt, bleiben darf die mehrmalige

Vergabung von schönen Geldsummen an

die Pfarrkirchenrenovation. Dafür gehört den

Jodlern ein treues «Vergelts-Gott-tausendfach».

Der Bericht des Dirigenten zeigte ein ermutigendes

Resultat der Leistungen und darf den

Jodlern freudiger Ansporn sein zu neuen Taten.

Im Wahlgeschäft erhielten Präsident Otto

Abächerli, Kassier Hans Zumstein und Lehrer

Gasser als Dirigent großen Applaus und ungeschmälertes

Vertrauen für die Zukunft. Beim

statutengemäßen Revisorenwechsel wurde Karl

Berchtold-Kurath durch Erwin Ambiel,

Grundacher, abgelöst. Bei den Mutationen tritt

Josef Berchtold-Halter, Brend, Kleinteil, als

Passiver ins Glied zurück. Als neue Aktive

konnten Otto Abächerli-Halter, Weibel, und

Franz Müller, Unteraa, begrüßt werden. Im

Jahresprogramm 1964 steht die Teilnahme am

zentralschweizerischen Jodlerfest in Schwyz

(12./13. Juni) sowie eventuell eine Klubreise

an die Landi. Daneben wurde eine Reihe von

Plänen und Anregungen ins Programm genommen.

Für die Schaffung einer denkwürdigen

Vereinschronik hat man Thade von Ah

eingespannt, der bereits zur Freude der Jodler

dieses ideale Werk an die Hand genommen hat.

Mit großem Beifall wurde dem hingebungsvollen

Chronisten das Vertrauen ausgesprochen.

Dankbare und ermutigende Freundesworte bil-

Hals und schüttelt ihren Kopf so heftig hin und

her, daß sie ihren Hut verliert.

«Ach, du liebe Tante Jans», jubelt die Ratte.

«Kind, Kind hör auf», wehrt die Frau ab.

Ciske setzt sich wieder in seine Ecke und

beginnt zu fragen:

«Wo werden wir das Bildchen hinstellen.

Tante Jans? Neben mein Bett? Wo schlafe ich

denn eigentlich? Sicher auf dem Dachboden?

Fein! In dem Stübchen unter dem Dach auf

das so schön der Regen tropft und wo man doch

im Trockenen sitzt. Darf ich auch Begonien vor

mein Fenster stellen? Ich kann sie ganz allein

versorgen. Herr Lehrer, in welche Schule komme

ich jetzt? Wissen Betje und Dorus, daß ich

heute nach Hause komme? Muß ich morgen

schon in die Schule? Darf ich mir am Sonntag

KinH,v, 7 Sehe ICh habe auch was

f

fü r das

Kindchen. Was, das sage ich noch nicht»

fiphHa k lr edet 7 ie gedreht, eifrig und mit

fiebrig glanzenden Augen. Wie anders hatte

ich mir diese Heimkehr doch vorgestellt. Ich

Jes KinH g n U F ' T ^stumpftes, schreckhaftesi

Kind in Empfang nehmen zu müssen, einen

da e riebrft CiSk ?' ^

ku„mpiä„e

Ratte - Und

Junge und schmledel

jetzt sitzt

(Fortsetzung folgt)


deten den Abschluß der Jodlerbilanz 1963, die

man bis zumFeierabend beim Heiri klangvoll

und kreuzfidel besiegelte.

Ein stiller Teilnehmer.

Giswil. Winterkonzert der Musikgesellschaft.

Sonntag, den 5. Januar, durfte unsere

Musikgesellschaft vor einer sehr gut besetzten

Turnhalle ihr anspruchsvolles Programm abwickeln.

Der erste Konzertteil war der leichten

Muse gewidmet mit Wiener Musik. Nach

dem straffen Marsch «Wien bleibt Wien» folgte

ein abwechslungsreicher Melodienstrauß mit

dem Walzer «Wachauer Märchen» und dem

Wiener «Volksmusik-Potpourri». Durch grossen

Beifall erntete die Musikgesellschaft den

Dank der Zuhörer.

Der zweite Teil des Konzertes war schweren

Kompositionen gewidmet; vor allem die

Ouvertüre «Die Piraten von Penzance», die allerhand

musikalische Anforderungen bot, und

das Jazz-Pizzicato moderner Musik bewies, daß

die Musikgesellschaft auch nach dieser Richtung

ihrer Aufgabe gewachsen ist. Der begeisterte

Applaus der Zuhörer galt nicht nur der

Gesellschaft, sondern auch dem neuen, jungen

Dirigenten Karl Ming, der in taktsicherer Manier

das Konzert meisterte. Das Publikum erklatschte

sich als Zugabe noch einen Marsch.

Zum Abschluß des Konzertes übergab unser

junger Dirigent Karl Ming seinem Lehrmeister

Dr. August Wirz, Sarnen, den Taktstock, um als

Abschied von Musikanten und Musikfreunden

von Giswil noch einen Marsch zum Besten zu

dirigieren. Unser musikalischer Leiter Dr. Aug.

Wirz, der über 17 Jahre am Dirigentenpult

stand, konnte trotz allen Bemühungen nicht

mehr für eine weitere Amtsdauer gewonnen

werden. Er übernahm seinerzeit unsere Direktion

als Nachfolger von Lehrer E. Burch. Wie

mancher Erfolg, den wir haben durften, ist seinem

unermüdlichen Schaffen und seiner freudigen

Hingabe zu verdanken! Präsident Paul

Zumstein verdankte dem scheidenden Dirigenten

all sein Schaffen und überreichte ihm eine

Wappenscheibe mit der Ehrenmitgliedschaft als

Andenken.

Den zweiten Teil bestritt der bekannte Zauberkünstler

Rinoldi und er verstand es, die

Anwesenden in seinem Bann zu halten. (Eing.)

Die innenpolitische Woche

Zwei Probleme: Konjunkturdämpfung und

Steueramnestie

SKK. Zwei Themen beherrschen das innenpolitische

Gespräch: Die Vorbereitung des

Bundesrates zur Dämpfung der Hochkonjunktur

sowie die Auseinandersetzung über die Amnestievorlage,

welche am 2. Februar dem Souverän

unterbreitet wird. Ueber die in Aussicht

R a d i o

Samstag, 18. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Mit Polka und Walzer

in den Morgen. 7.00 Nachrichten. 7.05 Kleiner

Jodellieder-Reigen. 7.20 Mys Gärtli. 7.30

Im Auto durch die Schweiz. 8.30 Englischkurs.

9.00 Internationale Radio- und Fernsehuniversität.

9.15 Große Pianisten. 9.55 Heute in New

York. 10.00 Politisierende Jugend. 10.15 Leichte

Melodien bunt gemischt. 11.00 Radio-Orchester

Beromünster. 12.00 Zigeuner spielen und

singen. 12.30 Nachrichten. 12.40 Konzert des

Musikvereins «Harmonie» Gerlafingen. 13.00

Mit kritischem Griffel. 13.15 Schlager vom Tage.

13.40 Die Samstags-Rundschau. 14.00 Jazz.

14.30 Fragen des Arbeitsrechts. 14.45 Musikparade.

16.05 Divertimento in G von Joseph

Haydn. 16.15 Wissen ist zollfrei! 17.00 Die neue

Schallplatte. 17.40 A tu per tu. 18.00 Mensch

und Arbeit. 18.20 Volkstümliches Abendständchen.

18.45 Piste und Stadion. 19.00 Aktualitäten.

19.15 Die Glocken der reformierten

Stephanus-Kirche von Spiegel bei Bern. 19.30

Nachrichten und Echo der Zeit. 20.00 Musik

von Joseph Strauß. 20.30 Eine unterhaltende

Liftfahrt durch ein Hochhaus, verbunden mit

einem Hörerwettbewerb. 21.40 Oeffentliches

Jazz-Konzert mit Humphrey Lyttleton. 22.15

Nachrichten. 22.20 Populäres Konzert.

UKW-Programm. 19.00 Beliebte Melodien.

20.00 «Der Wildschütz». Komische Oper von

Albert Lortzing. 22.30 Nachrichten.

j: *

..... und

überhol

im Zweifel nie

genommenen Kon j unkturdämpf ungsmaßnahmen

konnte der Bundesrat das mündliche Vernehmlassungsverfahren

abschließen. In der

nächsten Woche wird er die beiden vorgesehenen

dringlichen Bundesbeschlüsse, die vom

Nationalrat in einer außerordentlichen Februarsession

behandelt werden, bereinigen und

anschließend veröffentlichen. Der eine dieser

Bundesbeschlüsse wird sich mit der Situation

auf dem Geld- und Kapitalmarkt befassen, der

andere wird Maßnahmen zur Eindämmung der

überbordenden Bautätigkeit enthalten. In einer

Genfer Zeitung wurden die beiden Vorentwürfe,

die im mündlichen Vernehmlassungsverfahren

als Diskussionsgrundlage zwischen

dem Bundesrat einerseits, den Kantonsregierungen,

den Sozialpartnern und den Banken

anderseits galten, publiziert. Auch wenn diese

Entwürfe nicht in allen Punkten übernommen

werden, muß mit starken Eingriffen in die

Freiheiten des Einzelnen gerechnet werden.

Nachdem sich aber die Appelle des Bundesrates

an alle Kreise unserer Wirtschaft, freiwillig

einen Beitrag zur Konj unkturdämpfung zu leisten,

als unfruchtbar erwiesen haben, bleibt

kaum ein anderer Ausweg, als es mit gesetzlichen

Vorschriften zu versuchen. Dieser Weg

kann aber den Kantonen und der Wirtschaft

nur zugemutet werden, wenn der Bund mit

dem guten Beispiel voran geht. Ein stetes Ansteigen

der Ausgaben des Bundes wäre kaum

weiter zu verantworten. Dieses Thema dürfte

bis zur Märzsession, inder sich der Ständerat

mit den beiden Bundesbeschlüssen befassen

wird, im Vordergrund des allgemeinen Interesses

stehen. Von kürzerer Dauer ist die Aussprache

über die Amnestievorlage. Diese

kommt am ersten Februarsonntag zur Abstimmung

und damit dürfte sich dann dieses Gespräch

mehr oder weniger erschöpft haben. Der

Bundesrat ist endlich dem Wunsche weiter

Kreise, die es mit der Amnestie ernst meinen,

entgegengekommen und hat seine Richtlinien

über die Durchführung der Amnestie veröffentlicht.

In diesen Richtlinien figuriert die

am stärksten angefochtene Bestimmung des

Vorentwurfs — die direkte Auskunftspflicht

Dritter gegenüber dem Fiskus — nicht mehr.

Im übrigen wird es Sache des Parlamentes sein,

die Ausführungsbestimmungen zum Amnestiebeschluß

zu beschließen. Das Zentralkomitee

der konservativ-christlichsozialen Volkspartei

der Schweiz hat zur Vorlage vom 2. Februar

Stellung genommen. Nicht zuletzt im Interesse

der finanzschwachen Kantone, die diesmal von

der Amnestie profitieren werden, empfiehlt es

Annahme der Vorlage, mit der ausdrücklichen

Feststellung, daß sich die Partei Uebermarchungen

des Fiskalismus im äußersten Falle

mit der Ergreifung des Referendums gegen den

Ausführungserlaß widersetzen würde. Damit

ist die Situation so bereinigt, daß der Bürger

am 2. Februar zur Amnestie Ja sagen kann.

B e r o m ü n s t e r

Sonntag, 19. Januar

7.45 Tagesspruch und Musik. 7.50 Nachrichten.

8.00 Musik zum Sonntagmorgen. 8.45

Protestantische Predigt. 9.15 Missa in Es von

Heinrich Sutermeister. 9.45 Römisch-katholisehe

Predigt. 10.15 Konzert des Radio-Orchesters

Beromünster. 11.20 Oeffentlicher Vortrag:

Rede wider das Dementieren über die Massengesellschaft.

12.00 Kammermusik. 12.30 Nachrichten.

12.40 Sonntagsdivertissement. 13.30

Sunntig u Wärchtig im Purehus. 14.15 Volkstümliche

Klänge. 14.50 Lieder von Emile Jaques-Dalcroze.

15.15 Blickpunkt Schweiz. Hörerwettbewerb.

15.30 Sport und Musik. 17.30

Giuseppe Verdi: Streichquartett in e-moll. 18.05

Der alte Mensch in unserer Zeit. 18.30 «Stars

and Stripes». Eine amerikanische Ballettsuite.

19.00 Sport. 19.30 Nachrichten. 19.40 Musik zum

Sonntagabend. 20.15 Umstrittene Chiropraktik

Diskussion. 20.50 Kammermusik. 21.20 «Euer

Urteil wäre reifer, hörtet Ihr besser zu». Fehlund

Vorurteile über musikalische Meisterwerke.

22.15 Nachrichten. 22.20 Betrachtung. 22.30

Melodische Fantasien.

UKW-Programm. 13.20 Kunst und Künstler.

13.30 Sonntagsmelodien. 14.15 Ds Meersöili

Pongo. Es Hörspiel. 14.45 Kammermusik. 15.45

Bücher und Meinungen. 16.15 Konzert des Orchestre

de la Suisse romande. 17.30 Sendung für

die Griechen in der Schweiz. 18.00 Sendung für

die Spanier in der Schweiz. 18.30 Lokalsendungen:

Für Bern-Stadt. Für Obwalden. 19.00

Kleine musikalische Weltreise. 19.40 Norwegen

heute. Tagebuchnotizen und Dokumentaraufnahmen.

20.20 Skandinavisches Konzert. 21.40

«Paria». Einakter von August Strindberg.

Montag, 20. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Gut aufgelegt. 7.00

Nachrichten. 7.05 Concertino. 7.25 Drei Minuten

für die Hausfrau. 7.30 Im Auto durch die

Schweiz. 12.00 Giacomo Meyerbeer: Die Schlittschuhläufer.

12.30 Nachrichten. 12.40 Treffpunkt

Musik. 13.30 Carl Zeller: Der Vogelhändler.

Querschnitt. 14.00 Für die Frau: Haus,

Hausfrau, Haushaltung. 14.30 Wiederholung einer

Schulfunksendung: Erlebnisse im peruanischen

Urwald. 15.00 Musik für zwei Violoncelli.

15.20 Im Fauteuil. Für Alternde und Betagte.

16.00 Von Tag zu Tag. 16.05 Berühmte

Orchester - Solisten - Dirigenten. 17.05 Die Leseprobe.

17.15 Lieder-Rezital. 17.30 Kinderstunde:

D'Gschicht vom Florian Lang und vom

Jüxli Kurz. 18.00 Volkstümliche Klänge. 19.00

Von Tag zu Tag. 19.30 Nachrichten und Echo

der Zeit. 20.00 Wunschkonzert. Dazwischen:

20.30 Briefkasten. 21.15 Schuldig gesprochen

— und nachher? 2. Die Situation des Strafentlassenen.

21.45 Konzert mit alter Musik. 22.15

Nachrichten. 22.20 Wochenrückblick für die

Schweizer im Ausland. 22.30 Konzert des Ra

dio-Orchesters Beromünster. 23.00 Chorlieder

von Paul Hindemith.

UKW-Programm. 19.00 Melodie und Rhythmus.

20.00 Die Bläser-Kammermusik von

W. A. Mozart. 20.25 Literarische Gespräche

Köln-Basel. 21.00 Ernst Levy: Sinfonie Nr. 14.

21.40 Musik zur Unterhaltung.

Dienstag, 21. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Volkstümliche Klänge.

7.00 Nachrichten. 7.05 Film-Musik. 7.30 Im

Auto durch die Schweiz. 10.20 Schulfunksendung:

Kantonswappen und ihre Bedeutung.

10.50 Ländliche Tänze. 11.00 Kammermusik von

Jacques Wildberger. 11.25 Unterhaltungskonzert.

12.00 Der Mitch-Miller-Chor singt. 12.30

Nachrichten. 12.40 Leichte Musik am Mittag.

13.30 Ballettmusik. 14.00 Für die Frau: Frei geboren.

14.30 Konzert mit Barockmusik. 15.20

Musik für einen Gast. 16.00 Von Tag zu Tag.

16.05 Richard Strauß: Elektra. Ausschnitte.

17.00 Wir lesen vor. 17.20 Ludwig van Beethoven:

Fantasie g-moll, op. 77. 17.30 Jugendstunde:

Die Grundlagen der modernen Wissenschaft.

Die Abstammungstheorie. 18.00 Rendez-vous

um Sechs. 18.30 Für den Jazzfreund:

Bossa Nova mit Bud Shank. 19.00 Von Tag zu

Tag. 19.30 Nachrichten und Echo der Zeit. 20.00

Sinfoniekonzert. 21.35 Erika Köth, Sopran,

singt Lieder von Schubert, Schumann und

Wolf. 22.15 Nachrichten. 22.20 Donna Hightower

singt. 22.35 Tex Beneke und sein Orchester

spielen.

UKW-Programm. 19.00 Die Juke-Box des

2. Programms. 20.00 Beginners plaese! Englischkurs.

20.15 Bourvil-Story. Die Geschichte

eines Weltstars. 21.50 Unterhaltungsmusik von

Schweizer Komponisten.

Mittwoch, 22. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Musette-Klänge. 7.00

Nachrichten. 7.05 3 Minuten für die Landwirtschaft.

7.15 Volkstümliche Melodien. 7.30 Im

Auto durch die Schweiz. 11.00 Musikalisches

Album. 11.40 Chansons und leichte Unterhaltungsmusik.

12.00 Leichte italienische Unterhaltungsmusik.

12.30 Nachrichten. 12.40 Unterhaltungskonzert.

13.25 Partien aus komischen

Opern. 14.00 Für die Frau: Wir Frauen

in unserer Zeit. 14.30 Wiederholung einer

Schulfunksendung: Das Meer in Lied und

Dichtung. 15.00 Fantasie von Benjamin Britten.

15.15 Englische Volkslieder. 15.20 Freude

an der Natur. 16.00 Von Tag zu Tag. 16.05

Mexikanische Klänge. 16.30 Bücher und Meinungen.

17.00 Kammermusik. 17.30 Kinderstunde:

Ds Gheimnis im Winterwald. 18.00 Musik

zumFeierabend. 18.55 EXPO 64. 19.00 Von Tag

zu Tag. 19.30 Nachrichten und Echo der Zeit.

20.00 Unterhaltungsmusik. 20.15 «Sturmzyt».

Ein Wegstück schweizerischer Geschichte im

Spiegel von Erlebnis und Dokument. 21.10

Die «Camerata Bern» spielt. 21.35 Recht und

Unrecht in der Walliser Sage. 22.05 Drei Werke

von Franz Liszt über Schweizer Melodien.

22.15 Filmmusik — einmal anders.

UKW-Programm. 19.00 Von Melodie zu

Melodie. 20.00 Der Heiratsantrag. Eine Erzählung.

20.15 Kammermusik mit Gitarre. 21.15

Norwegen heute. Tagebuchnotizen und Dokumentaraufnahmen.

21.50 Johan Halvorsen: Suite

ancienne.

Donnerstag, 23. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Melodien von George

Gershwin und Cole Porter. 7.00 Nachrichten.

7.05 Besinnliches Morgenkonzert. 7.30 Im Auto

durch die Schweiz. 10.20 Das Okapi. Die

abenteuerliche Entdeckungsgeschichte der

Waldgiraffe. 10.50 Schallplatten. 11.00 Musik

von Alexander Glasunow. 11.45 Petite Gazette

d'Outre-Sarine. 12.00 Militärmärsche aus

Oesterreich. 12.30 Nachrichten. 12.40 Non Stop.

13.30 Die schönsten Melodien von Leo Fall und

Oscar Straus. 14.00 Für die Frau: Am Rande des

Alltags. 14.30 Musik im Fernen Osten. Japanische

Sinfonik. 15.20 Die historische Schallplatte:

Arthur Honegger: Le Roi David. 16.00

Von Tag zu Tag. 16.05 «Rosamunde». Ouverture

von Franz Schubert. 16.15 «Die goldene

Stimme». Heute: Frida Leider. 17.10 Bai Musette.

17.30 Jugendstunde: Flugzeuge — Piloten.

18.00 3 x 15 Minuten Volksmusikklänge.

18.45 Römisch-katholische Umschau. 19.00 Von

Tag zu Tag. 19.15 Ergebnisse des Hörerwettbewerbs

«Drück ufe Chnopf!» 19.30 Nachrichten

und Echo der Zeit. 20.00 Musikalischer Auftakt.

20.20 Eine tadellose Frau. Hörspiel von

Tilli Breidenbach. 21.20 Klavier-Rezital. 21.45

«Daphnis und Chloe». Ballettsuite Nr. 1 und

2 von Maurice Ravel. 22.15 Nachrichten. 22.20

Musik von Morton Gould.

UKW-Programm. 19.00 Leichte Musik und

Chansons. 20.00 Englischkurs. 20.15 Jazzkonzert

nach Anlage. 21.15 Drei bekannte Unterhaltungsorchester

spielen.

Freitag, 24. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Volkstümliche Musik.

6.50 Worte auf den Weg. 7.00 Nachrichten.

7.05 Leicht und beschwingt. 7.30 Im Auto

durch die Schweiz. 11.00 Waadtländer Komponisten.

11.30 Auf drei Wellen... 12.00 Weekend

im Schnee. 12.30 Nachrichten. 12.40 Musik

nach Tisch. 13.30 Aus unseren Eigenaufnahmen.

14.00 Für die Frau: Perle — Wunder

des Meeres. 14.30 Wiederholung einer Schulfunksendung:

Wildtiere in Gefangenschaft.

15.00 Lieder von Joseph Marx. 15.20 Adam und

Eva. Heiter — Besinnlich. 16.00 Von Tag zu

Tag. 16.05 Der Arzt gibt Auskunft. 16.15

Wunschkonzert für die Kranken. 17.00 Eine

romantische Suite. Orchesterwerk, op. 125, von

Max Reger. 17.30 Kinderstunde: Gschichte

rings um en Hüüserblock. Wo isch s Käti? 18.00

Melodienparade für junge Leute. 18.40 Von

Tag zu Tag. 19.00 Weltchronik. 19.30 Nachrichten

und Echo der Zeit. 20.00 Volkstümlicher

Auftakt. 20.30 Am runden Tisch. Diskussion

über die Steueramnestie. 21.15 Internationales

Festival der leichten Musik in München. Ein

Ausschnitt. 22.15 Nachrichten. 22.20 Kammermusik

von Schubert.

UKW-Programm. 19.00 Unterhaltungsmusik.

20.00 Aus meinem Leben. Es erzählt: C. F.

Vaucher. 20.30 Mauricio Kagel: Sonant für

Gitarre, Harfe, Kontrabaß und Fellinstrumente.

20.50 Glossolalie. 21.40 Der Dichter Louis-

Ferdinand Celine.

Samstag, 25. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Ballettmusik. 7.00

Nachrichten. 7.05 Musikalische Neuigkeiten.

7.30 Im Auto durch die Schweiz. 8.30 Beginners

please! Englischkurs. 9.00 Die großen

Utopisten. 6. «Der Sonnenstaat». 9.15 Kammer-

Wochenmarktbericht von Luzern Viehmarkt in Luzern vom 14. Januar 1964

Detailpreise vom 14. Januar 1964

Zwetschgen 1 kg

Marktbesuch gut. Total Auffuhr 856 Stück.

Blumenkohl kg 160

Bohnen kg 200

4. Beeren

Erbsen

kg Brombeeren

kg

Fenchel kg 160 Erdbeeren

kg

Gurken

kg Heidelbeeren

kg

Preis per kgl

Kabis, weiß kg 60 Himmbeeren

kg

Gattung

Lebend- j Handel

Kabis, rot kg 70 Johannisbeeren 1 kg

gewicht

Kartoffeln 1 kg 40

Knoblauch 100 g 40 5. Honig, Eier, Pilze Großvieh:

Kohlraben kg 170 Bienenhonig 1 kg 1050

Krautstiele kg 200 Trinkeier Stück 27

Rinder und Ochsen:

Lattich

kg Kocheier Stück 18

Ausstich

Lauch, grün kg 140 Champignons 100 vollfleischige, ausgemästete 3

65

7 0—345

Lauch, gelb 1 kg 18" Eierpilze 100 g

vollfleischige, gedeckte 305 315

fleischige bis vollfleischige 265 - 300

Petersilie Büschel! 70

Randen, gekocht kg 80

6. Butter, Käse

Wurstrinder und Wurstochsen 225 240

Retting, Bier- kg 150 Kochbutter 1 kg 880 Kühe:

Retting, Meer- kg 60 Tafelbutter gek. 100 g 120 vollfleischige, ausgemäst., milchzahn. 260—3'0

Rhabarber

kg Emmentaler- Käse

kg 680 vollfleischige, gedeckte bis ausgemästete,

bis höchstens 6 Jahre 235—265

Rosenkohl kg 200 Greyerzer-Käse

kg 680

Rüebli, rot kg 75 Mager-Käse

kg 2b0 ältere, vollfleischige bis ausgemästete 2/0—250

Schwarzwurzeln kg 140 Sprinz-Käse

kg 760 Konserven- und Rohwurstkühe 220—2ö0

Sellerie, Knollen- kg HO Tilsiter-Käse 1 kg 620 Wurstkühe ' 185—215

Spargeln

kg

Stiere (Muni)

Spinat kg 20 7. Geflügel, Kleintiere Fette Muni, ungeschaufelte 300—320

Tomaten kg 3 0 Gitzi

kg fette Bankmuni, 2—G Schaufeln 280—295

Wirz-Kohl kg 80 Kaninchen

kg 750 Wurstmuni, Inbegriffen alle Muni bis

Zwiebeln 1 kg 90 Poulets

kg 650 und mit 8 Schaufeln 245—270

Suppenhühner 1 kg 40

2. Salat

Tauben 1 Stückl80-400

Kleinvieh:

Brüsseler 100 30

Endivie 100 g 25 8. Fische (tot)

Kälber

Ausstich, in jeder Beziehung hervorragend,

in der Regel mehr als 110 kg 540—550 Mittel

Kopfsalat Stück 3 Albeli-Weißfische

kg 400

100 70 Barben

kg 25 leichtere, vollfleischige, gedeckte, bis

Nüßli 100 g 80 Baichen, Felchen

kg 540 fleisch., in der Regel mehr als 100 kg 520 530

Egli, Barsche 1 kg 440 leichtere Bankkälber, voll fleischige,

3. Früchte

Forellen

zirka 100 kg und schwerere gedeckte,

rotfleischige 480—490

Aepfel. Kontrollw. 1 kg 90- -150 Zucht-

kg 900

Aepfel, Kochobst 1 kg 110 See-

kg 1000

Birnen, Kontrollw. kg Hechte

kg 700

W urstkäiber :

bessere, fleischige bis vollfleischige,

Aprikosen

kg Rötel

kg 600

1

Bananen kg 180 Trüschen

kg

zirka siÖ'66bis 76 kg. sowie schwerere 380 - 390 gut

Kirschen

kg Hasel

kg

geringere, fleischige bis zirka 60/66 ;

Nüsse kg 320 Kabeljau

kg 5 J kg und schwerere leerfleischige ! 350 - 370

0 ganz geringe, zu junge oder zu leerfleischige,

nicht absatzgesicherte

Orangen, Blut kg 140

kg 800

Orangen, Blond kg 95 Soies 1 kg 700 Kälber I 320 330

Pfirsiche

kg

Pflaumen

kg 9. Verschiedenes

Schweine :

Ferkel, 7—9 Wochen 75 85 flau

Quitten

kg Sauerkraut

kg 150 Springer, 11—13 Wochen 90 )00

Trauben, blau kg 550 Aepfel, gedörrt

kg 700 Springer, größere 102—l 8

Trauben, weiß kg 29- Birnen, gedörrt 1 kg 3 Faselschweine ! 1.0-145

Zitronen 1 kg 1 0 Artischocken Stück 2« 0 Ausmastschweine ' 15.0—160


musik. 9.55 Heute in Havanna. 10.00 Kritische

Geschichtsbetrachtung. Inflation und Teuerung

in früheren Zeiten. Ein Gespräch. 10.15

Rhythmisches Rendez-vous. 11.00 Konzert des

Radio-Orchesters Beromünster. 12.00 Fahrt ins

Weekend mit leichtem musikalischem Gepäck.

12.30 Nachrichten. 12.40 Klingende Postkarten.

Absender: Budapest. 13.00 Mini Meinig — dini

Meinig. Eine hoffentlich heitere Kontroverse.

13.30 Intermezzo mit Peter Kreuder.

13.40 Die Samstags-Rundschau. 14.00 Aufforderung

zum Jazz. 14.30 Berghilfe für Putz im

Prättigau. Existenz-Probleme eines Bergbauerndorfes.

15.00 I get a kick out of you. Eine

Melodie in vielen Varianten. 15.20 So blasen

unsere Nachbarn. 15.40 «d'Spitzmuus». Eine

Erzählung. 16.00 Von Tag zu Tag. 16.05 Die

Ländlerkapelle «Huserbuebe». 16.45 Die neue

Schallplatte. 17.40 A tu per tu. 18.00 Mensch

und Arbeit. 18.20 Tönende Leinwand. 18.45

Piste und Stadion. 19.00 Von Tag zu Tag. 19.30

Nachrichten und Echo der Zeit. 20.30 «Die gelbe

Rayon». Hörspiel von Kurt Heynicke. 21.30

Half a Sixpence. Ein neues, englisches Musical.

22.15 Nachrichten. 22.20 Der Musikfreund

wünscht.

UKW-Programm. 18.30 Lokalsendung für

den Kanton Zug. Musikpflege in den Zuger

Schulen. 19.00 Lokalsendung für Basel. Das

Basler Spitalprojekt 20.00 Faust. Oper von

Charles Gounod. 22.25 Nachrichten. 22.30 Faust

5. Akt.

Spieltage:

Theater in Giswil - Turnhalle

D'Älplerchilbi

Volksstück in 4 Akten

von A. Zimmermann

Sonntag, 19. Januar, 14.00 Uhr

Samstag, 25. Januar, 20.00 Uhr

Sonntag, 26. Januar, 20.00 Uhr

Freitag, 31. Januar, 20.00 Uhr

anschließend Tanz im Hotel Krone

Samstag, 1. Februar, 20.00 Uhr

Sonntag, 2. Februar, 14.00 und 20.00

Uhr

Eintrittspreise: 1. Platz Fr. 3.50 2. Platz Fr. 3.—

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In Lungern am 28. Januar 1964. In Alpnach

am 29. Januar 1964.

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Der Unschuldige

Komödie in 3 Akten von F. Hochwälder

Regie Rudolf Gasser

Musikalische Auftakte «White Stars»,

Samen Leitung Urs DUlier

Aufführungen:

Samstag, 18. Januar 1964, 20.15 Uhr

Samstag, 25. Januar, 20.15 Uhr

Sonntag, 26. Januar, 20.15 Uhr

Sonntag, 2. Februar, 15.00 Uhr

I. Platz Fr. 4 — II. Platz Fr. 3 —

Vorverkauf: Josef Portmann, Tabake,

Telefon 85 10 51 Werktags 8.00—20.00 Uhr,

Sonntags 10.00—12.00 und 17.00—19.00 Uhr

Mit freundlicher Einladung 11

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THEATER

IN STANS

Im weissen Rössl

Abendaufführungen: Beginn 20.00 Uhr


Sonntag, 19. Januar

Mittwoch, 22. Januar

Nachmittagsaufführungen: Beginn 14.15 Uhr

Sonntag, 19. Januar

Eintrittspreise: Fr. 7.—, 6.—, 5.—, 4.—

(Billetsteuer Inbegriffen»

Operette von

Ralph Benatzky

Samstag, 25. Januar

Mittwoch, 29. Januar

Sonntag, 26. Januar

Sonntag, 2. Februar

Vorverkauf: Papeterie Franz von Matt, Stans

Telefon 84 11 79

Theater in Kerns

1798 Fuischt ume Schlißel

Schauspiel von Julian Dillier in fünf Aufzügen SA20021LZ 24

Aufführungen im Theatersaal in Kerns

Sonntag, den 19. Januar, 14.15 Uhr

Sonntag, den 26. Januar, 20.00 Uhr

Sonntag, den 2. Februar, 14.15 und 20.00 Uhr

Mittwoch, den 5. Februar, 20.00 Uhr

Preise der Plätze: 1. Platz Fr. 3.50 2. Platz Fr. 3 —

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Frau Marie Amstalden-Burch

Wyer - Mitglied des Dritten Ordens und des Frauen- und Müttervereins

nach langem, geduldig ertragenem Leiden, wohlvorbereitet mit den heiligen Sterbesakramenten,

im 81. Altersjahr, in die ewige Heimat geholt. Ihr ganzes Leben war

treue Pflichterfüllung und Aufopferung für die Familie.

Wir empfehlen die Seele der lieben Heimgegangenen dem frommen Gebet.

Samen, den 16. Januar 1964.

In christlicher Trauer:

Christian Amstalden-Burch, Gatte

Sr. Dosithea Amstalden, Menzingen

Josef Amstalden, Samen

Anny und Ernst Hüsler-Amstalden und Kinder, Luzern

Theres und Josef Huber-Amstalden und Kinder, Weggis

Christian und Rosemarie Amstalden-Capol und Kinder, Samen

Walter Amstalden und Kinder, Sarnen

Emmy Amstalden, Sarnen

Bernadette Amstalden, Sarnen

Agnes und Jakob Jakober-Amstalden und Kinder, Sarnen

Alois und Anny Amstalden-Kneubühler und Kinder, Sarnen

Ernst und Trudy Amstalden-Ettlin und Kinder, Littau

Martha und Arnold Röthlin-Amstalden und Kinder, Kerns

und Anverwandte.

Psaltergebet: Sonntag um 18.00 Uhr, im Kapuzinerkloster.

Beerdigung: Montag, den 20. Januar, 7.45 Uhr.

Weggang vom Trauerhaus 7.15 Uhr.

Siebenter: Montag, den 27. Januar, 7.45 Uhr.

THEATER

IN SCHWENDI

Gasthaus «Rößli» 47

W ä t t e r ü b e r O b e r t a l

Volksstück in vier Akten von Herbert Blättler, Kriens

Spieltage: Sonntag, 19. Januar 1964, 14.30 und 20.00 Uhr

Sonntag, 26. Januar 1964, 14.30 und 20.00 Uhr

(Nach der Abendaufführung vom 26. Januar Tanz)

Eintrittspreise: Fr. 3— Mit Tanz: Fr. 4.— Kinder: Fr. 1.50

Extra-Autokurse ab Station Sarnen 13.45 und 19.00 Uhr

Vorbestellung: Frl. Margrith Burch, Handlung, Stalden,

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Samstag, 18. Januar, 14.30—16.30 Uhr. Frau Holle.

Märchenspiel nach Gebr. Grimm von G. M.

Scheidl. Musik von Otto Scheidl.

20.15—23.00 Uhr. Der Bettelstudent. Operette von

Carl Millöcker.

Sonntag, 19. Januar, 14.30—16.45 Uhr. Olivia. Komödie

in 3 Akten von Terence Rattigan.

20.15—22.45 Uhr. Fidelio. Oper in 2 Aufzügen

von L. van Beethoven.

Montag, 20. Januar, 20.15 bis ca. 22.15 Uhr. Preise:

Fr. 3.75 bis 10.—. Einmaliges Gastspiel. Dimitri.

Der Clown von Ascona.

Dienstag, 21. Januar, 20.15—23.00 Uhr. Sondervorstellung

für den Rabattsparverein. Viktoria und

ihr Husar. Operette in 3 Akten von Paul Abraham.

Mittwoch, 22. Januar, 20.15—23.00 Uhr. 11. Abonnementsvorstellung.

Viktoria und ihr Husar.

Operette in 3 Akten von Paul Abraham.

Donnerstag, 23. Januar, 16.00—18.00 Uhr. Frau

Holle. Märchenspiel nach Gebr. Grimm von G.

M. Scheidl. Musik von Otto Scheidl.

20.15—22.30 Uhr. 6. Schauspiel-Abonnementsvorstellung.

Olivia. Komödie in 3 Akten von Terence

Rattigan.

Freitag, 24. Januar, 20.15—22.45 Uhr. Zum letzten

Mal: Andorra. Ein Stück in 12 Bildern von Max

Frisch.

Samstag, 25. Januar, 20.15 bis ca. 22.15 Uhr. Unter

dem Patronat des Theatervereins. Premiere.

Ballettabend. «Salome» - «Coppelia».

Sonntag, 26. Januar, 11.00—12.00 Uhr. Unter dem

Patronat des Theatervereins und der JTG. Grillparzer.

Matinee. Der Dichter der letzten Dinge.

Es spricht Hofrat Prof. Dr. Friedrich Schreyvogl,

Wien.

14.30—16.30 Uhr. Frau Holle. Märchenspiel nach

Gebr. Grimm von G. M. Scheidl.

20.15—23.00 Uhr. Viktoria und ihr Husar. Operette

in 3 Akten von Paul Abraham.

Billettverkauf: An Werktagen 9.00—12.15 Uhr und

ab 16.00 Uhr an Sonn- und Feiertagen 10.00

12.00 Uhr und je eine Stunde vor Spielbeginn.

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jährlich Fr. 20.—. Einzahlungen auf Postcheck-Konto VII 1085.

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und Verlag: Louis Ehrli & Cie., Sarnen, Telefon (041) 85 10 33.

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Erscheint Dienstag und Freitag

Wöchentliche Beilage: Obwaldner Pfarreinachrichten

Verantwortlich für die Redaktion:

Dr. jur. Jost Dillier, Telefon 85 18 06

Inseratenpreise: Einspaltige Millimeterzeile: Obwalden 13 Rp.,

Schweiz 1 15 Rp., Reklame 50 Rp. - Inseratenannahme: Schweizer-

Annoncen AG «ASSA», Luzern, Tel. 2 12 54, und Filialen

(Mit Ausnahme des Kantons Obwalden). - Vorschriften

betreffend Plazierung, Schriftwahl und Arrangement

werden abgelehnt. Schluß der Inseratenannahme jeweils

Montag und Donnerstag 18.00 Uhr.

Suez-US./

Trotz der Vermittlungsbemühungen von

UNO und amerikanischer Staatenorganisation

(OAS) ist es zum diplomatischen Bruch zwischen

den Vereinigten Staaten und dem kleinen

Panama gekommen. Panama verlangt, daß

der Kanalvertrag nun überhaupt, nicht nur in

seinen Einzelheiten, zur Diskussion gestellt

werde. Washington will von solcher Begehr

nichts wissen. Wenigstens einstweilen, möchte

man sagen.

Denn im Klima der allgemeinen Liquidierung

der kolonialistischen Zeit vermag es

nicht zu überraschen, wenn Panama sich nicht

groß an dem Umstand kehrt, daß im November

1903 die Geburtsakte seiner Eigenstaatlichkeit

mit der Ueberlassung der Kanalzone «auf

Ewigkeit» an die USA verkoppelt wurde. Damals

wurde auch festgelegt, daß die USA die

Kanalzone «wie ein Gebiet ihrer Souveränität»

betrachten können; daß die Republik

Panama «gänzlich auf die Ausübung von Hoheitsrechten,

Macht und Autorität verzichtet».

All das auf «Ewigkeit» bedeutete nichts anderes

als die Schaffung eines USA-Territoriums

Tausende von Kilometern entfernt, das zudem

den Staat Panama in zwei Hälften teilte. Man

weiß, daß dies reines Diktat war; ja, daß der

Staat Panama überhaupt nur durch ein Spaltungsmanöver

der USA auf Kosten Kolumbiens

entstanden ist. Die Flagge Panamas, welche seit

Eisenhowers Zugeständnis in der Zone stets neben

der USA-Fahne flattern soll, ist das von

fremder Hand entworfene Symbol dieses Satellitenstaates.

Es ist aber auch zu sagen, daß Panama zu

der Mehrheit der lateinamerikanischen Staaten

mit alter, feudalistischer Gesellschaftsstruktur

gehört. Sie alle tragen mit ihrem Widerstand

gegen eine zeitgemäße Demokratisierung

Schuld daran, wenn sich die nordamerikanische

Milliardenhilfe der «Allianz für den

Fortschritt» noch kaum auszuwirken vermochte,

wenn die private Kapitalflucht anhält und

die Verelendung der Massen sich in allerjüngster

Zeit gar verschärfte. Mag sein, daß sich

die jetzt so forsch auftretende Regierung des

Präsidenten Chiari dieser Problematik bewußt

ist. Es heißt, Chiari plane innert vier Jahren

den Bau von 3000 Schulen, in welchen die zu

90 %> aus Farbigen, zumeist Mischlingen bestehende

Bevölkerung näher an die Zivilisation

herangebracht würde. Das Geld für derlei

Selbstentwicklung liegt jedenfalls vor der Tür.

Aber auch wenn die Kanalgewinne bloß den

tonangebenden Schichten in den Schoß fallen

würden, wären die Dollars nicht weniger verlockend,

fast im Gegenteil!

Daß der schon zweieinhalb Mal amortisierte

Kanal zu einem Geschäft wurde, zeigen die

Zahlen: Es sind mehr als 12 000 Schiffe, die im

Jahr den Kanal benützen und für die SO km

lange Passage an die 25 000 Franken erlegen.

So kommt es, daß Washington aus dem Kanal

jährlich runde 50 Millionen Dollar zieht, Panama

hievon aber bloße 1,9 Millionen gibt. Gewiß

sind in dieser lächerlichen Summe die Löhne

Ciske, die R a t t e

Roman von Piet Bakker

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Steingrüben-

Verlag

Presserechte

durch

44 Cosmopress

Ich höre ihm schweigend zu. Er redet und

redet.

Allzu eifrig! Nein, Freundchen, denke ich,

darauf falle ich dir nicht herein. Jetzt lutschst

du noch munter an Tante Jans' Drops und benimmst

dich wie ein ausgelassenes Kälbchen.

Warten wir erst mal ab, was übrig bleibt,

wenn der Freiheitsrausch vorüber ist. Dann

werden wir sehen, was wirklich von dir geblieben

ist.

«Der Rhein», ruft Ciske, als wir durch

Arnheim fahren, und wie eingelernt rasselt er

weiter: «Er kommt bei Lobith in unser Land

und teilt sich bei Pannerden in Ijssel und

Waal...»

«Dummes Zeug», muß ich ihn schließlich

unterbrechen.

«Ach nein», verbessert er sich hastig, «bei

Westervoort!»

l-Panama

nicht eingerechnet, welche zahlreiche Panamesen

beziehen. Aber die Bezüge der 36 000 Amerikaner,

welche in der Kanalzone wie auf einer

Wohlstandsinsel leben, sind halt noch höher.

Dazu kommt, daß diese Amerikaner mehrheitlich

zum Militärpersonal gehören, welches kraft

der verbrieften Kanalschutzrechte mitten in

Zentralamerika einen mächtigen Stützpunkt

der USA bilden. Was jetzt dem Faß den Boden

ausgeschlagen hatte, ist die kolonialistische

Mentalität dieser Kanalamerikaner, ihre Verachtung

für die benachbarten Einheimischen.

Einmal mehr bestätigte sich die schmerzliche

Erfahrung aller Rassen- und Minderheitenpolitik:

das hautnahe, alltägliche Zusammenleben

mit dem andern begünstigt nur in einer Elite

Toleranz und liberale Gesinnung. Die breiteren

Schichten stoßen sich am Anderssein, oder

pochen ganz einfach auf ihre Privilegien. So

war es in Algerien; dies spielt in Südafrika mit

und läßt sich klar in der unterschiedlichen Haltung

der Nord- und Südstaaten der USA zu ihrer

Negerfrage beobachten. Zu Panama schrieb

die als so amerikanisch-selbsteingenommen

geltende Chicago Tribune, die USA hätten sich

als «völlig unfähig erwiesen, der Bevölkerung

von Panama zu anständigen Lebensbedingungen

zu verhelfen. Anderthalb Millionen leben

dort in menschenunwürdigem Elend und haben

die Einwohner der Kanalzone mit ihrem

Luxus vor sich».

Was Wunder, wenn die übrige Welt die Empörung

Washingtons ob der Unbotmäßigkeit

Panamas keineswegs teilt und das Zerfließen

der Kanal-Ewigkeit mit Monaten veranschlagt.

In England und dem weiteren Europa zieht

man dieser Tage Vergleiche mit Suez, mit der

Niederlage in Indochina oder dem Ausbooten

Holands aus Indonesien. Bei all diesen Gelegenheiten

waren die USA Vorkämpfer der Entkolonialisierung.

Besonders pikant ist die Parallele

mit dem Suezkanal. Wie die Engländer

und Franzosen 1956 den Aegyptern alle Fähigkeiten

absprachen, die von ihnen als Geheimwissenschaft

gepflegte Kanal-Navigation zu

übernehmen, argumentiert jetzt Washington

mit der Betriebssicherheit des Panamakanals.

Daß letztere bei Beteiligung Panamas oder einer

Internationalisierung kaum zu leiden hätte,

wird man erst später zugeben müssen. Jedenfalls

steht jetzt ganz Lateinamerika hinter Panama

und läßt sich auch von dem propagandistischen

Hinzutreten Kubas nicht beirren. Dies

betrifft insbesondere Venezuela, das eigene Erfahrung

mit der kubanischen Einmischung in

alle Krisenherde aufzuweisen hat.

So steht man heute vor dem eigenartigen

Schauspiel, daß die Vereinigten Staaten von

Amerika ihren Justizminister zur Vermittlung

im malayisch-indonesichen Streit-Konflikt in

den Fernen Osten entsenden, in eigener Streitsache

aber isoliert dastehen. Es ist sogar anzunehmen,

daß der Fall Panama mit seiner einfacheren

Problemstellung auch auf die Einstellung

des übrigen Westens zu Kuba abfärben

wird. Und zwar im Sinne vermehrten Ver-

«Und wenn er sich in Ijssel und Waal teilt,

wo bleibt er dann selbst, kleiner Dummkopf?»

Die Ratte grinst.

«Bei... mal überlegen... o ja, jetzt hab'

ich's wieder, bei Pannerden in Rhein und Waal,

die Ijssel kommt erst bei Westervoort. Westervoort

liegt östlich von Arnheim, und westlich

von Arnheim liegt Ooesterbeek. Das haben wir

mal von Ihnen gelernt, Herr Lehrer».

«Daß du mir in der neuen Schule keine

Schande machst!» drohe ich spaßhaft.

«Der Junge kommt wohl aus einem Erholungsheim?»

mischt sich die fremde Dame, die

uns schon eine ganze Zeitlang amüsiert zuhört,

ins Gespräch.

Die Ratte zieht eine verlegene Grimasse.

Die Gute hat sich aber geirrt!

«Möchtest du ein Bonbon?» fragt die

freundliche Reisegefährtin.

Verdammt, jetzt nimmt die Ratte plötzlich

Haltung an. Er steht stramm wie in der Zuchtschule.

Am liebsten hätte ich ihn auf die Bank

zurückgedrängt.

Aber der Dame gefällt es. Sie sagt:

«Gut so, mein Junge, du stehst wenigstens

fest auf deinen Beinen. Das sieht man auf den

ersten Blick.»

Auch das noch!

ständnisses für die Schwierigkeiten Kubas. Der

Weigerung Kanadas, die Kubablockade mitzumachen,

schließen sich nun andere respektable

Alliierte an: England liefert Autobusse zu

Hunderten, Spanien kauft Zucker und schickt

Eisenbahnen und Schiffe. Auch Italien, die

Bundesrepublik und Frankreich haben den Kubahandel

wieder aufgenommen. Letzteres läßt

jetzt seinen größten Devisen- und Sympathienbringer,

nämlich Brigitte Bardot, den lateinamerikanischen

Kontinent bereisen. «BB» bereitet

gewissermassen das Terrain für den de

Gaulle-Besuch vor.

Ja, Südamerika ist nicht mehr die alleinige

Domäne der USA. Im Zeichen der Entwicklungshilfe

treten westeuropäische Staaten mit

ansehnlichen Krediten auf, lassen sie die lateinische

Kulturverbundenheit spielen. Die Interpretationen

im New York Times, Chruschtschew

habe auf dem Höhepunkt der Panama-

O B W A

Magistrale Radio-Lokalsendung. (Korr.) Die

erste Lokalsendung in diesem Jahre (Sonntag,

19. Januar) fand eine große und dankbare Hörerschaft,

brachte sie doch einen besonderen

Gruß des Bundespräsidenten Ludwig von Moos

an seine Landsleute. In herzlichen Worten gab

er seiner Verbundenheit mit Obwalden und

seinem stets wachen Interesse am politischen

und kulturellen Leben der Heimat Ausdruck

und wünschte zum Schluß der kurzen prägnanten

Ansprache Allen «es guets, glickhaftigs

Niws Jahr». Wie sehr man hierzulande auf die

Erfüllung dieses herzhaften Wunsches hofft,

zeigte das nun folgende Gespräch mit Landammann

Christian Dillier über die vordringlichsten

Aufgaben des Staates im kommenden

Jahr. Allen voran stellte Landammann Dillier

das Kantonale Baugesetz als absolute Notwendigkeit,

um der drohenden ziel- und wahllosen

Ueberbauung wirksam entgegenzutreten. Möge

sein Wunsch, getragen von der Verpflichtung

gegenüber Vergangenheit und Zukunft, in Erfüllung

gehen! Abschließend bot Justizdirektor

Dr. Ignaz Britschgi einen sehr instruktiven

Rückblick auf das kantonale Geschehen im vergangenen

Jahr. Die gut konzipierte Sendung

war im Ganzen ein wertvoller Beitrag zur Förderung

der staatsbürgerlichen Anteilnahme an

den vielfältigen Aufgaben unseres Kantons.

Gesetzgebung in Ob- und Nidwaiden. D.

Der Nidwaldner Landrat hat in erster Lesung

eine Reihe von Gesetzesvorlagen zuhanden der

Landsgemeinde durchberaten; darunter befinden

sich ein neues Sonntagsgesetz (Gesetz über

die öffentlichen Ruhetage) und ein neues Tanzgesetz,

zwei Materien, die auch bei uns dringend

einer Neufassung bedürften. Genau wie

in Nidwaiden stammt auch unser Sonntagsgesetz

von 1887; unser Tanzgesetz von 1933 ist

fünf Jahre jünger als das Nidwaldner, aber

wer mit dessen Handhabung zu tun hat, weiß,

Eine Station hinter Arnheim steigt sie aus

und verabschiedet sich mit einem freundlichen

Augenzwinkern von Ciske. Sobald wir allein

sind, sage ich ein wenig ärgerlich:

«Ein für allemal: dieser Unfug ist jetzt vorbei.

In Amsterdam werden sie dich schön auslachen,

wenn du bei jeder Gelegenheit stramm

stehst. Benimm dich ganz natürlich, das ist bei

dir schon dumm genug.»

Die Ratte wird rot bis hinter die Ohren und

verteidigt sich verlegen:

«Nun ja, ich bin das so gewöhnt.»

«Abgewöhnen, und zwar schleunigst», sage

ich, packe ihn im Genick, drücke ihn fest

auf die Bank, bis er stöhnt und wie ein Besessener

strampelt.

Dann gehe ich auf den Bahnsteig und kaufe,

da wir ja heute einen Festtag haben, gefüllte

Kuchen und Limonade.

Es sind ziemlich viele Leute eingestiegen.

Ciske sitzt jetzt still in seiner Ecke und schaut

durchs Fenster, während er seinen Kuchen ißt.

«Entweder tobt er, oder ist ganz still»,

meint Tante Jans besorgt.

Ciske beugt sich zu mir herüber und flüstert:

«Wann Dorus wohl kommt...?»

«Sehnst du dich denn so nach ihm?» frage

ich.

krise Fidel Castro nur deshalb nach Moskau gerufen,

damit er keine Dummheiten mache (und

dieUSA-Weizensendungen nach Rußland nicht

gefährde), kann für Washington wohl ein Trost

sein. Aber diese Helferdienste Moskaus entheben

das Weiße Haus nicht der Aufgabe, neue

Formeln einer fortschrittlichen Lateinamerikapolitik

zu finden. Die Nachricht, daß eben jetzt

Präsident Johnson aus dem Führungsstab einen

der engsten Kennedy-Berater entläßt, nämlich

Th. Soerensen, vermag Sorge zu erwekken.

Oder soll man an das Unglaubliche glauben,

daß das Geschlecht der Kennedy in seinem

dritten Sprößling sich zu einem Come back

anschickt? Falls dem jungen Robert Kennedy

jetzt in Malaysia eine Vermittlung glückt, wäre

heuer seine Nominierung als Vizepräsidentschaftskandidat

der Demokraten wohl gesichert,

seine Begabung für die Weltpolitik erwiesen

... (NZN)

L D E N

daß auch hier eine Neufassung am Platze wäre.

Ferner hat der Landrat ein Gesetz über die Einführung

des eidgenössischen Grundbuches

durchberaten, das ebenfalls vor die diesjährige

Landsgemeinde kommen soll; 1912 wurde zwar

mit der Einführung des ZGB auch das Grundbuch

als Bundessache erklärt, aber die Durchführung

dieser Bestimmungen geschah bisher

in den einzelnen Kantonen ziemlich verschieden.

Außer der Vermessung der Grundstücke

haben wir in Obwalden ein Bereinigungsverfahren

eingeführt, durch das sukzessive die

Dienstbarkeiten und Grundlasten sämtlicher

Grundstücke zuverlässig abgeklärt und eingetragen

werden sollen; für die Praxis genügt

dieses Verfahren einigermaßen, aber es stellt

noch nicht das eidgenössische Grundbuch im

eigentlichen Sinne dar, sondern nur ein kantonales

Grundbuch auf eidgenössischen Formularen.

In Nidwaiden waren sie bisher nicht

einmal so weit wie wir, und nun wollen sie mit

einer Kraftanstrengung das eidgenössische

Grundbuch verwirklichen. Weiter wurden für

die Landsgemeinde vorberaten ein Gesetz über

die linksufrige Vierwaldstätterseestraße auf der

Strecke Stans bis Urner Kantonsgrenze sowie

ein Gesetz über die Lawinenzonenpläne, durch

welches Bauverbote für lawinengefährdete

Hänge eingeführt werden sollen. Daneben hat

Nidwaiden schon vor drei Jahren ein Baugesetz

eingeführt, während wir vorläufig noch

vor einem Scherbenhaufen stehen. Ferner haben

sie schon vor sieben Jahren das Zivilprozeßverfahren

modernisiert, während unsere ZPO

von 1901 verschiedene Aenderungen und Ergänzungen

dringend nötig hätte; beim Strafrechtsverfahren

operieren wir noch mit Vorschriften

von 1869, während Nidwaiden 1943

eine Neufassung durchführte. Dem Vernehmen

nach sollen aber gerade hier verschiedene

Revisionswünsche bestehen (Einführung eines

Jugendgerichts usw.) und in Rücksicht darauf

«Ja, sehr!»

Wie gut, daß ich damals ein paar vernünftige

Worte mit Keulemanns gesprochen habe.

Vater Keulemann fühlt wohl, daß man den

Freundschaften der Kinder nichts in den Weg

legen darf und war bereit, zu glauben, daß in

Ciske auch etwas Gutes stecke. Hatte er Dorus

nicht tagaus, tagein in seinem Wagen zur Schule

gefahren? Und war nicht er auf die Idee gekommen,

Dorus bei dem Ausflug an die See

mitzunehmen? Na ja, wenn der Herr Lehrer

meinte...

Sip, Betje und Dorus sind die einzigen, die

von Ciskes Heimkehr wissen. Ich bin neugierig,

ob sie aus eigenem Antrieb etwas unternehmen.

Meine Neugier wird auf keine lange Probe

gestellt, denn als wir in die Straße kommen, in

der Tante Jans wohnt, sehe ich schon in der

Ferne einen blonden Mädchenschopf. Betje, das

impulsive treue Kind! Wer weiß, wie lange sie

schon auf uns gewartet hat!

Ciske, der in der Trambahn und auf der

Straße sehr still geworden war, bekommt plötzlich

Farbe, als er seine alte Freundin erblickt.

Kinder brauchen kein Begrüßungszeremoniell.

Sie geben einander selten die Hand. Das

ist doch nur dumme Angeberei. Betje kommt

auf uns zugelaufen und sieht Ciske nur la-


muß zuerst die Verfassung revidiert werden.

Während wir in Obwalden eine großzügige

Verfassungsrevision über die Rechtspflege

durchgeführt haben (und nun noch vor der

Ausarbeitung der Verfahrensbestimmungen

stehen), wollen sie es in Nidwaiden mit einer

Totalrevision der Verfassung versuchen. Interessant

ist, daß bei der ersten Vordiskussion

über diese Totalrevision von gewisser Seite im

Landrat auf das «Beispiel Obwalden» hingewiesen

wurde, wo für Gesetzesvorlagen die

Urnenabstimmung eingeführt worden sei; von

Regierungsseite wurde aber entgegnet, daß dies

zu einer unerwünschten Abwertung der Landsgemeinde

führen würde. Bei uns wird gerade

wegen solchen Fragen von Zeit zu Zeit der Ruf

nach Totalrevision der Verfassung laut. Zeigen

aber nicht die vorstehend angeführten Gesetze,

die seit Jahren dringend auf Neufassung warten,

daß wir zuerst all diese konkreten Gesetzesprobleme

bewältigen sollten, bevor wir den

politischen Wirbel, der für eine Totalrevision

der Kantonsverfassung vorauszusehen ist, entfachen

lassen.

Ja-Parole der Konservativen Volkspartei

Obwalden zur eidg. Amnestie-Vorlage. (Mitg.)

Der Vorstand der Konservativen Volkspartei

Obwalden hat nach einer einläßlichen Orientierung

durch den Parteipräsidenten beschlossen,

den Bundesbeschluß betreffend die Durchführung

einer Steueramnestie dem Volk zur

Annahme zu empfehlen. Die finanzschwachen

Kantone sind über jede Mehrung des steuerbaren

Einkommens und Vermögens froh. Auch

soll die Steueramnestie zur Steuerehrlichkeit

für die Zukunft beitragen. Es wird Aufgabe

des eidgenössischen Parlamentes sein, dafür zu

sorgen, daß die Ausführungsvorschriften des

Bundes für die Durchführung des Amnestiebeschlusses

sich in einem vernünftigen, loyalen

und durchführbaren Rahmen halten.

Exerziticn für das Landvolk. Für unser

Landvolk hält der Redaktor des «Kath. Schweizerbauer»,

Bauernseelsorger Pater Siegward

Angehrn, diesen Winter wieder 16 Exerzitienkurse.

Es ist eine Freude und ein gutes Zeichen,

daß so viele Bauern und Bäuerinnen diese

Standes-Exerzitien mitmachen. Oft sind

über 70. Meistens sind mehr als die Hälfte

Hochzeiter, Bräute. In diesen Gnadentagen

schöpfen die Bauern und Bäuerinnen neue

Freude an der Scholle, an der Familie, am

Herrgott. Nützet darum die letzten Exerzitien,

die P. Siegward diesen Winter hält!

Für Bauern und Bauernsöhne: Vom 23. bis

26. Januar in Schönbrunn und vom 27. Februar

bis 1. März im Hotel Paxmontana im Flüeli-

Ranft. Telefon (041) 85 22 33.

Für Bauernfrauen und Töchter: Vom 27.

bis 31. Januar in Schönbrunn. Vom 3.—6. Februar

in St. Pelagiberg. Vom 9.—12. März und

vom 16.—19. März im Flüeli-Ranft. Auch andere

Berufsleute fühlen sich in diesen Exerzitien

heimisch. K. B.

Vorunterrichts-Ski-Langlauf Ob- und Nidwaldcn.

Der traditionelle und beliebte VII-

Ski-Langlauf der Kantone Ob- und Nidwaiden

wird am Sonntag, den 26. Januar, in Engelberg

durchgeführt, und zwar wie in früheren Jahren

zusammen mit dem Skitag des Obwaldner

Geb. Füs. Bat. 47 und des Nidwaldner Geb. S.

Bat. 12. Teilnahmeberechtigt sind Schweizer

Jünglinge der Jahrgänge 1944 bis 1949, sofern

sie aus der obligatorischen Schulpflicht entlassen

sind und die Rekrutenschule noch nicht begonnen

haben. Die Aelteren (Jahrgänge 1944/

45/46) und Jüngeren (1947/48/49) starten in zwei

verschiedenen Kategorien. Anmeldungen müssen

bis spätestens Dienstag, den 21. Januar

1964, beim Vorunterrichtsleiter der Ortssektionen

erfolgen.

Letztes Jahr haben über 80 Burschen am

Langlauf teilgenommen; wir hoffen, daß diese

Zahl heuer noch übertroffen werde. Die Teilnehmer

werden gratis nach Engelberg geführt

und erhalten eine Mittagsverpflegung. Neben

chend an. Sie begrüßt ihn mit den Augen, und

erst nachdem sie ihn lange prüfend gemustert

hat, sagt sie mit ihrer Piepsstimme:

«Tag!»

«Tag», sagt auch die Ratte heiser.

Betje läßt jetzt Bonbons sprechen.

«Willst du sie haben?»

«Au fein», ruft Ciske. Er stellt sein Kofferchen

auf das Pflaster und blickt in die Tüte.

«Kannst du nicht Dankeschön sagen?» tadelt

Tante Jans. «Warte mit den Bonbons, bis

du zu Hause bist. Du hast heute schon genug

süsses Zeug gegessen. Kommst du mit nach

oben, Betje?»

Als die beiden vor uns herlaufen, sagt Jans:

«Die Betje mag ich zum Fressen gem.»

In Tante Jans' stiller Wohnung ist es lebendig

geworden. Kinderstimmen und -schritte erfüllen

die Räume. Ciske hat seine vorübergehende

Niedergeschlagenheit überwunden, jetzt,

wo er in der saubern Umgebung und in Betjes

Anwesenheit sein altes Ich wieder zu entdekken

beginnt. Mit roten Backen streift er durch

die Zimmer und die Küche.

«Ha, die Katze», ruft er ausgelassen und

krault das dichte Fell des Tieres. «Komm, gib

Pfötchen, alter Freund,oder soll ich dich mit

mir tanzen lassen?»

den gewöhnlichen Auszeichnungen für rund

ein Drittel der Startenden und den Sonderpreisen

wird dieses Jahr ein neuer Wanderpreis abgegeben,

der von der Eidg. Turn- und Sportschule

in Magglingen freundlicherweise gestiftet

wird. Doch gilt auch hier: Mitmachen

kommt vor dem Rang! A. H.

Theater in Samen. Ein ausführlicher Bericht

über die wohlgelungene Premiere der

köstlichen Komödie «Der Unschuldige» mußte

auf nächste Nummer verschoben werden.

Samen. Gratulation. Am nächsten Donnerstag,

23. Januar, erfüllt Frau Landammann Ottilie

Stockmann-Schubiger in ihrem schönen

Heim «Landegg» in Samen das 85. Lebensjahr.

Aus Uznach gebürtig, hat die St. Galler Ständeratstochter

ihre ersten Ehejahre mit Ingenieur

J. W. Stockmann in Zürich verlebt und ist ihm

dann 1924 freudig in seine Obwaldner Heimat

gefolgt. Während ihr Gatte zum höchsten Amt

des Landes emporstieg, war sie die gütige, umsichtige

und gastfreundliche Frau des kultivierten

Hauses und ist auch heute der verehrte

Mittelpunkt einer glücklichen Familie. Wir

wünschen der liebenswürdigen Jubilarin von

Herzen einen frohen Festtag im Kreise Ihrer

Kinder und Großkinder und noch viele gesegnete

und schöne Jahre. (Korr.)

Samen. Ein seltenes Berufsjubiläum. Montag,

den 20. Januar, hat Frau Emma Imfeid-

Sigrist in ihrem verantwortungsvollen Beruf

als Hebamme zum 2000. Mal einem jungen

Menschlein die entscheidende Hilfe beim Beginn

des Erdenlebens gewährt. Es handelt sich

um das 11. Kind einer Familie Schleiß aus Alpnach,

denen Frau Imfeid allen «Storchenmutter»

sein durfte. Wieviel Einsatz und Verantwortungsgefühl

haben doch diese zweimal tausend

Hebammendienste erfordert! Wir gratulieren

Frau Imfeid herzlich zu diesem seltenen

Jubiläum; eine Feier im Kreise all dieser 2000

Nutznießer ihrer Hebammenkunst ist leider

nicht möglich, da hierzulande nur schon der

Saal für eine solche Riesenversammlung fehlen

würde! (Korr.)

Zum Tode von Prof. Leo Kathriner.

Letzte Woche ist die sterbliche Hülle Prof.

Leo Kathriners von Ascona, wo er einem Herzinfarkt

erlegen ist, nach Samen übergeführt

und auf dem Friedhof beigesetzt worden. Es

war der letzte Wunsch des lieben Verstorbenen

in Erfüllung gegangen, in Samen, seiner Heimatgemeinde

und seinem Geburtsort, die letzte

Ruhestätte zu finden. Verwandte und Bekannte,

treue Freunde und ehemalige Orgelschüler

haben ihm am Grab die wohlverdiente

Ehre erwiesen. Eine stille Totenmesse hatte der

bescheidene Dahingegangene sich gewünscht.

Einzig Bachs Choral «Wie hell leuchtet der

Morgenstern», erklang zum Abschluß eines

ganz von Musik erfüllten Lebens, das nun im

Jenseits der Auferstehung harrt.

Am 20. Oktober 1887 erblickte Leo Kathriner

in Samen das Licht der Welt. Sein Vater

war Musikdirektor, und so fand er schon frühzeitig

Gelegenheit zum Musizieren. Schon im

Knabenalter wurde er oft vom Vater an die

Orgel kommandiert, um Lieder und Messen zu

begleiten. Nachdem er während acht Jahren

das Kollegium besucht und das Gymnasium mit

der Matura abgeschlossen hatte, ging er zur

weiteren Ausbildung an die Musikhochschule

nach München und unterrichtete nachher einige

Zeit in Beuron. In die Schweiz zurückgekehrt,

nahm er Wohnsitz in Basel, wo er als

Cellist im Orchester tätig war. Im Herbst 1918

wurde er als Musikpädagoge ans Lehrerseminar

Freiburg i. Ue. berufen, wo er bis zu seiner

Pensionierung anno 1958 im Orgel- und

Klavierspiel und im Gesang Unterricht erteilte.

Stets widmete er sich mit großer Hingabe der

musikalischen Erziehung der blinden Kinder

auf dem Sonnenberg, bis der unerbittliche Tod

sein wertvolles Wirken jäh unterbrach.

Betje lacht schrill und sieht ihren Freund

bewundernd an, weil er sich so männlich aufführt.

Tante Jans rumort bereits in der Küche herum.

Ich muß mit aller Gewalt bleiben. Ohne

ein Täßchen Tee komme ich nicht aus dem

Haus.

Ciske schnuppert weiter seine neue Umgebung

ab.

«A, ein anderes Kissen! Tante Jans, die Gardine

hat ein Loch. Schaut, da unten läuft ja

auch der lahme Milchmann noch!»

Sein Inspektionsgang geht weiter. Er kann

nicht anders. Alles muß er sehen, um festzustellen,

daß er jetzt daheim und frei ist. Genießen

muß er das.

Tante Jans, die die Unruhe im Haus nicht

gewöhnt ist, ruft aus der Küche:

«Junge, du machst mich noch ganz verrückt

mit deiner Herumrennerei. Komm zu mir und

hock' dich hinter den Ofen!»

Es hilft nichts. Die Ratte muß den zweiten

Freiheitsrausch dieses Tages austoben.

Betje sieht Ciske überrascht an. Hat sie geglaubt,

sie muß den reuig heimkehrenden Sohn

bemuttern? Welch selbstbewußte Manieren er

hat!

Ciske spürt die Bewunderung des Mädchens

wohl. In dem Bestreben, etwas Besonderes zu

So lauten die wichtigsten Lebensdaten des

Verstorbenen, einfach und schlicht; aber hinter

diesen wenigen Aufzeichnungen liegt ein

außerordentlich reiches Leben eines Menschen

voll Güte und Hingabe, voll Liebe zum Nächsten

und zu den Dingen der Umwelt. Die Schale

konnte gelegentlich hart erscheinen, aber wie

weich der innere Kern war, dies haben alle erfahren,

die dem Verstorbenen nahe gestanden

sind.

Eine erstaunlich weitreichende, umfassende

Allgemeinbildung war sein bleibender Besitz.

Wie oft setzte er einem in Erstaunen, wenn

er irgend ein bescheidenes Pflänzchen nebst

dem deutschen auch gleich noch beim lateinischen

Namen nannte und, nicht genug damit,

auch auf die verwandten Arten zu sprechen

kam. Oder ein Stein am Wege veranlaßte ihn

gleich zum weiteren Ausholen auf dem Gebiete

der Geologie. Mit vielem war er vertraut,

alles interessierte ihn; er hatte zeitlebens einen

wachen Sinn. In der Natur fand er seine Erholung.

Mehrmals wanderte er von Freiburg aus

zu Fuß ins Wallis oder in den Tessin, wo er

häufig seine Ferien verbrachte. Die Tessiner

Regierung übergab ihm den ehrenvollen Auftrag,

den Bestand der Orgeln im Kanton aufzunehmen.

Es gelang ihm glücklicherweise,

manch wertvolle alte Orgel vor dem Untergang

zu retten.

Der Dahingeschiedene war ein hervorragender

Lehrer gewesen, zum Unterrichten geradezu

prädestiniert. Er war nicht der große Interpret,

den den Nöten und Schwierigkeiten

des Schülers verständnislos gegenüberstand, er

war vor allem Lehrer und Erzieher, der streng

und zielbewußt, aber immer voll Güte und

Verständnis den Schüler durch die schwierigen

Klippen führte. Wer gehorchen und seinen

Anweisungen folgen konnte, wird ihm für die

gute Führung zeitlebens dankbar sein. Er

schrieb eine kurz gefaßte, in knappster Form

das Wesentliche enthaltene Schule für das Orgelspiel,

um damit die begabten Anfänger vor

langatmigen Orgelschulen zu verschonen. So

sind aus seiner Schülerschar etliche namhafte

Organisten hervorgegangen, die gewillt sind,

das reiche musikalische Erbe an spätere Generationen

weiterzugeben.

Nun ist Leo Kathriner, der immer im Leben

bescheiden im Hintergrund stand, von uns

gegangen, eine tiefe Lücke hinterlassend, von

seinen Angehörigen, Schülern und Freunden

tief betrauert. Das nahe Ende wahrscheinlich

vorausahnend, war er im Herbst länger als gewöhnlich

nach Samen gekommen, um möglichst

viele seiner Verwandten aufzusuchen.

Seine letzte Arbeit, einen Stammbaum seines

Geschlechtes zusammenzustellen, hat er nicht

mehr vollenden können. In Ascona hat ihn der

Tod ereilt. Gott möge ihm die wohlverdiente

Ruhe schenken. Uns bleibt der Schmerz und

die tiefe Trauer, aber auch die frohe Zuversicht,

daß Gott seine guten Werke reichlich

lohnen wird.

Zeno Beck

Schwendi. Theater. Bei ausverkauftem Haus

ging am Sonntag im Rößlisaal der Vierakter

«Wätter über Obertal» über die Bühne. Der

Autor greift Szenen aus dem Leben einer Bauerngemeinde

heraus und reiht sie zum spannenden

Geschehen. Auf dem Programm heißt

tun, beginnt er im Flur auf den Händen zu

laufen. Doch da wird es Tante Jans zu bunt.

Grad aus der Zuchtschule entlassen, spielt er

bereits den Zirkusclown, das stört ihr Gleichgewichtsgefühl

empfindlich.

«Nun aber Schluß», schimpft sie und drückt

ihn kräftig auf die Bank beim Ofen. «Jetzt

stehst du nicht eher wieder auf, bis ich es dir

erlaube.»

Bist du gern wieder zu Haus?» fragt Betje,

als Ciske ein wenig erledigt da sitzt. Er zieht

ein langes Gesicht und streckt ihr die Zunge

heraus. Dieses Mädchen mit seinen dummen

Fragen!

Ich habe mein Täßchen Tee getrunken und

treffe Anstalten nun endlich zu gehen.

«Kommst du mit?» frage ich Betje. «Es Zeit,

daß du zum Essen heimgehst.»

«Darf ich morgen nachmittag mit Dorus

kommen?» will das Mädchen wissen.

«Ja gut», sagt Tante Jans.

Ciske sitzt nun ein wenig kleinlaut neben

dem Ofen, in sich zusammengesackt und müde.

Sein bleiches Gesicht ist naß von Schweiß.

«Nun, Junge», verabschiede ich mich, ohne

ihm die Hand zu geben, «morgen schaue ich

nochmal bei dir vorbei.»

Er nickt nur.

es, «äs chennt vor nes par Jahre gsy sy», und

wir fügen bei: es war gestern. Die Schwander

spielten so natürlich und echt, nein sie spielten

nicht, sie lebten das Spiel, daß es eine Freude

war. Für jede Rolle der passende Typ, bestbekannte

und auch junge Kräfte, wirklich viel

gutes Holz vorhanden. Unsere aufrichtige Gratulation

dem Regisseur August von Wyl, Sarnen,

und seinem «Handlanger» Lehrer J. Fanger

und ganz besonders den Spielern. Wir

wünschen der flotten Spielgemeinschaft auch

für die folgenden Aufführungen vollen Erfolg.

(Eing.)

Sachsein. Elternabend. Erstmals konnte

Schulratspräsident Josef Rohrer-Egger die Eltern

der 6. und 7. Klasse Knaben zu einer Aussprache

mit der Lehrerschaft begrüßen. Sicher

eine Neuheit in unserem Schulwesen, die aber,

wie man aus den Diskussionen entnehmen

konnte, sehr guten Anklang fand. Eingangs erwähnte

Schulratspräsident Rohrer den Zweck,

den man mit solchen Zusammenkünften verfolge.

Es werde allen an Schulproblemen interessierten

Elternkreisen die Gelegenheit geboten,

sich über diese Probleme auszusprechen,

Wünsche anzubringen und gegenseitig Kontakt

zu nehmen.

Sekundarlehrer Max Wildisen, Samen, erläuterte

als kantonaler Berufsberater in einem

interessanten Referat, welche Anforderungen

heute an die Sekundär- und Oberschulen gestellt

werden müssen, um die jungen Leute auf

eine Berufslehre vorzubereiten. Mit Interesse

wurde festgestellt, daß Samen das 8. Schuljahr

auf freiwilliger Basis eingeführt hat. Dieses

zusätzliche Schuljahr ermöglicht auch solchen

Schülern, die nicht Gelegenheit haben,

eine Sekundär- oder Realschule zu besuchen,

einen Beruf zu ergreifen, der mehr als sieben

Schuljahre erfordert.

In einem zweiten Referat legte H. H. Pater

Dr. Thomas Hardegger OSB, den Unterschied

zwischen den Schulen am Kollegium in Samen

und der Sekundärschule dar. Zum Besuche des

Gymnasiums und der Realschule mit anschliessender

Handelsschule und Diplomabschluß

werden überdurchschnittlich begabte Knaben

erwünscht. Die Sekundärschule und besonders

die 8. Abschlußklasse hingegen sind vorwiegend

für handwerklich begabte Schüler gedacht.

Es besteht also kein Konkurrenzkampf

zwischen den Schulen am Kollegium und den

Sekundärschulen.

Bei der Diskussion nach diesen Vorträgen

meldeten sich verschiedene Eltern zum Wort

und es kann festgestellt werden, daß diese Kontaktnahme

zwischen Eltern und Lehrerschaft

sicher nur Vorteile für unsere Kinder bringen

wird. (Korr.)

Alpnach. «D'r Bäsebinder-Sämi». (Eing.) Die

Trachtengruppe Alpnach wartet dieses Jahr

mt einem ansprechenden, ländlichen Dialekt-

Volksstück auf. «D'r Bäsebinder-Sämi» von

Karl Moore und Max Ritter erstand in fleißiger

Probearbeit unter der Regie des jungen, talentierten

Hubert Lüthold. Die heimeligen

Bühnenbilder gestaltete Bepp Haas, Sachsein.

Die Hauptperson, der Bäsebinder-Sämi (G.

Krummenacher) versucht, andern ihr berechtigtes

Glück zu verschaffen, und sehnt sich sei-

Handzeichen

schaffen Klarheit

«Ist das nun eine Art?» grollt Tante Jans.

«Bedank' dich mal schön anständig beim Herrn

Lehrer für alles, was er für dich getan hat!»

«Danke», sagt Ciske.

Auf dem Flur flüstert Jans:

«Ich würde mich gar nicht wundern, wenn

er gleich drauf los heult, jetzt, wo er sich ausgerast

hat. Das kleine Schaf!»

Eine verständige Frau. Wie sie das Unnatürliche

und Gekünstelte von Ciskes Fröhlichkeit

gleich durchschaut! Gut, daß der Junge

jetzt unter ihrer Hut steht! Sie wird ihn sicher

und gütig lenken. Verglichen mit ihr komme

ich mir wie ein Stümper vor.

Suus findet es übertrieben, daß ich am

nächsten Tag schon wieder zu der Ratte gehen

will.

«Du mußt den Jungen ein wenig sich selbst

überlassen. Bei dieser Frau ist er ja gut aufgehoben.»

Ich gebe ihr heimlich recht. Und doch treibt

es mich zu meinem Sorgenkind.

(Fortsetzung folgt)


er nach Geborgenheit und einem richtigen

Zuhause. Aufdereggen, Landwirt und Gemeindeammann

in Waldried (F. Kiser), ist ein selbstbewußter

Mensch mit einem harten, doch gradlinigen

Charakter. Seine beiden jungen Töchter

sind sehr verschieden geartet. Lisbeth (T. Wallimann),

die sich vom künftigen Leben viel verspricht,

heiratet den Wirt Paul Gutjahr (E.

Dürrer), nimmt aber gleichzeitig die Liebesbezeugungen

des Industriellen und • Lebemenschen

von Rohr (H. Langensand) im Jägerstübli

zum Rößli, gerne entgegen. Ruth (H,

Langensand) dagegen ist ein sensibles, kränkliches

Mädchen, das seine heimliche Liebe zu

Hans, dem Meisterknecht (A. Niederberger),

durch alle Stürme und Drohungen bewahrt.'

Egg-Sämi, der Besenbinder versucht alles zum

Guten zu lenken und es gerät ihm auch weithin.

Dem Ortspolizisten Linz (H. Wallimann)

und dem Jagdaufseher Karl Zryd (A. Krummenacher)

verursachen Wilderer schlaflose

Nächte. Schließlich sei noch der herrschsüchtige,

reiche Landwirt Schnurrenberger (O. Gasser)

erwähnt, dessen Leumund gegen den

Schluß ziemlich verschlechtert wird.

Man darf alle Spieler zu ihrem guten, na

türlichen Spiel beglückwünschen. Alle Darsteller

bemühen sich, ihren Rollen gerecht zu werden.

Es ist eine Freude, der durchwegs deutlich

gesprochenen Mundart zu lauschen.

Der Trachtengruppe Alpnach wünschen

wir für die kommenden Aufführungen im

Gasthaus «Schlüssel » in Alpnachdorf ein volles

Haus. Es lohnt sich bestimmt, drei Stunden

auf dem Hofplatz beim Aufdereggen und

im Jägerstübli zum Rößli zu verbringen. Die

Aufführungen finden statt: Freitag, 24. Januar,

20.15 Uhr, Sonntag, 26. Januar, 14.00 und

20.15 Uhr und Sonntag, 2. Februar, 20.15 Uhr.

Giswil. Ein aufrichtiges Dankeswort verdienen

unsere hochw. Pfarrgeistlichen wie die

organisatorischen Kräfte des Bauernvereins

für die sinnvolle Gestaltung des St. Antoniusfeiertages

vom 17. Januar. Herzlich danken wir

aber auch dem löbl. Cäcilienchor, der die kirchliche

Feierstunde verschönern durfte. Wir

danken herzlich dem H. H. P. Ansfried Hinder,

für die gesunde geistige Kost in der Predigt

und im Vortrag. Ein aufrichtiges Dankeswort

dem Jodlerduett Rymann und Abächerli und

jenen, die uns im prächtigen Farbenfilm prächtige

Erinnerungen aufleben ließen. Wir danken

nicht weniger H. H. Pfarrer für sein kurzes,

aber hinleuchtendes Schlußwort, woraus man

entnehmen durfte, daß dem St. Antoniustag in

Zukunft immer besondere Bedeutung beigemessen

wird. (Eing.)

Giswil. (Eing.) Die Weihnachtsfeier der

KAB ist zwar vorüber, doch wohl noch nicht

so schnell vergessen. Mit Recht, denn abgesehen

davon, daß 200 Personen an einer Veranstaltung

auch für unsere Verhältnisse noch bemerkenswert

sind, werden da jährlich Werte

vermittelt, die auf die Dauer kaum unbeachtet

bleiben dürften. Auch diesmal lag der Akzent

auf geistiger Ebene. Das Krippenspiel, von den

ehrwürdigen Lehrschwestern eingeübt und von

den Vereins- und Schulkindern vorgetragen,

beeindruckte angenehm und nachhaltig. Eine

lobenswerte Leistung für Regie und Spieler!

Das Musikalische wie der Gesang, man spürt

es, werden bei uns kundig geführt und gefördert.

Ein bisweilen vernehmbares «Zuviel des

Guten» im Materiellen ist diesmal korrigiert

und aufs Minimum beschränkt worden. Dennoch

konnten wir jedem Kinde irgendwie unsere

besondere Aufmerksamkeit bekunden —

eine Beziehung, die uns gemeinsam in die Zukunft

verbindet und verpflichtet. Täuschen wir

uns aber nicht an etwelchen «Wohlstandsanzeichen»

innerhalb der Arbeiterschaft! «Nicht

der Reichste, sondern der Aermste unter uns

zeigt, wie es um unsere Humanität bestellt ist».

Es sei daher allen, die unser Bemühen unbeirrbar

begünstigt haben, öffentlich herzlicher

Dank gesagt! (amo)

Lungern als Wintersportplatz. Unabhängig

von der Schneekalamität der diesjährigen

Wintersaison, die alle Winterkurorte mehr

oder weniger drückt, ist man in Lungern dar

an, die vorhandenen Möglichkeiten noch wei

ter auszubauen. Nach der Erstellung eines Ski

liftes auf Schönbüel soll nun auch im Bannholz

(oberhalb der Brünigbahnlinie) ein Skilift

gebaut werden, damit jenen, die nicht immer

in die Höhe fahren wollen, wie z. B. Eltern

mit Kindern, im Tal auch eine Attraktion

geboten wird. Das Projekt für diesen Skilift,

das von Dr. Hansheini Gasser und Baumeister

Karl Gasser jun. eingereicht worden ist, liegt

gemäß Amtsblattpublikation zur Zeit zur öffentlichen

Einsichtnahme auf. (Korr.)

Schulbus Bürglen-Lungern? Da nach Ostern

1964 für die Filialgemeinde Bürglen leider keine

Lehrschwestern mehr zur Verfügung gestellt

werden, steht der Gemeinderat Lungern vor

der schweren Aufgabe, zwei geeignete Lehrkräfte

als Ersatz zu finden; da dies im Zeitalter

des Lehrermangels besonders schwierig ist,

hat man auch die Möglichkeit eines kleinen

Schulbusses ins Auge gefaßt, der die Kinder

nach Lungern zur Schule führen würde. Begreiflicherweise

stößt dieser Plan bei den

Bürglern nicht auf Gegenliebe, aber der Entscheid

wird sich nach der praktischen Notwendigkeit

richten müssen. (Korr.)

Parolen zur eidg. Abstimmung

vom 2. Februar

Sozialdemokraten beschließen Stimmfreigabe

Der Vorstand der Sozialdemokratischen

Partei der Schweiz beschloß nach angeregter

Diskussion für die Volksabstimmung vom 2.

Februar über die Steueramnestievorlage die

Stimmfreigabe. Zur Diskussion standen lediglich

die Ja-Parole und die Parole auf Stimmfreigabe.

Der Letzteren wurde schließlich in

der Abstimmung mit 20 gegen 18 Stimmen

knapp der Vorzug gegeben.

Mit dem Stimmfreigabebeschluß der Sozialdemokraten

haben nun alle im Bundesrat vertretenen

Parteien zur kommenden Volksabstimmung

Stellung bezogen. Die Konservativ-

Christlichsozialen und die Bauern-, Gewerbeund

Bürgerpartei haben beide die Ja-Parole

ausgegeben, während der Vorstand der Freisinnig-demokratischen

Partei der Schweiz den

Stimmbürgern Ablehnung empfiehlt. Hierzu

kommen nun noch die Sozialdemokraten mit

der Stimmfreigabe.

Freisinniges Nein zur Steueramnestievorlage

Der Zentralvorstand der Freisinnig-demokratischen

Partei der Schweiz beschloß mit

Zweidrittelsmehrheit für die Abstimmung vom

2. Februar über die Steueramnestievorlage die

Nein-Parole auszugeben. — Der Zentralvorstand

begründete diese Entschließung damit,

daß der unterbreiteten Vorlage die nötige Klarheit

fehle und daß die übereilte Behandlung,

die man ihr angedeihen lasse, darauf hinweise,

daß sie einer gründlichen Vorbereitung entbehre.

Ueber die finanziellen Auswirkungen

der Amnestie beständen zudem große Meinungsverschiedenheiten

und die moralische Bedeutung

sei umstritten.

Jungkonservative Nein-Parole

Die Bundesleitung der Schweizer Jungkonservativen

und Jungchristlichsozialen tagte in

Zürich unter der Leitung von Bundesobmann

Dr. Max Knecht, Wettingen. Sie beschloß für

die eidgenössische Volksabstimmung vom 2.

Februar über die Steueramnestie mehrheitlich

die Nein-Parole. Die Bundesleitung lehnt den

spk. Das Zentralproblem der innerspanischen

Politik ist die Nachfolge Francos. In

ständiger Wiederkehr stellt man sich im Inund

Ausland die Frage: Wer oder was kommt

nach Franco? Aber keine klare Antwort ist

darauf möglich, denn die derezit gültige Verfassung

läßt sowohl die Restauration der Monarchie

als auch eine neue Verweserschaft —

eine weitere Generalsdiktatur — zu. Der Generalissimus

jedoch, von dem allein die Entscheidung

abhängt, äußert sich nur auf völlig

unverbindliche Weise zu dieser Existenzfrage

Spaniens; zuletzt in seiner Neujahrsansprache

und in einem kurz zuvor der Pariser Zeitung

«Figaro» gegebenen Interview.

Aber ist das Problem überhaupt zu lösen?

Kann man von einem autoritär regierenden General

verlangen, daß er eindeutig einen Nachfolger

bestimme? Würde er damit nicht seine

Autorität soweit unterhöhlen, daß die Pfeiler

des Regimes, Ruhe und Ordnung, entwertet

würden, da doch ein designierter «Kronprinz»

leicht die Geduld verlieren und danach streben

könnte, schneller als vorgesehen an die erste

Stelle zu kommen? Es scheint, daß der Generalissimus

weiterhin bloß mit undeutlichen

Prophezeiungen wird aufwarten können, da

er sonst gegen die «Technik der Macht» verstieße.

So läßt sich unmöglich sagen, wer Francos

Erbe antreten wird, höchstens kann abgeschätzt

werden, wer derezit und mit welchen

Chancen im Rennen liegt.

Da drängt sich zuerst der Name des Grafen

von Barcelona, Don Juan von B'ourbon, Oberhaupt

des spanischen Königshauses und damit

offizieller Thronprätendent, auf. Don Juan war

aus seinem portugiesischen Exzil kürzlich nach

Madrid gekommen, um an der Taufe seiner

Enkelin Helena, Tochter seines in Madrid lebenden

Sohnes, des Prinzen Juan Carlos, und

dessen Gattin, der Prinzessin Sophie von Griechenland,

teilzunehmen. Es war der erste offiizelle

Besuch des Thronfolgers seit dem Sturz

der Monarchie, und es mußte auffallen, wie

sorgfältig das amtliche Spanien es verhinderte,

daß Don Juan sich einem größeren Publikum

zeigen konnte. Befürchtete man unerwünschte

Huldigungsakte, obwohl einem doch von angeblich

kompetenter Stelle versichert wird,

daß die Monarchie in Spanien reichlich unvolkstümlich

sei? Das Regime vermied es, die

Probe aufs Exempel machen zu lassen.

Aber noch ein anderer Aspekt wurde denen,

die Don Juans Begegnung beim Taufakt mit

Caudillo beiwohnen konnten, klar, nämlich daß

der Prätendent und der Staatschef menschlich

nicht zueinander passen. Der lebenslustige und

hünenhafte Don Juan und der kleingewachsene,

trotz seiner Leibesfülle asketische, immer

ernste Franco bilden die schärfsten Kontraste.

Der Prätendent ist Demokrat mehr aus Temperaments-

als aus Ueberzeugungsgründen. Er

Wer wird Franco-Nachfolger?

Erlaß einer allgemeinen Amnestie ohne gleichzeitige

Verwirklichung von umfassenden Vorkehrungen

zur Verbesserung der allgemeinen

Steuerverhältnisse ab. Sie bedauert, daß die

Stimmberechtigten gezwungen sind, eine politische

Entscheidung von derart großer Tragweite

innert verhältnismäßig kurzer Frist zu

treffen.

E i d g e n o s s e n s c h a f t

Probleme der Bergbauern

Der Leitende Ausschuß der Schweizerischen

Arbeitsgemeinschaft der Bergbauern

(SAB) hielt unter dem Vorsitze seines Präsidenten,

Nationalrat Andreas Zeller, Walenstadt,

seine erste ordentliche Sitzung im neuen

Jahr ab. Er hat die Revision des Artikels 21 des

Milchbeschlusses sowie die Teilrevision des

Milchwirtschaftsbeschlusses 1962 beraten. Im

Zusammenhang mit der Neufassung des Milchwirtschaftsbeschlusses

wurde auch die Frage

der Preisfestsetzungsmethode behandelt.

Die vom Bundesrat in Aussicht genommene

Milchpreisfestsetzung allein auf Grund der

Einkommensverhältnisse von ausgewählten

Bauernbetrieben des Unterlandes muß von den

Bergbauern aus zwei Gründen eindeutig abgelehnt

werden. Zum ersten führt das Herausnehmen

der Bauern des Berggebietes aus der

Volkswirtschaft — seien sie aus Zone I, II oder

III in eine Stellung, die aus staatspolitischen

Gründen nicht erwünscht ist. Zweitens bringt

diese Methode der getrennten Berechnungsweise

des Bundesrates den Bergbauern, wie

übrigens auch den Kleinbauern des Tales, eine

wirtschaftliche Einbuße, die nicht in harmonischer

Weise mit Hilfsmaßnahmen überbrückt

werden kann.

Der Leitende Ausschuß der SAB hat

sodann auch Stellung bezogen zur Abänderung

der Tierzuchtverordnung und zur Einführung

der Pauschalsubventionierung im Bodenund

Gebäudeverbesserungswesen. Die Einführung

der Pauschalsubventionierung für bestimmte

Betriebsverbesserungen wurde als

dringlich befunden. Der Selbsthilfegedanken

könnte damit noch weiter ausgelöst werden

und es wäre auch möglich, den Aktionsradius

der Maßnahmen zu erweitern.

läßt die Leute nach ihrer Fasson selig werden.

Der Generalissimus will lenken und leiten, und

der Münchner Kardinal Döpfner bescheinigte

ihm erst kürzlich, daß er «aus tiefem Geschichtsbewußtsein

heraus» handle. Wird Franco

sein Lebenswerk seinem offensichtlichen

Gegenpol hinterlassen?

Ein weiterer Anwärter wäre Don Juans

Sohn, Juan Carlos. Wenngleich nach Francos

Ratschlägen in Spanien erzogen, stellt er sich

gemäß eigenen Aussagen nicht gegen den Vater.

Die Monarchisten, soweit überschaubar,

sind Anhänger Don Juans, und weitere ernstliche

Thronkandidaten gibt es nicht.

In diesen Wochen geht das Gerücht, daß

Franco seinem Stellvertreter im Kabinett, Marschall

Munoz Grandes, weitere Vollmachten

einräumen wolle. Doch was wäre damit erreicht?

Etliche Generäle sind davon überzeugt,

daß sie vorzügliche Caudillos wären, doch sind

ihre Rangkameraden anderer Ansicht. Diese

Meinungsverschiedenheit aber macht es Franco

schwer, wenn nicht unmöglich, einen militärischen

Caudillo II zu designieren. Und nun?

Die parlamentarische Demokratie bleibt

ausgeschaltet; Franco hält sie für Wegbereiter

des Kommunismus, und ihr wird er nie eine

Chance geben. Zudem nennen sich Anhänger

wie Gegner des Caudillo «Demokraten»; eigentliche

Christlichdemokraten und Sozialdemokraten

können sich kaum oder überhaupt nicht

organisieren. Ihre Chancen sind schlecht oder

zumindest ungewiß. Das Nachfolgeproblem ist

also heute so ungelöst wie vor 25 Jahren, zur

Zeit von Francos Machtübernahme. Auch der

vermeintlich starke Staat hat seine Schwächen.

Sie liegen im Fundament.

A u s l a n d

Britischer Postraub-Prozeß beginnt

Vor einem Gericht in der englischen Stadt

Aylesbury (etwa 40 Kilometer nordwestlich von

London) beginnt am heutigen Montag der Prozeß

gegen 21 Personen, die von der Polizei verdächtigt

werden, an dem großen Postraub im

August vergangenen Jahres beteiligt zu sein.

Einer Gangsterbande war am 8. August 1963

nach einem minutiös geplanten Ueberfall auf

einen britischen Postzug auf der Strecke Glasgow—London

eine Beute im Werte von 2.6 Millionen

Pfund Sterling in die Hände gefallen.

Trotz intensiver Bemühungen Scotland

Yards sind bisher weder die Anführer der Posträuber

noch ein großer Teil der Beute gefunden

worden. In dem Prozeß gegen die Verdächtigen,

der sich wahrscheinlich über mehrere

Monate hinzieht, sollen über 100 Zeugen

verhört werden.

R a d i o

B e r o m ü n s t e r

. Mittwoch, 22. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Musette-Klänge. 7.00

Nachrichten. 7.05 3 Minuten für die Landwirtschaft.

7.15 Volkstümliche Melodien. 7.30 Im

Auto durch die Schweiz. 11.00 Musikalisches

Album. 11.40 Chansons und leichte Unterhaltungsmusik.

12.00 Leichte italienische Unterhaltungsmusik.

12.30 Nachrichten. 12.40 Unterhaltungskonzert.

13.25 Partien aus komischen

Opern. 14.00 Für die Frau: Wir Frauen

in unserer Zeit. 14.30 Wiederholung einer

Schulfunksendung: Das Meer in Lied und

Dichtung. 15.00 Fantasie von Benjamin Britten.

15.15 Englische Volkslieder. 15.20 Freude

an der Natur. 16.00 Von Tag zu Tag. 16.05

Mexikanische Klänge. 16.30 Bücher und Meinungen.

17.00 Kammermusik. 17.30 Kinderstunde:

Ds Gheimnis im Winterwald. 18.00 Musik

zumFeierabend. 18.55 EXPO 64. 19.00 Von Tag

zu Tag. 19.30 Nachrichten und Echo der Zeit.

20.00 Unterhaltungsmusik. 20.15 «Sturmzyt».

Ein Wegstück schweizerischer Geschichte im

Spiegel von Erlebnis und Dokument. 21.10

Die «Camerata Bern» spielt. 21.35 Recht und

Unrecht in der Walliser Sage. 22.05 Drei Werke

von Franz Liszt über Schweizer Melodien.

22.15 Filmmusik — einmal anders.

UKW-Programm. 19.00 Von Melodie zu

Melodie. 20.00 Der Heiratsantrag. Eine Erzählung.

20.15 Kammermusik mit Gitarre. 21.15

Norwegen heute. Tagebuchnotizen und Dokumentaraufnahmen.

21.50 Johan Halvorsen: Suite

ancienne.

Donnerstag, 23. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Melodien von George

Gershwin und Cole Porter. 7.00 Nachrichten.

7.05 Besinnliches Morgenkonzert. 7.30 Im Auto

durch die Schweiz. 10.20 Das Okapi. Die

abenteuerliche Entdeckungsgeschichte der

Waldgiraffe. 10.50 Schallplatten. 11.00 Musik

von Alexander Glasunow. 11,45 Petite Gazette

d'Outre-Sarine. 12.00 Militärmärsche aus

Oesterreich. 12.30 Nachrichten. 12.40 Non Stop.

13.30 Die schönsten Melodien von Leo Fall und

Oscar Straus. 14.00 Für die Frau: Am Rande des

Alltags. 14.30 Musik im Fernen Osten. Japanische

Sinfonik. 15.20 Die historische Schallplatte:

Arthur Honegger: Le Roi David. 16.00

Von Tag zu Tag. 16.05 «Rosamunde». Ouverture

von Franz Schubert. 16.15 «Die goldene

Stimme». Heute: Frida Leider. 17.10 Bai Musette.

17.30 Jugendstunde: Flugzeuge — Piloten.

18.00 3 x 15 Minuten Volksmusikklänge.

18.45 Römisch-katholische Umschau. 19.00 Von

Tag zu Tag. 19.15 Ergebnisse des Hörerwettbewerbs

«Drück ufe Chnopf!» 19.30 Nachrichten

und Echo der Zeit. 20.00 Musikalischer Auftakt.

20.20 Eine tadellose Frau. Hörspiel von

Tilli Breidenbach. 21.20 Klavier-Rezital. 21.45

«Daphnis und Chloe». Ballettsuite Nr. 1 und

2 von Maurice Ravel. 22.15 Nachrichten. 22.20

Musik von Morton Gould.

UKW-Programm. 19.00 Leichte Musik und

Chansons. 20.00 Englischkurs. 20.15 Jazzkonzert

nach Anlage. 21.15 Drei bekannte Unterhaltungsorchester

spielen.

Freitag, 24. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Volkstümliche Musik.

6.50 Worte auf den Weg. 7.00 Nachrichten.

7.05 Leicht und beschwingt. 7.30 Im Auto

durch die Schweiz. 11.00 Waadtländer Komponisten.

11.30 Auf drei Wellen... 12.00 Weekend

im Schnee. 12.30 Nachrichten. 12.40 Musik

nach Tisch. 13.30 Aus unseren Eigenaufnahmen.

14.00 Für die Frau: Perle — Wunder

des Meeres. 14.30 Wiederholung einer Schulfunksendung:

Wildtiere in Gefangenschaft.

15.00 Lieder von Joseph Marx. 15.20 Adam und

Eva. Heiter — Besinnlich. 16.00 Von Tag zu

Tag. 16.05 Der Arzt gibt Auskunft. 16.15

Wunschkonzert für die Kranken. 17.00 Eine

romantische Suite. Orchesterwerk, op. 125, von

Max Reger. 17.30 Kinderstunde: Gschichte

rings um en Hüüserblock. Wo isch s Käti? 18.00

Melodienparade für junge Leute. 18.40 Von

Tag zu Tag. 19.00 Weltchronik. 19.30 Nachrichten

und Echo der Zeit. 20.00 Volkstümlicher

Auftakt. 20.30 Am runden Tisch. Diskussion

über die Steueramnestie. 21.15 Internationales

Festival der leichten Musik in München. Ein

Ausschnitt. 22.15 Nachrichten. 22.20 Kammermusik

von Schubert.

UKW-Programm. 19.00 Unterhaltungsmusik.

20.00 Aus meinem Leben. Es erzählt: C. F.

Vaucher. 20.30 Mauricio Kagel: Sonant für

Gitarre, Harfe, Kontrabaß und Fellinstrumente.

20.50 Glossolalie. 21.40 Der Dichter Louis-

Ferdinand C61ine.

Spur halten


Samstag, 25. Januar

6.15 Nachrichten. 6.20 Ballettmusik. 7.00

Nachrichten. 7.05 Musikalische Neuigkeiten.

7.30 Im Auto durch die Schweiz. -8.30 Beginners

please! Englischkurs. 9.00 Die großen

Utopisten. 6. «Der Sonnenstaat». 9.15 Kammer

musik. 9.55 Heute in Havanna. 10.00 Kritische

Gaschichtsbetrachtung. Inflation und Teuerung

in früheren Zeiten. Ein Gespräch. 10.15

Rhythmisches Rendez-vous. 11.00 Konzert des

Radio-Orchesters Beromünster. 12.00 Fahrt ins

Weekend mit leichtem musikalischem Gepäck

12.30 Nachrichten. 12.40 Klingende Postkarten.

Absender: Budapest. 13.00 Mini Meinig — dini

Meinig. Eine hoffentlich heitere Kontroverse.

13.30 Intermezzo mit Peter Kreuder.

13.40 Die Samstags-Rundschau. 14.00 Aufforderung

zum Jazz. 14.30 Berghilfe für Putz im

Prättigau. Existenz-Probleme eines Bergbauerndorfes.

15.00 I get a kick out of you. Eine

Melodie in vielen Varianten. 15.20 So blasen

unsere Nachbarn. 15.40 «d'Spitzmuus». Eine

Erzählung. 16.00 Von Tag zu Tag. 16.05 Die

Ländlerkapelle «Huserbuebe». 16.45 Die neue

Schallplatte. 17.40 A tu per tu. 18.00 Mensch

und Arbeit. 18.20 Tönende Leinwand. 18.45

Piste und Stadion. 19.00 Von Tag zu Tag. 19.30

Nachrichten und Echo der Zeit. 20.30 «Die gelbe

Rayon». Hörspiel von Kurt Heynicke. 21.30

Half a Sixpence. Ein neues, englisches Musical.

22.15 Nachrichten. 22.20 Der Musikfreund

wünscht.

UKW-Programm. 18.30 Lokalsendung für

den Kanton Zug. Musikpflege in den Zuger

Schulen. 19.00 Lokalsendung für Basel. Das

Basler Spitalprojekt. 20.00 Faust. Oper von

Charles Gounod. 22.25 Nachrichten. 22.30 Faust

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* DANKSAGUNG

Für die vielen Beweise aufrichtiger Freundschaft und Sympathie

die unserer lieben Mutter

Frau Josefine Ehrli-Zürn

Buchdruckerei

in ihrem Leben und uns während den Tagen tiefer Trauer in so

liebevoller Weise bekundet wurden, danken wir von Herzen.

Vergelt's Gott der hochwürdigen Geistlichkeit, dem hochw. P.

Drittordensdirektor, dem Arzt, Herr Dr. Rammelmeyer, dem

Musikverein «Harmonie», Samen, dem Mütterverein, dem

Frauen- und Töchterkrankenverein, sowie allen Verwandten,

Freunden, Nachbarn und Bekannten. Aufrichtigen Dank für die

vielen heiligen Messen, Meßbundstiftungen, geistigen Blumenspenden,

Gaben an den Freibettenfonds des Kantonsspitals Obwalden

und sonstige wohltätige Institutionen, die Kranz- und

Blumenspenden, Beileidsbezeugungen und die zahlreiche Beteiligung

an den kirchlichen Trauerfeierlichkeiten.

Wir bitten, der lieben Heimgegangenen im frommen Gebet ein

liebevolles Andenken zu bewahren.

Samen, im Januar 1964

Die Trauerfamilien

Dreißigster: Samstag, den 25. Januar, 7.45 Uhr, in der Pfarrkirche

in Samen. 46

Emmenbrücke

im Zentrum an Hauptverkehrs-StraBe SA16000LZ 45

Ich suche für eine zweisprachige Familie

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Überholen erleichtern

Heimat-Theater in Alpnach 1964

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B ä s e b i n d e r - S ä m i

Volksstück in 4 Akten von Karl Moore und

Max Ritter

Aufführungen:

Freitag, 24. Januar, 20.15 Uhr (Tanz)

Sonntag, 26. Januar, 14.00 und 20.15 Uhr

Sonntag, 2. Februar, 20.15 Uhr

Eintritt: Fr. 3.— Freitagabend Fr. 4.—

Vorbestellung: Gasthaus Schlüssel,

Telefon 76 11 58

Mit freundlicher Einladung

Trachtengruppe Alpnach

Theater in Lungern 1964 40

E r n a v o m Goldingerhof

Heiteres Volksstück in 4 Akten mit Musik

und Gesang von Frau Maria Ineichen

Schüpfer

Spieltage: Sonntag, 26. Januar, 13.45 Uhr

Freitag, 31. Januar, 20.00 Uhr,

anschließend Tanz im Hotel

Löwen

Sonntag, 2. Februar, 13.45 Uhr

Samstag, 8. Februar, 20.00 Uhr

Eintrittspreise: Fr. 4.—, 3.50 und 3.—

Vorverkauf: Julius Burch, Fotohaus,

Lungern Telefon (041) 85 61 20

Freundlich ladet ein

der Männerchor Lungern

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Geboten wird: Familienanschluß, nettes

Zimmer, rechter Lohn. SA16002Lz44

Nähere Auskunft

Frau Schmid, Telefon (041) 41 77 48

THEATER IN SARNEN Turnhalle

Der Unschuldige

Komödie in 3 Akten von F. Hochwälder

Regie Rudolf Gasser

Musikalische Auftakte «White Stars»,

Samen Leitung Urs Dillier

Aufführungen:

Samstag, 25. Januar, 20.15 Uhr

Sonntag, 26. Januar, 20.15 Uhr

Sonntag, 2. Februar, 15.00 Uhr

I. Platz Fr. 4.— II. Platz Fr. 3 —

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